02-1918, Februar 1918


Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für Februar 1918.

Deutsche Soldaten verfolgen Rote Truppen
Deutsche Soldaten verfolgen Rote Truppen.

Februar 1918

Seiteninhalt:

Schlagzeilen vom Februar 1918:

Die Mittelmächte erkennen die unabhängige Republik Ukraine an – Österreich-ungarische Marine-Meuterei in Cattaro – erster amerikanische Kampfpilot erzielt einen Luftsieg – erste US-Truppen auf der Überfahrt getötet – britische Frauen über 30 Jahre erhalten Wahlrecht – Mackensens 4-Tage-Ultimatum für den Beginn von Friedensgespräche an Rumänien – Mittelmächte unterzeichnen einen Separatfrieden mit der Ukraine – Trotzki verkündet ‚kein Frieden, kein Krieg‘ – britisches Informationsministerium gegründet – Wilson fügt in der Kongressansprache vier Kriegszielpunkte hinzu – Sowjetische Rote Flotte gegründet – Türkische Offensive in Armenien – Rote Armee aufgestellt – Litauen erklärt die Unabhängigkeit – Deutscher Fortsetzungskrieg gegen Russland – britischer Generalstabschef Robertson tritt zurück, Wilson wird Nachfolger – Verstaatlichung-Erlass für Grundbesitz in Russland veröffentlicht – Deutsche Truppen marschieren in Minsk ein – Fall von Jericho – Sowjets akzeptieren die deutschen Friedensbedingungen – umfassende Nahrungsmittelrationierung in Großbritannien – sowjetische Delegation kehrt nach Brest-Litowsk zurück – Ludendorff und der Kaiser sehen zum ersten Mal den deutschen Panzer A7V.

zurück Zurück zu Januar 1918.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 1. Februar 1918:

SVA5
Eine italienische SVA5 fliegt eine Aufklärungsmission.

Luftkrieg
Italienische Front: Im Februar wird der neue italienische Hochgeschwindigkeits-Zweisitzer Ansaldo SVA5 eingeführt (1.200 gebaut), welcher die Fern- und Fotoaufklärung stark verbessert.
Frankreich: Im Februar treffen drei italienische Caproni-Bomberstaffeln (bis zum 19. Februar) ein und fliegen 68 Operationen für 22 Verluste bis zum Waffenstillstand.
Die 41. Squadron des Royal Flying Corps wird zur 8. Brigade.
4 Staffeln von Gotha-Bombern greifen Paris an, wo 45 Menschen sterben.
Großbritannien: Prinz Albert (der zukünftige König George VI.) schließt sich dem Royal Navy Air Service HMS Daedalus in Cranwell (Lincs.) an, wird zum befehlshabenden Offizier der 4. Squadron des Boy Wing und Hauptmann der neuen RAF am 1. April. Die Sollstärke der Jagdstaffeln (Squadrons) des Royal Flying Corps wird von 18 auf 24 Flugzeuge erhöht; 7 Sopwith Camel Staffeln sind bis zum 21. März so weit.
Deutschland: JG3 (Hauptmann Tutschek) gebildet aus Jastas (jeweils 14 Flugzeuge) 12, 13, 15 und 19 sowie JG3 (Hauptmann Bruno Lorzer) aus Jastas 2, 26, 27 (Göring) und 36. Weitere 12 Jastas inklusive der Nummern 68 bis 75 werden im Februar gebildet.
Saloniki: Im Februar verfügt das Royal Flying Corps jetzt über bis zu 8 S.E.5a, die es ermöglichen, 4 deutsche Flugzeuge zu zerstören (am 31. Januar und 5. Februar).
Nordsee: Der US Air Service übernimmt den Wasserflugzeug-Stützpunkt von Dünkirchen.

Westfront
Frankreich: Ab Februar übernimmt die französische Armee die leichtere und komfortabler ARS-Gasmaske (5 Millionen werden hergestellt).
Artois: Die neue deutsche 17. Armee wird unter O. Below gebildet.
Besetztes Belgien: Bei Charleroi setzt der bayerische Hauptmann Bomschlegel während des Februars 30 bei Cambrai erbeutete britische Tank Mark IV Panzer zum Einsatz bei der deutschen Armee wieder instand.

Ostfront
Die Mittelmächte erkennen die unabhängige Republik Ukraine an. 5 deutsche Divisionen werden während des Februars zur Westfront verlegt.
UdSSR: Jeremjew bildet das sowjetische I. Korps in Petrograd.

Südfronten
Griechenland: Griechische Truppen meutern bei Lamia gegen ihre Entsendung nach Saloniki. König Alexander kommt zum Besuch, verweigert Milde gegenüber den Rädelsführern und befiehlt das Erschießen von zwei, welche ein Dorf geplündert haben.
Italienische Front: 3 ehemalige Korps der Zweiten Armee von Caporetto sind jetzt als Fünfte Armee unter Capello reorganisiert worden, allerdings teilweise mit französischen Geschützen und Gewehren bewaffnet.
Italien: Im Februar ruft die Untersuchungskommission zur Schlacht von Caporetto den ehemaligen Oberbefehlshaber Cadorna vom Alliierten Obersten Kriegsrat ab.

Seekrieg
Nordsee: Britische Minenleger legen ein dichtes Minenfeld vor dem Skaw (Kattegat).
Adria: Österreich-ungarische Marine-Meuterei in Cattaro. Die Seeleute fordern Frieden ohne Annexion, Demobilisierung, bessere Lebensbedingungen, gewinnen aber nicht die Unterstützung der Angehörigen der Armee oder des deutschen U-Boot-Stützpunktes. Die Meuterei bricht am Ultimatum und der Ankunft von 3 Schlachtschiffen aus Pola zusammen. 3 Anführer fliehen nach Italien in einem Wasserflugzeug, ca. 800 Männer werden von den Schiffen abkommandiert, 40 verurteilt und 4 hingerichtet. Kaiser Karl sendet Erzherzog Admiral Stephen, um eine Untersuchung der Vorfälle durchzuführen.
Ärmelkanal: Ab Februar vermeiden U-Boote der Hochseeflotte die Passage durch die Meerenge von Dover, aber 29 Küsten-U-Boote der Flottillen aus Flandern nutzen die Route im Februar.
Ostsee: Das britische Auswärtige Amt lehnt die Idee vom russischen Centrobalt ab, die russische Flotte zu finanzieren.

Geheimkrieg
Frankreich: Im Februar beginnt der Physiker Langevin mit Seeversuchen eines Quarz-Transduktor vor Toulon, wodurch erstmals U-Boot auf bis zu 8 km Entfernung erkannt werden können.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 2. Februar 1918:

^Voisin in Ostafrika
Eine der vier britischen Voisin in Ostafrika, welche zur Aufklärung und für Verbindungsflüge genutzt wurden. Dazu kamen noch einige Caudron-Flugzeuge.

Luftkrieg
Ostafrika: Die letzten 6 Flugzeuge des Royal Flying Corps werden bis zum 9. Februar zurückgezogen.

Westfront
Frankreich: Der Oberste Alliierte Kriegsrat genehmigt eine allgemeine Reserve für die westliche, italienische und Balkan-Front. Foch unterbreitet am 6. Februar einen Plan für 17 Divisionen hinter der Westfront und 13 in Italien. Am 12. Februar wenden sich Petain und Haig gegen einen Kompromiss über eine Verlängerung der Frontlinie des BEF um 20 Kilometer.

Heimatfronten
Frankreich: ‚Nationales Büro für Behinderte und entlassene Soldaten‘ gebildet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 3. Februar 1918:

Giganten der Demokratie
Alliiertes Plakat feiert Politiker und Feldherren als ‚Giganten der Demokratie‘. Englands Lloyd George, Haig, US-Präsident Wilson und General Pershing und Frankreichs Foch.

Politik
Frankreich: Die erweiterten Machtbefugnisse des Alliierten Obersten Kriegsrats werden in Versailles bekannt gegeben.
Schweden: Der finnische Vertreter in Stockholm fordert auf eigene Initiative eine schwedische Intervention an. Der schwedische Ministerpräsident lehnt dies ab und schlägt am 4. Februar eine Vermittlung vor. Die Finnen wenden sich an Berlin.


Ostfront
Finnland: 1.600 Weißgardisten erobern Oulu im Norden und säubern bis zum 6. Februar das Gebiet bis zur schwedischen Grenze. Im Zentrum greifen die Roten vergeblich die weißen Stellungen vom 2. bis 12. Februar an.

Luftkrieg
Italien: Österreich-ungarische Flugzeuge bombardieren Venedig (sowie am 5. und 25. Februar), zusammen mit Padua (20. Februar).

Geheimkrieg
Schweiz: Der Amerikaner George D. Herron trifft den österreich-ungarischen kaiserlichen Berater Lammasch bei der Auslotung von Friedensfühlern auf niederer Führungsebene.

Heimatfronten
Deutschland: Der Berliner Garnisonskommandeur teilt den Streikenden mit, entweder zur Arbeit zurückzukehren oder erschossen zu werden.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 4. Februar 1918:

Französische Warnung vor Spionen
Das Plakat fordert französische Zivilisten und Soldaten auf, auf feindliche Agenten und Spione zu achten.

Heimatfronten
Frankreich: Bolo Pascha vor dem Kriegsgericht, Todesurteil am 14. Februar und in Vincennes am 17. April hingerichtet. Er hatte deutsche Finanzmittel erhalten und an die korrupte Presse weitergegeben.
USA: Meldewoche für Ausländer aus Deutschland.

Westfront
Weiteren US-Einheiten werden Abschnitte in der Frontlinie zugewiesen.
Lothringen: Graf Bothmer (Befehlshaber der ex-Südarmee von der Ostfront) wird Befehlshaber der neuen deutschen Neunzehnten Armee für die restliche Dauer des Krieges.

Ostfront
Don: Alexejews 3.500 Mann starke Offiziers-Freiwilligen-‚Armee‘ beginnt mit ihrem ‚Eis-Marsch‘.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 5. Februar 1918:

amerikanische Jagdfliegereinheit
Eine amerikanische Jagdfliegereinheit, ausgerüstet mit britischen S.E.5a.

Luftkrieg
Westfront: Leutnant Thompson von der 103. Aero-Squadron (hauptsächlich Veteranen der Lafayette Escadrille) ist der erste amerikanische Kampfpilot im Dienst der US-Streitkräfte, welcher einen Luftsieg erzielt. Die AEF verfügt am 1. Februar über 225 Flugzeugen in 9 Staffeln.

Seekrieg
Atlantik – Erste US-Truppen auf der Überfahrt getötet: Das britische Truppentransportschiff Tuscania wird durch ein U-Boot vor Irland versenkt. 166 US-Soldaten und 44 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben.

Heimatfronten
Großbritannien: Das Lebensmittelministerium bietet Nahrungsmittel-Hamsterer eine Amnestie an.
USA: Kapitän Rintelen und 10 weitere Deutsche verurteilt und mit Gefängnisstrafen belegt, weil sie versucht haben, den britischen Frachter Kirk Oswald zu versenken. Der Ausschuss für öffentliche Information appelliert an die Öffentlichkeit, Brieftauben des US Signal Corps nicht abzuschießen.
Frankreich: 3.000 Menschen in Roanne (Departement Loire) protestieren gegen Brotknappheit, verbrennen das Haus des Baumwollmagnaten und plündern bis zum 6. Februar, aber die Unruhen enden am 26. Februar.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 6. Februar 1918:

Plakat fordert das Frauenwahlrecht
Dieses französische Plakat fordert das Frauenwahlrecht. Durch die verstärkte Einbindung der Frauen in die Arbeitswelt während des Krieges erlangten diese in Großbritannien 1918 das Wahlrecht, während sie in Frankreich bis 1945 warten mussten.

Heimatfronten
Großbritannien: Wahlreformgesetz verabschiedet, 6 Millionen FRAUEN ÜBER 30 JAHRE DÜRFEN WÄHLEN. Das House of Commons wird um 37 Mitglieder auf 707 erweitert.

Ostfront
Rumänien: Mackensens 4-Tage-Ultimatum für den Beginn von Friedensgespräche an Rumänien. Der rumänische Premierminister Bratianu tritt zurück, General Averescu bildet am 9. Februar ein neues Kabinett.
Russland: Rote Radioausstrahlung in deutscher Sprache von Tsarkoe Selo, welche zu einer Militärrevolte und der Ermordung des Kaisers aufruft.

Luftkrieg
Westfront: Die erstes US-Squadron (Nr. 17) des Royal Flying Corps trifft ein, nachdem sie Texas am 19. Dezember 1917 verlassen hatte. 9 weitere Staffeln folgen bis März.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 7. Februar 1918:

Gruppe von tschechoslowakischen Soldaten in französischen Uniformen
Eine Gruppe von tschechoslowakischen Soldaten in französischen Uniformen an der Westfront. Sie wurden aus gefangen genommenen oder desertierten österreich-ungarischen Soldaten rekrutiert.

Politik
Frankreich: Ein Erlass gründet die tschechische Armee.
Rumänien: Das britische Außenministerium schickt an die rumänische Regierung in Jassy ein Telegramm und fordert, keinen rumänischen Separatfrieden abzuschließen.

Ostfront
Brest-Litowsk: Kaiser Wilhelm II. befiehlt Kühlmann, die Friedensgespräche zu beenden und das Baltikum einzufordern.
Rumänien: Oberbefehlshaber Averescu verspricht Ballard, die Weitergabe von Munition an die Mittelmächte zu stoppen.

Südfronten
Saloniki: König Alexander besucht bis zum 9. Februar die Briten, einschließlich die Struma-Front.
Italienische Front: König Albert von Belgien zu Besuch bis zum 9. Februar: ‚Ich dachte, die italienische Armee sei disziplinierter als unsere.‘


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 8. Februar 1943:

tschechische Legion in Russland
Die tschechische Legion in Russland.

Ostfront
Ukraine: Das tschechische Korps wird Teil der tschechischen Armee in Frankreich.
Finnland: Mannerheim verlegt das Hauptquartier landeinwärts zum Seinejoki-Bahnknotenpunkt und am 10. Februar schließen sich ihm fünf schwedische Offiziere an.

Seekrieg
Ärmelkanal: Der britische Zerstörer HMS Boxer geht bei einer Kollision mit dem Frachtschiff St. Patrick verloren.
Irische See: Nur noch drei Q-Schiffe (U-Boot-Fallen) in Queenstown.
Mittelmeer: Ein Memorandum von Revel über Italiens schwache maritime Lage erschüttert die Alliierten auf der Konferenz in Rom (bis 9. Februar), die sich auf Otranto-Sperre konzentriert. Britisches Mobilkonzept genehmigt. US-Admiral Sims präsentiert einen Plan für eine Adria-Offensive mit 30.000 Soldaten, 25.000 Minen und 5 US-Schlachtschiffe, um die Insel Curzola zu erobern und Cattaro anzugreifen. Der britische Erste Seelord Geddes bis zum 17. Februar auf einer Rundreise durch die Stützpunkte im Mittelmeer und drängt, die Verzögerung bei der Schifffahrt abzustellen.

Luftkrieg
Großbritannien: Der Luftverteidigungsraum von London verfügt nun über 200 Flugzeuge, 323 Suchscheinwerfer und 249 Flugabwehrkanonen.
Deutschland: Französische Bomber greifen Saarbrücken an.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 9. Februar 1918:

Skoropadsky, Hetmann der Ukraine
Skoropadsky, Hetmann der Ukraine, im Gespräch mit Kaiser Wilhelm II.

Ostfront
Die Mittelmächte unterzeichnen einen Separatfrieden mit der Ukraine, einschließlich 1 Million Tonnen Nahrung für den polnischen Distrikt von Kholm.

Westfront
Somme: Das Hauptquartier erlaubt Gough (Fünfte Armee), einen Rückzugskampf bei der erwarteten deutschen Frühjahrsoffensive durchzuführen.

Heimatfronten
Osmanisches Reich: Erstes Frauen-Arbeits-Bataillon (zunächst mit männlichen Offizieren) aufgestellt, welches der Ersten Armee zugeteilt wird.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 10. Februar 1918:

Wenn ich ein Mann wäre ... würde ich zur Navy gehen
‚Wenn ich ein Mann wäre … würde ich zur Navy gehen‘ lautet die Botschaft dieses US-Rekrutierungsplakat.

Ostfront
Brest-Litowsk: Trotzki (bevor er die Gespräche zum vierten Mal beendet) verkündet ‚kein Frieden, kein Krieg‘ gegen die Mittelmächte, obwohl die Demobilisierung angeordnet ist.
Finnland: Unbewaffnete finnische Zivilgardisten landen auf den Aland-Inseln, werden aber von den Schweden vertrieben.

Seekrieg
Adria: Poet D’Annunzio geht mit 3 MAS-Booten in der Nacht vom 10./11. Februar auf einen gescheiterten Überfall auf 4 Dampfer in der Nähe von Fiume.

Heimatfronten
Großbritannien: Informationsministerium gegründet, Beaverbrook wird Minister. Das Ministerium wird formell gegründet am 4. März ‚um die Gedanken des Großteils der Welt zu beeinflussen‘. Nun ca. 4.500 Kraftfahrzeuge mit Kohlegas-Antrieb im Einsatz.
Osmanisches Reich: Tod des Ex-Sultans Abdul Hamid II. (75 Jahre, abgesetzt 1909) in Manisa, Kleinasien.
Deutschland: Der Kaiser adressiert an die Homburger ‚Krieg ist eine disziplinarische Handlung von Gott, um die Menschheit zu erziehen … Unser Herr Gott bedeutet uns, Frieden zu halten‘.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 11. Februar 1918:

Skeptische deutsche Darstellung von US-Präsident Wilson
Skeptische deutsche Darstellung von US-Präsident Wilson als ‚Friedensstifter‘.

Politik
USA: Wilson fügt in der Kongressansprache vier Kriegszielpunkte hinzu und sagt, dass kein genereller Frieden durch getrennte Verhandlungen erreicht werden kann.

Seekrieg
UdSSR: Sowjetische Rote Flotte gegründet auf freiwilliger Grundlage. 5 Kommissare (Sovnarkom) ernannt, um die Ostseeflotte ab dem 12. Februar zu führen.
Adria: Die britischen Adria-Seestreitkräfte werden neu organisiert. Französisch-italienische Netzsperre zwischen der Insel Fano und Korfu fertiggestellt.

Besetzte Gebiete
Belgien: Große Demonstration in Brüssel gegen die Abtrennung von Flandern.

Heimatfronten
Deutschland: Die Berliner Zeitungen feiern vorzeitig den Frieden mit Russland.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 12. Februar 1918:

Türkische Ski-Gebirgstruppen
Türkische Ski-Gebirgstruppen im Kaukasus.

Naher Osten
Armenien: Türkische Offensive (45.000-50.000 Mann in 8 Divisionen mit 160 Kanonen) beginnt mit der Wegnahme von Cardakli auf der Straße von Zara nach Sivas und weiter nach Erzincan (14. Februar). Oberst Morels 2.000 Armenier mit 6 Geschützen führen einen epischen Rückzug nach Erzerum von 14. bis 25. Februar durch.

Ostfront
Südrussland: Die Roten erobern zwei Stellen auf der Eisenbahnlinie Novorossiisk-Tsaritsyn und besiegen das polnische Korps in Rogachew.

Seekrieg
Ost-Atlantik: U 89 in der Nacht vom 12./13. Februar gerammt und mit der gesamten Besatzung versenkt vor Malin Head (Nordirland) durch den britischen Kreuzer Roxburgh.

Luftkrieg
Deutschland: 12 Airco DH4 der 55. Squadron bombardieren Eisenbahnen und Kasernen in Offenburg (Baden).
Saloniki: 20 Bomber des Royal Flying Corps greifen das Munitionslager von Cestovo an, welches niederbrennt.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 13. Februar 1918:

Freiheit der Meere
Ein Plakat, das den Deutschen unmissverständlich versichert, dass ihr Heer die Freiheit der Meere wiedererlangen würde.

Westfront
Deutschland: Ludendorff verspricht dem Kaiser in der geplanten Frühjahrsoffensive den Sieg.
Champagne: Französische Truppen beseitigen endgültig den deutschen Frontvorsprung zwischen Tahure und Butte du Mesnil mithilfe amerikanischer Artillerieunterstützung. 177 Gefangene werden eingebracht und ein deutscher Gegenangriff erfolgt am 18. Februar.

Ostfront
Deutschland: Der Bad Homburger Kronrat beschließt, weiter nach Russland vorzudringen und der Kaiser fordert, die ‚Bolschewiken zu Tode prügeln.‘
Don: Kaledin begeht Selbstmord in Novocherkassk, nachdem er nur 147 Kosaken-Freiwillige rekrutieren konnte. Nazarov zum Ataman gewählt (bis zum 25. Februar).

Seekrieg
Adria: Um diesen Tag herum geht das französische U-Boot Bemouilli verloren, wahrscheinlich durch eine Mine.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 14. Februar 1918:

Soldaten der neuen Roten Armee
Soldaten der neuen Roten Armee.

Ostfront
UdSSR – ROTE ARMEE AUFGESTELLT (Dekret veröffentlicht am 23. Februar): Streitmacht aus Freiwilligen und die Kommandanten erhalten 4 Monate Grundausbildung in vier Städten.

Naher Osten
Palästina: Das britische XX. Korps unternimmt einen vorläufigen Vorstoß über 3 km auf einer 10 km breiten Front und besetzt zwei Dörfer nordöstlich von Jerusalem.

Geheimkrieg
Westliches Mittelmeer: U 35 landet 2 Agenten und 12 Behälter mit Milchrandkeimen (sofort beschlagnahmt) vor Cartagena in Spanien an.

Politik
Kanada: Tod des britischen Botschafters in Washington, Sir Cecil Spring-Rice, in Ottawa. Lord Reading (angekommen am 11. Februar) ist sein Nachfolger.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 15. Februar 1918:

Deutsche Zerstörer
Deutsche Zerstörer auf Fahrt.

Seekrieg
Ärmelkanal: 11 deutsche Zerstörer der 2. Flottille überfallen die Sperre in der Straße von Dover in der Nacht vom 15./16. Februar und versenken innerhalb von 3 Stunden einen Trawler und 7 Drifter (umgebaute Fischerboote), 4 weitere Schiffe werden beschädigt. Die britische Royal Navy führt keine Gegenmaßnahmen durch, da sie die Meldungen der Dover Patrol falsch deutet.
Ein deutsches U-Boot beschießt Dover am 16. Februar, wo es 8 Opfer gibt. U 55 ist das letzte Hochsee-U-Boot, welches die Straße von Dover am 18. Februar passiert.

Naher Osten
Palästina: Smuts schickt ein Telegramm, dass Allenby 2 Divisionen aus Mesopotamien für seine 1918er-Offensive haben sollte.
Persien: Dunsterville und seine Panzerwagen verlassen Hamadan nach Enzeli am Kaspischen Meer (Ankunft am 17. Februar). Die letzten russischen Truppen räumen Meshed im Osten, 176 britische Soldaten ersetzen sie am 14. März.

Politik
Die Alliierte gründen den ‚Alliierten Seetransport‘.

Besetzte Gebiete
Polen: General Haller und 5.000 Männer flüchten nach Russland.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 16. Februar 1918:

Schäden nach einem deutschen Luftangriff
Besichtigung von Schäden nach einem deutschen Luftangriff auf England.

Luftkrieg
Großbritannien: Überfall auf London in der Mondschein-Nacht vom 16./17. Februar (18 Tote). Der riesige Zeppelin-Gigant-Bomber R12 (Seydlitz-Gerstenburg) rammt ein Ballon in ungefähr 3.000 Metern Höhe über Woolwich und stürzt 300 Meter ab, dabei werden unbeabsichtigt zwei 300-kg-Bomben und der verletzte Mechaniker abgeworfen. Die restlichen Bomben werden bei Beckenham im Notwurf gelöst, bevor das Flugzeug zu seinem belgischen Stützpunkt zurückkehren kann. R39 wirft die erste 1.000-kg-Bombe über England ab, die größte des Krieges. Dabei wird der nördliche Pavillon des Chelsea-Krankenhauses zerstört. 1 oder 2 Gigant-Bomber greifen Dover erfolglos an. 60 britische Abfangeinsätze, welche zu 3 kurzen und erfolglosen Angriffen führen.
Westfront: Die 101. Squadron des Royal Flying Corps mit F.E.2b beginnt mit der nächtlichen Bombardierung deutscher Flugplätze und Erholungslager (sowie am 19., 21., 24. und 25. Februar). Das britische Fliegerass McCudden erzielt erneut 4 Luftsiege.

Westfront
Großbritannien: Der britische Nachrichtendienst sagt eine unmittelbar drohende deutsche Offensive voraus.
Frankreich: Foch versucht Petains Absetzung (laut Fayolles Tagebuch, sowie am 26. Februar). US-Armee Versorgungsdienst in Tours eröffnet.

Ostfront
LITAUEN ERKLÄRT DIE UNABHÄNGIGKEIT.
Deutschland: Die Deutschen erklären den Waffenstillstand mit Russland beendet für Mittag am 18. Februar.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 17. Februar 1918:

Zeppelin Staaken R IV
Zeppelin Staaken R25 Gigant im Flug.

Luftkrieg
Großbritannien: Der Gigant-Bomber R25 bombardiert die St.Pancras-Station und ein Hotel (42 Opfer von insgesamt 53) in einem Solo-Nachtangriff auf London in der Nacht vom 17./18. Februar. Nur 3 von 69 Abfangeinsätzen bekämpfen den Bomber erfolglos, dabei ein tödlicher Absturz.
Deutschland: Eine dichte Wolkendecke mit Regen verhindert den Abschluss einer Mission von 12 Airco DH4 der 55. Squadron gegen die Chemiewerke von Mannheim.

Ostfront
Deutschland: Hoffmanns Tagebuch ‚Das ganze Russland ist … ein riesiger Haufen Maden‘.
Ukraine: Die Rada appelliert an deutsche Hilfe gegen die Rote Invasion.
UdSSR: Das Zentrale Exekutivkomitee der Bolschewistischen Partei lehnt Lenins Vorschlag ab, die deutschen Friedensbedingungen zu akzeptieren.
Finnland: 80 finnische Jäger-Soldaten landen von Deutschland aus kommend mit 44.000 Gewehren, 65 MGs und einigen Geschützen an. 1.130 weitere Jäger-Soldaten landen am 25. Februar.

Heimatfronten
Deutschland: Hindenburgs Memorandum an den Reichskanzler. Darin wird gefordert, keine Streiks mehr, sonst müßten SDP und Gewerkschaften als Verräter angesehen und verurteilt werden.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 18. Februar 1918:

Deutsche Soldaten verfolgen Rote Truppen
Deutsche Soldaten verfolgen Rote Truppen.

Ostfront
DEUTSCHER FORTSETZUNGSKRIEG (bis zum 2. März): Unternehmen Faustschlag mit 52 Divisionen, die Dünaburg und Lutsk nehmen und entlang der Eisenbahnen 50 km pro Tag vorrücken. Lenin schickt per Funk eine Nachricht, dass die Friedensbedingungen akzeptiert werden.

Luftkrieg
Deutschland: 8 FE2 (1 verloren) der 100. Squadron setzen den Hauptbahnhof von Trier in Brand. Die Stadt erhält 3 britische Luftangriffe am 18. und 19. Februar, davon zwei am Tage und einer bei Nacht. Luftangriff durch FE2 mit Schäden auf die Hochöfen und Gaswerke von Thionville.
Frankreich: Deutsche Flugzeuge bombardieren Calais in der Nacht vom 18./19. Februar, was einen Fehlalarm im Südosten Englands auslöst, wo 55 Abfangeinsätze erfolgen und 2.599 Flak-Granaten verschossen werden.
Westfront: Die 95. Aero Squadron (US-Jagdstaffel) trifft in Frankreich ein, die erste vollständig von den Amerikanern aufgestellte Fliegereinheit. Sie beginnt am 14. März mit Patrouillen.

Heimatfronten
Finnland: Für Mannherheim macht der Senat die militärische Ausbildung für Männer im Alter von 21 bis 40 Jahren ab dem 28. Februar obligatorisch.
Großbritannien: Der britische Generalstabschef Robertson tritt zurück, Wilson wird Nachfolger. Das Arbeitsministerium kündigt eine Demobilisierung-Vereinbarung an. Churchill rechnet bei erhöhter Munitionsproduktion einen Bonus von bis zu 12 Prozent zu. Straßentransport-Kontrollbehörde gegründet.
Frankreich: Ex-Senator Humbert wegen Mittäterschaft bei Bolo Pascha verhaftet.

Naher Osten
Mesopotamien, Euphrat: Britischer Vormarsch 23 km von Ramadi entfernt, um Khan Abu Rayan und Stellungen 16 km südlich von Hit zu besetzen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 19. Februar 1918:

Türkische Feldgeschütze im Gefecht mit britischen Truppen
Türkische Feldgeschütze im Gefecht mit britischen Truppen in Palästina. Links wird ein Verwundeter auf einer Trage weggebracht.

Naher Osten
Palästina: Das britische XX. Korps plus die berittenen ANZAC-Division (6.800 Mann mit 54 Geschützen) gewinnen bis zum 21. Februar über 3 km auf einer knapp 25 km breiten Front östlich von Jerusalem gegen die türkische 53. Division (3.000 Soldaten).

Ostfront
7 deutsche Soldaten nehmen 600 Kosaken ‚gefangen‘. Hoffmann teilt Trotzki per Funk mit, dass die Annahme der deutschen Friedensbedingungen schriftlich erfolgen muss.

Politik
Großbritannien: General Rawlinson wird zum britischen Repräsentanten beim Obersten Alliierten Kriegsrat ernannt. Der Premierminister verteidigt diese Institution vor dem House of Commons.

Geheimkrieg
Österreich-Ungarn: Kaiser Karl sendet eine Friedensbotschaft für US-Präsident Wilson an den König von Spanien über den Botschafter in Madrid. Der britische Room 40 fängt die Nachricht am 20. Februar ab und König Alfonso erhält sie am 21. Februar, übergeben an Präsident Wilson am 25. Februar.

Heimatfronten
Russland: Verstaatlichung-Erlass für Grundbesitz veröffentlicht.
Großbritannien: Der Prince of Wales nimmt seinen Sitz im House of Lords ein.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 20. Februar 1918:

Einmarsch deutscher Truppen
Einmarsch deutscher Truppen in einer russischen Stadt.

Ostfront
Deutsche Truppen marschieren in Minsk ein, sowie in Hapsal in Estland über den zugefrorenen Golf von Riga hinweg. Sie haben jetzt über 1.500 Kanonen erbeutet und 9.000 Kriegsgefangene eingebracht.

Naher Osten
Persien: Dunsterville verlässt Enzeli nach Hamadan, kurz bevor 3.000 Rote aus Baku anlanden, um ihn zu verhaften. Am 26. Februar teilt er dem britischen Generalstab mit, dass eine Brigade die britischen Interessen in der Region sichern würde.

Seekrieg
Ostsee: Die Deutschen bilden eine Einsatzgruppe in Kiel aus 3 Schlachtschiffen, 3 Kreuzern und 4 Torpedobooten (Konteradmiral Meurer), um die Intervention in Finnland zu unterstützen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 21. Februar 1918:

Rekrutierungsplakat für das US Tnak-Korps
Rekrutierungsplakat für das US-Tank-Korps.

Westfront
Frankreich: Patton schreibt aus Langres ‚… ich bekomme fast täglich Anfragen … zu den Panzern versetzt zu werden‘.

Ostfront
UdSSR: Lenin bittet Swerdlow, ein revolutionäres Verteidigungs-Komitee gegen die Deutschen zu bilden, die Rechitsa westlich von Gomel einnehmen.
Don: Kornilows 3.000-köpfige Freiwilligenarmee evakuiert Rostow in der Nacht vom 21. auf den 22. Februar, als mehrere Rote Kolonnen darauf zu marschieren.

Naher Osten
Palästina – Fall von Jericho: Eine Schwadron des neuseeländischen Wellington-Regiment reitet bis zum Toten Meer. Britische Verluste 510 Mann für 144 Kriegsgefangene und 8 erbeutete MGs.

Seekrieg
Nordsee: König George V. besucht die Harwich Force (neues Flaggschiff ist der Kreuzer Cruacoa).
Adria: Das österreich-ungarische U 23 wird vom italienischen Torpedoboot Airone vor Valona versenkt.

Politik
Deutschland: Die Regierung akzeptiert die finnische Bitte auf Intervention.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 22. Februar 1918:

Soldaten der Sturmtruppen
Eine Gruppe von Soldaten der Sturmtruppen vor dem Einsatz.

Westfront
Flandern: Deutscher Grabenüberfall an der Frontlinie zwischen Ypern und Staden.

Afrika
Mosambique: Hawthorn NRFF-Kolonne bekämpft Hauptmann Görings 5 Kompanien in Mtende (120 km östlich von Luambala). Lettow-Vorbeck steht jetzt in Nanungu.

Luftkrieg
Jemen: 4 Wasserflugzeuge des Royal Navy Air Service vom Wasserflugzeugträger City of Oxford erkunden, fotografieren und bombardieren türkische Stellungen in der Nähe von Loheia bis zum 28. Februar, welche den Männern der Idris Halt in den Hügeln geben. Mehr Luftoperationen über Maidi vom 19. bis 22. März.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 23. Februar 1918:

Flieger-As Buddecke
Das deutsche Fliegerass Buddecke flog für die Türken und erhielt den Pour le Merite.

Luftkrieg
Mesopotamien: 3 bis 10 Flugzeuge des Royal Flying Corps bombardieren türkische Truppenlager und den Flugplatz im Gebiet von Hit bis zum 27. Februar, was die deutschen Flugzeuge zur Verlegung zurück nach Haditha zwingt.

Westfront
Aisne: Französisch-amerikanischer Überfall über den Fluss Ailette hinweg.

Ostfront
Russland: Die deutschen Friedensbedingungen versteifen sich.
Rumänien: Kühlmann und Czernin treffen in Bukarest an, um mit Rumänien zu verhandeln.
Finnland: Mannerheims ‚karelischer‘ Tagesbefehl gegen Lenin. Die Bolschewiki stimmen zu, alle russischen Truppen abzuziehen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 24. Februar 1918:

Deutsche Soldaten Ostfront 1918
Deutsche Soldaten im Einsatz an der Ostfront.

Ostfront
UdSSR: Die Sowjets akzeptieren die deutschen Friedensbedingungen, nach dem das Zentrale Exekutivkomitee der bolschewistischen Partei mit 116 gegen 85 Mitgliedern für Lenins Antrag nach dessen Rücktrittsdrohung stimmt.
Die Deutschen nehmen Borisow und Dorpat (Estland) zusammen mit 3.000 Kriegsgefangenen. Die estnische provisorische Regierung proklamiert in Reval eine unabhängige Republik.
Don: Die Roten besetzen Rostow und Novocherkassk (25. Februar), wo der Atamann Nazarov erschossen wird. 1.500 Kosaken schließen sich den Weißen Truppen an.

Naher Osten
Armenien: Das türkische II. kaukasische Korps besetzt wieder Trapezunt und Gumusane, die türkische 36. Division nähert sich Erzerum am 25. Februar.

Seekrieg
Adria: Der deutsche getarnte Handelszerstörer Wolf kehrt nach Kiel zurück und hat in 15 Monaten 11 Schiffe mit 33.000 Tonnen versenkt.
Ärmelkanal: Keyes reicht den Plan für den Überfall auf Zeebrügge ein, welchen die britische Admiralität genehmigt.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 25. Februar 1918:

zurückgelassener russischen Panzerwagen
Deutsche Soldaten untersuchen einen zurückgelassenen russischen Panzerwagen.

Ostfront
Estland: Seckendorffs Nordkorps nimmt Pernau, Reval mit 626 Geschützen und Pskov.
Ukraine: Linsingen erreicht Zhitomir.
Polen: Polnisch-Deutsche Militärkonvention unterzeichnet in Bobruisk südöstlich von Minsk.
Finnland: Mannerheim hat 14.000 Soldaten, als 20.000 Rote in Richtung Haapamaki und in Karelien (2000 Weiße Truppen) angreifen.

Naher Osten
Palästina: Liman ersetzt Falkenhayn als türkischer Oberbefehlshaber.

Seekrieg
Ostsee: Die Russen versenken 11 U-Boote in Reval, um der Erbeutung zu entgehen. Der Kreuzer Admiral Makarow ist das letzte Schiff, das nach der Ankunft deutscher Soldaten auf Fahrrädern ausläuft. Rote Evakuierung von 5 Kreuzern, 8 U-Booten, 12 Minensuchboote und 31 Hilfsschiffe zusammen mit 4.000 Flüchtlingen an Bord, trotz dickem Eis.

Luftkrieg
Italien: Österreich-ungarische Flugzeuge bombardieren Venedig, Castelfranco und Mestre.

Heimatfronten
Großbritannien: Fleisch (57 g pro Erwachsener pro Woche), Speck und Schinken (113,4 g pro Kopf pro Woche), Butter und Margarine (142 g bzw. 170 g pro Kopf pro Woche) rationiert für London und die Home Counties, was 10 Millionen Menschen betrifft, einschließlich deutscher Kriegsgefangener ab 26. Februar. Die Warteschlangen vor den Läden verschwinden.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 26. Februar 1918:

sowjetische Delegation Brest-Litowsk
Ankunft der sowjetischen Delegation in Brest-Litowsk.

Ostfront
Die sowjetische Delegation kehrt nach Brest-Litowsk zurück. Generalmajor Graf Goltz übernimmt das Kommando über die 12. Landwehr oder ‚Ostsee‘-Division für die geplante deutsche Intervention in Finnland.

Seekrieg
Bristol-Kanal: Das auslaufende britische Lazarettschiff Glenart Castle (95 Tote) wird durch ein U-Boot vor der Lundy-Insel versenkt.

Luftkrieg
Deutschland: Nachtbomber des Royal Flying Corps zerstören einen 90 Meter langen Hangar auf dem Flugplatz Frescaty bei Metz in der Nacht vom 26./27. Februar.
Südfronten: Österreich-ungarische Gotha-Bomber fliegen einen achtstündigen Luftangriff auf Venedig mit vielen Schäden in der Nacht vom 26./27. Februar.
Westfront: Die 2. Ballon-Kompanie ist die erste Einheit des US Air Service, welche direkte Unterstützung bei der Feindbeobachtung und Feuerleitung der Artillerie für US-Fronttruppen liefert.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 27. Februar 1918:

A7V auf Fahrt
Der Großteil der Mannschaft des A7V sitzt während der Fahrt ohne Kampfeinsatz auf dem Panzer, da im inneren keine angenehmen Bedingungen herrschten.

Westfront
Deutschland: Ludendorff und der Kaiser sehen zum ersten Mal den deutschen Panzer A7V (die Besatzungen am 16. Februar) und erbeutete britische Mark IV-Tanks.

Ostfront
Rumänien: Ultimatum über die deutschen Friedensbedingungen an die rumänische Regierung in Jassy.

Luftkrieg
Großbritannien: Das Kriegskabinett vereinbart, dass die Priorität für die Zuteilung von Flugzeugen die Westfront ist, aber die Flak-Geschütze zuerst zur Heimatverteidigung verwendet werden.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 28. Februar 1918:

Deutsches U-Boot auf See.
Deutsches U-Boot auf See. Bis 1918 hatten die Unterseeboote eine Größe und Form angenommen, mit welchen auch die Schlacht im Atlantik des 2. Weltkriegs ausgetragen wurde.

Seekrieg
Alliierte und neutrale Schiffsverluste an U-Booten im Februar: 115 Schiffe (davon 68 britische mit 697 Toten) mit zusammen 318.174 t (davon britische 226.896 t). Die deutsche U-Boot-Zahl gibt 138 Schiffe mit 335.202 t an, einschließlich 37 Schiffe mit 84.118 t in Mittelmeer oder 574 Tonnen pro Seetag eines U-Boots, der höchste Wert seit Mai 1917.
Adria: Admiral Njegovan tritt als österreich-ungarischer Oberbefehlshaber zurück, um die ‚Verjüngung‘ des Kommandos zu erleichtern.

Westfront
Großbritannien: Im Februar nimmt das BEF nur 312 deutsche Kriegsgefangene.
Deutschland: Allgemeine Vorbereitungszeit für die Frühjahrsoffensive abgeschlossen, einschließlich des Trainings für 56 Divisionen. Es stehen jetzt 180 Divisionen in Westen (6 kommen im Februar an).
Frankreich: Die Franzosen bestellen die ersten (970) Selbstfahrlafetten (Renault 75mm).
Aisne: Deutscher Angriff in der Nähe von Chavignon zurückgeschlagen.

Ostfront
Ukraine: Österreich-ungarische Truppen, einschließlich der polnischen Legion, dringen nördlich des Flusses Prut vor. Die Deutschen erbeuten die russische Pripet-Sumpf-Flottille und erreichen den Fluss Dnjepr bei Mosyr.


zurück Zurück zu Januar 1918.


Quellenangaben und Literatur

Der I. Weltkrieg – Eine Chronik (Ian Westwell)
Chronicle of the First World War, 2 Bände (Randal Gray)


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