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Küsten-U-Boot UB-Klasse


Deutsche Küsten-U-Boote mit begrenztem Operationsradius, welche ursprünglich für den Transport per Bahn zu ihrem Operationsgebiet vorgesehen waren.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und Modell.

UB-1-Klasse
Die kleine deutsche UB-1-Klasse sind Küsten-U-Boote, welche per Eisenbahn zu den vorgesehenen Operationsgebieten gebracht werden können. Sie werden entweder vor der belgischen Küste und später auch in der Adria eingesetzt.


UB-Klasse.
Typ: Küsten-U-Boote.

Küsten-U-Boot UB-Klasse

Geschichte

Die UB-Klasse waren Küsten-U-Boote, die zunächst von einer Anforderung für ein Boot mit begrenzter Leistung, welches per Eisenbahn zum Einsatzgebiet transportiert werden kann, stammten. Obwohl der Rumpf in drei Bauabschnitte unterteilt werden musste, um dies zu erreichen, war die Hauptbeschränkung der Durchmesser des Rumpfes. Aus diesem Grund bestanden die ersten 17 Boote, welche im Jahre 1915 gebaut wurden (und später der ‘UB-I’-Klasse bezeichnet wurden) aus einer einzigen Hülle, mit Tauch-, Trimm- und Treibstoff-Tanks innerhalb dieser. Sie waren außerdem auch einzeln verschraubt und hatten einen für jene frühen Tage seiner Entwicklung üblichen, unzuverlässigen Dieselmotor, was sich als mechanischer Nachteil erwies.

Die Sektionen waren rund, abgeflacht zu einer Ellipse, damit zwei 45-cm-Torpedorohre nebeneinander eingebaut werden konnten. Es gab nur Platz für zwei Ersatz-Torpedos und der Mangel an einem wirksamen Deckgeschütz war eine echte Einschränkung. Die U-Boote, welche jedoch von Brügge nach ihrer Montage in Antwerpen aus operierten, waren jedoch eine echte Plage für die Fischereiflotte vor der britischen Ostküste, welche zu jener Zeit hauptsächlich aus Segelbooten bestand.

Mehrere wurden von Pola aus in der Adria eingesetzt und eines von ihnen, UB-14 unter von Heimburg, versenkte den Truppentransporter Royal Edward in der Nähe von Kos im August 1915, mit dem Verlust von fast 1.000 Menschenleben. Im November versenkte er auch das britische U-Boot E20, welches für ein Rendezvous angehalten hatte.

Obwohl die UB-Klasse ihre vorgesehenen Erwartungen erfüllte, trat durch das Patt des Krieges zu Lande die immer größere werdende Bedeutung der Meere hervor. So wurden ihre Nachfolger der Klasse ‘UB II’ deutlich vergrößert, um mit zwei Antriebswellen mehr Leistung und Reichweite zu ermöglichen. Da kein Schienentransport mehr vorgesehen war, konnten sie Außentanks und eine Doppelhüllen-Konstruktion mit Tanks erhalten, wodurch mehr Platz in der Hülle entstand. Dies wiederum erlaubte den Einbau von zwei 50-cm-Torpedorohren nach vorne, zusammen mit 4 Reservetorpedos. Ein 5-cm-Deckgeschütz und eine Funkanlage wurden auch bei dieser Klasse eingebaut, welche aus 30 U-Booten (UB-18 bis UB-47) bestand.

Ab 1917 wurden die ersten der 85 U-Boote der ‘UB III’-Klasse (UB-48 bis UB-132) in Dienst gestellt. Verglichen mit den 263/292 Tonnen (aufgetaucht/getaucht) der ‘UB II’-Klasse waren sie mit 516/651 Tonnen groß genug, um uneingeschränkte Operationen rund um die gesamten britischen Inseln durchzuführen. Mit 5 Torpedorohren und einem 88-mm-Geschütz waren sie in ihrer Größe den früheren, ersten hochseefähigen U-Booten vergleichbar.

Acht U-Boote der ‘UB I’, 21 der ‘UB II’ und 40 Boote der ‘UB III’-Klasse gingen während des 1. Weltkrieg verloren.


Spezifikationen ‘UB I’-Klasse

Spezifikationen UB I:

UB I-KlasseSpezifikationen
Verdrängung über Wasser 129 t
Verdrängung unter Wasser 144 t
Abmessungen Länge 28,10 m
Abmessungen Breite 2,97 m
Tiefgang 2,90 m
Antrieb 1 x Diesel-Motor mit 44,7 kW (60 PS), 1 x Elektro-Motor mit 89,5 kW (120 PS)
Wellen1
Geschwindigkeit über Wasser 6,5 kn
Geschwindigkeit unter Wasser 5,5 kn
Fahrbereich über Wasser 3.000 km bei 5 kn
Fahrbereich unter Wasser 85 km bei 4 kn
Haupt-Bewaffnung 2 x 45-cm-Torpedorohre
Torpedos 4
Sekundär-Bewaffnung 1 x Maschinengewehr auf Vorderdeck
Besatzungsstärke 14
Stapellauf und IndienststellungJanuar-April 1915
Bauzeit75 Tage
Anzahl17 Boote


Weitere deutsche U-Boote

Altes Unterseeboot U-9
Altes Unterseeboot U-9

Altes Unterseeboot U-9

Geschichte im 1.Weltkrieg: U-9 erlangte spektakuläre Berühmtheit, als es am 22.9.1914 innerhalb kürzester Zeit die drei britischen Panzerkreuzer Hogue, Cressy und Aboukir versenkte. Das Boot überlebte den Krieg und wurde 1919 abgewrackt.

  • Indienststellung: 1910
  • Wasserverdrängung: 621 ts
  • Länge: 57,3 m
  • Maschinenleistung: 1000 PS = 14 kn über Wasser oder 9 kn getaucht
  • Fahrbereich: unbekannt
  • Bewaffnung: 4 x 45,7cm-Torpedorohre

  • Unterseeboot U-96
    Unterseeboot U-96

    Unterseeboot U-96

    Geschichte im 1.Weltkrieg: Die Klasse ab U-96 war das Vorbild für die deutschen U-Boote des 2.Weltkrieges. U-96 überlebte den Krieg und wurde 1920 abgewrackt.

  • Indienststellung: 1917
  • Wasserverdrängung: 1.016 ts
  • Länge: 71,8 m
  • Maschinenleistung: 2400 PS = 16,8 kn über Wasser oder 8,6 kn getaucht
  • Fahrbereich: unbekannt
  • Bewaffnung: 6 x 50cm-Torpedorohre

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