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Fw 190D und Ta 152


Deutsche Abfangjäger Focke-Wulf D-Serie und Ta 152/Ta 153.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

Fw 190 D-12
Das letzte erhaltene Exemplar der ‘Dora’ ist diese Fw 190 D-12 im amerikanischen Jagdflieger-Museum Champlin.


Focke-Wulf Fw 190D
Typ: Abfangjäger der deutschen Luftwaffe.

Geschichte Fw 190 Dora und Ta 152

Seit dem ersten Aufeinandertreffen mit den Jagdflugzeugen der Royal Air Force war es für die Verantwortlichen bei der Firma Focke-Wulf Flugzeugbau klar, dass die Fw 190 A ein großartiger Erfolg war. Die Varianten des Fw 190 Jabo ersetzen später dann auch die Ju 87 Stuka als wichtigstes Bodenangriffsflugzeug der deutschen Luftwaffe.

Der einzige Nachteil des Flugzeuges war der drastische Leistungsabfall in großen Flughöhen. Selbst mit der gewaltigen GM-1-Stickstoffoxid-Druckerhöhungs-Einrichtung war die Leistung dort enttäuschend. Während dieser Nachteil bei Luftkämpfen in niedriger Höhe über dem Gefechtsfeld oder bei Bodenangriffen nicht besonders wichtig war, schränkte es jedoch das große Potenzial der Fw 190 als Luftübergelegenheitsjäger ein, insbesondere gegen alliierte Jagdflugzeuge wie die P-51D Mustang.

Die Antwort auf dieses Problem schien im Austausch des Motors zu bestehen. Die Vorstellungen von offizieller Seite waren es, den Jumo 213 Motor zu verwenden, aber der Konstrukteur Dipl.Ing. Kurt Tank bevorzugte den größeren DB 603. Beide Antriebe waren V12-flüssigkeitsgekühlte Umkehrmotoren in der 2.000-PS-Klasse.

Seit Anfang 1942 wurden zahlreiche Prototypen und Entwicklungsflugzeuge mit diesen beiden Motoren gebaut und geflogen. Dies waren hauptsächlich Fw 190 der B- und C-Serie, von denen viele Turbolader in markanten Unterbodenverkleidungen hatten. Diese Turbolader sahen wie ein Kühlmittelkühler aus, ähnlich wie bei der amerikanischen P-51 Mustang. Tatsächlich hatten jedoch alle Flüssigkeitsgekühlten Fw 190 einen ringförmigen Kühler an der Nase, welche sie oberflächlich betrachtet wie Flugzeuge mit Sternmotor aussehen ließen.
Unvermeidlich vergrößerten die mit Flüssigkeit gekühlten Motoren die Länge der Nase, und um die Richtungsstabilität zu gewährleisten, hatten viele mit Umkehrmotoren ausgestattete Varianten des Jägers einen zusätzlichen Abschnitt eingebaut im hinteren Rumpfteil.

Da das Reichsluftfahrtministerium RLM für einen Höhenjäger die Flughöhe von 14.000 Metern verlangte, war der Bedarf an großer Leistung in extremen Höhen so groß, dass einige der Flugzeuge mit einem Druckcockpit, einem Turbolader und dem MW-50-Methanol/Wasser und GM-1 Kraftverstärkungssystem ausgerüstet wurden.

Dipl.Ing. Tank und seine Mitarbeiter zweifelten niemals an ihrer Unterstützung für den 445 Liter großen DB 603, weshalb die Arbeiten an Projekten mit diesem Motor immer fortgesetzt wurden. Dies führte zu verschiedenen Modellen der Fw 190C, Ta 152C und Ta 153.

Fw 190 Dora

Offiziell wurde jedoch weiterhin der Junkers-Motor unterstützt und während des Jahres 1943 wurde es offensichtlich, dass dieser Antrieb auch früher verfügbar sein würde. Deshalb wurde die Priorität der Fw 190 D eingeräumt, welche von einem Jumo 213A-1 mit 1.776 PS angetrieben wurde. Dieser Motor war mithilfe des MW-50-Einspritzers kurzzeitig in der Lage bis zu 2.240 PS zu erzeilen.

Es war zwar verständlich, aber etwas unglücklich, dass Konstrukteur Tank ständig auf den noch in weiter Ferne liegenden DB 603 Motor mit einem überarbeiteten Flugzeugrumpf schielte. Denn diese Erwartungshaltung ließ ihn die Fw 190D ständig nur als eine Übergangslösung ansehen, sodass er nicht das ganze Potenzial dieses Flugzeuges ausreizte.
Die Probleme wurden außerdem dadurch verstärkt, dass der Jumo 213, ebenso wie schon der Jumo 211 zuvor, ausschließlich als ein Motor für Bomber konstruiert worden war. Deshalb entstanden völlig unzutreffende Gerüchte bei den mit der Fw 190 ausgerüsteten Staffeln, dass die neue Dora ein aufgemotzter, schwerfälliger und zweitklassiger Ersatz werden sollte.

Die Entwicklung der D-Serie dauerte volle zwei Jahre, nämlich von April 1942 bis Mai 1944. Die meisten Flugversuche erfolgten mit umgebauten FW 190A-1, alle mit dem ziemlich standardmäßigen Jumo 213A in der Nase, welche das Flugzeug um 0,6 Meter verlängerten. Der Motor trieb einen Propeller mit drei sehr breiten Blättern an und zusätzlich wurde ein 0,495 Meter langer Abschnitt direkt am Beginn des Hecks in den Rumpf eingefügt.

Fw 190 D Prototyp
Fw 190 D Prototyp für die Serienmaschinen, umgebaut aus einer A-7 mit einem Jumo 213A-1-Motor.

Ende 1943 wurden einige Umbauten aus Fw 190A-7 vorgenommen, wovon die meisten die Bewaffnung aus vier 20-mm-MG 151 in den Flügeln und zwei MG 17 über dem Motor beibehielten.
Anfang 1944 führten weitere Veränderungen am Entwurf jedoch in der Entfernung der äußeren 20-mm-Kanonen in den Flügeln und die 7,92-mm-Maschinengewehre über dem Motor wurden durch 13-mm MG 131 ersetzt. Dazu erfolgte eine Vergrößerung der Flugzeugflosse, um die Stabilität unter allen Bedingungen zu verbessern.
Dies führte zur endgültigen Serienmaschine Fw 190D-9, oder auch ‘Dora-Neun’ genannt, im Mai 1944. Das Flugzeug war mit drei Bombenaufhänge-Vorrichtungen, einem Sturzflug-Visier und dem MW-50-Einspritzer ausgerüstet.

 Fw 190D-9 bei Einsatzverbänden
Nur wenige Fotos existieren, welche Fw 190D-9 bei Einsatzverbänden zeigen.
Die Auslieferung von Serienmaschinen an die Luftwaffe begann ab August 1944, wobei die III. Gruppe von JG 54 bei Oldenburg die ersten Fw 190D-9 erhielt.
Dipl.Ing. Tank besuchte die Gruppe und stellte die neue ‘Dora-9’ eigentlich als ‘Notfalllösung’ dar. Trotzdem erkannten die Frontpiloten sofort, dass die Fw Dora trotz aller Gerüchte ein hervorragendes Flugzeug war, welches der Luftwaffe endlich ein Jagdflugzeug gab, das gegenüber der amerikanischen P-51 Mustang oder jedem anderen alliierten Jäger zumindest gleichwertig, wenn nicht überlegen war.
Damit war die neuste Focke-Wulf wieder einmal das schnellste mit einem Kolbenmotor ausgerüstete Kampfflugzeug am Himmel.

Kurz nach Beginn der Serienproduktion wurde die Cockpithaube durch die Blasenkabine ersetzt, welche zuvor bei der Fw 190F-2 eingeführt worden war, um dem Piloten eine bessere Rundumsicht zu geben.
Nicht standardmäßige Modifikationen beinhalteten die Fw 190D-10 mit einem MG 151 im linken Flügel und einer durch die Propellernarbe feuernden MK 108 und die Fw 190D-11 mit einem dreistufigen Kompressor und vier Maschinenkanonen in den Flügeln, bestehend aus zwei MG 151 und zwei MK 108. Viele weitere Varianten erschienen noch in den letzten Kriegsmonaten.

Es steht außer Frage, dass die Dora-9 der beste Jäger mit Kolbenmotor in Adolf Hitlers Luftwaffe war, welcher noch weitverbreitet zum Einsatz kam.
Trotz massiver Luftangriffe auf die Produktionsstätten und ihrer schrittweisen Eroberung durch alliierte Bodentruppen, wurden von der Fw 190D-9 und ihrer Varianten noch enorme Stückzahlen in den letzten Kriegsmonaten gebaut, wovon aber der Großteil unbenutzt oder nicht an Luftwaffen-Verbände ausgeliefert wurde, weil es an Treibstoff und Piloten fehlte.
Von vielen als der beste Kolbenjäger des 2. Weltkrieges angesehen, folgten der Fw 190 D-9 die Versionen D-11, 12, 13, 14 und 15, bei denen aber keine nennenswerte Steigerung der Produktion mehr erzielt wurde. Insgesamt wurden etwa 700 Doras bis Kriegsende fertiggestellt.

Animation 3d-Modell Fw 190 D-9


Ta 152 und Ta 153

Während des Jahres 1942 konzentrierte sich das Personal von Kurt Tank auf eine Serie von definitiven Ablegern der Fw 190, welche als Fw 190Ra-1 bis Ra-6 bezeichnet wurden. Das prinzipielle Ziel war es, die Leistung in großen Höhen zu steigern.
Die Modifikationen an der Flugzeugzelle beinhalteten einen neuen Mittelflügel-Abschnitt, welcher die Spannweite von 11 Meter bei den kürzeren Flügeln auf bis zu 14,8 Meter bei anderen vergrößerte. Gleichzeitig wurde der Rumpf hinter dem Cockpit um 0,4 Meter verlängert und an diesem längeren hinteren Rumpf war ein Seitenleitwerk mit deutlich größerer Sehne befestigt; wesentlich breiter als selbst bei der Fw 190D-9.
Das Cockpit wurde zur Druckkabine und es gab viele kleinere Veränderungen, neben der Möglichkeit aus verschiedenen möglichen Motoren und sehr viele unterschiedliche Bewaffnungs-Kombinationen auszuwählen.

Während des Jahres 1943 genehmigte das RLM diese Entwicklungen im Prinzip, welche in zwei Schritten eingeführt werden sollten.
Der erste davon war es, die Flugzeuge dieses ‘Sofortprogramm’ als Ta 152 zu bezeichnen. Der Wechsel von ‘Fw’ to ‘Ta’ ist auf die Anerkennung von Kurt Tanks persönlicher Leistung bei dem Projekt zurückzuführen. Als zweiter Schritt sollte das ‘Fernziel-Programm’ kommen, welches in der Zukunft zum Jäger Ta 153 führen sollte.
Beide Projekte entstanden aus der klassischen Fw 190, aber die Ta 153 sollte ein völlig neuer Entwurf werden.

Ta 153

im Gegensatz zu dem meisten anderen Projekten des zusammenbrechenden Dritten Reiches zeigte ausgerechnet Kurt Tanks Entwicklungsmannschaft einen gesunden Menschenverstand und leistete sich nur wenig Aufwand beim sogenannten ‘Fernziel-Programm’ und setzte alle Prioritäten auf die schnell einsatzbereit zu machende Ta 152.
Allerdings war diese Entscheidung nur relativ wirksam, da es noch mehr Sinn ergeben hätte, von Anfang an alle Anstrengungen auf eine Verbesserung der bereits im Einsatz befindlichen Fw 190D-9 zu legen und noch mehr davon zu bauen.

Für die zukünftige Ta 153 war der DB 603L Motor mit Turbo-Superlader oder einer der Hochleistungs-Turbo-Derivate des DB 603, wie den DB 622, 632 oder 627, vorgesehen. Dieser sollte in einem neu entworfenen und verlängerten Rumpf mit einem Druckcockpit eingebaut werden.
Das Leitwerk sollte identisch zu den Varianten der Ta 152 sein, mit einer breiten Flosse und verlängertem hinteren Rumpf. Die Flügel waren ebenfalls für kurze und lange Versionen überarbeitet, was wie bei der Ta 152 die Spurweite des Fahrgestells vergrößerte.
An dieser Stelle pausierte das Projekt und das einzige was über Planungen und Zeichnungen hinausging waren weitere Modifikationen an der Fw 190 V32, welche bereits 1942 als eines der Entwicklungsflugzeuge für die Fw 190 C-Serie mit einem DB 603 Motor gebaut worden war. Der TK-11-Turbolader wurde entfernt und die kurzen Flügel der Ta 153 anmontiert. Dieses Flugzeug setzte ab November 1944 die Testflüge fort, aber so etwas wie eine ‘echte’ Ta 153 wurde niemals mehr gebaut.

Ta 152

Im Gegensatz dazu hatte das ‘Sofortprogramm’ gewaltige Aufmerksamkeit, hauptsächlich, weil die Luftwaffe seit 1943 zusehen musste, wie sie schnell die Herrschaft selbst über den Himmel über dem Reich verlor und deshalb verzweifelt Höhen-Abfangjäger benötigte.
Die ersten Anstrengungen konzentrierten sich natürlich auf die Studien der Ra-1 und Ra-4, da dies die Projekte mit großer Flügelspannweite mit dem favorisierten Jumo 213 Moto waren.


Es gab eine Reihe von Projekten für die Versionen Ta 152A und Ta 152B. Erstere sollten eine schwere Bewaffnung, wie zum Beispiel drei 30-mm- und vier 20-mm-Kanonen, erhalten, während für die B-Varianten ein neuer Rumpf vorgesehen war. Allerdings geschah hier nur wenig, was über das Erproben von verschiedenen Komponenten und Bewaffnungs-Varianten mit umgebauten Fw 190A hinausging.

Prototyp für die Ta 152 H
Der Prototyp für die Ta 152 H, umgebaut aus einer Fw 190 C.

Viele Entwicklungsflugzeuge wurden 1943/1944 in Sorau, Cottbus und Hannover-Langenhagen gebaut, welche vielfältig mit dem in der Serienmaschine Dora-0 verwendeten Jumo 213A, dem Jumo 213C mit dem zusätzlichen Einbau einer Maschinenkanone durch den Propellerdrehkranz und dem Höhenmotor Jumo 213E mit zweistufigen und dreifach schnellen Kompressor und Ladeluftkühler ausgerüstet waren. Des Weiteren wurde auch der Jumo 213F mit dreistufigen Kompressor, wobei der MW 50 vor der dritten Stufe einspritzte, und der Jumo 213J mit 3.700 Umdrehungen in der Minute und mit Vierventil-Zylinder verwendet.

Mitte 1944 wurde das unverzügliche Bemühen auf die Ta 152H konzentriert, welche Flügel großer Spannweite, die etwas reduziert auf 14,44 Meter Länge und 23,3 m² Flügelfläche wurden und den Jumo 213E Motor verwendete.
Der Flügel der H hatte einen durchgehenden Hinterholm, der Stahl-Vorderholm ging nur so weit wie das weit auseinander liegende Hauptfahrwerk.

Die Standard-Bewaffnung bestand aus einer 30-mm MK 108 mit 90 Schuss Munition zwischen den umgekehrten Zylinder-Blöcken und feuerte durch die Propellernarbe. Jeweils zwei 20-mm MG 151 mit 175 Schuss befanden sich in den Innenflügeln, dazu ein Mittellinien-Haltegestell für einen 300-Liter-Abwurftank.

Die ersten beiden Entwicklungs-Prototypen der Ta 152H wurden im Juli 1944 fertig und die Arbeiten an vielen anderen Flugzeugen der H-Serie wurden beschleunigt, einschließlich durch den Umbau der Entwicklungsflugzeuge Fw 190 V18, V29, V30, V32 und V33.
Im Oktober 1944 konnte damit das Luftwaffen-Erprobungskommando Ta 152 in Rechlin gebildet werden, welches aus den 20 Ta 152-H0 von Cottbus bestand. Diesen fehlte allerdings das entscheidende MW-50 und GM-1 Kraftverstärkungssystem, sowie die zusätzlichen Treibstofftanks mit 1.618 Litern in den Flügeln, exklusive des Zusatztanks und der Leistungssteigerung-Flüssigkeiten.

Ta 152 H
Der Höhepunkt der Focke-Wulf-190-Modellreihe war die Ta 152 H, ein fabelhaftes Jagdflugzeug für große Flughöhen. Diese Maschine hier wurde 1945 in Cottbus vor ihrer Auslieferung fotografiert.

Der MW-50 und GM-1 wurde beim Prototyp V33 getestet und alle Unzulänglichkeiten wurden bei der Serie Ta 152H-1 vom November 1944 behoben. Kurt Tank selbst konnte leicht einer Gruppe von P-51D Mustangs, welche ihn bei einem Testflug überraschten, mit dem überragenden Flugzeug ausweichen.

Die Zusatztanks und das Leistungssteigerung-System verwandelte die relativ leicht bewaffnete Ta 152H in ein schweres Flugzeug mit 5.217 kg. Die H-1/R31 hatte noch einen größeren Treibstoffvorrat und wog 5.505 kg.
Es wurden zahlreiche Untertypen für die Ta 152H geplant, einschließlich Versionen für die Aufklärung und als Führungsflugzeug für Mistel-Gespanne. Die meisten wurden jedoch als Jagdflugzeuge ausgeliefert.
Mindestens 150 Stück wurden von der Fabrik in Cottbus ausgeliefert, bevor sie vor den anrückenden alliierten Truppen evakuiert werden musste.

Geringe Zahlen der Ta 152H-1 waren beim JG 301 im Einsatz, wo sie die bei Start und Landung empfindlichen Me 262 sicherten. In dieser Flughöhe hätte diese Aufgabe auch ohne weiteres von früheren Fw 190 Versionen durchgeführt werden können, sodass dies für die Höhenjäger Ta 152H eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen war.

Ta 152 C
Die zweite Produktionsreihe der Ta 152 war die C-Serie ohne die langen Flügel. Diese hatte normalerweise eine Bewaffnung von einer 30-mm MK108 und vier 20-mm MG151 und flog erstmals im Dezember 1944.

Im August 1944 genehmigte das RLM schließlich noch den Einbau des DB 603, was zur Ta 152C führen sollte. Es gab sofort krampfhafte Bemühungen, diesen großen Motor zu verwenden und die Fw 190 V21 wurde im November 1944 umgebaut, um den DB 603 aufzunehmen.
Eine ganze Reihe anderer FW 190 und Ta 152 folgten mit den 603L und 603EM Motoren, welche bis zu 2.250 PS Leistung erzielten.
Alle C-Flugzeuge hatten 11 Meter Spannweite und unterschiedliche Bewaffnung, darunter zum Beispiel vier MG 151 und eine MK 108. Viele Versionen davon wurden geplant, einschließlich eines Torpedoflugzeuges, aber keine Ta 152C erreichte mehr die Produktionsphase.

Benutzer: deutsche Luftwaffe.


Spezifikationen Focke-Wulf Fw 190 D-9

Spezifikationen:

SpezifikationFw 190 D-9Ta 152H-1
TypAbfangjägerHöhenjäger
Antrieb 1 x 1.776 PS (2.250 PS mit Einspritzung) Junkers Jumo 213A-1 12-Zylinder-V-Motor hängend, flüssigkeitsgekühlt1 x 1.880 PS (2.250 PS mit Einspritzung) Junkers Jumo 213E-1
Besatzung11
Spannweite 10,51 m 14,50 m
Länge über alles 10,19 m 10,80 m
Höhe über alles 3,96 m 3,55 m
Flügelfläche 18,30 m² 29,30 m²
Leergewicht mit Ausrüstung3.490 kg3.600 kg (3.900 kg mit Ausrüstung)
Startgewicht4.840 kg4.750 - 5.500 kg
max. Flügelbelastung 264,48 kg/m² 203,86 kg/m²
max. Leistung 2,72 kg/PS 2,71 kg/PS
Höchstgeschwindigkeit 686 km/h in 6.600 m 760 km/h in 12.500 m
Steigleistung950 m/min.1.050 m/min.
Dienstgipfelhöhe11.300 m15.000 m
Reichweite837 km1.215 km (ohne Zusatztank)

Bewaffnung:

SpezifikationD-9Ta 152H-1
über dem Motor 2 x 13mm MG131 (930 Schuss/min, 750 m/s Mündungsgeschwindigkeit)
in den Flügelwurzen 2 x 20mm MG151/20 (720 Schuss/min, 585 m/s Mündungsgeschwindigkeit)2 x 20mm MG151/20 (175 Schuss, 720 Schuss/min, 585 m/s Mündungsgeschwindigkeit). [optional zwei weitere MG 151/20 weiter außen in den Flügeln]
durch die Propellernarbe (optional) 1 x 30mm MK108 (650 Schuss/min, 520 m/s Mündungsgeschwindigkeit)1 x 30mm MK108 (90 Schuss, 650 Schuss/min, 520 m/s Mündungsgeschwindigkeit)
Externe Zuladung 1 x 500-kg-Bombe unter Rumpf 300-Liter-Abwurftank

Einsatzstatistik:

AngabenFw 190 DTa 152
ErstflugEnde 1942Juli 1944
SerienproduktionMitte 1944 (D-9)November 1944
TruppenlieferungAugust 1944Oktober 1944 an Erprobungskommando
Endlieferung19451945
Stückzahl (alle)ca. 700 D-Modelle ca. 150
Übernommen von Luftwaffe 1/39-12/44 16.724 (alle Fw 190 Versionen)=
Produziert 1944 (alle Jäger-Versionen)7.488=
Produziert 1945 (alle Jäger-Versionen)1.630=
Bestand (alle) in Frontverbänden am 10.1.45 1.561 =


Video vom Einsatz der Fw 190 Dora in Computerspielen

Dazu das nachfolgende Replay-Video zum Einsatz einer Fw 190D-13 (plus anschließend einer He 219 ‘Uhu) in einer Realistischen Landschlacht vom Free-2-Play-Spiel War Thunder:

Wer das Gratis-Panzer-Spiel noch nicht kennt, kann War Thunder hier kostenlos downloaden:

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Der Generalstab war in erster Linie mit Hitler nur in der Frage der Aufhebung der Beschränkungen des Versailler Vertrages und der Wiederbewaffnung vereint, stand aber in fast allen Fragen der Militärpolitik und Strategie in ständiger Opposition zu ihm seit 1933. Auf der anderen Seite haben in kritischen Momenten Generale wie Blomberg, Reichenau und Jodl die entscheidende Unterstützung für Hitler gegeben. Und der Generalstabsoffizier Kurt von Schleicher eröffnete, wenn auch unbeabsichtigt, Hitler erst den Weg zur Machtergreifung. Nachdem Hitler von Hindenburg am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt worden war, setzte er Generalleutnant Werner von Blomberg zum Reichswehrminister ein. Blomberg wurde gleichzeitig zum General der Infanterie befördert und der ebenfalls den Nationalsozialisten zugetane Generalstabsoffizier Walther von Reichenau wurde zum Chef des Ministeramtes ernannt. Es folgte der Reichstagsbrand, die Ausschaltung der Kommunistischen Partei und das Ermächtigungsgesetz, welches die Grundlage der zwölfjährigen Nazi-Herrschaft über Deutschland legte und Hitler den Titel ‘Führer’ einbrachte. Anschließend wandte er sich der Reichswehr zu, um sich ihrer Treue und Unterstützung zu versichern. Dies war sehr erfolgreich, da die Mehrheit der Offiziere Hitlers öffentlich publizierte Ziele unterstützten, die Beschränkungen des Versailler Vertrages aufzuheben, obwohl sie weiterhin die Nazi-SA-Schlägertruppe und den ‘Gefreiten aus dem Weltkrieg’ verachteten. Dafür wurde er allerdings gerade von der Mehrzahl der jüngeren Offiziere im Leutnants- oder Hauptmanns-Rang umso mehr bewundert. Hitler genehmigte einen Plan zur heimlichen Erweiterung der Reichswehr auf bis zu 21 Divisionen innerhalb von drei Jahren und als die ehemaligen Alliierten des Ersten Weltkriegs Deutschlands Forderung auf militärische Gleichberechtigung zurückwiesen, trat Deutschland am 14. Oktober 1933 aus dem Völkerbund aus. Etwa zur gleichen Zeit wurden mit der Zustimmung von Hitler durch Blomberg zwei wichtige Personalentscheidungen gefällt. So wurden zum einen am 1. Oktober 1933 Generalleutnant Ludwig Beck zum neuen Chef des Truppenamtes ernannt. Das Truppenamt erfüllte bei der Reichswehr die Funktion der von den Alliierten nach dem Ersten Weltkrieg erzwungen Auflösung des großen Generalstabs. Kurze Zeit später wurde zum Zweiten der noch ziemlich junge Oberst Friedrich Fritz Fromm im Alter von 45 Jahren zum Chef des neuen ‘Allgemeinen Heeresamt’ ernannt. Beck und Fromm wurden zu denjenigen, welche die Entstehung der neuen Wehrmacht in den nächsten Jahren leiteten Am 1. Februar 1934 wurde Generalleutnant Werner Freiherr von Fritsch neuer Chef der Heeresleitung, welcher ein brillanter und geistig gebildeter Generalstabsoffizier war. Allerdings hatte er keinen starken Charakter, was zu entschlossener Führung in Krisen notwendig gewesen wäre. Er unterstütze Hitlers Ziele der Wiederbewaffnung und dachte, die Generale hätten die Macht, Hitlers Herrschaft im Notfall ein Ende setzen zu können. Auch war er hauptsächlich damit beschäftigt, zu verhindern, dass Röhm die Pläne verwirklichen konnte, Reichswehr und SA zu einer neuen, gemeinsamen Streitmacht zu vereinigen. Selbst den Nazis zugeneigte Spitzengenerale wie Blomberg und Reichenau konnten sich nicht vorstellen, in einer gemeinsamen Streitmacht mit den SA-Schlägertrupps und homosexuellen Genossen von Röhm zusammenzuarbeiten. Hitler kannte dies ausgeprägte Gegnerschaft der Reichswehr zur SA und wollte es sich nicht mit den Generalen verderben und so beschloss er die SA zu opfern. Es ist nicht bekannt, inwieweit die führenden deutschen Generale davon Kenntnis hatten, was geschehen würde. Sicher ist aber, dass Fritsch etwas ahnte, da er bereits am 25. Juni 1934 das Heer in Alarmzustand versetzte. Am 30. Juni begann das zweitägige Morden, dem neben Röhm auch der General von Schleicher und dessen Frau zum Opfer fielen. Die genaue Anzahl der Ermordeten ist nur schwer festzustellen, aber im Prozess von 1957 gegen die SS-Mörder wurde von mehr als eintausend Opfern ausgegangen. Während der ganzen zwei Tage der amtlichen Vogelfreiheit blieben die alarmierten Truppen in den Kasernen und Reichswehrminister von Blomberg gratulierte dem Führer am 2. Juli in einem Tagesbefehl zu der Aktion. Nur der alte, kaiserliche Feldmarschall von Mackensen und der ehemalige Chef der Heeresleitung, General Hammerstein-Equord, protestierten offen, dass das Heer öffentlichen Massenmord duldete. Am 2. August 1934 starb der schon kranke Reichspräsident von Hindenburg und am nächsten Tag ließ Blomberg alle Offiziere der Wehrmacht einen Treueid persönlich auf Hitler schwören und nicht wie üblich, auf das Amt des Reichspräsidenten oder auf das Deutsche Reich. Nun war die beginnende Wiederbewaffnung Deutschlands zum Fakt geworden und die Alliierten beließen es bei Protesten. Am 16. März 1935 kündigte Hitler die militärischen Beschränkungen des Versailler Vertrages auf und das Truppenamt wurde wieder zum deutschen Generalstab, mit Beck als Chef. Das neue Heer sollte laut Hitler 550.000 Soldaten in 36 Divisionen umfassen. Dagegen hatte Beck jedoch bedenken und nahm an, dass dieses Ziel erst Anfang der 1940er Jahre erreicht werden könnte, da es nicht genügend ausgebildete Offiziere für ein so großes Heer aus Wehrpflichtigen geben würde und die Männer dann nur Kanonenfutter wären. Hitler schob diese Bedenken erstmals mit später immer öfter auftretenden Bemerkungen beiseite, dass es genügend Männer mehr …

  • Staatsbesuch Molotows in Berlin

    Hatte Hitler Alternativen zum Russland-Feldzug ? Teil II zur Frage, wieso griff der Führer Russland an ? Siehe auch Teil I: Wieso griff Hitler Russland an ? In den vier Monaten zwischen Juli und Dezember 1940 wirkte Hitler in Bezug auf die endgültige deutsche Strategie merkwürdig schwankend – unsicher, welchen Weg er einschlagen sollte, zögerlich, unentschlossen, sogar schwach. Er schien bei seinen politischen Bemühungen um Franco, Marschall Petain, Mussolini und dem sowjetischen Außenminister Molotow sogar Vorschläge in Erwägung zu ziehen, die im Widerspruch zum Krieg im Osten standen. In der Führungsstruktur des Dritten Reiches gab es kaum Möglichkeiten, wie in anderen Regierungsapparaten, Diskussionen über Alternativen und Entscheidungsfragen abzuhalten. Alles war auf Hitler ausgerichtet, der zwar von verschiedenen näher stehenden Persönlichkeiten beeinflusst werden konnte, die endgültige Entscheidung aber ganz alleine traf und diesen Entschluss seiner Umgebung mitteilte. Die Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine arbeiteten nicht zusammen, sondern vielmehr neben her. Vom Befehlshaber der Luftwaffe, Göring, waren überhaupt keine eigenständigen Vorschläge zu erwarten. Lediglich die Kriegsmarine hatte alternative Vorstellungen und Pläne zum weiteren Kriegsverlauf gegen Großbritannien. Diese zielten auf die Kontrolle des Mittelmeerraumes mit der Wegnahme Gibraltars und des Suez-Kanals sowie der Kontrolle über die Kanarischen Inseln in der ersten Phase und später die Inbesitznahme der wichtigen Erdölfelder im Nahen Osten.   Hitler stimmte dieser Mittelmeer-Strategie zwar grundsätzlich zu, machte ihr Umsetzung aber vom Ausgang der Verhandlungen mit Mussolini, Franco und Petain abhängig. Es war sich bewusst, dass es nicht leicht sein würde, sie alle zufriedenzustellen. Die einander widerstreitenden Interessen auszugleichen gestand er zynisch ein, sei ‘nur durch grandiosen Betrug möglich.’ Diese Vorstellungen über die Ausrichtung der deutschen Kriegsführung auf das Mittelmeer passten gut zu den Vorstellungen im Auswärtigen Amt, wo Außenminister von Ribbentrop die Bildung eines ‘Kontinentalblocks’ forderte – als mächtiges Bündnis gegen Großbritannien und womöglich die Vereinigten Staaten. Es wurde ein weltweites Bündnis auch unter Beteiligung der Sowjetunion und Japans propagiert. Freilich beruhte die Umsetzung einer solchen Strategie auf bedeutende diplomatische Durchbrüche, genauer gesagt auf Hitlers Fähigkeit, Vereinbarungen mit den Führern von Spanien, Vichy-Frankreich, Italiens sowie womöglich auch mit der Sowjetunion und Japan zustande zu bringen. Und genau daran sollte alles scheitern. Eine Zeitlang gab Hitler diesen Bestrebungen von Raeder (Kriegsmarine), Warlimont (Wehrmacht) und Ribbentrop (Außenministerium) nach, für welche diese ‘Mittelmeer-Strategie’ eine Alternative zum Angriff auf Russland darstellte. Für Hitler schien sie jedoch lediglich ein Vorspiel, um Deutschland den Rücken freizuhalten, bevor es zum endgültigen Schlagabtausch mit der Sowjetunion käme, der in seinen Augen sowohl unvermeidlich, als auch alleine das Potenzial besaß, über den Endsieg zu entscheiden. Daher betrachtete er diese Strategie nie als Endzweck. Dies erklärt teilweise, warum seine diplomatischen Bemühungen, welche er im Oktober in Gesprächen mit Mussolini, Franco und Petain unternahm, so unergiebig waren. Dabei kam zutage, dass Hitler Spanien nicht zufriedenstellen konnte, ohne Frankreich vor den Kopf zu stoßen, und er konnte Frankreich nicht entgegenkommen, ohne seinen ‘Freund’ Mussolini zu verärgern. Dabei musste er bei seinem Zusammentreffen mit Mussolini in Florenz am 28. Oktober 1940 erfahren, dass die Italiener zusätzlich noch Griechenland angegriffen haben und damit einen weiteren kräftigen Stock in die Speichen der militärischen Kooperation der Verbündeten geworfen haben. Zudem bedeutete Mussolinis griechisches Abenteuer – was Hitler intern als ‘bodenlose Dummheit’ bezeichnete -, dass die italienische Offensive in Libyen verschoben werden musste und folglich auch die Stationierung deutscher Truppen in Nordafrika und der Vorstoß zum Suez-Kanal. Es waren auch die ersten klaren Anzeichen bei Hitler zu erkennen, dass er von nun an den militärischen Fähigkeiten seines italienischen Partners misstraute. Bereits auf der Rückfahrt hatte Hitler Jodl und Keitel vom OKW mitgeteilt, dass der Krieg gegen Russland nun im folgenden Jahr stattfinden müsse. Offenbar fühlte sich Hitler durch diese Rückschläge bei der Schaffung des ‘Kontinentalblocks’ in seiner früheren Ansicht bestärkt, dass der Angriff auf die Sowjetunion der einzige Weg zum endgültigen Sieg sei. Als der sowjetische Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten Molotow nach Berlin reiste, um am 12. und 13. November Gespräche mit Hitler zu führen, stand die deutsche Strategie allerdings immer noch nicht endgültig fest. Am selben Tag, an dem die Unterredungen begannen, gab Hitler als wichtigste Weisung an die Wehrmacht heraus, die Einnahme Gibraltars und anderer Ziele der ‘Mittelmeer-Strategie’ vorzubereiten. Und die bedeutsamste Feststellung traf Hitler am Ende der Weisung: ‘Politische Besprechungen mit dem Ziel, die Haltung Russlands für die nächste Zeit zu klären, sind eingeleitet.’   Nach der Ansicht Hitlers musste der Dreimächtepakt ohne die Einbeziehung der Sowjetunion – entweder als Mitglied oder durch eine militärische Eroberung – nach elementaren Regeln zwangsläufig dazu führen, dass sich Stalin Großbritannien und Amerika annähern wird. Diese würde aber Japan in eine schwierige Situation bringen. Jedoch ging Hitler in der Frage der Einbindung der Sowjetunion in den Dreimächtepakt zum ‘Kontinentalblock’ bei Molotows Besuch und trotz der Befürwortung von Reichsaußenminister von Ribbentrop und der japanischen Regierung mit zu vielen Vorbehalten in die Gespräche. So erwähnte er die mit Japan vereinbarten Pläne nicht und bot dem Russen nicht einen der Großräume zur Aufteilung an. Nach japanischer Auffassung sollte die Sowjetunion sich in Richtung Südasien, einschließlich Britisch-Indiens, ausdehnen. Hitler ließ sich aber nur zu Andeutungen herab. Die allgemeinen Visionen der Mitglieder des Dreimächtepaktes sahen jedenfalls vor, dass es in Zukunft vier ‘Großräume’ geben sollte. Deutschland und Italien mit ihren europäischen Verbündeten sollte Europa, den Mittelmeerraum und Afrika beherrschen. Japan sollte China und Südostasien erhalten, während sich die Russen von Zentralasien nach Süden hin ausbreiten würden. Als letzter Großraum würde dann nur noch das von den Vereinigten Staaten dominierte Nord- und Südamerika verbleiben, wobei die unvermeidliche Auseinandersetzung mit den USA in ferne Zukunft verschoben werden sollte. Schon die enormen Probleme mit den möglichen Verbündeten in West-Europa, nämlich Spanien, Frankreich und Italien, welche nach Hitlers Ansicht ‘nur durch grandiosen Betrug’ überwunden werden könnten, ließen ihn vor einer genauen Festlegung auf den gewünschten ‘Viermächtepakt’ abschrecken. Dagegen war der sowjetische Außenminister Molotow ungewöhnlich offen. Dieser forderte frei heraus nicht nur die erwartete Kontrolle über Finnland, Rumänien, Bulgarien und den Bosporus, sondern auch den von Deutschland besetzten Teil Polens, Ungarn, Jugoslawiens und die Beherrschung aller Ostsee-Ausgänge. Hitler war sich zwar bewusst, dass er für die mehr …

4 Kommentare zu „Fw 190D und Ta 152“

  1. Ich finde die Behauptung das die Produktion FW190 A-Serie zu gunsten der D-Serie eingestellt weden soll sehr gewagt. Obwohl dies eine richtige Entscheidung gewesen wäre, gerade unter Berücksichtigung des vorhandenen B4 Flugbenzien gegenüber des benötigten C3 Kraftstoff. (Was nutzt die Steigerung der A-Produktion von 1943 zu 1944 um ca. 332%, wenn die C3-Produktion relativ stagniert bzw. nach der Big Week 1944 erstmal zusammen gebochen ist?)
    Die lange Entwicklungsdauer:
    Prototyp der FW 190 D0 im Oktober 1942; (Motor JuMo 213 wurde nach dem Stopp des JuMo 222 erst richtig vorangetrieben)
    JuMo – Motoren galten als Bombermotoren deshalb auch die vielen DB-Motoren Varianten (Mercedes).
    Als weiteren Punkt, darf man die Lobby-Arbeits-Kämpfe nicht außer acht lassen, die in der offiziellen Geschichtsschreibung kaum Erwähnung finden.
    Konkurenzprojekt; Höhenjäger Ta 152/153 von Kurt Tank favorisiert (Hauptunterschied zur FW 190 ist die hydraulische Anlage für Fahrgestell und soweiter, anstatt der Servomotoren). Alle anderen Teile, Baugruppen wurden zum Schluss für beide Typen genutzt.
    Späte Entscheidung durch Erhard Milch gegen Konkurenztyp Me 209 im Spätsommer 1943, durch die Zusicherung der Übernahme der Zelle der FW 190.
    Probleme mit dem Höhenmotor und der Konstruktion der Ta 152, sowie deren Verzögerung.
    In diesem Moment wird auf den alten D-Serienentwurf zurück gegriffen und deshalb kommt die FW 190 D zuspät.
    Es ist beeindruckend was die Junkers Ingenieure aus 87 Oktan-Motor herausgeholt haben, wenn man bedenkt das die spitfire mit 100, 130 sogar bis zu 150 Oktan unterwegs waren. (Unterschied von 87 zu 100 Oktan ca. 13-15% mehr Leistung)

  2. Dieses Jagdflugzeug ging im Herbst 1944 in die Produktion, nach einer langen Entwicklungszeit. Es war wieder einmal das schnellste mit einem Kolbenmotor ausgerüstete Kampfflugzeug am Himmel…………………..spitfire mkXIV 740kmh januar 1944 an der front (was ich so gelesen habe)

    1. Combat Aircraft of World War II (Bill Gunston): 1.000 m/min für D-9 und Ta-152
      Warplanes of the Luftwaffe Combat Aircraft; 2.000 m in 2,1 minutes
      German Aircraft of World War 2 (Kenneth Munson); 950 m / min für D-9

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