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Kriegstagebuch 1941


Das Kriegstagebuch für das Jahr 1941 im Zweiten Weltkrieg.

Unternehmen Barbarossa
Das Unternehmen Barbarossa beginnt im Juni 1941: die Panzerspitzen der Panzergruppe Guderian haben soeben die sowjetischen Grenzstellungen durchbrochen.


1941 war das entscheidende Jahr des Zweiten Weltkriegs durch die Auslösung von Unternehmen Barbarossa; Hitlers Angriff auf die Sowjetunion, welcher den Krieg noch schonungsloser machte.
Hitlers Gründe für den Angriff auf Russland waren zahlreich. Er hasste den Marxismus als eine spaltende internationale Ideologie, welche antithetisch zum deutschen Nationalsozialismus war und welchen er in seiner eigenen Vorstellung mit dem ‘internationalen Judentum’ verband, dem ‘jüdischen Bolschewismus’.
Die Sowjets waren zumeist Slawen und in Hitlers Augen ebenso wie die Polen ‘Untermenschen’, deren Bestimmung es sein sollte, für die ‘Herrenrasse’ zu arbeiten. Auch hatte Hitler lange den Bedarf an ‘Lebensraum’ für die Deutschen gepredigt und Russland war dieser Raum, welcher auch die Rohstoffe wie Getreide, Metalle und insbesondere Erdöl anbot. Das Deutsche Reich benötigte, trotz seiner direkten oder indirekten Herrschaft über den größten Teil Europas, diese Rohstoffe immer noch für seine Rüstungsindustrie, um den Krieg zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Hitler beabsichtigte daher, die Sowjetunion wie die Territorien in Afrika zu ‘kolonisieren’, um diese zu unterwerfen und auszubeuten. Und wenn er dadurch einen zukünftigen Zwei-Fronten-Krieg vermeiden konnte, umso besser.

Jedoch war die UdSSR ein großer, halb-industrialisierter Gegner, welcher trotz Hungersnöten und Säuberungen noch immer in der Lage war, Millionen von Menschen und abertausende von Fahrzeugen zu mobilisieren. Hitler und Stalin hatten zwar 1939 einen Nichtangriffspakt und ein Handelsabkommen vereinbart, was den Russen Ostpolen und Deutschland sowjetische Rohstoffe zum Kampf gegen den Westen gab.
Doch dieser Pakt bedeutete nur wenig für Hitler, während Stalin ihn zumindest ernst genug nahm, um Warnungen vor einem deutschen Angriff in den Wind zu schlagen und anschließend durch den Schock des Überfalls für einige Zeit paralysiert wirkte.

Am 22. Juni 1941 überschritten 3 Millionen Mann deutscher Truppen die Grenze zur Sowjetunion. Die Heeresgruppe Nord, zu der die 4. Panzer-Armee (zu diesem Zeitpunkt noch als Panzer-Gruppen bezeichnet) gehörte, stieß von Ostpreußen durch das Baltikum in Richtung Leningrad (heute St. Petersburg) vor. Die Heeresgruppe Süd mit der 1. Panzer-Armee griff aus der Slowakei und Rumänien die Ukraine an, die russische Kornkammer, und darüber hinaus in Richtung der Schwarzmeer-Häfen und Sewastopol auf der Krim.
Die stärksten deutschen Streitkräfte standen jedoch im Zentrum bei der Heeresgruppe Mitte bereit, wo sich auch die 2. und 3. Panzer-Armee befanden. Diese drangen durch Ostpolen nach Minsk und Smolensk vor – und darüber hinaus in Richtung Moskau.
Den deutschen Truppen standen 4 Millionen Mann der Roten Armee gegenüber, zusammen mit tausenden von Geschützen, Panzern und Flugzeugen. Zwar waren die meisten davon veraltet, aber trotzdem sehr zahlreich.


Kriegstagebücher zu den einzelnen Monaten des Jahres 1941:

Gefangennahme von italienischen Soldaten
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für Januar 1941. Murzuk-Raid - Britische Truppen erobern Bardia in Libyen - Beginn des Feldzuges gegen
Romel begrüßt die ersten Einheiten des Afrikakorps
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für Februar 1941. Schlacht von Keren - Schlacht von Bajda Fumm - Britische Truppen besetzen Bengasi
Halbkettenfahrzeug von Rommels Afrika Korps vor dem Fort von El Agheila
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für März 1941. Bulgarien tritt den Achsenmächten bei - 58.000 britische Truppen werden von Alexandria in
In Jugoslawien rücken motorisierte deutsche Truppen vor
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für April 1941. Deutscher Angriff auf Jugoslawien und Griechenland - die deutsche Luftwaffe zerstört Belgrad -
Luftlandung auf Kreta
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für Mai 1941. Acht aufeinander folgenden Nachtangriffe auf Liverpool - Schlacht von Amba Aladiji in Äthiopien
Panzerdivision bei Brest-Litowsk
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für Juni 1941. Britischer Angriff auf das französische Syrien und Libanon - Operation Battleaxe - Kommissar-Befehl
Leutnant Esa Seeste, der frühere finnischer Olympionike
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 1. August 1941: Politics Großbritannien: Die Regierung bricht die diplomatischen Beziehungen zu Finnland ab.
Deutsche Infanterie mit Panzerunterstützung kämpft um eine Ortschaft vor Moskau.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 1. Dezember 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa: Die deutsche 4. Armee und Guderians und Hoepners
Panzer überqueren die Düna
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 1. Juli 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa: Guderians Panzer überqueren die Beresina. Panzer der Heeresgruppe
PzKpfw III der 2. SS-Division
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 1. November 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa: Deutsche Truppen besetzen Tula, südlich von Moskau. Luftkrieg
Vormarsch finnischer Truppen
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 1. Oktober 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa: Die Finnen erobern Petrosawodsk am Onegasee in Ostkarelien.
Deutsche schwere Fernfeuer-Artillerie
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 1. September 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa: Leningrad gerät unter Beschuß deutscher schwerer Fernfeuer-Artillerie.
T-26 Modell 1933
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 10. August 1941: Politik Großbritannien und Russland verpflichten sich gegenseitig, die Türkei zu unterstützen,
Schlachtschiff Prince of Wales und Schlachtkreuzer Repulse unter Angriff
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 10. Dezember 1941: Seekrieg Pazifik: VERSENKUNG DER FORCE Z. Schlachtschiff Prince of Wales und
brennender BT-Panzer
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 10. Juli 1941: Neutrale USA: Roosevelt fordert vom Kongress einen zusätzlichen Verteidigungshaushalt über 4,77
russische Kriegsgefangene betteln um Brot
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 10. November 1941: Politik Großbritannien: Churchill sagt in einer Rede, daß Großbritannien und die
russisches U-Boot übernimmt Torpedos
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 10. Oktober 1941: Seekrieg Schwarzes Meer: Der rumänische Minenleger Regele Karol I. sinkt in
zerstörter russischer Nachschubszug
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 10. September 1941: Seekrieg Pazifik: Die neuseeländischen Schiffe werden zur 'Royal New Zealand Navy'
Beaufort-Torpedobomber
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 11. August 1941: Luftkrieg Englische Torpedobomber versenken das italienische Lazarettschiff California in Syrakus (Sizilien).
Hitler erklärt USA den Krieg
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 11. Dezember 1941: Politik DEUTSCHLAND UND ITALIEN ERKLÄREN USA DEN KRIEG. USA erklärt den
Panzerschlacht im Süden der Ostfront
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 11. Juli 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa: Deutsche Panzer überqueren den Dnjepr. Die Heeresgruppe Süd
finnischer Oberbefehlshaber Mannerheim
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 11. November 1941: Politik Finnland: Die Regierung weist den amerikanischen Vorschlag zurück, die Feindseligkeiten
Einwohner von Moskau beim Bau von Panzergräben
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 11. Oktober 1941: Heimatfronten Russland: Massenevakuierung von Frauen und Kindern aus Moskau. Tausende von
Soldaten der Roten Armee vergraben Minen
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 11. September 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa, Belagerung von Leningrad: General Schukow ersetzt Woroschilow als
Roosevelt und Churchill an Bord der HMS Prince of Wales
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 12. August 1941: Politik ATLANTIK-CHARTA UNTERZEICHNET nach mehreren Treffen an Bord der HMS Prince
vor Moskau gefallen
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 12. Dezember 1941: Politik Rumänien: Die Regierung erklärt den USA den Krieg. Luftkrieg Deutschland:
ausgebrannte Nikolaikirche in Riga
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 12. Juli 1941: Politik ANGLO-SOWJETISCHER GEGENSEITIGER BEISTANDSPAKT: einschließlich einer Erklärung, daß weder Großbritannien noch
Flugzeugträger Argus
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 12. November 1941: Seekrieg Mittelmeer: 34 der 37 Hurricane-Jagdflugzeuge, welche von den Flugzeugträgern Ark
S-81 nähert sich seiner Höchstgeschwindigkeit
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 12. Oktober 1941: Seekrieg Nordsee: Deutsche S-Boote versenken 2 Schiffe aus einem Geleitzug vor
russische Rückzugsstrasse
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 12. September 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa: Die Russen ziehen sich aus Tschernigow zurück, der

Zwei Panzer IV führen drei Panzer 38 (t)
Zwei PzKpfw IV führen drei PzKpfw 38(t) 1941 nach Russland hinein an. Die Verdoppelung der Panzer-Divisionen für das Unternehmen Barbarossa bei unzureichender Panzerproduktion ließ die jeweilige Divisions-Stärke von 218 auf 160 Panzer abfalllen.
Im Geiste des Blitzkrieg-Konzepts hatte die Invasion zwei Ziele: die Entfernung und die Rote Armee zu überwinden. Die Entfernungen in Russland sprachen für sich selbst. Obwohl der Angriff anfangs über nahezu ideales Gelände für Panzer führte, würde der Vorstoß an seinem Ende über 1.100 Kilometer lange Versorgungswege erzwingen, was selbst noch mehr als die Entfernungen in Nordafrika war. Dazu musste eine Front von 1.500 Kilometer Länge besetzt werden.
Dazu war auch die zahlenmäßige Stärke der Roten Armee immens. Doch diese befand sich in gewisser Unordnung, da Stalin das Offizierskorps gesäubert hatte und die Panzer über die Infanterie-Verbände im alten Stil des Ersten Weltkriegs verteilt waren. Dazu standen die Truppen auch nahe an der Grenze, was eine Verteidigung in der Tiefe nahezu unmöglich machte.
Hitler verfügte letztlich keine ‘reine’ Blitzkrieg-Taktik mit tiefen Stößen in das Hinterland, sondern einzelne Umfassungsbewegungen, um die Truppenkonzentrationen der Roten Armee dort einzuschließen und zu vernichten, wo sie standen. Falls dies gelang, würden die weiter hinten liegenden Städte und Industriegebiete ohne großen Widerstand in den nachfolgenden Monaten fallen, war die Hoffnung.

Diese Strategie funktionierte auch beinahe. Im Norden verursachten die deutschen Truppen 400.000 Mann Verluste bei den Sowjets und umschlossen Leningrad mit dem Befehl, die Stadt auszuhungern und zu zerstören. Im Zentrum schlossen deutsche Panzerverbände die Sowjets Ende Juni bei Minsk und Ende Juli bei Smolensk ein und eine Million Russen fielen oder wurden gefangengenommen. Dazu kamen noch tausende von zerstörten oder erbeuteten Fahrzeugen, Panzer und Kanonen.
Die Heeresgruppe Süd kam allerdings nur langsamer voran, da sie den stärksten Verteidigern gegenüber stand. So befahl Hitler die kontrovers diskutierte Umfassungsbewegung mit der 2. Panzer-Armee und anderen Verbänden der Heeresgruppe Mitte nach Süden, um die sowjetischen Verteidiger um Kiew einzuschließen und gegen das Schwarze Meer vorzustoßen. Das Ergebnis davon waren weitere 1,5 Millionen Mann sowjetischer Verluste.

Aber diese Erfolge führten zu Fehleinschätzungen. Hunderttausende sowjetischer Soldaten entkamen den Einschließungsringen und kämpften weiter. Leningrad und Sewastopol auf der Krim hielten immer noch stand. Moskau befahl die Aufstellung immer neuer Divisionen und setzte alles verfügbare Material dafür ein, selbst einzelne Prototypen neuer Waffenentwicklungen oder die ersten Panzer aus der Anfangszeit der Gründung der Sowjetunion. Gleichzeitig wurden die wichtigen Schlüsselindustrien mit der Eisenbahn in den Osten hinter die Wolga evakuiert.
Die Wehrmacht hatte zwischenzeitlich auch schon 400.000 Mann Verluste zu beklagen und der Nachschub an Munition und Treibstoff wurde über die zunehmenden Entfernungen immer knapper. Panzer blieben in alarmierender Zahl nach den vielen gefahrenen Kilometern liegen und es mangelnde an Ersatzteilen.

Nun musste Hitler alles auf eine Karte setzen und konzentrierte die Masse seiner verbliebenen Streitkräfte – darunter drei der vier Panzer-Armeen – für den entscheidenden Angriff auf Moskau gegen Ende dieses Jahres 1941.

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Das Magazin fasste bis zu 15 Patronen. Es wurden bis 1940 etwa 65.000 Exemplare in der Waffenfabrik von Ishewsk hergestellt und es wurde von der Roten Armee im Winterkrieg von 1939/40 gegen Finnland eingesetzt. Das Gewehr war aber kein großer Erfolg, da es einen zu starken Mündungsausstoß und Rückstoß produzierte, eine ungenügende Treffgenauigkeit hatte, der eher komplizierte Mechanismus zu anfällig für Dreck und Staub war und die Bauteile nur eine geringe Lebensdauer hatten. Deshalb wurde es nicht weiter hergestellt und durch das Tokarew-Gewehr ersetzt. SVT-38 Das von Fjodor W. Tokarew entwickelte Selbstladegewehr SVT-38 (Samozariadnja Wintowka Tokarew) ersetzte 1938 das nicht allzu erfolgreiche AVS-36. Ursprünglich war es keine große Verbesserung gegenüber dem AVS, vor allem, da es nur in Einzelfeuer arbeitete. Wie das AVS arbeitete die Waffe mit einem Gassystem und behielt die wesentlichsten Bauteile bei, aber das Abzugssystem wurde vereinfacht. Die Munitionszufuhr erfolgte ebenfalls durch ein abnehmbares Magazin, aber für nur zehn Patronen. Das neue Gewehr wurde schnellstmöglich in der Waffenfabrik von Tula im Jahr 1939 in Auftrag gegeben und ein Jahr später auch in Ishewsk in die Serienproduktion genommen. Ein Teil der hergestellten Gewehre, sowie vom Nachfolger SVT-40, erhielt Zielfernrohre für den Einsatz bei den Scharfschützen. Da die Waffe jedoch so leicht wie möglich gehalten werden sollte, war der Mechanismus viel zu leicht für die auftretenden Kräfte und mechanischen Vorgänge, welche bei längerer Benutzung anfallen. Während die Kombination eines gasbetriebenen Systems und ein Verriegelungsblock nach unten in eine Aussparung im Gehäuse sich grundsätzlich bewährte, gab es trotzdem häufig Probleme, hauptsächlich, weil Teile davon kaputtgingen. Aus diesem Grunde wurde das SVT-38 im Laufe des Jahres 1940 aus der Produktion genommen und durch das SVT-40 ersetzt. SVT-40 Das SVT-40 entstand aus dem früheren Modell SVT-38. Der hauptsächliche Unterschied lag vor allem bei Vereinfachungen für die Produktion und um die Zuverlässigkeit zu verbessern. Tokarew vervollkommnete sein erstes Modell technisch und machte es auch leichter. Es konnte bereits im April 1940 als Modell 1940 oder SVT-40 in die Produktion genommen werden. Die Produktion erfolgte in gewaltigen Stückzahlen und ersetzte bald das Vorgängermodell. Im Laufe des Jahres 1941 wurden an die Rote Armee mehr als eine Million Stück ausgeliefert. 1942 sank die Produktion jedoch auf etwa nur noch 25 Prozent und anschließend wurde es vollkommen durch die Maschinenpistole PPSh-41 ersetzt. Das Modell 1940 kann von dem Modell 1938 dadurch unterschieden werden, dass der Lauf mehr sichtbar ist und es eine zwei- oder dreifache Schall-Mündungsbremse im Gegensatz zu der sechsfachen des früheren Modells hat, da es ein kürzeres Bajonett verwendet. Die Funktion erfolgt über das Gasdrucksystem, welches nahe der Mündung abgezogen wird, um einen Gaskolben in einem Zylinder über dem Lauf anzutreiben. Dieser bewegt seinerseits eine Betätigungsstange nach hinten, welche über den Verschluss hinausragte um auf die Vorderseite des Bolzenträgers zu schlagen, um diesen nach hinten gegen die Rückholfeder zu drücken. Die Bewegung des Bolzens wird durch den Bolzenträger mithilfe von Nockenspuren durchgeführt, welche den Bolzen anheben und loslassen und ihn schließlich durch die verbleibende Rückwärtsbewegung des Trägers festhalten. Die Rückholfeder befindet sich im Bolzenträger innerhalb des Gehäuses, welche für die Dauer des Vorgangs verantwortlich ist und Träger und Bolzen zurückzieht, um eine neue Patrone zu laden. Eine separate Feder zieht die Betätigungsstange und den Gaskolben. Vom mechanischen Standpunkt ist dies ein fortschrittlicher und üblicher Entwurf, aber zum Zeitpunkt der Entwicklung der Waffe gab es aber offensichtlich eine Reihe kleinerer Probleme, welche unter dem Zeitdruck nicht bereinigt werden konnten. Daher erwies sich schon das Modell 1938 im Einsatz als zerbrechlich und wurde 1940 zugunsten des SVT-40 ersetzt. Dieses litt aber ebenfalls unter seiner Empfindlichkeit, welche beim harten Fronteinsatz seinen Tribut forderte. Es musste im Einsatz sorgfältig gepflegt werden und so wurden die Gewehre vor allem an Unteroffiziere der Infanterie-Regimenter oder sorgfältig ausgesuchte Schützen und an besondere Einheiten ausgegeben, wo ihr schnelles Feuer am wirksamsten war. Später wurde die Mehrzahl von den Fronttruppen wieder abgezogen und mit Zielfernrohren zu Scharfschützengewehren umgearbeitet. Für Scharfschützen war ein Selbstlader von Vorteil und diese hatten auch mehr Zeit, um die Waffe sorgfältig zu pflegen und einzusetzen. Zu Beginn des Unternehmen Barbarossa verfügte die Rote Armee über nicht genügend Maschinenpistolen, und so baute Tokarew das Gewehr zum AVT-40 um, welches vollautomatisches Dauerfeuer geben konnte. Doch diese Modifikation war nicht sonderlich erfolgreich und es wurden nur wenige gebaut. Auch soll es eine kürzere Karabiner-Version gegeben haben, welche aber unter dem starken Rückstoß beim Schießen litt und daher auch nur wenig gebaut wurde. Als die deutschen Truppen 1941 in die Sowjetunion eindrangen, trafen sie bald auf das Feuer der SVT-38 und SVT-40 Selbstlader. Alle erbeuteten Exemplare wurden sofort unter der Bezeichnung Selbstladegewehr 258(r) und Selbstladegewehr 259(r) von der Wehrmacht übernommen. Nachdem der grundsätzliche Gasmechanismus untersucht worden war, wurde dieser umgehend auch für das deutsche Gewehr 43 verwendet. Die sowjetischen und deutschen Selbstladegewehre, zusammen mit der amerikanischen M1 Garand Rifle und Carbine M1, hatten einen starken Einfluss auf die Infanterie-Taktiken und bestätigten die Bedeutung der höheren Feuerkraft auf dem Schlachtfeld. Dies resultierte in das deutsche Sturmgewehr 44 und die modernen Sturmgewehre. Benutzer: Rote Armee. Spezifikationen Selbstladegewehr Modell 1940 (SVT-40) Spezifikationen: Einsatzstatistik: Maschinengewehr DP Wassili A. Degtyarev war einer der führenden sowjetischen Waffenkonstrukteure und begann bereits 1921 mit der Arbeit an einem Maschinengewehr. Bis 1926 war das DP-Maschinengewehr perfektioniert und zur Erprobung vorgelegt. Im nachfolgenden Jahr (andere Quelle erst 1928) wurde mehr …

  • Langstrecken-Jäger Ju 88C

    Einsatzstärken und Ausstattung an Flugzeugen der deutschen Luftflotten am 20. September 1942. Die deutsche Luftwaffe in der zweiten Jahreshälfte 1942 im Einsatz. Diese Kriegsgliederung der deutschen Luftwaffe vom 20. September 1942 gibt die Einsatzstärken und Flugzeugausstattung der Einheiten der deutschen Luftwaffe wieder, als diese relativ am stärksten war. Nach drei Jahren Krieg hatte der von deutschen Truppen kontrollierte Machtbereich schon fast seine größte Ausdehnung erreicht. Ein großer Teil der Luftwaffe unterstützte das Feldheer in Russland, dessen am weitesten vorwärts befindliche Verbände sich gerade durch den äußeren Verteidigungsring von Stalingrad kämpften. Auf dem Kriegsschauplatz im Mittelmeer befand sich die Frontlinie in der Nähe von El Alamein in Ägypten und die Belagerung von Malta hatte ihre kritischste Phase erreicht. Im Westen hatten die Luftflotte 3 und in Deutschland selbst der Luftwaffenbefehlshaber Mitte starke Kräfte an Tag- und Nachtjägern zur Verfügung, um die strategischen Bombenangriffe der englischen Royal Air Force und der US Army Air Force zu bekämpfen. An jeder dieser Fronten wurde die Luftwaffe von nun an durch die gegenüberliegenden englischen, amerikanischen und russischen Luftstreitkräfte zurückgedrängt. In jedem weiteren Monat, der nun noch während des 2. Weltkrieges folgte, würde die deutsche Luftwaffe relativ etwas schwächer werden, während gleichzeitig die gegnerischen Luftstreitkräfte schrittweise jeden Monat relativ stärker werden würden. Kriegsgliederung Luftwaffe vom 20. September 1942: Ausrüstung der Frontverbände der Luftwaffe: Staffel: Die Anzahl des Flugpersonals in einer Staffel hing natürlich vom Typ der Flugzeuge ab. Es waren 10 Piloten bei einsitzigen Jagdflugzeugen und konnten mehr als 40 Mann Flugpersonal bei mehrmotorigen Bombern sein. Die Anzahl des Bodenpersonals variierte zwischen 150 Mann bei einsitzigen Jagdflugzeugen und nur 80 Mann bei mehrmotorigen Bombenflugzeugen. Der Grund für die im ersten Moment erstaunlich wirkende geringere Anzahl bei den Bombern ist, dass ein Großteil der Wartungseinrichtungen und administrativen Bürotätigkeiten von den örtlichen Luftgau übernommen wurde, in der die Einheit stationiert war. Eine Staffel hatte eine Stärke von 9 bis 12 Flugzeugen bei Kriegsbeginn, dies stieg aber ständig während des Krieges bis zu einer Maximalstärke von 16 an, wodurch natürlich auch die Anzahl des Flugpersonals und des Bodenpersonals vermehrt werden musste. Gruppe: Die Gruppe war normalerweise die grundsätzliche Einheit für operative Einsätze und Organisationsaufgaben. Ursprünglich bestand eine Gruppe aus drei Staffeln und dem Stab mit drei weiteren Flugzeugen, was somit eine Gesamtzahl von 30 Flugzeugen ergab. Ab der Mitte des Krieges hatten viele Jagdgruppen eine vierte Staffel und zusammen mit der maximalen Staffel-Stärke von 16 Jagdflugzeugen ergab dies eine Gruppenstärke von bis zu 67 Flugzeugen. Die Mannschaften eine Gruppe waren zwischen 35 und 150 Mann Flugpersonal sowie zwischen 300 und 515 Mann Bodenpersonal stark. Geschwader: Das Geschwader war die größte Flug-Formation in der Luftwaffe. Ursprünglich bestand es aus drei Gruppen mit 90 Flugzeugen und einem Stab mit vier, was insgesamt 94 Flugzeuge ergab. Die deutsche Luftwaffe in der zweiten Jahreshälfte 1942 Vom 7. Juni bis 1. Juli 1942 flog die deutsche Luftwaffe 23.751 Einsätze gegen die sowjetische Festung Sewastopol auf der Krim, bei denen 20.529 Tonnen Bomben abgeworfen wurden. Zur Einnahme dieses Bollwerks musste die Luftwaffe rollende Angriffe in einem bisher nicht gekannten Ausmaß durchführen und warf dabei fast soviel Bomben ab, wie auf England während des ganzen Jahres 1941 (21.860 Tonnen) zusammen.   Am 4. Juli 1942 griffen erstmals USAAF-Piloten bei einem Einsatz mit A-20 Boston Bombern gegen deutsche Flugplätze in Holland in die Kämpfe in Europa ein. Durch die zunehmende Anzahl der Angriffe der westlichen Alliierten mussten seit Sommer 1942 nahezu zwei Drittel der deutschen Flugzeuge im Westen stationiert werden. Dies bedeutete, dass immer weniger erfahrene Jagdpiloten und moderne Jagdflugzeuge für die Ostfront zur Verfügung standen. So waren zum Zeitpunkt des Falls Blau, den Vorstoß in den Kaukasus und auf Stalingrad, nur noch 2.350 bis 2.500 Flugzeuge aller Typen an der Ostfront, während die Rote Luftwaffe über dreimal soviel Maschinen verfügte. Im Bereich der Jagdflugzeuge waren die Sowjets sogar vier zu eins überlegen. Allerdings waren die deutschen Flugzeugtypen und ihre Piloten den Russen noch überlegen – und trotzdem erzielte die Rote Luftwaffe im Juli erstmals die uneingeschränkte Luftherrschaft im Raum Woronesch am Don. Am 17. August 1942 griffen die Amerikaner dann endgültig in den Luftkrieg über Westeuropa ein, als 12 B-17 Fliegende Festung der Ausführung E der 97. Bombergruppe der 8. US-Luftflotte, angeführt von Brigade-General Eaker im Bomber ‘Yankee Doodle’, den Bahnhof Sotteville-les-Rouen an der Seine im Tageslicht angriffen. Dagegen kam die deutsche Luftwaffe bei der anschließenden Landung bei Dieppe am 19. August einen großen Sieg erringen. Die Alliierten flogen 2.462 Einsätze, wobei die RAF 106 die USAAF 8 Flugzeuge verloren, während dagegen 45 deutsche Flugzeuge verloren gingen.   Zu diesem Zeitpunkt verlegte die Rote Luftwaffe mehrere Fliegerdivisionen aus dem Raum Moskau an die Südfront, wo der Kampf um Stalingrad begonnen hatte. Erstmals tauchten dabei auch die neuen La-5-Jäger auf und die Russen übernahmen nun auch die Taktiken der deutschen Jäger, wie ‘Freie Jagd’ und der Flug in Ketten zu zwei Paaren. Vom 13. bis 18. September 1942 bekämpfte die deutsche Luftwaffe wieder einmal einen Arktis-Konvoi in der Barentssee. Deutsche Bomber und Torpedoflugzeuge versenkten vom Konvoi PQ-18 insgesamt 10 Schiffe mit 52.908 BRT. Dabei gingen 20 deutsche Flugzeuge verloren. Davon einige durch den erstmaligen Einsatz eines britischen Geleitträgers auf dieser Konvoi-Route, welcher mit 12 umgebauten alten Hawker Hurricane aus der Vorkriegszeit bestückt war. Deutsche U-Boote versenkten zudem zwei weitere Frachtschiffe und einen Tanker mit zusammen 17.742 BRT. Im September 1942 erfolgten durchgehende Überfälle alliierter Jäger und Jagdbomber im Westen, welche die deutsche Luftabwehr schwer unter Druck setzte. Dagegen steigerte die deutsche Nachtjagd ihre Leistungen weiter und so konnte das XII. Fliegerkorps am 28. September seinen Tausendsten Abschuss erzielen. Zur Vorbereitung des Unternehmen Torch mussten die amerikanischen und britischen Bombereinsätze vorübergehend eingeschränkt werden. Nach einem letzten Angriff von 108 US-Bombern auf die französische Stadt Lille am 9. Oktober 1942 änderte sich die Ziele nun auf die deutschen U-Boot-Stützpunkte an der Atlantik-Küste, während die britische Royal Air Force ihren Schwerpunkt in den Mittelmeer-Raum verlagerte. In dieser Zeit der relativen Ruhe im Westen und über dem Reichsgebiet wurde die deutsche Jagdabwehr reorganisiert. Dabei wurden alle Tag- und Nachtjäger-Verbände in mehr …

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