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88-mm-Flak 18, 36, 17


Legendäre deutsche 88-mm-Flak 18, 36, 37.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder, Video und 3d-Modell der mittleren Flugabwehrkanone, welche aber als Panzerabwehrkanone berühmt wurde.

88-mm-Flak beim Unternehmen 'Battleaxe'
Deutsche 88-mm-Flak feuerbereit während des britischen Unternehmens ‚Battleaxe‘ (Juni 1941), wobei über 60 Matilda-Panzer von diesen Geschützen zerstört wurden.

88-mm-Flak 18, 36 und 37.
Typ: mittlere Flugabwehrkanone; jedoch auch weit verbreitet als Panzerabwehrkanone und Feldartillerie-Geschütz verwendet.

Geschichte

88-mm-Flak im Panzermuseum Munster
88-mm-Flak im Panzermuseum Munster.

Eine berühmte Waffe war die deutsche 88-mm-Flak (Acht-Acht). Ihr Ursprung liegt in den 30er Jahren, als die Ingenieure von Krupp bei Bofors in Schweden arbeiteten. Die Bedingung des Versailler Vertrages waren so, dass es für Geschützkonstrukteure in Deutschland kaum Beschäftigung gab. Deshalb wurden sie ausländischen Firmen zugewiesen, wo sie ihre Augen offenhalten sollten. Anfang der 30er Jahre kehrten sie nach Essen zurück und brachten die Zeichnungen für das 8,8-cm-Geschütz mit. Versuchsmodelle wurden gebaut, und bedingt durch die im schwedischen Exil erzwungene gründliche Ausarbeitung gingen alle Erwartungen der Konstrukteure in Erfüllung. Die Luftwaffe übernahm es sofort und wurde weit verbreitet als mobiles und stationäres mittleres Flak-Geschütz verwendet.

Frühe Ausführungen gingen mit der Legion Condor nach Spanien, wo ihre potenzielle Eignung als Panzerabwehrgeschütz erkannt wurde. Sie wurden mit passenden Visiereinrichtungen ausgestattet und panzerbrechende Granaten dafür wurden geschaffen.
In den polnischen und französischen Feldzügen wurde das 88 mm Geschütz selten, wenn überhaupt, als Pak eingesetzt, zum Teil, weil man die damaligen Panzerkampfwagen erfolgreich bekämpfen konnte, ohne auf die Acht-Acht zurückgreifen zu müssen, und zum Teil, weil es ein Geschütz war, das sich am besten für die Verteidigung eignete. Erst später, während der Kämpfe in Afrika gegen die schwer gepanzerten Matilda-Panzer, wurde die Acht-Acht als Panzerknacker berühmt.


 

In Anbetracht dieses Erfolges wurde Krupp beauftragt, statt einer über­ und umgearbeiteten Flak eine echte Panzerabwehrkanone zu bauen. Und Krupp nahm einen grandiosen Plan für eine integrierte Familie von 88 mm Flugabwehr-, Panzerabwehr-, U-Boot­ und Kampfwagenkanonen in Angriff, die alle die gleiche Munition verschießen und einheitliche Teile haben sollten. Aber langsam begann sich der Schwerpunkt von diesem idealen System wegzubewegen und konzentrierte sich auf die Kampfwagen- und Panzerabwehrwaffen, vor allem wegen der massenhaft auftretenden russischen Panzer vom Typ T-34 und KW-1.

Benutzer: Deutschland, Italien.

button go Teil II: 88-mm-Flak als Pak


Animation 3d-Modell 88-mm-Flak 36


Spezifikationen für 88 mm Flak 18, 36 und 37

Spezifikationen:

88 mm Flak 18, 36 und 37 Spezifikationen
Typ mittleres Flugabwehrgeschütz sowie Feldgeschütz und schweres Panzerabwehr-Geschütz
Bedienungspersonal7-10 Mann
Länge 7,62 m
Breite 2,305 m
Höhe 2,418 m
Gewicht 6.861 kg Transport, 5.150 kg abgeprotzt
Kaliber 88 mm
Rohrlänge 4,93 m
Lauflänge 4,124 m
Schwenkbereich 360°
Höhenbereich -3° bis +85°
Mündungsgeschwindigkeit820 m/s
maximale Schussweite bis 8.000 m Flughöhe als Flak, 17,5 km als Feldgeschütz
Granatgewicht Flak-Granate: 9 kg, Panzer-Granate: 10,2 kg, Sprenggranate: 9,24 kg
Feuerrate 15 Schuss/min.

Durchschlagskraft mm auf 30° Panzerplatte:

EntfernungDurchschlag
100 m127 mm
500 m117 mm
1.000 m106 mm
1.500 m97 mm
2.000 m88 mm

Herstellung:

88 mm Flak 18, 36 und 37 Angaben
Serienproduktion als Flak 17: seit 1933, 1936 ersetzt durch Flak 36 und 1937 durch Flak 37. Gebaut bis Kriegsende (Mai 1945).
Stückpreis 26.000 RM (8,8-cm Pak 43 L/71)
Stückzahl (alle)mehr als 12.000


Video von 88-mm-Flak

88-mm-Flak 36 beim Feuern.


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Quellenangaben und Literatur

The Encyclopedia of Weapons of World War II (Chris Bishop)
Die Geschichte der Artillerie (John Batchelor, Ian Hogg)
Artillery in Colour 1920-1963 (Ian Hogg)
Luftwaffe Handbook (Dr Alfred Price)


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