Kämpfers von Verdun

Jahr 1916

Die Situation an den Fronten im Jahr 1916.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 1. Januar 1916: Seekrieg Britische Einführung von Wasserbomben; aber nur 2 pro U-Jagd-Schiff, da
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 2. Januar 1916: Seekrieg Dardanellen: Das britische U-Boot E2 wird zurückgerufen, womit der alliierte
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 3. Januar 1916: Heimatfronten Frankreich: Ein 'Allgemeines Direktorium für die Pressebeziehungen' wird eingerichtet. Großbritannien:
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 4. Januar 1916: Heimatfronten Großbritannien: Der Rekrutierungsbericht von Lord Derby wird veröffentlicht. Bisher wurden
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 5. Januar 1916: Luftkrieg Westfront: Der neue französische Nieuport XI Jäger beginnt mit der
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 6. Januar 1916: Seekrieg Atlantik: Das Linienschiff King Edward VII sinkt westlich von Scapa
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 7. Januar 1916: Naher Osten Gallipoli, Helles-Brückenkopf: Nachdem alle Franzosen zwischen dem 1. bis
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 8. Januar 1916: Südfronten Montenegro - österreich-ungarische Offensive: General Webenaus 50.000 Mann sowie 5.000
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 9. Januar 1916: Südfronten Montenegro: Österreich-ungarische Truppen erstürmen den 1.500 m hohen Mt.Lovcen, das
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 10. Januar 1916: Naher Osten Armenien - Judenitschs Winteroffensive: Schlacht von Köprüköy (bis zum
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 11. Januar 1916: Seekrieg Ost-Atlantik: Der deutsche getarnte Handelszerstörer Möwe versenkt 8 britische Schiffe
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 12. Januar 1916: Luftkrieg Westfront: Immelmann und Boelcke sind die ersten deutschen Flieger (jeweils
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 13. Januar 1916: Naher Osten Mesopotamien - Schlacht von Wadi (bis zum 14. Januar):
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 14. Januar 1916: Heimatfronten Frankreich: Oberst Estienne und der Creusot-Ingenieur Brillie entwerfen einen Panzer
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 15. Januar 1916: Seekrieg Deutschland: Der Generalstabschef der Kriegsmarine, Holtzendorff, behauptet, daß die neuen
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 16. Januar 1916: Südfronten Saloniki: General Sarrail übernimmt formelle das gemeinsame alliierte Kommando (einschließlich
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 17. Januar 1916: Mittlerer Osten Mesopotamien: Nixon votiert gegen Aylmers Vorschlag, daß Townshend aus
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 18. Januar 1916: Besetzte Gebiete Serbien: Zar Ferdinand trifft in Nis ein und begrüßt
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 19. Januar 1916: Südfronten König Nikolaus von Montenegro flieht nach Skutari und reist dann
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 20. Januar 1916: Naher Osten Gallipoli: 36.000 türkische Soldaten (mehr als 2 Divisionen) werden
Neutrale Schweiz: Austausch von schwer verwundeten deutschen und französischen Kriegsgefangenen. Politik US-'Oberst' House zu Gesprächen in Paris, in Berlin am
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 22. Januar 1916: Südfronten Montenegro: Österreich-ungarische Truppen besetzen Antivari und Dulcigno an der Küste.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 23. Januar 1916: Luftkrieg Die erste Staffel (Nr. 20) des britischen Royal Flying Corps,
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 24. Januar 1916: Seekrieg Nordsee: Vizeadmiral Reinhard Scheer wird Oberbefehlshaber der deutschen Hochseeflotte als
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 25. Januar 1916: Naher Osten Armenien: Ein russisches Bataillon besetzt die Schlüsselstellung Kargo Pazar
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 26. Januar 1916: Südfronten Falkenhayn befiehlt Gallwitz den Angriff auf die Alliierten bei Saloniki
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 27. Januar 1916: Westfront Flandern und Artois: Deutsche Angriffe bei Loos und Neuville-St Vaast.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 28. Januar 1916: Ostfront Russland: Fürst Lwow und der Bürgermeister von Moskau besuchen General
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 29. Januar 1916: Geheimkrieg Großbritannien: Prototyp-Tank 'Mother' (Panzer 'Mutter') beginnt mit erfolgreichen Testversuchen. Westfront
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 30. Januar 1916: Heimatfronten Großbritannien: Die Kriegseinsparungs-Ausschüsse beginnen mit ihrer Arbeit. Frankreich: Militärpolizei des

Verdun
Deutscher Infanterieangriff bei Verdun.
Das Überrennen Serbiens durch die Streitkräfte der Mittelmächte (einschließlich der Bulgaren), die Evakuierung von Gallipoli durch die Alliierten und die Belagerung der britischen Streitkräfte in Kut in Mesopotamien trübten die gehätschelten Träume der ‘Ost-Fraktion’ innerhalb der alliierten verantwortlichen Kreise. Wieder einmal gewannen alliierte Pläne für eine ‘entscheidende Offensive’ an der Westfront oberste Priorität. Eine massives, kombiniertes anglofranzösisches Unternehmen wurde für das Frühjahr 1916 geplant, aber der deutsche Generalstabschef Falkenhayn schlug am bisher ruhigen Frontabschnitt von Verdun zuerst zu.

Die längste Schlacht des 1. Weltkrieg begann am 21. Februar 1916 und dauerte bis zum Dezember. Die deutsche Artillerievorbereitung war die heftigste, welche die Welt bisher gesehen hatte. Die blutigsten Kämpfe fanden um den Besitz der Forts Douaumont (Februar) und Vaux (Juni), bei Hügel 30 und auf einem Hügel namens Le Mort Homme (‘Fluch der Hügel’) statt. Douaumont wurde dem Erdboden gleichgemacht und der Erdboden herum wurde zu feinem Staub zermahlen.
Die Verteidiger wurden von General (später Marschall) Philippe Petain unter der Parolen ‘Ils ne pas passeront !’ (‘Sie werden nicht durchkommen !) angeführt. Und sie sollten nicht durchkommen !
Ein Rund-um-die-Uhr und an jedem Tag der Woche laufender Nachschubverkehr mit Lastkraftwagen hielt die französische Garnison ständig versorgt. Das Hinziehen der Kämpfe und deren zunehmende Heftigkeit hatte bald keinen Bezug mehr zum ursprünglichen deutschen Operationsplan, dar nach Falkenhayn das ‘Ausbluten des französischen Heeres’ zum Ziel hatte. 66 französische und 42 deutsche Divisionen wurden letztlich durch die ‘Blutmühle’ von Verdun getrieben.
Wenn man die französischen Gegenangriffe von August und September 1971 mitrechnet, beliefen sich die Opfer von Verdun auf rund eine Million Soldaten (550.000 Franzosen, 450.000 Deutsche).

Die Alliierten antworteten auf den deutschen Ansturm auf Verdun im Tal der Somme im Juli bis November 1916. Aber Haigs einfallslose Frontalangriffe und die beklagenswerte Leistung der britischen Artillerie (trotz ausreichende Versorgung mit Granaten) brachten kein entscheidendes Ergebnis für den Preis von 420.000 britischen und 195.000 französischen Verlusten während der Schlacht an der Somme. Das Debüt der Tanks auf dem Schlachtfeld am 15. September 1916 war zahlenmäßig zu schwach, um größeren Einfluss zu haben. Meinungsverschiedenheiten über das Patt an der Westfront und der Zusammenbruch Rumäniens im Herbst bedeuteten das Ende der britischen Regierung von Asquith. David Lloyd George wurde von König George V. im Dezember 1916 zum Premierminister ernannt.

General Alexei Brussilow
Der russische General Alexei Brussilow. Er behauptete später, dass, wenn seine traumhaft gestartete und erfolgreiche Offensive richtig genutzt worden wäre, Russland den Krieg für die Alliierten gewonnen hätte. Selbst wenn er nicht den Krieg gewonnen hat, hat er aber wahrscheinlich verhindert, dass die Alliierten ihn verloren haben.
An der Ostfront begannen die jetzt besser ausgerüstet und ausgebildeten russischen Truppen unter Brussilow im Juni mit der überraschenden Brussilow-Offensive, die im Juni spektakuläre Gewinne zwischen den Pripjetsümpfen und Karpaten machten.

Zwischen dem 4. Juni und 15. August 1916 verloren die österreich-ungarischen und deutschen Armeen 700.000 Mann (einschließlich 360.000 Kriegsgefangenen) und die russischen Verluste lagen bei 550.000 Mann. Der Verzweiflung nahe, waren die Mittelmächte gezwungen, nicht weniger als 44 Divisionen von anderen Fronten abzuziehen, um Brussilows tödlicher Bedrohung zu begegnen.
Aber Rumäniens Kriegseintritt aufseiten der Alliierten Ende August, und die Katastrophe welche dessen überforderte Truppen bald ereilte, brachte die ursprüngliche Brussilow-Offensive zum Erliegen. Die radikale Änderung von Brussilows Auftrag, von der Vernichtung der österreich-ungarischen Armeen an der Ostfront, hin zur Verhinderung des kompletten rumänischen Zusammenbruchs, band bald ein Viertel der russischen Armee.
Es wurde zu einem schmachvollen Ende für ein Unternehmen, das ausgesprochen gut begonnen hatte. Bis zum Ende der Offensive hatten Brussilows Armeen 1.412.000 Mann verloren. Brusilows Offensive war der letzte schwungvolle Schlag des alten, untergehenden zaristischen Russlands.

Die britischen Streitkräfte bei Kut in Mesopotamien wurden belagert und musste gegenüber den Türken im April 1916 kapitulieren, die größte britische Kapitulation seit Kabul im Jahr 1842. Aber das blieb der einzige Erfolg der Osmanen.
Spät im zuvor zu Ende gegangenen Winter, im Februar 1916, hatten die Russen unter Judenitsch die stark befestigte Stadt Erzurum in Türkisch-Armenien erobert. Eine zweiter türkischer Angriff auf den Suezkanal scheiterte ebenso im August, während der arabischen Sherif von Mekka seinen Aufstand ausruft und durch eine britische Mission unterstützt wurde, welcher auch der außergewöhnlich begabte Hauptmann T.E. Lawrence angehörte. Lawrence half bei der Organisation der arabischen Armee und während der Jahre 1916-1918 gab er unschätzbare Hilfe für die britischen Streitkräfte in Palästina durch die Bildung und die Sicherung ihrer rechten Flanke mit arabischen Aufständischen.

In Ostafrika überrannte eine lang anhaltende britische und belgische Offensive unter Smuts den Großteil von Deutschlands letzter Kolonie, aber zu einem hohen Preis an Menschenleben und Kranken aus dem Dschungelkrieg gegen die niemals entscheidend geschlagenen deutschen Verteidiger unter dem beweglichen Lettow-Vorbeck.

Schlachtkreuzer Seydlitz am Skagerak
Der deutsche Schlachtkreuzer Seydlitz steht in Brand während der Schlacht am Skagerrak. Obwohl stark von einem Torpedo und Granaten beschädigt, ist das Schiff nicht außer Gefecht gesetzt.
Deutschland hatte den uneingeschränkten U-Bootkrieg im Februar 1915 begonnen, aber wiederholte amerikanische Proteste seit dem Untergang des Passagierschiffs Lusitania und ähnlicher Vorfälle zwangen Berlin im April 1916 dazu, die Operationen auszusetzen.

Dafür begann der neue Befehlshaber der deutschen Hochseeflotte, Admiral Scheer, den Beschuss englischer Küstenstädte im April 1916 wieder aufzunehmen, welche schon von seinem Vorgänger durchgeführt worden waren. Dabei provozierte er den ersten und einzigen Zusammenstoß der Schlachtflotten während des Krieges in der Seeschlacht am Skagerrak. Zwar waren die britischen Verluste schwer, aber die deutsche Hochseeflotte wagte es danach niemals mehr ernsthaft, in die Nordsee auszubrechen. In dem Versuch, die Briten doch noch in die Knie zu zwingen, wurde der uneingeschränkte U-Bootkrieg dann wieder im Februar 1917 aufgenommen.

Der ehrwürdige österreich-ungarische Kaiser Franz Joseph II. starb am 21. November 1916 im Alter von 86 Jahren. Sein Nachfolger wurde sein Großneffe Erzherzog Karl. Obwohl bei ihm kein anderes Interesse oder Eignung für irgendetwas außer dem Soldatentum und die Hingabe an seine glamourösen Frau Zita und seinem kleinen Sohn angenommen wurde, war Karl bald sehr ernsthaft darin bestrebt, sein gefährlich bedrohtes Erbe zu retten und Frieden zu schließen. Er erneuerte seiner Bemühungen im folgenden Frühjahr, indem er seinen Schwager, Prinz Sixtus von Bourbon-Parma, als Vermittler zwischen der österreich-ungarischen und französischen Regierungen einband.
Doch weder diese Initiative noch eine ‘Friedensnote’ von Papst Benedikt XV. im August 1917 trugen Früchte. Andere, noch weniger erfolgreiche ‘Friedensstifter’ waren der britische Peer, Lord Lansdowne, der deutsche Baron von der Lancken und der Millionär und amerikanische Industrielle Henry Ford.

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