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Supermarine Spitfire Mk I-V


Britisches Jagdflugzeug Supermarine Spitfire Mk I und II aus der Schlacht um England und der meistgebauten Nachfolge-Version Mk V.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

Spitfire-Jagdflugzeug während der Schlacht um England
Ein Spitfire-Jagdflugzeug während der Schlacht um England in seinem Element.

Supermarine Spitfire Mk I-V



Supermarine Spitfire Mk I, II, V
Typ: englisches Jagdflugzeug.

Geschichte

Der Name Spitfire wurde erstmals inoffiziell an den 1933 fertiggestellten Typ 224 von Supermarine vergeben, einem Tiefdecker-Flugzeug mit starrem Fahrwerk, jeweils einem Maschinengewehr in den Flügelwurzeln und jeder Radverkleidung und einem 660-PS Rolls Royce Goshawk III Motor.
Bewaffnung und Motor waren durch eine Spezifikation aus dem Jahr 1930 vorgegeben worden, aber der Konstrukteur Reginald Mitchell von der Firma Spitfire hatte bereits weitergehende Vorstellungen, welche 1935 in der Form des Typs 300 realisiert wurden.

Die ‘umgekehrte Möwen-Flügel’ des Typ 224 wurden durch gerade, konische und elliptische Flügel ersetzt, welche ein nach außen einziehbares Fahrgestell und acht Browning-Maschinengewehre beinhalteten, welche von nachfolgenden Spezifikationen gefordert wurden. Das Flugzeug wurde von einem 900 PS starken Rolls-Royce Merlin C Motor angetrieben. Erfolgreiche Erprobungen ergaben eine Höchstgeschwindigkeit von 562,5 km/h, woraufhin die ersten 310 Spitfire Mk I bestellt wurden, welche erstmals an die 19. Squadron Mitte 1938 ausgeliefert wurden.

Supermarine Spitfire Mk I und II

Die Gesamtzahl von 1.583 Spitfire Mk I beinhalteten auch frühe Exemplare mit nur vier Maschinengewehren und eine kleinere Anzahl von Mk IB mit vier Maschinengewehren und einem Paar von 20-mm-Hispano-Suiza-Maschinenkanonen mit Munitionstrommeln.
Das Modell mit den acht Browning-Maschinengewehren wurde als Mk IA bezeichnet und hatte einen 1.030 PS starken Merlin II oder III Motor.

Dier 920 folgenden Mk IIA und IIB unterschieden sich ebenfalls nur durch eine gleichartige Bewaffnung voneinander, verwendeten aber den 1.175 PS starken Merlin XII Motor, welcher einen dreiflügeligen Propeller mit konstanter Drehzahl antrieb. Dazu kam die Bereitstellung eines bescheidenen Panzerschutzes, welcher bei späteren Modellen nach und nach verstärkt wurde.

Die meisten Berichte über die Schlacht um England preisen die anmutige und ebenso tödliche Supermarine Spitfire. Dadurch ist ein gegenteiliger Eindruck zu dem Umstand entstanden, dass zu Beginn der Luftschlacht nur 19 Squadrons (Staffeln) der RAF mit der Spitfire ausgerüstet waren, während 28 die Hawker Hurricane flogen. Dazu stieg die Anzahl der Hurricane-Staffeln während der Schlacht an, während die der Spitfire gleich blieb.

Die Spitfire und die Hurricane ergänzten sich dabei in einer wichtigen Weise. Die Spitfire war das einzige Flugzeug der Royal Air Force, welches es mit der deutschen Messerschmitt Bf 109 Emil aufnehmen konnte und sich daher auf die deutschen Jäger konzentrierte, während die Hurricanes die Bomber angriffen.

Die übliche Bewaffnung der Spitfire während dieser Zeit waren die acht Browning-Maschiengewehre mit jeweils 300 Schuss Munition. Diese Waffen waren so ausgerichtet, dass sie ein gutes Wirkungsmuster auf der besten effektiven Entfernung zeigten. Dies war zwar nicht optimal für die zerstörerische Wirkung, aber unvermeidbar, da die meisten kurzfristig ausgebildeten RAF-Piloten nur begrenzte Fliegerqualitäten hatten. Viele Piloten tendierten dazu, das Feuer auf zu große Entfernung zu eröffnen.
Die Spitfire-Jäger mit den 20-mm-Kanonen wurden zwar an die 19. Squadron ausgegeben, aber die Munitionszufuhr war von Problemen geplagt und diese konnten erst nach dem Ende der Luftschlacht behoben werden. Deren größere Zerstörungskraft gekoppelt mit größerer Reichweite wurden von den Piloten bevorzugt, wenn sie denn normal funktionierte.

Die Mk III war nur eine Versuchsmaschine, während die Spitfire Mk IV das erste Modell einer Reihe von Foto-Aufklärern war.


 

Supermarine Spitfire Mk I :
Einführungsversion vom Juni 1936. Es wurden 450 Spitfire Mk I mit 1030-PS-Merlin-II-Motor, starrem Zweiblatt-Propeller und vier 7,7-mm-­Browning bestellt.
Supermarine Spitfire Mk IA :
Bewaffnet mit acht MGs, einem größerem Kabinendach und Dreiblatt-Verstellpropeller.
Supermarine Spitfire Mk IB :
Nachfolgende Variante, bewaffnet mit zwei 20-mm-Hispano-Kanonen und vier 7,7-mm MGs.
Gesamtproduktion der Mk I, Mk IA und Mk IB waren 1566 Stück.
Supermarine Spitfire Mk II :
In Castle Bromwich gebaute Spitfire I mit 1175-PS-Merlin-XII-Motor und Rotol-Propeller. Produktion: 750 Spitfire IIA (Bewaffnet mit acht 7,7-mm MG) und 170 Spitfire IIB (bewaffnet mit zwei 20-mm-Kanonen und vier 7,7-mm MG).

Diese Modelle wurden von den Jagdstaffeln bis Juni 1942 verwendet.


Animation 3d-Modell Supermarine Spitfire Mk I A

Spezifikationen Supermarine Spitfire Mk IA

Spezifikationen:

Supermarine Spitfire Mk IASpezifikation
TypJagdflugzeug
Antrieb1 x 1030-PS-Merlin-II-Motor
Besatzung1
Spannweite 11,23 m
Länge über alles 9,12 m
Höhe über alles 3,48 m
Leer-Gewicht2.182 kg
Höchstgewicht2.624 kg
Höchstgeschwindigkeit580 km/h
Steigleistung770 m / min.
Reichweite637 km

Bewaffnung:

Supermarine Spitfire Mk IASpezifikation
starr in den Flügeln 8 x 7,7mm MGs

Einsatzstatistik:

Supermarine Spitfire Mk I - Mk IIAngaben
Erstflug5.März 1936
Serienproduktion Juli 1938 (Mk IA im August 1938, Mk II September 1940)
Endlieferungnach März 1941
Stückzahl 2.486 (1.566 Mk I-IB und 920 Mk II; alle Versionen: 20.351)


Supermarine Spitfire V

Spitfire VB
Ein spätes Modell einer Spitfire VB, mit LF-Flügeln für den Einsatz in niedrigen Flughöhen.
Es ist eine bemerkenswerte Tatsache, dass mit Ausnahme der ersten beiden Varianten der Supermarine Spitfire Mk I und Mk II, die am häufigsten verwendeten und allgemein zu den erfolgreichsten Varianten zählenden Modelle Lückenbüßer und Eillösungen waren. Im 2. Weltkrieg war es unter dem Druck der Ereignisse nicht immer möglich, genügend Zeit zur Entwicklung und Produktion der bestmöglichen Flugzeuge anzuwenden, sodass Kompromisse und Einschnitte unvermeidlich waren. Dies war auch der Fall bei der Spitfire V.

Während der Schlacht um England im Jahre 1940 konnte die Spitfire Mk I eine knappe Überlegenheit gegenüber der deutschen Messerschmitt Bf 109 E aufrechterhalten, und die paar Spitfire Mk II, welche auch noch daran teilnahmen, hatten nur eine kleine Leistungssteigerung gegenüber der Mk I. Daher befasste sich die RAF im Oktober 1940 mit der Frage eines Ersatzmodells.

Der geplante Nachfolger für die ersten Modelle war die Mk III, welche seit 1939 in der Entwicklung war und bereits den Erstflug hinter sich hatte. Dieses Flugzeug hatte eine Reihe wichtiger Verbesserungen, z.B. ein neues Flügel-Design, ein einziehbares Schwanzrad und einen Rolls-Royce Merlin XX Motor. Als erste Maßnahme wurden 1.120 Mk III im Oktober bestellt.

Es war jedoch klar, dass es einige Zeit in Anspruch nehmen würde, um die Produktion vorzubereiten und als vorläufige Lösung wurde Rolls-Royce gebeten, den neuen Merlin 45-Motor in die Spitfire I einzubauen und als Spitfire V zu produzieren (die Bezeichnung Mk IV war schon für eine mit Griffon-Motor geplante Mk III vergeben worden).
Die ersten Spitfire V wurden von der 92.Squadron (RAF Staffel) Anfang Dezember 1940 in Dienst gestellt.

Nur 94 der mit acht 7,7mm Browning Maschinengewehren bewaffneten Version VA wurden produziert, alle anderen waren Spitfire VB mit zwei 20 mm Kanonen und vier MGs. Im Zuge der Ereignisse wurden die Aufträge für die Spitfire III storniert und einige ihrer besonderen Eigenschaften für die Mk V übernommen. Zwischen 1941 und 1943 wurden dann 6.464 Stück dieses Jagdflugzeuges gebaut.


Das Flugzeug wurde von mehr als 140 Staffeln der RAF und neun anderen Nationen, darunter auch die USA, verwendet. Es wurde an allen Fronten des 2. Weltkrieges eingesetzt und war in vielen Fällen präsent, als sich die Waagschale des Krieges zugunsten der Alliierten neigte.

In den ersten Monaten des Jahres 1941 ging die Spitfire V mit der 41., 54., 64. und 91. Squadron (Staffel) der RAF in den Einsatz. Während des Mais wurden erstmals Luftkämpfe mit dem neuen deutschen Messerschmitt Bf 109 F Jäger bekannt. Zu dieser Zeit war die Produktion der Mk V in vollem Gange. Das Flugzeug wurde schnell an die britischen Staffeln ausgeliefert und im Sommer begann die RAF eine Luftoffensive über Holland, Belgien und Nordfrankreich. Diese Offensive bestand aus Jagdeinsätzen über dem Feindgebiet und Tagesangriffen durch Blenheim und Stirling-Bombern, für welche die Spitfire V Jagdschutz flogen. Bis September waren 27 Staffeln mit der Mk VB ausgerüstet.
Um die Spitfire auch als Jagdbomber oder mit Zusatztanks verwenden zu können, kam im späteren Verlauf des Jahres die Mk VC aus der Produktion.


 

Mit Beginn des Jahres 1942 waren mehr als 1.700 Spitfiire V gebaut worden. Im Januar 1942 begann auch Westland Aircraft mit dem Bau der ersten Mk VB, und kurz danach stellte Supermarine schrittweise den Bau der VB zugunsten der neuen Mk VC ein. Die Fabrik in Castle Bromwich folgte dem im Herbst, wo dann täglich acht bis zehn Flugzeuge gebaut wurden. Über 3.300 Mk V wurden schließlich 1942 gebaut.

Die ersten Monate dieses Jahres waren jedoch von einer Reihe militärischer Katastrophen im Pazifik, in Nord-Afrika und im Ärmelkanal für die britischen Truppen geprägt. All diese Ereignisse hatten einen Einfluss auf die Entwicklung und Verwendung der Spitfire.
Vor September 1941 war der wichtigste Gegner der Spitfire die Messerschmitt Bf 109 F. Obwohl dieses Flugzeug eine leichte Überlegenheit bei Flughöhen über 6.500 m hatte, war seine Bewaffnung leicht und die Spitfire V war zumeist das überlegene Flugzeug.

Jedoch dann, im September, erschienen die ersten neuen Focke-Wulf Fw 190 bei Luftkämpfen über Frankreich. Mit der Ausnahme des engeren Wendekreises der Spitfire, war die Fw 190 in allen anderen Aspekten überlegen.
Im Februar 1942 führten die Deutschen die drei Kriegsschiffe Scharnhorst, Gneisenau und Prinz Eugen direkt durch den englischen Kanal nach Deutschland zurück. Die dabei stattfindenden Luftkämpfe mit einer großen Anzahl von Fw 190 ließen keinen Zweifel daran offen, dass die Spitfire von dem neuen Flugzeug der deutschen Luftwaffe deklassiert war.

Die Antwort darauf war die Spitfire Mk IX, wiederum als ‘Lückenbüsser’ und Eillösung aus einer Zelle der Mk VC und dem mächtigen Merlin 61-Motor entwickelt. Allerdings würde es einige Zeit dauern, das neue Modell in ausreichender Zahl an die Staffeln auszuliefern, und so waren im Juni 1942 nicht weniger als 59 Staffeln in England und 7 im Mittelmeer-Raum mit der unterlegenen Mk V ausgerüstet, mehr als zu jedem anderen Zeitpunkt.

Im August 1942 wurden die ersten Spitfire V in Nord-Afrika verwendet. Diese Flugzeuge standen dort den deutschen Bf 109 F (und später dem neuen Bf 109 G Modell) und dem italienischen Macchi C.202 Folgore Jägern gegenüber.
Da die meisten Luftkämpfe dort in geringer Höhe stattfanden, hatten die Spitfires wenig Probleme mit der Bf 109 F, wenn dann auch die Bf 109 G etwas schneller als sie selbst waren. Gegen die italienischen MC.202 sah es so aus, als wenn beide Flugzeuge ziemlich gleich auf waren. Das italienische Jagdflugzeug war zwar im Steigflug in geringer Höhe überlegen, jedoch zu schlecht bewaffnet.

Im Fernen Osten, gegen die japanische Mitsubishi A6M Zero, wurde das Flugzeug jedoch zum ersten Mal von einem Gegner ausmanövriert, wenn es auch selbst eine überlegene Geschwindigkeit hatte.

Die letzte Mk V wurde von der Firma Supermarine im Juli 1942 gebaut (bei anderen Firmen bis 1943) und im September 1944 befanden sich keine mehr bei Fronteinheiten.

Benutzer: englische RAF, Kanada, USAAF, Russland und andere Alliierte.


Animation 3d-Modell Supermarine Spitfire VB

Spezifikationen Supermarine Spitfire VB

Spezifikationen:

Spitfire VSpezifikation
TypJagdflugzeug
Antrieb1 x 1440-PS Rolls-Royce Merlin 45/46/50 V-12 Motor
Besatzung1
Spannweite 11,23 m
Länge über alles 9,11 m
Höhe über alles 3,48 m
Flügelfläche 22,48 m²
Leer-Gewicht2.313 kg
Höchstgewicht3.078 kg
Höchstgeschwindigkeit602 km/h in 3.960 m
Steigleistung 6.095 m in 7,5 min.
Dienstgipfelhöhe 11.278 m
Reichweite756 km

Bewaffnung:

Spitfire VSpezifikation
in den Flügeln 2 x 20-mm-Kanonen und 4 x 7,7-mm MGs
Zulkadung alle mit Halterung für 227-kg-Bombe unter Rumpf oder Abwurftank. (VC: zusätzlich bis zu zwei 113-kg-Bomben unter den Flügeln)

Einsatzstatistik:

Spitfire VAngaben
SerienproduktionDezember 1940
Endlieferung1943
Stückzahl 6.464 (94 VA, 3.923 VB, 2.447 VC). 1942/43 wurden 143 Mk V aus Beständen im Nahen Osten an Russland abgegeben. (alle Versionen: 20.351)
Bauzahlen 1941ca. 1.700
Bauzahlen 1942ca. 3.300
Bauzahlen 1943ca. 1.400
US-Einsätze Europa mit Spitfires 1942-194528.981
US-Bombenabwurfmenge Europa 1942-1945212 t
US-Verluste Europa 1942-1945101
Feindabschüsse Europa durch US-Piloten (1942-1945)256
Feindflugzeuge auf dem Boden zerstört durch US-Piloten (Europa 1942-1945)3

button go Hier zu Teil II: Spitfire Mk IX und Mk XIV.

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DD-470 und DD-471 sowie DD-518 bis D-522 von Bethlehem, Staten Island. DD-472 bis DD-476 und DD-581 bis DD-586 von der Boston Navy Yard. DD-477 bis DD-481 und DD-587 bis DD-591 von der Charleston Navy Yard. DD-523 bis DD-541 von Bethlehem in San Francisco. DD-544 bis DD-549 von Bethlehem in San Pedro. DD-550 bis DD-553 von Gulf Shipbuilding in Chickasaw. DD-554 bis DD-568 von Seattle­-Tacoma Shipbuilding. DD-569 bis DD-580 von der Con­solidated Steel Corporation in Orange. DD-592­ bis DD-597 von Puget Sound Navy Yard in Bremerton. DD-5O3 bis DD-506 und DD-542 bis DD-543 wurden nicht vergeben. Mehrere Schiffe wurden storniert. Fünf bisher unbenannte Schiffe, DD-523 bis DD-525 und DD-542 bis DD-543, wurden im Dezember 1940 gestrichen, bevor sie an einzelne Werften vergeben wurden. Im Februar 1941 wurden Stevenson, Stockton, Thorn und Turner (DD-503 bis DD-506) annulliert. Die Percival (DD-452) und Watson (DD-482) waren im Grunde dem allgemeinen Entwurf ähnlich, waren aber experimentelle Prototypen, um fortgeschrittenere Antriebsmaschinen zu testen. Die Percival sollte Hochdruckkessel haben, während die Watson einen 32-Zylinder-General-Motors-Dieselmotor erhalten sollte. Keines dieser Schiffe wurden auf Stapel gelegt und sie wurden für die Dauer des Krieges zurückgestellt und schließlich im Januar 1946 storniert. Die sechs Einheiten Hutchins, Pringle, Stanly, Stevens, Halford und Leutze (DD-476 bis DD-481) waren dafür vorgesehen, anstelle der Torpedorohre ein Wasserflugzeug und ein Katapult zu tragen. Dies war ein Versuch, die niederländische Praxis zu kopieren, Zerstörern die Möglichkeit der Aufklärung hinter dem Horizont zu geben. Ein Kingfisher-Wasserflugzeug sollte von einem Kran gehalten werden, der von einem Samson-Pfosten am zweiten Schornstein befestigt wurde. 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Darauf folgte am Ende des gleichen Monats eine anglofranzösische Garantie zur Hilfe für Polen, welches offenbar das nächste Opfer Hitlers werden sollte: ‘Im Falle einer Handlung, die eindeutig die polnische Unabhängigkeit bedroht, und welche die polnische Regierung entsprechend zwingt, mit ihren nationalen Streitkräften Widerstand zu leisten … werden wir der polnischen Regierung alle in unserer Macht nur mögliche Unterstützung gewähren.’ Am 26. April wurde als Reaktion auf Mussolinis Besetzung des kleinen Königreichs Albanien in Großbritannien die Wehrpflicht wieder eingeführt, ein einmaliger Vorgang in Friedenszeiten, ebenso wie es die Garantie für Polen in der britischen Außenpolitik gewesen war. Darauf hin einigten sich Deutschland und Italien darauf, ihre Achse in ein formelles Militärbündnis umzuwandeln. Großbritannien und Frankreich schlossen Pakte mit der Türkei, Griechenland und Rumänien. Hitler war inzwischen damit beschäftigt, die Wiedergewinnung des polnischen Korridors, Danzig und letztlich die Zerschlagung des polnischen Staates vorzubereiten. Der Wehrmacht wurde öffentlich befohlen, bis zum 25. August 1939 für alle Eventualitäten bereit zu sein. Eine große Frage blieb jedoch noch bestehen: Welche Rollen würden das sowjetische Russland und die USA in den heraufziehenden Konflikt spielen ? Es gab wenig Zweifel über das vorläufige Verhalten der USA, denn gebunden durch drei selbst auferlegte Neutralitätsakte musste ein noch isolationistisches Amerika von seinem Präsidenten umworben werden, mehr Interesse in Europa zu zeigen, als an dem zwei Jahre alten chinesisch-japanischen Konflikt. Es gab deshalb mehr Diskussionen darüber, welche Politik die Sowjetunion verfolgen würde. Die sogenannte ‘Friedensfront’, welche Großbritannien und Frankreich aufbauen wollten und an welcher bis jetzt Polen, die Türkei, Griechenland und Rumänien teilnahmen, konnte niemals eine wirksame Abschreckung für Hitler ohne Russland sein. Britische und russische Diplomaten trafen sich zwar in ständigen und herzlichen Konferenzen, welche aber fruchtlos blieben. Die sowjetische Presse beendet die Denunziation von Chamberlain wegen seines angeblichen Verrats an der Tschechoslowakei und der Londoner Times wurde ungewöhnlich still darüber, über die Mängel der sowjetischen Politik zu berichten. Anfang Juni ging schließlich William Strang, ein hoher Beamter im Auswärtigen Amt und ein Experte in russischen Angelegenheiten, als Sonderbotschafter nach Moskau, um Gespräche über einen anglo-russischen Militärpakt einzuleiten. Stalins Doppelspiel Aber für diejenigen, welche offene Augen hatten, war zu erkennen, dass Stalin ein doppeltes Spiel betrieb. Während einer großen Rede am 28. April 1939 kündigte Hitler zwar den deutsch-polnischen Pakt von 1934 und das deutsch-englische Flottenabkommen von 1939 auf, ließ jedoch die übliche Hetze gegen den ‘jüdischen Bolschewismus’ und die ‘monströsen Untermenschen’ aus dem Kreml weg. Am 3. Mai wurde der diplomatische und britisch-freundliche Kommissar für Auswärtige Angelegenheiten, Litwinow, plötzlich gegen den grimmigen und provinziellen Molotow ersetzt. Einige Tage später traf auch ein neuer russischer Botschafter in Berlin ein und erhielt einen außergewöhnlich herzlichen Empfang. Als Anfang August schließlich britische und französische Stabsoffiziere nach Moskau geschickt wurden, um Gespräche mit dem russischen Marschall Woroschilow zu beginnen, fanden sie sich bald in einem Kreislauf von mysteriösen Verzögerungen und Hindernissen wieder. 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  • Bf 109 G-14

    Kriegsgliederung der Luftwaffe vom 10. Januar 1945: Einsatzstärken und Ausstattung mit Flugzeugen der deutschen Luftflotten in der letzten Kriegsphase. Die deutsche Luftwaffe im letzten Kriegsjahr Nachfolgend wird die Stärke der Einsatzkräfte zu Beginn des Jahres 1945 wiedergegeben, als sich die Luftwaffe auf die letzten Kämpfe des Krieges bereitstellte. Die schrecklichen Verluste der letzten 2 1/4 Jahre hatte ihre Spuren hinterlassen und die Streitmacht war ein Schatten dessen, was sie die Luftwaffe im September 1942 gewesen war. Die Schlagkraft von zwei einst mächtigen Luftflotten war fast auf Nichts reduziert worden. Der sowjetische Vormarsch im Sommer 1944 hatte die Luftflotte 1 in Kurland abgeschnitten, deren 247 Einsatzflugzeuge aus Treibstoffmangel die meiste Zeit auf dem Boden bleiben mussten. Die Luftflotte 2 in Norditalien befand sich in einem noch kritischerem Zustand. Von ihren 68 Flugzeugen waren 23 veraltete Ju 87 Stuka und die restlichen Maschinen Aufklärungsflugzeuge verschiedener Typen. Diese Luftflotte besaß keinen einzigen Jagdverband. Selbst bei den Luftflotten mit einem großen Bestand an Flugzeugen führte der lähmende Treibstoffmangel zu einem starken Rückgang der Einsätze und mehrere der Bomber-Geschwader wurden aufgelöst. Obwohl die Einsatzverbände mit drei Typen von Düsenflugzeugen – der Me 163 Komet, der Me 262 Schwalbe und der Ar 234 Blitz Kampfeinsätze flogen, standen weniger als hundert dieser modernen Maschinen für den Einsatz zur Verfügung. So waren die Bf 109, Bf 110, Ju 87, Ju 88 und He 111, welche alle noch auf Vorkriegsentwürfen basierten und inzwischen völlig veraltet waren, weitaus zahlreicher und noch bei vielen Frontverbänden im Einsatz. Kriegsgliederung Luftwaffe vom 10. Januar 1945 Luftflotte 1 in Kurland (Litauen) Luftflotte 2 in Nord-Italien Luftflotte 3 in Westdeutschland und Holland Luftflotte 4 in Ungarn und Jugoslawien Luftflotte 5 in Norwegen und Finnland Luftflotte 6 in Ostpreußen und Polen Luftflotte Reich in Mittel-Deutschland Die deutsche Luftwaffe im Jahr 1945 Der letzten große Einsatz der deutschen Luftwaffe fand auch sogleich am 1. Januar 1945 statt. Als die alliierten Piloten und Bodenpersonal noch kräftig Neujahr in ihren Kantinen feierten, herrschte auf den deutschen Flugplätzen emsiges Treiben. In den Morgenstunden des ersten Tages des neuen Jahres begann ‘Unternehmen Bodenplatte’, mit dem die alliierten Luftstreitkräfte, welche seit dem Aufklaren des Winterwetters den deutschen Truppen in den Ardennen während ihrer Großoffensive im Westen so sehr zusetzen, zumindest vorübergehend ausgeschaltet werden sollten. Die Anzahl der eingesetzten deutschen Flugzeuge ist nicht mehr genau feststellbar und die Zahlenangaben liegen zwischen 800 und 1.500 gestarteten Maschinen. Das Tagebuch des OKW meldet für diesen Tag allerdings 1.035 einsatzbereite Flugzeuge. Praktisch alle fliegenden Verbände von Generalleutnant Schmids Luftwaffen-Kommando West wurden mithilfe von Pfadfinder-Flugzeugen gegen 13 britische und vier amerikanische Feldflugplätze in Nordfrankreich, Belgien und Südholland herangeführt. Für die Alliierten kam der Luftschlag völlig überraschend, denn schon wie bei der Ardennen-Offensive waren ihrer Feindaufklärung die deutschen Vorbereitungen und Verlegung ganzer Geschwader zu vorgeschobenen Flugplätzen entgangen. Der Bodennebel verzögerte die Starts vieler Maschinen, sodass diese verteilt zwischen 7:25 und 9:20 Uhr erfolgten. Der Anflug musste in einer Flughöhe von weniger als 200 Metern unter dem feindlichen Radar und unter absolutem Funkverbot erfolgen. Adolf Hitler hatte wieder die höchste Geheimhaltungsstufe ausgegeben und so wurden noch nicht einmal die Flak-Kanoniere eingeweiht. Und gerade die besonders starke 16. Flak-Division unter Generalmajor Deutsch schützte genau in dieser Gegend die wichtigen Abschussstellungen für die V-1-Marschflugkörper und V-2-Raketen. Zuvor gelang es jedoch den deutschen Flugzeugen bei ihren Überfällen etwa 439 alliierte Flugzeuge innerhalb kürzester Zeit vor allem auf dem Boden zu vernichten. Zuerst verloren sie dabei selbst 93 Maschinen durch alliierte Jagdflugzeuge und Luftabwehrkanonen. Auf dem Rückflug schoss die nicht gewarnte eigene Flak dann jedoch weitere 184 deutsche Flugzeuge ab, welche die im Tiefflug aus dem Westen zurückkehrenden Maschinen natürlich als feindliche Einflüge ansah. Dadurch stiegen die deutschen Verluste auf 277 Flugzeuge an und unter den Getöteten befanden sich 59 höchst erfahrene Fliegerführer. Am gleichen und nächsten Tag griffen dann 570 schwere US-Bomber die Rheinbrücken von Remagen, Neuwied und Koblenz an. Die deutschen Verbindungslinien wurden dadurch gestört, was die schon durch den zunehmenden alliierten Widerstand erlahmende Ardennen-Offensive bald ganz zum Zusammenbruch brachte. Auch in den ersten Tagen des neuen Jahres trat eine Änderung der britischen Einsatz-Taktik bei den bisherigen Angriffen auf Berlin ein. Ab der Nacht vom 3. auf den 4. Januar flogen nur noch Mosquito-Bomber in Gruppen von 35 bis 50 Maschinen, beladen mit schweren 1.800-kg-Bomben, Störangriffe auf die deutsche Hauptstadt. Diese kurzen Angriffe dauerten meist nur wenige Minuten, rissen die Bevölkerung aber jede Nacht aus dem Schlaf und wurden bis weit in den April 1945 fortgesetzt. Am 12. Januar 1945 begann die letzte sowjetische Winteroffensive mit der Schlacht im großen Weichselbogen. Die Sowjets waren zahlenmäßig ein vielfaches überlegen und so standen auch in der Luft den 4.800 Flugzeugen der Roten Luftwaffe nur 300 deutsche Maschinen gegenüber. Am 14. Januar 1945 um 4.30 Uhr schlug die letzte von 1.200 von He 111-Bombern gestarteten Fieseler Fi 103 ‘Fliegenden Bombe’ in Großbritannien ein. Ab der Nacht vom 22. auf den 23. Januar 1945 griffen die schweren strategischen Bomber der RAF-Bomberkommandos die deutschen Eisenbahn-Knotenpunkte an; in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Bombern der 8. US-Luftflotte bei Tage. Die zunehmenden Transportschwierigkeiten durch das verwüstete Eisenbahnnetz verschlechterte die deutsche militärische Lage weiter. Dazu zerstörten alliierte Jagdbomber bei Angriffen auf das Straßennetz zahlreiche Fahrzeuge. Alleine am 22. und 23. Januar 1945 wurden dadurch beim deutschen Rückzug aus den Ardennen 6.000 Fahrzeuge vernichtet. Gleichzeitig hielt Treibstoffmangel die deutsche Luftwaffe immer mehr von Einsätzen ab. Viele Geschwader erhielten nur noch gerade soviel Benzin, um eine einzige Staffel am Tag in die Luft zu bringen und manchmal fehlte selbst Treibstoff für die Evakuierung von den durch alliierte Bodentruppen bedrohten Feldflugplätzen. Die Vergeltungswaffe V-1 wurde dagegen im Januar 1945 mit 100 Starts pro Tag aus der Eifel und Holland gegen den wichtigen alliierten Nachschubhafen Antwerpen und Lüttich fortgesetzt. Auch der Großraum London lag immer noch unter Beschuss durch die V-2-Rakete. Erst im Februar 1945 wurde das erste mit Düsenjägern Me 262 Schwalbe ausgerüstete Jagdgeschwader 7 von Oberst Steinhoff einsatzbereit. Dazu kam noch der Jagdverband 44 unter Generalleutnant Galland, welcher von Göring wegen dessen Kritik als General der Jagdflieger abgelöst worden war. Der mehr …

1 Kommentar zu „Supermarine Spitfire Mk I-V“

  1. na überlegen der me 109stimmt nicht ganz.der einzige vorteil,den mir piloten 2002 in duxfort mitteilten, war der turn .die spitfire konnte die me 109 auskurven aber nur,wenn man das mitmachte.
    die me 109 stieg besser,hatte einen besseren sturzflug und kräftigere kanonen,nur die reichweite war bei der bob bescheiden.nicht zu vergessen,dass die engländer über eigenem land kämpften.

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