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Hetzer und Jagdpanzer IV in War Thunder


Deutsches BR 4.7 mit Hetzer und Jagdpanzer IV in War Thunder.
Realistische Bodenschlachten mit einem BR 4.7-Deck in War Thunder und einem Replay-Video.

Jagdpanzer 38(t) Hetzer War Thunder
Jagdpanzer 38(t) Hetzer im Einsatz bei War Thunder.


Stand der Informationen: August 2018.

dwonload F2P game Heute möchte ich einmal das in einer ‘Nische’ liegende deutsche BR (Battle Rating) 4.7 mit einem vollständigen Fahrzeug-Deck vorstellen.
‘Nische’ deshalb, weil hier nur zwei kleine deutschen Jagdpanzer auf BR 4.7 zu Hause sind. Der Jagdpanzer IV und Jagdpanzer 38(t) Hetzer habe es jedoch bei richtiger Verwendung in sich und da bis zum BR 5.7 überhaupt nur wenige deutsche Panzer vorhanden sind, sind sie oft ‘High Tier’ – also an der Spitze der ‘Nahrungskette’ in nunmehr über viele Monate mit regelmäßig 37 Prozent der Gefechte.

Der kleine Jagdpanzer 38(t) Hetzer ist zwar nicht der schnellste und sollte sich auch nicht von der Seite oder in die Unterbodenplatte treffen lassen, aber sonst steckt er zumeist die meisten Frontaltreffer mühelos weg. Oft kennen viele Gegner die Schwachstellen nicht und diese lassen sich auch etwas mit Buschwerk tarnen.
Am effektivsten ist der Hetzer allerdings in den 37 Prozent der Schlachten, welche direkt auf BR 4.7 (290 Einstiegspunkte für ihn hier) stattfinden. Hier sollte er als Standardfahrzeug immer zum Einsatz kommen.

Hetzer in War Thunder
Jagdpanzer 38(t) Hetzer in War Thunder
Ab BR 5.0 muss man nämlich mit dem vermehrten Auftreten amerikanischer M4A3E2 Jumbos und britischer Churchill Mk VII rechnen, welche die 7,5-cm-Pak 40 des Hetzers frontal nur an kleinen Schwachstellen durchschlagen kann. Zwar kann der Gegner auch frontal nur wenig ausrichten, aber der Jumbo ist eindeutig beweglicher und hat einen drehbaren Turm. Oft wird der Kampf Hetzer gegen Jumbo oder Churchill dann von einem Mitglied des eigenen oder gegnerischen Teams entschieden, welcher einen der durch ihr Frontalgefecht abgelenkten Spieler von der Seite abschießt.

Wird man also mit seinem BR 4.7-Deck in eine Schlacht mit BR 5.0 und eventuell noch BR 5.3 eingestuft, so empfiehlt es sich mit dem Panzerspähwagen Puma (siehe deutsches BR 3.7 Deck) schnell eine CAP-Zone zu erobern und anschließend mit Bombern oder Jagdbombern diese schwer gepanzerten alliierten Fahrzeuge heraus zu bomben.
Auf Schlachtfeldern mit gutem Schussfeld biete sich alternativ auch immer der Dicke Max an, den man immer dabei haben sollte und welcher ohne weiteres jeden hier anzutreffenden Panzer frontal zerstören kann.

Sollte man das Pech haben mit einem Battle Rating von Plus Eins in eine Schlacht auf BR 5.7 zu landen (immerhin rund 1/3 der Fälle) ist man dafür zumeist mit der Roten Armee mit ihren unrealistisch überbewerten T-34/85 zusammen in einem Team.
Da bei den Amerikanern hier oft der M18 (BR 5.3) zum Einsatz kommt, hat die Taktik mit der schnellen Eroberung einer CAP mit dem Puma meist nur wenig Erfolg und es bietet sich an, den Jagdpanzer IV auszupacken.

Jagdpanzer IV in War Thunder
Jagdpanzer IV in War Thunder

Dieser ist nur schwer auszumachen, wenn er unbeweglich irgendwo im Gebüsch lauert und ein tödlicher Gegner für den M18, ebenso wie der Hetzer. Die Panzerung des Hetzers reißt es hier aber nicht mehr so sehr raus, der Jagdpanzer IV ist beweglicher, schneller, schwerer zu entdecken, hat einen guten Richtbereich bei der 7,5-cm-Kanone und kann zahlreiche Nebelkerzen abwerfen. Letzteres taktisches Mittel sollte man bei Beschädigungen, Rückzug unter Beschuss und auf einer CAP-Zone immer verwenden.

Dazu hat der Jumbo mit der 75-mm-Kanone von BR 4.7, auf den man hier auch noch treffen kann, ebenso Probleme den Jagdpanzer IV frontal zu durchschlagen.
Der Einsatz der schwer gepanzerten amerikanischen und britischen Panzer wird hier auch seltener, da die durch den russischen Spieleentwickler Gajin durch das altbekannte BIAS eindeutig überbewertete sowjetische 85-mm-Kanone diese Fahrzeuge ohne weiteres frontal durchschlagen kann.

Video vom Hetzer und Jagdpanzer IV im Einsatz

Die Effektivität des Hetzers im Frontalgefecht und des Jagdpanzers IV beim Lauern in Hinterhaltstellungen sieht man gut im nachfolgenden Replay-Video von Realistischen Bodenschlachten mit dem deutschen BR 4.7-Deck. Dazu noch kurz zwei erfolgreiche Tieffliegerangriffe der Me 410 A-1 und BF 110 G, welches dieses deutsche BR-Deck gut ergänzen.

Die Siegquote beim deutschen BR 4.7-Deck bewegte sich in den letzten Monaten immer zwischen 40 und 60 Prozent, d.h. die mehr defensive Spielweise der Jagdpanzer wird dadurch unterstützt. Vor allem ist es aber interessant, da ziemlich genau 37 Prozent aller Gefechte auf dem besten Battle Rating von 4.7 als Top-Tier stattfinden und die beiden Jagdpanzer relativ selten gespielt werden, wodurch viele Gegner ihre Schwachstellen nicht kennen und man jede Menge Treffer frontal ohne weiteres wegstecken kann.


Welches Fahrzeug-Deck hat sich für BR 4.7 bewährt ?

Nachfolgend eine Zusammenfassung eines bewährten Decks für das BR 4.7, wobei mit 10 Fahrzeug-Slots die maximal mögliche Anzahl verwendet wird.
Wie immer, ist wieder der richtige Mix aus Hauptfahrzeugen für Schlachten oder Eroberungs-Szenarien sowie Flugzeugen, Jagdpanzern und Flak-Fahrzeugen entscheidend für ein erfolgreiches Bestehen der Schlachten.

Neben Hetzer und Jagdpanzer IV gibt es dabei noch folgende Fahrzeuge:


r Achtrad-Spähpanzer Puma
Der Achtrad-Spähpanzer Puma mit 5-cm-Kanone im Turm ist eines der schnellsten Fahrzeuge in War Thunder.

Panzerspähwagen SdKfz 234/2 Puma (BR 2.7)

Wichtigstes Fahrzeug zur Einnahme einer CAP-Zone bei Schlachten auf BR 5.0 bis 5.3 ist natürlich der über Straßen am schnellsten überall hinkommende Panzerspähwagen Puma. Sollte man ab BR 5.3 mal auf einen M18 treffen, benötigt der Puma aber oft drei Treffer mit seiner 5-cm-Kwk, während der schnelle amerikanische Jagdpanzer lediglich einen mit seiner 76-mm-Kanone benötigt. Auch einen Jumbo kann man mal überraschend von der Seite mit dem Puma herausnehmen, aber allzu viele Abschüsse neben der Eroberung der CAP und des Ausspähung und melden von Feindpanzern sollte man in diesen Bereichen des Battle Ratings nicht mehr erwarten.


Dicker Max in War Thunder
Dicker Max in War Thunder

Selbstfahrlafette Dicker Max (BR 4.3)

Die als Jagdpanzer geltende Selbstfahrlafette ‘Dicker Max’ ist schon ab BR 4.3 einsetzbar und kann mit ihrer 10,5-cm-Kanone auch auf größte Entfernungen auch mit diesem Deck noch alles mit einem Schuss wegputzen, auf was sie hier treffen kann. Deshalb ist sie wichtig, um einen Jumbo oder Churchill VII auch frontal bekämpfen zu können oder um auf großen Schlachtfeldern wie Kursk, Maginot-Linie oder Ardennen von Anfang an verwendet werden zu können.
Insbesondere mit gutem Tarnanstrich und zusätzlichen Büschen wird sie trotz ihrer Größe oft im Unterholz übersehen, aber die bevorzugte Kampfentfernung beginnt bei rund 500 Metern.
Eine besondere Eigenheit dieser Selbstfahrlafette macht sie taktisch besonders wertvoll: sie kann die Kanone sehr weit absenken, sodass man in einer Hinterhang-Stellung stehen kann und praktisch nur das Rohr über den Hügel hinwegschaut, was ihre Entdeckung erheblich erschwert und einen guten Schutz bietet. Nur vor Tieffliegern sollte man sich mit dem offenen Kampfraum in Acht nehmen.


PzKpfw IV H in War Thunder
PzKpfw IV H in War Thunder

Mittlerer Kampfpanzer PzKpfw IV Ausf. H (BR 4.3)

Wer zum Ende der Schlacht, wenn der Gegner rarer wird und Artillerie-Unterstützung und mehr Beweglichkeit durch einen rotierenden Turm gefragt ist, noch einen Kampfpanzer benötigt, ist mit dem PzKpfw IV H gut aufgehoben.
Der beste deutsche Kampfpanzer mit Turm für dieses Deck verfügt zwar leider über keine Nebelkerzen (nur Nebelgranaten), hat dafür den am schnellsten rotierenden Turm der Panzer-IV-Serie und zusätzliche Seitenschürzen, welche den ein oder anderen Beschuss durch Flak-Fahrzeuge, welche gegen Ende der Schlacht zunehmend auftreten, abfangen können.


StuG III Ausf.F
StuG III Ausf.F

Jagdpanzer StuG III Ausf. F (BR 3.7)


Das Sturmgeschütz StuG III F ist der günstigste Jagdpanzer mit einem vollen BR niedriger als das Deck, welchen man immer schon für 190 Spawn-Punkte (380 nach dem ersten Verlust) bringen kann. Es ist ebenfalls mit einer 7,5-cm-Kanone relativ gut bewaffnet, aber auf die 50-mm-Frontalpanzerung sollte man sich nicht zu sehr verlassen.


Fla-Panzer Wirbelwind
Flak-Panzer Wirbelwind

Flakpanzer Wirbelwind (BR 3.7)

Der Flakpanzer Wirbelwind ist natürlich für dieses Deck der effektivste deutsche Flak-Panzer. Er ist ein volles Battle Rating niedriger als die Top-Fahrzeuge des Decks und kann daher schon mit 150 Spawn-Punkte eingesetzt werden. Dazu sollte man sich bei den ‘Kriegsanleihen’ zusätzliche Ersatzfahrzeug-Gutscheine für ihn besorgen, denn er kann damit sogar zweimal in einer Schlacht eingesetzt werden !
Mit ihm lassen sich auch viele Panzer zerstören sowie auch russische T-34-Panzer und amerikanische Jumbos von der Seite. Durch die hohe Schusszahl generiert er bei Treffern so viele Punkte, dass man anschließend oft noch mit einem viel stärkeren Fahrzeug oder Flugzeug wieder in das Gefecht eingreifen kann.


Me 410 A-1 in War Thunder
Me 410 A-1 in War Thunder

Schnellbomber Me 410 A-1 (BR 3.7)

Das günstige Bombenflugzeug für Bodenangriffe ist die Me 410 A-1 mit einem Battle Rating niedriger als die Top-Fahrzeuge dieses Decks, welches daher immer nur für 540 Spawn-Kosten gebracht werden kann. Dazu sind die Reparaturkosten recht niedrig und die Belohnung gut und das Flugzeug trägt zwei 500-kg-Bomben im Bombenschacht.
Das Flugzeug ist recht schnell und eignet sich daher sehr gut zum sofortigen Einsatz nach der Eroberung einer CAP-Zone mit dem Panzerspähwagen Puma.
Der Angriff erfolgt dabei am besten im Sturzflugangriff mit ausgefahren Bremsklappen und geöffneten Bombenschacht, wobei die Bomben kurz hintereinander abgeworfen werden, was mit ziemlicher Sicherheit zur Vernichtung eines Panzers führt. Auch der Abschuss eines Flugzeuges mit der Frontbewaffnung oder durch den Heckschützen ist möglich.


Bf 110G in War Thunder
Bf 110G in War Thunder

Jagdbomber Bf 110 G (BR 3.7)

Die Bf 110 G-Serie war hauptsächlich ein Nachtjäger und ist daher schwer bewaffnet. In War Thunder kann sie auch als Jagdbomber mit einer stattlichen Zuladung von 1.250 kg Bomben beladen werden, was sie zu einem tödlichen Gegner für Panzer macht. Dazu kommen 12,7-mm-Maschinengewehre sowie 20- und 30-mm-Maschinenkanonen, was sie auch Bodenziele zerschießen lässt und so ziemlich jedes Flugzeug bei frontalen Begegnungen vom Himmel holt.
Mit BR 3.7 ist sie ebenfalls ein BR unter dem Maximum des Decks, womit sie für nur 576 Spawn-Punkte als Jagdbomber und sogar 480 Punkte als schweren Jäger zum Einsatz kommen kann. Als schwerer Jäger kann sie sogar eine 37-mm-Kanone mit sich führen, die bis zu knapp 100 mm Panzerung durchschlagen kann.
Alles in allem ein sehr sinnvolles und lohnendes Flugzeug mit nur geringen Spawn-Punkte- und Reparaturkosten, dass trotzdem für die Zerstörung jedes Bodenziel und des ein oder andere anderen Flugzeuges auch noch auf diesem Battle Rating gut ist.


Bf 109G-2 in War Thunder
Bf 109G-2 in War Thunder

Jagdflugzeug Bf 109 G-2 Trop (BR 4.3)

Die berühmte Messerschmitt Bf 109 Gustav Version G-2 ist in diesem Bereich wohl einer der beliebtesten deutschen Jäger mit einer hervorragenden Kombination aus Geschwindigkeit, Steigleistung, Manövrierfähigkeit und Bewaffnung. Sie ist zwar in keiner dieser Kategorien für sich genommen das beste Flugzeug unter den möglichen Gegner, aber die Kombination macht es.
Dazu kann sie mit einer 250-kg-Bombe als Jagdbomber verwendet werden oder mit zusätzlichen 20-mm-Maschinenkanonen unter den Flügeln ausgerüstet werden. Da es sich hierbei um die Tropen-Version handelt, überhitzt der Motor bei längeren Beschleunigungen auch nicht so schnell.


Wer das Gratis-Panzer-Spiel noch nicht kennt, kann War Thunder hier kostenlos downloaden:

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Was diesen Anspruch erschwert, ist der Umstand, dass die Waffen-SS aus so vielen anderen Elementen bestand, wie anfangs beschrieben. Die Situation wird dadurch noch unübersichtlicher, dass es einen unterschiedlich starken Personalaustausch zwischen den Einsatzgruppen, den Totenkopf-Wachbataillonen und den Kampftruppen gab. Viele Menschen konzentrieren sich oft auf das Negative und heben die verschiedenen fragwürdigen Verbände hervor, welche mit der Waffen-SS in Verbindung gebracht werden und die unehrenhafte Handlungen während des Krieges begannen haben. Dies war jedoch nicht die Waffen-SS, welche Hausser und Steiner in den 1930er Jahren ursprünglich gründen wollten. Die Auseinandersetzungen mit der politischen Führung um ihre Vision resultierte in einer Vorverurteilung aller kämpfenden Mitglieder der Waffen-SS wie z.B. von der SS-Division Reich und Leibstandarte-SS-Adolf Hitler, ebenso wie alle gegen ihren freien Willen dazu eingezogenen deutschen Wehrpflichtigen im letzten Kriegsjahr und die freiwilligen, hoch motivierten Ausländer oder Volksdeutschen. Kriegsverbrechen Wenn die Probleme des Dienstes von Volksdeutschen in der Waffen-SS schon komplex und leicht missverständlich sind, so trifft dies auch auf die damit verbundenen Kriegsverbrechen und Gräueltaten dieser Einheiten zu. Bei beiden Themen wird viel spekuliert und vermutet, oft in Ermangelung solider Fakten. Die Kriegs- und Nachkriegspropaganda hat auch dieses Thema verwässert und spielte damit vielen Menschen in die Hände, welche die Waffen-SS als Verantwortliche für fast alle Kriegsverbrechen ansehen wollten und damit die Angehörigen der Wehrmacht davon freizusprechen. Es herrscht der weit verbreitete Glaube vor, dass die Männer Waffen-SS politisch indoktrinierte Soldaten auf die ein oder andere Weise waren. Die genaue Auslegung variierte in Abhängigkeit der Perspektive des jeweiligen Beobachters. Aus diesem Grund wurde also angenommen, dass der größte Teil der deutschen Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg von der Waffen-SS durchgeführt wurden. Zeitzeugen und ihre schriftlichen Aufzeichnungen unterstützen jedoch die Behauptungen vieler Veteranen der Waffen-SS, dass die politische Indoktrination maximal einen kleinen Anteil an der Ausbildung hatte. Denn die politische, ethnische und historische Indoktrination erfolgte im Dritten Reich schon in den nationalsozialistischen Jugendgruppen, wie der ‘Deutschen Jugend’ oder ‘Hitlerjugend’. Die Mitgliedschaft in der Hitlerjugend oder ihren verschiedenen Unterabteilungen wurde bereits 1936 zur Pflicht und die nationalsozialistische Indoktrination wurde vom Staat und mit der Gestaltung des Lehrplans an Schulen und Universitäten untermauert. Mithilfe dieses Systems konnte eine Generation Jugendlicher bis einschließlich der Geburtsjahrgänge 1928 beeinflusst werden, welche während des Zweiten Weltkrieges zum Militärdienst einberufen wurden. Die auf diese Weise beeinflusste Jugend diente vor allem in der Wehrmacht, was im Laufe des Krieges zunehmend das deutsche Heer insbesondere betraf. Während des gesamten Dritten Reiches bestand das deutsche Heer überwiegend aus deutschen Männern, wobei Volksdeutsche und Ausländer nur einen kleinen Anteil ausmachten. Dagegen bestand die Waffen-SS immer zwischen 33 und 50 Prozent aus Volksdeutschen oder Ausländern. 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Das Modell 38 wurde dadurch zu Japans bekanntester Infanterie-Waffe. Nachdem der Pazifik-Krieg im Jahr 1942 in vollem Gang war, fiel der Produktionsstandard für die japanischen Ariska-Gewehre und Karabiner schnell ab. Jedes Teil der Waffe, was nicht unbedingt benötigt wurde, blieb beim Produktionsprozess auf der Strecke. Dies ging so weit, dass aufgrund der alliierten See- und Luftblockade einige der gegen Kriegsende hergestellten Gewehre mit Holz und Metall schlechter Qualität gebaut werden mussten, was sie gefährlicher für den Schützen als sein Ziel machten. Zum Schluss wurden sogar einschüssige Waffen mit 8-mm-Patronen aus Pistolen gebaut. Varianten Karabiner M1938: Angeblich für Kavalleristen und Artilleristen hergestellt, wurde dieses Modell auch von der japanischen Infanterie verwendet, welche es sogar dem Standard-Gewehr wegen seiner 30 cm kürzeren Länge und knapp einem viertel Kilo weniger Gewicht vorzogen. Der Mechanismus der Waffe war der gleiche wie beim langen Gewehr. Zusätzlich gab es noch ein klappbare Version für die Fallschirmtruppe. Scharfschützengewehr M97: Dies war das ursprüngliche Ariska-Gewehr mit einem zusätzlichen Zweibein und einem Zielfernrohr niedriger Auflösung an der linken Seite des Gewehres, um das Nachladen zu ermöglichen. Der Verriegelungsgriff war heruntergeklappt, um zu vermeiden, dass die Hand des Schützen beim Betätigen des Bolzens das Visier verunreinigte. Spezifikationen Ariska-Gewehr Modell 38 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Panzerbekämpfung der japanischen Infanterie Die Japaner waren bestürzend schlecht auf die Panzerabwehr (Taisensha Senta) im Zweiten Weltkrieg vorbereitet und dafür geeignete Waffen existierten praktisch nicht. Obwohl diese Schwäche bereits 1939 in Mandschuko-Zwischenfall von den Sowjets aufgezeigt worden war, spielten die japanischen Verantwortlichen dies herunter. Es gab keine japanische Doktrin für den Masseneinsatz von Panzern und das Gleiche erwarteten die Japaner auch von ihren zukünftigen Gegnern im Pazifikkrieg. Sie erwarteten höchsten leichte amerikanische Panzer und als sie erstmals im November 1943 auf Tarawa auf M4 Sherman Panzer trafen, waren sie darauf völlig unvorbereitet. Die japanische Panzerabwehr verließ sich deshalb seitdem auf den Offensivgeist ihrer Armee und so wurden neben wenig wirksamen konventionellen kleinkalibrigen Pak-Geschützen und schwachen Panzerabwehrbüchsen auch Granatwerferbecher nach deutschem Vorbild sowie zunehmend unorthodoxe Methoden angewandt. Typ 2 Panzerabwehr-Granatwerferbecher Ein gewisses Maß zur Panzerbekämpfung für die japanische Infanterie wurde durch das Aufsetzen von speziellen Granatwerferbechern auf dem Ariska-Gewehr Modell 38 erreicht. Diese Granatwerferbecher Typ 2 konnten an der Mündung mittels einer Verriegelung-Mündungsbremse an der Mündung aufgeschraubt werden. Die Idee war eine Kopie der deutschen Schießbecher-Granatwerfer des Karabiner 98 und verwendete sehr ähnliche Granaten. Der Panzerabwehr-Granatwerferbecher Typ 2 hatte eine gewisse Effektivität, konnte auf allen Ariska-Gewehren Modell 38 angebracht werden und es gab Granaten im Kaliber von 30 oder 40 mm. Unorthodoxe Methoden der Panzerbekämpfung Japanische Soldaten griffen alliierte Panzer auch mit Tretminen an, wobei sie oft im Moment der Explosion getötet wurden. Die Tretmine war aber eigentlich keine ‘Selbstmordwaffe’, denn theoretisch hatte der Träger gute Möglichkeiten, den Einsatz zu überleben. Die japanische Selbstmord-Taktik zur Panzerabwehr war daher extremer, denn seit 1944 war sie zu einer allgemein akzeptierten Methode der Kriegsführung geworden. Alle japanischen Soldaten, Matrosen oder Piloten wurden dazu aufgerufen, bei dem Versuch alliiertes Material oder Personal mehr …

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