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Supermarine Spitfire Mk I-V



Britisches Jagdflugzeug Supermarine Spitfire Mk I und II aus der Schlacht um England und der meistgebauten Nachfolge-Version Mk V.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

Spitfire-Jagdflugzeug während der Schlacht um England
Ein Spitfire-Jagdflugzeug während der Schlacht um England in seinem Element.

Supermarine Spitfire Mk I-V



Supermarine Spitfire Mk I, II, V
Typ: englisches Jagdflugzeug.

Geschichte

Der Name Spitfire wurde erstmals inoffiziell an den 1933 fertiggestellten Typ 224 von Supermarine vergeben, einem Tiefdecker-Flugzeug mit starrem Fahrwerk, jeweils einem Maschinengewehr in den Flügelwurzeln und jeder Radverkleidung und einem 660-PS Rolls Royce Goshawk III Motor.
Bewaffnung und Motor waren durch eine Spezifikation aus dem Jahr 1930 vorgegeben worden, aber der Konstrukteur Reginald Mitchell von der Firma Spitfire hatte bereits weitergehende Vorstellungen, welche 1935 in der Form des Typs 300 realisiert wurden.

Die ‘umgekehrte Möwen-Flügel’ des Typ 224 wurden durch gerade, konische und elliptische Flügel ersetzt, welche ein nach außen einziehbares Fahrgestell und acht Browning-Maschinengewehre beinhalteten, welche von nachfolgenden Spezifikationen gefordert wurden. Das Flugzeug wurde von einem 900 PS starken Rolls-Royce Merlin C Motor angetrieben. Erfolgreiche Erprobungen ergaben eine Höchstgeschwindigkeit von 562,5 km/h, woraufhin die ersten 310 Spitfire Mk I bestellt wurden, welche erstmals an die 19. Squadron Mitte 1938 ausgeliefert wurden.

Supermarine Spitfire Mk I und II

Die Gesamtzahl von 1.583 Spitfire Mk I beinhalteten auch frühe Exemplare mit nur vier Maschinengewehren und eine kleinere Anzahl von Mk IB mit vier Maschinengewehren und einem Paar von 20-mm-Hispano-Suiza-Maschinenkanonen mit Munitionstrommeln.
Das Modell mit den acht Browning-Maschinengewehren wurde als Mk IA bezeichnet und hatte einen 1.030 PS starken Merlin II oder III Motor.

Dier 920 folgenden Mk IIA und IIB unterschieden sich ebenfalls nur durch eine gleichartige Bewaffnung voneinander, verwendeten aber den 1.175 PS starken Merlin XII Motor, welcher einen dreiflügeligen Propeller mit konstanter Drehzahl antrieb. Dazu kam die Bereitstellung eines bescheidenen Panzerschutzes, welcher bei späteren Modellen nach und nach verstärkt wurde.

Die meisten Berichte über die Schlacht um England preisen die anmutige und ebenso tödliche Supermarine Spitfire. Dadurch ist ein gegenteiliger Eindruck zu dem Umstand entstanden, dass zu Beginn der Luftschlacht nur 19 Squadrons (Staffeln) der RAF mit der Spitfire ausgerüstet waren, während 28 die Hawker Hurricane flogen. Dazu stieg die Anzahl der Hurricane-Staffeln während der Schlacht an, während die der Spitfire gleich blieb.

Die Spitfire und die Hurricane ergänzten sich dabei in einer wichtigen Weise. Die Spitfire war das einzige Flugzeug der Royal Air Force, welches es mit der deutschen Messerschmitt Bf 109 Emil aufnehmen konnte und sich daher auf die deutschen Jäger konzentrierte, während die Hurricanes die Bomber angriffen.

Die übliche Bewaffnung der Spitfire während dieser Zeit waren die acht Browning-Maschiengewehre mit jeweils 300 Schuss Munition. Diese Waffen waren so ausgerichtet, dass sie ein gutes Wirkungsmuster auf der besten effektiven Entfernung zeigten. Dies war zwar nicht optimal für die zerstörerische Wirkung, aber unvermeidbar, da die meisten kurzfristig ausgebildeten RAF-Piloten nur begrenzte Fliegerqualitäten hatten. Viele Piloten tendierten dazu, das Feuer auf zu große Entfernung zu eröffnen.
Die Spitfire-Jäger mit den 20-mm-Kanonen wurden zwar an die 19. Squadron ausgegeben, aber die Munitionszufuhr war von Problemen geplagt und diese konnten erst nach dem Ende der Luftschlacht behoben werden. Deren größere Zerstörungskraft gekoppelt mit größerer Reichweite wurden von den Piloten bevorzugt, wenn sie denn normal funktionierte.

Die Mk III war nur eine Versuchsmaschine, während die Spitfire Mk IV das erste Modell einer Reihe von Foto-Aufklärern war.


 

Supermarine Spitfire Mk I :
Einführungsversion vom Juni 1936. Es wurden 450 Spitfire Mk I mit 1030-PS-Merlin-II-Motor, starrem Zweiblatt-Propeller und vier 7,7-mm-­Browning bestellt.
Supermarine Spitfire Mk IA :
Bewaffnet mit acht MGs, einem größerem Kabinendach und Dreiblatt-Verstellpropeller.
Supermarine Spitfire Mk IB :
Nachfolgende Variante, bewaffnet mit zwei 20-mm-Hispano-Kanonen und vier 7,7-mm MGs.
Gesamtproduktion der Mk I, Mk IA und Mk IB waren 1566 Stück.
Supermarine Spitfire Mk II :
In Castle Bromwich gebaute Spitfire I mit 1175-PS-Merlin-XII-Motor und Rotol-Propeller. Produktion: 750 Spitfire IIA (Bewaffnet mit acht 7,7-mm MG) und 170 Spitfire IIB (bewaffnet mit zwei 20-mm-Kanonen und vier 7,7-mm MG).

Diese Modelle wurden von den Jagdstaffeln bis Juni 1942 verwendet.


Animation 3d-Modell Supermarine Spitfire Mk I A

Spezifikationen Supermarine Spitfire Mk IA

Spezifikationen:

Supermarine Spitfire Mk IASpezifikation
TypJagdflugzeug
Antrieb1 x 1030-PS-Merlin-II-Motor
Besatzung1
Spannweite 11,23 m
Länge über alles 9,12 m
Höhe über alles 3,48 m
Leer-Gewicht2.182 kg
Höchstgewicht2.624 kg
Höchstgeschwindigkeit580 km/h
Steigleistung770 m / min.
Reichweite637 km

Bewaffnung:

Supermarine Spitfire Mk IASpezifikation
starr in den Flügeln 8 x 7,7mm MGs

Einsatzstatistik:

Supermarine Spitfire Mk I - Mk IIAngaben
Erstflug5.März 1936
Serienproduktion Juli 1938 (Mk IA im August 1938, Mk II September 1940)
Endlieferungnach März 1941
Stückzahl 2.486 (1.566 Mk I-IB und 920 Mk II; alle Versionen: 20.351)


Supermarine Spitfire V

Spitfire VB
Ein spätes Modell einer Spitfire VB, mit LF-Flügeln für den Einsatz in niedrigen Flughöhen.
Es ist eine bemerkenswerte Tatsache, dass mit Ausnahme der ersten beiden Varianten der Supermarine Spitfire Mk I und Mk II, die am häufigsten verwendeten und allgemein zu den erfolgreichsten Varianten zählenden Modelle Lückenbüßer und Eillösungen waren. Im 2. Weltkrieg war es unter dem Druck der Ereignisse nicht immer möglich, genügend Zeit zur Entwicklung und Produktion der bestmöglichen Flugzeuge anzuwenden, sodass Kompromisse und Einschnitte unvermeidlich waren. Dies war auch der Fall bei der Spitfire V.

Während der Schlacht um England im Jahre 1940 konnte die Spitfire Mk I eine knappe Überlegenheit gegenüber der deutschen Messerschmitt Bf 109 E aufrechterhalten, und die paar Spitfire Mk II, welche auch noch daran teilnahmen, hatten nur eine kleine Leistungssteigerung gegenüber der Mk I. Daher befasste sich die RAF im Oktober 1940 mit der Frage eines Ersatzmodells.

Der geplante Nachfolger für die ersten Modelle war die Mk III, welche seit 1939 in der Entwicklung war und bereits den Erstflug hinter sich hatte. Dieses Flugzeug hatte eine Reihe wichtiger Verbesserungen, z.B. ein neues Flügel-Design, ein einziehbares Schwanzrad und einen Rolls-Royce Merlin XX Motor. Als erste Maßnahme wurden 1.120 Mk III im Oktober bestellt.

Es war jedoch klar, dass es einige Zeit in Anspruch nehmen würde, um die Produktion vorzubereiten und als vorläufige Lösung wurde Rolls-Royce gebeten, den neuen Merlin 45-Motor in die Spitfire I einzubauen und als Spitfire V zu produzieren (die Bezeichnung Mk IV war schon für eine mit Griffon-Motor geplante Mk III vergeben worden).
Die ersten Spitfire V wurden von der 92.Squadron (RAF Staffel) Anfang Dezember 1940 in Dienst gestellt.

Nur 94 der mit acht 7,7mm Browning Maschinengewehren bewaffneten Version VA wurden produziert, alle anderen waren Spitfire VB mit zwei 20 mm Kanonen und vier MGs. Im Zuge der Ereignisse wurden die Aufträge für die Spitfire III storniert und einige ihrer besonderen Eigenschaften für die Mk V übernommen. Zwischen 1941 und 1943 wurden dann 6.464 Stück dieses Jagdflugzeuges gebaut.


Das Flugzeug wurde von mehr als 140 Staffeln der RAF und neun anderen Nationen, darunter auch die USA, verwendet. Es wurde an allen Fronten des 2. Weltkrieges eingesetzt und war in vielen Fällen präsent, als sich die Waagschale des Krieges zugunsten der Alliierten neigte.

In den ersten Monaten des Jahres 1941 ging die Spitfire V mit der 41., 54., 64. und 91. Squadron (Staffel) der RAF in den Einsatz. Während des Mais wurden erstmals Luftkämpfe mit dem neuen deutschen Messerschmitt Bf 109 F Jäger bekannt. Zu dieser Zeit war die Produktion der Mk V in vollem Gange. Das Flugzeug wurde schnell an die britischen Staffeln ausgeliefert und im Sommer begann die RAF eine Luftoffensive über Holland, Belgien und Nordfrankreich. Diese Offensive bestand aus Jagdeinsätzen über dem Feindgebiet und Tagesangriffen durch Blenheim und Stirling-Bombern, für welche die Spitfire V Jagdschutz flogen. Bis September waren 27 Staffeln mit der Mk VB ausgerüstet.
Um die Spitfire auch als Jagdbomber oder mit Zusatztanks verwenden zu können, kam im späteren Verlauf des Jahres die Mk VC aus der Produktion.


 

Mit Beginn des Jahres 1942 waren mehr als 1.700 Spitfiire V gebaut worden. Im Januar 1942 begann auch Westland Aircraft mit dem Bau der ersten Mk VB, und kurz danach stellte Supermarine schrittweise den Bau der VB zugunsten der neuen Mk VC ein. Die Fabrik in Castle Bromwich folgte dem im Herbst, wo dann täglich acht bis zehn Flugzeuge gebaut wurden. Über 3.300 Mk V wurden schließlich 1942 gebaut.

Die ersten Monate dieses Jahres waren jedoch von einer Reihe militärischer Katastrophen im Pazifik, in Nord-Afrika und im Ärmelkanal für die britischen Truppen geprägt. All diese Ereignisse hatten einen Einfluss auf die Entwicklung und Verwendung der Spitfire.
Vor September 1941 war der wichtigste Gegner der Spitfire die Messerschmitt Bf 109 F. Obwohl dieses Flugzeug eine leichte Überlegenheit bei Flughöhen über 6.500 m hatte, war seine Bewaffnung leicht und die Spitfire V war zumeist das überlegene Flugzeug.

Jedoch dann, im September, erschienen die ersten neuen Focke-Wulf Fw 190 bei Luftkämpfen über Frankreich. Mit der Ausnahme des engeren Wendekreises der Spitfire, war die Fw 190 in allen anderen Aspekten überlegen.
Im Februar 1942 führten die Deutschen die drei Kriegsschiffe Scharnhorst, Gneisenau und Prinz Eugen direkt durch den englischen Kanal nach Deutschland zurück. Die dabei stattfindenden Luftkämpfe mit einer großen Anzahl von Fw 190 ließen keinen Zweifel daran offen, dass die Spitfire von dem neuen Flugzeug der deutschen Luftwaffe deklassiert war.

Die Antwort darauf war die Spitfire Mk IX, wiederum als ‘Lückenbüsser’ und Eillösung aus einer Zelle der Mk VC und dem mächtigen Merlin 61-Motor entwickelt. Allerdings würde es einige Zeit dauern, das neue Modell in ausreichender Zahl an die Staffeln auszuliefern, und so waren im Juni 1942 nicht weniger als 59 Staffeln in England und 7 im Mittelmeer-Raum mit der unterlegenen Mk V ausgerüstet, mehr als zu jedem anderen Zeitpunkt.

Im August 1942 wurden die ersten Spitfire V in Nord-Afrika verwendet. Diese Flugzeuge standen dort den deutschen Bf 109 F (und später dem neuen Bf 109 G Modell) und dem italienischen Macchi C.202 Folgore Jägern gegenüber.
Da die meisten Luftkämpfe dort in geringer Höhe stattfanden, hatten die Spitfires wenig Probleme mit der Bf 109 F, wenn dann auch die Bf 109 G etwas schneller als sie selbst waren. Gegen die italienischen MC.202 sah es so aus, als wenn beide Flugzeuge ziemlich gleich auf waren. Das italienische Jagdflugzeug war zwar im Steigflug in geringer Höhe überlegen, jedoch zu schlecht bewaffnet.

Im Fernen Osten, gegen die japanische Mitsubishi A6M Zero, wurde das Flugzeug jedoch zum ersten Mal von einem Gegner ausmanövriert, wenn es auch selbst eine überlegene Geschwindigkeit hatte.

Die letzte Mk V wurde von der Firma Supermarine im Juli 1942 gebaut (bei anderen Firmen bis 1943) und im September 1944 befanden sich keine mehr bei Fronteinheiten.

Benutzer: englische RAF, Kanada, USAAF, Russland und andere Alliierte.


Animation 3d-Modell Supermarine Spitfire VB

Spezifikationen Supermarine Spitfire VB

Spezifikationen:

Spitfire VSpezifikation
TypJagdflugzeug
Antrieb1 x 1440-PS Rolls-Royce Merlin 45/46/50 V-12 Motor
Besatzung1
Spannweite 11,23 m
Länge über alles 9,11 m
Höhe über alles 3,48 m
Flügelfläche 22,48 m²
Leer-Gewicht2.313 kg
Höchstgewicht3.078 kg
Höchstgeschwindigkeit602 km/h in 3.960 m
Steigleistung 6.095 m in 7,5 min.
Dienstgipfelhöhe 11.278 m
Reichweite756 km

Bewaffnung:

Spitfire VSpezifikation
in den Flügeln 2 x 20-mm-Kanonen und 4 x 7,7-mm MGs
Zulkadung alle mit Halterung für 227-kg-Bombe unter Rumpf oder Abwurftank. (VC: zusätzlich bis zu zwei 113-kg-Bomben unter den Flügeln)

Einsatzstatistik:

Spitfire VAngaben
SerienproduktionDezember 1940
Endlieferung1943
Stückzahl 6.464 (94 VA, 3.923 VB, 2.447 VC). 1942/43 wurden 143 Mk V aus Beständen im Nahen Osten an Russland abgegeben. (alle Versionen: 20.351)
Bauzahlen 1941ca. 1.700
Bauzahlen 1942ca. 3.300
Bauzahlen 1943ca. 1.400
US-Einsätze Europa mit Spitfires 1942-194528.981
US-Bombenabwurfmenge Europa 1942-1945212 t
US-Verluste Europa 1942-1945101
Feindabschüsse Europa durch US-Piloten (1942-1945)256
Feindflugzeuge auf dem Boden zerstört durch US-Piloten (Europa 1942-1945)3

button go Hier zu Teil II: Spitfire Mk IX und Mk XIV.

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Da das deutsche Heer, bedingt durch seine starke Erweiterung, nun ernsthaft nach einem einfacher herzustellenden Ersatz für seine hervorragende, aber alte Dienstpistole Luger Parabellum von 1908 suchte, wurde die Waffe von der Wehrmacht nach einigen kleinen Änderungen zur einfacheren Produktion übernommen. Sie änderte nochmals den Namen in Pistole 38, wenn auch die ‘HP’ immer noch bis zum Sommer 1939 auf dem Privatmarkt erworben werden konnte. Die ersten einhundert Stück wurden an die Wehrmacht im August 1939 ausgeliefert und bis Ende des Jahres wurden 1.470 Exemplare übernommen. Die P-38 wurde 1939 auch von der schwedischen Armee als ihr Modell 39 übernommen, wenn es auch zweifelhaft ist, ob sie vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs viele erhalten haben. Während des Krieges wurde die Tugenden der einfachen Massenproduktion der Pistole bis auf die Spitze getrieben, als drei Fabriken damit beschäftigt waren, sowie zahlreiche Unterauftragsnehmer, welche Bauteile herstellten, die in den Hauptwerken zusammengebaut wurden. Diese Eigenschaft hatte zu ihrer Übernahme in die Wehrmacht als Standard-Pistole geführt, da die Walther-Pistole weniger traditionelle Arbeitsmethoden von Pistolenschmieden benötigte, als ihr Vorgänger Parabellum 08. Bis 1945 wurden etwa eine Million Stück gebaut, von denen Walther 580.000 herstellte. Ab November 1942 baute auch die Firma Mauser die Pistole, welche 360.000 Stück an Wehrmacht und Polizei auslieferte. Später kamen schließlich auch noch die Spree-Werke hinzu. Alle gebauten Waffen waren gut verarbeitet, mit glänzenden, schwarzen Kunststoffgriffen und mattschwarz plattiert überzogen. Die Waffe konnte leicht zerlegt werden und war sehr gut mit Sicherungseinrichtungen ausgestattet, einschließlich der Sicherung für den Hahn, welcher von der Polizeipistole PP mit seinen Einstellungen ‘Kammer’ und ‘Geladen’ übernommen wurde. Im Kampf erwies sie sich auch zuverlässiger als die Pistole 08, wegen ihrer Kombination aus Sicherung und Abzug. Die Waffe konnte gespannt mit einer Patrone in der Kammer getragen werden und wenn der Abzug durchgedrückt wurde, erfolgte gleichzeitig die Entsicherung und der Schuss konnte abgegeben werden. Wie die Luger P-08, war auch die Walther P-38 innerhalb des deutschen Heeres während des Zweiten Weltkriegs weit verbreitet. Wenn es auch amerikanische Kritik gab, wie ‘Wunder aus Blech und Federn’, war es doch eine bemerkenswerte robuste Waffe. Dies zeigte sich besonders an der Ostfront, wo die extrem kalten Bedingungen schon zahlreiche andere, bewährte Waffen außer Gefecht gesetzt hatten. 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1 Kommentar zu „Supermarine Spitfire Mk I-V“

  1. na überlegen der me 109stimmt nicht ganz.der einzige vorteil,den mir piloten 2002 in duxfort mitteilten, war der turn .die spitfire konnte die me 109 auskurven aber nur,wenn man das mitmachte.
    die me 109 stieg besser,hatte einen besseren sturzflug und kräftigere kanonen,nur die reichweite war bei der bob bescheiden.nicht zu vergessen,dass die engländer über eigenem land kämpften.

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