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Kriegstagebuch 1. Weltkrieg


Abmarsch der framzösischen schweren Kürassier-Kavallerie
Der Abmarsch der französischen schweren Kürassier-Kavallerie aus Paris an die Front zur Marne im August 1914.
Kriegstagebuch für den 1. Weltkrieg beginnend 1914.

Das Kriegstagebuch des 1. Weltkrieg ist eine Chronik, in welcher alle wichtigen Ereignisse Tag für Tag eingetragen werden. Das Kriegstagebuch beginnt am 28. Juni 1914 mit der Ermordung des österreich-ungarischen Thronerbens, Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Frau, in Sarajewo.

Es endet mit dem Friedensvertrag von Versailles am 28. Juni 1919 – genau fünf Jahre nach der Ermordung Franz Ferdinands in Sarajewo. Es ist allerdings anzumerken, dass für einige Staaten – wie Russland, Polen, Türkei und Griechenland – der Krieg nicht mit dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 beendet war.
Jeden Tag wurde das Kriegstagebuch um einen Eintrag mit den Ereignissen von dem Tag, welcher genau vor 100 Jahren stattfand, erweitert.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg:

Vielleicht sind Chronologien uninteressant für den zeitgenössischen Historiker und Blogger sowie für manchen Leser. Doch Chronologie ist das Rückgrat der Geschichte und kann unterhaltsam sein.
Allzu oft wird in Geschichtsbüchern und anderen wissenschaftlichen Werken mit Ungenauigkeiten um sich geworfen. Selbst die offizielle Geschichtsschreibung und andere Quellen weisen immer wieder Ungereimtheiten über die Daten wichtiger Ereignisse und Abläufe auf.

Das Kriegstagebuch ist der Versuch, eine Tag-für-Tag-Chronik der Ereignisse und Abläufe des 1. Weltkrieg aus der Perspektive unserer Zeit und mit aktuellem Quellenmaterial aufzustellen.

Zwölf Kategorien erleichtern eine thematische Einteilung. Es ist wichtig zu beachten, dass zusammenhängende Ereignisse über mehrere Tage – und nicht nur für militärische Operationen – oft an einem einzigen Tag als Eintrag zusammengefasst sind; in der Regel am ersten Tag des Beginns.

Die Anordnung der 12 Kategorien sind:

  • Westfront (Flandern, Somme, Verdun, Vogesen, etc.)
  • Ostfront (in Nord-Süd-Richtung: Ostpreußen, Polen, Galizien, Bukowina, Rumänien, usw. ohne Kaukasus. Von April 1918 befasst sich dieser Abschnitt einfach nur mit Russland, da es sich nicht mehr im Krieg mit den Mittelmächten befand, dafür aber in revolutionärer Aufruhr.)
  • Südfronten (hierzu gehören: Serbien, Italienische Front, Isonzo, Trentino, Bulgarien, Albanien und Saloniki-Griechenland, Mazedonien.)
  • Naher Osten (die türkischen Fronten, mit den Unterteilungen: Mesopotamien, Palästina, Ägypten, Gallipoli, Persien, Aden, Arabien, Armenien und der Jemen, sowie auch die Kämpfe an der indischen Nordwestgrenze).
  • Afrikanische Fronten (unterteilt in: Deutsch-Südwestafrika, Ostafrika, Südafrika (insbes. die Rebellion 1914-1915), Kamerun, Tripolitanien und Cyrenaika und Libysche Wüste für die Senussi-Revolte, Marokko, Somaliland)
  • Fernost
  • Seekrieg (unterteilt in: Nordsee, Atlantik, Ärmelkanal, Ostsee und Weiß Meer, Mittelmeer, Schwarzes Meer, Indischer Ozean, Rotes Meer, Kaspisches, Pazifik und im Fernen Osten, der Ägäis und der Adria)
  • Luftkrieg (Einteilung nach der relevanten Front, Meer oder Landgebiet)
  • Politik
  • Heimatfronten
  • Neutrale
  • Geheimkrieg

Das Kriegstagebuch erstreckt sich nicht auf die internen Ereignisse der zeitgenössischen portugiesischen, mexikanischen und chinesischen Revolutionen. Vorgänge in neutralen Ländern von 1914 bis 1918, welche keinen Einfluss auf die kriegführenden Staaten hatten, werden in ähnlicher Weise ignoriert.

Ortsnamen sind die, welche zu dieser Zeit verwendet wurden. Viele Ortsnamen in Osteuropa haben insbesondere seit 1914/1918 viele verblüffende Wandelungen vollzogen, dazu kommen noch zahlreiche Variationen in ihrer Rechtschreibung, damals wie heute.

Der Begriff ‚Britisch‘ wird häufig dazu verwendet, alle Streitkräfte des Britischen Empire zu bezeichnen, auch wenn mehrere seiner Nationalitäten (Dominions, Kolonien) beteiligt waren.
Im Falle der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn wird manchmal nur ‚Österreich‘ verwendet, einfach um kürzer zu sein.
‚Türkei‘ oder ‚türkisch‘ wird oft verwendet, auch wenn damit eigentlich noch das Osmanische Reich gemeint ist.

Russland hatte den neuen Gregorianischen Kalender erst am 31. Januar 1918 eingeführt, es wurden alle Datumsangaben auf den Julianischen Kalender übertragen. Es ist anzumerken, dass Russland bis 1918 dadurch 13 Tage hinter dem übrigen Europa in der Zeitrechnung war. Bulgarien hat diese Änderung ebenfalls bereits 1915, die Türkei 1918, Rumänien und Serbien 1919 und Griechenland 1923 vollzogen.
Diese Diskrepanzen tragen auch zwangsläufig zu vielen Fehlern in verschiedensten Quellen bei. Jedoch ist die häufigste Mutmaßung auf plus minus 24 Stunden eines Datums beschränkt, was manchmal die Auswahl zu einem Glücksspiel machen kann.

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