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Waffen-SS-Divisionen 1-4


Übersicht der Waffen-SS-Divisionen 1-4 (LAH, Das Reich, Totenkopf, Polizei).
Kommandeure, Infanterie- und Panzer-Stärke, Einsätze, besondere Hinweise und Ende.

Polizei-Division schweres MG
Angehörige der SS-Polizei-Division am schweren Maschinengewehr.


Zwischen Anfang 1943 und dem Ende des 2. Weltkrieg wurde die Kriegsstärke der Waffen-SS von 8 auf 38 Divisionen mit fast einer Million Soldaten erweitert.
Die Elite-Panzer-Divisionen und Panzergrenadier-Divisionen der Waffen-SS waren Deutschlands effektivste Verbände in der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges, welche einen Standard an Kampfkraft und Kampfleistungen setzten, der unübertroffen von jeder anderen Streitmacht irgendeiner Nation ist.

Waffen-SS-Divisionen 1-4

1. SS-Panzer-Division Leibstandarte Adolf Hitler (LAH)

Aufstellung (als Division)
15. Juli 1942

Kommandeure
SS-Obergruppenführer ‘Sepp’ Dietrich (März 1933 bis Juli 1943), SS-Brigadeführer Wisch (Juli 1943 bis August 1944), SS-Oberführer Mohnke (August 1944 bis Februar 1945), SS-Brigadeführer Kumm (Februar bis Mai 1945)

Einsätze
Im Westfeldzug 1940 Beteiligung an der Einnahme von Amsterdam (Mai 1940).
April 1941 im Balkanfeldzug eingesetzt, dabei Eroberung des Klidi- und Klissura-Passes und die Überquerung des Golfes von Korinth nach Patras.
Von Juni bis Dezember 1941 im Rahmen des III. Panzerkorps eingesetzt und erreicht Rostow.
Dezember 1941 bis Mai 1942 Verteidigung am Mius.
Juni bis August 1941 Angriff auf Rostow.
August 1942 bis Januar 1943 Auffrischung in Frankreich und Ausbau zur Panzergrenadier-Division.
Februar und März 1943 Schlachten um Charkow mit Rückeroberung der Stadt.
Juli 1943 Panzerschlacht um Kursk.
August bis Oktober 1943 Sicherung und Teilnahme am Unternehmen Achse in Oberitalien.
November 1943 bis April 1944 Abwehrkämpfe in der Ukraine.
Mai 1944 Abtransport nach Belgien und Auffrischung.

Tiger-Panzer 1. SS-Panzer-Division Normandie
Tiger-Panzer der 1. SS-Panzer-Division LAH in der Normandie.
Juni bis September 1944 Schlachte in der Normandie und Rückzug nach Belgien nach der alliierten Invasion.
September bis Dezember 1944 Auffrischung in Deutschland.
Dezember 1944 bis Januar 1945 Ardennen-Offensive und Rückzugskämpfe in die Eifel.
Januar 1945 nach Ungarn verlegt.
Februar und März 1945 fruchtlose Offensiven zur Rückeroberung von Budapest.
März bis Mai 1945 Rückzugskämpfe in Ungarn und Österreich.
Siehe Details: Leibstandarte Einsätze.

Ende
Kapitulierte gegenüber US Army am 9. Mai bei Linz, Österreich (nur 1.500 Überlebende mit 16 Panzern. Aus US-Kriegsgefangenschaft entlassen erst 1950).

Infanterie-Stärke
2 motorisierte Infanterie- (bzw. Panzergrenadier-) Regimenter (eines mit Schützenpanzern), jedes mit 3 Bataillonen (gegenüber 2 in Wehrmacht-Divisionen).

Panzer-Ausstattung
1 Panzer-Regiment (10 Kompanien, 1 schwere Kompanie mit Tiger-Panzer; Sollstärke 1944 je 12 Panzer), 1 Sturmgeschütz-Abteilung (18 StuG), 1 Panzerjäger-Kompanie mit Selbstfahrlafetten (12 Stück), 18 Artillerie-Selbstfahrlafetten Hummel (1943).
Sollstärke (1944): 162 Panzerfahrzeuge, Sturmgeschütze/Jagdpanzer und Selbstfahrlafetten. Hinzu kommen Schützenpanzer für eines der Panzergrenadier-Regimenter.

Besonderes
Gesamtstärke im Juni 1944: 19.700 Mann.

Teile sind verantwortlich für die Erschießung 80 englischer Kriegsgefangener bei Wormhout im Mai 1940 und 71 US-Kriegsgefangener bei Malmedy im Dezember 1944.
Höchste Kampfleistungen.

Mehr über 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS-Adolf Hitler.


2. SS-Panzer-Division Das Reich (R)

Panzer-Grenadiere der 2. SS Division
Panzer-Grenadiere der 2. SS Division Das Reich beim Gegenstoß in den Ardennen, Dezember 1944

Aufstellung (als Division)
Oktober 1939 als SS-Verfügungs-Division (wird zur Panzer-Division am 9. November 1942).

Kommandeure
SS-Obergruppernführer Hausser (bis Oktober 1941), SS-Brigadeführer Bittrich (bis Dezember 1941), SS-Brigadeführer Kleinheisterkamp (bis April 1942), SS-Grppenführer Keppler (bis Februar 1943), SS-Brigadeführer Krüger, SS-Brigadeführer Walther, SS-Brigadeführer Lammerding (Dezember 1943 bis Juli 1944 und Dezember 1944 bis Januar 1945), SS-Gruppenführer Ostendorff, SS-Standartenführer Kreutz, SS-Standartenführer Lehmann.

Einsätze
Kampfeinsätze in Holland, Belgien und Frankreich bis zur spanischen Grenze (Mai, Juni 1940).
Im Dezember 1940 wird das ‘Germania’-Regiment abgezogen.
Besatzungsdienst in Frankreich (bis April 1941).
Im Balkanfeldzug Angriff auf Jugoslawien (April 1941) und Auffrischung in Österreich (Mai 1941).
Teilnahme am Unternehmen Barbarossa im Mittelabschnitt: Smolensk, Priluki, Gegend um Moskau (Juni bis November 1941).
Verteidigungskämpfe bei Istra, Rusa, Rschew (Dezember 1941 bis März 1942).
Auffrischung, Neuausrüstung und Umgliederung zur Panzergrenadier-Division im Reich (März 1942 bis Juli 1942).
Besatzungsdienst in Nordwest-Frankreich (bis Januar 1943).
Russland: schwere Kämpfe bei Charkow und Rückeroberung der Stadt (Februar und März 1943).
Umgruppierung (bis Juli 1943).
Schlacht von Kursk, Kämpfe im Raum Bielgorod und Prohorowka (Juli 1943).
Schwere Verteidigungskämpfe am Mius, westlich von Charkow, am Djepr, Kiew und Zhitomir (August bis Dezember 1943).
Kampfgruppe Lammerding weiterhin im Einsatz, der Rest der Division wird nach Frankreich zur Auffrischung und Neuausrüstung verlegt (Mai 1944).
Marschiert bei der alliierten Invasion in die Normandie, wobei die Kompanie von SS-Stubaf. Dickmann vom Regiment ‘Der Führer’ 642 Zivilisten in Oradour-sur-Glane ermordet. Schwere Kämpfe im Raum Coutances, St.Lo, Percy und Mortain (Juni bis August 1944).
Rückzug über Rousen, St.Vith, Reichsgrenze (August und September 1944).
Einsatz in der Schnee-Eifel (September bis Dezember 1944).
Ardennen-Offensive, schwere Kämpfe (Dezember 1944 und Januar 1945).
Verlegt nach Ungarn, schwere Kämpfe in der ‘Frühlingserwachen-Offensive’ bei Stuhlweißenburg (Februar und März 1945).
Rückzug nach Österreich, Kämpfe gegen die Rote Armee bei Wien und in der Tschechoslowakei (April 1945).

Ende
Masse kapitulierte gegenüber US Army bei Pilsen, Tschechien am 8. Mai 1945.

Infanterie-Stärke
2 motorisierte Infanterie-Regimenter (zumeist Schützenpanzer), jedes mit 3 Bataillonen (gegenüber 2 in Wehrmacht-Divisionen).

Panzer-Ausstattung
1 Panzer-Regiment mit 10 Kompanien (seit Frühjahr 1944 vier davon mit PzKpfw V Panther, Mitte 1944 eine mit Tiger-Panzer; Sollstärke 1944 je 12 Panzer), 1 Sturmgeschütz-Abteilung (18 StuG), 1 Panzerjäger-Kompanie mit Selbstfahrlafetten (14 bzw 12 Stück), 1 Artillerie-Batterie (12 Stück) auf Selbstfahrlafetten Hummel.
Sollstärke (1944): 162 Panzerfahrzeuge, Sturmgeschütze/Jagdpanzer und Selbstfahrlafetten. Hinzu kommen Schützenpanzer für eines der Panzergrenadier-Regimenter.

Besonderes
Erste und älteste Division der Waffen-SS (entstand aus SS-Verfügungsdivision). Eine Kompanie unter Dickmann ermordete 642 Männer, Frauen und Kinder auf grausamste Weise in Oradour-sur-Glane, Juni 1944.
Höchste Kampfleistungen.

Mehr über die SS-Division Reich


3. SS-Panzer-Division Totenkopf (T)

Kradschützen der SS-Division Totenkopf
Kradschützen der SS-Division Totenkopf in der Nähe von Dünkirchen 1940

Aufstellung (als Division)
November 1939 (zur Panzer-Division am 23. Oktober 1943).

Kommandeure
SS-Gruppenführer Eicke (bis Februar 1943), SS-Brigadeführer Keppler, SS-Oberführer Simon, SS-Brigaf. Priess (Oktober 1943 bis Juni 1944), SS-Brigadeführer Becker.


Einsätze
Schwere Kämpfe im Westfeldzug: La Cateaum, Cambrai, Arras, Dünkirchen, Seine und Loire, Lyon, Charente (Mai und Juni 1940).
Besatzungsdienst in Frankreich (bis Juni 1941).
Unternehmen Barbarossa: Einsatz in Litauen bei Wilna und Luga (Juni bis September 1941).
Abschnitt von Leningrad (September bis Dezember 1941).
Abwehrkämpfe im Raum Cholm und Demjansk (Januar und Februar 1942).
Anschließend nur noch Kampfgruppe Simon im Einsatz (bis Juni 1942), Durchbruch nach Demjansk und Lovat (April 1942).
Abwehrkämpfe nordwestlich von Demjansk (Juli bis Oktober 1942).
Auffrischung und Neuausrüstung in Frankreich (Oktober 1942 bis Februar 1943).
Russland: schwere Kämpfe und Rückeroberung von Charkow (Februar und März 1943).
Kämpfe im Raum Byelgorod (April bis Juli 1943).
Panzerschlacht von Kursk (Juli 1943).
Abwehrkämpfe bei Isjum, Charkow, am Dnjepr und Krivoi-Rog (bis Januar 1944).
Rückzug auf die rumänische Grenze und Abwehrschlachten (Januar bis April 1944).
Verlegung an den Nordabschnitt der Ostfront (Juni 1944).
Kämpfe um Grodno (Juli 1944).
Schwere Kämpfe in Polen: Warschau, Narew-Brückenkopf, Modlin (August bis Dezember 1944).
Verlegung nach Ungarn (Dezember 1944).
Versuch eines Entsatz von Budapest (Januar 1945).
Rückzug und Kämpfe um Stuhlweißenburg (Februar und März 1945).
Rückzug nach Österreich hinein, Kämpfe nordwestlich von Wien (April und Mai 1945).

Ende
Kapitulierte gegenüber der US Army bei Linz, Österreich (weniger als 1000 Mann mit 6 Panzern). Mitte Mai der Roten Armee ausgeliefert.

Infanterie-Stärke
2 motorisierte Infanterie-Regimenter (zumeist mit Schützenpanzern), jedes mit 3 Bataillonen (gegenüber 2 in Wehrmacht-Divisionen).

Panzer-Ausstattung
1 Panzer-Regiment (10 Kompanien, einschließlich einer mit Tiger-Panzer; Sollstärke 1944 je 12 Panzer), 1 Artillerie-Batterie (12 Stück) mit Hummel Selbstfahrlafetten, von 1944 an 3 Züge Panzerjäger mit StuG 40 (12 Stück), drei Sturmgeschütz-Batterien (18 Stück).
Sollstärke (1944): 162 Panzerfahrzeuge, Sturmgeschütze/Jagdpanzer und Selbstfahrlafetten. Hinzu kommen Schützenpanzer für eines der Panzergrenadier-Regimenter.

Besonderes
Gesamtstärke 19.000 Mann.
Ursprünglich mit Wachmannschaften aus Konzentrationslagern aufgestellt. Ersatz erfolgte später aber durch SS-Freiwillige und auch Wehrpflichtige.
Verantwortlich für die Ermordung von etwa 100 britischen Kriegsgefangenen bei Le Paradis im Mai 1940 (aus Rache angeordnet von einem hysterischen SS-Offizier für die seiner schlecht ausgebildeten Einheit zugefügten hohen Verluste durch diese britischen Soldaten).
Seit 1941 höchste Kampfleistungen.

Mehr über SS-Totenkopf-Division


4. SS-Polizei-Panzer-Grenadier-Division

Aufstellung (als Division)
Oktober 1940 (in Waffen-SS im Februar 1942 übernommen).

Kommandeure
SS-Gruf. Pfeffer-Wildenbruch (bis November 1940), SS-Brigaf. Schmedes (August bis November 1944), SS-Staf. Harzer (bis Mai 1945). Dazwischen keine Angaben.

Einsätze
Besatzungsdienst in Polen.
Einige Kampfeinsätze im Westfeldzug (Mai und Juni 1940).
Unternehmen Barbarossa: Angriff im Nordabschnitt mit unterschiedlichen Kampfleistungen (Juni 1941).
Gute Kampfleistungen am Wolchow (Januar bis März 1942).
Übernahme in die Waffen-SS (Februar 1942).
Verlegt nach Böhmen und Mähren und Polen als Sicherungseinheit (bis Mai 1943).

Polizeiangehöriger der 4. SS Polizei-Division
Polizeiangehöriger der 4. SS Polizei-Division an der Ostfront.
Nach Jugoslawien zur Partisanen-Bekämpfung.
Anschließend nach Griechenland mit der gleichen Aufgabe, Gräueltaten im Bereich von Larissa (März 1944).
Einsätze in Griechenland, Jugoslawien und der Slowakei während des Jahres 1944.
Verlegt nach Stettin und Danzig, dort schwere Kämpfe (ab Januar 1945).
Reste im Einsatz in der Schlacht um Berlin (April bis Mai 1945).

Ende
Kapitulierte gegenüber der US Army im Mai 1945.

Infanterie-Stärke
3 motorisierte Infanterie-Regimenter.

Panzer-Ausstattung
ab 1944 ein Panzer-Bataillon.
Sollstärke (1944): 48 Panzerfahrzeuge

Besonderes
Aufgestellt aus gewöhnlichen, zivilen Polizisten und anfangs weder nominell noch ‘vom Geiste’ her ein Teil der SS.

weiter Mehr über SS-Polizei-Division hier.



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Anfang 1943 hatte die Panzerführung die Ansicht vertreten, dass der Krieg mit dem mittleren M4 Sherman-Panzer gewonnen oder verloren werden würde. Man hatte sich deshalb sehr bemüht, den Sherman sicherer, zuverlässiger und kampfkräftiger zu machen. Weiterhin wies die Panzerführung auf eine An­ordnung hin, durch die Größe und Gewicht von Fahrzeu­gen an die Leistungsfähigkeit der Pionierbrücken gebun­den wurden, und deren Grenzen würde ein schwerer Panzer überschreiten. Es wurde allerdings darauf hingewiesen, dass die deutsche Wehrmacht offensichtlich nicht an der­artige Einschränkungen gebunden war. Daher wurde die umgehende Produktion von 500 T25E1 und 500 schweren T26E1 zur Lieferung noch im Jahr 1944 gefordert, aber der Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte hielt die 90-mm-Kanone nicht für einen Kampfpanzer geeignet, da es die Panzerbesatzungen dazu ermutigen würde, auf feindliche Panzer aus Stellungen heraus zu lauern, anstatt anzugreifen. Nach der amerikanischen Panzer-Doktrin waren jedoch nur die schnellen und nur schwach gepanzerten Jagdpanzer M10 und M18 für die Panzerjäger-Rolle zuständig. Diese etwas weltfremde Anforderung war erst vom Tisch, als am 1. Juni 1944 eine Bewertung der US-Truppenführung aus Europa eintraf, welche keine Fahrzeuge mehr mit 75-mm- oder 76-mm-Kanonen ab 1945 erhalten wollte, sondern Panzer mit 90-mm-Kanonen und 105-mm-Haubitzen im Verhältnis von eins zu vier. Diese Anforderung wurde vom amerikanischen Heeres-Generalstab bestätigt und der T26 wurde Ende Juni 1944 als schwerer Panzer T26E1 bezeichnet und wurde zum Prototypen für den M26 Pershing. Es wurden umfassende Versuche mit dem T26E1 vorgenommen und zahlreiche Detailverbesserungen für die endgültigen Serienfahrzeuge vorgenommen. Dazu gehörten Verbesserungen bei der Kraftübertragung und der Motorkühlung, ein überarbeitetes elektrisches System, das Entfernen des Turmkäfigs um mehr Munition laden zu können, ein besserer Zugang zum Motor und ein größerer Luftreiniger. Im August 1944 empfahl dann das amerikanische Ausrüstungs- und Beschaffungsamt, den T26E1 als schweren Standard-Kampfpanzer in die Produktion zu nehmen. Der Widerstand war jedoch noch immer stark und die Heeres-Streitkräfte erklärten, dass das Fahrzeug nicht als Standard akzeptiert werden könnte, bis das Armored Force Board die Modifikationen für die Produktion ebenfalls getestet und genehmigt hat. Bereits im vorgehenden Juli hatte die Heeres-Streitkräfte schon versucht, den T26E1 mit der 76-mm-Kanone neu bewaffnen zu lassen, ein Vorschlag, welcher vom amerikanischen Ausrüstungs- und Beschaffungsamt einfach ignoriert wurde. Damit der Verteidigungsaus­schuß seine Zustimmung für den neuen schweren Panzer geben und die Kampftüchtig­keit des Fahrzeuges bestätigt wurde, sah sich der Kriegs­minister gezwungen, 20 der T26E3 (M26 Pershing) zur Erpro­bung auf den europäischen Kriegsschauplatz zu schicken. Die Produktion dieser 20 T26E3 hatte im November 1944 begonnen und diese sollten zur Kampferprobung Anfang Dezember nach Europa geschickt werden. Wieder stellten sich die Heeres-Streitkräfte dagegen und forderten eine einmonatige Testphase bei der Panzertruppe in Amerika. Doch gerade in dieser Zeit schlugen am 16. Dezember 1944 zwei deutsche Panzer-Armeen auf die 1. US-Armee in den Ardennen ein. Dabei wurde klar, dass der M4 Sherman mit seiner dünnen Panzerung und selbst mit der besseren 76-mm-Kanonen unzulänglich war. Dies führte dazu, dass am 22. Dezember der US-Generalstab in die Angelegenheit einschritt und die sofortige Verschiffung aller verfügbaren T26E3 ohne weitere Erprobungen nach Europa anordnete. 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    Stärke und Organisation der Regia Aeronautica und Regia Navale beim Kriegseintritt Italiens im Juni 1940. Italienische Luftwaffe und Marine Italienische Luftwaffe (Regia Aeronautica) Am 24. Januar 1923 wurde die königlich-italienische Luftwaffe Regia Aeronautica als eine unabhängige Waffengattung gegründet. Im Jahr 1925 wurde sie dann von den Luftverbänden des Heeres und der Marine getrennt und erhielt durch die Bildung eines Luftfahrt-Ministeriums eine stabile Grundlage. In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen wurde die italienische Luftwaffe auf höchstem Stand gehalten und ihre Flugzeuge waren technisch sehr fortschrittlich. Die Luftwaffen-Befehlshaber, zu denen auch der Luftfahrt-Theoretiker Giulio Douhet gehörte, waren die am fortschrittlichsten und einfallsreichsten in ganz Europa. Bis 1940 befand sich die Luftwaffe jedoch im Niedergang. Nach dem eine moderne Luftwaffe in den Zwanziger und Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts aufgebaut war, wurde diese nicht weiter entwickelt, sodass bei Ausbruch des Krieges die meisten der italienischen Frontflugzeuge veraltet waren. Im Kriegsverlauf wurden Versuche unternommen, die Fiat CR-32 und CR-42 Doppeldecker, das Rückgrat der Jagdfliegerverbände, zu ersetzen, aber der industrielle und technische Rückstand des Landes verhinderte, dass die italienische Luftwaffe ein Jagdflugzeug mit starker Bewaffnung und Motorleistung in ausreichenden Mengen erhalten konnte. Ein weiteres ernstes Problem, mit dem sich die italienische Luftwaffe auseinandersetzen musste, war die Verteidigung von Italiens Übersee-Kolonien und die Überanstrengung und Verzettlung durch Mussolinis grandiose Pläne. Nach der Kriegserklärung vom 10. Juni 1940 begann die italienische Luftwaffe sich mit ihren französischen und britischen Gegnern im ganzen Mittelmeer-Raum auseinanderzusetzen. Zuerst hielt sich die italienische Luftwaffe recht gut, aber mit dem Auftreten der Hawker Hurricane bei der RAF gegen Ende des Jahres 1940 kippte das Gleichgewicht zugunsten der Alliierten. Im Oktober 1940 schickte Mussolini eine Expeditionsstreitmacht nach Belgien, um sich an der Luftschlacht um England zu beteiligen. Aber erst einmal gegen das Jägerkommando der RAF über heimischen, englischem Boden angetreten, war die gemischte italienische Jäger- und Bomber-Streitmacht schnell zerrupft und konnte nur noch Verteidigungsaufgaben übernehmen. In Italienisch-Ostafrika unterstützte die Luftwaffe die Armee mit Aufklärungsflügen und durch Bodenangriffe. Beide Seiten waren ziemlich ebenbürtig, aber die italienische Luftwaffe wurde durch einen Zermürbungskrieg aufgerieben. Italienische Piloten kämpften dort tapfer bis zum bitteren Ende, als ihr letztes Flugzeug am 24. Oktober 1941 abgeschossen wurde. Im Jahr 1940 war die italienische Luftwaffe auf vier territoriale Luftzonen verteilt, welche das italienische Mutterland abdeckten, sowie auf fünf Übersee-Kommandos. Während die Regia Aeronautica eine unabhängige Waffengattung innerhalb der italienischen Streitkräfte war, gab es noch eine Armee-Luftwaffe aus 37 Staffeln, welche direkt den Bodenstreitkräften unterstanden, sowie eine Marine-Luftwaffe mit 20 Staffeln aus Wasserflugzeugen und Flugbooten plus 10 Staffeln von Transportflugzeugen. Es gab 12.000 Piloten und Flugzeugbesatzungen, 6.100 Offiziere für den Dienst am Boden und 185.000 andere Mannschaften in der Luftwaffe im Jahr 1940. Die grundlegende taktische Einheit war die Staffel (Squadriglia), welche eine Stärke von zumeist neun Flugzeugen mit drei weiteren in Reserve hatte, wobei Bomberverbände in der Regel allerdings nur sechs Frontflugzeuge besaßen. Zwei oder drei Staffeln bildeten eine Gruppe (Gruppo) und zwei oder mehr Gruppen ein Geschwader (Stormo), was die grundlegende taktische Formation innerhalb der italienischen Luftwaffe war. Zwei oder drei Geschwader bildeten gelegentlich eine Luftbrigade, was wiederum zusammen mit einer weiteren Luftbrigade eine Luft-Division ergab. Die größte Formation innerhalb der Luftwaffe war die Luftarmee (Luftflotte), welche aus zwei oder mehreren einheitlichen Jagd- oder Bomber-Divisionen bestand. Die Luftstreitkräfte im italienischen Mutterland waren 1940 wie folgt organisiert: Nördliche Zone: 7 Bomber-Geschwader (ca. 315 Flugzeuge) und 3 Jagdgeschwader plus eine Gruppe von Fiat CR42-Jagd-Doppeldecker (ca. 210 Flugzeuge). Mittlere Zone: 3 Bomber-Geschwader (ca. 135 Flugzeuge) und 2 Jagdgeschwader plus eine Gruppe von Jägern (ca. 150 Flugzeuge). Südliche Zone: 5 Bomber-Geschwader (ca. 225 Flugzeuge) und ein Jagdgeschwader, sowie eine unabhängige Jäger-Gruppe (ca. 90 Flugzeuge) und eine Gruppe von Sturzkampfbombern (ca. 25 Flugzeuge). Südöstliche Zone: Ein Geschwader von alten Nachtbombern (ca. 45 Flugzeuge) und Wasserflugzeugen und eine Gruppe veralteter Fiat CR32-Jagd-Doppeldecker (ca. 30 Flugzeuge). Das größte Übersee-Kommando war das in Libyen und bestand aus 4 Bomber-Geschwadern (ca. 180 Flugzeuge), einem Jagdgeschwader und 3 Jagd-Gruppen (ca. 150 Flugzeuge), sowie 2 Gruppen plus 2 Staffeln aus Kolonial-Aufklärungsbombern (ca. 60 Flugzeuge). Die italienische Luftwaffe begann den Krieg mit etwa 2.000 kampfbereiten Flugzeugen und hatte etwa noch die gleiche Anzahl in der Reserve. Italienische Marine (Regia Navale) Mussolini hatte gehofft, dass die Regia Navale eine wichtige Rolle in jedem Krieg im Mittelmeer spielen würde. Er sah die Kontrolle über das Meer (Mare Nostrum – unsere See, wie er das Mittelmeer bezeichnete) als eine wesentliche Voraussetzung zur Ausdehnung seines Reiches nach Nizza, Korsika, Tunesien und auf dem Balkan an. Das italienische Marinebauprogramm wurde während seiner Amtszeit beschleunigt, um im Juni 1940 bestand die italienische Marine aus: 4 Schlachtschiffen, 8 Schweren Kreuzern, 14 Leichten Kreuzern, 128 Zerstörern, 115 U-Booten, 62 Torpedobooten. Außerdem waren noch vier Schlachtschiffe in der Fertigstellung. Das Personal aus 4.180 Offizieren und 70.500 Mannschaften wurde durch die Mobilisation schnell vergrößert, bis im Durchschnitt 190.000 Mann in der Zeit zwischen 1940 und 1942 in der italienischen Marine Dienst taten. Die Demobilisierung der französischen Flotte nach dem Waffenstillstand vom Juni 1940 schien der Regia Navale gute Zukunftsaussichten zu bieten, da einer ihrer gefährlichsten Rivalen mit einem Schlag ausgefallen war. Doch obwohl die wichtigsten italienischen Kriegsschiffe modern, schnell, gut bewaffnet und trotz der schnittigen Linien eine zumeist gute Panzerung hatten, wurden sie durch die englischen Royal Navy eingeschüchtert. Erste Niederlagen bei Tarent und Matapan waren zwar im Einzelfall nicht gravierend, bestätigten aber die englische Überlegenheit. Das Fehlen von Radargeräten und einer eigenen Flotten-Luftwaffe waren erhebliche Nachteile und der Mangel an Brennstoff erwies sich als zunehmend lähmendere Einschränkung für die Operationen. Nur die kleinen Angriffsboote und Kleinst-U-Boote gaben durch viele tapfere und erfolgreiche Aktionen Hoffnung. Zwischen Juni 1940 und September 1943 verlor die italienische Marine insgesamt 24.660 Männer und 339 Schiffe aller Klassen, darunter ein Schlachtschiff und 13 Kreuzer. Der Oberste Befehlshaber der italienischen Streitkräfte und der Marineminister war Benito Mussolini persönlich, jedoch wurde die exekutive Kontrolle durch den Staatssekretär und Chef des Marinestabes (Supermarina), Admiral Domenico Cavagnari, ausgeführt. Der Befehlshaber der Flotte war Admiral Campioni. Abteilungen des Marine-Ministeriums und der Marinestab unterstanden der Verantwortung der Admiralität – mit der Ausnahme, mehr …

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