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Kriegstagebuch 1941


Das Kriegstagebuch für das Jahr 1941 im Zweiten Weltkrieg.

Unternehmen Barbarossa
Das Unternehmen Barbarossa beginnt im Juni 1941: die Panzerspitzen der Panzergruppe Guderian haben soeben die sowjetischen Grenzstellungen durchbrochen.


1941 war das entscheidende Jahr des Zweiten Weltkriegs durch die Auslösung von Unternehmen Barbarossa; Hitlers Angriff auf die Sowjetunion, welcher den Krieg noch schonungsloser machte.
Hitlers Gründe für den Angriff auf Russland waren zahlreich. Er hasste den Marxismus als eine spaltende internationale Ideologie, welche antithetisch zum deutschen Nationalsozialismus war und welchen er in seiner eigenen Vorstellung mit dem ‘internationalen Judentum’ verband, dem ‘jüdischen Bolschewismus’.
Die Sowjets waren zumeist Slawen und in Hitlers Augen ebenso wie die Polen ‘Untermenschen’, deren Bestimmung es sein sollte, für die ‘Herrenrasse’ zu arbeiten. Auch hatte Hitler lange den Bedarf an ‘Lebensraum’ für die Deutschen gepredigt und Russland war dieser Raum, welcher auch die Rohstoffe wie Getreide, Metalle und insbesondere Erdöl anbot. Das Deutsche Reich benötigte, trotz seiner direkten oder indirekten Herrschaft über den größten Teil Europas, diese Rohstoffe immer noch für seine Rüstungsindustrie, um den Krieg zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Hitler beabsichtigte daher, die Sowjetunion wie die Territorien in Afrika zu ‘kolonisieren’, um diese zu unterwerfen und auszubeuten. Und wenn er dadurch einen zukünftigen Zwei-Fronten-Krieg vermeiden konnte, umso besser.

Jedoch war die UdSSR ein großer, halb-industrialisierter Gegner, welcher trotz Hungersnöten und Säuberungen noch immer in der Lage war, Millionen von Menschen und abertausende von Fahrzeugen zu mobilisieren. Hitler und Stalin hatten zwar 1939 einen Nichtangriffspakt und ein Handelsabkommen vereinbart, was den Russen Ostpolen und Deutschland sowjetische Rohstoffe zum Kampf gegen den Westen gab.
Doch dieser Pakt bedeutete nur wenig für Hitler, während Stalin ihn zumindest ernst genug nahm, um Warnungen vor einem deutschen Angriff in den Wind zu schlagen und anschließend durch den Schock des Überfalls für einige Zeit paralysiert wirkte.

Am 22. Juni 1941 überschritten 3 Millionen Mann deutscher Truppen die Grenze zur Sowjetunion. Die Heeresgruppe Nord, zu der die 4. Panzer-Armee (zu diesem Zeitpunkt noch als Panzer-Gruppen bezeichnet) gehörte, stieß von Ostpreußen durch das Baltikum in Richtung Leningrad (heute St. Petersburg) vor. Die Heeresgruppe Süd mit der 1. Panzer-Armee griff aus der Slowakei und Rumänien die Ukraine an, die russische Kornkammer, und darüber hinaus in Richtung der Schwarzmeer-Häfen und Sewastopol auf der Krim.
Die stärksten deutschen Streitkräfte standen jedoch im Zentrum bei der Heeresgruppe Mitte bereit, wo sich auch die 2. und 3. Panzer-Armee befanden. Diese drangen durch Ostpolen nach Minsk und Smolensk vor – und darüber hinaus in Richtung Moskau.
Den deutschen Truppen standen 4 Millionen Mann der Roten Armee gegenüber, zusammen mit tausenden von Geschützen, Panzern und Flugzeugen. Zwar waren die meisten davon veraltet, aber trotzdem sehr zahlreich.


Kriegstagebücher zu den einzelnen Monaten des Jahres 1941:

Gefangennahme von italienischen Soldaten
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für Januar 1941. Murzuk-Raid - Britische Truppen erobern Bardia in Libyen - Beginn des Feldzuges gegen
Romel begrüßt die ersten Einheiten des Afrikakorps
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für Februar 1941. Schlacht von Keren - Schlacht von Bajda Fumm - Britische Truppen besetzen Bengasi
Halbkettenfahrzeug von Rommels Afrika Korps vor dem Fort von El Agheila
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für März 1941. Bulgarien tritt den Achsenmächten bei - 58.000 britische Truppen werden von Alexandria in
In Jugoslawien rücken motorisierte deutsche Truppen vor
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für April 1941. Deutscher Angriff auf Jugoslawien und Griechenland - die deutsche Luftwaffe zerstört Belgrad -
Luftlandung auf Kreta
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für Mai 1941. Acht aufeinander folgenden Nachtangriffe auf Liverpool - Schlacht von Amba Aladiji in Äthiopien
Panzerdivision bei Brest-Litowsk
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für Juni 1941. Britischer Angriff auf das französische Syrien und Libanon - Operation Battleaxe - Kommissar-Befehl
Leutnant Esa Seeste, der frühere finnischer Olympionike
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 1. August 1941: Politics Großbritannien: Die Regierung bricht die diplomatischen Beziehungen zu Finnland ab.
Deutsche Infanterie mit Panzerunterstützung kämpft um eine Ortschaft vor Moskau.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 1. Dezember 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa: Die deutsche 4. Armee und Guderians und Hoepners
Panzer überqueren die Düna
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 1. Juli 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa: Guderians Panzer überqueren die Beresina. Panzer der Heeresgruppe
PzKpfw III der 2. SS-Division
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 1. November 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa: Deutsche Truppen besetzen Tula, südlich von Moskau. Luftkrieg
Vormarsch finnischer Truppen
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 1. Oktober 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa: Die Finnen erobern Petrosawodsk am Onegasee in Ostkarelien.
Deutsche schwere Fernfeuer-Artillerie
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 1. September 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa: Leningrad gerät unter Beschuß deutscher schwerer Fernfeuer-Artillerie.
T-26 Modell 1933
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 10. August 1941: Politik Großbritannien und Russland verpflichten sich gegenseitig, die Türkei zu unterstützen,
Schlachtschiff Prince of Wales und Schlachtkreuzer Repulse unter Angriff
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 10. Dezember 1941: Seekrieg Pazifik: VERSENKUNG DER FORCE Z. Schlachtschiff Prince of Wales und
brennender BT-Panzer
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 10. Juli 1941: Neutrale USA: Roosevelt fordert vom Kongress einen zusätzlichen Verteidigungshaushalt über 4,77
russische Kriegsgefangene betteln um Brot
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 10. November 1941: Politik Großbritannien: Churchill sagt in einer Rede, daß Großbritannien und die
russisches U-Boot übernimmt Torpedos
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 10. Oktober 1941: Seekrieg Schwarzes Meer: Der rumänische Minenleger Regele Karol I. sinkt in
zerstörter russischer Nachschubszug
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 10. September 1941: Seekrieg Pazifik: Die neuseeländischen Schiffe werden zur 'Royal New Zealand Navy'
Beaufort-Torpedobomber
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 11. August 1941: Luftkrieg Englische Torpedobomber versenken das italienische Lazarettschiff California in Syrakus (Sizilien).
Hitler erklärt USA den Krieg
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 11. Dezember 1941: Politik DEUTSCHLAND UND ITALIEN ERKLÄREN USA DEN KRIEG. USA erklärt den
Panzerschlacht im Süden der Ostfront
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 11. Juli 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa: Deutsche Panzer überqueren den Dnjepr. Die Heeresgruppe Süd
finnischer Oberbefehlshaber Mannerheim
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 11. November 1941: Politik Finnland: Die Regierung weist den amerikanischen Vorschlag zurück, die Feindseligkeiten
Einwohner von Moskau beim Bau von Panzergräben
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 11. Oktober 1941: Heimatfronten Russland: Massenevakuierung von Frauen und Kindern aus Moskau. Tausende von
Soldaten der Roten Armee vergraben Minen
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 11. September 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa, Belagerung von Leningrad: General Schukow ersetzt Woroschilow als
Roosevelt und Churchill an Bord der HMS Prince of Wales
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 12. August 1941: Politik ATLANTIK-CHARTA UNTERZEICHNET nach mehreren Treffen an Bord der HMS Prince
vor Moskau gefallen
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 12. Dezember 1941: Politik Rumänien: Die Regierung erklärt den USA den Krieg. Luftkrieg Deutschland:
ausgebrannte Nikolaikirche in Riga
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 12. Juli 1941: Politik ANGLO-SOWJETISCHER GEGENSEITIGER BEISTANDSPAKT: einschließlich einer Erklärung, daß weder Großbritannien noch
Flugzeugträger Argus
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 12. November 1941: Seekrieg Mittelmeer: 34 der 37 Hurricane-Jagdflugzeuge, welche von den Flugzeugträgern Ark
S-81 nähert sich seiner Höchstgeschwindigkeit
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 12. Oktober 1941: Seekrieg Nordsee: Deutsche S-Boote versenken 2 Schiffe aus einem Geleitzug vor
russische Rückzugsstrasse
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 12. September 1941: Ostfront Unternehmen Barbarossa: Die Russen ziehen sich aus Tschernigow zurück, der

Zwei Panzer IV führen drei Panzer 38 (t)
Zwei PzKpfw IV führen drei PzKpfw 38(t) 1941 nach Russland hinein an. Die Verdoppelung der Panzer-Divisionen für das Unternehmen Barbarossa bei unzureichender Panzerproduktion ließ die jeweilige Divisions-Stärke von 218 auf 160 Panzer abfalllen.
Im Geiste des Blitzkrieg-Konzepts hatte die Invasion zwei Ziele: die Entfernung und die Rote Armee zu überwinden. Die Entfernungen in Russland sprachen für sich selbst. Obwohl der Angriff anfangs über nahezu ideales Gelände für Panzer führte, würde der Vorstoß an seinem Ende über 1.100 Kilometer lange Versorgungswege erzwingen, was selbst noch mehr als die Entfernungen in Nordafrika war. Dazu musste eine Front von 1.500 Kilometer Länge besetzt werden.
Dazu war auch die zahlenmäßige Stärke der Roten Armee immens. Doch diese befand sich in gewisser Unordnung, da Stalin das Offizierskorps gesäubert hatte und die Panzer über die Infanterie-Verbände im alten Stil des Ersten Weltkriegs verteilt waren. Dazu standen die Truppen auch nahe an der Grenze, was eine Verteidigung in der Tiefe nahezu unmöglich machte.
Hitler verfügte letztlich keine ‘reine’ Blitzkrieg-Taktik mit tiefen Stößen in das Hinterland, sondern einzelne Umfassungsbewegungen, um die Truppenkonzentrationen der Roten Armee dort einzuschließen und zu vernichten, wo sie standen. Falls dies gelang, würden die weiter hinten liegenden Städte und Industriegebiete ohne großen Widerstand in den nachfolgenden Monaten fallen, war die Hoffnung.

Diese Strategie funktionierte auch beinahe. Im Norden verursachten die deutschen Truppen 400.000 Mann Verluste bei den Sowjets und umschlossen Leningrad mit dem Befehl, die Stadt auszuhungern und zu zerstören. Im Zentrum schlossen deutsche Panzerverbände die Sowjets Ende Juni bei Minsk und Ende Juli bei Smolensk ein und eine Million Russen fielen oder wurden gefangengenommen. Dazu kamen noch tausende von zerstörten oder erbeuteten Fahrzeugen, Panzer und Kanonen.
Die Heeresgruppe Süd kam allerdings nur langsamer voran, da sie den stärksten Verteidigern gegenüber stand. So befahl Hitler die kontrovers diskutierte Umfassungsbewegung mit der 2. Panzer-Armee und anderen Verbänden der Heeresgruppe Mitte nach Süden, um die sowjetischen Verteidiger um Kiew einzuschließen und gegen das Schwarze Meer vorzustoßen. Das Ergebnis davon waren weitere 1,5 Millionen Mann sowjetischer Verluste.

Aber diese Erfolge führten zu Fehleinschätzungen. Hunderttausende sowjetischer Soldaten entkamen den Einschließungsringen und kämpften weiter. Leningrad und Sewastopol auf der Krim hielten immer noch stand. Moskau befahl die Aufstellung immer neuer Divisionen und setzte alles verfügbare Material dafür ein, selbst einzelne Prototypen neuer Waffenentwicklungen oder die ersten Panzer aus der Anfangszeit der Gründung der Sowjetunion. Gleichzeitig wurden die wichtigen Schlüsselindustrien mit der Eisenbahn in den Osten hinter die Wolga evakuiert.
Die Wehrmacht hatte zwischenzeitlich auch schon 400.000 Mann Verluste zu beklagen und der Nachschub an Munition und Treibstoff wurde über die zunehmenden Entfernungen immer knapper. Panzer blieben in alarmierender Zahl nach den vielen gefahrenen Kilometern liegen und es mangelnde an Ersatzteilen.

Nun musste Hitler alles auf eine Karte setzen und konzentrierte die Masse seiner verbliebenen Streitkräfte – darunter drei der vier Panzer-Armeen – für den entscheidenden Angriff auf Moskau gegen Ende dieses Jahres 1941.

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