Australische Matilda Mk IV patrouillieren die Dschungel


Australische Matilda Mk IV patrouillieren die Dschungel

Australische Matilda Mk IV patrouillieren die Dschungel

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Im Blickpunkt:
  • Polnische Kriegsgefangene 1939

    Fall Weiss, der erste erfolgreiche Blitzkrieg. Der Polenfeldzug von der Schlacht an der Bzura, dem Einmarsch der Roten Armee bis zur Kapitulation Warschaus und der letzten polnischen Truppen am 6. Oktober 1939 (Teil II). Hier zu Teil I: Polenfeldzug. Schlacht an der Bzura Die stärkste polnische Armee war zu diesem Zeitpunkt die Armee Pommerellen, die ihren Rückzug aus dem Korridor zwischenzeitlich verkraftet hatte. Völlig intakt war dagegen die im Westen abgeschnittene Armee Poznan unter Generalmajor Kutrzeba. Beide Armeen vereinigten sich an der unter Bzura und planten, die Deutschen auf ihrem Vormarsch auf Warschau in die Flanke anzugreifen. Während am 9. September das XIX. Panzerkorps unter Guderian mit vier schnellen Division als erster unabhängiger Panzerverband mit dem Ziel der Festung Brest-Litowsk zum Angriff antrat und dort am 17. September als geschlossene Einheit ohne Rücksicht auf die Flanken und rückwärtigen Verbindungen eintraf, griffen die polnischen Armeen an der Bzura am Abend die offene Flanke der deutschen 8. Armee bei ihrem Marsch auf Lodz an. Die deutsche Armee sah sich gezwungen, ihren Vorstoß auf Warschau abzubrechen, um die polnischen Angriffe abzuwehren. Dadurch entstand die größte Schlacht des Polenfeldzuges und selbst die schon eroberte Stadt Lodz musste von den deutschen Truppen vorübergehend geräumt werden. In der Kampinoser Heide erwehrten sich die Polen den deutschen Angriffen und mussten Schritt für Schritt zurückgeworfen werden. Erst am 18. September ließ der polnische Widerstand nach und die eingeschlossen polnischen Truppen unternahmen noch bis zum 23. September Durchbruchsversuche nach Warschau. Schließlich wurden in der Schlacht an der Bzura 12 polnische Divisionen vernichtet (170.000 Kriegsgefangene) und damit gab es westlich von Warschau, mit Ausnahme von isolierten Festungen, keine wesentlichen polnischen Truppenverbände mehr. Die Rote Armee kommt Am 11. September brach der Widerstand der eingeschlossenen Armee Prusy bei Random zusammen und 60.000 Mann marschierten auch dort in die Kriegsgefangenschaft. Auch Warschau wird nun von Osten abgeriegelt. Am selben Tag gab die Heeresgruppe Süd ihrer 10. Armee den Auftrag, tief nach Ostpolen hinein bis nach Lublin einzumarschieren, während die weiter südlich stehende 14. Armee mit zugeführten, starken Panzerverbänden, Lemberg erreichen sollte, um einen polnischen Rückzug nach Rumänien zu vereiteln. Jedoch konnte dieses Unternehmen nicht abgeschlossen werden, da am 17. September – sowohl für die Polen als auch die Deutschen überraschend – die Rote Armee mit der Weißrussischen Front (Kowalew) und der Ukrainischen Front (Timoschenko) in Ostpolen einmarschiert. Stalin sah sich nun gezwungen, noch eiligst das ihm im deutsch-sowjetischen Vertrag vom 23. August 1939 zugestandene Territorium zu sichern. Noch am selben Abend verließen die polnische Regierung und die Armeeführung ihr Land und wurden in Rumänien interniert.   Der Einmarsch der Roten Armee in Ostpolen zwang die Wehrmacht die Schlachten von Lemberg und Tomaszow am 20. September abzubrechen und sich hinter die mit den Sowjets vereinbarte Demarkationslinie zurückzuziehen. Der polnische General Langner in Lemberg kapitulierte dann bereits am 22. September vor den Russen. Ebenfalls am 20. September Tag wurde die polnische Armee Lublin eingeschlossen, die sich sofort mit 60.000 Mann übergab. Kapitulationen Die zur Festung erklärte Hauptstadt Warschau mit 180.000 Verteidigern war seit dem 22. September vollständig eingeschlossen und wurde belagert. Die Stadt wurde ab dem 24. September ununterbrochen von der deutschen Luftwaffe bombardiert und von der Artillerie beschossen. Am Donnerstag dem 28. September 1939 kapitulierte dann die polnische Garnison von Warschau und General Rómmel mit 120.000 Verteidigern marschierte in die Gefangenschaft.   Am 28. September 1939 einigten sich Deutsche und Sowjets jedoch auf eine neue Demarkationslinie und verzichteten auf die Beibehaltung eines polnischen ‘Reststaat’. Deshalb mussten deutsche Truppen in Teile des soeben geräumten Gebietes wieder einmarschieren und gegen die dort noch befindlichen polnischen Truppen kämpfen.   Am nächsten Tag kapitulierte die Festung Modlin, am 1. Oktober die 4.000 polnischen Verteidiger der Halbinsel Hela und am 6. Oktober 1939 die letzten 16.800 Mann unter Generalmajor Kleeberg bei Kock. Am 3. Oktober nahm Hitler die Siegesparade in Warschau ab.   Etwa 120.000 polnische Soldaten konnten über die ungarische oder rumänische Grenze entkommen und kämpften bald auf Alliierter Seite als Polnische Exilstreitkräfte weiter. Über 700.000 polnische Soldaten gerieten in deutsche Kriegsgefangenschaft und die Rote Armee gab an, 217.000 Kriegsgefangene genommen zu haben. Die polnischen Verluste ließen sich nicht genau feststellen und wurden auf etwa 200.000 Mann, darunter 66.000 Gefallene, geschätzt. Die vorsätzlichen Reiterattacken polnischer Ulanen auf deutsche Panzer gab es wohl nur in der NS-Propaganda. Zumindest kann kein einziger derartiger Fall bezeugt werden, obwohl es natürlich vorgekommen sein kann, dass ein Lanzenangriff auf Infanterie zum unbeabsichtigten Zusammenstoß mit Panzerfahrzeugen führte. Die deutschen Verluste im Polenfeldzug beliefen sich auf 10.572 Gefallene, 3.404 Vermisste und 30.322 Verwundete. Dazu gingen 217 Panzer und 283 Flugzeuge verloren. Die Rote Armee büßte 737 Gefallene und 1.859 Verwundete ein. Sicher ist jedoch, dass im Vergleich zu den Grabenkriegen des Ersten Weltkrieges durch den modernen Bewegungskrieg die Verluste auf beiden Seiten deutlich geringer waren und die Dauer der Kämpfe erheblich verkürzt wurde. Gräueltaten in Polen In Polen selbst kam es am 3. September 1939 zum Höhepunkt der Ausschreitungen gegen die deutsche Minderheit. Jeder dritte Einwohner Polens gehörte einer Minderheit an, was ein enormes Risiko für die Polen in einem Konflikt darstellte. Nicht nur, dass die Polen in ihrem Angriff auf das bolschewistische Russland Lenins nach dem Ersten Weltkrieg große Gebiete mit Weißrussen und Ukrainer eroberten, sie annektierten auch 1920 die alte litauische Hauptstadt Wilna und erhielten im Vertrag von Versailles die alten preußischen Provinzen Westpreußen und Posen und große Teile Galiziens zugesprochen.   Bereits seit sich die deutsch-polnischen Beziehungen wegen Danzig und der Frage des Korridors zwischen Pommern und Ostpreußen im März 1939 verschlechtert hatten, begann der Druck auf die deutsche Minderheit zuzunehmen. So musste der deutsche Botschafter aus Warschau melden, dass die polnische Regierung es dank der englischen Blanko-Vollmacht offensichtlich nicht mehr für notwendig hielt, auf die deutsche Minderheit Rücksicht zu nehmen. So spricht auch der polnische Woiwoden von Schlesien ganz offen davon, dass die Polen den Deutschen die Augen ausbrennen und Zungen herausreißen werden, bevor sie über die Grenze gejagt werden. Etwa 3.500 deutsche Volksangehörige wurden ermordet. Die meisten Opfer – Männer, Frauen und Kinder – fallen Erschießungen am 3. mehr …

  • 3d-Modell F4U-1 Corsair

    F4 Corsair, der US-Jagdbomber mit der höchsten Luftsieg-Quote aller Zeiten. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Vought F4 Corsair Typ: US bordgestützter Jagdbomber. Geschichte: Die Produktion der F4 Corsair hielt für mehr als zehn Jahre an und der Typ blieb bis 1965 in Dienst. Die Gesamtproduktion belief sich auf 12.571 F4 Corsair. Die Vought F4 Corsair war der beste bordgestützte Jäger des Zweiten Weltkrieges und stach in mancher Hinsicht sogar die P-51 Mustang aus. Doch trotz dieser herausragenden Qualitäten unternahm die F4U Corsair fast die Hälfte ihrer operativen Einsätze von Landbasen aus. Nachdem die F4U Corsair in Dienst gestellt wurde, hielt die US Marine das Jagdflugzeug für fast ein Jahr als ungeeignet, um es von Flugzeugträgern aus einzusetzen. Trotzdem errang das großartige Jagdflugzeug eine beeindruckende Siegesserie. Allein im Pazifik konnten die F4U 2.140 japanische Flugzeuge bei einem Verlust von lediglich 189 Corsairs in 64.051 Einsätzen abschießen. Diese Einsatzstatistik ist ohne Konkurrenz in der Geschichte des Luftkrieges. Von den Japanern wurde die Corsair deshalb als ‘pfeifender Tod’ bezeichnet. Die Abschuss-Quote gegenüber der Zero betrug im letzten Kriegsjahr Zwölf zu Eins, während es gegenüber den neueren japanischen Jagdflugzeugen Ki-84 Hayate, J2M Raiden und N1K1-J Shiden immer noch Sieben zu Eins war. Dabei muss allerdings für das ‘lediglich’ bei den moderneren japanischen Jägern berücksichtigt werden, dass zu diesem Zeitpunkt ein japanischer Pilot nur noch 100 Trainingsstunden erhielt mit praktisch keinerlei Ausbildung zum Luftkampf zwischen Jagdflugzeugen, während der Amerikaner 400 bis 500 Ausbildungsstunden hatte. Die Corsair wurde Anfang 1938 aufgrund eines Auftrages der US-Marine entwickelt, die den Bau eines Prototyps am 30. Juni anordnete. Der Chefkonstrukteur der Firma Vought, Tex B. Beisel, entwarf die kleinste noch mögliche Zelle, welche mit dem stärksten verfügbaren Motor ausgerüstet werden konnte. Er entschied sich für den neuen 2.000 PS starken Pratt&Whitney XR-2800 Double Wasp 18-Zylinder-Motor, der sich gerade in der Entwicklung befand. Ein Propeller mit großem Durchmesser war notwendig um die Kraft des starken Motors umzusetzen, was wiederum zu den Knick-Flügeln führte, welche die Corsair so sehr kennzeichneten. Diese hielten den großen Propeller – den größten der jemals in einen Jäger eingebaut wurde – davon ab, den Boden zu berühren und ermöglichten ein Fahrgestell einzubauen, dass den Belastungen von Decklandungen auf Flugzeugträgern standhalten konnte. Der Prototyp, der XF4U-1, flog zum ersten Mal am 29. Mai 1940 und erwies sich gleich zu Beginn als herausragender Erfolg. Am 1. Oktober, während eines Überführungsfluges, erreichte die Corsair als erstes amerikanisches Flugzeug eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 400 Meilen (643 km/h) in der Stunde. Der Feinschliff benötigte jedoch noch eine lange Zeit. Zunächst wurde die Bewaffnung verstärkt. Dies bedeutete, die Treibstofftanks neu zu platzieren und einen weiteren im Rumpf einzubauen. Danach musste das Cockpit um fast einen Meter zurückversetzt werden, was zu Sichtproblemen für den Piloten auf dem Boden führte. Und es war die Frage der unzureichenden Sicht für den Piloten über die lange Nase hinweg, die offizielle Stellen von einer Verwendung der Corsair auf Flugzeugträgern so lange Zeit abhielten. Dennoch wurde ein erster Auftrag über 584 F4U am 30. Juni 1941 erteilt und das erste Serienmodell war ein Jahr später fertig. Bis Ende 1942 hatte die US-Marine 178 Flugzeuge erhalten, wenn auch die Corsair nicht vor April 1944 von Flugzeugträgern aus eingesetzt wurde. Die Corsair wurde erstmals von den US Marines am 13. Februar 1943 von Guadalcanal aus eingesetzt. Die US Navy setzte ihre F4U erst einmal nur von Landbasen aus ein. Die F4U-1A Untertypen hatten unterschiedliche Cockpits, während die F4U-1D aus dem Jahr 1944 einen stärkeren Motor und schwerere Bewaffnung mit 20-mm-Maschinenkanonen erhielt. Die F4U-1 Corsair war die zahlenmäßig stärkste Version: insgesamt wurden 4.102 von Vought, 4.014 von Goodyear und 735 von Brewster gebaut. Großbritannien erhielt 2.012 Corsair und Neuseeland 370. Die letzte Version, welche während des Zweiten Weltkrieges gebaut wurde, war die F4U-4 mit einem 2.450-PS-Motor. Nur wenige davon kamen noch vor der japanischen Kapitulation zum Einsatz. Die Produktion der Corsair lief noch bis 1952 und viele davon kamen im Korea-Krieg zum Einsatz. Bewaffnung und Zuladung Eine Bombenzuladung unter den Flügeln und Raketen waren für die Corsair von Beginn der Entwicklungsphase an vorgesehen gewesen. Jedoch bestand die grundsätzliche Bewaffnung aus Maschinengewehren, welche in die Flügel eingebaut waren. Dies waren sechs 12,7-mm-Colt-Browning M2 zusammen mit Munition und einer Geschossgeschwindigkeit von 865 m/s und 800 Schuss je Minute. Die Patronengurte hatten selbst-abwerfende Metallbindungen. Um die Geschosskartuschen davon abzuhalten, in den Gurt des benachbarten Maschinengewehrs zu geraten, wurden die Browning-MGs wie in einem Treppenhaus angeordnet. Das Maschinengewehr am nächsten zur Flügelspitze wurde am weitesten zurückversetzt, während dasjenige am nächsten zum Rumpf am wenigsten versetzt war. Jedes der zwei Maschinengewehre in jedem Flügel, welche am nächsten zur Flügelzelle platziert waren, hatte einen 200-Schuss-Magazinkasten. Die äußersten Maschinengewehre waren in einem dünneren Abschnitt des Flügels montiert und hatten einen kompakteren Munitionskasten mit nur jeweils 175 Schuss. Die sechs Maschinengewehre waren so kalibriert, dass sie ein 1,80 Meter großes Ziel auf eine Entfernung von 305 Metern trafen. Den Auslöser für etwa eine Sekunde niederzudrücken, führte zum Abschuss von etwa 8 Geschossen und die gesamte Feuerzeit betrug etwa 30 Sekunden. Dies war nach den damaligen Standards eine Menge und ermöglichte sieben Piloten des US-Marine-Korps und zwei der US-Navy fünf Abschüssen innerhalb eines Tages zu erzielen und damit sofort zu einem Flieger-‘Ass’ zu werden. Der Rekord wurde dabei von Alfred Lerch von der Trägereinheit VF-10 aufgestellt. Vom Flugzeugträger Interpid aus, schoss er am 6. April 1945 sieben feindliche Flugzeuge ab. Während des gleichen Luftkampfs schoss Lerchs Vorgesetzter, Leutnant Phillip Kirkwood, sechs japanische Flugzeuge ab. Zwei Wochen später schoss Major Jefferson Dorroh von VMF-323 in der gleichen Gegend ebenfalls sechs feindliche Flugzeuge während eines Luftkampfs ab. Drei verschiedene Arten von Munition wurden zumeist verwendet: Panzerbrechende Brandmunition (API), Vollkugeln und Leuchtspurgeschosse. Die Anordnung auf dem Munitionsgurt war in Abhängigkeit von dem Bedarf und Wünschen bei den einzelnen Staffeln oder Piloten. Der Einfluss des Gewichts der Geschosstypen auf die Ballistik wurde dadurch minimiert, dass gewöhnlich nur auf kurze Entfernungen gefeuert wurde. Diese Angaben gelten für die F4U-1, F4U-1A und F4U-2 von 1942 bis 1944, jedoch nicht für die mehr …

  • Flugzeugträger Shinano

    Japanischer Riesen-Flugzeugträger Shinano, Projekte Unryu-Klasse und Ibuki Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Shinano Typ: Flugzeugträger. Geschichte Flugzeugträger Shinano: Die frühen Kampfhandlungen zur See im Pazifik-Krieg zeigten sehr schnell die Überlegenheit der Flugzeuge gegenüber dem schweren Schiffsgeschütz. Ein unmittelbares Ergebnis dieser Ereignisse war die Einstellung aller Arbeiten an Schlachtschiffen in Japan. Dies betraf auch den Bau von Schlachtschiffen der Yamato-Klasse, von denen eines Mitte 1942 und ein weiteres fast fertig war. Es befand sich noch ein drittes Schiff der Klasse im Bau, von dem erst der Rumpf fast vollständig fertig war. Dieses dritte Schiff, Shinano, bot sich nach den schweren Verlusten in der Seeschlacht bei den Midway-Inseln als Plattform für einen Flugzeugträger an und wäre außerdem hervorragend gepanzert. Zudem würde das Schiff über ein erhebliches Ladevolumen verfügen, wodurch große Mengen an Kraftstoff und Kampfmittel mitgeführt werden könnten. Diese Fähigkeit führte zu der Idee, Shinano als Versorgungsschiff für Kampfverbände auszulegen, das die anderen Flugzeugträger mit Treibstoff, Munition und auch Reserve-Flugzeugen versorgen könnte. Der Flugzeugträger-Kampfverband könnte dann wesentlich länger in See bleiben. Der Schiffskörper des ursprünglichen Schlachtschiffes wurde im Großen und Ganzen zusammen mit dem hervorragenden Panzerschutz beibehalten. Lediglich der Panzergürtel wurde von 398 mm auf 205 mm reduziert, mit Ausnahme um die Magazine, wo er seine ursprüngliche Stärke behielt. Der wichtigste horizontale Schutz bestand aus einem 190 mm dicken Panzerdeck. Der Hangar war ein einziger 168 Meter langer Raum, unterteilt mit Rolltoren. Es gab zwei Aufzüge, die Flugzeuge auf das mit 80 mm gepanzerte Flugdeck bringen sollten. Der Kommandoturm an Steuerbord war ähnlich den Flugzeugträgern der Hiyo-Klasse, aber erheblich größer. Radargeräte der Typen 13 und 22 wurden eingebaut. Shinano sollte mit einer eigenen Gruppe von 40 bis 50 Flugzeugen, untergebracht im vorderen Teil des Hangars, ausgerüstet werden. Der Großteil der Kapazität sollte aber aus Ersatzmaschinen für andere Flugzeugträger oder vorgeschobene Landbasen bestehen. Das Schiff wurde jedoch niemals eingesetzt. Während der Fahrt nach Kure für die Endausrüstung und Seeerprobung wurde der Flugzeugträger Shinano am 29. November 1944 von vier Torpedos des amerikanischen U-Bootes Archersfish getroffen. Da noch nicht alle Pumpen und Schotte vollständig installiert waren und die Besatzung noch mit ihrem Schiff unvertraut war, sank der Träger, nachdem der Maschinenraum und die nahezu leeren Treibstoffbunker überflutet waren, sieben Stunden später. Shinano war bis zur USS Forrestal (1954) der größte Flugzeuträger der bis zum 2. Weltkrieg und danach gebaut wurde. Animation 3D-Modell Flugzeugträger Shinano Spezifikationen Flugzeugträger Shinano Spezifikationen: Bewaffnung: Panzerschutz: Einsatzstatistik: Weitere japanische Flugzeugträger-Projekte Taktisch legten die Japaner, ebenso wie die Amerikaner, den Schwerpunkt ihrer Trägereinsätze auf Angriffe gegen feindliche Seestreitkräfte. Aufklärung dagegen wurde eher durch die durch Katapulte gestartete Wasserflugzeuge der Kreuzer und Schlachtschiffe durchgeführt. Allerdings bildete die Doktrin der Zerstreuung statt Konzentration der Träger eine ihrer hauptsächlichen Schlacht-Taktiken nach dem erfolgreichen Schlag gegen Pearl Harbor im Dezember 1941. Der umfassende See- und Luftkrieg im Pazifik ab Mitte 1942, welcher durch die amerikanische Fähigkeit der Massenproduktion von Kriegsschiffen und Flugzeugen ausgelöst wurde, traf die Japaner unvorbereitet. Das traf sowohl für die Technologien und noch viel mehr für ihre Fähigkeit zu, Schiffe und Flugzeuge in großen Mengen zu bauen sowie ausreichend qualifizierte Piloten in der notwendigen Zahl hervorzubringen. Diese Nachteile führten hauptsächlich zum allmählichen Aussterben der japanischen Träger-Streitmacht, welche 1945 aufgehört hatte zu existieren, so wie praktisch auch die gesamte kaiserlich-japanische Marine. Ibuki 1943 bestand die japanische Flugzeugträger-Streitmacht aus nur noch zwei Angriffsträgern, zwei großen, aber langsamen Flotten-Trägern, welche von Handelsschiff-Entwürfen abstammten, und drei leichten Trägern, von denen einer immer zum Training eingesetzt wurde. Weitere Flottenträger befanden sich im Bau und verschiedene Umbauten zu Trägern aus Frachtschiffen waren verfügbar, aber wenn sich die Verluste entsprechend der Rate aus dem Jahr 1942 fortsetzten, war es klar, dass Ersatzschiffe in einer wesentlich schnelleren Geschwindigkeit verfügbar gemacht werden müssen. So wurde ein Notfall-Programm zum Träger-Bau begonnen. Als die japanische Lage mehr und mehr verzweifelter wurde, konnten viele dieser Projekte nicht mehr realisiert werden, einschließlich des Umbaus dieses schweren Kreuzers. Einzelheiten zum ursprünglichen Kreuzer-Entwurf sind nur wenige vorhanden, aber er erscheint, dass dieser 12.500 Tonnen Wasserverdrängung und eine Bewaffnung von zehn 203-mm-Geschützen erhalten sollte. Die Panzerung war ähnlich der schweren Kreuzer der Mogami-Klasse, mit einer 100-mm-Panzerung am Gürtel, welche bis auf 125 mm entlang der Magazine anstieg. Die Panzerdecks waren von 36 bis 61 mm dick, aber es ist unklar, ob diese Panzerung auch im Träger-Umbau beibehalten werden sollte. Die Schiffshülle war in jedem Fall ausgebeult, vermutlich um die Stabilität zu verbessern, von dem was einmal eine lebhafte Kreuzer-Plattform war. Eine Insel an Steuerbord war eine Eigenschaft des überarbeiteten Entwurfs, mit einem abwärts entlüfteten achternen Schornstein und der üblichen Batterie aus 48 Stück 25-mm-Flugabwehrkanonen entlang der Deckkante. Schweres Flugabwehrfeuer sollte von zwei 76,2-mm-Kanonen/60 nach vorne erfolgen und es gab eine Vorrichtung für 168 Flugabwehr-Raketenwerfer. Der Hangar bestand aus einem einzigen Abschnitt mit zwei Aufzügen. Um zusätzlich Treibstoff zu bunkern, wurde die Hälfte der Kessel entfernt. Der Umbau der Ibuki zum Träger wurde im Herbst 1943 angeordnet und ihr unvollständiger Rumpf wurde nach Sasebo geschleppt. Die Arbeiten an dem Schiff gingen etwas unregelmäßig vonstatten und wurden im März 1945 abgebrochen, ohne die geringste Aussicht, den Träger fertigzustellen. Der Schiffsrumpf wurde in der Nachkriegszeit verschrottet. Unryu-Klasse Der ultimative Entwurf der japanischen Flugzeugträger-Entwicklung während des Zweiten Weltkrieges war eine Gruppe von Schiffen, welche im Allgemeinen auf einer verbesserten Soryu-Klasse basierten. Die Unryu-Klasse hatte eine starke Ähnlichkeit zu dieser Klasse, aber jedes Schiff unterschied sich wiederum im Detail, welche durch die Erfahrung während des Kriegsverlaufs im Pazifik ausgelöst wurden. Unryu wurde im Flottenprogramm von 1941 bestellt, gefolgt von einem Schwesterschiff. Das zweite Schiff wurde 1942 aber wieder annulliert und stattdessen eine Serie von sieben Trägern genehmigt, denen acht weitere mit einem leicht vergrößerten Schiffsrumpf folgen sollten. Die Ereignisse führten jedoch dazu, dass nur fünf der ersten Nachfolgegruppe auf Kiel gelegt wurden, wovon nur zwei neben dem Klassenschiff Unryu bis Kriegsende fertiggestellt wurden. Um den Bau zu vereinfachen, wurden Antriebsmaschinen für Kreuzer eingebaut, aber ein Mangel an Teilen führte dazu, dass Aso und Katsuragi nur Zerstörer-Turbinen erhielten, was die Leistung um ein Drittel und die Höchstgeschwindigkeit um 2 Knoten reduzierte. Antriebsmaschinen und Magazine waren mehr …

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