Schlachtschiffe Queen Elizabeth Klasse


Britische Schlachtschiffe der Queen Elizabeth Klasse im Ersten Weltkrieg.
Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken und Bilder.

Schlachtschiff 'Barham'
Schlachtschiff ‘Barham’ der Queen-Elizabeth-Klasse mit der britischen ‘Grand Fleet’ in Scapa Flow.

Geschichte



Eine der erfolgreichsten Klassen von Großkampfschiffen, die je gebaut wurden, sind die fünf Einheiten der Queen Elizabeth-Klasse, welche auch die ersten wirklichen schnellen Schlachtschiffe waren. Dies resultierte aus der Entscheidung, 381-mm-Kanonen statt der aktuell verwendeten britische 343-mm-Geschütze einzubauen, welche bereits von größeren Kaliber fremder Marinen übertroffen wurden. Zwar war es keine Frage, dass die gebauten Schiffe groß genug waren, um die bisherige 10-Geschütz-Hauptbatterie zu tragen, aber eine Batterie aus den 8 Kanonen mit einem Breitseitengewicht von 6.940 kg war im Vergleich zu den 6.350 kg der 10 x 343-mm-Geschützen immer noch überlegen. Der Verzicht auf die zwei zusätzlichen Geschütze bot zudem den Vorteil, dass die darunter liegenden Maschinenräume in ihrem Ausbau nicht beeinträchtigt wurden. Als Folge davon konnte die Maschinenleistung von 29.000 PS (21.625 kw) der vorhergehenden Iron Duke Klasse auf 75.000 PS (55.927 kW) gesteigert werden, was eine Geschwindigkeit von 24 Knoten trotz des größeren Rumpfs erbrachte. Mit dieser höheren Geschwindigkeit und der größeren Feuerreichweite ihrer Geschütze, konnten die Schiffe der Queen Elizabeth Klasse eine etwas geringere Panzerung ohne weiteres hinnehmen, um die erhöhten Anforderungen an die Brennstoffbunker durch die Verwendung von Ölfeuerung zu erfüllen.

Ein Nachteil war, dass viel Öl-Bunkerraum zwischen der Außenhaut und den längs liegenden ‘Torpedoschotten’ lag. Durch das Öl konnte dieser Raum nicht mehr zufriedenstellend eine mögliche Explosion absorbieren. Dazu kam, selbst wenn der Bunkerraum im wesentlichen leer war, könnte er immer noch mit explosiven Dämpfen gefüllt sein.

Die drei Einheiten, welche im Jahr 1915 fertiggestellt wurden, waren HMS Queen Elizabeth, HMS Warspite und HMS Barham, während im Jahr 1916 die beiden Einheiten HMS Valiant und HMS Malaya fertig wurden.

Die leistungsstarke 16 x 152-mm-Sekundärbatterie war nur machbar durch den hauptsächlichen Einbau in Kasematten, ein Verfahren, welches jedoch schon bei Baubeginn völlig diskreditiert war, sodass nur das Namensschiff der Klasse damit fertiggestellt wurde.

Vier Schlachtschiffe der Klasse waren bei Jütland (Seeschlacht am Skagerrak) gegenwärtig, als das homogene 5. Schlachtgeschwader, das wegen seiner Geschwindigkeit Beattys Schlachtkreuzer zugeteilt war und nicht im Hauptteil der Grand Fleet lief. Die Schiffe befanden sich heftig an einem kritischen Punkt der Schlacht im Gefecht. Insgesamt erhielten sie 27 Treffer großkalibriger Granaten und nur Valiant konnte die Schlacht unversehrt überstehen, dafür erhielt Warspite alleine jedoch 13 schwere Treffer. Die Schiffe waren jedoch in der Lage, die Treffer zu überstehen und waren im nachfolgenden Monat wieder voll einsatzfähig.
Alle Schiffe wurden zwischen den beiden Weltkriegen mehr oder weniger modernisiert und kamen auch alle im 2. Weltkrieg zum Einsatz, wo nur Barham zum Totalverlust wurde.


Bilder Schlachtschiff Queen Elizabeth


Spezifikationen Schlachtschiffe Queen Elizabeth Klasse

Schlachtschiffe Queen Elizabeth Klasse Spezifikationen:

Schlachtschiffe Queen Elizabeth KlasseSpezifikationen
Wasserverdrängung 28.690 t Konstruktionsverdrängung, 32.480 t Einsatzverdrängung
Abmessungen Länge 196,82 m
Abmessungen Breite 27,58 m
Tiefgang 9,35 m
Antrieb 24 Babock&Wilcox-Kessel und Parsons-Turbinen mit 4 Wellen"
Geschwindigkeit, 24 kn
Hauptbewaffnung, 8 x 381-mm-Geschütze
Sekundär-Bewaffnung, "14 x 152-mm-Geschütze"
Flugabwehr 2 x 76-mm-Flak
Torpedorohre4 x 553 mm
Panzergürtel 330 mm
Panzerschotten152 mm
Panzerung Barbetten254 mm
Panzerung Oberdeck44 mm
Panzerung Hauptdeck32 mm
Panzerung Mitteldeck25 mm
Panzerung Unterdeck76 mm
Besatzung950 Mann
Stapellauf Oktober 1913 (Queen Elizabeth); November 1913 (Warspite), November 1914 (Valiant), 31. Dezember 1914 (Barham), 18. März 1915 (Malaya)

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  • Deutsche Infanterie Strassenkampf

    Organisation der Formationen und Verbände der deutschen Wehrmacht vom Polenfeldzug 1939 bis zum Unternehmen Barbarossa 1941. Im März 1939 wurde zur Operationskontrolle der deutschen Streitkräfte das Oberkommando der Wehrmacht – oder kurz OKW – gegründet, dessen Chef Generaloberst Keitel war. Das Heer wurde vom Oberkommando des Heeres – kurz OKH – mit seinem Generalstab geführt. Oberbefehlshaber der Wehrmacht, also aller deutschen Streitkräfte, war Adolf Hitler. Spitzen-Organisation Das Deutsche Reich war 1939 in dreizehn geografische Wehrkreise eingeteilt, wovon jeder die Mannschaften für eine Anzahl von Divisionen und die Heimatstandorte der Regimenter stellte. Zum Zeitpunkt der Mobilisation am 26. August 1939 verfügte das deutsche Heer über 51 Divisionen: 35 Infanterie-Divisionen, 4 motorisierte Infanterie-Divisionen, 5 Panzer-Divisionen und eine Panzer-Brigade, 4 Leichte Divisionen und 3 Gebirgs-Divisionen. Siehe auch: Wehrmacht Kriegsgliederung Polen-Feldzug 1939. Nach der Mobilisation wurde dieses Friedensheer durch 16 Reserve-, 21 Landwehr- und 14 Ergänzungsdivisionen verstärkt. Zudem wurde bis zum Westfeldzug im Mai 1940 die Anzahl der Panzer-Divisionen auf 10 verdoppelt, vor allem, indem eine Reihe der Leichten Divisionen umgewandelt wurden. Die wichtigsten Formationen in der deutschen Armee war die Division, welche aus einem der fünf Grundtypen bestand: Infanterie-, motorisierte Infanterie-, Panzer-, Leichte oder Gebirgs-Divisionen. Die Infanterie-Divisionen Infanterie-Divisionen wurden in Wellen aufgestellt und die Divisionen jeder Welle variierten in Bezug auf Größe, Organisation und Ausrüstung, was von der Verfügbarkeit an Menschen und Material und ihrer geplanten Verwendung im Feld abhängig war.   Die 35 Divisionen, welche als Teil der ursprünglichen Welle aufgestellt wurden, hatten noch eine Gesamtstärke von fast 18.000 Mann, während die der nachfolgenden Welle etwa 15.000 Mann stark waren. Die mit der dritten und vierten Welle aufgestellten Divisionen hatten deutlich weniger Artillerieunterstützung als die vorausgegangenen Formationen. Eine Infanterie-Division bestand aus drei Infanterie-Regimenter (jeweils ca. 3.000 Mann) und einem Artillerie-Regiment, sowie unterstützenden Divisionseinheiten, wie die Panzerabwehr-, Nachrichten- und Aufklärungs-Abteilung, sowie Ambulanz- und Versorgungsdienste, das Pionier-Bataillon und ein Feldersatz-Bataillon. Im Gegensatz zur Praxis in den meisten anderen Armeen, waren das Pionier-Bataillon und die Aufklärungs-Abteilung auch Kampfeinheiten und führten mit Flammenwerfern und Panzerabwehr-Kanonen oft sogar die Angriffe an. Die Abteilung war in der Wehrmacht eine Formation in unterschiedlicher Stärke, irgendwo zwischen einem Regiment, Batterie oder Schwadron. Ein weiteres Merkmal der deutschen Armee war die Dezentralisierung von schweren Waffen innerhalb der Division, sodass jedes Regiment seine eigene Panzerabwehr- und Infanteriegeschütz-Kompanien hatte. Das Infanterie-Regiment besaß sein eigenes Hauptquartier mit einer Stabskompanie und einen Melder-, Fahrrad- und Pionier-Zug. Im Infanterie-Bataillon gab es drei Schützen-Kompanien (etwa 180 Mann mit einem Panzerabwehr-Zug), eine Maschinengewehr-Kompanie mit drei Maschinengewehr-Zügen (jeweils 12 Mann und zwei schwere Maschinengewehre) und einen schweren Granatwerfer-Zug mit drei Gruppen zu je 19 Mann mit zwei 8,1-cm-Granatwerfern. Die Aufteilung des Bataillons in eine Maschinengewehr- und drei Schützen-Kompanien erfolgte nur in Infanterie-Divisionen der ersten Welle, während die Divisionen nachfolgender Wellen über gemischte Kompanien verfügten.   Die Feuerkraft des Regimentes bestand aus: 26 schweren Maschinengewehren, 85 leichten Maschinengewehren MG 34, 18 8,1-cm-Granatwerfern, 27 5-cm-Granatwerfern, 12 3,7-cm PAK 36 Panzerabwehrkanonen, 6 7,5-cm-Infanteriegeschützen und 2 15-cm-Infanteriegeschützen. Das Artillerie-Regiment war in drei Feldartillerie-Abteilungen mit je drei Batterien aus je vier Feldgeschützen 105 mm leFH 18 gegliedert. Die Mittlere Artillerie-Abteilung war ursprünglich keine Divisionseinheit, welche nur dem Artillerie-Regiment zur Verfügung gestellt wurde. Später wurde sie jedoch ein fester Bestandteil der Infanterie-Divisionen der ersten Welle. Motorisierte Infanterie-Divisionen Die motorisierten Infanteriedivisionen sollten mit den schnell vorstoßenden Panzer-Divisionen Schritt halten und waren daher komplett mit Kraftfahrzeugen ausgestattet. Beim Polenfeldzug gab es vier motorisierte Infanterie-Divisionen, jede aus drei Infanterie- und einem motorisierten Artillerie-Regiment. Nach dem Feldzug verloren sie jedoch ihr drittes Infanterie-Regiment, da mit diesen zusätzliche Panzer-Divisionen gebildet wurden. Artillerie-Verbände Zusätzlich zur Divisions-Artillerie, welche zudem sich bei jeder Division in Ausstattung und Organisation unterscheiden konnte, verfügten noch Armeen und Korps über ihre eigenen, zusätzlichen Batterien aus mittlerer und schwerer Artillerie.   Diese Batterien konnten in der Kaliber-Größe von der 88-mm-Flak bis zum gigantischen 60-cm-Belagerungsmörser auf Selbstfahrlafette, dem Karl-Mörser auftreten. Je nach Bedarf wurden diese Artillerie-Batterien bei Schwerpunkten der Schlacht von den höheren Stäben eingesetzt bzw. unterstellten Einheiten zur Verstärkung zugeteilt. Die meisten schweren Flugabwehr-Batterien standen unter dem Kommando der Luftwaffe, wurden aber dem Heer für besondere Aufgaben zugeteilt. Panzer-Divisionen Die Panzer-Division während des Polen- und Westfeldzuges bestanden aus zwei Panzer-Regimentern mit je zwei Bataillonen zu vier Kompanien mit je 32 Panzern. Dies ergab auf dem Papier insgesamt 561 Panzer, einschließlich Reserve- und Stabsfahrzeuge. Praktisch belief sich die Panzerstärke zum Zeitpunkt der Mobilisation aber deutlich unter dieser Sollstärke und war durchschnittlich etwa 320 Fahrzeuge stark.   Die Division war mit einer Kombination aus leichten Panzern der Typen PzKpfw I und PzKpfw II, welche nur mit Maschinengewehren bzw. mit einer 2-cm-Schnellfeuerkanone bewaffnet waren, tschechischen PzKpfw 35(t) und 38(t) und einigen modernen, mittleren Panzern der Typen PzKpfw III und PzKpfw IV ausgestattet. Dazu verfügte jede der Panzer-Divisionen über zwei vollständig motorisierte Infanterie-Regimenter, die ab 1942 in Panzergrenadiere umbenannt werden sollten. Das Aufklärungsbataillon war mit Panzerspähwagen und Kradschützen ausgestattet und die Division verfügte auch über ein eigenes, motorisiertes Bataillon für Nachrichtenübermittlung und andere Dienste. Der Erfolg der deutschen Panzerformationen bei den Blitzkriegen lag nicht in der Qualität ihrer Panzer, die in mancher Hinsicht denen ihrer Gegner von 1940 bis 1942 unterlegen waren, sondern in der organisatorischen und taktischen Überlegenheit. Dies ermöglichte es den deutschen Panzer-Divisionen, die scharfe Klinge des Heeres zu sein. Leichte Divisionen Die ursprünglichen Leichten Divisionen, die 1937 und 1938 aufgestellt wurden, waren motorisierte Kavallerie-Formationen, die in ihrer Organisation variierten. In der Regel verfügten sie jedoch über ein leichtes Panzer-Bataillon, ein oder zwei Regimenter berittener Infanterie mit jeweils zwei oder drei Bataillonen, ein motorisiertes Artillerie-Regiment mit 24 105 mm leFH, ein Panzerabwehr-Bataillon mit 36 3,7-cm PAK 36 und 12 2-cm Flak 38 und ein motorisiertes Aufklärungs-Bataillon oder ein Aufklärungs-Regiment mit Panzerspähwagen. Für einen Divisions-Verband waren sie nicht ausreichend bewaffnet und gepanzert und nach dem Polenfeldzug wurden sie zu Panzer-Divisionen aufgestockt. Anfang 1940 wurden aber wieder vier Infanterie-Divisionen zu ‘Leichten Division’ umgebildet, wenn auch ihre Struktur eher die von einer Infanterie-Division war. Gebirgs-Divisionen Die drei Gebirgs-Division waren ähnlich wie die üblichen Infanterie-Divisionen organisiert, obwohl ihre Organisation im Feld je nach Umständen unterschiedlich war. Die typische Stärke waren zwei Infanterie-Regimenter, jedes mehr …

  • D-Day

    Kriegstagebuch für das Jahr 1944 im 2. Weltkrieg. Zu Beginn des Jahres 1944 hatte sich der strategische Ring um Deutschland längst geschlossen. Der Endsieg über Sowjet-Russland war völlig illusorisch geworden und es zeigte sich vielmehr in der Ukraine, bald auch nahe der rumänischen und polnischen Grenze und vor Leningrad im Baltikum, dass sich die östliche Backe der Kneifzange stattdessen immer mehr auf das Zentrum der ‘Festung Europa’ einwirkte. Kriegstagebücher zu den einzelnen Monaten des Jahres 1944: Die ‘Festung Europa’ war ursprünglich eine Schöpfung von Propagandaminister Goebbels, der aus dem strategischen Ring, welcher die Achsenmächte einschloss, etwas Positives gewinnen und der Bevölkerung Sicherheit vorgaukeln wollte. Aber schon dieses Bild offenbarte die Schwäche der Achsenmächte: Wie kann man aus einer belagerten Festung einen Gegner besiegen ? Dagegen braucht dieser nur an einer Stelle den Festungswall zu durchbrechen und schon ist die Niederlage nur eine Frage der Zeit. Diese ‘Festung Europa’ hatte eine ‘Mauer’, welche etwa 15.000 km lang war. Damit war sie entgegen aller strategischen Grundprinzipien kaum noch zu verteidigen. Der Gegner brauchte nur an schwachen Stellen ‘anzuklopfen’ und schon würde die Mauer dort einbrechen und Kräfte müssten von einer Ecke der bedrohten Festung in die andere geworfen werden. Dies zieht schon den Vergleich mit einem ‘Mühle’-Spiel nach sich. Dazu hatte die ‘Festung Europa’ auch kein Dach mehr über dem Kopf. Deshalb bestand der Vorteil der ‘inneren Linie’ bei mangelnden Reserven, bedrohten Verbindungslinien sowie ständig angegriffenen, lebenswichtigen Produktionszentren nur noch zu einem gewissen Grade. Auch erfordert das Halten einer Festung auch die Einigkeit der Belagerten. Dies endete spätestens mit der Verhaftung Mussolinis und der Kapitulation Italiens. Im Laufe des Jahres 1944 folgten praktisch alle anderen Verbündeten Hitlers. Anfang des Jahres 1944 nahm die Rote Armee an der gesamten Ostfront von Lappland bis zum Balkan ihren Vorstoß wieder auf. Zuerst musste die Krim, welche schon seit November 1943 von jeglicher Landverbindung abgeschnitten war, nach langem Widerstand Hitlers vor einem russischen Sturmangriff aufgegeben werden. In Finnland wurde die karelische Landenge und Petsamo im Norden von den Russen angegriffen. Dies zwang dann die Finnen zum Ausscheiden aus dem Krieg und die Zurücknahme der Gebirgsarmee aus Lappland nach Nord-Norwegen. Im Frühjahr 1944 brach schon die Verteidigung der deutschen Luftwaffe gegen die amerikanischen Tagesangriffe der B-17 Fliegende Festung und B-24 Liberator Bomber endgültig zusammen, als die P-51 Mustang Begleitjäger mit Zusatztanks die Bomber zu allen Zielen im von Deutschland beherrschten Europa sichern können. Als die Amerikaner dann noch ihre strategischen Bombereinsätze auf die deutsche Treibstoff- und synthetische Industrie konzentrieren, geht der Wehrmacht sprichwörtlich der Sprit aus. Die Divisionen der Roten Armee stehen bereits an den Grenzen der Slowakei, in Rumänien und Polen, als am 6. Juni 1944 die alliierte Invasion in der Normandie erfolgt. Der D-Day wird unter dem Schutz überwältigender See- und Luftstreitkräfte durchgeführt und ist erfolgreich. Und so wie es Rommel vorausgesagt hat, kann der Gegner auch nicht mehr besiegt werden, wenn er erst einmal an Land Fuß gefasst hat. Dazu hätte es auch kaum einer zweiten Landung in Südfrankreich am 13. August 1944 bedurft. Zwischenzeitlich hatte die Heeresgruppe Mitte an der Ostfront einen seit den Rückschlägen in der Ukraine vom Winter und Frühjahr einen viel zu langen und aufgeblähten Frontabschnitt in Weißrussland zu verteidigen, wurde sie durch die Sommeroffensive der Roten Armee am dritten Jahrestag des Beginns des Unternehmen Barbarossa vollständig zerschlagen wurde. Die Verluste der Wehrmacht übertrafen dabei bei weitem noch die von Stalingrad. Die Russen stießen dabei bis an die Weichsel und an die ostpreußische Grenze vor, sodass die Niederlage nicht mehr zu verheimlichen war und Verrat vorgeschoben wurde. Im Zuge dessen erfolgte der Warschauer Aufstand von der polnischen Heimatarmee, dessen Unterstützung Stalin verweigerte, da er andere Pläne für Polen hatte. Ein Aufstand einiger Generale und Offiziere am 20. Juli 1944 und das Attentat des Obersts Graf von Stauffenberg auf Hitler war dann der letzte Versuch aus Deutschland selbst, die sich abzeichnende Katastrophe abzuwenden. Das Attentat scheiterte, Hitler überlebte und nahm furchtbare Rache an jeglicher, verbliebener Opposition. Nun wurde der 2. Weltkrieg bis zur äußersten Konsequenz vom Nazi-Regime geführt. Durch den russischen Vorstoß an die Weichsel wurde auch gleichzeitig die Heeresgruppe Nord im Baltikum abgeschnitten, welche sich aufgrund der Weigerung Hitlers nicht mehr nach Ostpreußen zurückziehen durfte. So verblieb die Masse ihrer Verbände bis zum Kriegsende – und für die allgemeine strategische Situation bedeutungslos – im sogenannten ‘Kurlandkessel’. In Rumänien wurde im August der Diktator Antonescu gestürzt und abgesetzt, während die Rote Armee dieses Balkanland überrannte. Dabei wurde wiederum nahezu eine vollständige deutsche Armee in Moldawien eingeschlossen und geriet in Gefangenschaft. In der Zwischenzeit brachen die amerikanischen, britischen und kanadischen Truppen aus ihrem Brückenkopf in der Normandie aus und überrannten schnell ganz Frankreich und erreichten im Oktober die deutsche Grenze bei Aachen. Zwar scheiterte die alliierte Luftlandung bei Arnheim, welche den ‘Krieg noch vor Weihnachten beenden’ sollte, aber die alliierte Bomberoffensive zerstörte systematisch das deutsche Verkehrs- und Nachrichtennetz sowie Produktionszentren. Diese Terrorangriffe auf die deutschen Städte kündigten schon das nahe Ende des Krieges an und unter diesem Eindruck stellten Rumänien, Finnland, Bulgarien und Ungarn nacheinander den Kampf ein und wandten sich gegen das Deutsche Reich. Doch Hitler wollte immer noch das Unmögliche erzwingen und ließ den Volkssturm aufstellen, für den das ‘letzte Aufgebot’ aus Kinder und Greisen an die näher rückenden Fronten geschickt wurden. Die überraschende Ardennen-Offensive am 16. Dezember 1944 war dann Hitlers letzter Trumpf. 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  • Norwegen 1942-1944

    Wehrmacht-Bilder aus Norwegen im 2. Weltkrieg von 1942 bis 1944 und die deutsche Besatzung in Nordeuropa. Bilder aus Norwegen zwischen 1942 und 1944. Die Fotos stammen aus der Besatzungszeit und von den Vorbereitungen der 214. Infanterie-Division zur Umgliederung als Eingreif-Reserve des OKW (Oberkommandos der Wehrmacht) seit Sommer 1943. Noch eine interessante Anmerkung, welche dem Wehrmachtbefehlshaber Norwegen am 31.10.1943 vom OKW übermittelt wurde: ‘Es wird in steigendem Maße Klage über das zu enge Verhältnis der deutschen Wehrmachtsangehörigen zur Bevölkerung geführt, insbesondere die Zunahme der Anträge auf Heiratserlaubnis bzw entsprechende Scheidungsanträge. Zweckdienliche Gegenmaßnahmen werden vorgeschrieben.’ Zur Vergrößerung oder Dia-Show bitte auf eines der Fotos klicken.   Vorherige Seite: Kriegsgefangene und Dienstreisen Nächste Seite: An der Ostfront 1944 Die deutsche Besatzung in Nordeuropa Im von Deutschland besetzten Europa begannen die Besatzer mit der Einrichtung eines neuen Verwaltungssystems, dessen Konturen nur während des laufenden Krieges errichtet werden konnten und welches zusammenbrach, als die deutschen Streitkräfte zurückgedrängt wurden. In Nordeuropa blieben Dänemark und Norwegen von April 1940 bis zur Kapitulation im Mai 1945 unter deutscher Kontrolle. Im Falle Dänemarks kam die deutsche Invasion so schnell, dass es keinen Widerstand und keine Möglichkeit für die Regierung und insbesondere den König gab, zu fliehen. Angesichts der Duldung des Verwaltungsapparates war es für die Deutschen offensichtlich am einfachsten, das noch voll funktionsfähige Land nur unter Aufsicht zu führen, anstatt es direkt zu kontrollieren. Es gab dann tatsächlich eine vorübergehende Übereinkunft zwischen den Einwohner und den Besatzer. Im Rahmen dieser stillschweigenden, aber wirksamen Regelung stellten die Deutschen hier nicht die Grenzziehung infrage, welche sich aus der Friedensregelung von Versailles des Ersten Weltkriegs ergeben hatte, was viele unter der deutschen Minderheit in der betroffenen Region sehr bestürzte. Andererseits stellten die Dänen nicht nur wichtige Militärstützpunkte für die deutsche Kriegsführung zur Verfügung, sondern lieferten auch erhebliche Mengen an Nahrungsmitteln, was etwa ein Zwölftel des gesamten Jahresbedarfs von Deutschland deckte, einschließlich aller sonstigen an das Reich angeschlossenen Gebiete.   Als aber der Krieg und die Besatzung weiter andauerten, wurden einige Dänen unruhig und erhebliche Veränderungen der Situation wurden von den Deutschen erzwungen. Im Oktober 1942 wechselte Adolf Hitler zu einem härteren Kurs und wies seinen neuen Militärbevollmächtigten an, dass Dänemark an Deutschland angeschlossen werden würde und ihre Monarchie und ihre demokratischen Institutionen nicht beibehalten werden können. Eine Zeitlang wurden diese Absichten verschleiert, aber Eskapaden der dänischen Nazis führten den Dänen vor die Augen, was kommen wird. Im August 1943 riefen die Deutschen einen militärischen Notstand aus und die dänische Regierung wurde praktisch entfernt. Ironischerweise stimulierte dies eher den Widerstand, als diesen erlahmen zu lassen. Dies zeigte sich bald darauf deutlich als die deutschen Aktionen, die dänischen Juden zusammenzutreiben, scheiterten, als die Dänen ihnen halfen, nach Schweden zu fliehen. Unterdrückung und Widerstand standen sich für den Rest des Krieges feindselig gegenüber und alle Hoffnungen der Deutschen, das ‘nordisch-germanische’ Volk Dänemarks in loyale Deutsche umzuwandeln, waren längst verschwunden. Gleichzeitig hatten die Dänen alle Illusionen, welche sie einst über die Ziele ihres mächtigen Nachbarn hatten, verloren. Die Situation im besetzten Norwegen war noch verwirrender, da es von Beginn an bei Unternehmen Weserübung zu erheblichen Kämpfe und einer Phase der Verhandlungen über die Möglichkeit einer Einigung zwischen Teilen der Regierung und Deutschland gab. Als diese scheiterten, wurde die Situation durch die Ernennung eines Reichskommissars, Josef Terboven, der Gauleiter von Essen war und auch blieb, weiter getrübt. Als langjähriges Mitglied der NSDAP wollte Terboven Norwegen so führen, wie er es für richtig hielt. Dies tat er vorbehaltlich der wiederholt angekündigten Absicht Hitlers, Norwegen für immer zu einem Teil des Deutschen Reiches zu machen. Bei der Umsetzung seiner Politik wurde Terboven im Allgemeinen vom Wehrmacht-Befehlshaber Norwegen, General Nikolaus von Falkenhorst, unterstützt. Gelegentlich wurde dieser nur durch den Vertreter der deutschen Marine, Admiral Hermann Boehm, behindert und es kam auch häufig zu Problemen mit Vidkun Quisling, dem Führer der norwegischen Nazi-Partei. Obwohl Quisling bereit war, den Deutschen zu helfen, Norwegen zu erobern und dann Norweger für die Waffen-SS zu rekrutieren, wollte er das Land als eng an Deutschland angelehnter Verbündeter führen. Die deutschen Repressionen im Land standen unter dem Deckmantel des Kriegsbedarfs, was ihn und seine Anhänger vor den Augen der Norweger automatisch zu Verrätern machte. Trotz der innerhalb oder außerhalb der von den Deutschen im besetzten Norwegen geschaffenen Regierungsstruktur forderte er daher immer einen Friedensvertrag, den die Deutschen jedoch immer ablehnten. Hitler hatte nicht die Absicht, das Land jemals wieder in die Unabhängigkeit zu entlassen. Bis April 1943 hatte sogar Quisling erkannt, dass er nur dazu benutzt wurde, die Annexion durch Deutschland zu erleichtern und war verbittert über diese Entwicklung. Wenn dies nun die Einstellung des Mannes war, der einst die Deutschen zur Besetzung des Landes ermutigt hatte, kann man sich leicht vorstellen, was der gewöhnliche patriotische Norweger darüber dachte. Die Besetzung war für die Norweger eine unangenehme Zeit. Die Wehrmacht beschlagnahmte Häuser, Ladengeschäfte und anderes Eigentum, Schulen und verbreitete dabei überall Nazi-Symbole und Fahnen und deren Ideologien. Obwohl den Soldaten befohlen wurde, sich gegenüber der Zivilbevölkerung in Norwegen korrekt zu verhalten, hatten sie doch die polizeiliche Befugnis zu Kontrollen und das Recht, Personen zu verhaften, die sie für verdächtig hielten. Die ständig neuen Vorschriften, Gesetze und deutschen Ansprüche machten es den Norwegern daher schwer, sich in Sicherheit zu fühlen. Den Norwegern war es nicht erlaubt, sich frei zu bewegen oder Patriotismus in irgendeiner Weise öffentlich zu zeigen. In diesen Jahren wurde das Singen der Nationalhymne und das hissen der norwegischen Flagge verboten. Die Todesstrafe drohte für Vergehen, wie das Hören von alliierten Radiosendern, die neben propagandistisch auch als kulturell verwerflich erachtet wurden, oder für das Lesen einer der vielen illegalen oder in der Grauzone erscheinenden Zeitungen und Flugblätter. Die städtischen Gebiete waren von der Besetzung am stärksten betroffen, da hier auch die Rationierung eingeführt wurde. Alles, von Lebensmitteln und Kleidung bis hin zu Spielzeug und Möbeln, wurde rationiert und war nur gegen Bezugsscheine zu erhalten. Zucker, Kaffee und Mehl waren die ersten Produkte, welche rationiert wurden. Es folgten dann vor allem importierten Lebensmitteln und schließlich sogar Brot, Butter, Fleisch, Eier und Milchprodukte. Im Sommer 1942 wurden mehr …

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