12-1916, Dezember 1916


Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für Dezember 1916.

Mackensen in Bukarest
Generalfeldmarschall August von Mackensen feiert den Einmarsch seiner Truppen in Bukarest.

Die rumänische Regierung verlässt Bukarest und geht nach Jassy und Schlacht am Argesch – Hindenburgs Hilfsdienst-Gesetz eingeführt – Fall von Bukarest – Lloyd George wird britischer Premierminister – Eisenbahnstrecke Murmansk-Petrograd wird eröffnet – Grey tritt als britischer Außenminister nach genau 11 Jahren im Amt zurück – Deutschland macht Friedensvorschläge und übermittelt eine Note an die Alliierten – Foch von Joffre vom Kommando über die Nördliche Heeresgruppe abgesetzt und anschließend tritt Joffre auf eigenen Wunsch ebenfalls zurück – Carson folgt Balfour als Erster Lord der Admiralität nach – Maude beginnt mit der Tigris-Offensive in Mesopotamien – alliiertes 24-Stunden-Ultimatum an Griechenland – Großer französischer Angriff bei Verdun – die erste alliierte Offensiv-Schlacht von Verdun endet – Wilsons Friedenskonferenz-Rundschreiben – Mangin übernimmt die französische Sechste Armee, Micheler wird zum Befehlshaber der zur Reserve-Heeresgruppe für die Frühjahrsoffensive 1917 ernannt – Memorandum von Admiral Holtzendorff fordert den uneingeschränkten U-Boot-Krieg – Joffre tritt als französischer Oberbefehlshaber zurück – die Alliierten weisen die deutsche Friedensnote zurück – Rasputin ermordet.

Dezember 1916

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Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 1. Dezember 1916:

alliiertes Handelschiff versinkt
Ein durch ein deutsches U-Boot versenktes alliiertes Handelsschiff versinkt mit dem Heck voran.

Seekrieg
Atlantik, Nordsee, Mittelmeer: ​​Im Dezember versenken U-Boote 167 Schiffe (davon 39 britische mit 109.936 Tonnen, 58 alliierte und 70 neutrale Schiffe) mit zusammen 276.400 Tonnen.
Adria: Im Dezember trifft der britische Monitor Earl of Peterborough in Venedig ein, um die italienische Armee zu unterstützen.
Griechenland: Der französische Oberbefehlshaber, Admiral Dartigue, wird in die Kämpfe in Athen verwickelt. Das Schlachtschiff Mirabeau feuert 4 Granaten in der Nähe des Königspalastes, welcher Konstantin und seine Familie in den Keller treiben.

Ostfront
Karpaten: Die Truppen des russischen Generals Lechitski werden von den Rakida- und Kirlibaba-Höhen vertrieben, drücken jedoch am 3. Dezember auf das Trotus-Tal und nehmen am 4. Dezember die Höhen, welche den Jablonitsa-Pass beherrschen.
Rumänien: Die Regierung verlässt Bukarest und geht nach Jassy. Schlacht am Argesch (bis zum 5. Dezember): 3 rumänische Divisionen führen einen Gegenangriff und nehmen 3.000 Kriegsgefangene und 20 Kanonen von Mackensen, aber Falkenhayn schließt auf, um die 217. Division am 2. Dezember zu retten, während die russische 40. Division inaktiv bleibt, bis sie am 4. und 5. Dezember vergebliche Angriffe durchführt.

Neutrale
Griechenland: Truppen des Königs (über 40 Tote) bekämpfen 3.000 alliierte Matrosen und Marinesoldaten (227 Verluste) für 3 1/2 Stunden in den Außenbezirken von Athen, bis ein Waffenstillstand vereinbart wird, welcher zu einem alliierten Rückzug bis zum 2. Dezember führt.

Luftkrieg
Großbritannien: Im Dezember wird geplant, dass Royal Flying Corps an der Westfront auf 106 reguläre und 95 Reserve-Staffeln zu erweitern.
Erster Flug des Royal Aircraft Factory SE5 Jagdeinsitzers; der Prototyp stürzt aber im Januar 1917 ab.
Italien: Österreich-ungarische Flugzeuge bombardieren Vicenza.
Westfront: Im Dezember verliert das britische Royal Flying Corps 27 Flugzeuge im Einsatz, davon 17 hinter den Linien des BEF.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 2. Dezember 1916:

Massai-Krieger in britischen Diensten in Ostafrika trinken Blut
Massai-Krieger in britischen Diensten in Ostafrika trinken Blut von einem erlegten Tier. Beide Seiten setzten einheimische Stammeskrieger als Späher und Pfadfinder ein.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Die britische Kilwa-Streitmacht nimmt Ngarambi, 80 km nordwestlich von Fort Kibata, ein.

Neutrale
Griechenland: Die Alliierten verhängen eine Blockade und ein Embargo über alle griechischen Schiffe. Venizelisten kämpfen gegen Royalisten in Athen, wobei erstere am 6. Dezember massakriert werden.

Heimatfronten
Österreich-Ungarn: Der neue Kaiser Karl übernimmt den Oberbefehl über die Streitkräfte.
Russland: Angriffe in der Duma auf ‚dunkle Kräfte‘ hinter dem Thron.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 3. Dezember 1916:

General von Falkenhayn
General von Falkenhayn, preußischer Kriegsminister und Generalstabschef der deutschen Armee bis August 1916. Er befahl 1916-1917 eine Armee bei der Eroberung Rumäniens.

Ostfront
Rumänien: Falkenhayn unterzeichnet einen dreitägigen Waffenstillstand, der Bukarests Evakuierung ermöglicht (das Arsenal und die Festungen werden am 4. Dezember gesprengt).

Südfronten
Serbien: Die serbische Drina-Division nimmt Gruniste östlich von Crna, anschließend am 4. Dezember Staravina.

Seekrieg
Ostatlantik: Das deutsche Unterseeboot U 38 beschießt Funchal auf Madeira und versenkt 3 Schiffe (U 156 wiederholt den Angriff am 12. Dezember 1917) als die französische Schaluppe Surprise sich nicht am Hafen befindet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 4. Dezember 1916:

Türkische Feldoffiziere
Türkische Feldoffiziere an der Balkanfront.

Südliche Fronten
Saloniki: Das Hauptquartier des türkischen XX. Korps trifft östlich des Fluss Struma ein, der Rest des Verbandes bis zum 11. Januar 1917.

Supremacy 1914

Seekrieg
Großbritannien: Jellicoe folgt Admiral Sir H. Jackson als erster Sea Lord (Seelord) nach. Der Posten wurde ihm am 22. November angeboten. Er bildet eine Unterseeboot-Abteilung der Admiralität unter Vize-Admiral Duff.

Luftkrieg
Westfront: Das Royal Flying Corps verliert 2 Flugzeuge im Luftkampf, behauptet aber 9 deutsche Flugzeuge abgeschossen oder zur Notlandung gezwungen zu haben.

Heimatfronten
Großbritannien: Lloyd George tritt zurück, nachdem Premierminister Asquith seine Meinung über ein kleineres Kriegs-Komitee geändert hat.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 5. Dezember 1916:

portugiesischer Beobachtungsposten
Ein portugiesischer Beobachtungsposten am Fluss Rovuma.

Afrikanischen Fronten
Ostafrika: Die portugiesischen Soldaten in Newala, Marumba und Majembi werden v. Lettow-Vorbecks Soldaten überrascht, aber die Flucht gelingt ihnen über den Rovuma nach Nangedi, welches die deutsche Schutztruppe zwischen dem 8. und 20. Dezember besetzt.

Ostfront
Rumänien: Oberst Norton-Griffiths von der Militärpolizei sabotiert die Ploesti-Ölfelder (827.000 t Benzin werden vernichtet) als Falkenhayns Gruppe Morgen sich nähert und diese am 6. Dezember besetzt.

Mittlerer Osten
Arabien: Türkische Truppen erobern Qunfideh an der Küste südlich von Mekka zurück und treiben Feisal zurück nach Yanbo, wo Lawrence bald eintrifft.

Heimatfronten
Deutschland: Hindenburgs Hilfsdienst-Gesetz eingeführt, wovon alle Männer von 17 bis 60 Jahren betroffen sind.
Großbritannien: Premierminister Asquith tritt zurück. Der König bittet Bonar Law, eine Regierung zu bilden, aber als Asquith zweimal ablehnt, unter ihm zu dienen, wird Lloyd George Premierminister.
In der Barnbow National Shell Filling Fabrik (nahe Leeds) tötet eine Explosion 35 Munitionsarbeiterinnen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 6. Dezember 1916:

Mackensen in Bukarest
Generalfeldmarschall August von Mackensen feiert den Einmarsch seiner Truppen in Bukarest.

Ostfront
Rumänien – FALL VON BUKAREST: Mackensen reitet an seinem 67. Geburtstag auf einem weißen Streitpferd ein. Der Kaiser feiert mit Champagner. 8.000 Überlebende der rumänischen 1. Division mit 26 Geschützen kapitulieren am Fluss Aluta nach einem Rückzug über mehr als 200 km nach Osten.
Pripjet: Kämpfe westlich von Lutsk.

Westfront
Deutschland: Das Berliner Verlustmelde-Amt hört auf, regelmäßige Verlustlisten zu veröffentlichen, in denen die Namen, Regimenter und sonstige Angaben enthalten sind. Von nun an werden alphabetische Listen von Personen ohne Angabe der Einheit oder sogar der betroffenen Front angegeben.
Verdun: Deutsche Truppen erobern Schützengräben auf dem Hügel 304, die Franzosen erobern sie am 7. Dezember zurück.

Afrikanische Fronten
Ostafrika – Gefecht beim Fort Kibata (bis 9. Dezember): Lettow-Vorbeck greift 800 britische Truppen mit 3 (erbeuteten deutschen) Kanonen an, nimmt den Picquet-Hügel und verursacht 127 Mann Verluste unter den britischen Soldaten.

Seekrieg
Ostatlantik: Der Zerstörer HMS Ariel versenkt UC 19 mit einem modifiziertem Schleppnetz mit Sprengladungen (sogenannte Hochgeschwindigkeits-Paravane).


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 7. Dezember 1916:

David Lloyd George
David Lloyd George wird neuer britischer Premierminister.

Heimatfronten
Großbritannien: LLOYD GEORGE wird Premierminister. Die Einberufung aller nicht-qualifizierten Munitions-Arbeiter wird vereinbart.
Osmanisches Reich: Das Innenministerium berichtet dem Großwesir, dass bis zum 31. Oktober 702.900 Armenier ‚umgesiedelt‘ wurden.
Frankreich: Die Regierung gewinnt eine Vertrauensabstimmung mit 344 zu 160.

Naher Osten
Sinai: Chetwode wird befehlshabender General der neuen Wüsten-Kolonne.
Aden: Eine britische Brigade erobert Jabir und Haturn zurück, dabei über 150 Mann türkische Verluste.

Afrikanische Fronten
Algerien: 1.200 Senussi-Krieger belagern Agades in der Sahara bis zum 3. März 1917 und löschen am 28. Dezember eine 54 Mann starke Kamel-Truppe aus. Ein Senegalesen-Bataillon wird von Marseille nach Dakar verschifft (Ankunft dort am 4. Januar 1917) und überquert die Grenze zu Nigeria.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 8. Dezember 1916:

Rumänische Infanterie in ihren Schützengräben
Rumänische Infanterie in ihren Schützengräben.

Ostfront
Rumänien: Schlacht am Fluss Cricov (bis zum 12. Dezember) als sich die rumänischen Truppen auf dem Rückzug nordöstlich auf Rimnicu Sarat befinden. Die Deutschen geben an, 70.000 Kriegsgefangene, 184 Kanonen und 115 MGs zwischen dem 1. und 9. Dezember genommen zu haben und stoßen über 30 km östlich von Ploesti bis zum 11. Dezember vor. Die ungarische 51. Honved-Division besetzt Sinaia südlich des Predeal-Passes.

Neutrale
Griechenland: Die Alliierten verhängen eine Blockade über das Land. Ihre Bürger verlassen Athen, aber der Botschafter trifft den König am 9. Dezember.

Heimatfronten
Russland: Die Eisenbahnstrecke Murmansk-Petrograd wird eröffnet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 9. Dezember 1916:

Hindenbug mit dem Großkreuz des Eisernen Kreuzes
Generalfeldmarschall Paul von Beneckendorf und Hindenburg mit dem Großkreuz des Eisernen Kreuzes.

Heimatfronten
Deutschland: Hindenburg erhält als erster das Großkreuz des Eisernen Kreuzes. Das Rohstoffe-Büro trifft eine Vereinbarung über die Fusionierung bzw. Schließung nicht wesentlicher Betriebe und Branchen, um Transportkapazitäten einzusparen.
Großbritannien: Das neue Kriegskabinett tritt zum ersten Mal zusammen.
Russland: Der Zar bei Zarskoje Selo bis zum 19. Dezember.

Westfront
Frankreich: Brief von Terrier aus Paris an Lyautey ‚Der Name, der in jedem Mund ist … General Nivelle‚.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 10. Dezember 1916:

Serbische Artillerie auf dem Wintermrasch
Serbische Artillerie auf dem Wintermarsch. Die Kanonen werden von Ochsen gezogen, da die Straßen oft von schlechter Qualität und unpassierbar für Kraftfahrzeuge sind.

Südfronten
Serbien: Russisch-serbische Angriffe gegen Hügel 1050 bis zum 11. Dezember scheitern gegen das deutsche Garde-Schützen-Bataillon.

Seekrieg
Nordsee: Handels-U-Boot Deutschland kehrt an die Weser zurück.

Neutrale
Griechenland: Die Alliierten fordern die griechische Demobilisierung und hören des Königs Funksprüche nach Berlin ab.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 11. Dezember 1916:

italienische Schlachtschiff 'Regina Margherita'
Das italienische Schlachtschiff ‚Regina Margherita‘ war ein Vor-Dreadnought mit 13.500t und bereits 1901 fertiggestellt.

Seekrieg
Adria: Das italienische Schlachtschiff Regina Margherita (viele Opfer einschließlich des Kapitäns) wird durch zwei Minen von UC 14 vor Valona (Albanien) versenkt, als es sich auf dem Rückweg nach Taranto für eine Überholung befindet. Italien meldet den Verlust erst am 20. Januar 1917.
Ostsee: Vize-Admiral Nepenins Flottenanordnung gegen ein Nicht-Salutieren wird bei Offizieren und Mannschaften unpopulär.

Westfront
Somme: Gewaltiges alliiertes Artillerie-Bombardement.
Verdun: Vorbereitender französischer Artillerie-Beschuss aus 760 Geschützen (davon 350 schwere).

Politik
Großbritannien: Grey tritt als britischer Außenminister nach genau 11 Jahren im Amt zurück, Balfour wird sein Nachfolger.

Neutrale
Griechenland: Admiral Fournet wird des Kommandos enthoben für seine Aktion am 1. Dezember 1916.

Heimatfronten
Großbritannien: Lord Derby folgt Lloyd George als Kriegsminister nach. Ein Arbeitsministerium wird gebildet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 12. Dezember 1916:

Nivelle
Nivelle wird neuer französischer Oberbefehlshaber an der Westfront.

Westfront
DEUTSCHLAND MACHT FRIEDENSVORSCHLÄGE.
Frankreich: Foch von Joffre vom Kommando über die Nördliche Heeresgruppe abgesetzt (d’Esperey wird sein Nachfolger am 27. Dezember); JOFFRE TRITT AUF EIGENEN WUNSCH ZURÜCK und NIVELLE (angekündigt am 16. Dezember, übernimmt die Leitung am 17. Dezember) wird Befehlshaber über alle Armeen des Nordens und des Nordostens (Westfront) und hebt den lange geplanten französischen Schlag südlich der Somme auf.

Seekrieg
Großbritannien: Carson folgt Balfour als Erster Lord der Admiralität (First Lord of the Admiralty) nach.
Östliches Mittelmeer: ​​Admiral Dartigue wird des Kommandos wegen des Athen-Debakels enthoben, Vize-Admiral Gauchet übernimmt als französischer und titularer alliierter Oberbefehlshaber (außerhalb der Adria und Ägäis) am 16. Dezember für die restliche Dauer des Krieges.

Politik
DEUTSCHE ‚FRIEDENS-NOTE‘ AN DIE ALLIIERTEN: Bethmann sagt im Reichstag, dass die Mittelmächte bereit sind, in einem neutralen Land zu verhandeln, aber geht nicht auf Vorbedingungen ein.

Neutrale
Griechenland: Der König bedauert die Ereignisse gegenüber dem französischen Botschafter.

Heimatfronten
Frankreich: Briand bildet ein fünfköpfiges Kriegskabinett, einschließlich des neuen Rüstungsministers Thomas.
Deutschland: Des Kaisers kriegerische Rede vor Truppen in Mühlhausen, Elsass. General Groner spricht den einzigartigen Gewerkschafter-Kongress in Berlin an und befiehlt den Militärbüros, Gewerkschaften anzuerkennen (am 13. Dezember).
Großbritannien: Ein Ausschuss für Grabenmörser (Granatwerfer) wird im Munitions-Ministerium gebildet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 13. Dezember 1916:

britisches Kanonenboot auf dem Tigris
Auf dem Tigris beschießt ein britisches Kanonenboot türkische Stellungen.

Naher Osten
Mesopotamien: Maude beginnt mit der Tigris-Offensive mit 48.500 Mann, 174 Geschützen und 24 Flugzeugen gegen 20.600 Mann türkischer Truppen mit 70 Geschützen. Sannaiyat wird beschossen und der Shalt-el-Hai mit 6 Pontonbrücken bis zum 18. Dezember überbrückt.

Seekrieg
Schwarzes Meer: Russische Kriegsschiffe beschießen bulgarische Kornmühlen bei Balchik nördlich von Varna.
Ostatlantik: Der Zerstörer HMS Landrail greift das Küsten-U-Boot UB 29 mit Wasserbomben an und versenkt es in den südwestlichen Approaches.

Politik
Frankreich: Ministerpräsident Briand fasst die deutsche Friedensnote zusammen, als ‚Bei Kopf gewinne ich, bei Zahl verlierst Du‘.

Neutrale
Spanien: Der deutsche Militär-Attaché in Madrid berichtet per Funk nach Berlin über Mata Hari, obwohl er vielleicht wissen konnte, dass die Alliierten den Code mitlesen können.

Heimatfronten
Portugal: Militärputsche bis zum 14. Dezember scheitern.
Frankreich: Der Prototyp des leichten Panzers Renault FT-17 wird bestellt (konzipiert von Oberst Estienne und Renault im Juli), eine begrenzte Produktion wird am 30. Dezember genehmigt.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 14. Dezember 1916:

Krieg im Kino
In einem Pariser Kino wird ein Film über den Kampf der britischen Soldaten in Frankreich gezeigt.

Ostfront
Rumänien: Falkenhayn marschiert in Buzeu ein während des Vorstoßes auf Braila und Galatz (Donaustädte). Die gesamte Walachei in deutscher Hand, eine Militärregierung wird in Bukarest eingesetzt.

Luftkrieg
Türkei: Der Royal Navy Air Service bombardiert die Eisenbahnbrücke Kuleli-Burgas 30 km vor Adrianopel (und Razlovci im besetzten Serbien am 15. Dezember).
Mesopotamien: BE2 des Royal Flying Corps zerschlagen die türkische Shumran-Pontonbrücke, sodass nur noch die Tigris-Fähre bis zum 17. Dezember verbleibt. 2 BE2c des Royal Flying Corps schießen einen Albatros in der Nähe von Kut am 20. Dezember ab. 2-10 Flugzeuge greifen die türkischen Nachschublager östlich von Kut vom 21. bis 22. Dezember an.

Neutrale
Griechenland: Alliiertes 24-Stunden-Ultimatum (angenommen am 15. Dezember).

Heimatfronten
Österreich-Ungarn: Ministerpräsident Dr. Korber tritt zurück, da er gegen die Gespräche des Kaisers mit Ungarn ist. Graf Clam-Martinitz folgt am 20. Dezember nach.
Großbritannien: Das House of Commons stimmt einem 400-Millionen-Pfund Kriegskredit zu (insgesamt 1916-1917 £ 1,75 Milliarden; der Krieg kostet £ 5,5 Millionen pro Tag).


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 15. Dezember 1916:

Deutsche Kriegsgefangene Verdun
Einige der bei Verdun gefangengenommen deutschen Soldaten marschieren nach hinten.

Westfront
Verdun – GROSSER FRANZÖSISCHER ANGRIFF (nördlich von Fort Douaumont): Durchbruch in über 3 km Tiefe um 10:00 Uhr, bei dem Vacherauville, Hügel 342 (Poivre-Hügel), Louvemont und Les Chambrettes mit 3.500 Kriegsgefangenen erobert werden. Mangin setzt 4 Divisionen (mit weiteren 4 in Reserve) gegen 9 abgekämpfte deutsche Divisionen ein. Innerhalb von 4 Tagen verläuft die Front östlich von der Maas fast wieder wie am 20. Februar. Die Franzosen nehmen 11.387 Kriegsgefangene, 115 Geschütze, 44 Mörser und 107 MGs.
Nivelle verlässt seinen Posten bei Verdun, um den Oberbefehl über die französische Westfront am Abend zu übernehmen. Dabei sagt er zum Abschied ‚Dieses Experiment war erfolgreich … Ich kann ihnen versichern, dass der Sieg sicher ist.‘ Guillaumat übernimmt die französische Zweite Armee.

Afrikanische Fronten
Ostafrika – Fort Kibata: Baluchis-Krieger erobern den Picquet-Hügel bei einem Nachtangriff mit dem ersten Einsatz von Mills-Granaten auf diesem Kriegsschauplatz zurück. Das Gold Coast Regiment nimmt den Hügel im Westen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 16. Dezember 1916:

Befehlshaber der deutschen Fünften Armee vor Verdun, Kronprinz Wilhelm
Der Befehlshaber der deutschen Fünften Armee vor Verdun, Kronprinz Wilhelm, spricht mit einem Träger von Tragbahren für Verwundete.

Westfront
Verdun: Die französische 133. Division (Passaga) erobert Bezonvaux und Hardaumont zurück. Ein deutscher Gegenangriff gewinnt die Farm Les Chambrettes am 17. Dezember zurück.

Ostfront
Pripjet: Russische Stellungen zwischen Kowel und Lutsk gehen verloren (am 18. Dezember zurückerobert).
Dobrudscha: Sacharow zieht sich bis zum 20. Dezember auf Braila zurück.

Südfronten
Griechenland: Die griechische Armee beginnt mit der Räumung von Thessalien unter alliierter Aufsicht (englisch-französische Kontroll-Offiziere).

Heimatfronten
Rumänien: Bratianu bildet eine Koalitionsregierung, Ionescu schließt sich dieser am 25. Dezember an.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 17. Dezember 1916:

Französische Grußkarte 1. Weltkrieg
Die baldige Rückkehr zur Liebsten war für die meisten Soldaten in weite Ferne gerückt – und doch verschickte man gern solche Grußkarten.

Westfront
Artois: Marwitz übernimmt die deutsche Zweite Armee von Gallwitz (bis 22. September 1918), welcher zur Fünften Armee nach Verdun geht.

Ostfront
Dobrudscha: Bulgarische Truppen brechen durch und verursachen ein Chaos. Die Funkstation der 1. Kosaken-Division mit dem geheimen Funkschlüssel wird erobert, wodurch der neue Code vom 21. Dezember auch kein Geheimnis mehr ist.

Neutrale
Griechenland: Die royalistische Regierung rechtfertigen die Verhaftung von Venizelos wegen Hochverrat und der Athener Erzbischof anathematisiert ihn am 26. Dezember.
USA: Die Regierung beendet aufgrund der Behandlung von Armeniern und Syrern ihr gesondertes Territorialadelsabkommen mit dem Osmanischen Reich.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 18. Dezember 1916:

französische koloniale Zouave-Truppe
Die Franzosen setzen ihre kolonialen Zouave-Truppen oft als Stosstruppen ein.

Westfront
Verdun: Erste Offensiv-Schlacht von Verdun endet. Die 4. (französische 126. Division) Zouaven erobern die Farm Les Chambrettes zurück. Mangin dankt seinem XI. Korps ‚Wir haben die Methode und wir haben den Führer [Nivelle]. Dies gibt uns die Sicherheit des Erfolgs‘.

Ostfront
Rumänien: Alliierter Rückzug in Richtung der Sereth-Linie; Schlamm verlangsamt die deutsche Verfolgung. Falkenhayn wird 50 km vor Braila zum Kampf gestellt.
Dobrudscha: Die Panzerwagen der Royal Navy verlassen Tulcea auf Bargen nach Braila, wo 8 Fahrzeuge am 21. Dezember ankommen.

Neutrale
USA: Wilsons Friedenskonferenz-Rundschreiben fragt nach den nationalen Kriegszielen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 19. Dezember 1916:

Lloyd George (Mitte( mit Marschall Foch und Aristide Briand
Lloyd George (Mitte) mit Marschall Foch und Aristide Briand während der Londoner Konferenz 1921, auf der über die deutschen Reparationen verhandelt wird.

Politik
Großbritannien: Die erste Rede von Lloyd George als Ministerpräsident lehnt Friedensgespräche ohne konkrete Vorschläge ab … ‚Wir werden unser Vertrauen eher in eine ungebrochene Armee legen als in gebrochenes Vertrauen‘. Die Briten sichern dem österreich-ungarischen Botschafter in den USA sicheres Geleit zu.

Heimatfronten
Großbritannien: National Service Department (Staatsdienstleistungs-Behörde) angekündigt unter Neville Chamberlain (bereits am 10. November dafür ernannt).

Naher Osten
Arabien: Bei den Briten in Kairo trifft ein französischer Antrag ein, den Arabern 40.000 Britische Pfund in Gold zu geben.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 20. Dezember 1916:

Reichskanzler von Bethmann-Hollweg
Reichskanzler von Bethmann-Hollweg (links in Uniform) mit Vize-Kanzler Helfferich und Staatssekretär des Äußeren von Jagow. Der Kanzler konnte sich niemals gegen die ‚Falken‘ in Regierung, Militär und die nationalen Kreise mit ihren Annexionsplänen durchsetzen. Er verlor mehr und mehr an Macht und Einfluss und seinen Gegner gelang es 1917 schließlich ihn zu stürzen.

Heimatfronten
Deutschland: Reichskanzler Bethmann-Hollweg wird von der deutschen Armee und der Marine wegen des unverzüglichen, unbegrenzten U-Boot-Krieges bedrängt (20. bis 26. Dezember). Ludendorff fordert den sofortigen uneingeschränkten U-Boot-Krieg im Hinblick auf Lloyd George Rede als Antwort auf die deutsche Friedens-Note.

Ostfront
Galizien: Schwere Kämpfe westlich von Brody.
Rumänien: Die russische 12. Kavallerie-Division erreicht Odobesti 25 km nordwestlich von Focsani (nach einem Ritt über 750 km ohne ein einziges Pferd zu verlieren).

Luftkrieg
Ostfront: Die deutschen Marine-Luftschiffe L35 (Ehrlich) und L38 (Dietrich) erreichen Wainoden für das Unternehmen Eisernes Kreuz, einen Angriff auf Petrograd, welcher schon seit Anfang 1915 vom Großadmiral Prinz Heinrich, dem Befehlshaber der Ostseeflotte, befürwortet wurde.
Westfront: 5 Jäger von Jasta 2 (angeführt von Richthofen) schießen ab oder erzwingen Notlandungen von 5 DH2s. Beobachter des Royal Flying Corps leiten das Feuer auf 85 Ziele, einschließlich der Zerstörung einer Flak-Batterie aus 3 Geschützen und machen insgesamt 741 Fotos.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 21. Dezember 1916:

 deutsche Schützengraben-Zeitung
Eine deutsche Schützengraben-Zeitung wird gedruckt.

Ostfront
Westrussland: Kämpfe südlich von Daugavpils.
Dobrudscha: Der russische General Sacharow treibt bulgarische Truppen in den See Babadagh südlich von Tulcea.

Naher Osten
Sinai: Die berittene ANZAC-Division besetzt El Arish, welches von 1.600 Mann türkischer Truppen am 20. Dezember geräumt wurde und die sich nach Magdhaba zurückgezogen haben. Die Royal Navy trifft am 22. Dezember ein.

Seekrieg
Nordsee: Der britische Zerstörer Negro sinkt bei einer Kollision mit dem Flottillen-Führer Hoste.

Neutrale
Griechenland: Eine alliierte Note fordert die Kontrolle über die Fernmeldeeinrichtungen und die Freilassung der Venizelisten. Ähnliche Bedingungen werden am 31. Dezember gestellt, bevor die Blockade aufgehoben wird.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 22. Dezember 1916:

 französisches Plakat wirbt für Sparsamkeit
Ein französisches Plakat wirbt für Sparsamkeit bei der Verwendung von Gas für die Beleuchtung.

Westfront
Frankreich: Mangin übernimmt die französische Sechste Armee, Micheler wird zum Befehlshaber der zur Reserve-Heeresgruppe für die Frühjahrsoffensive 1917 ernannt, Duchene übernimmt seine Zehnte Armee.

Ostfront
Rumänien – Schlacht von Casin (bis zum16. Januar 1917): die Alliierten stellen sich schließlich Erzherzog Josephs Vorstoß mit 4 Divisionen durch drei Karpaten-Tälern in den Weg.

Seekrieg
Deutschland: Ein Memorandum von Admiral Holtzendorff fordert den uneingeschränkten U-Boot-Krieg, welcher England innerhalb von 5 Monaten an den Verhandlungstisch für Friedensgespräche zwingen kann, d.h. vor dem 1. August 1917, sollte mit diesem am 1. Februar begonnen werden.
Adria: 4 österreich-ungarische Zerstörer überfallen die Otranto-Sperre in der Nacht vom 22. bis 23. Dezember. Zwar wird nur ein Drifter beschädigt, aber 2 französische Zerstörer werden getroffen und 2 italienische beschädigt plus einer bei Kollisionen.
Großbritannien: Das neue Schifffahrtsministerium bestellt bis April 1917 fünf Typen von Standard-Handelsschiffen (von 3.000 bis 8.000 Tonnen).

Politik
Österreich-Ungarn: Graf Czemin wird Nachfolger von Baron Burian als Außenminister.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 23. Dezember 1916:

Deutsche Soldaten in Ostafrika
Deutsche Soldaten in Ostafrika gehen gegen britische Truppen vor.

Afrikanischen Fronten
Ostafrika: Das NRFF (1.900 Soldaten mit 6 Geschützen) rückt von Lupembe gegen die Soldaten von Hauptmann Langenn nach Mkapira vor, wo sie am 16. Januar 1917 ankommen, ohne den Gegner einkreisen zu können.

Ostfront
Rumänien – Schlacht von Rimnicu Sarat (bis zum 27. Dezember): die 10 Divisionen von Falkenhayn nehmen die Stadt am 27. Dezember zusammen mit 10.000 Kriegsgefangenen, 2 Geschützen und 58 MGs.

Naher Osten
Sinai – Gefecht bei Magdhaba: Chauvels berittene ANZAC-Division und das Kamel-Korps erstürmen fünf türkische Schanzen, wobei 1.282 Kriegsgefangene und 4 Kanonen für 146 Mann Verluste eingebracht werden.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 24. Dezember 1916:

Britische Kavallerie attackiert
Britische Kavallerie attackiert im Nahen Osten.

Naher Osten
Mesopotamien: Britische Kavallerie sprengt das arabische Fort Gusab 30 km südöstlich von Kut in die Luft.

Ostfront
Dobrudscha: Bulgarische Truppen greifen den Brückenkopf von Sachharow bei Macin östlich von Braila an, scheitern aber und ebenso am 31. Dezember.

Luftkrieg
Mesopotamien: Das erste britische Flugzeug über Bagdad seit November 1915, Hereward de Havillands BE2c.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 25. Dezember 1916:

Sopwith Pup
Die Sopwith Pup war Englands erstes richtiges, einsitziges Jagdflugzeug.

Luftkrieg
Westfront: Die erste Squadron (Staffel; Nr. 54) des Royal Flying Corps mit Sopwith Pup Jagdflugzeugen trifft in Frankreich ein. Es gibt jetzt 38 aktive Squadrons mit 700 Flugzeugen gegen 33 deutsche Jagdstaffeln (mit einer Sollstärke von jeweils 14 Flugzeugen). Kein Fliegen während des Tages möglich.

Westfront
Weihnachten.
Deutschland: Major Wetzel und die OHL schätzen, dass US-Expeditionsstreitkräfte an der Westfront vor Frühjahr 1918 nicht möglich sind.

Ostfront
Russland: Der Befehl des Zaren an die Armee und Marine unterstreicht, dass es keinen Friedensgedanken bis zum ‚Endsieg‘ gibt.

Naher Osten
Armenien: Kämpfen am See Van, die türkischen Truppen werden am 28. Dezember nach Süden hin abgedrängt.
Süd-Persien – Gefecht von Dasht-i-Arjan: ca. 400 britische und persische Truppen werden gezwungen, sich nach Shiraz bis zum 28. Dezember zurückzuziehen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 26. Dezember 1916:

Joffre
Der unerschütterliche, schwerfällige und schweigsam Joffre.

Westfront
Frankreich: JOFFRE TRITT ALS OBERBEFEHLSHABER ÜBER DIE FRANZÖSISCHEN ARMEEN ZURÜCK und wird zum ersten ‚Marschall von Frankreich‘ seit 1870 ernannt.

Ostfront
Rumänien: Die russische 124. Division hält Vizural gegen bulgarische Truppen bis zum 28. Dezember; vor allem aufgrund von 8 britischen Panzerwagen der Royal Navy bis zu deren Abzug. Die österreich-ungarische Erste Armee beginnt mit einer Offensive im Trous-Tal bis zum 7. Januar 1917.

Politik
Die Mittelmächte (ohne Bulgarien) antworten auf Wilsons Friedensnote und schlagen ein sofortiges Treffen von Delegierten vor. Die britisch-französische Konferenz in London diskutiert Friedensvorschläge bis zum 28. Dezember.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 27. Dezember 1916:

Schlachtschiff 'Gaulois'
Das französische alte Schlachtschiff ‚Gaulois‘ wurde bereits 1896 fertiggestellt und war ein Vor-Dreadnought.

Seekrieg
Ägäis: Das eskortierte französische Schlachtschiff Gaulois wird durch das Küsten-U-Boot UB 47 (Steinbauer) 50 km östlich von Cerigo zwischen Kreta und dem Peloponnes versenkt.
Östliches Mittelmeer: Britisches Wasserflugzeuge des Royal Navy Air Service beschädigen die Chikaldir-Brücke der Bagdad-Bahn am Golf von Alexandretta.

Luftkrieg
Östliches Mittelmeer: Die britischen Wasserflugzeugträger Ben-my-Chree und Raven II starten 9 Flugzeuge, die mit 4 Bomben die strategisch wichtige Chikaldir-Brücke der Bagdad-Bahn, nahe am Golf von Alexandretta beschädigen. Der Transport von schwerer türkischer Artillerie nach Bagdad wird dadurch verzögert.

Westfront
Frankreich: Foch wechselt nach Senlis als ‚Militärberater der französischen Regierung‘.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 28. Dezember 1916:

Tote vor einem zertrümmerten Unterstand
Tote vor einem zertrümmerten Unterstand bei Verdun.

Westfront
Verdun: Heftiger deutscher Gegenangriff beim Mort Homme (Hügel ‚Toter Mann‘).

Geheimkrieg
Saloniki: Der serbische Oberst Dimitrievic (Codename Apis) vom Geheimbund ‚Schwarze Hand‘ wird im Hauptquartier der serbischen Dritten Armee verhaftet, wegen Planung einer Meuterei und der Ermordung des Kronprinzen.

Luftkrieg
Ostfront: Schlechtes Wetter verhindert das Unternehmen Eisernes Kreuz auf das Primärziel Petrograd. Auch die Ausweichziele (Reval, Helsinki, Oesel, Dago) können wegen schweren Vereisungen nicht erreicht werden. Das Luftschiff L 35 landet in der Nacht vom 28./29. Dezember in einem Kiefernwald bei Seemuppen und wird so schwer beschädigt, daß es nicht mehr repariert werden kann.
Westfront: Hilfe des Royal Flying Corps für die britische Artillerie, welche dadurch 25 Direkttreffer auf Gräben und Geschützstellung erzielen kann.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 29. Dezember 1916:

Feldmarschall Sir Douglas Haig
Feldmarschall Sir Douglas Haig, von 1915 bis 1918 umstrittener Befehlshaber der britischen Truppen an der Westfront.

Westfront
Somme: Haigs Bericht über die Schlacht an der Somme veröffentlicht, welcher die Operationen des BEF vom 15. Mai bis 18. November 1916 umfasst. Er unterteilt die Schlacht in vier Phasen, listet das Einbringen von 38.000 Kriegsgefangenen und die Erbeutung von 125 Geschützen auf. Haig betont, dass gut die Hälfte des deutschen Heeres gebunden und geschlagen wurde, sowie dass die britischen Truppen, von denen viele nur teilweise ausgebildete gewesen waren, alle Erwartungen übertroffen hätten.

Ostfront
Russland: STAVKA-Konferenz bis zum 31. Dezember mit dem Zaren und alle drei Front-Oberbefehlshabern. Brussilow entscheidet, im Prinzip eine 1917-Offensive durchzuführen.

Luftkrieg
Westfront: Schlechtes Wetter behindert die Flugtätigkeit bis zum 30. Dezember.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 30. Dezember 1916:

Kaiser Karl bei der Krönung zum ungarischen König
Kaiser Karl bei der Krönung zum ungarischen König in Budapest.

Heimatfronten
Ungarn: Kaiser Karl wird zum ungarischen König Karl IV. in Budapest gekrönt.
Deutschland: Das Kriegsministerium wandelt 16 Kavallerieregimenter zu Infanterie-Einheiten um.
Russland: Der Zar sagt dem britischen Botschafter, dass ‚Im Falle der Revolution kann nur auf einen kleinen Teil der Armee gezählt werden, um die Dynastie zu verteidigen.‘

Politik
DIE ALLIIERTEN WEISEN DIE DEUTSCHE FRIEDENS-NOTE ZURÜCK, als ‚leer und unaufrichtig‘. Anglo-chinesischer Vertrag über Arbeitskräfte für die Westfront.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 31. Dezember 1916:

Rasputin
Rasputin (1871-1916) ist ein enger Vertrauter der Zarin, aber sein Einfluss weckt die Ressentiments vieler Adliger.

Heimatfronten
Russland: Rasputin ermordet (Nacht vom 30. zum 31. Dezember).
Inzwischen wurden 14.648.000 Männer, einschließlich 47,4 % der männlichen Bauern, mobilisiert.
Österreich-Ungarn: Fast 5 Millionen Mann mobilisiert (davon 800.000 gefallen und 1 Million verwundet oder krank), aber 20 neue Divisionen wurden aufgestellt.

Westfront
106 französische, 56 britische, 6 belgische und 1 russische Division gegen 127 deutsche Divisionen (44 neue Divisionen aufgestellt in 1916).
Großbritannien: Haig wird zum Feldmarschall befördert.
Deutschland: Die deutsche Armee hat jetzt 16.000 MGs und jede Division verfügt über 48 Mörser. Im Jahr 1916 wurden 1.050 Artillerie-Batterien mit 4.200 Kanonen aufgestellt.
Frankreich: Die französische Armee verfügt jetzt über 40.000 Kraftfahrzeuge.

Seekrieg
Großbritannien: Im letzten Quartal 1916 liefen nur neutrale Schiffe mit 958.000 Tonnen (davon 723.000 Tonnen norwegischer Schiffe) in britische Häfen ein, verglichen mit 3.442.000 Tonnen von Januar bis März. Die Grand Fleet ist jetzt zumeist mit Poulsen-Lichtbogensendern ausgestattet.
Ärmelkanal: Die britische Dover-Patrol verfügt jetzt über 5 Kreuzer und 35 Zerstörer und viele kleinere Schiffe, sowie zusätzlich über 10 französischen Zerstörer unter Admiral Ronarc’h.


gehe zu Weiter zu Januar 1917.


Quellenangaben und Literatur

Der I. Weltkrieg – Eine Chronik (Ian Westwell)
Chronicle of the First World War, 2 Bände (Randal Gray)


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