Jagdpanzer IV

Sturmgeschütz IV, Jagdpanzer IV und Panzer IV/70.
Geschichte, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell der verschiedenen Varianten des Jagdpanzers IV und sein Einsatz im Computerspiel War Thunder.

Jagdpanzer IV
Jagdpanzer IV im Panzermuseum Munster.

Jagdpanzer IV und seine Varianten

Der Jagdpanzer IV war ein deutscher Panzerjäger, der auf dem Fahrgestell des Panzer IV basierte und während des Zweiten Weltkriegs eingesetzt wurde. Er vertrat die deutsche Militärdoktrin, spezialisierte Panzerjäger mit flachem Profil, gut gepanzerten Gehäusen und leistungsstarken Panzerabwehrkanonen zu bauen.

Jagdpanzer IV

Entwicklung: Entwickelt 1943 als Nachfolger des früheren Sturmgeschützes III
Produktion: 1944-1945
Gewicht: Ungefähr 24 Tonnen
Hauptbewaffnung: Ursprünglich bewaffnet mit 7,5 cm PaK 39 L/48 Kanone
Panzerung: Abgeschrägte Frontpanzerung 60-80 mm dick
Besatzung: 4 (Kommandant, Richtschütze, Lader, Fahrer)

Das Fahrzeug verfügte über einen vollständig geschlossenen Kampfraum mit festem Aufbau, was bedeutete, dass das Geschütz nur eine begrenzten Schwenkbereich hatte und das gesamte Fahrzeug sich drehen musste, um Ziele außerhalb dieses Bereichs anvisieren zu können.

Varianten und Ableitungen

Jagdpanzer IV/48 (frühe Version):
– Bewaffnet mit der 7,5-cm-Kanone PaK 39 L/48
– Oft als „Guderian-Ente“ bezeichnet, nach General Heinz Guderian
– Rund 769 produzierte Fahrzeuge

Jagdpanzer IV/70(V):
– Aufgerüstet mit der längeren und stärkeren 7,5 cm Kanone PaK 42 L/70 (wie der Panther)
– „V“ steht für den Hersteller Vomag
– Verbesserte Panzerabwehrfähigkeiten, litt aber unter der hohen Buglastigkeit
– Etwa 930 Fahrzeuge wurden produziert.

Jagdpanzer IV/70(A):
– Alternative Version, gebaut von Alkett (Bezeichnung „A“)
– Leicht veränderte Konstruktion der Aufbauten
– Beibehaltung der Anordnung des Motordecks des Panzer IV
– Ungefähr 278 Exemplare wurden gebaut.

Panzer IV/70(V) Lang:
– Eine Zwischenlösung in den späten Kriegsjahren
– Kombiniertes Panzer IV-Fahrgestell mit Jagdpanzer IV/70-Kampfraum
– Begrenzte Produktion

Gefechtsleistung

Die Jagdpanzer IV-Baureihe erwies sich mit ihrer niedrigen Silhouette, ihrer angemessenen Frontpanzerung und ihren starken Hauptgeschützen als effektiver Panzerjäger. Die L/70-Versionen konnten die meisten alliierten Panzer aus normalen Kampfentfernungen bekämpfen und zerstören. Sie hatten jedoch folgende Nachteile:

– Begrenzter Geschützbereich, der eine Neupositionierung des gesamten Fahrzeugs erforderte
– Überbeanspruchung des Panzer IV-Fahrgestells, insbesondere mit der schwereren L/70-Kanone
– Typische deutsche Probleme in der Spätphase des Krieges wie Treibstoffmangel und mechanische Zuverlässigkeitsprobleme

Der Jagdpanzer IV stand für die deutsche Praxis, vorhandene Panzerfahrgestelle in spezialisierte Panzerjäger umzubauen, um die industrielle Effizienz zu maximieren und gleichzeitig zweckbestimmte Panzerabwehrplattformen zu schaffen.

Geschichte des Jagdpanzer IV

Jagdpanzer IV
Frühes Serienfahrzeug des Jagdpanzer IV, welches bei einer Panzerjäger-Schule verwendet wurde und jetzt ebenfalls im Panzermuseum Munster zu besichtigen ist.

Die Kampferfahrungen während des Jahres 1942 zeigten den verantwortlichen deutschen Planern, dass die vorhandenen Sturmgeschütze, welche ursprünglich als gepanzerte Artilleriefahrzeuge zur Nahunterstützung ausgelegt waren, aufgerüstet werden müssen, wenn sie auch weiterhin als Panzerjäger eingesetzt werden sollten.

Als zukünftige Standardbewaffnung wurde die lange Version der 7,5-cm-Panzerkanone vorgesehen, welche auch im neuen Panther-Panzer verwendet wurde. Diese Kanone hatte Kaliber 70, im Gegensatz zu der 49-Kaliber-Länge der Panzergeschütze und Panzerabwehrkanone der Versionen der Pak 40-Familie. Der Einbau dieser längeren Kanone in Fahrzeugen wie dem Sturmgeschütz III würde erhebliche Modifikationen erforderlich machen. Da diese Modifikationen jedoch Zeit in Anspruch nehmen würden, wurde beschlossen, das größere Fahrgestell des PzKpfw IV zu adaptieren, um eine mit Sicherheit funktionierende Lösung in der Rückhand zu haben.

De Konstruktionsarbeiten an diesem neuen Modell führten Ende 1943 erst zum Sturmgeschütz IV mit der 7,5-cm StuK40 L/48 als SdKfz 167 und ab Januar 1944 auch zum Jagdpanzer IV Ausf.F mit der 7,5-cm Pak 39 L/48 (SdKfz 162). Bei diesen ersten Versionen konnte die lange 7,5-cm-Kanone nicht verwendet werden, da alle für Panther-Kampfpanzer benötigt wurden.

Die ersten dieser Sturmgeschütze IV wurden aus umgebauten Fahrgestellen des PzKpfw IV im Oktober 1943 fertiggestellt. Sie hatten das bewährte Fahrwerk und die Motorisierung des PzKpfw IV, verbunden mit einer neuen Panzerschutzauslegung mit gut abgeschrägten Seiten.
Diese Wanne war viel niedriger als die Kombination aus Wanne und Turm des Kampfpanzers und trug die Kanone in einem gut geschützten Geschützmantel in der vorderen Wanne.

Das Ergebnis wurde von den Panzerjäger-Besatzungen gut aufgenommen, welche die niedrige Silhouette und die gut geschützte Wanne schätzten, und so war der Jagdpanzer IV bald sehr gefragt.
Die Kanone war stark genug, um praktisch jeden feindlichen Panzer zu bekämpfen und im Einsatz konnte der Jagdpanzer IV bald eine beachtliche Anzahl von Abschüssen vorweisen, besonders an der Ostfront, wo die meisten eingesetzt wurden.
Die Sekundärbewaffnung bestand aus zwei 7,92-mm-Maschinengewehren MG34 oder MG42, welche sich ebenfalls als äußerst effektiv erwiesen.

Viele Panzerkommandanten waren der Meinung, dass der Jagdpanzer IV in seiner ursprünglichen Form gut genug war, um keine Aufrüstung zu benötigen, aber Adolf Hitler bestand darauf, dass die Umrüstung auf die ursprünglich vorgesehene lange Kanonen vorgenommen werden musste.

So wurden im Laufe des Jahres 1944 einige Sturmgeschütze IV mit 7,5-cm-StuK-40-Bewaffnung mit der längeren L/70-Kanone ausgerüstet, aber die Umstellung auf der Produktionslinie auf den als Panzer IV/70(V) bezeichneten Jagdpanzer brauchte Zeit. Zu viel Zeit für Hitler, der darauf bestand, dass die Umstellung auf die neue Kanone umgehende zu erfolgen hatte, auch wenn das bedeutete, praktisch die gesamte Produktion des Panzerkampfwagen IV für diesen Zweck zu verwenden.

So entstand ein vierter Jagdpanzer IV, dieses Mal ein eiliger Umbau auf der Basis PzKpfw IV-Fahrgestell in Form eines Jagdpanzers IV mit schräger Panzerung und der 70-Kaliber-Kanone. Dieser Umbau wurde als Panzer IV/70(A) ‚Zwischenlösung‘ bekannt und wurde im August 1944 in Produktion genommen.

Im Einsatz erwies sich die 70-Kaliber-Kanone des Jagdpanzers IV als mächtiger Panzerzerstörer, aber das zusätzliche Gewicht der langen Kanone machte die Fahrzeuge so schwer, dass die vorderen Laufräder mit Stahl statt mit Gummi ummantelt werden mussten, um das zusätzliche Gewicht zu bewältigen.
Das Gewicht der Kanone verringerte auch die Gesamtleistung des Fahrzeugs, insbesondere auf unwegsamem Terrain.

Aber gegen Ende 1944 und Anfang 1945 wurden diese Nachteile einfach beiseite geschoben, denn die Alliierten standen vor den Toren des Reiches und alles, was aufs Schlachtfeld gebracht werden konnte, wurde auch eingesetzt.

Der Jagdpanzer IV erwies sich als ein solider Panzerjäger, der es ermöglichte, bereits vorhandene Produktionskapazitäten für die nun langsam veraltenden Kampfpanzer vom Typ PzKpfw IV sinnvoll weiterzunutzen, anstatt sie einzumotten.
Im Einsatz war der Jagdpanzer IV ein beliebtes Fahrzeug und ein leistungsstarker Panzervernichter.

Die Varianten des Jagdpanzer IV:


Sturmgeschütz IV

 StuG IV
Spätes Serienmodell des StuG IV mit ferngesteuerten Maschinengewehr.

Sturmgeschütz IV (7,5-cm StuK40 L/48), SdKfz 167.

Geschichte

1943 wurde ein Versuchsfahrzeug gebaut, um festzustellen, ob der Aufbau des StuG III auf das Fahrgestell des PzKpfw IV montiert werden konnte. Dies erwies sich vorausahnend, da Hitler am 6. Dezember 1943 verlangte, dass der Aufbau des StuG III auf das Fahrgestell des PzKpfw IV montiert werden sollte, um die Produktionsaufälle des StuG III zu ersetzen, welche bei der schweren Bombardierung der Alkett-Werke verloren gegangen waren.

Die ersten 30 Exemplare erhielten Fahrgestelle, welche von den Nibelungenwerken aus ihrer normalen Panzerkampfwagen-Produktion bereitgestellt wurden. Krupp stellte die Produktion des PzKpfw IV im Dezember 1943 ein und ging im Januar 1944 ganz zur Produktion des StuG IV über. Zwischen Dezember 1943 und März 1945 wurden 1.108 StuG IV, zusätzlich zu den ersten 31 Stück auf PzKpfw-IV-Fahrgestellen, gebaut.

Besonderheiten

Das StuG IV hatte ein normales PzKpfw IV-Fahrgestell mit einem StuG III-Aufbau, in dem die 7,5-cm StuK40 montiert war. Der Fahrerplatz wurde vom normalen Aufbau in eine gepanzerte Fahrerkabine mit zwei Periskopen und einer Zugangsluke im Dach verlegt.

Einige StuG IV hatten einen zusätzlichen Schutz durch 15 cm dicke Betonplatten an der Vorderseite des Aufbaus und der Fahrerkabine.
Im Sommer 1944 wurde der äußere Maschinengewehrschild für den Ladeschützen durch eine ferngesteuerte Maschinengewehrlafette ersetzt und ein Nahverteidigungsgerät im Aufbaudach montiert.

Einsätze

Das StuG IV wurde an selbständige StuG-Brigaden der Artillerie sowie an Sturmgeschütz-, Panzerjäger- und Panzerabteilungen von Infanterie- und Panzerdivisionen ausgegeben.
Als Sturmgeschütz zur Unterstützung der Infanterie und als Panzerjäger wurde das StuG IV in der gleichen Art und Weise und in bei der gleichen Art von Einheiten wie das StuG III eingesetzt.


Jagdpanzer IV Ausf.F

Jagdpanzer IV Ausf.F
Der ‚Panzerjäger 39‘, Jagdpanzer IV Ausf.F (7,5-cm Pak L/48)

Sturmgeschütz neuer Art mit 7,5-cm Pak L/48 auf Fahrgestell Panzerkampfwagen IV, SdKfz 162.

Geschichte

Der Jagdpanzer IV wurde als verbesserte Version des StuG III entwickelt und sollte schließlich dessen Platz einnehmen.
Ein Modell aus Weichstahl wurde Hitler im Oktober 1943 vorgestellt, ein endgültiger Prototyp im Dezember 1943. Die Firma Vomag produzierte den Jagdpanzer IV neben ihrem PzKpfw IV bis Mai 1944, als der PzKpfw IV vollständig durch die Jagdpanzer IV-Produktion ersetzt wurde.
769 Jagdpanzer IV wurden von Januar bis November 1994 gebaut, sowie 26 Fahrgestelle als Bergepanzer fertiggestellt.

Besonderheiten

Das Fahrgestell des Jagdpanzers hatte die gleiche Wannenaufhängung und den gleichen Antriebsstrang wie das Fahrgestell des PzKpfw IV, aus dem es entwickelt worden war. Die vordere Wanne wurde jedoch verändert, indem die senkrechte Frontplatte durch eine spitz zulaufende, aus zwei Platten bestehende Front ersetzt wurde. Der Aufbau war aus schrägen Platten aufgebaut.
Das Geschütz war vorne im Aufbau montiert, zusammen mit zwei Maschinengewehröffnungen und dem Periskop des Fahrers.

Im Mai 1944 wurde die Panzerstärke der oberen Wannenfront und der Aufbaufront von 60 mm auf 80 mm und die seitliche Aufbaupanzerung von 30 mm auf 40 mm erhöht.
Die 0-Serie hatte eine vordere Aufbauplatte mit abgerundeten Seiten, die aber aus produktionstechnischen und ballistischen Gründen dann fallengelassen wurde.

Jagdpanzer IV der 116. Panzer-Division
Jagdpanzer IV der 116. Panzer-Division in der Normandie.

Einsatz

Die Jagdpanzer IV wurden an die Panzerjäger-Einheiten von Panzerdivisionen ab März 1944 ausgeliefert. Ihr erster Kampfeinsatz fand mit der Fallschirm-Panzer-Division Hermann Göring in Italien statt, dann an der Ostfront mit der 4. und 5. Panzerdivision und schließlich auch in Frankreich im Juni 1944 mit der Panzerlehr-Division, der 9. Panzer-Division und der 12. SS-Panzer-Division Hitlerjugend, wo 62 Jagdpanzer IV auf die alliierte Invasion warteten.

Video vom Einsatz des Jagdpanzers IV in Computerspielen

Dazu ein Replay-Video zum Einsatz des Hetzers und Jagdpanzer IV sowie einer Me 410 und Bf 110 in einer Realistischen Landschlacht vom free2play-Spiel War Thunder:

 

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Panzer IV/70(V)

Panzer IV/70(V)
Panzer IV/70(V)

Panzer IV/70(V) (Jagdpanzer mit 7,5-cm Pak42 L/70 von Vomag), SdKfz 162/1.

Geschichte

Der Panzer IV/70(V) war eine verbesserte Version des Jagdpanzers IV mit der PaK42 L/70 anstelle der kürzeren PaK39 Ll/8. Er ging zusammen mit dem Jagdpanzer IV in Produktion, den er dabei bis Dezember 1944 vollständig ersetzte. Bis März 1945 wurden 930 Panzer IV/70(V) hergestellt. ‚(V)‘ in der Bezeichnung steht dabei für den Hersteller Vomag.

Besonderheiten

Die besonderen Merkmale entsprechen denen des Jagdpanzers IV. Die 7,5-cm-PaK wurde durch eine Fahrsperre auf einer Höhe von + 13° gehalten, wenn sich das Fahrzeug außerhalb des Gefechtsfeldes bewegte.
Spätere Modelle sollten die Vorsatz-P-Lafette (zusätzliche Maschinenpistolenlafette) im Dach über dem Richtschützen haben. Dabei handelte es sich um eine Lafette für die 7,92-mm MP44 mit einem gebogenen Laufansatz.
Die lange Kanone und die 80 mm Panzerung der Aufbaufront machten den Pz IV/70(V) an der Nase schwer, was zu Ausfällen der gummibereiften Räder führte. Spätere Modelle wurden daher mit stahlbereiften Rädern an den beiden ersten Radaufhängungen ausgestattet. Spätere Modelle hatten auch nur drei Umlenkrollen.

Einsatz

Im August 1944 wurde der Panzer IVI70(V) an die 105. und 106. unabhängigen Panzerbrigaden ausgegeben. Andere Panzerbrigaden erhielten diese Fahrzeuge zusammen mit den selbständigen Panzerjäger-Abteilungen und den Panzerjägern von Panzerdivisionen.
Der Panzer IV/70(V) wurde erstmals während der Ardennenoffensive im Dezember 1944 in großer Zahl eingesetzt, als etwa 137 Stück zur Verfügung standen.

Video vom Einsatz des Panzer IV/70(V) in Computerspielen

Ein Replay-Video vom Einsatz des Panzer IV/70(V) auf kurze Gefechtsentfernungen in der Normandie, mit acht Abschüsse innerhalb von rund 6 Minuten !
Anschließend ein Nashorn mit sieben Abschüssen über größere Entfernungen auf Kursk.

 

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Panzer IV/70(A)

Panzer IV/70(A)
Panzer IV/70(A), in Erprobung durch französische Truppen. Links oben ist der Treffereinschlag beim Fahrzeug zu sehen, was zu dessen Erbeutung geführt haben muß.

Panzer IV/70(A), Jagdpanzer mit 7,5-cm-Pak42 L/70 von Alkett.

Geschichte

Der Panzer IV/70(A) war die Alkett-Version des Jagdpanzers mit der langläufigen 7,5-cm PaK42. Er wurde auf dem normalen Fahrgestell des PzKpfw IV aus der gleichen Produktion wie der PzKpfw IV Ausf.J bei den Nibelungenwerken montiert.
Der Panzer IV/70 (V) und (A) wurden von August 1944 bis März 1945 gleichzeitig produziert. ‚(A)‘ in der Bezeichnung steht für die Alkett-Version.

Besonderheiten

Der Panzer IV/70(A) hatte ein unverändertes Fahrgestell des Serienmodells des PzKpfw IV. Der Aufbau war ähnlich konstruiert wie beim Panzer IV/70(V) und unterschied sich nur dadurch, dass der untere Aufbau vertikal war und über die Ketten hinausragte, was natürlich zu einer Schwachstelle im Panzerschutz wurde und außerdem die Höhe des Fahrzeuges deutlich vergrößerte.
Für den Fahrer war ein Fahrerstand vorgesehen. Das Geschütz war im vorderen, schrägen Überbau montiert, in der gleichen Art von Lafette wie beim Panzer IV/70(V). Der Panzer IV/70(A) war kopflastig und daher mit stahlbereiften Rädern an den ersten vier Radaufhängungen ausgestattet.

Einsatz

Der Panzer IV/70(A) wurde im gleichen Weise wie der normale PzKpfw IV bei Panzereinheiten, oder als Jagdpanzer bei den Panzerjägern in unabhängigen Sturmgeschütz-Brigaden eingesetzt. Die meisten von ihnen wurden an Einheiten an der Ostfront ausgegeben oder wurden als Ersatzfahrzeuge bei diesen verwendet.


Mehr über Jagdpanzer IV

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Spezifikationen

Spezifikationen:

Spezifikationen
Sturmgeschütz IV (SdKfz 167)
Jagdpanzer IV Ausf.F (SdKfz 162)
Panzer IV/70(V)
Panzer IV/70(A)
Typ
Sturmgeschütz
Jagdpanzer
=
=
Antrieb
Vergasermotor Maybach HL120TRM oder TRM112 (300 PS bei 3000 U/min, 285 PS bei 2800 U/min)
Vergasermotor Maybach HL120TRM (300 PS bei 3000 U/min, 285 PS bei 2800 U/min)
=
Vergasermotor Maybach HL120TRM oder TRM112 (300 PS bei 3000 U/min, 285 PS bei 2800 U/min)
Getriebe
6 Vorwärtsgänge, 1 Rückwärtsgang
=
=
=
Besatzung
4
=
=
=
Länge über alles
6,70 m (ohne Rohr: 5,93 m)
6,85 m (ohne Rohr: 5,90 m)
8,60 m (ohne Rohr: 6,02 m)
8,44 m
Breite
2,95 m
3,17 m
3,17 m
2,88 m
Höhe
2,20 m
1,86 m
1,85 m
2,35 m
Gewicht
23.000 kg
24.000 kg (mit Schürzen 25.000 kg)
25.800 kg
28.000 kg
Straßengeschwindigkeit
38 km/h
40 km/h
35 km/h
38 km/h
Geländegeschwindigkeit
?
?
?
?
Verbrauch/100 km
Straße 230 Liter, Gelände 340 Liter
Straße 240 Liter, Gelände 360 Liter
Straße 250 Liter, Gelände 370 Liter
?
Kraftstoffvorrat
430 Liter
470 Liter
470 Liter
?
Straßen-Fahrbereich
180-230 km
190-210 km
180-210 km
320 km
Gelände-Fahrbereich
120 km
130 km
120 km
?
Kletterfähigkeit
0,60 m (PzKpfw IV)
=
=
=
Grabenüberschreitung
2,30 m (PzKpfw IV)
=
=
=
Watfähigkeit
1,20 m
1,00 m
1,00 m
?
Wendekreis
6,00 m
6,00 m
6,00 m
?
Steigfähigkeit
30° (PzKpfw IV)
=
=
=

Panzerung:

mm (Winkel)
Sturmgeschütz IV (SdKfz 167)
Jagdpanzer IV Ausf.F (SdKfz 162)
Panzer IV/70(V)
Panzer IV/70(A)
Aufbau Vorn
80 (10°)
60 bzw 80 (50°)
80 (50°)
oben 80 (50°), unten 80 (10°)
Aufbau Seite
30 (11°)
30 bzw 40 (30°)
40 (30°)
40 (30°)
Aufbau Hinten
30 (0°)
20 (35°)
20 (35°)
oben 20 (10°), unten 10 (90°)
Aufbau Oben
11 (75°-90°)
20 (90°)
20 (90°)
oben 20 (90°), unten 10 (90°)
Wanne Vorn
80 (14°)
oben 60 bzw 80 (45°), unten 50 (55°)
oben 80 (45°), unten 50 (55°)
80 (14°)
Wanne Seite
30 (0°)
30 (0°)
30 (0°)
30 (0°)
Wanne Hinten
20 (10°)
20 (oben 11°, unten 9°)
20 (oben 11°, unten 9°)
20 (10°)
Wanne Unten
10 (90°)
12+10 (10°-90°)
12+10 (10°-90°)
10 (90°)
Geschützmantel
80 (Saukopfblende)
80 (Saukopfblende)
80 (Saukopfblende)
80 (Saukopfblende)

Bewaffnung und Ausrüstung:

Spezifikationen
Sturmgeschütz IV (SdKfz 167)
Jagdpanzer IV Ausf.F (SdKfz 162)
Panzer IV/70(V)
Panzer IV/70(A)
Hauptbewaffnung
7,5 cm StuK L/48
7,5 cm Pak39 L/48
7,5 cm Pak42 L/70
7,5 cm Pak42 L/70
Schuss
63
79
55
?
Schwenkbereich
20° (manuell)
20° (manuell)
-10° (links) bis +10° rechts (manuell)
-10° (links) bis +10° rechts (manuell)
Höhenbereich
-6° bis +20°
-5° bis +15°
-5° bis +15°
-5° bis +15°
Mündungsgeschwindigkeit Pzgr39 bzw Pzgr39/42
790 m/s
790 m/s
925 m/s
925 m/s
Mündungsgeschwindigkeit Pzgr40 bzw Pzgr40/42
990 m/s
990 m/s
1.120 m/s
1.120 m/s
Granatgewicht Pzgr39 bzw Pzgr39/42
6,80 kg
6,80 kg
6,80 kg
6,80 kg
Granatgewicht Pzgr40 bzw Pzgr40/42
4,10 kg
4,10 kg
4,75 kg
4,75 kg
Maximale Schußweite
3.000m PzGr, 5.000m Sprenggranate
?
?
?
Sekundär-Bewaffnung
1 x 7,92mm MG34 oder MG42 auf dem Dach mit 360° Drehbereich (600 Schuss)
erst zwei MG42, später nur noch eins (600 Schuss)
ein MG42 (600 Schuss)
ein MG42
Funkgerät
FuG15 und FuG16 (4 km Reichweite)
FuG Spr f (1 km Reichweite)
FuG Spr f (1 km Reichweite)
FuG 5 (4 km Reichweite)
Zieloptik
SflZF1a (max. 3.000 m Panzergrante, 5.000 m Sprenggranate)
SfLZF1a
SflZF
SflZF

Durchschlagskraft mm der Kanonen auf 30° Panzerplatte:

Entfernung
Pzgr 39 (7,5-cm StuK40 L/48 und 7,5cm Pak L/48)
Pzgr40 (7,5-cm StuK40 L/48 und 7,5cm Pak L/48)
Pzgr39/42 (7,5-cm Pak42 L/70)
Pzgr40/42 (7,5-cm Pak42 L/70)
100 m
106 mm
143 mm
138 mm
194 mm
500 m
96 mm
120 mm
124 mm
174 mm
1.000 m
85 mm
97 mm
111 mm
149 mm
1.500 m
74 mm
77 mm
99 mm
127 mm
2.000 m
64 mm
-
89 mm
106 mm

Herstellung:

Angaben
Sturmgeschütz IV (SdKfz 167)
Jagdpanzer IV Ausf.F (SdKfz 162)
Panzer IV/70(V)
Panzer IV/70(A)
Produktion
Dezember 1943 bis März 1945
Januar bis November 1944
August 1944 bis März 1945
August 1944 bis März 1945
Stückpreis
?
?
?
?
Stückzahl
31 umgebaut aus PzKpfw IV-Fahrgestellen (ab Oktober 1943) plus 1.108 Serienfahrzeuge
769 plus 26 weitere als Bergepanzer fertiggestellt
930
278

Einsatzstatistik für Jagdpanzer 38(t) UND Jagdpanzer IV (7,5cm L/48):

Jahr
Bestand
Produktion
vor 1939
-
-
-
1939
-
-
-
1940
-
-
-
1941
-
-
-
1942
-
-
-
1943
-
-
-
1944
-
2.357
344
1945
1.478
832 (Jan+Feb)
216 (Jan)
Insg.
-
3.189 (bis Feb 45)
560 (bis Jan 45)

Einsatzstatistik für Panzer IV/70(V) und (A):

Jahr
Bestand
Produktion
Verluste
vor 1939
-
-
-
1939
-
-
-
1940
-
-
-
1941
-
-
-
1942
-
-
-
1943
-
-
-
1944
-
766
53
1945
575
390 (bis Feb)
93 (Jan)
Insg.
-
1.156 (bis Feb 45)
146 (bis Jan 45)


Animation 3d-Modell Jagdpanzer IV


Quellenangaben und Literatur

The Encyclopedia of Weapons of World War II (Chris Bishop)
Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr (Werner Oswald)
Encyclopedia of German Tanks of World War Two (P.Chamberlain, H.L.Doyle)

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