Wehrmacht Kriegsgliederung Dezember 1943 und südliche Ostfront

Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht vom 26. Dezember 1943 Die südliche Ostfront im Winter 1943/44.
Heeresgruppen, Armeen, Korps, Divisionen, Gesamtbestand und Panzerausstattung und die Situation an der Ostfront im Winter 1943/44.

Marsch einer deutschen Kolonne
Marsch einer deutschen Kolonne aus Pak, Infanterie und Panzern in der Ukraine im Winter 1943/44.

Die Ostfront im Winter 1943/44

Der Winter 1943-44 an der Ostfront während des Zweiten Weltkriegs war durch bedeutende militärische Operationen und harte Bedingungen gekennzeichnet. Dieser Zeitraum folgte auf die entscheidende Schlacht von Stalingrad (1942/43) und die Schlacht von Kursk (Sommer 1943), die das Blatt zugunsten der Sowjetunion wendeten.

Wichtige Ereignisse und Operationen

Dnieper-Karpaten-Offensive (Dezember 1943 – April 1944):
– Es handelte sich um eine Reihe von Offensiven der Roten Armee mit dem Ziel, die deutsche Wehrmacht aus der Ukraine zurückzudrängen.
– Ziel der sowjetischen Streitkräfte war es, wichtige Städte wie Kiew, das im November 1943 zurückerobert worden war, zu befreien und ihren Vormarsch nach Westen fortzusetzen.
– Die Offensive verlief an mehreren Fronten und erforderte eine gute Koordination zwischen den sowjetischen Truppen.

Befreiung des rechten Dnjepr-Ufers der Ukraine:
– Der Roten Armee gelang es, den Dnjepr zu überqueren und in das rechte Ufer der Ukraine vorzustoßen.
– Dazu gehörte die Befreiung von Städten wie Zhitomir, Vinnitsa und schließlich der strategisch wichtigen Stadt Odessa im April 1944.

Harte Winterbedingungen:
– Der Winter war streng, und die Temperaturen fielen oft weit unter den Gefrierpunkt.
– Beide Seiten hatten mit den Herausforderungen des Winterkriegs zu kämpfen, darunter Erfrierungen, Versorgungsprobleme und die Schwierigkeiten beim Manövrieren in Schnee und Eis.

Deutsche Defensivoperationen:
– Die Wehrmacht, die unter Druck stand, führte strategische Rückzüge durch und versuchte, Verteidigungslinien zu errichten.
– Trotz ihrer Bemühungen wurden die deutschen Streitkräfte zunehmend überlastet und standen vor logistischen Problemen.

Partisanenaktivitäten:
– Die sowjetischen Partisanen hinter den deutschen Linien verstärkten ihre Aktivitäten und unterbrachen die Nachschub- und Kommunikationslinien.
– Dieser Partisanenkrieg trug wesentlich zur Schwächung der deutschen Stellungen bei.

Auswirkungen und Folgen

Strategische Verschiebungen:
– Die erfolgreichen sowjetischen Offensiven in diesem Winter schwächten das deutsche Heer weiter und verlagerten die strategische Initiative eindeutig auf die Sowjets.
– Der Schwung der Roten Armee schuf die Voraussetzungen für weitere Vorstöße nach Osteuropa im Jahr 1944.

Menschliche Kosten:
– Die Kämpfe waren brutal und forderten auf beiden Seiten hohe Opfer.
– Auch die Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten litt stark unter dem strengen Winter, den Kampfhandlungen und den Repressalien.

Logistische Herausforderungen:
– Die winterlichen Bedingungen verschärften die Versorgungs- und Logistikprobleme sowohl der sowjetischen als auch der deutschen Streitkräfte.
– Die Rote Armee zeigte jedoch bessere logistische Fähigkeiten als zu Beginn des Krieges.

Schlussfolgerung:
Der Winter 1943-44 war an der Ostfront eine Zeit intensiver und entscheidender militärischer Aktivitäten. Die Fähigkeit der Sowjetunion, unter harten winterlichen Bedingungen groß angelegte Offensiven durchzuführen, zeugte von ihrer wachsenden Stärke und Widerstandsfähigkeit. Der anhaltende Rückzug der deutschen Streitkräfte markierte eine wichtige Phase in der endgültigen Niederlage Deutschlands.

Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 26.12.1943

Ostfront 1944
Soldaten der 214. Infanterie-Division, welche von Norwegen an die bedrohte Ostfront verlegt wird, 194 km vor Tallinn (Reval) auf dem Weg zur Narwa-Front.

Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten sowie der Bestand an Panzerkampfwagen zur Jahreswende 1943/44.

Die offiziell ‚bodenständige‘ Division wird hier als ‚Festungs-Infanterie-Division‘ bezeichnet, da diese zur Verteidigung am Atlantikwall verwendet wurden und kaum mobil waren.
Die Luftwaffen-Felddivisionen wurden kurz zuvor in das Feldheer überführt, um ihren Kampfwert zu erhöhen.
Sicherungs-Divisionen wurden zur Bewachung und Verteidigung von Brücken, Eisenbahnlinien und anderen wichtigen Objekten gegen Partisanen verwendet. Jäger-Divisionen waren leichte und mobile Einheiten für schwieriges Gelände und wurden vor allem zur aktiven Bekämpfung von Partisanen verwendet.

Auflistung an der Ostfront von Süd nach Nord:

Heeres-Gruppe A:

Armee
Korps
Divisionen
in Süd-Russland am Schwarzen Meer und auf der Krim
17. Armee XXXXIX. Gebirgs-Korps
19. rumänische Infanterie-Division
9. rumänische Kavallerie-Division
5. Luftwaffen-Feld-Division (Teile)
336. Infanterie-Division (Teile)
Gruppe Generalleutnant Sixt
50. Infanterie-Division (Masse)
336. Infanterie-Division (Masse)
153. Feldausbildungs-Division (Teile)
1. slowakische Infanterie-Division (Teile)
rumänisches Kavallerie-Korps
9. rumänische Kavallerie-Division (Teile)
rumänisches Gebirgs-Korps
1. rumänische Gebirgs-Division
10. rumänische Infanterie-Division (Teile)
2. rumänische Gebirgs-Division
V. Korps
6. rumänische Kavallerie-Division
98. Infanterie-Division
50. Infanterie-Division (Teile)
3. rumänische Gebirgs-Division
rumänische 3. Armee
Befehlshaber von West-Taurien
15. rumänische Infanterie-Division (Teile)
5. Luftwaffen-Feld-Division (Masse)
24. rumänische Infanterie-Division (Teile)
370. Infanterie-Division
1. slowakische Division (Reste)
6. Armee
XXXXIV. Korps
4. Gebirgs-Division
101. Jäger-Division
73. Jäger-Division
153. Feldausbildungs-Division (Teile)
Befehlshaber der deutschen Truppen in Transnistrien
153. Feldausbildungs-Division (Teile)

Heeres-Gruppe Süd:

Armee
Korps
Divisionen
in Süd-Russland
1. Panzer-Armee
XXIX. Korps (dem XXXX. Panzer-Korps unterstellt)
335. Infanterie-Division (Masse)
97. Jäger-Division
9. Infanterie-Division
IV. Korps (dem XXXX. Panzer-Korps unterstellt)
17. Infanterie-Division
111. Infanterie-Division
258. Infanterie-Division
79. Infanterie-Division
335. Infanterie-Division (Teile)
3. Gebirgs-Division
24. Panzer-Division
302. Infanterie-Division
XVII. Korps (dem XXXX. Panzer-Korps unterstellt)
294. Infanterie-Division (Teile)
123. Infanterie-Division
125. Infanterie-Division
XXX. Korps
304. Infanterie-Division
46. Infanterie-Division
257. Infanterie-Division
387. Infanterie-Division
306. Infanterie-Division
16. Panzer-Grenadier-Division
LVII. Panzer-Korps
Panzer-Grenadier-Division Grossdeutschland
9. Panzer-Division
15. Infanterie-Division
62. Infanterie-Division
23. Panzer-Division
294. Infanterie-Division (Teile)
3. SS-Panzer-Division Totenkopf (Masse)
LII. Korps
76. Infanterie-Division
384. Infanterie-Division
17. Panzer-Division
3. SS-Panzer-Division Totenkopf (Teile)
13. Panzer-Division
2. Fallschirmjäger-Division
8. Armee
III. Panzer-Korps
376. Infanterie-Division (Reste)
14. Panzer-Division (Masse)
10. Panzer-Grenadier-Division
14. Panzer-Division (Teile)
3. Panzer-Division
6. Panzer-Division
11. Panzer-Division
XXXXVII. Panzer-Korps
320. Infanterie-Division
106. Infanterie-Division
167. Infanterie-Division (Masse)
262. Infanterie-Division
282. Infanterie-Division
389. Infanterie-Division
XI. Korps
72. Infanterie-Division
167. Infanterie-Division (Teile)
57. Infanterie-Division
5. SS-Panzer-Division Wiking
SS-Sturmbrigade Wallonien
4. Panzer-Armee
Reserve
20. Panzer-Grenadier-Division (Reste)
18. Artillerie-Division
454. Sicherungs-Division)
XXIV. Panzer-Korps
444. Sicherungs-Division
112. Infanterie-Division
34. Infanterie-Division
82. Infanterie-Division
VII. Korps
75. Infanterie-Division
198. Infanterie-Division
88. Infanterie-Division
XXXXII. Korps
25. Panzer-Division
168. Infanterie-Division
XXXXVIII. Panzer-Korps
19. Panzer-Division
8. Panzer-Division
2. SS-Panzer-Division Reich (Reste)
1. Panzer-Division
XIII. Korps
68. Infanterie-Division
213. Sicherungs-Division (Reste)
340. Infanterie-Division
208. Infanterie-Division (Reste)
7. Panzer-Division (Reste)
Kavallerie-Regiment Süd
LIX. Korps
291. Infanterie-Division
Wehrmachts-Befehlshaber Ukraine
ungarisches VII. Armee-Korps
21. ungarische Infanterie-Division
201. ungarische Infanterie-Division
LXII. Reserve-Korps
143. Reserve-Infanterie-Division
147. Reserve-Infanterie-Division

Heeres-Gruppe Mitte:

Armee
Korps
Divisionen
in Mittel-Russland
Reserven
12. Infanterie-Division
1.Ski-Jäger-Brigade
390. Feldausbildungs-Division
391. Feldausbildungs-Division
2. Armee
Reserven
203.Sicherungs-Division (Masse)
4. Panzer-Division (Masse)
XXXXVI. Panzer-Korps
7. Infanterie-Division
XX. Korps
102. Infanterie-Division
292. Infanterie-Division
LVI. Panzer-Korps
5. Panzer-Division
203. Sicherungs-Division (Teile)
12. Panzer-Division (Reste)
4. Panzer-Division (Teile)
zu ungarisches VII. Armee-Korps bei Heeresgruppe Süd
18. ungarische Infanterie-Division
19. ungarische Infanterie-Division
9. Armee
XXXXI. Panzer-Korps
134. Infanterie-Division
1. SS-Infanterie-Brigade (motorisiert)
Kavallerie-Regiment Mitte
253. Infanterie-Division
16. Panzer-Division
XXXV. Korps
383. Infanterie-Division
707. Infanterie-Division
36. Infanterie-Division
299. Infanterie-Division
45. Infanterie-Division
LV. Korps
6. Infanterie-Division
110. Infanterie-Division (Masse)
296. Infanterie-Division
31. Infanterie-Division
4. Armee
Reserve
286. Sicherungs-Division
XXIII. Korps
267. Infanterie-Division
110. Infanterie-Division (Teile)
95. Infanterie-Division
260. Infanterie-Division
XII. Korps
131. Infanterie-Division
35. Infanterie-Division
342. Infanterie-Division
XXXIX. Panzer-Korps
337. Infanterie-Division
26. Infanterie-Division
18. Panzer-Grenadier-Division
XXVII. Korps
25. Panzer-Grenadier-Division
78. Infanterie-Division
3. Panzer-Armee
Reserven
201. Sicherungs-Division
5. Jäger-Division
VI. Korps
256. Infanterie-Division
246. Infanterie-Division
Panzer-Grenadier-Division Feldherrnhalle
206. Infanterie-Division
211. Infanterie-Division
197. Infanterie-Division
14. Infanterie-Division
4. Luftwaffen-Feld-Division (Teile)
LIII. Korps
4. Luftwaffen-Feld-Division (Masse)
36. Luftwaffen-Feld-Division
129. Infanterie-Division (Reste)
252. Infanterie-Division (Reste)
2. Luftwaffen-Feld-Division (Reste)
6. Luftwaffen-Feld-Division
IX. Korps
20. Panzer-Division (Reste)
87. Infanterie-Division (Reste)
Wehrmachts-Befehlshaber Ostland
Kommandierender General in Weißruthenien
221. Sicherungs-Division
ungarisches VIII. Armee-Korps
1. ungarische Infanterie-Division
9. ungarische Infanterie-Division
5. ungarische Infanterie-Division
12. ungarische Infanterie-Division
23. ungarische Infanterie-Division
LXI. Reserve-Korps
141. Reserve-Infanterie-Division
151. Reserve-Infanterie-Division

Heeres-Gruppe Nord:

Armee
Korps
Divisionen
vor Leningrad und Baltikum
16. Armee
VIII. Korps
132. Infanterie-Division
estnische SS-Freiwilligen-Brigade
lettisches SS-Polizei-Regiment Riga
81. Infanterie-Division
329. Infanterie-Division (Masse)
I. Korps
69. Infanterie-Division
93. Infanterie-Division (Teile)
329. Infanterie-Division (Teile)
23. Infanterie-Division
32. Infanterie-Division
218. Infanterie-Division (Teile)
263. Infanterie-Division (Teile)
122. Infanterie-Division
207. Sicherungs-Division (Teile)
24. Infanterie-Division (Teile)
290. Infanterie-Division
58. Infanterie-Division
281. Sicherungs-Division (Teile)
205. Infanterie-Division (Teile)
XXXXIII. Korps
263. Infanterie-Division (Masse)
83. Infanterie-Division
205. Infanterie-Division (Masse)
15. lettische SS-Grenadier-Division
II. Korps
331. Infanterie-Division
93. Infanterie-Division (Masse)
218. Infanterie-Division (Masse)
X. Korps
21. Luftwaffen-Feld-Division
8. Jäger-Division
30. Infanterie-Division
18. Armee
Reserve
holländische SS-Brigade Nederland
XXXVIII. Korps
1. Luftwaffen-Feld-Division
28. Jäger-Division
2. lettische SS-Freiwilligen-Brigade
XXVIII. Korps
13. Luftwaffen-Feld-Division
21. Infanterie-Division
96. Infanterie-Division
12. Luftwaffen-Feld-Division
121. Infanterie-Division
Spanische Legion
XXVI. Korps
212. Infanterie-Division
227. Infanterie-Division
254. Infanterie-Division
61. Infanterie-Division
LIV. Korps
225. Infanterie-Division
24. Infanterie-Division
11. Infanterie-Division
L. Korps
215. Infanterie-Division
170. Infanterie-Division
126. Infanterie-Division
III. SS-Panzer-Korps
9. Luftwaffen-Feld-Division
10. Luftwaffen-Feld-Division
11. SS-Panzer-Grenadier-Division Nordland
SS-Polizei-Division (Reste)
Befehlshaber der Heeres-Gruppe Nord
207. Sicherungs-Division (Masse)
281. Sicherungs-Division (Masse)
285. Sicherungs-Division
Kavallerie-Regiment Nord

dem OKW unterstellt:

Armee
Korps
Divisionen
in Norwegen, Lappland und Finnland
20. Gebirgs-Armee
XVIII. Gebirgs-Korps
SS-Gebirgs-Division Nord
7. Gebirgs-Division
XXXVI. Gebirgs-Korps
169. Infanterie-Division
163. Infanterie-Division
XIX. Gebirgs-Korps
2. Gebirgs-Division
6. Gebirgs-Division
210. Infanterie-Division
+ 4 Infanterie-Regimenter
AOK Norwegen
Reserven
196. Infanterie-Division
214. Infanterie-Division
280. Infanterie-Division
Panzer-Brigade Norwegen
LXXI. Korps
230. Infanterie-Division
270. Infanterie-Division
199. Infanterie-Division
XXXIII. Korps
14. Luftwaffen-Feld-Division
702. Infanterie-Division
295. Infanterie-Division (in Aufstellung)
LXX. Korps
269. Infanterie-Division
280. Infanterie-Division
274. Festungs-Infanterie-Division
710. Infanterie-Division

Heeresgruppe D, Oberbefehlshaber West:

Armee
Korps
Divisionen
in Frankreich, Belgien und Niederlande
Reserven
182. Reserve-Division
189. Reserve-Division
325. Sicherungs-Division
159. Reserve-Division
157. Reserve-Division
165. Reserve-Division
155. Reserve-Panzer-Divison
179. Reserve-Panzer-Divison
Wehrmachts-Befehlshaber Niederlande
Reserven
20. Radfahrer-Regiment
271. Infanterie-Division (in Aufstellung)
LXXXVIII. Korps
347. Festungs-Infanterie-Division
16. Luftwaffen-Festungs-Division
719. Festungs-Infanterie-Division
15. Armee (Raum Calais)
Reserven
349. Infanterie-Division (in Aufstellung)
245. Festungs-Division
272. Infanterie-Division (in Aufstellung)
2. Panzer-Division
LXXXIX. Korps
19. Luftwaffen-Festungs-Division
712. Festungs-Infanterie-Division
171. Reserve-Infanterie-Division
LXXXII. Korps
18. Luftwaffen-Festungs-Division
156. Reserve-Infanterie-Division
191. Reserve-Infanterie-Division
LXXXI. Korps
348. Festungs-Infanterie-Division
17. Luftwaffen-Festungs-Division
711. Festungs-Infanterie-Division
7. Armee (Normandie und Bretagne)
LXXXIV. Korps
716. Festungs-Infanterie-Division
709. Festungs-Infanterie-Division
319. Festungs-Infanterie-Division
352. Infanterie-Division
Radfahrer-Regiment 30
LXXIV. Korps
346. Festungs-Infanterie-Division
266. Festungs-Infanterie-Division
353. Infanterie-Division (in Aufstellung)
XXV. Korps
343. Festungs-Infanterie-Division
265. Festungs-Infanterie-Division
243. Festungs-Infanterie-Division
1. Armee (Südwest-Frankreich)
Reserven
273. Reserve-Panzer-Division
17. SS-Panzer-Division Götz von Berlichingen
275. Infanterie-Division (in Aufstellung)
276. Infanterie-Division (in Aufstellung)
LXXX. Korps
158. Reserve-Infanterie-Division
708. Festungs-Infanterie-Division
LXXXVI. Korps
344. Festungs-Infanterie-Division
19.Armee (Süd-Frankreich)
Reserven
715. Infanterie-Division
IV. Luftwaffen-Feld-Korps
326. Festungs-Infanterie-Division
338. Festungs-Infanterie-Division
Gruppe General Kniess
244. Festungs-Infanterie-Division
242. Festungs-Infanterie-Division
148. Reserve-Infanterie-Division

Heeresgruppe C, Oberbefehlshaber Südwest:

Armee
Korps
Divisionen
in Süd-Italien
Reserven
3. Panzer-Grenadier-Division
4. Fallschirmjäger-Division (in Aufstellung)
29.Panzer-Grenadier-Division (Teile)
14. Armee
Reserven
188. Reserve-Gebirgs-Division
16. SS-Panzer-Grenadier-Division Reichsführer SS (in Aufstellung)
LXXXVII. Korps
356. Infanterie-Division
Befehlshaber der adriatischen Küste
71. Infanterie-Division
162. turkmenische Infanterie-Division
Korps Witthöft
278. Infanterie-Division (in Aufstellung)
362. Infanterie-Division (in Aufstellung)
10. Armee
Reserve
XIV. Panzer-Korps
94. Infanterie-Division
15. Panzer-Grenadier-Division
29. Panzer-Grenadier-Division (Masse)
5. Gebirgs-Division
305. Infanterie-Division
LXXVI. Panzer-Korps
65. Infanterie-Division
26. Panzer-Division
90. Panzer-Grenadier-Division
1. Fallschirmjäger-Division
334. Infanterie-Division

Heeresgruppe F, Oberbefehlshaber Südost:

Armee
Korps
Divisionen
auf dem nördlichen Balkan
Reserven
22. bulgarische Infanterie-Division
24. bulgarische Infanterie-Division
25. bulgarische Infanterie-Division
27. bulgarische Infanterie-Division
SS-Polizei-Regiment 5
2. Panzer-Armee
Reserve
277. Infanterie-Division (in Aufstellung)
XV. Gebirgs-Korps
371. Infanterie-Division
1. russische Kossaken-Division (Masse)
373. kroatische Infanterie-Division
114. Jäger-Division
264. Festungs-Infanterie-Division
V. SS-Gebirgs-Korps
181. Infanterie-Division
369. kroatische Infanterie-Division
118. Jäger-Division
1. Gebirgs-Division
+ 4 Regimenter
XXI. Gebirgs-Korps
297. Infanterie-Division
100. Jäger-Division
LXIX. Reserve-Korps
367. Infanterie-Division (in Aufstellung)
173. Reserve-Infanterie-Division
187. Reserve-Infanterie-Division
1. russische Kossaken-Division (Teile)
Heeresgruppe E (der Heeresgruppe F unterstellt in Griechenland und der Ägäis)
Reserve
Sturm-Division Rhodos
2 Infanterie-Regimenter
XXII. Gebirgs-Korps
104. Jäger-Division
Festungs-Infanterie-Regiment 966
LXVIII. Korps
117. Jäger-Division
11. Luftwaffen-Feld-Division
+ 2 Regimenter
Oberbefehlshaber von Saloniki
Festungs-Infanterie-Regiment 963
4. SS-Polizei-Grenadier-Regiment (in Aufstellung)
bulgarische Korps Aegäis
7. bulgarische Infanterie-Division
26. bulgarische Infanterie-Division
28. bulgarische Infanterie-Division
Kommandant der Festung Kreta
22. Infanterie-Division
Festungs-Brigade Kreta

Ersatzheer und Chef der Heeres-Rüstung:

Armee
Korps
Divisionen
Befehlshaber der deutschen Truppen in Dänemark
416. Infanterie-Division
233. Reserve-Panzer-Division
20. Luftwaffen-Feld-Division (nur Brigaden-Stärke)
166. Reserve-Division
160. Reserve-Division
sonstige
14. SS-Freiwilligen-Infanterie-Division Galizien (in Aufstellung)
5. mot. SS-Sturmbrigade Langemark (in Aufstellung)
13. bosnische SS-Gebirgs-Division (in Aufstellung)
357. Infanterie-Division (in Aufstellung)
359. Infanterie-Division (in Aufstellung)
363. Infanterie-Division (in Aufstellung)
364. Infanterie-Division (in Aufstellung)
392. kroatische Infanterie-Division (in Aufstellung)
154. Reserve-Infanterie-Division
174. Reserve-Infanterie-Division
Divisionen in Aufstellung
17 Infanterie-Divisionen (davon eine kroatische)
3 1/2 SS-Panzer-Grenadier-Divisionen
1 Panzer-Division
1 Fallschirmjäger-Division
2 1/2 SS-Infanterie-Divisionen

Summe deutsche Divisionen

Zahlenmäßige Übersicht der vollständig aufgestellten und einsatzbereiten Divisionen der deutschen Wehrmacht, Waffen-SS, Luftwaffe und von unterstellten Verbündeten:

PzGrenInfJägGebSichABLwVerb
Heeres-Gruppe A--611-1- 10,5
Heeres-Gruppe Süd15 7,542112212
Heeres-Gruppe Mitte5 3,5 38,51-54-7
Heeres-Gruppe Nord- 1,5412-31 -0,5
Norwegen, Finnland 0,5- 15,75- 4 1/3 ----
OB West1 2,525--1,513--
OB Süd147-1-121
OB Südost- 1/39,8- 2 1/3- 2 1/3 -10
Dänemark-- 1,5 ---3--
Ersatzheeer------27--
Insgesamt 22,519 1/3186,559 2/3 11,554 1/3331

Gliederung, Stärke und Ausstattung der Divisionen: Wehrmachts-Verbände Organisation 1942-45

Pz = Panzer; Gren = Panzergrenadier; Inf = Infanterie (darunter 1 Artillerie-Div. bei Heeres-Gruppe Süd); Jäg = Jäger, Geb = Gebirgsjäger; Sich = Sicherungs-Div; AB = Feld-Ausbildungs- und Ersatz, Lw = Luftwaffen-Div (Luftlande, Fallschirmjäger, Luftwaffen-Feld); Verb = unterstellte Divisionen der Verbündeten


Gesamtbestand an Panzerkampfwagen am 1.1.1944:

Typ
Bestand
399
227
920
PzKpfw III (Flammenwerfer)
30
1.668
PzKpfw V Panther
1.084
PzKpfw VI Tiger I
395
Panzer-Befehlswagen
477
Berge-Panzer
66
Sturmgeschütz StuG III (kurze 7,5-cm-Kanone)
193
Sturmgeschütz StuG III (lange 7,5-cm-Kanone)
1.945
Sturmhaubitze III (10,5 cm) 97
Sturmpanzer IV Brummbär (15 cm)
31
Jagdpanzer Elefant
47
1.306
Nashorn (8,8-cm-Pak)
263
GESAMT
9.148

Die südliche Ostfront im Winter 1943/44

Russische bespannte Artillerie im tiefen Schlamm
Russische bespannte Artillerie rückt im tiefen Schlamm des Frühjahrs-Tauwetters 1944 vorwärts.

Nach dem deutschen Abbruch der Schlacht von Kursk im Juli 1943 drang die Rote Armee bis zum Winter im Süd- und Mittelabschnitt der Ostfront bis an Dnjepr vor, eroberte Smolenks, Brjanks und Charkow zurück und stand vor Witebsk, Gomel, Kiew, Dnjepropetrowsk und Saporoshje.
In den Monaten nach den Rückschlägen vom Oktober 1943 westlich von Kiew erholte sich die Rote Armee schnell und startete eine neue Reihe von Offensiven.

zurück Hier zum vorhergehenden Abschnitt: Ostfront von Kursk bis Kiew: Die Ereignisse in Russland von August bis Dezember 1943.

Im Süden war der Winter 1943/44 abwechslungsreicher und milder als sonst, aber der durch das periodische Tauwetter verursachte Schlamm behinderte die Bewegungen der sowjetischen Truppen nicht so sehr wie die der Deutschen. Die sowjetischen Panzer waren mit wesentlich breiteren Ketten ausgestattet und konnten sich daher leichter bewegen, außerdem war die Rote Armee zu diesem Zeitpunkt mit Tausenden amerikanischer Lastwagen aus dem Lend-Lease Programm ausgerüstet worden, die unter diesen Bedingungen weitaus besser fahrtüchtig waren als die deutschen LKWs.

Der stark erhöhte Benzinverbrauch, der für Fahrzeuge charakteristisch war, die sich durch den tiefen Schlamm wühlten, belastete die an Treibstoff knappen Deutschen stärker als die Sowjets. Außerdem verfügte die Rote Armee über weit mehr ‚Panje-Wagen‘, hochrädrige, von einem Pferd gezogene Holzwagen, die sich oft dann noch mit Ausrüstung und Nachschub bewegen konnten, wenn alle anderen Transportmittel versagten.

ZIS-LKW in tiefen Schlamm
Trotz des tiefen Schlamms, des diesmal früh einsetzenden Frühjahrestauwetter können die Russen erstmals überall dort weiter vorrücken, wo sie über zahlreiche geländegängige US-LKWs aus dem ansteigenden Lend-Lease-Programm verfügen. Hier jedoch versuchen Soldaten einen ZIS-LKW russischer Bauart aus dem tiefen Schlamm der Schneeschmelze zu manövrieren.

Da die Deutschen eine Invasion im Westen erwarteten, sah die grundlegende Strategie des Dritten Reiches nun vor, dass erst nach einer erfolgreichen Abwehr dieser Invasion Truppen und Ausrüstung in den Osten verlegt werden konnten. Wie in Adolf Hitlers allgemeiner Direktive Nr. 51 für die Kriegsführung vom 3. November 1943 ausführt, verlangte diese Strategie, dass die Ostfront vorerst um sich selbst kümmern musste, während Deutschland seine neu mobilisierten Soldaten und produzierten Waffen auf die Verteidigung Westeuropas gegen einen alliierten Angriff konzentrierte.
In der Direktive hieß es: ‚Im Osten ist der von Deutschland kontrollierte Raum so groß, dass im schlimmsten Fall auch große Gebietsverluste ohne tödliche Gefahr für das deutsche Überleben möglich sind, während dies im Westen nicht der Fall ist.‘

Wenn damit auch die strategischen Prioritäten für 1944 vorgegeben waren, so war Hitler aber erstaunlicherweise keinesfalls bereit, Raum für Zeit im Osten einzuhandeln. Im Gegenteil, die wirtschaftliche Bedeutung der Ukraine, sowohl in Bezug auf mineralische und industrielle Ressourcen als auch als reiche landwirtschaftliche Region, machte ihn besonders widerwillig, Rückzügen zuzustimmen, die ihm von den Befehlshabern vor Ort, die oft vom Chef des Generalstabs des Heeres unterstützt wurden, nahegelegt wurden.
Indem er solche Ratschläge ablehnte oder nur langsam befolgte, handelte Hitler nicht nur aus Rücksicht auf die wirtschaftliche Bedeutung des Gebietes, sondern auch aus der Tatsache heraus, dass die Verkürzung der Linien sowohl auch russische wie auch deutsche Einheiten freistellte und es oft bedeutete, dass schweres Gerät und Nachschublager nicht evakuiert werden konnten. Gleichzeitig wurde die Stärke der Roten Armee erhöhte, die sofort alle Männer in den neu kontrollierten Gebieten zum Wehrdienst einzog.

Deutscher vorgeschobener Posten in Alarmstellung
Deutscher vorgeschobener Posten in Alarmstellung beim Aufgehen einer Leuchtrakete.

Obwohl sie es wahrscheinlich niemals offen zugegeben hätten, waren viele der deutschen militärischen Führer Ende 1943 oder spätestens Anfang 1944, davon überzeugt, dass sie den Krieg verlieren und besiegt werden würden. Dabei zogen sie es vor, dass diese Niederlage auf die am wenigsten schlimmste Art und Weise zustande kam.

Hitler hingegen wollte und hoffte immer noch, wenn er schon nicht mehr den totalen ‚Endsieg‘ erringen konnte, doch wenigstens den Krieg immer noch mit großen Gewinnen beenden zu können. Deshalb sah er es als notwendig an, für Deutschland möglichst viele der eroberten Gebiete zu erhalten, um als Grundlage für einen Frieden eine vorteilhafte Verhandlungsposition zu haben.

Auseinandersetzungen über die angemessene Taktik bei den deutschen Generalstabsoffizieren gegenüber den sowjetischen Offensiven prägten den Winter 1943/44. Auf sowjetischer Seite war das Ziel jedoch klar, denn mit einer Reihe von massiven Offensiven sollten die deutschen Truppen, zusammen mit den noch an ihrer Seite kämpfenden Satellitentruppen, aus dem Großteil des noch von ihnen besetzten sowjetischen Territoriums im Norden und Süden vertrieben werden.
Der größte Teil des noch gehaltenen wirtschaftlich wertvollen Landes lag im Süden, und hier konzentrierte die Rote Armee den Großteil ihrer Offensivkräfte.

Von der letzten Dezemberwoche bis in den Januar hinein verdrängte Watutins Erste Ukrainische Front die deutsche 4. und 1. Panzer-Armee aus dem Gebiet westlich von Kiew, wo sie zuvor ihren letzten taktischen Sieg errungen hatten. Dabei befreite die Rote Armee so wichtige Städte wie Schitomir, Berditschew und Kirowograd.
Außerdem schnitt sie zwei deutsche Korps in einer Umzingelung bei Korsun-Schewtschenkowski ab und kesselte sie ein. Auf deutscher Seite wurde die Schlacht als Tscherkassy-Kessel bezeichneten, einer nahe gelegenen wichtigen Industriestadt, die ebenfalls von der Roten Armee befreit wurde.

Panther-Panzer der Panzergrenadier-Division Grossdeutschland
Panther-Panzer der Panzergrenadier-Division Grossdeutschland beim Versuch, den Korsun-Kessel zu entsetzen.

Da die vorrückenden sowjetischen Einheiten diesmal, anders als in Stalingrad, nicht in der Lage waren, die deutsche Front ein gutes Stück von ihrem Einschließungsring zurückzudrängen, gelang es den Deutschen, einen Entlastungsangriff bis in die Nähe des Kessels voranzutreiben, worauf die eingeschlossenen Einheiten diesmal – im Gegensatz zu Stalingrad – mit dem Ausbruch begannen. Trotzdem gab es hohe Verluste und die ausgebrochenen Truppen verloren ihr schweres Material.

Während Mansteins Heeresgruppe Süd in der nördlichen Ukraine schwer mitgenommen und zurückgedrängt wurde, nahmen die Sowjets einige Wochen später die südlich davon anschließende Heeresgruppe A von Generalfeldmarschall Ewald von Kleist aufs Korn.
Diese Heeresgruppe hielt noch das große Industriegebiet um Krivoi Rog im Bereich der Dnjepr-Kurve und die Manganminen bei Nikopol zusammen mit einem erheblichen großen Brückenkopf südlich des großen Flusses.

Schwellenpflug
Beim Rückzug kommt der sogenannte ‚Schwellenpflug‘ zum Einsatz, um die Bahnlinien unbrauchbar zu machen.

Eine Reihe von massiven Offensiven der Dritten und Vierten Ukrainischen Front im Februar 1944 vertrieb die Deutschen im Januar mit schweren Verlusten aus beiden Gebieten. Beim Vormarsch taten diese an diesem Frontabschnitt genau das, was sie auch am Dnjepr getan hatten und danach immer wieder tun sollten: das nächste Flusshindernis, in diesem Fall den Ingulets, aus der Bewegung zu überqueren und Brückenköpfe zu errichten, bevor die Deutschen eine feste Verteidigungslinie am westlichen Flussufer aufbauen konnten.

Der Zusammenbruch der deutschen Front im Gebiet des Dnjepr-Bogens und der Verlust des Brückenkopfes von Nikopol warf erneut das Problem auf, dass die deutschen und Rumänischen Streitkräfte seit Herbst 1943 auf der Krim abgeschnitten und nun mehr denn je isoliert waren.
Marschall Antonescu drängte Hitler unmittelbar nach dem Fall von Nikopol am 8. Februar 1944 und wie schon im Oktober 1943 zuvor dazu, die Achsentruppen von der Krim zu evakuieren, da nun jede Hoffnung, wieder die Verbindung zu ihnen herzustellen, verloren war. Nur die sieben dort stationierten rumänischen Divisionen konnten die Verteidigung Rumäniens selbst gegen die offensichtlich bevorstehende sowjetische Invasion sicherstellen.

Hitler weigerte sich, angeblich aus Sorge um Auswirkungen auf die Politik der Türkei und die Gefahr von Luftangriffen auf die rumänischen Ölfelder. Vielleicht hoffte er auch immer noch, bei einer Stabilisierung an der Ostfront nach dem Winter wie in den Jahren zuvor bei einer gleichzeitigen Niederlage der Amerikaner und Briten bei der kommenden Invasion, die Ukraine zurückerobern und damit den Landkontakt zur Krim wiederherstellen zu können. Außerdem bestand die Sorge, dass die sowjetische Schwarzmeerflotte den großen Stützpunkt in Sewastopol wieder übernehmen könnte.

Eroberung von Sewastopol
Russische Soldaten während der Eroberung von Sewastopol.

Die fünf deutschen und sieben rumänischen Divisionen sollten auf der Krim bleiben. Eine sowjetische Offensive von Norden her über die Perekop-Landbrücke auf die Krim und von einem Brückenkopf bei Kertsch im Osten begann am 8. April 1944 und bis Mitte Mai waren die unter der deutschen 17. Armee kämpfenden Verbände praktisch vernichtet. Nur ein kleiner Teil konnte evakuiert werden.

Die nächste sowjetische Offensive war darauf angelegt, die gesamte deutsche Front von den Prijpet-Sümpfen bis zum Schwarzen Meer zu zerschlagen. Sie hatte als Ziel, die wichtigen Häfen Nikolajew und Odessa zu erobern.

Da Watutin durch einen Hinterhalt national-ukrainischer Partisanen tödlich verwundet wurde, übernahm Schukow das Kommando über die Erste Ukrainischen Front. In einer Großoffensive, die vom Raum Rowno aus nach Süden vorstieß, führten die Panzereinheiten der Ersten Ukrainischen Front einen sowjetischen ‚Blitzkrieg‘ durch. Innerhalb von vier Wochen im März 1944 zerschlugen sie die deutsche 4. und 1. Panzer-Armee, stießen bis zu den Karpaten durch und überwanden die verschiedenen möglichen deutschen Verteidigungslinien in der Südukraine.

Angriff von T-34 Panzern bei Odessa
Ein Angriff von T-34 Modell 44 (mit der stärkeren 85mm-Kanone) mit abgesessener Tank-Reiter-Infanterie bei den Kämpfen im Raum von Odessa, Frühjahr 1944.

Ein ebenso effektiver, wenn auch weniger gewagter Frontalangriff von Konjews Zweiter Ukrainischer Front zerstörte den größten Teil der deutschen 8. Armee, während die Dritte Ukrainische Front unter Malinowski die wiederaufgestellte deutsche 6. Armee am südlichen Ende der Front zerschlug.

Obwohl der schnelle sowjetische Vormarsch dabei wichtige deutsche Nachschubzentren eroberte, erfüllte sich die sowjetische Hoffnung, die Panzer-Armee einzukesseln nicht. Dies weil ein SS-Panzerkorps aus den gegen die erwartete Invasion im Westen bereitgestellten Kräften an die Ostfront zurückverlegt wurde und der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd, von Manstein, mit dem ‚wandernden Kessel‘ eine der überragenden Operationen des ganzen Krieges gelang, wobei er Hitlers Befehle ignorierte.

Erich von Manstein
Erich von Manstein, fähigster deutscher Befehlshaber im 2. Weltkrieg. Entwarf den Sichelschnitt zum Blitzsieg über Frankreich und befehligte erfolgreich die Heeresgruppe Süd in Russland seit der Einkesselung der 6. armee in Stalingrad bis zu seiner Ablösung wegen Differenzen mit Hitler im Frühjahr 1944.

Die Vorstöße der Roten Armee im März 1944 waren dennoch dramatisch. Es war offensichtlich, dass ihre Kommandeure nun wussten, wie man große Streitkräfte in der Bewegung manövriert und kontrolliert.
Vorgesehene deutsche Verteidigungslinien am Bug und Dnjestr wurden einfach im Vormarsch überrannt, die nächste am Pruth von Norden her überflügelt. Die Deutschen und Rumänen waren aus den wichtigsten Teilen der Ukraine vertrieben worden, und die Rote Armee stand an den Grenzen zu Rumänien und Ungarn.

Die letzte Maßnahme Hitlers im Winter 1943/44 an der südlichen Ostfront betraf das Kommando über die beiden Heeresgruppen, die von den sowjetischen Offensiven zurückgetrieben wurden. Am 28. März wurden von Manstein und von Kleist mit hohen Orden ausgezeichnet und von ihren Kommandos entbunden. Ihre Nachfolger waren die beiden ranghöchsten überzeugten Nationalsozialisten unter den Ostfront-Kommandanten, Model für die Heeresgruppe Süd und Schörner für die Heeresgruppe A.

In ihren Heeresgruppen wurden zwar nach manipulierten Kriegsgerichten mehr deutsche Soldaten hingerichtet als je zuvor, aber die neuen Kommandeure erwiesen sich als ebenso unfähig, die Rote Armee aufzuhalten wie ihre Vorgänger.

Die Umbenennung der Heeresgruppen von ‚Süd‘ in ‚Nordukraine‘ und von ‚A‘ in ‚Südukraine‘ deutete nur auf Hitlers Hoffnungen und Ambitionen hin, war aber keine notwendige Verstärkung für diese.

button go Was geschah im Nord- und Mittelabschnitt der Ostfront von Winter bis Sommer 1944 ?


Quellenangaben und Literatur

Krieg der Panzer (Piekalkiewicz)
Der 2. Weltkrieg (C. Bertelsmann Verlag)
Zweiter Weltkrieg in Bildern (Mathias Färber)
A World at Arms – A Global History of World War II (Gerhard L. Weinberg)
Der Grosse Atlas zum II. Weltkrieg (Peter Young)
Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht, Band 1-8 (Percy E. Schramm)
Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr (Werner Oswald)

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