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Matilda II



Britischer Infanteriepanzer Mark II (A12), Matilda II, stärkster gepanzerter Kampfpanzer zu Beginn des Zweiten Weltkrieges.
Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

Matilda II
Infanteriepanzer Mark II, Matilda II (A12)


Matilda II
Typ: Infanteriepanzer Mark II (A12).

Geschichte:

Zu dem Zeitpunkt als das Pilotmodel A11E1 des Infanteriepanzer Mark I (Matilda I) ausgeliefert wurde, dachte das britische Kriegsministerium bereits über eine aufgerüstete Version mit einem zusätzlichen Besatzungsmitglied, einer 2-Pfünder-Kanone oder einem Zwillings-MG und einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h nach. Gleichzeitig sollte das Gewicht auf 14 Tonnen begrenzt sein, um die Einschränkungen von Brücken für Militärfahrzeuge einzuhalten.

Es wurde bald klar, daß diese Anforderungen nicht vom Grundentwurf des A11 erfüllt werden konnten, da der Einbau einer 2-Pfünder-Kanone in einem Turm das Gewicht überschreiten und der Motor völlig überlastet sein würde. So wurde ein völlig neuer Entwurf in Angriff genommen, auf der Grundlage einer 60 mm starken Panzerung, einem handelsüblichen AEC-Dieselmotors, Seitenschürzen für das Kettenlaufwerk ‘japanischer Art’ vom mittleren Vickers-Panzer. Der Entwurf des ‘Matilda-Seniors’, wie der A12 Infanteriepanzer Mark II anfangs genannt wurde, basierte eng auf dem mittleren Panzer A7, welcher von den Royal Ordnance Factory in Woolwich im Jahr 1929 entwickelt wurde und als Prototyp von 1929 bis 1932 gebaut wurde.

A12E1 Pilotmodell
A12E1 Pilotmodell. Dieses hat noch sechs Öffnungen in den Seitenschürzen.

Im November 1936 wurdem mit der Vulcan Foundry in Warrington Verträge abgeschlossen, ein hölzernes Modell und zwei Pilotmodelle aus Weichstahl vom A12-Entwurf herzustellen. Das Holzmodell wurde im April 1937 begutachtet und es wurde beschlossen, gekoppelte Doppel-AEC-Dieselmotoren und ein Wilson-Schaltgetriebe zu verwenden. Außerdem wurden in dieser frühen Phase Vorbereitungen getroffen, eine 3-inch-Haubitze für Nahunterstützungsmodelle einbauen zu können und verschiedene andere Details.
Der Bau der Pilotmodelle wurden jedoch durch Verzögerungen bei der Lieferung von Getriebe und anderen Bauteilen aufgehalten, und der A12E1 war nicht vor April 1938 fertig. Inzwischen wurden ein Auftrag direkt ‘vom Reißbrett’ für 65 Panzer im Dezember 1937 erteilt, welcher bald auf 165 aufgestockt wurde.
Die Tests waren im allgemeinen zufriedenstellen, wenn auch einige kleine Änderungen am Getriebe und Fahrwerk gemacht wurden. Die Kühlung wurde ebenfalls verbessert und für den Einsatz in Kolonialgebieten der Einbau eines Luftfilters vorgenommen.

Zu diesem Zeitpunkt war die Aufrüstung voll im Gange und der Bedarf an Panzerfahrzeugen war dringend. Im Juni 1938 wurden Verträge für weitere Fahrzeuge mit Fowler und Rouston&Hornsby als Lizenznehmer vom Hersteller Vulcan unterzeichnet, sowie anschließend mit LMS, Harland&Wolff und North British Locomotive. Für spätere Versionen wurde auch Leyland im Jahr 19430 hinzugenommen, um Motoren herzustellen.
Die Gesamtproduktion des A12 belief sich auf 2.987 Stück, bis die Herstellung im August 1943 eingestellt wurde.

Der A12 eignete sich nicht für die einfache Massenproduktion aufgrund der Größe und Form der Gussteile der Panzerung. Es gab insbesondere Schwierigkeiten bei der Herstellung der nur aus einem einzigen Teil bestehenden Seitenschürzen, sodaß die Anzahl der Öffnungen zum Abwerfen des in den Ketten sitzenden Schmutzes von 6 beim Pilotmodell auf 5 beim Serienmodell reduziert wurde.

Matilda II Panzer des englischen Expeditionskorps
Einige der wenigen Matilda II Panzer des englischen Expeditionskorps wurden in Brand geschossen.

Bei Ausbruch des Krieges mit Deutschland im September 1939 waren erst 2 A12 Infanteriepanzer im Dienst. Allerdings konnte noch eine Reihe an das 7. Royal Tank Regiment in Frankreich bis Anfang 1940 ausgeliefert werden, wo sie erfolgreich in der Schlacht von Arras – kurz vor der Evakuierung bei Dünkirchen – eingesetzt wurden.

Nachdem die ursprüngliche A11 Matilda zurückgezogen wurde, fielen auch die Begriffe ‘Matilda-Senior’ oder ‘Matilda II’ als Bezeichnung für den Infanteriepanzer Mark II weg, und das Fahrzeug wurde einfach als die ‘Matilda’ bezeichnet.

Infanteriepanzer Mark II, Matilda
Als der beste englische Panzer im Jahr 1940 war der Infanteriepanzer Mark II, Matilda, praktisch immun gegen deutsche und italienische PAK oder Panzerkanonen, welche zu dieser Zeit im Einsatz waren. Die Matildas waren die Speerspitze der englischen Panzerverbände bei dem erfolgreichen Feldzug in Libyen Ende 1940.

Die Matilda ist vor allem bekannt geworden wegen ihrer wichtigen Rolle in den frühen Kämpfen in Nordafrika. In Libyen war sie 1940 praktisch immun gegen jede italienische Panzerabwehrwaffe oder Panzer.
Die Matildas beherrschten das Schlachtfeld der Wüste bis zum Erscheinen der 88-mm-Flak in der Rolle als Panzerabwehrgeschütz Mitte 1941 unangefochten. Erst die Acht-Acht war in der Lage, die dicke Panzerung der Matilda auf große Entfernungen zu durchdringen.

Es war nicht möglich, die 6-Pfünder-Kanone in die Matilda einzubauen – auch wenn der Versuch unternommen wurde, den Turm des A27 auf das Chassis zu montieren. Der Turm selbst war zu klein für die stärkere Kanone und ebenso der Turmring, um einen geeigneten anderen Turm stattdessen zu verwenden. So sank die Bedeutung der Matilda als Kampfpanzer während des Jahres 1942 immer weiter ab und ihren letzten Einsatz in dieser Rolle erlebte sie in der ‘Ersten Schlacht von El Alamein’ im Juli 1942.

Matilda-Panzer im Kampfeinsatz in Russland.
Matilda-Panzer im Kampfeinsatz in Russland.

Matildas wurden auch beim Feldzug in Äthopien und später von der australischen Armee in Neu-Guinea eingesetzt. Bei einigen australischen Reserveverbänden waren sie sogar noch in der Nachkriegszeit im Einsatz.
Außerdem wurden mehr als 1/3 aller gebauten Matildas als Lend-Lease nach Russland verschifft, wo sie bei der Roten Armee in ihrer ursprünglich gedachten Aufgabe, nämlich als Unterstützungspanzer für die Infanterie, verwendet wurden.

Minenräumpanzer Matilda

In Nordafrika und Europa wurden Matildas ab der zweiten Jahreshälfte 1942 nur noch in Nebenrollen mit speziellen Sonder-Umbauten verwendet.
Der wichtigste dieser Umbauten war ein Minenräumfahrzeug, da die große Anzahl der Minen, welche von beiden Seiten im Wüstenkrieg ausgelegt wurden, ein derartiges Fahrzeug notwendig machten.

Major Du Toit, ein technischer Offizier der südafrikanischen Streitkräfte, schlug vor, mit einer Kette oder einem Schlegel auf den Boden vor einem sich langsam fahrenden Fahrzeug aufzuschlagen, um so Minen auf seinem Weg zur Explosion zu bringen. Ein Prototyp des von ihm vorgeschlagenen Fahrzeugtyps wurde von AEC unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Versorgung im Dezember 1941 gebaut.
Das Fahrzeug wurde bekannt als Baron Mk I und war ein Matilda-Panzer, welcher seinen Turm und seine Hauptbewaffnung weiterhin behielt, aber zusätzlich eine Welle und einen Rotor etwa 3 Meter davor und in etwa 1,80 Meter Höhe über dem Boden an einem Gestell hielt.
Ein Chrysler-Motor trieb den Schlegel-Rotor an und der Auftrieb für die Schlegel-Montage wurde aus dem hydraulischen Turmantriebssystem des Panzers entnommen. Sowohl der Chrysler-Motor als auch das hydraulische System erwiesen sich als untauglich für diese Aufgabe, als Versuche im Januar 1942 durchgeführt wurden.

Das Fahrzeug wurde somit mit einem 6-Zylinder-Bedford-Motor, der den Chrysler-Motor ersetzte, und Hydraulikzylindern für die Schlegelarme wieder neu ausgerüstet. Das Fahrzeug war im April 1942 fertig und wurde in dieser modifizierten Version Baron II genannt.
Versuche, die im Juni 1942 abgeschlossen wurden, zeigten die Notwendigkeit eines noch leistungsfähigeren Dreschflegel-Antriebs, einer niedrigeren Rotorhöhe, um ein ‘flacheres’ Dreschen zu erreichen und einer besseren Kühlung, um eine Überhitzung zu verhindern.

Weitere Konstruktionsarbeiten führten zu einem unteren ‘Messrad’-Flügel und der Verwendung von zwei Bedford-Motoren zum Antrieb des Rotors. Diese wurden in gepanzerten Kisten am Heck des Fahrzeugs montiert und von einem Mann bedient. So entstand der Baron III.
Aber noch bevor die Arbeiten an dem neuen Fahrzeug im September 1942 fertiggestellt waren, wurde erkannt, dass das durch die Umbauten zusätzliche Gewicht die Leistung beeinträchtigte. So wurden weitere Veränderungen vorgenommen, welche dazu führten, dass der Turm entfernt wurde und die Montage der Kabine für den Bediener des Schlegels an dessen Stelle erfolgte.

Minenräum-Panzer Baron IIIA
Minenräum-Panzer Baron IIIA im Einsatz.

Als Baron IIIA bezeichnet, war das Fahrzeug zur Erprobung Ende 1942 fertig. Die Geschwindigkeit beim Dreschen betrug etwa 0,8 km/h.
Serienfahrzeuge waren Mitte 1943 fertig, aber zu diesem Zeitpunkt war bereits das Scoprion-Gerät in der Produktion, welches ein besseres System war und am Sherman Crab angebracht wurde.
So wurde der Baron nur zum Training eingesetzt.

Matilda Scorpion
Matilda Scorpion. Der Bediener des Minenräumgerätes sitzt in der gepanzerten Kiste an der Seite des Fahrzeuges.

Die Idee von Du Toit wurde nämlich zwischenzeitlich von den Truppen im Nahen Osten unabhängig aufgegriffen, welche vor Ort den Scorpion I zur Anpassung an das Grundmodell der Matilda herstellten. Diese Modifikation war viel einfacher als der Baron und hatte einen starren Rotor und einen einzigen 30-PS-Bedford-Motor, welcher auf der rechten Seite der Wanne, zusammen mit dem Platz für den Bediener, montiert war. Später wurden modifizierte Versionen auch beim M3 Grant und Valentine-Panzern angebracht.

Schon bei der Zweiten Schlacht von El Alamein im Oktober 1942 wurden 32 Matilda mit Scorpion-Minenräumgeräten eingesetzt. Im Dezember 1942 wurden die Einzelheiten dem britischen Kriegsministerium mitgeteilt, und so wurde das Scorpion-Minenräumgerät ab Februar 1943 in Großbritannien zum Einsatz bei Valentine-Panzern hergestellt.

Weitere Bilder zu Matilda II

Versionen

Matilda I, Infanteriepanzer Mk II: Erstes Serienmodell mit AEC-Dieselmotoren und 2-Pfünder-Kanone mit koaxialem Vickers-Maschinengewehr. Die ersten Fahrzeuge hatten einen nicht für tropisches Klima geeigneten Motor.


Matilda II, Infanteriepanzer Mk IIA: Wie Mk II, aber ein 7,92-mm-BESA-MG ersetzte das Vickers-Maschinengewehr.

Matilda III, Infanteriepanzer Mk IIA: Wie vorhergehendes Modell, aber Leyland-Dieselmotoren ersetzten die von AEC.

Matilda IV CS
Matilda IV CS mit 3-inch (76,2mm) Haubitze

Matilda III CS: Wie vorhergehendes Modell, aber eine 3-inch-Haubitze (76,2mm) ersetzte die 2-Pfünder-Kanone.

Matilda IV, Infanteriepanzer Mk IIA: wie Matilda III, aber mit verbesserten Leyland-Motor.

Matilda V: Wie Matilda IV, aber weitere Verbesserungen bei Getriebe und Gangschaltung.

Matilda CDL
Matilda CDL. Ein gepanzerter Turm mit Suchscheinwerfer hat den Standard-Turm ersetzt.

Matilda II CDL, Matilda V CDL: Mit CDL (Canal Defence Light = Kanal-Verteidigungsscheinwerfer) war eine gepanzerte Box mit eienm starken Suchscheinwerfer anstatt des Original-Turms, um das Schlachtfeld in helles Licht einzutauchen. Die Idee wurde schon in den 1930er Jahren von Privatleuten entwickelt und dem britischen Kriegsministerium 1937 vorgeführt und verkauft.
Im September 1939 wurde der Scheinwerfer in einen verbesserten, gepanzerten Turm eingebaut und nach Versuchen im Jahr 1940 wurden 300 Stück für Matilda-Panzer bestellt. Damit wurden eine Brigade in Großbritannien und eine im Nahen Osten ausgerüstet.
Trotz intensivem Training mit dem CDL wurde dieses in seiner vorgesehenen Rolle nur bei der Rheinüberquerung im Jahr 1945 eingesetzt, hauptsächlich, weil sich zuvor niemals eine passende Gelegenheit bot. Aber 1945 war der CDL-Suchscheinwerfer nicht mehr auf Matilda-Panzern montiert, sondern am M3 Grant.

Baron I, II, III und IIIA: Minenräum-Fahrzeug, zuvor ausführlich beschrieben.

Matilda Scorpion I: Matilda-Panzer mit Minenräum-Gerät, ebenfalls zuvor beschrieben.

Matilda AMRA Mk Ia: Ebenfalls eine Minenräum-Gerät mit Fowler-Walzen in einem schweren Gestell, welches vor dem Panzer hergerollt wird und die Minen durch den Druck auf den Boden zur Explosion bringen. In geringen Mengen in der nordafrikanischen Wüste eingesetzt und auch an anderen Panzern, wie dem Churchil-Panzer, angebracht.

Matilda Carrot: Eine Carrot-Sprengladung mit 272 kg am AMRA-Gerät befestigt und wurde durch Fernzündung aus dem Panzer zur Explosion gebracht. Im Einsatz, um Lücken in Hindernisse zu sprengen. Es gab noch eine leichte Carrot-Ladung, welche auf Rollen transportiert werden konnte.

Matilda Frog
Matilda Frog mit Flammenwerfer im Einsatz.

Matilda Frog: Australische Modifikation mit einem Flammenwerfer. 25 Fahrzeuge wurden Ende 1944 dementsprechend umgebaut. Das Flammenwerfer-Rohr ersetzte die 2-Pfünder-Kanone einer Matilda IV oder V. Das Öl wurde im Turm transportiert und hatte eine Reichweite von bis zu 90 Meter, aber zwischen den Feuerstößen mussten 20 Sekunden Pause eingelegt werden, bis wieder genug Druck durch die Pumpe aufgebaut war. Eingesetzt in Neu-Guinea.

Matilda Murray: Verbesserter Flammenwerfer-Panzer, um den Frog zu ersetzten, damit die 20-Sekunden-Pause vermieden wird. Dieses sonst identische Fahrzeug wurde 1945 gebaut.

Matilda Dozer: Australischer Bulldozer an einem Matilda-Panzer.

Matilda Inglis Bridge: Eine leichte Brücke, welche vor einem modifizierten Matilda-Panzer hergeschoben wird, um Hindernisse zu überbrücken. Nur experimentell und zum Training 1942 verwendet, führte aber zu den verbesserten, späteren Brückenlegern aus dem Churchill-Panzer.

Matilda Trench Crossing Device: Ebenfalls nur experimentelles Gerät, welches vor einer Matilda hergeschoben wurde, um Infanterie und leichten ‘B’-Fahrzeugen das Überqueren von Hindernissen zu ermöglichen.

Benutzer: Großbritannien, Australien, Russland.


Animation 3d-Modell Matilda II


Spezifikationen Matilda II (Infanteriepanzer Mark II, A12)

Spezifikationen:

Matilda II (Infanteriepanzer Mark II, A12) Spezifikation 
TypInfanteriepanzer
Antrieb Mk I,II: zwei AEC-6-Zylinder-Diesel-Reihenmotoren mit insg. 174 PS (Mk III: zwei Leyland-6-Zylinder-Diesel-Reihenmotoren mit insg. 190 PS)
GetriebeWilson
Besatzung insg.4
Turm-Besatzung3
Länge 5,61 m
Breite 2,59 m
Höhe 2,51 m
Gewicht 26.926 kg
Straßengeschwindigkeit24 km/h
Geländegeschwindigkeit 12,8 km/h
Verbrauch/100 km?
Kraftstoffvorrat?
Straßen-Fahrbereich256 km
Gelände-Farbereich?
Kletterfähigkeit 0,61 m
Grabenüberschreitung 2,13 m
Watfähigkeit 0,91 m
Wendekreis?
Steigfähigkeit?

Panzerung:

Matilda II (Infanteriepanzer Mark II, A12) mmWinkel 
Turm Vorn75 mm?
Turm Seite75 mm?
Turm Hinten??
Turm Oben20 mm?
Aufbau Vorn78 mm?
Aufbau Seite40-70 mm?
Aufbau Hinten55 mm?
Aufbau Oben20 mm?
Wanne Vorn47 mm?
Wanne Seite40-70 mm + 25 mm Schürzen?
Wanne Hinten55 mm?
Wanne Unten13-20 mm?
Geschütz-Mantel??

Bewaffnung und Ausrüstung:

Matilda II (Infanteriepanzer Mark II, A12) Spezifikation 
Hauptbewaffnung 2-Pfünder QQF (wichtiger Hinweis: kann keine Sprenggranaten verschießen)
Schuß93
Schwenkbereich 360°
Höhenbereich?
Mündungsgeschwindigkeit853 m/s
Granatgewicht 1,08 kg
Maximale Schußweite ?
Sekundär-Bewaffnung 1 x 7,92-mm Besa-MG (Vickers-MG in Mk I)
Funkgerät ?
Zieloptik ?

Durchschlagskraft mm der Kanone auf 30° Panzerplatte:

EntfernungDurchschlagskraft
100 m?
500 m57 mm
1.000 m40 mm
1.500 m-
2.000 m-

Herstellung:

Matilda II Angaben 
Produktion 1939 - August 1943
Ersteinsatz Frühjahr 1940 in Frankreich
Stückpreis unbekannt, aber hoch, da nicht geeignet für Massenproduktion
Stückzahl 2.987 (davon 1.084 nach Russland)

Einsatzstatistik für Matilda II:

JahrBestandProduktionVerluste
vor 1939---
19392 (Sep)?-
1940???
1941???
1942 4 am 30.6., 24 am 25.7 bei 8.Armee ? ?
1943- 2.987 von 1939-1943 ?
1944---
1945---
Insgesamt-2.987?

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Die Wanne des Jagdpanzer Elefant war diejenige vom Tiger(P), jedoch wurden zusätzliche 100mm-Panzerplatten auf die Vorderseite genietet, sowie ein Zusatzstück hinten, um den Überbau zu stützen und Ablasser für die Kühlluft des ganz hinten befindlichen Elektromotors zu montieren. Innerhalb des Überbaus befand sich die lange 8,8-cm-Kanone mit begrenztem Richtbereich. Der ursprünglich in der Mitte angelegte Kampfraum des Tiger(P) war nicht geeignet, die lange Kanone mit 50 Schuss Munition aufzunehmen. Deshalb musste der Panzer grundlegend verändert werden, wobei die beiden neuen Motoren in die Mitte verlegt wurden und der Kampfraum nach hinten kam und erst ganz hinten das Elektrogetriebe. Die Seiten des kastenförmigen Aufbaus wurden so gut wie möglich abgeschrägt und die Kanone ragte trotz allem immer noch 1,22 Meter vorne über. Eine Sekundärbewaffnung wurde erst Ende 1943 eingebaut, als die von der Front zurückgekehrten Fahrzeuge umgebaut wurden und ein Maschinengewehr im vorderen Rumpf erhielten. Der Überbau wurde zur gleichen Zeit verändert, um den Kommandanten mit einer Kuppel auszustatten. Auf diese Weise wurden 48 Jagdpanzer Elefant umgebaut und anschließend in Italien eingesetzt. Die Wanne war wie beim Tiger-Panzer oben flach und der Aufbau war sehr geräumig. Die Mannschaft stieg in den Jagdpanzer durch eine große, runde Luke auf der Rückseite ein. Sonst gab es praktisch kaum Öffnungen in der starken Panzerung und alle Stoßstellen überlappten und waren verschweißt. Stahlfelgen wurden für die Laufrollen des Kettenlaufwerks verwendet, was zu etwas Federung und einer ruhigen Fahrt führte. Deshalb waren Stützrollen nicht notwendig und das vordere Leitrad war etwas höher angebracht, damit das Fahrzeug besser über Hindernisse klettern konnte. Die beiden Maybach-Motoren gaben ihre Kraft an einen Siemens-Suchert-Dynamo weiter, der die beiden hinten liegenden Elektromotoren mit Strom versorgte, welche wiederum die Triebräder bewegten. Die Steuerung musste noch durch Hydraulikmotoren unterstützt werden, allerdings war keine Gangschaltung notwendig, was die Arbeit für den Fahrer einfacher machte. Einsatz Die Jagdpanzer Elefant wurden den Schweren Panzerjägerabteilungen 653 und 654 im April und Mai 1943 zugeteilt. Diese Einheiten kämpften bei Kursk während der kurzen deutschen Offensive und halfen später im Sommer und Herbst, Frontlücken an diesem Abschnitt der Ostfront zu stopfen. Dabei machte sich bemerkbar, dass der Elefant mit großer Eile in den Einsatz geschickt wurden, ehe noch vorhandene technische Probleme behoben waren und die Besatzungen genügend Zeit hatten, sich mit den Fahrzeugen ausreichend vertraut zu machen. Sobald die Elefant-Jagdpanzer in den Angriff zogen, blieben viele mit technischen Ausfällen liegen. Bei der Panzerschlacht von Kursk führten die zwei Panzerjäger-Abteilungen trotzdem den ersten Angriff erfolgreich an und durchbrachen die sowjetischen Verteidigungslinien. Obwohl die Fahrzeuge zwar mit der stärksten verfügbaren Kanone bewaffnet waren, hatten sie keine Selbstverteidigungswaffen erhalten. So konnte sowjetische Infanterie viele von ihnen in den rückwärtigen Linien außer Gefecht setzten, da sich ihre Besatzungen nicht verteidigen konnten. Der Vorteil der Jagdpanzer Elefant lag in seiner großen Kanone und dicken Panzerung, sodass er feindliche Panzer auf sehr große Entfernungen bekämpfen konnte, während er selbst unverwundbar gegen jeden Frontalbeschuss war. Doch dieser Vorteil war mit extrem hohen Bodendruck verbunden, sodass sich das Fahrzeug in schwierigem Gelände leicht festfuhr. Deshalb mussten vor dem Marsch oder Kampfeinsatz Straßen, Wege und Gelände genau erkundet werden. Wenn sie jedoch als ‘fahrbare Bunker’ in der Verteidigung eingesetzt wurden, waren sie erfolgreich. Die beiden Einheiten wurden Ende 1943 aus der Frontlinie gezogen, um die Fahrzeuge zu überholen. Anschließend wurde nur die 653. Panzerjäger-Abteilung mit den umgebauten Fahrzeugen wieder ausgestattet und eine getrennte Kompanie der 614. Panzerjäger-Abteilung zugeteilt. Der Panzerjäger Elefant konnte seinen schlechten Ruf aus dem katastrophalen Debüt bei Kursk aber nicht mehr beheben und die verbliebenen Fahrzeuge wurden 1944 in Italien verwendet. Der Mangel an Ersatzteilen, seine Größe, technische Unzuverlässigkeit und Unbeweglichkeit führte zu zahlreichen Ausfällen und einige wurden auch von alliierten Truppen erbeutet. Bergepanzer Tiger(P) Im September 1943 wurden drei Bergepanzer Tiger(P) aus dem Tiger(P)-Fahrgestell umgebaut und an die schwere Panzerabteilung 501 ausgegeben. Die Umrüstung wurde in ähnlicher Weise wie beim Ferdinand-Jagdpanzer durchgeführt. 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Der Beginn des Verbots war für den 1. Februar 1942 festgesetzt worden. Wenn auch derartige Maßnahmen erwartet worden waren, war es doch sehr kurzfristig. Mit bemerkenswerter Untertreibung berichtete ein Artikel der New York Times darüber: ‘Die fast vollständige Ausrottung von Detroits wichtigstem Industriezweig … wurde hier mit Resignation hingenommen, die in manchen Kreisen mit Groll unterwandert ist.’ R.J. Thomas, der Präsident der Vereinigten Automobil-Arbeiter-Gewerkschaft sagte dazu: ‘Die einzige wichtige Aufgabe der Nation ist die rasche Umstellung der Automobilindustrie auf die Rüstungsproduktion.’ In einer vorbereiteten Stellungnahme sagte Alvan Macauley, Vorsitzender der Packard Motor Car Company und Präsident der Automobilhersteller-Vereinigung: ‘Die Automobilindustrie befindet sich nun vollständig in diesem Krieg . . . Die Aufgabe besteht jetzt darin, die Kapazitäten für die vergrößerte Rüstungsproduktion freizugeben, welche die Regierung auf ihrem Weg zum Sieg benötigt. Die ersten Unternehmen, welche nun an ihren ersten Rüstungsaufträgen arbeiten – und manche davon mit Hochdruck -, sind bereit, alle ihre Erfahrungen, welche sie in der schwierigen Zeit der Vorbereitungen für die benötigten Maschinen und Organisation gesammelt haben, zur Verfügung zu stellen.’ Aber Alavn Macauley war unaufrichtig. Denn tatsächlich war 1941 für die Automobilhersteller ein Jahr mit vollen Auftragsbüchern und starker Nachfrage gewesen und so zögerten die Führungskräfte, ihre Fabrikationsanlagen oder zusätzliche Fabriken für die Rüstungsindustrie bereitzustellen. Wenn auch der Präsident der Automobil-Arbeiter-Gewerkschaft, R.J. Thomas, die Entscheidung von Bundes-Preis-Administrator Leon Henderson aus patriotischen Gründen akzeptierte, so kritisierte er doch ihre Verzögerung, welche durch die Hinhaltetaktik der Manager der Automobilindustrie verursacht war. Er sagte dazu, dass ‘wir diese Entscheidung ein Jahr früher erwartet hätten. So sind wir nicht weit gekommen und jetzt, wo die Industrie weiß, dass sie keine Autos mehr bauen darf, gibt sie natürlich ihre Produktionsanlagen frei, damit diese für die Herstellung von modernem Kriegsgerät verwendet werden können’. Was Thomas erzürnte, war der Umstand, dass anstatt eines über einen längeren Zeitraum, systematischen durchgeführten Umbau der Produktionsanlagen, welcher nur zu minimalen Einbußen geführt hätte, nun alles auf einmal und sofort passieren musste. Dadurch mussten alleine in Detroit 250.000 Arbeiter entlassen werden, während die Produktionseinrichtungen umgebaut wurden. In einem Artikel der New York Times heißt es: ‘Es wird Monate dauern, bis die gesamten Arbeitslosen bei der Produktion von Kriegsmaterial aufgenommen werden können.’ Dazu kam noch die Frage auf, wie Arbeiter zu bestehenden und neuen Produktionsstätten kommen würden. Fords Bomber-Produktionsstätte in Willow Run, Chryslers Panzerwerk und Hudsons Bomberfabrik befanden sich in Vorstädten von Detroit, welche nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden konnten. Ein gutes Beispiel für das Problem war Willow Run, 32 Kilometer von Detroit entfernt in Ypsilanti, Michigan. Es hatte 60.000 Angestellte, die private Transportmittel benötigten, um zur Arbeit zu kommen. Mit der Rationierung der Reifen, der bevorstehenden Rationierung des Treibstoffs und das Eingeständnis der Verwaltung, dass sie unzureichend ausgestattet ist, um neue öffentliche Verkehrsverbindungen einzurichten, mussten eine Art von Unterkünften vor Ort eingerichtet werden – und zwar schnell. Natürlich waren die Auswirkung von Hendersons Entscheidung über die Arbeiter bei der Autoindustrie selbst hinausgegangen. Einige Autohäuser schlossen einfach den Laden. Andere erweiterten ihren Reparaturbetrieb. Als qualifizierte Mechaniker dann knapp wurden, trugen sie selbst Overalls. Gebrauchtwagenhandel entpuppte sich als lukratives Geschäft, besonders mit dem blühenden Schwarzmarkt, der sich bald entwickelte. Rationierung stand auf der Tagesordnung und Männer und Frauen wurden in das Gewirr der Buchstaben-Kürzel der Coupons und der Lebensmittelkarten geschickt. Das organisierte Verbrechen, dass wieder goldene Zeiten erlebte wie nicht mehr seit dem Ende der Prohibition, warf Fälschungen von Bezugs-Coupons auf den Markt, insbesondere mit dem Buchstaben ‘C’ für die großzügigsten Rationen. Henderson erwies sich als umstrittener Verwalter und machte sich viele Feinde. So viele in der Tat, als das Democratic National Komitee eine Liste von fünf Gründen zusammenstellte, die zum Verlust der Demokraten bei der Wahl im Jahr 1942 beitrugen und Hendersons Name befand sich darauf. Im Jahr 1943 wurde Henderson ersetzt. 1941 zählte die zivile Automobil-Produktion noch rund 3,6 Millionen Fahrzeuge. 1942 sank diese Zahl auf weniger als 1,15 Millionen. Die zivilen Produktionszahlen der Nachkriegszeit erreichten bis 1949 nicht das Niveau von 1941. Amerikas Flugzeug-Industrie Amerikas Industrie führte im Zweiten Weltkrieg die größten militärische Rüstungsanstrengungen der Militärgeschichte durch. Amerikanische Flugzeugfirmen gingen zuvor davon aus, nur eine Handvoll von Militärflugzeugen gleichzeitig zu bauen, aber nun mussten sich Tausende davon auf den Montagebändern befinden. Die amerikanische Flugzeug-Industrie, vor dem Krieg auf dem hinteren 41. Platz unter den amerikanischen Industrien, gelangte auf die führende Position innerhalb von weniger als fünf Jahren. 1939 betrug die gesamte Flugzeugproduktion für das US-Militär noch weniger als 3.000 Flugzeuge. Bis zum Ende des Krieges wurden in den USA 300.000 Flugzeuge hergestellt. Kein Krieg war stärker von der Rüstungs-Industrie abhängig, als der Zweite Weltkrieg. Es war ein Krieg, der sowohl von Fertigungsmaschinen als auch von Maschinengewehren entschieden wurde. Im mehr …

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