Marder II und III

Panzerjäger Marder II und III (SdKfz 131, SdKfz 132, SdKfz 139, SdKfz 138 Ausf.H und Ausf. M): Die Entwicklung der deutschen PAK-Selbstfahrlafette.

Marder III Ausf.H
Neu in Tunesien eingetroffene Marder III Ausf.H.

Panzerjäger Marder II und III

Der Marder II und der Marder III waren deutsche Panzerjäger, die während des Zweiten Weltkriegs eingesetzt wurden und als Notlösung gegen die immer besser gepanzerten Panzer der Sowjets an der Ostfront entwickelt wurden.

Überblick

Marder II (Sd.Kfz. 131 / 132)

Entwicklung und Rolle:
Der Marder II basierte auf dem Panzer II-Chassis, das 1941 als Frontpanzer veraltet war. Um seine Einsatzfähigkeit zu verlängern, montierten die Deutschen leistungsstarke Panzerabwehrkanonen auf dem Chassis in einem offenen Kampfraum.

Bewaffnung:
– 7,62 cm PaK 36(r) (erbeutete sowjetische F-22-Kanone, überarbeitet) oder
– 7,5 cm PaK 40 (spätere Versionen)

Technische Daten:
– Besatzung: 4
– Panzerung: 10–35 mm
– Gewicht: ~11,5 Tonnen
– Geschwindigkeit: ~40 km/h
– Motor: Maybach HL62 TRM

Kampfeinsatz:
– Wurde hauptsächlich an der Ostfront und in Nordafrika eingesetzt
– Effektive Feuerkraft, aber schwacher Schutz
– Hohe Silhouette machte ihn anfällig für Artillerie- und Infanterieangriffe

Marder III (Sd.Kfz. 139 / 138)

Entwicklung und Rolle:
Der Marder III wurde auf dem äußerst zuverlässigen tschechischen Panzer 38(t)-Chassis gebaut und war damit dem Marder II mechanisch überlegen. Er wurde zum erfolgreichsten Fahrzeug der Marder-Serie.

Varianten und Bewaffnung:
– Sd.Kfz. 139
7,62 cm PaK 36(r)
– Sd.Kfz. 138 Ausf. H & M
7,5 cm PaK 40
Die Ausf. M verfügte über eine hinten montierte Kanone, wodurch der Schutz der Besatzung und die Balance verbessert wurden.

Technische Daten:
– Besatzung: 4
– Panzerung: 8–50 mm
– Gewicht: ~10,8 Tonnen
– Geschwindigkeit: ~42 km/h
– Motor: Praga AC

Kampfeinsatz:
– Weit verbreitet an der Ostfront, in Italien und Westeuropa
– Kann T-34- und KW-1-Panzer auf Kampfentfernungen zerstören
– Durch die offene Bauweise war die Besatzung Splitter und Angriffen aus nächster Nähe ausgesetzt

Stärken und Schwächen

Stärken:
✅ Leistungsstarke Panzerabwehrkanonen
✅ Mobil und relativ einfach herzustellen
✅ Wirksame Übergangslösung in den Jahren 1942–43

CoN

Schwächen;
❌ Dünne Panzerung
❌ Offener Kampfraum
❌ Hohe Silhouette und begrenzte Überlebensfähigkeit

Historische Bedeutung
Der Marder II und III füllten eine kritische Lücke in der deutschen Panzerabwehr, bis speziell dafür entwickelte Panzerjäger wie der Jagdpanzer IV, Hetzer und Jagdpanther in Dienst gestellt wurden. Obwohl sie Mängel aufwiesen, spielten die Marder eine wichtige Rolle dabei, den Vormarsch der alliierten Panzer in der Mitte des Krieges zu verzögern.

Geschichte

Der Zweite Weltkrieg brachte rasante Fortschritte in der Panzertechnologie mit sich, sodass ein Bedarf an wirksamen Panzerabwehrwaffen entstand. Die Wehrmacht reagierte darauf mit der Marder-Serie von selbstfahrenden Panzerabwehrkanonen. Diese mobilen Plattformen kombinierten das Fahrgestell vorhandener Panzer mit leistungsstarken Panzerabwehrkanonen und schufen so vielseitige und tödliche Waffen auf dem Schlachtfeld.

Der Marder III war eine der wichtigsten Varianten dieser Serie. Er nutzte das Fahrgestell des tschechoslowakischen PzKpfw 38(t) als Basis. Das Modell SdKfz 139 war mit einer erbeuteten sowjetischen 76,2-mm-Kanone ausgestattet, während spätere Versionen wie der SdKfz 138 Ausf. H und Ausf. M die deutsche 7,5-cm-Panzerabwehrkanone PaK 40 verwendeten. Diese Waffen verliehen den deutschen Streitkräften die dringend benötigte Feuerkraft gegen feindliche Panzer.

Der Marder III kam an der Ostfront häufig zum Einsatz. Seine offene Bauweise bot wenig Schutz für die Besatzung, ermöglichte aber eine größere Kanone als geschlossene Panzer ähnlicher Größe. Das Modell Ausf. M verbesserte frühere Versionen, indem es den Kampfraum nach hinten verlegte und so den Schutz der Besatzung und die Fahrzeugbalance verbesserte.

Historischer Kontext und Entwicklung

Die Marder-Baureihe entstand als entscheidende Antwort auf Deutschlands Bedarf an mobilen Panzerabwehrwaffen während des Zweiten Weltkriegs. Diese Panzerjäger spielten an der Ostfront und in Nordafrika eine wichtige Rolle und wurden in mehreren Varianten weiterentwickelt, um den wechselnden Anforderungen auf dem Schlachtfeld gerecht zu werden.

Die Anfänge der Marder-Serie

Die Marder-Baureihe entstand 1942, nachdem Deutschland im Rahmen der Unternehmen Barbarossa auf die neuen sowjetischen Panzer vom Typ T-34 und KW-1 traf. Der SdKfz 139 Marder III verwendete erbeutete sowjetische 76,2-mm-Kanonen, die auf tschechische Panzer 38(t)-Fahrgestelle montiert wurden. Diese schnelle Lösung bot die dringend benötigte Feuerkraft gegen feindliche Panzer.

Die deutschen Streitkräfte setzten die Marder an der Ostfront und in Nordafrika ein. Die offene Bauweise der Fahrzeuge ermöglichte zwar eine größere Kanone, aber die Besatzungen waren ungeschützt. Trotz dieses Nachteils erwiesen sich die Marder als effektive Panzerjäger.

Entwicklung und Varianten

Im Laufe des Krieges entwickelte sich die Marder-Serie weiter. Die Ende 1942 eingeführte Variante SdKfz 138 Ausf. H verfügte über die deutsche 7,5-cm-Panzerabwehrkanone PaK 40. Diese verbesserte Version bot eine bessere Durchschlagskraft gegen die Panzerung der neuen sowjetischen Panzer.

Die letzte Hauptvariante, das Ausf. M, ging 1943 in Produktion. Sie hatte einen neu gestalteten Grundriss mit dem Motor in der Mitte und dem Kampfraum am Heck. Diese Änderung verbesserte den Schutz der Besatzung und die Ausgewogenheit des Fahrzeugs.

Technische Daten

Die Marder-Serie kombinierte leistungsstarke Panzerabwehrkanonen mit mobilen Fahrgestellen. Diese Fahrzeuge wiesen je nach Modell unterschiedliche Bewaffnungs- und Panzerungskonfigurationen auf.

Bewaffnung und Panzerung

Der SdKfz 139 Marder III war mit einem 7,62 cm PaK 36(r) Geschütz ausgerüstet, einem modifizierten sowjetischen Feldgeschütz. Spätere Modelle verwendeten die deutsche 7,5 cm PaK 40 Panzerabwehrkanone. Diese Geschütze verliehen dem Marder eine erhebliche Feuerkraft gegen feindliche Panzer.

Der Panzerschutz war minimal. Der nach oben offene Kampfraum bot der Besatzung wenig Schutz. Die Frontpanzerung war 15 mm dick, während die Seitenpanzerung nur 10-15 mm betrug.

Ein Maschinengewehr diente als Sekundärbewaffnung für die Nahverteidigung gegen Infanterie.

Fahrgestell und Motor

Für den Marder III wurde das Fahrgestell des Panzer 38(t) verwendet, ein leichter Panzer tschechischer Bauart. Diese bewährte Plattform bot eine gute Mobilität und Zuverlässigkeit.

Wichtigste Spezifikationen:
– Gewicht: 10,8 Tonnen
– Länge: 4,65 m
– Breite: 2,35 m
– Höhe: 2,48 m

Der Praga EPA-Motor leistete 150 PS. Damit erreichte der Marder eine Höchstgeschwindigkeit von 42 km/h und eine Reichweite von 140 km.

Das flache Fahrgestell trug dazu bei, das Fahrzeug zu verbergen, was seine dünne Panzerung teilweise kompensierte.

Spezifikationen Marder II und III

Spezifikationen:

Spezifikationen
Marder II (SdKfz 132)
Marder II (SdKfz 131)
Marder III (SdKfz 139)
Marder III Ausf.H (SdKfz 138)
Marder III Ausf.M (SdKfz 138)
Typ
Jagdpanzer
=
=
=
=
Antrieb
Vergasermotor Maybach HL62TRM (140 PS bei 2600 U/min)
=
Vergasermotor Praga EPA (125 PS bei 2200 U/min)
=
Vergasermotor Praga AC (150 PS bei 2600 U/min)
Getriebe
ZF-Aphon SSG46 mit 6 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang
=
Praga-Wilosn-Planetengetriebe mit 5 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang
=
=
Besatzung
4
=
=
=
=
Länge über alles
5,65 m
4,62 m (mit Rohr: 6,36 m)
4,87 m (mit Rohr: 5,85 m)
4,50 m (mit Rohr: 5,68 m)
4,65 m (kein Rohr-Überhang)
Breite
2,30 m
2,27 m
2,15 m
=
=
Höhe
2,60 m
2,20 m
2,50 m
2,40 m
2,48 m
Gewicht
11.500 kg
10.800 kg
11.500 kg
10.800 kg
10.500 kg
Geschwindigkeit (Straße)
55 km/h
40 km/h
42 km/h
47 km/h
45 km/h
Geschwindigkeit (Gelände)
?
?
?
?
?
Verbrauch/100 km
Straße 130 l, Gelände 190 l
Straße 110 l, Gelände 170 l
Straße 90 l, Gelände 135 l
=
Straße 100 l, Gelände 150 l
Kraftstoffvorrat
200 l
170 l (in 2 Tanks)
218 l
=
=
Fahrbereich (Straße)
150 km
=
240 km
=
210 km
Fahrbereich (Gelände)
100 km
=
160 km
=
140 km
Kletterfähigkeit
0,43 m (PzKpfw II)
=
0,79 m
=
=
Grabenüberschreitung
1,72 m (PzKpfw II)
=
1,88 m
=
=
Watfähigkeit
0,85 m
0,92 m
0,90 m
=
=
Wendekreis
?
4,80 m
5,00 m
=
=
Steigfähigkeit
50° (PzKpfw II)
=
60°
=
=

Panzerung:

mm (Winkel)
Marder II (SdKfz 132)
Marder II (SdKfz 131)
Marder III (SdKfz 139)
Marder III Ausf.H (SdKfz 138)
Marder III Ausf.M (SdKfz 138)
Aufbau Vorne
30 (9°)
30 (10°)
50 (17°)
50 (15°)
10 (30°)
Aufbau Seite
14,5 (20°)
10 (8°)
16 (11-14°)
15 (0°)
10 (15°)
Aufbau Hinten
14,5 (15°)
10 (0°) und offen
10 (65°)
offen
10 (0°)
Aufbau Oben
offen
10 und offen
10 (90°)
10 (65° und 90°)
8 (90°)
Wanne Vorn
30 (9°)
35 (13°)
50 (16°)
50 (15°)
15 (15°)
Wanne Seite
14,5 (0°)
15 (0°)
15 (0°)
15 (0°)
15 (0°)
Wanne Hinten
14,5 (0°)
15 (7°)
15 (16°)
15 (16°)
10 (41°)
Wanne Oben/Unten
5 (90°)
5 (90°)
10 bzw 8 (90°)
8 (90°)
10 (90°)
Geschützschild Vorn
14,5 (30°)
4+4 (30°)
11 (31°)
15 (25°)
6 (28°)
Geschützschild Seite
14,5 (15°)
(siehe Aufbau Seite)
11 (12°)
15 (25°)
10 (16°)
Geschützschild Hinten
offen
offen
offen
offen
10 (17°)
Geschützschild Oben
offen
offen
offen
8 (90°)
offen

Bewaffnung und Ausrüstung:

Spezifikationen
Marder II (SdKfz 132)
Marder II (SdKfz 131)
Marder III (SdKfz 139)
Marder III Ausf.H (SdKfz 138)
Marder III Ausf.M (SdKfz 138)
Hauptbewaffnung
7,62cm Pak36(r) L/51,5
7,5cm Pak40/2
7,62cm Pak36(r) L/51,5
7,5cm Pak40/3 L/46
=
Munition
30
37
30
38
27
Schwenkbereich
50° (manuell)
32° links bis 25° rechts (manuell)
21° links bis 21° rechts (manuell)
30° links bis 30° rechts (manuell)
21° links bis 21° rechts (manuell)
Höhenbereich
-5° bis +16°
-8° bis +10°
-8° bis +13,5°
-5° bis +22°
-5° bis +13°
Maximale Schussweite
indirekt 10.000 m (effektiv PzGr 1.800m, HE 2.800m)
indirekt 7.700 m (effektiv PzGr 2.000m)
indirekt 10.000 m (effektiv PzGr 1.800m, HE 2.800m)
indirekt 7.700 m (effektiv PzGr 2.000m)
=
Sekundär-Bewaffnung
1 loses 7,92mm MG34 (900 Schuss)
1 loses 7,92mm MG34 (600 Schuss)
1 x 7,92mm MG37(t) im Bug (1.200 Schuss)
1 x 7,92mm MG37(t) im Bug (600 Schuss)
1 loses 7,92mm MG34
Funkgerät
FuG Spr d (1 km Reichweite)
=
=
FuG5 (2-4 km Reichweite)
FuG Spr d (1 km Reichweite)
Zieloptik
ZF3x8 (max. 1.800m PzGr, 1.100m PzGr40, 2.800 m Sprenggranate, 10.000m indirektes Feuer)
Zf3x8 (max. 2.000m PzGr, 1.000m PzGr40, 7.700 m indirektes Feuer mit Sprenggranate)
ZF3x8 (max. 1.800m PzGr, 1.100m PzGr40, 2.800 m Sprenggranate, 10.000m indirektes Feuer)
Zf3x8 (max. 2.000m PzGr, 1.000m PzGr40, 7.700 m indirektes Feuer mit Sprenggranate)
=

Durchschlagskraft mm Kanonen auf 30° Panzerplatte:

Entfernung
7,62cm Pak36(r) (PzGr39)
7,62cm Pak36(r) (PzGr40)
7,5cm Pak40/2&3 (PzGr39)
7,5cm Pak40/2&3 (PzGr40)
100 m
98 mm
135 mm
106 mm
143 mm
500 m
90 mm
116 mm
96 mm
120 mm
1.000 m
82 mm
94 mm
85 mm
97 mm
1.500 m
73 mm
75 mm
74 mm
77 mm
2.000 m
65 mm
58 mm
64 mm
Granat-Gewicht
7,6 kg
4,15 kg
6,8 kg
4,1 kg
Mündungs-Geschwindigkeit
720 m/s
960 m/s
790 m/s
990 m/s

Herstellung:

Angaben
Marder II (SdKfz 132)
Marder II (SdKfz 131)
Marder III (SdKfz 139)
Marder III Ausf.H (SdKfz 138)
Marder III Ausf.M (SdKfz 138)
Produktion
April 1942 bis Juni 1943
Juni 1942 bis Juni 1943
April 1942 bis Oktober 1942
November 1942 bis April 1943
April 1943 bis Mai 1944
Stückpreis
? (PzKpfw II: 50.000 RM ohne Waffen)
ca. 62.000 RM (PzKpfw II: 50.000 RM ohne Waffen, 7,5 cm Pak40: 12.000 RM)
?
?
?
Stückzahl
201 umgebaut
576 (+75 1943/44 umgebaut)
344 (+19 1943 umgebaut)
242+1 Prototyp (+175 1943 umgebaut)
975

Einsatzstatistik Marder II & III:

Jahr
Bestand
Produktion
vor 1939
1939
1940
1941
1942
1.123
127
1943
1.124
1.030
833
1944
1.306
308
981
1945
581
48 (Jan)
Insg.
2.461
1.989 (bis Jan 45)

Einsatzgeschichte

https://www.youtube.com/watch?v=WHnMu3GZTlo
 

Die Marder-Baureihe war während des Zweiten Weltkriegs an mehreren Fronten im Einsatz. Diese Panzerjäger spielten von 1942 bis 1945 eine wichtige Rolle in der deutschen Panzerbekämpfung.

Einsatz und Gefechtsleistung

Der Marder III kam 1942 an der Ostfront zum Einsatz. Er erwies sich als wirksam gegen sowjetische T-34-Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge. Deutsche Infanteriedivisionen setzten Marder zur Verstärkung ihrer Panzerabwehr ein.

Marder wurden auch in Frankreich, Nordafrika, Italien und im Osten eingesetzt. Während der Invasion in der Normandie halfen sie, die Panzer der Alliierten abzuwehren. Die leistungsstarken Kanonen der Fahrzeuge konnten die meisten feindlichen Panzer auf große Entfernung durchschlagen.

Die Marder hatten jedoch eine dünne Panzerung. Dies machte sie anfällig für feindlichen Beschuss, insbesondere von den Seiten und von hinten. Die Besatzungen brachten oft zusätzlichen Schutz wie Sandsäcke an.

Taktische Rolle und Einschränkungen

Marder dienten eher als mobile Panzerabwehrkanonen, denn als Angriffsfahrzeuge. Sie unterstützten die Infanterie durch Feuerunterstützung aus großer Entfernung. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, feindliche Panzer aus verdeckten Stellungen auszuschalten.

Durch die offene Bauweise hatten die Besatzungen eine gute Sicht. Dadurch waren sie jedoch Schrapnells und Kleinwaffenfeuer ausgesetzt. Dies schränkte die Wirksamkeit des Marders im Nahkampf ein.

Aufgrund ihrer offenen Kampfräume hatten die Marder bei schlechtem Wetter Probleme. Schnee und Regen machten die Einsatzbedingungen für die Besatzungen miserabel. Trotz dieser Nachteile blieben die Marder bis zum Kriegsende im Einsatz.

Produktion und Varianten

Panzer Straßenkampf Charkow
Deutsche Marder-Selbstfahrlafette mit zwei PzKpfw IV im Straßenkampf in Charkow, Frühjahr 1943.

Von der Marder-Baureihe wurden während des Zweiten Weltkriegs mehrere Varianten hergestellt. Jedes Modell hatte einzigartige Merkmale und Produktionsnummern. Schauen wir uns die wichtigsten Unterschiede zwischen ihnen an.

Produktion von Marder I, II und III

Die Deutschen stellten die Panzerjäger Marder I, II und III aus erbeuteten Fahrzeugen und Ersatzteilen her. Für den Marder I wurden französische Fahrgestelle verwendet. Der Marder II basierte auf deutschen Panzern des Typs PzKpfw II. Für Marder III wurden tschechische Fahrgestelle des Panzer 38(t) verwendet.

Vom Marder I wurden etwa 170 Stück gebaut. Vom Marder II wurden über 500 Stück produziert. Der Marder III war mit insgesamt über 1.700 Exemplaren der meistgebaute.

Die Produktion begann 1942 und dauerte bis 1944 an. Die Deutschen führten den Marder als improvisierte Lösung schnell ein, um die sowjetischen Panzer an der Ostfront zu bekämpfen.

Varianten-Vergleich

Vom Marder III gab es zwei Hauptversionen: Ausf. H und Ausf. M. Bei der Ausf. H befand sich der Motor im Heck und der Kampfraum vorne. Bei der Ausf. M befand sich der Motor in der Mitte und der Mannschaftsraum im Heck.

Sowohl die Ausf. H als auch die Ausf. M verfügten über die 7,5 cm PaK 40 Panzerabwehrkanone. Damit hatten sie eine gute Feuerkraft gegen feindliche Panzer. Der frühere SdKfz 139 Marder III verwendete stattdessen eine erbeutete sowjetische 7,62 cm Kanone.

Der Marder III Ausf. M war besser gepanzert als frühere Modelle. Außerdem hatte er ein niedrigeres Profil, wodurch er auf dem Schlachtfeld schwerer zu erkennen war.

Marder II (SdKfz 132)

Marder II
Marder II mit russischer 7,62cm Pak36(r) (SdKfz 132)

Geschichte:
Am 20. Dezember 1941 wurde Alkett der Auftrag erteilt eine selbstfahrende Panzerabwehrkanone zu entwickeln, indem die erbeutete
7,62-cm-Geschütze auf dem Fahrgestell des LaS 138 (PzKpfw II Ausf.D und E) montiert wurden. Der erste Auftrag über 150 Stück wurde bis zum 12. Mai 1942 erfüllt, und es wurden weitere 60 Aufbauten bestellt, damit weitere Pz.Sf. 1 (Panzer-Selbstfahrlafetten-Montage 1) aus den Fahrgestellen der zur Reparatur zurückgegebenen PzKpfw II Ausf.F hergestellt werden konnten.
Die Türme des PzKpfw II wurden später in permanenten Festungsanlagen verwendet. Bis Mai 1944 waren insgesamt 88 solcher Türme für diesen Zweck freigegeben worden.

Besondere Merkmale:
Die Wanne und die Aufbauten blieben unverändert gegenüber dem ursprünglcihen PzKpfw II Ausf.D, E und Flamm. Die Höhe des Aufbaus an der Front und an den Seiten wurde erhöht, um einen einen Kampfraum zu bilden. Die 7,62cm PaK36(r) wurde in diesem auf einer modifizierten Feldlafette montiert, die mit einem Schutzschild zum Schutz der Besatzung während des Gefechts versehen war.

Herstellung:
201 Stück wurden von April 1942 bis Juni 1943 bei den Firmen Alkett und Wegmann aus dem PzKpfw II umgebaut.

Kampfeinsatz:
Die 7,62cm Pak(r) auf Fgst PzKpfw II (Sf) wurde ab April 1942 an die Panzerjägerabteilungen (Sf) der Panzer- und Panzergrenadier-Divisionen ausgegeben, hauptsächlich an Einheiten an der Ostfront. Anfang 1944 wurde sie aus dem Fronteinsatz gezogen, als die 7,62-cm-Pak(r) (Sf) ihre Rolle als Aushilfe bis zur Entwicklung besserer Jagdpanzer erfüllt hatte.

Marder II (SdKfz 131)

Marder II (SdKfz 131)
Marder II (SdKfz 131) wird aus einer Me323 Gigant in Tunesien ausgeladen.

Geschichte:
Am 13. Mai 1942 wurde in Frage gestellt, ob der PzKpfw II, der damals mit einer Rate von 50 Stück pro Monat produziert wurde, noch für den Kampfeinsatz zu gebrauchen war, oder ob er durch die 7,5 cm Pak40 auf dem Fahrgestell des Pz Kpfw II ersetzt werden sollte.
Anfang Juni wurde beschlossen, 50 Prozent der Serie als 7,5-cm-Pak Selbstfahrlafette zu produzieren, und später im Monat wurde beschlossen, dass mindestens 75 Prozent (der Wunsch des Heeres waren 100 Prozent) der gesamten neuen Produktion Selbstfahrlafetten mit 7,5 cm PaK40 sein sollten.
Die Produktion wurde im Juni 1943 unterbrochen, um alle PzKpfw-II-Fahrgestelle für den Bau der Wespe-Artilleri-Selbstfahrlafette zu verwenden.
Von Juli 1943 bis März i944 wurden zusätzlich fünfundsiebzig PaK40/2 auf umgebaute Fahrgestelle von PzKpfw II Ausf. c, A, B, C und F montiert.

Besondere Merkmale:
Die Wanne und die Front des Aufbaus blieben wie beim Pz Kpfw II Ausf. F. Ein Aufbau wurde als Kampfraum darauf gesetzt. Die obere Hälfte der Feldlafette für die 7,5-cm-PaK 40 wurde beibehalten, aber mit Trägern modifiziert um die Halterung für die Panzerabwehrkanone zu bilden.

Herstellung:
576 wurden von Juni 1942 bis Juni 1943 bei FAMO, MAN und Daimler-Benz gebaut. Von Juli 1943 bis März 1944 wurden 75 aus Fahrgestellen vorhandener PzKpfw II umgebaut.

Kampfeinsatz:
Das SdKfz 131 wurde ab Juli 1941 an Panzerjägerkommandos (SP) ausgegeben. Es blieb bis zum Kriegsende im aktiven und wurde an allen wichtigen Fronten eingesetzt.

Marder III (SdKfz 139)

Marder mit russischer 7,62-cm-Pak
Panzerjäger-Selbstfahrlafetten Marder III mit russischer 7,62-cm-Pak in Nordafrika.

Geschichte:
Die Probleme, welche die deutschen Truppen in Russland hatten, als sie mit den neuen sowjetischen Panzern konfrontiert waren, sollten kurzfristig durch die Produktion von Panzerabwehrkanonen auf Selbstfahrlafetten gelöst werden. Da der PzKpfw 38(t) als Kampfpanzer veraltet war und auch als Aufklärungspanzer zu langsam war, wurde angeordnet, dass die im Bau befindlichen Fahrgestelle zu Geschützlafetten umgebaut werden.

Ein Prototyp des Sf mit einer russischen 7,62-cm-Kanone wurde im Dezember 1941 gebaut. Ein Auftrag vom 22. Dezember 1941 sah die die Produktion von 17 Einheiten pro Monat ab dem 24. März 1942 und ab Juli monatlich 30 Stück vor.
Es wurden mehrere Folgeaufträge erteilt, sodass schließlich 344 gebaut wurden. Ab Juli 1942 ordnete Hitler an, dass alle PzKpfw 38(t) als Sf verwendet werden.

Der 7,62cm PakK36(r) war die russische FK296, die nach deutschen Spezifikationen umgebaut und auf die PaK40-Granate umgerüstet war. Die Umrüstung erfolgte aus den großen Beständen dieser russischen Feldgeschütze, die während der ersten Erfolge in Russland erbeutet wurden.

Besondere Merkmale:
Um das höhere Gewicht der Selbstfahrlafetten zu bewältigen, wurde die Motorleistung auf 150 PS erhöht. Dieses Modell wurde
im Juli 1942 als Ausf. H eingeführt (siehe nachfolgende Beschreibung).

Herstellung:
344 zwischen Aoril und Oktober 1942 von BMM gebaut. Weitere 19 in 1943 aus PzKpfw 38(t) umgebaut.

Kampfeinsatz:
Diente hauptsächlich bei Panzerjäger-Abteilungen in Russland. Insgesamt 66 wurden nach Nordafrika entsandt, wo diejenigen, welche von Juli bis November 1942 ankamen, von der 33. Panzerjäger-Abteilung der 15. Panzer-Division, sowie von der 39. Panzerjäger-Abteilung verwendet wurden. Die ersten sechs Stück, welche bereits im Mai 1942 in Nordafrika eintrafen, unterstanden direkt dem Hauptquartier der Panzerarmee.

Marder III Ausf.H (SdKfz 138)

Marder III Ausf.H
Marder III Ausf.H (SdKfz 138)

Geschichte:
Im Mai 1942 fanden Gespräche über die Herstellung einer neuen Selbstfahrlafette auf der Basis des PzKpfw-38(t)-Fahrgestells statt, aber mit der standardmäßigen deutschen 7,5 cm Pak40 anstelle der sowjetischen 7,62cm Pak36(r). Der Prototyp war im Juni 1942 fertiggestellt und enthielt einen neu gestalteten Aufbau, der niedriger und leichter war und auch einen besseren Schutz bot.

Marder III Waffen-SS
Marder III mit einer Besatzung, welche umlegbare Winter-Tarnbekleidung der SS trägt.

Besondere Merkmale:
Sowohl der Prototyp der 7,5 cm PaK40 als auch ein 7,5 cm StuK40-Prototyp wurden auf dem Fahrgestell des PzKpfw 38(t) Ausf.G gebaut. Ab November 1942 war jedoch das Fahrgestell Ausf. H mit dem leistungsfähigeren Motor verfügbar.
Die Wanne der Ausf.H war ähnlich der des Ausf. G, aber die Seitenpanzerung wurde durch Weglassen der zusätzliche 15-mm-Platte im Kampfraum verringert.

Herstellung:
242 Stück bei BMM von November 1942 bis April 1943 gebaut, plus ein Prototyp. 1943 wurden weitere 175 aus PzKpfw 38(t) umgebaut.

Kampfeinsatz:
Das SdKfz 138 wurde ab Ende 1942 an Panzerjägerkommandos ausgegeben. Luftwaffen-, SS-Einheiten (darunter die Leibstandarte Adolf Hitler), und Wehrmachts-Einheiten erhielten diese Selbstfahrlafetten. Ab Dezember 1942 wurden sie in Russland und 1943 auch in Tunesien und Italien eingesetzt.

Marder III Ausf.M (SdKfz 138)

Marder III Ausf.M
Marder III Ausf.M

Geschichte:
Im Juli 1942 befahl Hitler, die gesamte Produktionskapazität des PzKpfw 38(t) für Fahrgestelle für Selbstfahrlafetten zu nutzen. Man hatte erkannt, dass bei den vorhandenen behelsmäßigen Selbtsfahrlafetten viele der Merkmale des Panzerfahrgestells überflüssig waren. Deshalb wurde eine neue Konstruktion vorgeschlagen, bei der der Motor in die Mitte verlegt wurde. Dadurch konnte die Kanone besser am Heck des Fahrzeugs montiert werden. Auch die Frontpanzerung und damit das Gewicht wurden reduziert.

Am 6. Februar 1943 wurde Hitler darüber informiert, dass die neue Selbstfahrlafette nach Probeschüssen in kürzester Zeit verfügbar sein würde und die BMM in der Lage sein würde, 150 Stück pro Monat zu produzieren – im Vergleich zu ihrer derzeitigen Produktion von 60 Stück. Dieses Niveau wurde erst im Oktober/November 1943 erreicht, aber nicht alle waren 7,5 cm Pak40/3 Sf, wobei die maximale monatliche Lieferung von 141 im Oktober erreicht wurde.
Im Mai 1944 wurde die Produktion zugunsten des neuen Jagdpanzer Hetzer eingestellt.

Besondere Merkmale:
Die im Jahr 1943 gebauten Fahrzeuge sind an der runde, gegossene Abdeckung für den Fahrerraum an der rechten vorderen rechten Seite des Fahrzeugs zu erkennen. Ende 1943 wurde eine einfachere geschweißte Abdeckung eingeführt, und die vorderen Abschleppösen wurden nun aus Verlängerungen der seitlichen Panzerplatte gebildet.

Herstellung:
975 Stück von BMM zwischen April 1943 und Mai 1944 gebaut.

Kampfeinsatz:
Panzerjäger-Abteilungen (Sf) sowohl von Panzer- als auch Infanteriedivisionen wurden ab Mai 1943 mit diesen Selbstfahrlafetten ausgestattet. Aufgrund der hohen Stückzahl wurden sie an allen Fronten eingesetzt, wobei 350 Stück im Waffenamtsinventar für den 1. Februar 1945 noch als einsatzfähig aufgeführt waren.

Vermächtnis und historische Bedeutung

Die Panzerjäger der Marder-Serie spielten im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle. Sie bewiesen den Wert mobiler Panzerabwehrkanonen und prägten die Entwicklung künftiger gepanzerter Fahrzeuge.

Nachkriegsanalyse und Auswirkungen

Jagdpanzer mit Begleitinfanterie an der Ostfront
Panzerjäger-Selbstfahrlafette Marder mit Begleitinfanterie an der Ostfront.

Der Marder III bewies die Wirksamkeit von Panzerjägern im Kampf. Er gab den deutschen Truppen eine Möglichkeit, feindliche Panzer effektiv zu bekämpfen. Die Konstruktion beeinflusste spätere deutsche Fahrzeuge wie den Jagdpanzer IV oder Hetzer.

Militärexperten untersuchten den Marder nach dem Krieg. Sie stellten seine Stärken und Schwächen fest. Die offene Bauweise ließ die Besatzung ungeschützt, ermöglichte aber eine leistungsstarke Kanone auf einem leichten Fahrgestell.

Der Erfolg des Marder führte zu weiteren Konstruktionen von Panzerjägern. In der Zeit des Kalten Krieges übernahmen viele Armeen ähnliche Fahrzeuge.

Konservierung und Ausstellungsstücke

Mehrere Marder III sind heute in Museen und Privatsammlungen erhalten. Diese Fahrzeuge bieten einen Einblick in die Technologie des Zweiten Weltkriegs.

Fotos und Dokumente helfen, die Geschichte der Marder zu bewahren. Sie zeigen, wie die Besatzungen diese Maschinen benutzten und warteten.

Museen stellen Marder aus, um die Besucher über den Krieg aufzuklären. Einige restaurierte Fahrzeuge nehmen an Reenactments teil. Dies hilft den Menschen, die Rolle der mobilen Panzerabwehr im Kampf zu verstehen.

Historiker erforschen den Marder weiterhin. Er bleibt ein wichtiges Beispiel für die deutsche Technik im Zweiten Weltkrieg.

Marder in Computerspielen

Marder IIIH
Pak-Selbstfahrlafette Marder IIIH in War Thunder.

Im nachfolgenden Replay-Video von ‚Realistischen Bodenschlachten‘ in einer ‚Realistischen Landschlacht‘ vom Free-2-Play-Spiel War Thunder sieht man die Wirkung des Marder IIIH und das Einsatzverfahren des Puma-Spähpanzers mit anschließendem Flieger-Einsatz, hier mit der deutschen Beute-Stormowik (BR 3.0, Premium-Flugzeug), welche einer der von den notwendigen Spawn-Punkten her günstigsten Bodenangriffsflugzeuge nach einem CAP-Eroberungseinsatzes ist.

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Häufig gestellte Fragen

Die selbstfahrenden Panzerabwehrkanonen der Marder-Serie spielten im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle bei der deutschen Panzerabwehr. Diese Fahrzeuge wurden mehrfach umgebaut und kamen an allen Fronten in ganz Europa zum Einsatz.

Welche verschiedenen Varianten der Marder-Serie wurden im Zweiten Weltkrieg eingesetzt?

Die wichtigsten Marder-Varianten waren das SdKfz 131, SdKfz 132, SdKfz 139, das SdKfz 138 Ausf.H und der SdKfz 138 Ausf.M. Das SdKfz 139 basierte auf dem tschechischen Fahrgestell des Panzer 38(t). Er war mit einer erbeuteten sowjetischen 76,2-mm-Kanone ausgerüstet.

Die SdKfz 138 Ausf.H und Ausf.M nutzten das gleiche Fahrgestell, trugen aber die deutsche 7,5-cm-Panzerabwehrkanone PaK 40. Das Ausf.M hatte einen neu gestalteten Kampfraum am Heck des Fahrzeugs.

Wie hat sich die Bewaffnung der Marder-Panzerabwehrkanonen im Laufe des Krieges entwickelt?

Die frühen Marder-Varianten verwendeten das erbeutete sowjetische 76,2-mm-Feldgeschütz F-22 Modell 1936. Diese wurde später durch die stärkere deutsche 7,5-cm-Panzerabwehrkanone PaK 40 ersetzt.

Die PaK 40 ermöglichte eine bessere Durchschlagskraft der Panzerung. Sie ermöglichte es den Marder-Besatzungen, die meisten alliierten Panzer auf mittlere Entfernung wirksam zu bekämpfen.

Was waren die Kampfaufgaben und die Wirksamkeit der Marder-Baureihe gegen alliierte Panzer?

Marder dienten in erster Linie als mobile Panzerabwehrwaffen. Sie unterstützten Infanteriedivisionen mit der dringend benötigten Fähigkeit zur Panzerabwehr. Ihre leistungsstarken Kanonen konnten die meisten alliierten Panzer auf größere Kampfentfernung ausschalten.

Ihre dünne Panzerung machte sie jedoch im Nahkampf verwundbar. Die Marder waren am effektivsten, wenn sie in Hinterhaltstellungen oder zur Feuerunterstützung aus großer Entfernung eingesetzt wurden.

Was waren die wichtigsten operativen Einschränkungen der Marder-Panzerjäger?

Durch die offene Bauweise des Marders waren die Besatzungen dem Beschuss mit Handfeuerwaffen und Artilleriesplittern ausgesetzt. Dies schränkte ihre Wirksamkeit in intensiven Kampfsituationen ein.

Ihre hohe Silhouette machte die Tarnung schwierig. Außerdem gab es bei einigen Varianten Probleme mit der mechanischen Zuverlässigkeit, insbesondere an der Ostfront.

In welchen Schlachten und Feldzügen spielte die Marder-Serie eine wichtige Rolle?

Die Marder waren ab 1942 an der Ostfront im Einsatz. Sie nahmen an großen Operationen wie der Schlacht von Kursk teil.

An der Westfront kämpften die Marder in der Normandie und in der Ardennenoffensive. Sie waren auch in Italien und Nordafrika im Einsatz und leisteten mobile Panzerabwehr.

Wie beeinflusste das Design der Marder-Baureihe die Entwicklung von Panzerjägern in der Nachkriegszeit?

Das Konzept des Marder als leicht gepanzerte, hochmobile Panzerabwehrplattform beeinflusste die Nachkriegsentwicklung. Viele Nationen entwickelten zu Beginn des Kalten Krieges ähnliche Fahrzeuge.

Die Schwachstellen offener Konstruktionen führten jedoch zu einer Verlagerung hin zu vollständig geschlossenen Panzerjägern. Das Erbe des Marder findet sich in modernen Radpanzerfahrzeugen wieder.


Quellenangaben und Literatur

Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr (Werner Oswald)
Encyclopedia of German Tanks of World War Two (P.Chamberlain, H.L.Doyle)
Panzer und andere Kampffahrzeuge von 1916 bis heute (Christopher F. Foss, John F. Milsom, Colonel John Stafford Weeks, Captain Georffrey Tillotson, Richard M. Ogorkiewicz)
Panzerkampfwagen des 1. und 2. Weltkrieges (Andrew Kershaw)
Krieg der Panzer (Piekalkiewicz)

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