Matilda II im ‘Imperial War Museum’


Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Spanische Soldaten der Blauen Division an der Ostfront

    Die neben den Achsenmächten an der Ostfront kämpfenden weiteren deutschen Verbündeten. Neben Rumänien, Ungarn, Finnland und der Slowakei kämpften noch Freiwilligen-Einheiten der Spanier, Franzosen, Kroaten und Serben Seite an Seiten mit deutschen Truppen an der Ostfront. Achsen-Verbündete an der Ostfront Spanische Freiwilligen-Einheiten Als Gegenleistung für die deutsche Hilfe während des Spanischen Bürgerkrieges schickte der spanische Diktator Franco eine Freiwilligen-Division mit 18.000 Mann zum Kreuzzug gegen den Bolschewismus an die Ostfront. Die meisten der Männer waren reguläre Soldaten und wurden regelmäßig ausgetauscht. Am 25. Juli 1941 wurde diese spanische Blaue (Azul) Division zur 250. Infanterie-Division der Wehrmacht. Die üblichen vier Infanterie-Regimenter einer spanischen Division wurden auf drei reduziert (262., 263. und 269. Infanterie-Regiment), dazu kamen das 250. Artillerie-Bataillon und Divisions-Einheiten. Die Personalstärke lag dann bei 641 Offizieren, 2.272 Unteroffizieren und 15.780 Mannschaften. Die Division erlitt 12.776 blutige Verluste bis sie im Oktober 1943 aus der Front gezogen wurde. Von November 1943 kämpfte dann eine spanische Blaue Legion mit zwei Banderas (Bataillonen) Infanterie sowie einer gemischten Bandera aus Artillerie und Panzerabwehrkanonen vor allem gegen Partisanen im nördlichen Abschnitt der Ostfront. Nach dem allgemeinen Rückzug nach Estland begann die Legion im April 1944 nach Spanien zurückzukehren. Uniformen: Die spanischen Freiwilligen, welche in Deutschland eintrafen, trugen Uniformen der spanischen Armee oder der Falangisten. Diese wurden gegen deutsche Uniformen ausgetauscht, wobei das blaue Hemd der Falangisten-Partei weiterhin unter der Feldbluse getragen wurde, sodass die Farbe sichtbar war. Daher der Name ‘Blaue’ Division. Am rechten Ärmel der Feldbluse und des Mantels, sowie an der rechten Seite des Stahlhelms trugen sie ein schildförmiges Abzeichen in den spanischen Nationalfarben. Das ‘Joch- und Pfeile’-Symbol der Falangisten und andere falangistische Abzeichen erschien an verschiedenen Stellen der unterschiedlichen Mützen und Helme, sowie auf der Feldbluse. Spanische und deutsche Auszeichnungen wurden oft nach spanischer Art getragen. Spanische Freiwilligen-Luftstreitkräfte Fünf spanische Flugzeug-Staffeln, welche durch Deutschland ausgebildet und ausgerüstet wurden, operierten mit der Heeresgruppe Mitte an der Ostfront. Allerdings befand sich immer nur eine Staffel zur gleichen Zeit im Fronteinsatz. Die Staffeln flogen vor allem Begleitschutz für Bomber und erzielten insgesamt 156 Abschüsse von sowjetischen Flugzeugen über der Ostfront. Uniformen: Spanier bei den Luftwaffen-Einheiten trugen zuerst die blau-graue Uniform der spanischen Luftwaffe, welcher aber ebenfalls in Deutschland durch die Standard-Uniform der deutschen Luftwaffe ersetzt wurde. Dabei wurden die spanischen Nationalfarben in der Form eines Schildes am oberen rechten Ärmel getragen. Spanische Luftwaffen-‘Flügel’ und andere Abzeichen sowie spanische Medaillen und andere Auszeichnungen wurden auf der deutschen Luftwaffen-Uniform getragen. Französische Legion Im Oktober 1941 überschritt ein 2.452 Mann starkes französisches Infanterie-Regiment die ehemalige Grenze der Sowjetunion als Teil der fremdländischen Kontingente im ‘Kreuzzug gegen den Bolschewismus’. Im Frühjahr 1942 wurde die Legion Voluntaire Francaise (L.V.F.) reorganisiert und bestand nur noch aus dem 1. und 3. Bataillon. Die Bataillone wurden getrennt zur Bekämpfung von Partisanen im rückwärtigen Heeresgebiet eingesetzt. Im Juni 1943 wurden die zwei unabhängigen Bataillone wieder zu einem einzigen Regiment zusammengelegt und bekämpften Partisanen als ‘verstärktes 638. Infanterie-Regiment’ der Wehrmacht in der Ukraine. Am 1. September 1944 wurde die Legion Volontaire Francaise offiziell aufgelöst. Uniformen: Französische Freiwillige erhielten deutsche Uniformen. Wie bei andere fremdländischen Verbänden wurde auch den Franzosen erlaubt, die Nationalfarben der Trikolore am rechten Ärmel ihrer deutschen Uniform und am Stahlhelm zu tragen. Es wurden deutsche und französische Auszeichnungen getragen. Im Bild rechts: Die Uniform dieses französischen Infanteristen der Legion Voluntaire Francaise (L.V.F.) ist deutsch, aber die Auszeichnungen französisch – von links nach rechts: Militär-Auszeichnung für ausgezeichnetes Verhalten, Kombattanten-Kreuz 1940 und die Kolonial-Auszeichnung für zwei Feldzüge. Der deutsche Karabiner 98k wird in französischer Art getragen. Es gab auch noch das ‘Wallonische Infanterie-Bataillon 373’ mit belgischen Freiwilligen in Süd-Russland bis August 1943. Die spanischen, französischen und belgischen Truppen bewährten sich gut und erlitten oft hohe Verluste und viele von ihnen wurden später in die Waffen-SS übernommen. Kroatische Armee Noch bevor der deutsche Sieg über Jugoslawien vollkommen war, befand sich das Land bereits im Stadium des Zerfalls und am 10. April 1941 wurde der unabhängige Staat Kroatien proklamiert. Der neue kroatische Staat begann mit der Aufstellung eigener bewaffneter Streitkräfte mithilfe der Wehrpflicht. Diese neue Armee nannte sich Hrvatsko Domobranstvo (was übersetzt Heimatarmee bedeutet) und bestand Ende 1941 aus vier Armeekorps, sechs Divisionen und 46 Bataillonen. Es gab zwei Arten von kroatischen Einheiten: Jägerbrigaden und Gebirgsjäger-Brigaden. Die Gebirgsjäger-Brigaden bestanden aus zwei Gebirgsjäger-Regimentern und zwei Bataillonen Artillerie. 1944 belief sich die Personalstärke der vier Gebirgsjäger-Brigaden auf 35.000 Mann. Es wurde eine Italienisch-kroatische Legion für die Ostfront aufgestellt, welche wie eine italienische Schwarzhemden-Legion gegliedert war und aus zwei Bataillonen Infanterie und einem Artillerie-Bataillon bestand. Die Legion kämpfte gut bei der italienischen 3. Mobilen Division, bevor sie während des Rückzugs vom Don zerstört wurde. Daneben gab es noch eine Deutsch-koratische Legion, welche als ein Infanterie-Regiment mit drei Bataillonen und einem Artillerie-Bataillon gegliedert war. Sie war bekannt als 369. verstärktes kroatisches Infanterie-Regiment und ging in Stalingrad unter. Die kroatische para-militärische Organisation, welche gegen Titos Partisanen und die Chetniks gleichermaßen kämpfte, war die Ustascha. Sie hatte Militär- und Polizei-Aufgaben und war einer Art SS-Formation ähnlich und berüchtigt. Neben diesen etwas besser organisierten und disziplinierten Einheiten gab es noch eine Reihe von mehr oder weniger irregulären Kämpfern, eigentlich nicht mehr als Banditen und Mörder. Bis Ende 1941 gab es 15 Ustascha-Bataillone, welche mit Armee-Bataillonen zusammengelegt wurden, um 16 Domobranstvo-Ustascha-Divisionen zu formieren, sowie 30 weitere Brigaden mit einer Gesamtstärke von 114.000 Mann und weiteren 38.000 Mann Heimatschutz (Volkssturm). Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Reste dieser Einheiten zu einer einzigen, kampfkräftigen Division zusammengelegt: der 1. kroatischen Sturm-Division. Uniformen: Die Uniform der kroatischen Armee war in Khaki. Offiziere trugen eine Dienst-Tunika mit Stehkragen und passender Kniehose oder langer Hose. Die Kopfbedeckung war entweder eine Schirmmütze oder eine Feld-Schirmmütze. Das Mützenband und Tunika-Farbe war dunkelbraun. Knöpfe und Abzeichen war bei Generalen in goldener Farbe, Silber für Offiziere und Bronze bei anderen Rängen. Rangabzeichen wurden auf den Kragenstücken getragen, welche in der Waffenfarbe waren. Auf kroatischen Uniformen waren die fünfzackigen Sterne der ehemaligen jugoslawischen Stereitkräfte, welche den Rang angaben, durch Metall-Kleeblätter ersetzt worden. Kroatische Luftwaffe Zunächst wurde die kroatische Luftwaffe mit Flugzeugen der ehemaligen mehr …

  • PzKpfw IV Ausf. H in War Thunder

    PzKpfw IV Ausf. H und sein Einsatz in War Thunder. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder, 3d-Modell und Einsatz des deutschen mittleren Panzerkampfwagen IV Ausführung A im Rahmen des deutschen BR 4.0-Deck beim F2P-Spiel War Thunder. PzKpfw IV Ausführung H Typ: deutscher mittlerer Panzer. Geschichte PzKpfw IV Ausf. H Von den 3935 produzierten Fahrgestellen des PzKpfw IV Ausf. H wurden 3774 als Panzer IV fertiggestellt, 30 wurden für die ersten Sturmgeschütze StuG IV und weitere 130 für den Sturmpanzer IV Brummbär verwendet. Im November 1943 wurde ein Versuch unternommen, die Aufhängung zu verändern, um mehr Bodenfreiheit zu gewinnen. Der Versuch scheiterte und so wurde der Panzerkampfwagen IV von 1937 bis zum Kriegsende mit dem gleichen Fahrwerk gebaut. Hier zu den anderen Modellen PzKpfw IV F2, G, J mit langer 7,5-cm-KwK Die grundlegende Veränderung gegenüber dem Vorgänger PzKpfw IV Ausf. G war die SSG77-Kraftübermittlung mit der die Panzer der Ausf. H. ausgerüstet wurden. Die frontale Panzerung veränderte sich von der 50 mm Grundpanzerung mit aufgenieteter zusätzlicher 30-mm-Panzerplatte zu einer einzigen Panzerung mit 80 mm Stärke, welche mit den Rumpfseiten verzahnt wurde. Weitere geringfügige Änderungen wurden während der Produktion des PzKpfw IV Ausf. H eingeführt, so externe Luftfilter, Ganzstahl-Umlenkrollen, auf der Kommandantenkuppel wurde ein Flugabwehr-Maschinengewehr installiert und die Sichtluken für den Fahrer und Funker wurden gestrichen. Seit 1943 sollten die Panzer-Regimenter der Panzerdivisionen mit je einer Abteilung aus Panzerkampfwagen IV und einer Abteilung aus Panzer V Panther ausgestattet werden. Probleme und Verzögerungen beim Panther führten jedoch dazu, dass bei einigen Panzerdivisionen auch die zweite Abteilung mit PzKpfw IV ausgerüstet werden musste, während viele nur eine einzige Abteilung mit vier Kompanien hatten, welche jeweils über 22 Panzer IV verfügten sowie weiteren acht in der Hauptquartier-Kompanie. Am 6. Juni 1944 waren die meisten der 748 Panzer IV in den neun Panzerdivisionen in Frankreich von der Ausführung H. Zum Vergleich die durchschnittliche Anzahl von Treffern zum Abschuss eines Panzers: Westfront 1944/45: Benutzer: Deutschland, Bulgarien, Kroatien, Finnland, Italien, Spanien, Rumänien, Türkei, Ungarn (Angabe für alle Varianten). Animation 3D-Modell PzKpfw IV Ausf. H Spezifikationen für PzKpfw IV Ausf. H (SdKfz 161/2) Spezifikationen: Panzerung: Bewaffnung und Ausrüstung: Durchschlagskraft mm auf 30° Panzerplatte der 7,5-cm KwK40 L/48: Herstellung: Einsatzstatistik für alle Panzer IV Versionen: Hier zu den anderen Modellen PzKpfw IV F2, G, J mit langer 7,5-cm-KwK PzKpfw IV Ausf.H in War Thunder War Thunder deutsches BR 4.0 Deck – Einsatz des PzKpfw IV Ausf. H. Stand der Informationen: Januar 2021 Battle Rating (kurz: BR) 4.0 ist einer der populärsten Bereiche für deutsche Panzer im F2P-Spiel War Thunder und verzeichnet in der Regel eine stabile Siegquote von über 50 Prozent mit relativ wenigen ‘Uptiers’ in höhere Bereiche, da auf BR 4.7 und 5.0 nur wenige deutsche Fahrzeuge für ‘Realistische Landschlachten’ zur Verfügung stehen. Dazu kommt eine große Auswahl an Fahrzeugen, zusätzlich mit einigen überragenden Premium-Panzern. Der Pzkpfw IV Ausf. H befindet sich seit kurzer Zeit auf dem BR 4.0 im deutschen Forschungsbaum. Dieser Panzerkampfwagen IV zeichnet sich durch die schnelle Feuergeschwindigkeit seiner präzisen 7,5-cm-KwK aus, die zudem eine sehr gute Durchschlagsleistung hat und wo oft ein Treffer ausreichend ist, um den Gegner zu zerstören. Dies sieht man sehr gut im nachfolgenden Video: https://www.youtube.com/watch?v=zaE5LxyACq8 Wie setzt sich ein erfolgreiches Fahrzeug-Deck zusammen ? Sofern man zumindest sechs der 10 verfügbaren Plätze freigeschaltet hat, sollte man natürlich darauf achten, nicht nur seine Lieblingsfahrzeuge, angeschaffte Premium-Fahrzeuge oder Top-Fahrzeuge zu verwenden. Wichtig sind neben zwei optimalen und kampfkräftigen Panzern für das jeweilige BR (Battle-Rating) ein relativ schnelles Fahrzeug zur Eroberung der CAPs. Zudem benötigt man noch zwei Jagdpanzer, da diese weniger ‘Spawn’-Punkte kosten und man damit auch noch nach dem Verlust seines Top-Fahrzeuges in die Schlacht wieder eingreifen kann. Einer der Jagdpanzer sollte dabei ein um Eins niedrigeres BR als das höchste Fahrzeug des Decks haben, da man diesen für schon maximal 90 Punkte (zu Beginn der Schlacht) einsetzen kann. Weiterhin sind ein oder zwei Flak-Panzer nötig. Auch hier den jeweils besten in seiner BR-Klasse wählen, sowie einen anderen, der zumindest ein BR tiefer angesiedelt ist. Denn dies ist das definitiv günstigste Fahrzeug, um noch einmal in die Schlacht eingreifen zu können. Viele Teams verlieren Schlachten nur zu häufig, da die beteiligten Spieler über keine günstigen Fahrzeuge mehr verfügen, um noch nach Verlust eines anderen Panzers oder Flugzeug in die Schlacht eingreifen zu können. Auch wenn diese Fahrzeuge oft recht schwach sind, genügt manchmal der Abschuss eines Panzers, Flugzeuges, viele Treffer mit der Schnellfeuerkanone oder die Eroberung einer CAP-Zone, um anschließend nochmals mit einem kampfkräftigeren Fahrzeug einzugreifen. Letztlich sollte man noch über zumindest einen Bomber und Jäger (am besten Jabos mit Bomben ab 500 kg oder zumindest 250 kg) verfügen. Optimal ist auch hier, falls sich in dem BR-Bereich nicht so viele geeignete Landfahrzeuge anbieten, noch zusätzlich jeweils ein Jäger und einen Schlachtflieger/Bomber mit Eins unterhalb des Top-Battle-Ratings zu verwenden, um diese auch für viel weniger Punkte während der Schlacht einsetzen zu können. Dies ist oft dann sinnvoll, wenn die Schlacht sowieso verloren ist und der Gegner schon um die ‘Spawn’-Zonen herumsteht. Falls man für die Top-Flugzeuge nicht genügend ‘Spawn’-Punkte hat, kann man einen BR minus 1 Jäger ohne Bomben schon für 480 Punkte bringen und hat die Chance, noch ein gegnerisches Flugzeug abzuschießen, anstatt an der ‘Spawn’-Zone nur massakriert zu werden. Nachfolgend sind neben dem PzKpfw IV Ausf. H noch zehn weitere Fahrzeuge und Flugzeuge in der engeren Vorauswahl. Diese beinhaltet aber auch Premium-Fahrzeuge, die teilweise nicht so einfach zu beschaffen sind, weshalb je nach Anzahl der Slots die vorhandenen bzw. wichtigsten davon ausgewählt werden sollten. Für Deutsche BR 4.0 hat sich daher folgendes Deck bewährt: T-34-747(r) Das wichtigste Fahrzeug, wenn man etwas Geld für ein Premium-Fahrzeug investieren möchte. Eines der schnellsten deutschen Fahrzeuge in diesem Bereich, mit der ‘magischen Stalinium’-Panzerung und Munition. Als Kampfpanzer für Einsätze, welche eine höhere Beweglichkeit und einen drehbaren Turm erfordern, wird der deutsche Beute-T-34 verwendet. Der mittlere Premium-Kampfpanzer hat die gleiche ‘trollige’ Panzerung wie sein sowjetischer Kollege, dieselbe 76-mm-Kanone mit der ‘überwirksamen’ panzerbrechenden Granate, welche es dazu weniger genau mit dem Winkel der getroffenen Panzerung nimmt mehr …

  • Formation von Lancaster-Bombern

    Schwerer Bomber Avro Manchester, Lancaster Mk I, II und Spezial der RAF. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Avro 683 Lancaster Typ: Schwerer Bomber der RAF. Geschichte der Lancaster: Der Avro Lancaster, ohne Zweifel eines der bedeuteten Bombenflugzeuge des 2. Weltkrieges und eines der herausragenden Militärflugzeuge der Luftfahrtgeschichte, verdankt seine Entwicklung den Problemen, mit welchen das Vorgängermodell Avro Manchester zu kämpfen hatte. Wie immer man auch zur britischen Nachtoffensive auf die deutschen Städte steht, deren vorgebliches Ziel die Schwächung der deutschen Rüstungswirtschaft war, so erhielten doch mit 10 Victoria-Cross-Auszeichnungen Besatzungen der Lancaster die meisten der höchsten militärischen Orden ihres Landes von irgendeinem Flugzeugtyp (insgesamt 32 Victoria Cross wurden während des Zweiten Weltkrieges an Flugzeugbesatzungen oder Piloten verliehen). Mit der Spezifikation P.13/36 hatte die Royal Air Force ursprünglich die Entwicklung eines starken und sehr großen Bomber mit zwei Motoren vorgesehen, für welchen einer der neusten, leistungsfähigen Antriebe verwendet werden sollte, welche zu diesem Zeitpunkt gerade entworfen wurden. Insbesondere der neue Rolls-Royce 24-Zylinder X-Motor wurde favorisiert. Rolls-Royce Entscheidung von 1935 zur Produktion seines sehr starken Motors aus zwei Peregrine-Zylinder-Blöcken zu einem Kurbelgehäuse (das untere Paar umgekehrt für eine X-förmige Auslegung) veranlasste das englische Luftfahrtministerium daher eine Spezifikation für einen zweimotorigen, schweren Bomber von beispielloser Leistungsfähigkeit auszustellen. Avro Manchester Handley Page erkannte vorab die Problematik, einen großen Bomber mit nur zwei Motoren zu bauen und entwickelte seinen Halifax-Bomber mit vier Merlin-Motoren, während sich Avro für den Einbau eines doppelten Vulture-Boxermotors gemäß der Spezifikation entschied und seinen Typ 679 Avro Manchester am 25. Juli 1939 zum erstenmal fliegen ließ. In vielen Belangen war die Avro Manchester der beste aller neuen schweren Bomber, aber der Motor war nicht zu bändigen und musste gedrosselt werden, da er extrem unzuverlässig war. Ursprünglich hatte der Avro Manchester zwei Flossen, jedoch wurde bei der Produktion der Mk I eine feste, mittlere Flosse hinzugefügt. Der Großteil der 209 Bomber bekam jedoch zwei größere Flossen und keine mittlere und wurde als Mk IA bezeichnet. Die Situation mit den Motoren war so hoffnungslos, dass die Aufträge zum Bau der Avro Manchester bei Armstrong Withworth und Fairey aufgegeben wurden und Metropolitan-Vickers den Bau nach dem 32. Flugzeug stoppte. Avro baute das Flugzeug jedoch weiter bis die neue Lancaster den Platz einnehmen konnte und die ersten davon erhielten noch die Rümpfe der Manchester mit einer Reihe von kleinen Fenstern auf jeder Seite. Bis November 1941 wurden dann insgesamt 209 Manchester-Bomber gebaut, doch blieb die Zuverlässigkeit und Leistung der gekoppelten Boxermotoren so unbefriedigend, dass die Produktion gestoppt werden musste. Zu diesem Zeitpunkt waren schon 8 Bomberstaffeln vollständig und zwei weitere zum Teil mit der Manchester ausgestattet worden und das Flugzeug wurde auch vom Küstenkommando verwendet. Bis Juni 1942 wurden sie jedoch dann in allen Staffeln ersetzt und verschrottet. Animation 3d-Modell Avro Manchester: Avro Lancaster Der Rumpf und der Entwurf der Manchester war jedoch äußerst brauchbar, weshalb bereits 1940 beschlossen wurde, ein noch größeres Modell mit diesmal vier einzelnen Merlin-Motoren zu entwickeln. Diese erste Avro Lancaster (Nummer BT 308) machte ihren Jungfernflug noch als Manchester III zu Beginn des Jahres 1941. Die Flugleistungen waren so überragend, dass der neue Bomber sofort die Manchester auf den Fließbändern ersetzte. Dabei wurden schon im Bau befindliche Manchester einfach als Lancaster fertiggestellt, welche daran zu erkennen sind, dass diese noch rechteckige Fenster im hinteren Rumpfabschnitt hatten. Zum Zeitpunkt als ‘Bomber-Harris’ den Befehl über das britische Bomberkommando übernahm, befand sich die 44. Squadron in Waddington seit Dezember 1941 und die 97. Squadron ab Januar 1942 in der Umrüstung auf den neuen Bomber. Der erste Kampfeinsatz erfolgte am 25. Januar 1942, bei welchem Minen in den Aas-Fjord in Norwegen geworfen wurden, um das deutsche Schlachtschiff Tirpitz am Auslaufen zu hindern. Es folgten ab März 1942 weitere Minenoperationen über der Helgoländer Bucht, wobei in der Nacht vom 24./25. März der erste Verlust einer Lancaster erfolgte. Der erste strategische Bombereinsatz kam am 25./26. März 1942, als beide Staffeln bei einem Nachtangriff auf Essen im Rahmen einer RAF-Streitmacht von 254 Bombern teilnahmen. Bis Ende März hatte das Bomberkommando 54 Lancaster erhalten und begann mit der Ausrüstung einer dritten Staffel. Der erste strategische Tages-Einsatz als Bomber erfolgte am 17. April 1942, als die 44. und 97. Squadron einen waghalsigen Überraschungsangriff bei Tageslicht auf die MAN-Werke in Augsburg unternahmen. Dabei wurden die Lancaster aber von deutschen Bf 109 und Fw 190 Jägern angegriffen und so wurden sieben der Bomber abgeschossen. Nur 12 der 17 abgeworfenen Bomben explodierten, verursachten aber starke Schäden in einem begrenzten Fabrikbereich, was drei Prozent der Fertigungsanlagen zerstörte. Der wichtigste Angriff der Lancaster des Bomberkommandos richtete sich in der Nacht vom 17./18. August 1943 gegen die Raketenversuchsanstalt Peenemünde. Insgesamt nahmen an dem einzigartig durchgeführten Angriff 324 Lancaster, 218 Halifax und 54 Stirling-Bomber teil. 40 Bomber des Angriffsverbandes, darunter 23 Lancaster, wurden von deutschen Nachtjägern, worunter sich 12 mit der neuen ‘Schrägen Musik’ ausgerüstete Maschinen befanden, abgeschossen. Die 6,7 Prozent Verluste waren es der RAF wert, Peenemünde schwer zu treffen, 180 leitende Techniker zu töten und das V-2-Raketenprogramm um mehrere Monate zu verzögern. Bis zum Kriegsende flogen die Lancaster dann insgesamt 156.000 Einsätze in Europa und warfen dabei 608.612 t Bomben ab. Die Gesamtproduktion betrug, einschließlich der bei Victory Aircraft in Kanada gebauten Flugzeuge, 7.377 Stück, von denen 3.425 Mk I und 3.039 Mk III mit den in den USA von Packard gebauten Motoren waren. Benutzer: England (RAF mit englischen, kanadischen und polnischen Staffeln), Australien, Kanada, Neuseeland. Einsatzleistung der Lancaster-Bomber Der Befehlshaber des englischen Bomberkommandos, genannt Bomber-Harris, fasste folgendes über die Avro Lancaster zusammen: ‘Man kann eine Lancaster vier Halifax-Bomber vorziehen. Die Halifax erleidet viermal so viele Verluste für die gleiche abgeworfene Bombenmenge. Niedrige Flughöhe und kürzere Reichweite machen sie zu einer Verlegenheitslösung bei der Planung von Angriffen zusammen mit der Lancaster.’ Tatsächlich aber erlitten die Lancaster eine höhere Verlustquote als der Halifax während der Tagesangriffe, welche gegen Ende des 2. Weltkrieges vorherrschten. Außerdem kamen im Verhältnis mehr ihrer Besatzungsmitglieder ums Leben, wenn ihr Flugzeug abgeschossen wurde. Es wird auch vielfach vermutet, dass die Besatzungen von Lancaster-Bombern aufgrund der größeren Flughöhe und ihrer mehr …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top