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Mosquito-Bomber


De Havilland Mosquito schneller Tag- und Nachtbomber sowie Aufklärer, Jagdbomber, Schiffsbekämpfungs-Flugzeug und Nachtjäger.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

Mosquito B IV
Eine Mosquito B IV der 139. Squadron im Frühsommer 1943, welche als Pfadfinder-Bomber zum Einsatz kam.


de Havilland DH98 Mosquito
Typ: schneller Tagbomber und Nachtbomber, Aufklärer, Jagdbomber, Schiffsbekämpfungs-Flugzeug und Nachtjäger der englischen RAF.

Mosquito-Bomber

Im Oktober 1938 begann das Entwicklerteam unter Geoffrey de Havilland, zusammen mit R.E. Bischof und C.C. Walker, mit der Arbeit an einem leichten Bomber, welcher vollständig aus Holz konstruiert werden sollte, um den Bedarf an strategisch wichtige Materialien so gering wie möglich zu halten, was im Kriegsfall wichtig werden würde.
Das britische Luftfahrtministerium war nicht interessiert und schlug vor, die de Havilland-Werke sollten Flügel für existierende schwere Bomber herstellen. Deshalb wurde der erste Prototyp geheim in Salisbury Hall von einem Team aus nur 12 Mann im Januar 1940 gebaut.

Nur widerwillig erlaubte das Luftfahrtministerium dann die Fortführung der Arbeiten, da man sich ein unbewaffnetes Flugzeug nur als Aufklärer vorstellen konnte. Das Team, welches an dem Prototyp arbeitete, stieg daher im Sommer 1940 auf 30 Mann an.

Nach einem Auftrag im Jahr 1940 über 50 Stück gemäß der Spezifikation B.I/40, flog dann der erste Prototyp der de Havilland Mosquito am 25. November 1940. Das Flugzeug wurde von zwei 1.460-PS-Merlin-21-Motoren angetrieben.
Dabei zeigte es von Beginn an eine überragende Leistung und war sogar noch schneller als die aktuellen Jagdflugzeuge der RAF.

Einsätze

Mosquito Bomber B IV
Ein Mosquito-Bomber B IV der 105.Squadron wird auf dem Stützpunkt Swanton Morley Anfang 1942 mit vier 227-kg-Bomben beladen.

Von den ersten Serienflugzeugen wurden 10 zum leichten Bomber De Havilland Mosquito B IV mit einem verglasten Bug und einem internen Bombenschacht umgebaut. Der erste dieser Bomber mit der Seriennummer W4072 flog am 8. September 1941.
Das hauptsächliche Serienmodell war die Mosquito B IV Serie II, welche Merlin 21, 23 oder 25-Motoren in verlängerten Gondeln hatte. Die 105. Squadron, zu dieser Zeit bei Marham als Teil der 2. Bomber-Gruppe stationiert, erhielt die ersten dieser Mosquito B IV Serie II im Frühjahr 1942.
Der erste Einsatz wurde gegen Köln am 31. Mai 1942 geflogen, dem Morgen nach dem ersten ‘1000-Bomber-Angriff’.

Die Besatzungen lernten schnell, die Geschwindigkeit der Mosquito als hauptsächliche Verteidigung gegen feindliche Jagdflugzeuge zu benutzen, da dieser Typ vollständig unbewaffnet war.
Angriffe im Tiefflug mit einem Sturzflug auf das Ziel wurden bald zur Standard-Taktik bei den Tageseinsätzen und eine der ersten wichtigen Angriffe der 105. Squadron auf das Gestapo-Hauptquartier von Oslo in Norwegen erfolgten auf diese Weise.

Die Mosquito wurde wohl neben der deutschen Junkers Ju 88 zu dem vielseitigsten Flugzeug des 2. Weltkrieges. Dazu gehörte es zu den erfolgreichsten und war so ziemlich an jeder Front präsent.
Am bekanntesten wurde das hölzerne Flugzeug aber bei seinen Einsätzen in Nordwest-Europa mit dem Bomber-, Jäger- und Küsten-Kommando der RAF. Auch wenn die ‘Mossie’, wie sie von ihren Besatzungen genannt wurde, einen großen Beitrag bei den Pfadfinder-Verbänden des Bomberkommandos leistete, waren es doch die Einsätze als leichter Bomber, welche die dramatischsten Resultate erbrachten.

Der Bedarf an Mosquitos zur Aufklärung und als Nachtjäger war zu dieser Zeit derartig groß, dass die Bildung weiterer Bombereinheiten nur langsam voranging. Erst im Herbst 1942 begann die 139. Squadron auf Mosquito B IV Bomber umzurüsten.
Zusammen mit der 105. Squadron waren deren Mosquito-Bomber am Morgen des 30. Januar 1943 über Berlin und sorgten für kräftige Verwirrung, als mehrere Reden von Nazi-Führern zum zehnten Jahrestag der Machtergreifung Hitlers abgehalten wurden.

Mosquito-Störbomber Ranger
Mosquito-Störbomber Ranger, schwarzmatt bemalt und mit den neusten Radargeräten ausgestattet, wurden zu einer wahren Plage über den nächtlichen deutschen Luftraum.

Es folgten weitere Einsätze gegen Schlüsselziele, bis die 2. Gruppe ab 1. Juni 1943 Teil der 2. Taktischen Luftwaffe wurde, wo sie zusammen mit der 109. Squadron bei Pfadfinder-Einsätzen verwendet wurden.
Sie setzten dabei ihre Störangriffe fort und lenkten die Aufmerksamkeit vom Bomberstrom mit den schweren, viermotorigen Bomber ab und wurden nach und nach auf die B Mk IX und XVI umgerüstet.

Aufklärungs- und Bomberversionen der Mosquito durchstreiften nahezu unbedrängt die besetzten Gebiete in Westeuropa und Deutschland in den Jahren 1943 und 1944. Deshalb bildete die deutsche Luftwaffe 1943 zwei spezielle Jagdgruppen, Nr. 25 und 50, welche mit aufgemotzten Messerschmitt Bf 109G-6 Jagdflugzeugen ausgerüstet waren, aber auch diese hatten keinen Erfolg gegen die schnellen Mosquito-Bomber.

Als Anfang 1944 die ‘Light Night Striking Force’ (leichte Nachtangriffs-Einheit) im Rahmen der 8.(PFF)-Gruppe gebildet wurde, bestand diese aus der 139., 627. und 692. Squadron. Allerdings wurde die 627. Squadron bald abgezogen, um bei der 5. Gruppe als Zielmarkierungs-Bomber eingesetzt zu werden.
Später traten dann die 128., 571. und 608. Squadron der LNSF (Light Night Striking Force) bei und nahmen an den regelmäßigen Störangriffen über Deutschland teil, führten die schweren Bomber mit ihren Oboe-Geräten zu den Zielen und griffen diese mit einer selten erreichten Präzision an.

Die bekannte ‘Dambuster’-Squadron 617 verwendete ebenfalls Mosquito-Bomber der Typen Mk IV, IX, XVI, XX und 25, um Ziele im Tiefflug zu markieren.
‘Mossies’ wurden ebenso von den Bomber- und Jägern-Staffeln der 100.(BS)-Gruppe zur elektronischen Kriegführung und Störangriffe verwendet.

Mosquito im Flug
Mosquito im Flug

Vom englischen Bomberkommando wurden modifizierte Mosquito B IV Bomber verwendet, welche in einem größeren, gewölbten Bombenschacht eine 1.814-kg-Bombe tragen konnten. Diese dienten in der ‘Light Night Striking Force’ und waren mit Oboe Mk I bis III Zielfindungsgeräten ausgerüstet.
Alleine zwischen Januar und Mai 1945 warfen diese Mosquito-Bomber 1.459 ‘Blockbuster’-Bomben nur auf Berlin, sowie weitere 1.500 auf andere Ziele.

Spätere Versionen der ‘Mossie’ wurden schon von der Fabrik standardmäßig mit dem großen, gewölbten Bombenschacht und zusätzlichen 455-Liter-Abwurftanks abgeliefert.

In Kanada wurde der Mosquito-Bomber als B.Mk VII mit 1.418-PS-Packard-Merlin-31-Motoren gebaut. Dazu wurden 45 Mosquito B Mk IX-Bomber mit zusätzlicher Bombenzuladung und Merlin-72-Motoren gebaut. De Havillands Hersteller in Kanada baute auch die Mosquito B XX and B 25 bevor der Krieg endete.

Die effektivste Bomber-Version war die Mosquito B Mk XVI mit Druckkabine, umfangreicher Navigationsausrüstung und dem großen, gewölbten Bombenschacht. Dieses Flugzeug konnte damit beladen eine Flughöhe von 11.280 Metern bei einer Geschwindigkeit von 660 km/h erreichen.

Die Statistik des Bomberkommandos am Ende des Krieges gibt 39.795 Einsätze an, bei denen 254 Mosquito-Bomber verloren gingen. Dies ist damit die geringste Verlustquote von allen Bombern, welche vom britischen Bomberkommando verwendet wurden.

Die Gesamtproduktion belief sich auf 7.781 Flugzeuge aller Mosquito-Modelle, welche in Großbritannien, Kanada und Australien gebaut wurden.

Bomber-, Trainer- und Aufklärer-Versionen

PR I : unbewaffneter Fotoaufklärer mit von 16 m beim Prototyp auf 16,51 m vergrößerter Spannweite, doch noch kurzen Motorgondeln.
T III : Trainer mit Doppelsteuerung. Erstflug Januar 1942, doch hauptsächlich nach dem 2. Weltkrieg produziert. Endlieferung 1949.


3d-Modell Mosquito-Bomber
3d-Modell De Havilland Mosquito-Bomber

B IV : Unbewaffneter Mosquito-Bomber mit vier 227 kg-Bomben interner Bombenlast.
Erstlieferung an 105. Squadron in Swanton Morley im November 1941.
Ersteinsatz am 31. Mai 1942 gegen Köln, nach dem ersten Nachtangriff mit 1000 Bombern. Später mit Bombenschächten für 1814 kg-Bomben ausgerüstet.

VII : in Kanada gebaute Mk IV. Wurde nur in Nordamerika eingesetzt.
PR VIII : Aufklärungsversion der B IV mit Hochleistungs-Merlin 61-Motor.
Mk IX : bedeutende Verbesserung der Bomber- und Aufklärer-Versionen. Hochleistungsmotoren und Rumpfschacht für 1.815 kg Bomben oder Zusatztreibstoff, erhöhte Nutzlast, verbesserte Propeller, neue Avionik mit Rebecca, Boozer Oboe oder H2S Mk VI-Radargeräten.
Mk XVI : wesentliche Weiterentwicklung mit Zweistufen-Merlin-Motor, erweitertem Bombenschacht und Druckkabine.
Die PR XVI flog im Juli 1943, die B XVI im Januar 1944.
Später über 1.200 Mosquito-Bomber B XVI mit 1815 kg Bomben für Störangriffe aus großen Höhen eingesetzt.

Mosquito im Imperial War Museum
Mosquito im Imperial War Museum in London.

B XX : in Kanada gebaute B IV (USAAF-Bezeichnung F-8)
PR 32 : Aufklärer mit vergrößerter Spannweite und Merlin 113/114-Motoren.
PR 34 : strategischer Aufklärer mit Merlin 113/114-Motoren, extra großer Unterrumpftank mit 5770 Liter (910 Liter Abwurftanks) und Druckkabine.
B 35 : entsprechende Bomberversion mit Vorrichtung für Foto-Aufklärung und Zielflugkörperschlepp.
T 43 : australischer Trainer. Alle australischen Baumuster mit amerikanischen Packard-Motoren ausgerüstet.

Animation 3d-Modell Mosquito-Bomber de Havilland DH98


De Havilland Mosquito FB

De Havilland Mosquito FB
Typ: englischer Jagdbomber, Schiffsbekämpfungs-Flugzeug, Nachtjäger.

Geschichte:

Mosquito FB VI Schiffsbekämpfungs-Flugzeug
Ein Mosquito FB VI Schiffsbekämpfungs-Flugzeug der 143. Staffel wird in Banff, Schottland, mit Raketen bewaffnet.

Wie schon der Beaufighter zuvor beim RAF Küstenkommando (Coastal Command) erzielte auch der De Havilland Mosquito FB beachtliche Erfolge durch den Einsatz von Luft-See-Raketen und Bomben in dieser Rolle. Bei Ende des 2. Weltkrieges war außerdem noch eine Torpedobomber-Version in der Entwicklung.

Nachdem der Mosquito-Bomber zu einem erfolgreichen Jagdbomber weiterentwickelt worden war, welcher optimal die schwere Bewaffnung der Nachtjäger-Version mit der internen Zuladung des Bombers kombinierte, begannen auch Tests beim englischen Küstenkommando mit der De Havilland Mosquito FB VI. Dabei wurde das Flugzeug zusätzlich mit acht 76,2-mm-Raketen unter den Flügeln bewaffnet.
Neben der Bewaffnung von vier 20-mm-Kanonen und vier 7,7-mm-Maschinengewehren im Bug konnte die Mosquito FB VI auch zwei 227-kg-Bomben im hinteren Bombenschacht mitführen. Zudem wurden die Flugzeuge später noch verstärkt, um auch optional ein weiteres Paar von 227-kg-Bomben – statt der Raketen unter den Flügeln – aufzunehmen.

Nachdem Erfolg der mit Beaufighter ausgerüsteten Schiffsbekämpfens-Staffeln im Jahr 1943 wurde auch eine Mosquito-Staffel in Banff in Schottland aufgestellt. Diese 333. Staffel mit norwegischen Piloten erhielt ihre ersten FB VI im November 1943.

Mosquito FB VI Jagdbomber greift 1944 ein Schiff an
Ein de Havilland Mosquito FB VI Jagdbomber greift 1944 ein Schiff an. Die Kanonen werden eingesetzt, um den richtigen Zeitpunkt des Abschusses der Raketen zu erkennen, welche am besten unterhalb der Wasserlinie treffen sollten.

Die 248. Staffel folgte im nachfolgenden Monat und die 235. im Juni 1944.
Die Flugzeuge wurden fast ausschließlich gegen die deutschen Küstenschifffahrt vor der norwegischen Küste eingesetzt, wobei die norwegischen Piloten der 333. Staffel zumeist als Pfadfinder für die anderen Mosquitos in den geschlungenen und windigen Fjorden Norwegens dienten.

Von größerem Interesse als ihr tatsächlicher Einsatzwert erwies sich das Mosquito FB XVIII Schiffsbekämpfungs-Flugzeug, welches mit einer 57-mm-Molins-Kanone im Bug bewaffnet war. Eine umgebaute Mosquito FB VI machte damit den Erstflug am 25. August 1943, worauf hin 27 Flugzeuge hergestellt wurden und welche von der 248. Staffel in Banff im Januar 1944 in Dienst gestellt wurden.

Es wurden mit den Flugzeugen Patrouillen über dem Ärmelkanal geflogen und am 25.März meldete eine Besatzung die Versenkung eines deutschen U-Bootes vor der französischen Küste.
Mit einem Gewicht von über 907 kg konnte die Molins-Kanone nicht als Erfolg gewertet werden, da ihr Rückstoß beim Feuern ständig Schäden an der Struktur des Bugs der Mosquito verursachte.
Die 248. Staffel setzte ihre Flugzeuge bis Februar 1945 ein. Anschließend wurden die verbleibenden Flugzeuge von der 254. Staffel in Schottland bis zum Ende des 2. Weltkrieges verwendet.

Mosquito-Versionen als Jagdbomber, Schiffsbekämpfungs-Flugzeuge und Nachtjäger:

Mosquito F II Nachtjäger
Mosquito F II Nachtjäger der 23. Staffel, stationiert in Luqa auf Malta, 1942.

F II : Pilot und Beobachter saßen in diesem Nachtjäger nebeneinander. Das Flugzeug hatte flache, schussfeste Sichtfenster, vergrößerte Motorgondeln, geteilte Landeklappen, vier 20-mm-Hispano Kanonen mit je 300 Schuss unter dem Rumpf und vier 7,62 mm Browning mit je 2000 Schuss im Bug.
Erstflug am 15. Mai 1941, im Einsatz ab August 1942. Später mit A1 MklV oder V-Radar oder Suchscheinwerfer ausgerüstet. 466 Stück gebaut.

3d-Modell FB VI
3d-Modell FB VI der chinesischen Luftwaffe.

FB VI : Jagdbomber und Störflugzeug für Tag- und Nachteinsatz. Gleiche Bewaffnung wie F II, doch zwei 113-kg-Bomben im Schacht und zwei weitere (später je 226 kg) an den Unterflügelstationen oder wahlweise 225-Liter- oder 450-Liter-Abwurftanks, Minen, Wasserbomben oder acht 27 kg-Raketen. Einige wurden mit A1-Radar ausgerüstet.
Gesamtproduktion 2.584, mehr als jede andere Variante.
NF XII : Weiterentwicklung der F II mit neuem Bug und A1 Mk VIII Zentimeterradar statt der Browning-Maschinengewehre.
NF XIII : die Mk XII mit geändertem Bug und den gleichen Flügeln wie Mk VI für Abwurftanks oder andere Lasten. Flog erstmals im August 1943.
NF XV : Höhenjäger mit auf 17,98 m vergrößerter Spannweite, Druckkabine, leichteres Gerüst und A1 Mk VIII Radar im Bug. Unterrumpfbehälter mit vier 7,62 mm Browning-MG zum Einsatz gegen Ju 86P-Höhenbomber.
NF XVII : Nachtjäger mit neuem A1 Mk X oder SCR 720 Radargeräten (einige auch mit Heckantennen) und bewaffnet mit vier 20-mm-Kanonen mit je 500 Schuss.
FB XVIII Tse-Tse-Fliege : Schiffsbekämpfungs-Flugzeug des Küstenkommandos mit gedrosselten Motoren, einer 57-mm-Molins-Kanone mit 25 Schuss, vier Brownings und acht 27 kg-Raketen oder Bomben.
NF XIX : weiterentwickelte Mk XIII für A1 VIII oder X oder SCR 720 Radar im erweitertem Bug und gedrosselte Merlin 25-Motor.
NF 30 : Nachtjäger mit Zweistufenmotoren, verbesserten Propellern, A1 Mk X-Radar und verschiedene Sensoren, Täusch- und Störelektronik. Basierte auf der Mk XIX.
Mk 33 : erste Marineversion Sea Mosquito mit klappbaren Flügeln mit Motorantrieb, ölhydraulische Fahrgestellbeine (statt Gummipuffer), gedrosselte Motoren, Vierblattpropeller, Fanghaken, vier 20 mm Kanonen, Torpedo (oder Bomben, Raketen), amerikanisches ASH-Radar, JATO-Startrakete.
TF 37 : Marine-Torpedojäger, entwickelt aus der Mk 33 mit A1/ASV Mk XIII-Radar.
NF 38 : letzte Jägerversion, hauptsächlich exportiert. A1 Mk IX-Radar und modernes Cockpit.

Animation 3d-Modell De Havilland Mosquito FB VI der chinesischen Luftwaffe

Benutzer: England (RAF), Australien, Belgien, Kanada, China, Tschechoslowakei, frei-französische Streitkräfte, Jugoslawien, Neuseeland, Norwegen, Russland, Türkei, USA (USAAF) – Angaben für alle Modelle, auch mit Mosquito-Jagdbomber und Jäger.


Spezifikationen für De Havilland DH98 Mosquito

Spezifikationen:

SpezifikationB IVFB VI
Typ schneller Tagbomber, Nachtbomber Jagdbomber, Schiffsbekämpfungs-Flugzeug
Antrieb 2 x Rolls-Royce Merlin 21-Motoren mit je 1.230 PS 2 x Rolls-Royce Merlin XXI 12-Zylinder wassergekühlte Motoren mit je 1.230 PS
Besatzung22
Spannweite 16,50 m 16,51 m
Länge über alles 12,43 m 12,34 m
Höhe über alles 4,66 m 4,63 m
Leergewicht6.396 kg 6.486 kg
Maximales Startgewicht10.206 kg10.115 kg
Höchstgeschwindigkeit612 km/h 612 km/h in 3.962 m
Steigleistung (F.II)530 m/min530 m/min.
Zeit bis auf 4.572 m?7 Minuten
Dienstgipfelhöhe8.840 m10.972 m
Reichweite3.265 km2.092 km

Bewaffnung:

SpezifikationB IVFB VI
unter dem Boden- 4 x 20-mm Hispano Kanonen (je 300 Schuss)
im Bug- 4 x 7,7-mm-Browning MGs (je 2.000 Schuss)
Bombenzuladung 4 x 227-kg-Bomben im internen Bombenschacht, später bis zu 1.814 kg Bomben 2 x 113-kg-Bomben
unter den Flügeln- 2 x 113-kg (später 226-kg) Bomben oder Abwurftanks, Minen, Wasserbomben, 8 x 27-kg-Raketen

Einsatzstatistik:

DH 98 Mosquito B IV FB VI
Erstflug (Prototyp)25. November 1940
TruppenlieferungNovember 1941 vor November 1943 (F II im August 1942, FB XVIII im Januar 1944)
Erster Kampfeinsatz31. Mai 1942?
Endlieferung1949 (T III)
Stückzahl insgesamt alle Versionen: 7.781 (6.439 während des 2. Weltkrieges davon mehr als 1.200 Mk B XVI) 2.548 FB VI (466 F II, 27 FB XVIII Tse-Tse-Fliege)
Einsätze im 2.Weltkrieg (alle) 39.795 (davon 28.639 als Bomber)
Verluste (alle) 396 (100,5 Einsätze je Verlust)
Bombenmenge auf Ziele (alle) 26.867 t (0,94 t je Bombereinsatz)

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  • Mufti von Jerusalem Mohammed Hadschi Amin Al Husseini

    Befehlshaber, Aufstellung, Einsätze, Ende, Infanterie-Stärke und Panzerausstattung der Waffen-SS-Divisionen 20-25 (estnische Nr. 1 bis Hunyadi). In diesen Nummern-Bereich der Waffen-SS-Divisionen befinden sich auch einige weniger bekannte und bizarre Formationen, neben einigen mit hohem Kampfwert. hier zu Waffen-SS-Divisionen 13-19 Waffen-SS-Divisionen Nr.20 bis 25 20. Waffen-Grenadier-Division der SS (estnische Nr.1) Befehlshaber: SS-Brigadeführer Augsberger (bis März 1945), SS-Oberführer Maack. Aufstellung (als Division): Aufgestellt in Estland als Estnische Legion, zur Division im Januar 1944 ausgebaut. Ende: Kapitulierte gegenüber der Roten Armee bei Melmick (Tschechien) im Mai 1945. Infanterie-Stärke: 3 Infanterie-Regimenter. Im November 1944 das SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 45 ‘Estland’ sowie Nr. 46 und 47, welche im Juli 1944 aus den estnischen Freiwilligen-Bataillonen 658 und 659 gebildet wurden. Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Aufgestellt in Estland von März bis April 1943 als Estnische Legion. Umbenannt während des Trainings in 3. estnische SS-Freiwilligen-Brigade. Zum ersten Mal im Einsatz bei Newel im Herbst 1943. Im Januar 1944 zur Division ausgebaut, dabei das eingezogene, ehemalige Personal der estnischen Armee verwendet. Der Kader stammte von der 1. SS-Infanterie-Briagde (mot.). Gute Kampfleistungen an der Narwa von April bis August 1944 und die Division vermeidet die Einschließung im Kurland-Kessel, zieht sich nach Ostpreußen zurück. Im Einsatz in Schlesien im März 1945, nördlich von Hirschberg im April. Kapitulierte bei Melmick im Mai 1945 gegenüber den Russen. Gute Kampfleistung. Individuelle Abzeichen: Ursprünglich SS-Runen am Kragen, später ein ‘E’ mit einem Schwert und schließlich ein Panzerarm mit Schwert und dem Buchstaben ‘E’. 21. Waffen-Gebirgs-Division der SS Skanderbeg (albanische Nr.1) Befehlshaber: SS-Oberführer Schmidhuber (bis August 1944), SS-Obersturmbannführer Graaf (bis Januar 1945). Aufstellung (als Division): Formiert im Kosovo im Sommer 1944. Ende: Aufgelöst im Oktober 1944 nach einer Massen-Desertion, welche die Stärke auf 1.300 Mann reduzierte. Infanterie-Stärke: 2 Gebirgsjäger-Regimenter. Waffen-Gebirgsjäger-Regimenter der SS 50 und 51. Stärke von 6.500 Albanern im September 1944. Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Zweite Moslem-Division der Waffen-SS, deren Aufstellung im April 1944 autorisiert wurde. Die Aufstellung begann im Kosovo im Sommer 1944 und bis September 1944 waren 6.500 Albanern rekrutiert worden. Es folgte ein kurzer Einsatz gegen Partisanen, dann kam es im Angesicht der vorrückenden Roten Armee im Oktober 1944 zu einer Massen-Desertion, welche die Gesamtstärke auf 1.300 Mann reduziert. Die Division wurde aufgelöst und das deutsche Rahmenpersonal wurde als ‘Kampfgruppe Skanderbeg’ bezeichnet und dem 14. Regiment der Division Prinz Eugen zugeteilt. Im Einsatz von Dezember 1944 bis Januar 1945 bei Zwornik, Bjellina, Brcko und anschließend womöglich an der Oder-Front von Februar 1945 an. Individuelle Abzeichen: SS-Runen am Kragen und ein Ziegekopf mit ‘Skanderbeg’ am Helm, aber nicht oft getragen. Auf dem Armband das ‘Skanderbeg’-Gebirgsjäger-Abzeichen. 22. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division Maria Theresia Befehlshaber: SS-Brigadeführer Zehender. Aufstellung (als Division): Aufgestellt in Ungarn zwischen Frühjahr und Sommer 1944. Ende: Vernichtet beim Fall von Budapest, Februar 1945. Infanterie-Stärke: Erst 2, seit Oktober 1944 3 Kavallerie-Regimenter. Im Oktober 1944 die SS-Kavallerie-Regimenter 17, 52 und 53. Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Im Frühjahr und Sommer 1944 in Ungarn aus zwei ungarischen Regimentern aus ‘Volksdeutschen’ und dem altbewährten SS-Kavallerie-Regiment 17 (zuvor das SS-Reiter-Regiment 3), welches von der SS-Division ‘Florian Geyer’ abgezogen wurde, aufgestellt. Nur das 17. und 52. Regiment waren vollständig einsatzbereit, als die Division bei Debrecen erstmals eingesetzt wurde. Das 53. Regiment folgte im Oktober 1944 nach. Zusammen mit der ‘Florian Geyer’-Division im Einsatz bei und in Budapest von November 1944 bis Februar 1945, als die Division beim Fall der Stadt vernichtet wurde. Der Divisions-Name ‘Maria Theresa’ ist nicht gesichert. Individuelle Abzeichen: Am Kragen das ‘Karstblumen’-Abzeichen. 23. Waffen-Gebirgs-Division der SS Kama (kroatische Nr.2) Befehlshaber: SS-Standartenführer Raithel. Aufstellung (als Division): Rekrutierung seit Juni 1944. Ende: Russischer Vormarsch auf dem Balkan führte zum Verzicht auf die Fertigstellung der Division im September 1944. Divisions-Nummer wurde von Nederland-Division übernommen. Infanterie-Stärke: 2 Gebirgsjäger-Regimenter in Ausbildung. Waffen-Gebirgsjäger-Regimenter der SS 55 und 56. Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Die Rekrutierung begann in Bosnien im Juni 1944, aber der Einbruch der Roten Armee in den Balkanraum im September 1944 führte zum Abbruch des Trainings und der Auflösung der Einheit. Vorhandene Soldaten wurden als Ersatz für andere Verbände verwendet und die deutschen oder volksdeutschen Offiziere und Unteroffiziere traten der Kampfgruppe Hanke der 13. Waffen-SS-Division ‘Handschar’ bei. Individuelle Abzeichen: Das vorgesehene ‘Sonnendurchbruchs’-Motiv am Kragen wurde niemals eingeführt. 23. SS-Freiwilligen-Panzer-Grenadier-Division Nederland Befehlshaber: SS-Brigadeführer Wagner. Aufstellung (als Division): Aus der Freiwilligen-Legion wurde im Juli 1943 eine Brigade, welche Anfang 1945 als ‘Division’ bezeichnet wurde. Ende: Vernichtet bei Berlin, Ende April 1945. Infanterie-Stärke: 2 motorisierte Infanterie-Regimenter. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Regimenter 48 ‘General Seyffardt’ und 49 ‘De Ruiter’. Panzer-Ausstattung: 1943/44 drei Sturmgeschütz-Batterien mit 34 StuG. 1945 zwei schwache Panzerjäger-Kompanien mit Hetzer mit insgesamt 20 Jagdpanzern. Einsätze: Die Reste der holländischen Freiwilligen-Legion Niederlande wurde im Juni und Juli 1943 bei Sonneberg mit 5.500 holländischen Freiwilligen verstärkt, welche Anfang des Jahres von der 2. SS-Infanterie-Brigade bei der Heeres-Gruppe Nord zugeführt worden waren. Neben den niederländischen Freiwilligen wurde auch Personal aus anderen westeuropäischen Staaten von anderen Waffen-SS-Division, vor allem von Nordland und Wiking, zugeführt. Die Bezeichnung wurde daraufhin am 23. Oktober 1943 auf 4.SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Brigade ‘Nederland’ geändert und der Einsatz erfolgte im Rahmen des III. SS-Panzer-Korps. Während der Ausbildung im Herbst 1943 Einsätze gegen Partisanen in Kroatien. Im November 1943 erhielten die Regimenter ihre Namen und gingen im Januar 1944 an die Front vor Leningrad. Im Sommer 1944 in schweren Gefechten an der Narwa, wo das Regiment ‘De Ruiter’ nahezu vernichtet wurde. Mitte 1944 gehörten zur Brigade u.a. 2.736 Holländer und 35 Belgier. Etwa 1/3 der Soldaten waren Volksdeutsche aus dem Banat. Von September 1944 bis Januar 1945 Rückzug über Estland nach Litauen, von wo der Verband aus dem Kurland-Kessel evakuiert wurde, wobei Teile – einschließlich des Stabes – beim Untergang des Transportschiffes Moira vor Kolberg verloren gingen. Anfang 1945 Wiederaufstellung und als 23. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division ‘Nederland’ bezeichnet. Mangels ausreichendem Ersatz aus Holland und gebotener politischer Rücksichtnahme dort, blieb der Verband aber trotzdem nur eine starke, selbständige Panzergrenadier-Brigade, teilweise mit Schützenpanzern ausgerüstet. Im Einsatz in Pommern bei Stargard und Stettin. Anschließend nach Süden verlegt und kämpfte vor Berlin und wurde Ende April 1945 im ‘Kessel von Halbe’ bei Fürstenwalde nahezu vernichtet. Einige wenige Überlebende erreichten die US-Kriegsgefangenschaft bei Magdeburg. Höchste Kampfleistungen. Erreichte jedoch niemals wirklich Divisionsstärke. Individuelle Abzeichen: Die Freiwilligen-Legion Niederlande mehr …

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