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01-1917, Januar 1917


Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für Januar 1917.

U-Boot übernimmt Munition
Nachschub auf See – ein U-Boot übernimmt Munition.

Konferenz der Alliierten in Rom – Deutscher Kronrat in Pless unterstützt den unbegrenzten U-Boot-Krieg – Schlacht von Kut – Deutschland kündigt eine Zone an, in der alle Schiffe versenkt werden können und erklärt den uneingeschränkten U-Boot-Krieg.

Januar 1917

Seiteninhalt:


zurück Zurück zu Dezember 1916.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 1. Januar 1917:

'HMS Glorious'
‚HMS Glorious‘ vom britischen ‚Kriegsnotbauprogramm‘, gedacht für Einsätze in der Ostsee. Die Schiffe trugen zwei Flugzeuge auf Katapulten auf den Hauptartillerie-Türmen.

Seekrieg
Nordsee: Im Januar treten die leichten Schlachtkreuzer Courageous und Glorious zur Grand Fleet.
Im Januar wird HMS Muskerry, der weltweit erste Flotten-Minensucher, in Dienst gestellt. 19 Schwesternschiffe folgen bis August 1917.
Beatty schlägt ein 260 km langes Minenfeld mit 80.000 Minen (allerdings nur 1.100 auf Lager) vor, um die Helgoland-Bucht abzuriegeln. Dies wird offiziell am 23. Januar bekannt gegeben.
Östliches Mittelmeer: Der nach ​​Ägypten laufende britische Truppentransporter Ivernia wird durch das Küsten-U-Boot UB 47 vor Kap Matapan versenkt, wobei 120 Menschen ums Leben kommen.
Karibik: Während des Januar Manöver der US-Atlantik-Flotte, welche bis April andauern.

Luftkrieg
Westfront: Nachdem im Januar bei seinem Albatros D III im Luftkampf der untere Flügel wegbricht, wechselt Richthofen vorübergehend zu einem konventionellen Halberstadt-Jäger. Trotz Modifikationen treten weitere Flügelbrüche bei den Albatros D III und Albatros D V/Va auf.
Die 53. Squadron mit BE2 kommt in Frankreich an. Squadron Nr. 43 mit Sopwith-Zweisitzern am 17. Januar und Squadron Nr. 35 mit Armstrong-Whitworths am 24. Januar.
Saloniki: Hauptmann G. Murlis Green von der 17. Squadron zwingt 2 Albatros-Zweisitzer zu Notlandungen hinter den britischen Linien.

Geheimkrieg
Saloniki: Leutnant W.S. Scott von der 17. Squadron des Royal Flying Corps landet den zweiten Agenten hinter den bulgarischen Linien (den ersten am 17. Dezember 1916).

Heimatfronten
Großbritannien: Einzelhandel-Lebensmittel-Preis um 3% auf 87% angestiegen.
Während des Januars wird die Wheeldon-Familie verhaftet, für einen geplanten Anschlag auf den Premierminister, welcher auf einem Golfkurs mit einem Giftpfeil aus einem Luftgewehr ermordet werden sollte (verurteilt in Derby am 31. Januar, Haftstrafe ab März 1917).
Offizieller Film Battle of the Ancre and the Advance of the Tanks veröffentlicht.
Bahnpreise um 50% angehoben.
Osmanisches Reich: Nationale Kredit-Bank gegründet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 2. Januar 1917:

Lawrence von Arabien
T.E. Lawrence, der sagenumwobene ‚Lawrence von Arabien‘.

Naher Osten
Arabien: Lawrence und 35 Kamel-Reiter führen einen Überfall auf das türkische Lager südöstlich von Yanbo durch. Feisals 10.400 Mann, 4 Kanonen und 10 MGs marschieren am 3. Januar zu den Owais-Brunnen, 25 km nördlich von Yanbo, um von dort mit einem Marsch über 300 km auf Wejh zu beginnen.

Westfront
Großbritannien: Haig erteilt Befehle für eine Arras-Offensive am 8. April.
Lothringen: Mudra (von der Ostfront kommend) übernimmt vom General d’Elsa (im Kommando seit dem 15. April 1916) die deutsche Armeeabteilung A (bis zum 18. Juni 1918).

Ostfront
Galizien: Ein Angriff der Südarmee in der Nähe von Zloczow wird zurückgeschlagen.
Dobrudscha: Mackensens bulgarische Truppen nehmen Macin und Jijila.
Baltikum: General Scholtz übernimmt die 8. Armee (bis zum 22. April) von Mudra (Befehlshaber seit dem 22. Oktober 1916). General Hutier ersetzt Scholtz im Befehl der Armeeabteilung D.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 3. Januar 1917:

 südafrikanische Maschinengewehr-Abteilung
Eine südafrikanische Maschinengewehr-Abteilung in Ostafrika.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Das Gefecht von Beho-Beho bis zum 4. Januar lässt den deutschen Rückzug fortsetzen, aber Großwildjäger Hauptmann Selous, ausgezeichnet mit dem Distinguished Service Order (Orden für hervorragenden Dienst) fällt im Alter von 65 Jahren am 4. Januar.
Die südafrikanische Vorhut von Beves überquert den Fluss Rufiji in vier Berthon-Booten.

Ostfront
Baltikum: Deutsche Truppen nehmen die Dwina-Insel bei Glandau nordwestlich von Daugavpils (Dünaburg), aber die Russen gewinnen sie am 8. Januar zurück.
Bukowina: Der Angriff des russischen Generals Lechitski ist erfolgreich beim Berg Botosul, 2.218 deutsche Kriegsgefangene werden zwischen Kimpolung und Jakobeny am 27. und 30. Januar eingebracht und drei deutsche Nachtangriffe scheitern am 31. Januar.
Rumänien: Die Kosaken-Division verlässt das rumänische III. Korps zu dem russischen Korps und hinterlässt eine Lücke in der Front, welche Falkenhayn am 6. Januar ausnutzt.

Heimatfronten
Russland: Die Zaren-Familie begräbt Rasputin bei Zarskos Salo in der Nacht. Seine Mörder werden am 6. Januar verbannt.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 4. Januar 1917:

US-Präsident Wilson hält einen Baseball bei einem World Series Match
US-Präsident Wilson hält einen Baseball bei einem World Series Match. Er spielte eine Rolle in dem Schicksal des Krieges, welche unvergleichlich direkter und persönlicher als durch jede andere Person war.

Neutrale
USA: Wilson-Rede ‚Es wird keinen Krieg geben … es wäre ein Verbrechen gegen die Zivilisation für uns, mitzumachen‘.

Westfront
Frankreich: Nivelle besucht und beeindruckt König Albert von Belgien, sagt zu ihm: ‚Wir müssen in den ersten beiden Tagen der Offensive unsere Ziele erreichen.‘ Nivelle bildet auch eine Generalstabs-Abteilung 4e, um alle Logistik-Fragen auf Armee-Ebene zu bearbeiten.

Ostfront
Rumänien: Mackensen nimmt Gurgueti und Romanul, bricht in den Braila-Brückenkopf ein, den die Russen dann evakuieren. Falkenhayn beginnt die Schlacht von der Putna bis zum 8. Januar.

Seekrieg
Östliches Mittelmeer: Der russische Vor-Dreadnought Peresviet sinkt auf einer von einem U-Boot (vermutlich U 73) gelegten Mine vor Port Said. Das Schiff ist eine Kriegsbeute aus dem Russisch-Japanischen Krieg, welche zurückgekauft wurde und auf dem Rückweg von Japan ist.

Politik
London und Berlin vereinbaren, alle internierten Zivilisten über 45 Jahre auszutauschen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 5. Januar 1917:

General Cadorna
General Cadorna, der die italienische Armee befehligte.

Südfronten
Konferenz der Alliierten in Rom (bis zum 7. Januar): Fünfte Tagung der alliierten militärischen und politischen Führer. Cadorna fordert 8 Divisionen und 300 schwere Geschütze (später dann 10 Divisionen und 400 Geschütze), um Laibach und Triest zu erobern und damit Österreich-Ungarn aus dem Krieg zu werfen. Die Anglo-Franzosen sind nur bereit, die Waffen bis April zu verleihen, da sie dann mit ihrer Offensive an der Westfront beginnen wollen. Allerdings ist dies der erste Monat, in dem eine italienische Großoffensive möglich wäre. In der Konferenz wird auch die Frage der Verbesserungen der Verbindungslinien nach Saloniki über Süditalien behandelt.
Saloniki: Sarrail und Milne nehmen an der Konferenz von Rom teil, aber die Italiener lehnen ab, die Verbände dort zu verstärken, obwohl Ersterer Lloyd George beeindruckt. General Sir H. Wilson übernimmt vorübergehend den Befehl über die Saloniki-Armee vom 3. bis 10. Januar. Die britische 65. Brigade überfällt das Dorf Akinjali, kann aber nur 4 Kriegsgefangene einbringen.

Ostfront
Baltikum – Schlacht an der Aa (bis zum 3. Februar): Überraschende Offensive der russischen Zwölften Armee (Radko) mit 2 lettischen Brigaden (3 weitere Regimenter weigern sich anzugreifen, 94 Soldaten werden hingerichtet), ohne vorbereitendes Artilleriefeuer zwischen dem See Babit und den Tirul-Sümpfen, westlich von Riga. Die Offensive gewinnt 6,5 km und 8.000 Kriegsgefangene und 36 Kanonen bis zum 11. Januar, trotz deutscher Gegenangriffe vom 11. bis 13. Januar.

Seekrieg
Biskaya: Ein französischer Dampfer entkommt zweimal, um dann doch nach einer 15-stündigen Verfolgung bis zum 6. Januar während einer Patrouillenfahrt von U 48 eingefangen zu werden, welches auf dieser Fahrt insgesamt 11 Schiffe mit 27.000 Tonnen versenkt.
Schwarzes Meer: 4 russische Pre-Dreadnoughts, 1 Kreuzer und 3 Zerstörer versenken 39 türkische Segelschiffe vor Anatolien (bis zum 9. Januar).


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 6. Januar 1917:

'Valerian' von den Flower-Klassen
‚Valerian‘ von den Flower-Klassen (insgesamt 56 Schiffe gebaut).

Seekrieg
Großbritannien: Die Royal Navy bestellt 6 Anchusa-Schaluppen der ‚Flower‘-Klasse zum Konvoi-Geleitdienst für Juni und September (2 weitere am 13. Januar sowie am 20. und 21. Februar die restlichen), welche von Juni 1917 bis Juni 1918 in Dienst gestellt werden.

Westfront
Das französische Oberste Hauptquartier wird von Chantilly nach Beauvais verlegt. General Rucquoi wird Nachfolger des verstorbenen Wielemans als belgischer Generalstabschef.

Ostfront
Dobrudscha: Von russischen und rumänischen Truppen gesäubert, nach Sacharows Niederlage bei Vacareni.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 7. Januar 1917:

Offiziere der 'King's African Rifles'
Offiziere der ‚King’s African Rifles‘ im Feld.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Gefecht am Fort Kibala (bis zum 9. Januar): Die KAR (Kings African Rifles) erobern sechs Hügel, während Lettow-Vorbeck die Belagerung aufhebt.

Naher Osten
Mesopotamien: Maudes Ablenkungsmanöver beginnt mit dem Beschuss von Hai und Sannaiyat und die britische 7. Division führt Grabenüberfälle durch.

Geheimkrieg
Arabien: Das britische ‚Arabische Büro‘ berichtet über die Mission von Baron Oppenheim in Medina.

Heimatfronten
Deutschland: Der Kronrat in Pless unterstützt den unbegrenzten U-Boot-Krieg. Der Chef des kaiserlichen Zivilkabinetts notiert in sein Tagebuch: ‚Finis Germania‘.
Rumänien: Der Kriegsorden ‚Michael der Brave‘ (in 3 Klassen) wird eingeführt.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 8. Januar 1917:

U-Boote, des Kaisers letzte Hoffnung.
U-Boote, des Kaisers letzte Hoffnung.

Politik
Deutschland: Müllers Tagebucheintrag ‚Die allgemeine Kriegssituation erfordert unsere ultimative Waffe‘ (den unbegrenzten U-Boot-Krieg). Der Kaiser befiehlt diesen der Marine am 9. Januar.
Griechenland: Alliiertes Ultimatum an die Regierung verlangt die Annahme der Bedingungen vom 31. Dezember 1916. Griechenland akzeptiert am 10. Januar.

Ostfront
Rumänien: Falkenhayn erobert Focsani zusammen mit 5.500 Kriegsgefangenen und überquert den Fluss Putna nördlich und südöstlich davon am 9. Januar, nur um am 10. Januar abgeschlagen zu werden.

Naher Osten
Mesopotamien: Khalil Pascha verlegt das Hauptquartier der 6. Armee von Bagdad nach 35 km westlich von Kut, weigert sich aber, das Südufer zu räumen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 9. Januar 1917:

Britische Haubitze auf der Sinai-Halbinsel im Einsatz
Britische Haubitze auf der Sinai-Halbinsel im Einsatz gegen türkische Truppen.

Naher Osten
Mesopotamien – Schlacht von Kut (bis zum 24. Februar): Die 3. indische Division (700 Verluste) mit 70 Geschützen erstürmt die türkischen Stellungen in Khadairi Bend und hält sie gegen Gegenangriffe.
Sinai – Gefecht von Rafa: Chetwodes Wüstenkolonne (486 Verluste) erstürmt die türkischen Grenzverteidigungsstellungen. Die türkischen Verluste belaufen sich auf 1.635 Kriegsgefangene und 4 Kanonen. Ägypten ist jetzt von türkischen Truppen gesäubert und 8 britische Tank Mark I treffen in Alexandria ein.

Seekrieg
Deutschland: Nach einem Kriegsrat bei Pless wird endgültig ein kaiserlicher Befehl erlassen: ‚Ich befehle, den UNBEGRENZTEN U-BOOT-KRIEG MIT VOLLER KRAFT AM 1. FEBRUAR ZU BEGINNEN.‘ Reichskanzler Bethmann sagt: ‚Der U-Boot-Krieg ist unser letzter Trumpf‘. Die Entscheidung wird von Österreich-Ungarn am 20. Januar gebilligt.
Zentrales Mittelmeer: Das britische Schlachtschiff Cornwallis (13 Menschenleben verloren) sinkt durch 3 Torpedos von U 32 (Hartwig) 160 km südöstlich von Malta.
Ostatlantik: Der Handelszerstörer Seeadler versenkt sein erstes Opfer sowie ein anderes britisches Schiff am 10. Januar südlich der Azoren.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 10. Januar 1917:

brititische Punch-Karrikatur über Präsident Wilson
Eine britische ‚Punch‘-Karikatur: ‚Heil Columba ! Präsident Wilson zum Amerikanischen Adler: Bah ! Was für eine Taube habe ich aus dir gemacht !‘

Politik
USA: Die Alliierten antworten auf Wilsons Friedensnote mit einer besonderen Botschaft aus Belgien.
Der deutsche Generalkonsul in San Francisco und 4 Angestellte werden der Verschwörung schuldig gesprochen, mit Waffen beladene Schiffe zerstören zu wollen. Bernstorff schickt Zimmermann ein Telegramm, daß der Krieg unvermeidlich wird, wenn den U-Booten freie Hand gewährt wird.

Westfront
Somme: Ein britischer Angriff nimmt Schützengräben auf einer Breite von 1,25 km nordöstlich von Beaumont Hamel. Operationen der britischen Fünften Armee am Fluss Ancre bis zum 13. März unter Teilnahme des ANZAC– und 3 weiterer Korps (insgesamt 11 Divisionen).

Seekrieg
Ärmelkanal: Der erste englisch-französische Kohlenschiff-Konvoi läuft aus (bis zu 45 Kohlenschiffe mit 3 oder 4 bewaffneten Trawlern als Eskorte). Nur 5 von 2.600 Transporten gehen bis zum 30. April verloren.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 11. Januar 1917:

Indische Soldaten mit Lewis-MG
Indische Soldaten mit Lewis-MG bei der Luftabwehr im Nahen Osten.

Naher Osten
Mesopotamien: Die türkische 45. Division bricht durch die britische Linie (über 650 Mann Verluste), wird aber allmählich zum Südufer des Tigris bis zur Nacht vom 18./19. Januar gedrängt. Britische Kavallerie besetzt die Stadt Hai, wird aber von den Einwohnern angegriffen, sodass sie am 14. Januar wieder abzieht.
Sinai: Das Kriegskabinett schickt Murray ein Telegramm, alle größeren Operationen in Palästina bis später im Jahr zu verschieben.
Arabien: König Hussein lehnt letztendlich britische Truppen ab.

Seekrieg
Östliches Mittelmeer: Der ​​Wasserflugzeugträger HMS Ben-my-Chree sinkt im Hafen von Kastelorizo ​​durch Artilleriefeuer türkischer Geschütze aus Südwest-Kleinasien (verstärkter Beschuss des französischen Inselstützpunktes am 27. Februar).
Die Briten führen ein Dezentralisierungs- und Küstenschifffahrt-System im östlichen Mittelmeer ein, in dem Versuch, die Schiffsverluste zu reduzieren, was zu Auseinandersetzungen mit den Franzosen führt.

Politik
Deutschland: Türkisch-Deutscher Siedlungsvertrag in Berlin unterzeichnet. Eine österreich-ungarische-deutsche Note an die neutralen Staaten und den Vatikan weist jegliche Schuld für die Fortsetzung des Krieges zurück.
Montenegro: Zweiter Vorschlag zur Vereinigung mit Serbien. General Martinovic folgt Radovic als Premierminister nach.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 12. Januar 1917:

türkischer Soldat auf Wache an der Ostfront
Ein türkischer Soldat auf Wache an der Ostfront. Er trägt den riesigen zotteligen Pelzmantel, der von ostanatolischen Bauern seit mindestens dem 6. Jahrhundert verwendet wird, sowie große Pelzüberstiefel.

Ostfront
Rumänien: Mackensens türkische Truppen nehmen Mihalea am Fluss Sereth nordwestlich von Braila, dann nehmen seine Truppen am 14. Januar Vadeni 16 km nordwestlich davon, werden aber am 16. Januar wieder vertrieben.

Naher Osten
Jemen: 5 britische Schiffe landen eine Truppe bei Salif an, erobern nach einem dreistündigen Gefecht die britischen Steinsalzwerke zurück und nehmen 100 türkische Soldaten gefangen. Großbritannien erkennt die Farson-Insel als Gebiet der Idrisi am 22. Januar an.

Politik
Österreich-Ungarn: Graf Czernin sagt vor dem gemeinsamen Ministerrat, dass ein Kompromiss-Frieden gefunden werden muss.
Italien: Die Alliierten verpflichten sich in einer Note auf ihrer Konferenz in Rom dazu, die Befreiung der habsburgischen Völkerschaften zu erreichen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 13. Januar 1917:

 rumänischer Soldat mit M1915 Gasmaske
Ein rumänischer Soldat, der eine zerrissene und improvisierte Ausrüstung trägt, die für eine Armee typisch ist, die schwere Niederlagen erlitten hat. Er hat eine rumänische M1915 Gasmaske – eine graue Wollhaube, mit Natriumthiosulfat imprägniert.

Ostfront
Rumänien – Schlacht von Pralea (bis zum 18. Januar): Die rumänischen Truppen halten das Susitza-Tal.

Naher Osten
Arabien: Abdullas 5.000 Araber überfallen einen türkischen Konvoi mit dem Ziel Mekka und erbeuten viel Gold. Am 19. Januar erreichen sie Wadi Ais, 80 km nordwestlich von Medina.

Politik
Rumänien: Die US- und niederländischen Botschafter verlassen das Land.

Neutrale
USA: Trotzki kommt per Schiff in New York an.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 14. Januar 1917:

Q-Schiffe
Q-Schiffe tarnen sich als unbewaffnete Handelsschiffe und feuern mit ihren verborgenen Waffen auf unvorsichtige U-Boote.

Seekrieg
Ärmelkanal: Das Q-Schiff (U-Boot-Falle) Penshurst zerstört ein zweites Unterseeboot, das Küsten-U-Boot UB 37.
Nordsee: Beatty zieht die Grand Fleet für breite Durchkämmung-Manöver und Übungen – vor allem im Nachtschießen – zusammen.

Ostfront
Die russische Armee ist jetzt 6.900.000 Mann stark.
Rumänien: Falkenhayn wird nordöstlich von Focsani vom 13. bis 14. Januar abgeschlagen, nimmt aber Nanesti am 19. Januar und Fundeni am 20. Januar.

Besetzte Gebiete
Polen: Der vorläufige Staatsrat tritt zum ersten Mal zusammen. Prinz Niemoyovski wird von Kaiser Wilhelm II. zum Regenten ernannt.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 15. Januar 1917:

General Nivelle
General Nivelle. Es war zu hoffen, dass seine aggressive Art die Sackgasse an der Westfront beenden würde.

Westfront
Großbritannien: Der neue Oberbefehlshaber der französischen Armeen an der Westfront, Nivelle, hält sich in London bis zum 16. Januar auf, um seine Pläne vorzustellen. Er gewinnt die Unterstützung des britischen Kriegskabinetts, trotz Bedenken des War Office.

Ostfront
Russland: Die Panzerwagen-Einheit der britischen Royal Navy erhält 46 russische Auszeichnungen.

Politik
Italien: Die Regierung unterzeichnet die anglofranzösische Marine-Konvention von 1914.
Großbritannien: Das britische Kriegskabinett berät sich mit Haig und Nivelle bis zum 16. Januar.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 16. Januar 1917:

Manfred von Richthofen
Manfred von Richthofen mit dem Pour le Merite.

Luftkrieg
Westfront: Richthofen wird mit dem Pour le Merite ausgezeichnet.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Das britische NRFF nimmt die Malawis-Brücke über den Fluss Ruhudje. Die Kilwa Force nimmt Mohoro und erbeutet ein Geschütz der Königsberg.
Tripolitanien: General Latinis 5 Bataillone besiegen bis zum 17. Januar die Senussi bei Zuara.

Heimatfronten
Deutschland: Der Prototyp des Panzers A7V wird bestellt.
Italien: Lebensmittelkommission eingesetzt.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 17. Januar 1917:

MG mit Munition auf eine Motorradkombination
Soldaten der britischen Artillerie laden ein Lewis-MG mit Munition auf eine Motorradkombination.

Westfront
Somme: Britische Truppen nehmen deutsche Posten auf einem 550 Meter breiten Frontabschnitt nördlich von Beaucourt-sur-Ancre und wehren vier Gegenangriffe bis zum 4. Februar ab.

Ostfront
Österreich-Ungarn: Kaiser Karl verlegt trotz der Proteste von Generalstabschef Conrad von Hötzendorf das österreich-ungarische Oberste Hauptquartier von Teschen nach Baden bei Wien.

Geheimkrieg
Großbritannien: Der Room 40 der britischen Royal Navy kann Zimmermanns Telegramm teilweise dechiffrieren – zwei Tage bevor es Bernstorff in Washington erhält.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 18. Januar 1917:

britische Zerstörer 'Jackal'
Der britische Zerstörer ‚Jackal‘, welcher wie ‚Ferret‘ zur I-Klasse von 1911 gehört.

Seekrieg
Ärmelkanal: UC 18 torpediert den britischen Zerstörer Ferret, welcher den Treffer schwer beschädigt übersteht und noch zum Minenleger umgebaut werden kann.
Südatlantik: Der Handelszerstörer Wolf legt 29 Minen vor Kap Agulhas in Südafrika. 2 Schiffe sinken und nur 7 Minen werden während des Jahres 1917 geräumt.
Schwarzes Meer: Das russische U-Boot Nervel versenkt einen 3000-Tonnen-Dampfer. 440 Minen werden den Minenfeldern vor dem Bosporus hinzugefügt.

Südfronten
Griechenland: Der britische Militär-Attaché und der Chef-Kontroll-Offizier melden, dass 8.948 griechische Soldaten, 3.132 Lasttiere, 78 Geschütze und 62 MGs auf den Peloponnes im vergangenen Monat zurück überführt wurden.

Mittlerer Osten
Arabien: Feisal beginnt mit seinem endgültigen Marsch auf Wejh.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 19. Januar 1917:

englische Munitionsfabrik
So sah es in einer englischen Munitionsfabrik aus.

Heimatfronten
Großbritannien: Explosion der Munitionsfabrik von Silvertown (Ost-London), wobei 69 Menschen getötet und 400 verletzt werden. Die Explosion ist bis nach Salisbury (Wilts.) zu hören.

Naher Osten
Mesopotamien: Die 3. indische Division hat Khadalri Bend (am Südufer des Tigris unterhalb von Kut) gesäubert – für 1.639 Mann Verluste seit dem 9. Januar.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 20. Januar 1917:

Zwei Offiziere inspizieren südafrikanische Infanterie
Zwei Offiziere inspizieren südafrikanische Infanterie in voller Marschausrüstung.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Hoskins wird Nachfolger von Smuts als britischer Oberbefehlshaber. Die Haupt- und Kilwa-Streitkräfte stehen nur 65 km voneinander entfernt. Hoskins fliegt von Kilwa zum Hauptquartier in einer BE2c. Nur 15.000 einsatzbereite Truppen gegen 8.400 Deutsche mit 20 Geschützen und 73 MGs verfügbar. Smuts schifft sich in Dar-es-Salaam nach London ein.

Ostfront
Rumänien: Die Deutschen entscheiden sich dafür, die Offensive am Fluss Sereth anzuhalten.

Seekrieg
Östliches Mittelmeer: Der nach Saloniki laufende französische Transporter Admiral Magon (5.566 Tonnen) wird durch U 39 versenkt (Forstmann).


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 21. Januar 1917:

 'Wir Barbaren !'
‚Wir Barbaren !‘: mit diesem Plakat wurde dem anglofranzösischen Vorwurf begegnet, die Deutschen seien Barbaren.

Westfront
Verdun: Französische Truppen wehren Angriffe nördlich von Bois de Caurieres ab.

Naher Osten
Persien: Ali Ihsan befiehlt, Truppen nach Bagdad zu verlegen. Das türkische 44. Regiment rückt aus Kermanshah ab.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 22. Januar 1917:

Castelnau
Der französische General Castelnau.

Westfront
Frankreich: Foch übernimmt vorübergehende die Führung der östlichen Armee-Gruppe (bis zum 26. März) für Castelnau, welcher auf einer alliierten Mission nach Russland ist.
Fochs Generalstabschef geht nach Bern für geheime Gespräche mit dem Schweizer Generalstab, um Gegenmaßnahmen gegen jede deutsche Invasion der Schweiz zu besprechen.

Ostfront
Dobrudscha: 2 bulgarische Bataillone überqueren den Südarm der Donau in der Nähe von Tulcea, wurden aber am 23. Januar zurückgeworfen und verlieren alleine 337 Mann an Kriegsgefangenen.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: 150 deutsche Soldaten wehren 125 Mann der Kings African Rifles aus Mpotora westlich von Kilwa ab.

Luftkrieg
Ostfront: Luftschiff LZ97 bombardiert Kischinjow in Rumänien.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 23. Januar 1917:

Vor-Dreadnought 'Lord Nelson'
Der 16.500-Tonnen Vor-Dreadnought ‚Lord Nelson‘, fertiggestellt 1904.

Seekrieg
Großbritannien: Die alliierte Marine-Konferenz in London (bis zum 24. Januar) wird durch Lloyd George eröffnet, welcher ihre Bedeutung betont und an die Geschlossenheit appelliert. Es wird vereinbart, 4 alte britische Schlachtschiffe aus dem Mittelmeer und vom Adria-Geschwader abzuziehen, um deren Besatzungen auf kleineren Schiffen einzusetzen. So verbleiben nur HMS Lord Nelson und HMS Agamemnon im östlichen Mittelmeerraum.
Ein englisch-französischer Kompromiss legt verteilte und feste Schifffahrtsrouten im Mittelmeerraum fest, welche beide bis zur nächsten Konferenz ausprobiert werden sollen.
Ein britischer Befehlshaber soll die Otranto-Sperre unter einem italienischen Oberbefehlshaber leiten.
Nordsee: Die durch Room 40 vorgewarnte Harwich Force (3 Kreuzer und 14 Zerstörer) bekämpft die deutsche 6. Torpedoboot-Flottille (8 Schiffe) und beschädigt die Zerstörer G41 und S50 in einem wenige Stunden andauernden Gefecht in eisigem Wetter. Allerdings wird der britische Zerstörer Simoon durch einen Torpedo von S50 versenkt. Der deutsche Flottillen-Führer V69 muss beschädigt in Ymuiden (Holland) einlaufen, wird von den Holländern aber nicht interniert.

Ostfront
Baltikum: Die Gegenoffensive der deutschen Achten Armee gewinnt den größten Teil des verlorenen Geländes zwischen dem Babit-See und den Tirul-Sümpfen bis zum 25. Januar zurück, wobei 900 Kriegsgefangene (30. Januar) eingebracht werden.

Luftkrieg
Deutschland: 10 Sopwith des Royal Navy Air Service bombardieren den Hochofen Burbach bei Saarbrücken (ein weiterer Angriff im Februar und zweimal im März wiederholt).
Westfront: Das französische Jagdflieger-Ass Guynemer zerstört 5 deutsche Flugzeuge (bis zum 26. Januar).


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 24. Januar 1917:

T.E. Lawrence in arabischer Kleidung
T.E. Lawrence in arabischer Kleidung.

Naher Osten
Arabien: 400 reguläre Truppen Feisals, zusammen mit 200 Matrosen von 3 britischen Schiffen, erobern Wejh gegen 200 Türken (bis zum 25. Januar), als Feisal und Lawrence (in Kairo am 28. Januar) auf dem Landweg sich nähern.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Major Gragewerts 289 deutsche Truppen kapitulieren bei Likuju im Süden. Major Otto mit 600 Soldaten (46 Verluste) schlägt nigerianische Truppen (64 Verluste) bei Ngwembe (bis zum 25. Januar), südlich vom Fluss Rufiji.

Heimatfronten
Deutschland: Ein Eisenbahnchaos im Winterfrost verhindert jeden zusätzlichen Verkehr bis zum 5. Februar, trotz mobiler Entlade-Teams.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 25. Januar 1917:

Kameltransport der türkischen Armee
Kameltransport der türkischen Armee in Mesopotamien. Kein Lasttier war in der Wüste so effektiv wie ein einhöckriges Dromedar oder das arabische Kamel.

Mittlerer Osten
Mesopotamien: Maude attackiert den Frontvorsprung südwestlich von Kut auf einem 1,5 km breiten Abschnitt mit der 13. Division und 114 Kanonen. Nur die Hälfte der Gräben kann gegen Gegenangriffe gehalten werden und es gibt 1.135 Verluste, darunter 3 Bataillonskommandeure (2 Victoria Cross).

Westfront
Verdun: Deutscher Erfolg bei Hügel 304, wo ein 1,5 km langer Abschnitt französischer Gräben erstürmt wird; aber die Franzosen können den Großteil davon wieder am 26. Januar zurückerobern.

Seekrieg
Atlantik: Das bewaffnete Passagierschiff Laurentic der ‚White Star‘-Linie läuft vor Irland auf eine Mine, wobei 350 Menschen getötet werden. Die Gold-Ladung wird teilweise nach dem Waffenstillstand geborgen.
Nordsee: Überfall deutscher Zerstörer auf Southwold, Suffolk.
Österreich-Ungarn: Großadmiral Haus tritt gegenüber Kaiser Karl für den uneingeschränkten U-Boot-Krieg ein. Karl trifft anschließend den deutschen Admiral Holzendorff (der 42 U-Boote für das Mittelmeer verspricht) und Zimmermann.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 26. Januar 1917:

Lieder aus einer Operette
Lieder aus einer Operette, die in den Kriegsjahren in Paris aufgeführt wurde.

Naher Osten
Mesopotamien: Die 14. indische Division nimmt wieder Hai im Abschnitt auf dem Westufer zurück, aber nur geringe Fortschritte bis zum 31. Januar.

Seekrieg
Deutschland: In Pless entwerfen die österreich-ungarischen-deutschen Marinechefs eine Erklärung, in welcher das Mittelmeer zur Verbotszone für die alliierte Schifffahrt wird. Österreich-ungarische U-Boote sollen über die Adria hinaus operieren.
Arktis: Das Minenleger-U-Boot U 76 wird von russischen Trawlern gerammt und sinkt vor Hammerfest.

Heimatfronten
Kanada: National Steel Factory mit Sitz in Toronto wird gegründet.
Österreich-Ungarn: Das Ausgleichs-Abkommen mit Ungarn von 1867 wird zu dessen Gunsten für 20 Jahre verlängert.
Deutschland: Bisherige Kriegsausgaben in Höhe von 5 Milliarden Britischen Pfund.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 27. Januar 1917:

U-Boot übernimmt Munition
Nachschub auf See – ein U-Boot übernimmt Munition.

Seekrieg
Deutschland: U-Boot-Führer Bauer befiehlt seinen Kommandanten ‚… Ziel des uneingeschränkten U-Boot-Kriegs ist es, England zu zwingen, Frieden zu machen und damit den gesamten Krieg zu entscheiden. Kraftvolles Handeln ist erforderlich und vor allem die Schnelligkeit der Aktion … verbrauchen Sie nur einen Torpedo für jedes gestoppte Schiff … ‚. Die Fahrt durch die Straße von Dover wird jetzt obligatorisch, um die Zeit im Operationsgebiet zu maximieren.

Westfront
Somme: Britische Truppen nehmen deutsche Stellungen in der Nähe von Le Transloy und nehmen die 350 Mann starke Besatzung gefangen.

Politik
Japan: Die Regierung fordert Großbritannien auf, die Übernahme der deutschen Rechte in China durch Japan zu billigen, was am 16. Februar geschieht.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 28. Januar 1917:

Mobile Feldküche
Mobile Feldküche für deutsche Soldaten an der Westfront (Foto eines Verwandten des Autors).

Westfront
Somme: Starker britischer Druck während des Januar auf die Anere lässt Rupprecht nachfragen, ob er sich freiwillig auf die neue Siegried-Stellung zurückziehen soll. Die OHL legt dagegen am 29. Januar ein Veto ein.

Seekrieg
Schwarzes Meer: 2 russische Zerstörer versenken oder kapern 22 türkische Segelschiffe zwischen Ordu und Sinope bis zum 31. Januar.
Atlantik: U 53 versenkt den spanischen Frachter Nueva Montana mit Erz für Newcastle vor Ushant und ein ähnliches Schiff am 29. Januar.

Geheimkrieg
Großbritannien: Room 40 der Royal Navy fängt Bernstorffs zweiten Protest gegen den unbegrenzten U-Boot-Krieg ab.

Neutrale
Mexiko: US-General Pershing wird mit seinen Truppen nach Hause zurückgerufen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 29. Januar 1917:

 'K'-Klasse Unterseeboot
Die ‚K‘-Klasse wurde als Flotten-U-Boote konstruiert, die mit 24 Knoten aufgetaucht laufen konnten. Keine verfügbaren Diesel waren stark genug, so wurden Dampfturbinen verwendet, zusammen mit einem Diesel, um den Generator zu betreiben. Über ein Drittel des Rumpfes wurde für diese Antriebsmaschinen verwendet.

Seekrieg
Großbritannien: Das englische U-Boot K13 sinkt bei einer Probefahrt der Werksabnahme im Clyde; 47 Mann der Besatzung können nach 57 Stunden gerettet werden.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: 160 Soldaten der Kings African Rifles belagern Fort Utete am Fluss Rufiji, aus dem die etwa 200 deutschen Soldaten in der regnerischen Nacht vom 30./31. Januar fliehen können und ihren Verfolgern am 2. Februar schwere Verluste zufügen.

Politik
Russland: Die alliierte Delegation aus Lord Milner und den Generälen Wilson und Castelnau trifft in Petrograd ein, wo sie bis zum 21. Februar verbleiben.

Neutrale
Schweiz: Prinz Sixtus von Bourbon empfängt den Friedensbrief von Kaiser Karl von seiner Mutter (sowie einen Brief von Kaiserin Zita).


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 30. Januar 1917:

Der große Häuptling 'Alte Schlange' gibt einen Kriegsschrei heraus:
Der große Häuptling ‚Alte Schlange‘ gibt einen Kriegsschrei heraus: Die Deutschen fühlten, dass US-Präsident Wilson Berlin bedrohte.

Politik
Deutschland: Die Regierung antwortet auf die Nachricht von Wilson vom 22. Januar 1917 und ‚wird ihr Bestes tun, um die Interessen der USA zu schützen.‘

Westfront
Lothringen: Vernichtender französischer Grabenüberfall südlich von Leintrey, welcher bis in die zweite Linie eindringt und Kriegsgefangene einbringt.

Luftkrieg
Ostfront: Das Luftschiff LZ 98 greift Petrograd an.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 31. Januar 1917:

U-Boote heraus
Deutsches Plakat für die neue Maßnahme: ‚U-Boote heraus !‘

Seekrieg
Deutschland: Die Regierung teilt der US-Regierung mit, dass ’sie kein Mittel unversucht lassen wird [den unbeschränkten U-Boot-Krieg], das Kriegsende zu beschleunigen. Da die Alliierten den Versuch Deutschlands, einen Verständnis-Frieden durch Verhandlungen zu erreichen, abgelehnt haben, muss die Reichsdeutsche Regierung daher die selbst auferlegten Beschränkungen … fallen lassen.‘
Deutschland kündigt eine Zone an, in der alle Schiffe versenkt werden können. Diese verläuft von Terschelling (Holland) nach Norden bis Udsive (Norwegen), dann nach Nordwesten bis zu den Färöer-Inseln und nach Süden den 20. Längengrad 580 km westlich von Irland zum Kap Finstere. Die Zone umfasst auch das gesamte Mittelmeer, mit Ausnahme der Balearen und des Seegebietes östlich von Gibraltar so weit wie Spaniens Küsten reichen. Eine 33 km breite Fahrrinne bleibt für Schiffe in Richtung Griechenland bis zum 11. Januar 1918 geöffnet. Archangelsk wird im März 1917 der Sperrzone hinzugefügt. Scheers Tagesbefehl besagt, dass die gesamte Marine die U-Boote zu unterstützen hat.
Im Januar haben U-Boote 180 Schiffe (51 britische, 63 alliierte und 66 Neutrale – einschließlich 34 aus Norwegen) mit zusammen 328.391 Tonnen versenkt (davon 109.954 Tonnen britische), 2 U-Boote gingen verloren. Die Verluste durch die U-Boote im Mittelmeer belief sich auf 75.541 Tonnen.

Politik
DEUTSCHLAND ERKLÄRT DEN UNBESCHRÄNKTEN U-BOOT-KRIEG und kündigt an, auch die über den Ärmelkanal verkehrenden Hospitalschiffe anzugreifen, da diese angeblich auch Munition nach Frankreich befördern würden. Bernstorff befiehlt die Sabotage deutscher Schiffe in den US-Häfen.

Luftkrieg
Großbritannien: Commodore Godfrey Paine wird Fünfter Seelord und Direktor des Flug-Dienstes (Nachfolger von Vize-Admiral Vaughan-Lee).
Westfront: Im Januar wurden 4 deutsche Jagdstaffeln aufgestellt, weitere 6 folgen im Februar.


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