Wehrmacht Kriegsgliederung April 1943 und die Situation an der Ostfront


Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 9. April 1943 und die Situation an der Ostfront im Frühjahr 1943.

SdKfz 251 Charkow 1943
Deutsche Schützenpanzer SdKfz 251, besetzt mit Panzergrenadieren, rollen durch die Straßen von Charkow.

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Wehrmacht Kriegsgliederung Januar 1943 und Schlacht von Charkow.

Die Situation an der Ostfront im Frühjahr 1943

Ausbruch aus Leningrad
Russische Infanterie folgt der Fahne beim Ausbruch aus Leningrad.

Alle deutschen Pläne für Offensiven im Norden im Jahr 1942 mussten aufgegeben werden, als die sowjetischen Angriffe auf den Belagerungsring um Leningrad die deutschen Hoffnungen auf die Einnahme der Stadt zerschlugen. Zwar konnten die Entsatzangriffe den Belagerungsring nicht durchbrechen, aber die Rote Armee plante einen weiteren Versuch, der mit großer Sorgfalt und Präzision vorbereitet wurde.

In den einwöchigen erbitterten Kämpfen vom 12. bis 19. Januar 1943 schlugen sich die Leningrader und die Wolchow-Front durch das nördliche Ende der deutschen Belagerungslinien und erkämpften einen schmalen Landkorridor am Südufer des Ladogasee. Die Belagerung war zwar durchbrochen worden, aber die Landverbindung zur Stadt war so schmal, dass sie praktisch ständig unter deutschem Artilleriebeschuss stand. Trotzdem war ihre praktische und symbolische Bedeutung immens.

Die praktische Bedeutung lag in der erheblich verbesserten Möglichkeiten für die Russen, Menschen und Nachschub in die Stadt und aus der Stadt herauszubringen und das zu jeder Jahreszeit. Die symbolische Bedeutung lag in dem großen Auftrieb, den der Sieg für die sowjetische Moral bedeutete, während er den Finnen zeigte, dass die deutsche Sache, an die sie sich so sehr gebunden hatten, offensichtlich nicht nur in den Steppengebieten der Sowjetunion tausende von Kilometern südlich, sondern auch vor der eigenen Haustür sich ungünstig entwickelte.

Die Unfähigkeit der Heeresgruppe Nord, die Belagerung von Leningrad vollständig aufrechtzuerhalten, nachdem sie zuvor die Entsatzversuche in den Jahren 1941 und 1942 erfolgreich abgewehrt hatte, trug sicherlich dazu bei, dass Adolf Hitler schließlich bereit war, den Demjansker Frontvorsprung aufzugeben und die dort stationierten deutschen Divisionen abzuziehen.
Auch dies hatte eine symbolische Bedeutung, denn ein Zangenangriff der Heeresgruppe Nord und der Heeresgruppe Mitte auf den dazwischen liegenden sowjetischen Frontkeil war als notwendige Vorstufe für eine erneute Offensive in Richtung Moskau angesehen worden.

Büffel-Bewegung
Der schwer zu verteidigende Frontbogen um Rschew und Wjasma wird mit der gekonnt durchgeführten Operation ‚Büffel-Bewegung‘ geräumt. Bei 40 Grad Kälte rollen PzKpfw III bei Schneegestöber in ihre neuen Stellungen bei Sytschewka in der Nähe von Somlensk. Die vereisten Wege bereiten große Schwierigkeiten, sodaß die Panzer nur auf Streusand vorwärtskommen.
Die Aufgabe der nördlichen Ausgangsstellung für eine solche Zangenbewegung und damit diese Option endgültig abzuschreiben, erleichterte es Generalstabschef Zeitzler und dem Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Mitte, Hitler zu überzeugen, die Operation ‚Büffel‘ zu genehmigen. Diese sogenannte ‚Büffel-Bewegung‘ war die Aufgabe des Rschew-Vorfeldes, der südlichen Ausgangsstellung der ursprünglich geplanten Zangenbewegung, und um die so erbitterte Kämpfe im letzten Jahr geführt wurden.

Die ‚Büffel-Bewegung‘ wurde im März 1943 durchgeführt, als die letzten deutschen Einheiten aus dem Raum Demjansk abzogen. Beide Operationen führten zu einer Verkürzung der deutschen Linien und damit zu ihrer Verstärkung und der Freisetzung von Reserven.
Im Gesamtbild des Krieges waren die beiden Rückzüge, auch wenn sie als Verteidigungserfolge und als Triumphe der militärischen Vernunft über den Größenwahn eines Diktators gelten, ein klares Zeichen dafür, dass die deutsche Flut abebbte und dass alle Hoffnungen auf eine erneute Offensive gegen die sowjetische Hauptstadt im deutschen Hauptquartier aufgegeben worden waren.
In gewisser Weise brachte daher die Öffnung des Belagerungsrings von Leningrads auch die Sicherheit für Moskau mit sich.

Göring zum 10. Jahrestag der Machtergreifung
Reichsmarschall Göring hält am 30. Januar 1943 im Reichsluftfahrtministerium aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums der Machtergreifung die Leichenrede der 6. Armee in Stalingrad, anschließend ‚Thermopylen-Rede‘ genannt wegen des Vergleichs mit dem spartanischen Heldenmythos.
Die ehrgeizigeren Ziele der sowjetischen Winteroffensiven waren allerdings Anfang 1943 wie schon 1942 vereitelt worden, aber es gab dennoch einen großen Unterschied.
Der große Sieg in Stalingrad wirkte sich auf die deutsche Heimatfront und natürlich auf die Verbündeten in einer Weise aus, die weit über die Folgeerscheinungen des vorangegangenen Winters hinausgingen. In Deutschland zog nach dem Verlust der 6. Armee in Stalingrad eine düstere Stimmung über das Land und erste Anzeichen von Kriegsmüdigkeit zeigten sich in dem Krieg, der nun schon dreieinhalb Jahre dauerte und bei dem die Verluste stetig zunahm.

Die offensichtlichen Anzeichen dafür, dass die Dinge nicht gut liefen, wurde durch die Entwicklung im Mittelmeer und den Auswirkungen der Bombardierungen auf deutsche Städte untermauert, wodurch der Krieg als Ganzes in der deutschen Bevölkerung weitaus düsterer angesehen wurde als jemals zuvor.
Die großen neuen Maßnahmen zur Mobilisierung der deutschen Heimatfront waren eine direkte Folge der Niederlage bei Stalingrad.

Wehrpass
Auch ein später an der Ostfront gefallener Verwandter des Autors wurde im Frühjahr 1943 wieder mobilisiert, nachdem er über ein Jahr zuvor vom Kriegsdienst freigestellt wurde: 19.10.1936 bis 26.10.1938 Wehrdienst. Ab 26.8.1939 bis 10.2.1942 und wieder ab 2.3.1943 Kriegsdienst.

Der Ausschluss des Propagandaministers Joseph Goebbels von der unmittelbaren Verantwortung für die neuen Mobilisierungsmaßnahmen, die auf Drängen Hitlers veranlasst wurden, brachten den ehrgeizigen und um seine Stellung besorgten Minister dazu, die Initiative zu ergreifen.
Er inszenierte das Spektakel, welches zum Symbol des gesamten Prozesses wurde: seine Rede zum totalen Krieg vom 18. Februar 1943. Sorgfältig geprobt und vor einem handverlesenen Publikum inszeniert, zusammen mit einer genau koordinierten Propagandakampagne ausgestrahlt und gefilmt, sollte Goebbels gleichzeitig auch wieder in eine wichtige Rolle in der Innenpolitik einbringen, um die schwächelnde Moral aufzubauen. Dies gelang tatsächlich beides und machte weitere Energien und Reserven für den laufenden Konflikt verfügbar.

Goebbels Sportpalast Totaler Krieg
Nach dem Fall Stalingrads verkündete Joseph Goebbels am 18. Februar 1942 im Berliner Sportpalast ‚Totaler Krieg – kürzester Krieg‘. Unter dem Eindruck der Terrorangriffe auf die deutschen Städte fanden seine Worte im deutschen Volk ein breites Echo.

Die Stabilisierung des südlichen Abschnitts der Ostfront nach den deutschen Gegenangriffen im März 1943 gab den Deutschen die Möglichkeit, auf der Rücknahme der nun als unzuverlässig geltenden rumänischer Truppen aus Russland zu drängen. Die grundlegende, beiderseitige Vertrauensbasis war jedoch zerstört.

Allerdings konnte die Propaganda jedoch nicht die katastrophale Niederlage an der Front rückgängig machen oder Deutschlands Verbündete beruhigen, die aus den Ereignissen an der Ostfront ganz andere Lehren zogen. Von den deutschen Verbündeten waren diejenigen am stärksten betroffen, deren Armeen durch die sowjetischen Offensiven zerschlagen worden waren: Rumänien hatte zwei ganze Armeen verloren, Ungarn und Italien je eine.

Die Regierung von Marschall Antonescu, die sich auf die rumänische Armee als wichtigste Säule im eigenen Land stützte, wurde besonders hart getroffen. Die Reihe der gebrochenen deutschen Versprechen von Ausrüstung und Unterstützung, die Missachtung der Warnungen vor sowjetischen Offensivvorbereitungen, die unfreundliche Behandlung der sich zurückziehenden rumänischen Einheiten durch deutsche Offiziere und Soldaten, und die allgemeine deutsche Tendenz, eigene militärische Fehleinschätzungen und Katastrophen den Verbündeten in die Schuhe zu schieben, führten zu einer echten Krise in den deutsch-rumänischen Beziehungen.
Die Deutschen unternahmen einige kleinere Anstrengungen, das Verhältnis zu verbessern, während Elemente innerhalb Rumäniens, darunter Außenminister Mihai Antonescu und der Oppositionsführer Juliu Maniu, damit begannen, zu den Westmächten Friedensfühler auszustrecken. Sie drängten auch die italienische Regierung, es ihnen gleichzutun.
Die Weigerung der Westmächte, mehr zu tun, als nur zuzuhören und Rumänien aufzufordern, die Kämpfe gegen ihren sowjetischen Verbündeten einzustellen, wo acht rumänische Divisionen noch an der Front standen, beendeten die Sondierungen schließlich, über welche die Deutschen inzwischen recht gut unterrichtet waren.


Die Situation mit Ungarn war im Wesentlichen ähnlich, obwohl deren Truppen im Osten – und damit auch die Verluste – geringer waren als in Rumänien. Auch hier erschüttert die Sorge über die große Niederlage an der Front das Regime und die Beziehungen zu Deutschland, die in Budapest wie in Bukarest gerade auf den Offizieren lasteten, die sich durch das Geschehene enttäuscht und entehrt sahen.
Auch hier gab es Schuldzuweisungen und Beschwerden und auch hier gab es erste Sondierungen mit den Westmächten über einen möglichen Ausstieg aus dem Krieg. Und auch in diesem Fall verhinderte das Beharren der Ungarn, keinen einseitigen Frieden mit der Sowjetunion zu machen, eine Lösung, während die deutsche Gegenoffensive im März auch eine härtere Gangart gegenüber den widerwilligen Verbündeten ermöglichte.

Mussolini im Februar 1943
Der schon angeschlagene Mussolini im Februar 1943.
Ähnlich war die Reaktion in Italien auf die Vernichtung der 8. italienischen Armee an der südlichen Ostfront. Die Auswirkungen dieser Katastrophe im Osten auf die italienische Regierung wurden bis zu einem gewissen Maße durch deren Konzentration auf die sich ungünstig entwickelnde Lage im Mittelmeer überspielt, da letztere Italien viel direkter betraf.
Auf den britischen Durchbruch bei El Alamein folgte bald darauf die Landung amerikanischer und britischer Truppen in Französisch-Nordwestafrika durch Unternehmen Torch. Dies deutete auf den möglicherweise bevorstehenden Verlust des restlichen italienischen Kolonialreichs in Afrika, gefolgt von einem direkten Angriff der Alliierten auf Italien selbst, hin.

Aus der Sicht Roms war es für die Achsenmächte offensichtlich das wirksamste Mittel der wachsenden Bedrohung am besten begegnen, indem sie mit einem ihrer Feinde Frieden schließen und alle Energien auf den unmittelbar gefährlichsten Gegner konzentrierten. Mussolini begann daher, seinen deutschen Verbündeten zu drängen, das zu tun, was die Japaner seit langem befürworteten, nämlich einen Separatfrieden mit der Sowjetunion abzuschließen und die Nutzung der freigesetzten Kräfte für eine wirksame Verteidigung gegen Großbritannien und die Vereinigten Staaten zu verwenden.

Aber Hitler machte seinem italienischen Verbündeten klar, dass er beabsichtigte, die sowjetische Offensive zunächst zu stoppen und dann im Sommer selbst wieder in die Offensive zu gehen, und dass er kein Interesse an einem Kompromissfrieden mit der Sowjetunion habe. Dies hatte einerseits seine Gründe in dem riesigen besetzten sowjetischen Territorium, das er unter allen Umständen behalten wollte – vor allem die gesamte Ukraine – und welche die sowjetische Regierung nicht bereit sein würde, aufzugeben, und andererseits hatte es in seinen Augen keinen Sinn, östlich des deutschen Machtbereiches eine wiedererstarkende und unbesiegte Rote Armee stehen zu haben, die nach einer Atempause jederzeit wieder angreifen könnte.
Deshalb schickten die Deutschen massive Kräfte zum Aufbau einer neuen Front in Tunesien und um die Verteidigung Italiens zu unterstützen, während der Krieg im Osten weitergeführt werden sollte – mit oder ohne den Italienern.

Zar Boris III. von Bulgarien
Zar Boris III. von Bulgarien (links) mit Offizieren seines Heeres. Boris traf im Januar 1941 mit Hitler auf dem Berghof zusammen, zeigte Reserve gegenüber dem Ansinnen, dem Dreimächtepakt beizutreten, tat dies am 1. März 1941 trotzdem und erwarb nach dem Balkanfeldzug große Teile Griechenlands. Boris lehnte aber trotz Drängens der Achsenmächte eine Kriegserklärung an Russland ab. Sein Tod am 28. August 1943 erfolgte unter rätselhaften Umständen und war ein schwerer Verlust für das Achsenbündnis – möglicherweise war Mord im Spiel.
Die Konsolidierung der deutschen Südfront im Osten als Folge der erfolgreichen Gegenoffensive von Charkow im März bot Hitler die Möglichkeit, die durch die Katastrophe von Stalingrad entstandenen Zweifel am Endsieg auszuräumen. Er und ein großer Teil seiner militärischen Berater schoben die große Niederlage einfach auf die Versäumnisse ihrer Verbündeten und ignorierten dabei die zentrale deutsche Rolle – vor allem diejenige von Hitler persönlich – in der Anlage und Durchführung des Feldzugplan für Unternehmen Blau aus dem Vorjahr.

Jetzt als die Dinge wieder gut zu laufen schienen, wurden die Führer der Satellitenstaaten einer nach dem anderen in das Führerhauptquartier oder an andere von Hitler bestimmte Orte zitiert, um sich Vorträge über die Fehler ihrer Soldaten, die großartigen Aussichten Deutschlands und die Notwendigkeit des Zusammenhaltens bis zum Endsieg anzuhören.
Nacheinander erschienen König Boris von Bulgarien, Mussolini, und die Führer von Rumänien und Ungarn, Marschall Ion Antonescu sowie Admiral Horthy wurden zurück auf den Teppich geholt, wobei die beiden Letztgenannten angewiesen wurden, ihre jeweiligen Außenminister zu entlassen, welche Kontakte mit den Westalliierten aufgenommen hatten.

Neue Panther D verlassen das MAN-Werk
Neue Panther D verlassen im Frühjahr 1943 das MAN-Werk zum Abtransport an die Ostfront für den ersten Einsatz bei Kursk.

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Wehrmacht-Kriegsgliederung April 1943

Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 9.4.1943

Abkürzungen:

Inf.Div. = Infanterie-Division
bodst.Inf.Div. = bodenständige Inf.Div. (unbewegliche Festungs-Divisionen)
mot.Inf.Div. = motorisierte Infanterie-Division
Pz.Div. = Panzer-Division
Sich.Div. = Sicherungs-Division
Inf.Reg. (Rgt) = Infanterie-Regiment
Brig. = Brigade
Btl. = Bataillon
Kav. = Kavallerie
Geb. = Gebirgstruppen
FJ = Luftlandetruppen, Fallschirmjäger
Gr. = Gruppe (Kampfgruppe)
W.B. = Wehrmachts-Befehlshaber
Befh.r.H.G. = Befehlshaber rückwärtiges Heeresgebiet

Ostfront (OKH)

Heeres-Gruppe A:

(im Kuban-Brückenkopf und auf der Krim)

ArmeeKorpsDivisionen
Befehlshaber der Krim (Stab XXXXII. Korps)Reserveslowak. schnelle Div., Abschnitts-Kommando Auleb
rum. Geb.Korps1.,2. rum. Geb.Div., Masse 4. rum. Geb.Div.
(direkt dem Befehlshaber Krim unterstellt)Masse der 153. Feldausbildungs-Div.
Befehlshaber Straße von KertschKommandant von Kertschje Teile 4. rum. Geb.Div., 5. Luftwaffen-Feld-Div.
Kommandant von Taman1/3 von 10. rum. Inf.Div., je Teile von 13. Pz.Div., 5. Luftwaffen-Feld-Div.
17. ArmeeReserveMasse 13. Pz.Div., Teile 4. Geb.Div.
Gruppe Wetzel (V. Korps mit unterstelltem rum. Kav.-Korps)73., 125. Inf.Div., 4. Geb.Div. (Masse), je Teile von 101. Jäger-Div., 10. rum. Inf.Div., 6. rum. Kav.Div.
Rum. Kav.-Korps (der Gruppe Wetzel unterstellt)9. rum. Kav.Div., 6. rum. Kav.Div. (Masse), 1/3 von 10. rum. Inf.Div.
XXXXIV.97. Inf.Div., 101. Jäger-Div. (Masse), 5. Luftwaffen-Feld-Div. (Teile), 3.,9. rum. Geb.Div., 19. rum. Inf.Div.
XXXIX. Geb.50., 370. Inf.Div.
Befh.r.H.G. A-

Heeres-Gruppe Süd:

ArmeeKorpsDivisionen
Reserve: 4. Panzer-Armee (Stab)198. Inf.Div., 387. Inf.Div. (in Aufstellung aus Resten der 298., 385., 387. Inf.Div.), 1/3 von 153. Feldausbildungs-Div. (im Abtransport)
6. Armee (neu gebildet)Reserve23. Pz.Div., 79. Inf.Div., 17. Inf.Div. (im Antransport)
XXIV. Pz.111. Inf.Div., 454. Sicherungs-Div.
XIX.336. Inf.Div., 16. mot. Inf.Div., 16. Luftwaffen-Feld Div.
XVII.294., 302., 306. Inf.Div.
Korps Mieth304., 335. Inf.Div., 3. Geb.Div.
1. Panzer-ArmeeReserve: III. Pz.Korps (Stab)3., 19. Pz.Div., 46. Inf.Div., 257. Inf.Div. (im Antransport)
XXX.38., 62., 333. Inf.Div.
XXXX. Pz.7. Pz.Div., SS-Wiking
LVII. Pz.15. Inf.Div., 17. Pz.Div.
Armee-Abteilung KempfReserve: SS-Pz.Korps (Stab)LSSAH, SS-Reich, Grossdeutschland, 11. Pz.Div., 168. Inf.Div.
XXXXVIII. Pz.39., 106. Inf.Div., 6. Pz.Div.
Gen.Kdo. zbV Raus167., 320. Inf.Div., SS-Totenkopf
LII.57., 255., 332. Inf.Div.
Befh.r.H.G. Süd213. Sich.Div. (Teile)

Heeres-Gruppe Mitte:

ArmeeKorpsDivisionen
Reserve: 9. Armee (Stab)XXIII. Korps (Stab)2., 4., 5., 8., 9., 12., 18. Pz.Div., 10., 36. mot. Inf.Div., 87., 292. Inf.Div., 390., 391. Feld-Ausbildungs-Div.
2. ArmeeReserveReste der 323., 377. Inf.Div.
VII.26., 68., 75. Inf.Div.
XIII.82., 88., 327., 340. Inf.Div.
ung. Besatzungs-Gruppe Ost105. ung. leichte Inf.Div., 7., 201. ung. Sicherungs-Div.
2. Panzer-ArmeeReserve208. Inf.Div., SS-Kav.Div.
XX.45., 72., 137., 251., 702., 707. Inf.Div., Grenadier-Rgt. 269
XXXXVI. Pz.7., 78., 258. Inf.Div.
XXXXI. Pz.20. Pz.Div., 86., 216., 383. Inf.Div.
XXXV.34., 56., 262., 299. Inf.Div.
LIII.25. mot.Inf.Div., 112., 211., 293. Inf.Div., 1/3 von 221. Sich.Div.
LV.110., 134., 296., 339. Inf.Div.
Korück 532102., 108. ung. leichte Inf.Div.
4. ArmeeLVI. Pz.14. mot.Inf.Div., 31., 131., 267., 321. Inf.Div.
XII.98., 183., 260., 268. Inf.Div.
IX.35., 252., 342. Inf.Div.
XXXIX. Pz.6., 95., 129., 337. Inf.Div.
XXVII.52., 197., 246., 253., 256. Inf.Div.
3. Panzer-ArmeeReserve201. Sich.Div.
VI.83., 206., 330. Inf.Div.
II. Luftwaffen-Feld2., 3., 4., 6. Luftwaffen-Feld-Div.
LIX.263., 291. Inf.Div., SS-Brigade 1
XXXXIII.20. mot.Inf.Div., 205., 331. Inf.Div.
Befh.r.H.G. Mitte203., 221. (ohne 1 Rgt.), 286. Sich.Div.

Heeres-Gruppe Nord:

ArmeeKorpsDivisionen
Reserve388. Feldausbildungs-Div., 290. Inf.Div. (zur Verfügung OKH)
16. ArmeeReserve5. Jäger-Div., 122. Inf.Div. (Masse)
II.12., 93., 123., 218. Inf.Div.
Gruppe Gen.Lt. Höhne32., 329. Inf.Div., 21. Luftwaffen-Feld-Div., Grenadier-Rgt. 368 (von 281. Sich.Div.)
X.30., 126., 225. Inf.Div., 8. Jäger-Div., 18. mot.Inf.Div., 122. Inf.Div. (Teile)
18. ArmeeXXXVIII.23., 217. Inf.Div., 1. Luftwaffen-Feld-Div.
I.227. Inf.Div., 13. Luftwaffen-Feld-Div.
XXVIII.31., 61., 96., 121., 132. Inf.Div., 12. Luftwaffen-Feld-Div.
XXVI.1., 11., 69., 212., 223. Inf.Div., 28 Jäger-Div., 5. Geb.Div.
LIV.21., 24., 58., 254. Inf.Div., SS-Polizei
L.250. span.Inf.Div., 170., 215. Inf.Div., SS-Brigade 2
III. Luftwaffen-Feld9., 10. Luftwaffen-Feld-Div.
Befh.r.H.G. Nord207., 281., 285. Sich.Div. (jeweils nur Teile)

OKW-Kriegsschauplätze

Polarfront und Norwegen

ArmeeKorpsDivisionen
20. Gebirgs-ArmeeXVIII. Geb.SS-Geb.Div. Nord, 7. Geb.Div., Geb.Polizei-Rgt. 18
XXXVI. Geb.163., 169. Inf.Div.
XIX. Geb.2., 6. Geb.Div., 210. Inf.Div., 1/3 von 214. Inf.Div., Gr.Rgt. 193, 338, Geb.Jäger-Rgt. 139, Luftwaffen-Feld-Rgt. 503
AOK NorwegenReserve25. Pz.Div., 14. Luftwaffen-Feld-Div.
LXXI.199., 230., 270. Inf.Div.
XXXIII.181., 196., 702. Inf.Div.
LXX.269., 280., 710. Inf.Div., 2/3 von 214. Inf.Div.

Heeres-Gruppe D (OB West):

ArmeeKorpsDivisionen
ReserveXIV. Pz., LXVII., LXVI., LXIV. (alles Stäbe)325. Sich.Div., 29. mot.Inf.Div., 9., 10. SS-Pz.Div. (in Aufstellung), schnelle Brigade 30 und West, plus insg. 6 Reserve-Divisionen
Kommandant NiederlandeLXXXVIII.719. Inf.Div., 347. bodst.Inf.Div., 16. Luftwaffen-Feld-Div., 376. Inf.Div. (in Aufstellung)
15. ArmeeReserve26. Pz.Div., alle in Aufstellung: 24. Pz.Div., 44., 305., 384. Inf.Div.
LXXXIX.65., 712. Inf.Div.
LXXXII.161., 282. Inf.Div., 18. Luftwaffen-Feld-Div., 156., 171., 191. Reserve-Div.
LXXXI.711. Inf.Div., 348. bodst.Inf.Div., 17. Luftwaffen-Feld-Div.
Armee-Gruppe FelberLXXXIII.326., 328., 338. Inf.Div., 60. mot.Inf.Div. (in Aufstellung)
7. ArmeeReserve1. Pz.Div., 1. FJ-Div. (im Antransport), 7. Flieger-Div., plus alle in Aufstellung: 16. Pz.Div., 76., 113., 371., 389. Inf.Div.
LXXXIV.319., 709., 716. Inf.Div.
XXV.94. Inf.Div.
LXXXVII.343., 346. bodst.Inf.Div.
1. ArmeeReserveHG-Div. (Teile), plus alle in Aufstellung: 297. Inf.Div., 14. Pz.Div., 3. mot.Inf.Div.
LXXX.708. Inf.Div., 158. Reserve-Div.
LXXXVI.715. Inf.Div., 344. bodst.Inf.Div.

Heeres-Gruppe E (Südosten)

ArmeeKorpsDivisionen
Reserve1. Geb.Div., Grenadier-Rgt. 440
Kommandant Festung KretaFestungs-Brigade Kreta, 22. Luftlande-Div., 11. Luftwaffen-Feld-Div. (im Antransport), ital. Sienna-Inf.Div.
Befehlshaber Serbien704. Inf.Div. (104. Jäger-Div. - in Umbildung)
I. bulgar. Okkupation-Korps (dem Befehlshaber Serbien unterstellt)7., 9., 21. bulg. Inf.Div.
Befehlshaber Kroatien714. (zu 114. Jäger), 717. (zu 117. Jäger), 718. (zu 118. Jäger) Inf.Div., SS-Prinz Eugen, 187. Reserve-Div., 369. kroat. Inf.Div., 373. kroat. Inf.Div. (in Aufstellung)

OB Süd (Afrika)

ArmeeKorpsDivisionen
ReserveGen.Kdo. z.b.v. (Stab)999. Inf.Div. (im Antransport), 10., 21. Pz.Div.
1. ital. ArmeeDAK, ital. XX. und XXI. Korps15. Pz.Div., 90., 164. leichte Div., Luftwaffen-Jäger-Brigade 1 (Ramcke), 1. Luftwaffen-Feld-Rgt., ital Pz.Div. Centauro, ital. Inf.Div. Giovanni-Fascista, Trieste, Pistoia, La Specia
5. Panzer-Armee334. Inf.Div., HG-Div. (Teile), ital. Superga-Inf.Div.

Chef der Heeresrüstung und Befehlshaber des Ersatzheeres

im Reich: 100. Jäger-Div., 295. Inf.Div. (beide in Aufstellung).
in Dänemark: 416. Inf.Div., 23. Inf.Div. (in Aufstellung)
weitere Neuaufstellungen: 1 Inf.Div., 1 Jäger-Div. im Reich; 1 Inf.Div. in Dänemark; 5 Pz.Div., 1 mot.Inf.Div., 8 Inf.Div. (im Westen). Bemerkung: Div.Nummern nicht angegeben und es ist möglich, dass diese bereits in den obigen Kriegsgliederungen für den Westen berücksichtigt sind.

Zahlenmässige Übersicht der vollständig aufgestellten und einsatzbereiten Divisionen der deutschen Wehrmacht, Waffen-SS, des Ersatzheeres und Verbündeten:

Pzmot.Inf.InfJägGebSichResLwVerb
HrGr. A1-521-2/319
HrGr. Süd12125-141/31-
HrGr. Mitte87,560--42 1/345
HrGr. Nord-1,531313161
Norw., Finnl. 1-13 2/3-4 2/3--1 1/3-
OB West2 1/3322--1105-
OB Südost--5,8 -2-116
OB Süd322----31
Dänemark--1----1,26
Ersatzheer--1---332
-
Insg. 29,516175109 1/312 1/3522227

Insgesamt 221 1/2 Front-verwendungsfähige Heeres- und Waffen-SS-Divisionen plus über 20 Luftwaffen-Bodendvisionen oder Luftlandetruppen plus 27 unterstelle Divisionen von Verbündeten (plus 12 Sicherungs-Div., 4 Feldausbildungs-Div., 17 Reserve-Divisionen).

Pz = Panzer; mot.Inf. = motorierte Inf. und Kav.; Inf = Inf; Jäg = Jäger; Geb = Gebirgsjäger; Sich = Sicherungs-; Res = Feld-Ausbildungs-, Reserve oder Ersatz-Divisionen; Lw = Luftwaffen-Feld- und Fallschirmjäger-Divisionen; Verb = unterstellte Divisionen der Verbündeten

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Quellenangaben und Literatur

Der Grosse Atlas zum II. Weltkrieg (Peter Young)
Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht, Band 1-8 (Percy E. Schramm)
Krieg der Panzer (Piekalkiewicz)
Luftkrieg (Piekalkiewicz)
A World at Arms – A Global History of World War II (Gerhard L. Weinberg)
World War II – A Statistical Survey (John Ellis)


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