11. SS-Freiwilligen-Panzer-Grenadier-Division ‚Nordland‘

Aufstellung, Kommandeure und Einsätze der 11. SS-Freiwilligen-Panzer-Grenadier-Division ‚Nordland‘.

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11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division Nordland

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Die 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nordland“ war eine der auffälligeren Waffen-SS-Formationen des Zweiten Weltkriegs. Ursprünglich wollte man sie aus ausländischen Freiwilligen aus Westeuropa aufstellen.

Am Ende bestand die Division aber hauptsächlich aus Deutschen und Volksdeutschen aus Rumänien, obwohl sie eigentlich als skandinavische Freiwilligeneinheit gedacht war.

Die Einheit entstand im Februar 1943 und kämpfte bis zu ihrem Ende im Mai 1945 an mehreren Fronten.

In Kroatien griff die Division jugoslawische Partisanen an. Später kämpfte sie an der Ostfront, etwa bei der Schlacht um Narva und bei der Verteidigung der Tannenberg-Stellung.

Die Truppe bestand aus Männern verschiedener europäischer Herkunft. Das machte sie zu einem ziemlich ungewöhnlichen Beispiel für die internationalen Rekrutierungsversuche der Waffen-SS.

Im Jahr 1945, während der Schlacht um Berlin, zählten die letzten Überlebenden der Division zu den Verteidigern des Regierungsviertels.

Ihre Kommandeure, die Organisationsstruktur und die Einsätze zeigen, wie kompliziert und chaotisch die späte Kriegszeit wirklich war.

Aufstellung und Struktur

Die 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nordland“ entstand im Februar 1943 aus bestehenden skandinavischen Freiwilligenverbänden. Sie entwickelte sich rasch zu einer multinationalen Waffen-SS-Einheit mit ziemlich gemischter Rekrutierungsbasis.

Ursprünge und erste Organisation

Im Februar 1943 ordnete Hitler die Bildung einer neuen SS-Division an, die aus ausländischen Freiwilligen bestehen sollte. Das SS-Panzergrenadier-Regiment Nordland wurde im März 1943 aus der SS-Division Wiking herausgelöst.

Dieses skandinavische Freiwilligenregiment bildete das Fundament der neuen Division. Die Einheit wechselte anfangs mehrfach den Namen: Mal Kampfverband Waräger, mal Germanische-Freiwilligen-Division.

Den Namen „Waräger“ lehnte Hitler dann doch ab. Am Ende entschied er sich für den offiziellen Titel 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nordland“.

Regimentsaufbau und Ehrentitel

Die Division bestand aus zwei Hauptpanzergrenadierregimentern mit besonderen Ehrentiteln. Das SS-Panzergrenadier-Regiment 23 bekam den Namen „Norge“ – das sollte die norwegischen Freiwilligen ehren.

Das SS-Panzergrenadier-Regiment 24 hieß „Danmark“, um die dänischen Rekruten zu würdigen. Damit wollte man die Herkunft der Soldaten betonen.

Divisionsstruktur:

11. SS-Freiwilligen-Panzer-Grenadier-Division ‚Nordland‘
Divisionseinheiten
Stab/11.SS-Freiw. Pz.Gren.Div. Nordland
SS-Freiw.Pz.Gren.Rgt. 23 Norge
I.-III.-(Rgt.) IG-, Pio-, Pak, Flak-Kompanie; je Btl. 3 Schützen, 1 schwere Kompanie
SS-Freiw.Pz.Gren.Rgt. 24< Danmark/td>
I.-III. wie Rgt. 23 (I.Btl SPW; ab 1944: I./23. und I./24. (gp) SPW)
SS-Panzer-Abt. 11 ‚Hermann v. Salza‘
4 Pz.Kpn. (PzKpfw IV und V und verst. Pz.Werkst.Zug, Fla-Zug)
SS-Panzer-Aufkl.Abt. 11
2 PzSpäh-, 2 Aufkl.Kpn (SPW)
SS-Art.Rgt. (mot) 11 Nordland
III. (3 Batterien leFh 18)
SS-Pz.Nachr.Abt. 11
Fernspr.-/Funk-Kp., mot. Nachr.Kolonne
SS-Pz.Jäger/StuG-Abt. 11
3 StuG IV, 1 Pz.Jg.Kp (mot; Zugmaschinen)
SS-Pz.Pionier-Btl. (mot) 11
3 Pi.Kpn., mot. SPW-Züge (s.Wfr = Raketenwerfer)
SS-Flak-Abt. (mot.) 11
drei schwere 8,8-cm-Flak-Battr., 1 gemischte Flak-Batterie
Di.Na.Fü. Nordland Nr.11
Wirtsch./Inst./Ersatz-Btl. Nr.11/ 2 Sani-Kpn. 11/ Kdr.Div. Nachsch.Trpn. 11, Feld-Lazarett Nr.11

Stärke 1943: 11.400 Mann

Ausländische Freiwillige und Rekrutierung

Sturmbannführer Quist
Sturmbannführer Quist vom Norge Freiwilligen-Bataillon I/2 der 11.SS-Division Nordland

Der Name klang nordisch, aber die Division bestand keineswegs nur aus Freiwilligen oder Skandinaviern. Im Herbst 1943, als sie an die Ostfront kam, waren fast 80% der Männer Reichsdeutsche oder Volksdeutsche.

Man holte Männer aus ganz Europa, viele davon waren eingezogen und keine Freiwilligen. Immerhin gab es einen kleinen Kern Norweger im Regiment „Norge“ und einige Dänen im Regiment „Danmark“.

Auch deutsche und ethnisch deutsche Soldaten aus Rumänien dienten in der Division. Dazu kamen weitere Westeuropäer – die Mischung war schon ziemlich bunt.

1943 dienten in der Division 1.386 Dänen, 534 Norweger, sowie 50 Schweden und Finnen. Im Mai 1944 waren es 1.109 Dänen, 338 Norweger, sowue 35 Schweden und Finnen.

Etwa 20 Angehörige des ‚Britischen Freikorps‘ wurden im März 1945 der SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 11 zugeteilt.

Befehlsstruktur und Führung

Die Division unterstand dem III. (Germanischen) SS-Panzerkorps unter SS-Obergruppenführer Felix Steiner. Verschiedene Kommandeure führten die Einheit von 1943 bis 1945.

Divisionskommandeure:

  • SS-Brigadeführer Franz Augsberger (März 1943 – Mai 1943)
  • SS-Gruppenführer Fritz von Scholz (Mai 1943 – Juli 1944)
  • SS-Brigadeführer Joachim Ziegler (Juli 1944 – April 1945)
  • SS-Brigadeführer Gustav Krukenberg (April 1945 – Mai 1945)

Von Scholz fiel im Juli 1944 durch Artilleriebeschuss an der Front. Danach übernahm Ziegler bis kurz vor Kriegsende.

Wichtige Kommandeure und Führungspersönlichkeiten

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11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division Nordland

Vier Hauptkommandeure führten die 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division Nordland zwischen 1943 und 1945. Sie leiteten die Division in verschiedenen Kampfphasen an der Ostfront und in Kroatien.

Franz Augsberger

Franz Augsberger war der erste Kommandeur der neu aufgestellten Division Nordland. Er führte sie vom 22. März 1943 bis zum 1. Mai 1943.

Seine Zeit als Kommandeur war ziemlich kurz. Augsberger trug den Rang eines SS-Brigadeführers.

Während seiner Führung befand sich die Division noch im Aufbau. Die Einheit stellte ihre Regimenter auf und trainierte ihre Männer.

Augsberger kümmerte sich um die ersten Schritte bei der Formierung der Division. Er legte das Fundament für die spätere Einsatzbereitschaft.

Fritz von Scholz

 

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SS-Brigadeführer Fritz von Scholz

Fritz von Scholz übernahm am 1. Mai 1943 das Kommando und blieb bis zum 27. Juli 1944. Er war SS-Gruppenführer.

Von Scholz führte die Division in ihre ersten echten Gefechte. Unter ihm verlegte die Nordland nach Kroatien und kämpfte dort gegen Partisanen.

Er war auch für die Verlegung an die Ostfront verantwortlich. Die Nordland nahm unter ihm an der Schlacht von Narva teil.

Von Scholz führte die Division durch die härtesten Gefechte. Seine Amtszeit dauerte über ein Jahr – das machte ihn zum erfahrensten Kommandeur der Einheit.

Er fiel am 28. Juli 1944.

Joachim Ziegler

Joachim Ziegler übernahm am 27. Juli 1944 das Kommando und blieb bis zum 25. April 1945. Er war SS-Brigadeführer.

Ziegler führte die Division durch die schwierigste Kriegsphase. Unter ihm zog sich die Nordland von der Ostfront zurück.

Die Division kämpfte in den baltischen Staaten und später in Pommern. Ziegler musste mit immer weniger Ressourcen und ständigen Rückzügen auskommen.

Seine Zeit war geprägt von Defensivkämpfen und Rückzügen. Ziegler führte die Division fast bis zum Schluss. Er wurde wegen der Verweigerung eines sinnlosen Angriffbefehls abgelöst.

Gustav Krukenberg

Gustav Krukenberg war der letzte Kommandeur der Nordland. Er übernahm am 25. April 1945 und blieb bis zum 8. Mai 1945.

Krukenbergs Kommando fiel in die letzten Kriegstage. Unter ihm kämpften Teile der Division in der Schlacht um Berlin. Er brachte etwa 300 Franzosen der SS Charlemagne mit, die die Überreste der Division verstärkten.

Seine Amtszeit dauerte nur wenige Wochen. Krukenberg führte die Reste der Division bei den letzten Kämpfen.

Er war verantwortlich für die letzten Einsätze der Nordland im Berliner Stadtkampf.

Kampfoperationen an der Ostfront

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11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division Nordland

Nach ihrer Aufstellung verlegte die Division zuerst nach Kroatien, wo sie gegen jugoslawische Partisanen kämpfte. Später kam sie an die Ostfront, führte schwere Gefechte bei Leningrad und zog sich dann über Narva und Estland zurück.

Verlegung nach Kroatien und Anti-Partisanen-Aktionen

Nach ihrer Aufstellung unterstellte man die Division dem III. (Germanischen) SS-Panzerkorps unter SS-Obergruppenführer Felix Steiner.

Im September 1943 griff sie erstmals jugoslawische Partisanen im Unabhängigen Staat Kroatien an.

Die Division führte brutale Anti-Partisanen-Operationen durch.

Mitte Oktober 1943 brannte und plünderte sie mehrere serbische Dörfer in der Banija-Region.

In dieser Zeit half die Nordland, eine lokale kollaborationistische Tschetnik-Miliz aufzustellen.

Für viele ausländische Freiwillige war das die erste Kampferfahrung.

Die Operationen in Kroatien dauerten nur wenige Monate.

Leningrad und Oranienbaum-Gefechte

Ende 1943 verlegte die Division zusammen mit dem III. SS-Panzerkorps an die Front bei Leningrad.

Sie wurde der Heeresgruppe Nord zugeteilt und sollte sowjetische Angriffe abwehren, die die deutsche Einkreisung sprengen wollten.

Die Rote Armee zwang Nordland zum Rückzug nach Oranienbaum.

Am 14. Januar 1944 gelang der sowjetischen Krasnoye Selo-Ropsha-Offensive der Durchbruch durch die deutsche Front.

Wichtige Gefechte:

Die Kingisepp-Gdov-Offensive der Roten Armee drängte die Deutschen weiter zurück.

Die Division zog sich nach Narva im nordöstlichen Estland zurück und baute dort eine neue Verteidigungslinie auf.

Rückzug durch Narva und Estland

Ab dem 27. Juli 1944 kämpfte Nordland an der Tannenberg-Linie.

Sie stand neben der 20. Waffen-Grenadier-Division der SS (1. estnische) und Teilen der Division Grossdeutschland.

In diesen Kämpfen starben die Kommandeure zweier Regimenter.

SS-Gruppenführer Fritz von Scholz, der Divisionskommandeur, erlitt bei einem Frontbesuch eine Kopfwunde durch Artilleriebeschuss.

Von Scholz starb am 28. Juli 1944.

Danach übernahm SS-Brigadeführer Joachim Ziegler das Kommando.

Nach dem Fall von Riga zog sich die Division in den sogenannten Kurland-Kessel zurück.

Von Ende Oktober bis Dezember 1944 blieb Nordland dort eingeschlossen.

Bis Anfang Dezember schrumpfte die Divisionsstärke auf 9.000 Mann.

Im Januar 1945 beorderte man die Division zum Ostseehafen Libau, wo sie per Schiff evakuiert wurde.

Wichtige Schlachten und Feldzüge

Die Division Nordland kämpfte an der Ostfront in mehreren entscheidenden Schlachten.

Ihre wichtigsten Einsätze erlebte sie bei Narva, an der Tannenberg-Linie und im Kurland-Kessel.

Schlacht an der Narwa

Im Januar 1944 zwang die Rote Armee die Division Nordland zum Rückzug nach Oranienbaum.

Am 14. Januar 1944 brach die sowjetische Krasnoye Selo-Ropsha-Offensive die deutsche Front auf.

Die Kingisepp-Gdov-Offensive drängte die deutschen Truppen zur Stadt Narva in Nordestland zurück.

Dort bauten sie eine neue Verteidigungslinie auf.

Nordland musste sich gemeinsam mit dem III. (Germanischen) SS-Panzerkorps gegen massive sowjetische Angriffe behaupten.

Diese Kämpfe läuteten eine Reihe schwerer Defensivschlachten in den baltischen Staaten ein.

Schlacht um die Tannenberg-Linie

Ab dem 27. Juli 1944 kämpfte Nordland an der Tannenberg-Linie in Estland.

Sie stand dort neben der 20. Waffen-Grenadier-Division der SS (1. Estnische) und Teilen der Grossdeutschland-Division.

Während der Gefechte starben die Kommandeure zweier Regimenter.

SS-Gruppenführer Fritz von Scholz, der Divisionschef, wurde bei einem Frontbesuch durch Artilleriebeschuss am Kopf verletzt.

Von Scholz starb am 28. Juli 1944.

SS-Brigadeführer Joachim Ziegler übernahm danach das Kommando.

Die Tannenberg-Kämpfe kosteten die Division viele Männer und schwächten sie stark.

 

Kurland-Kessel und Libau-Evakuierung

Nach dem Fall von Riga zog sich die Division in den Kurland-Kessel zurück.

Von Ende Oktober bis Dezember 1944 blieb Nordland dort eingeschlossen.

Bis Anfang Dezember zählte die Division nur noch 9.000 Mann.

Ständige sowjetische Angriffe zermürbten die Verteidiger.

Im Januar 1945 zog die Division zum Ostseehafen Libau.

Dort evakuierte man die Reste per Schiff.

Schlacht um Berlin und letzte Kampfhandlungen

Die Division Nordland kämpfte ab April 1945 in Berlin.

In den letzten Kriegswochen verteidigte sie verschiedene Sektoren der Hauptstadt.

Trotz schwerer Verluste hielten die verbliebenen Einheiten erbittert gegen die angreifende 5. Stoßarmee.

Defensive Stellungen innerhalb Berlins

Am 16. April 1945 erhielt Nordland den Befehl, östlich von Berlin Verteidigungsstellungen zu beziehen.

Die Division war stark unterbesetzt und hatte nur noch Brigadestärke.

Das 23. SS-Panzergrenadier-Regiment „Norge“ hatte 600 Mann.

Das 24. SS-Panzergrenadier-Regiment „Danmark“ zählte 700 Mann.

Der Divisionsstab richtete sich in Hasenheide ein.

Nordland unterstand dem LVI. Panzerkorps unter General Helmuth Weidling.

Weidling kommandierte den Sektor Zitadelle im Verteidigungsbereich Berlin.

Vor dem Einsatz bekam die Division noch Fahrzeuge und Personal von Luftwaffe und Kriegsmarine.

SS-Brigadeführer Joachim Ziegler meldete Weidling Verzögerungen beim Auftanken der Division.

Dadurch scheiterte ein geplanter Gegenangriff des LVI. Panzerkorps gegen sowjetische Panzer.

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Soldaten der 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division Nordland vor einem zerstörten schweren JS-Panzer.

Wichtige Gefechte und Standorte

Die Division kämpfte in mehreren kritischen Bereichen der Berliner Innenstadt.

Einheiten waren in Neukölln, am Hermannplatz und im Tiergarten im Einsatz.

Die Verteidiger setzten Panzerfäuste als Hauptwaffe gegen sowjetische Panzer ein.

Am Weidendammer Brücke und der Halensee Brücke tobten heftige Straßenkämpfe.

Die SS-Panzer-Abteilung 11 brachte ihre letzten Tiger-Panzer in die Kämpfe ein.

Hitlerjugend-Einheiten kämpften an der Seite der SS-Soldaten.

Die 5. Stoßarmee der Roten Armee führte den Hauptangriff gegen die deutschen Stellungen.

Sowjetische Truppen drangen durch den Treptow Park Richtung Stadtmitte vor.

Die SS-Sturmgeschütz-Abteilung 11 verteidigte wichtige Straßenkreuzungen und U-Bahn-Stationen wie Stadtmitte.

Das SS-Artillerie-Regiment 11 und die SS-Flak-Abteilung 11 unterstützten die Infanterie aus befestigten Stellungen.

Die Kämpfe erreichten das Regierungsviertel nahe der Reichskanzlei und dem Führerbunker.

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Zerstörter Schützenpanzer der 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division Nordland in Berlin.

Kapitulation und Folgen

Wilhelm Mohnke übernahm in den letzten Kriegstagen das Kommando der Berliner Verteidigung. Die Nordland-Division kämpfte bis zur deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945 weiter.

Viele Soldaten versuchten, sich zu den westlichen Alliierten durchzuschlagen. Das SS-Pionier-Bataillon 11 und die SS-Nachrichten-Abteilung 11 unterstützten die letzten Verteidigungsversuche.

Die SS-Sanitäts-Abteilung 11 versorgte Verwundete unter extrem schwierigen Bedingungen in provisorischen Lazaretten. Die meisten überlebenden Divisionsangehörigen gerieten dann in sowjetische Kriegsgefangenschaft.

Ausländische Freiwillige aus Skandinavien und Westeuropa wurden nach dem Krieg repatriiert. Das SS-Feldersatz-Bataillon 11 löste sich im Chaos der Kapitulation auf.

Viele Offiziere und Mannschaften der Division starben in den Straßenkämpfen oder später in sowjetischer Gefangenschaft.

Divisionsorganisation und Bewaffnung

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11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division Nordland

Die 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nordland“ folgte im Großen und Ganzen der Standardstruktur einer Panzergrenadier-Division. Ihre Einheiten bestanden aus verschiedenen europäischen Freiwilligen.

Die Division umfasste zwei Hauptregimenter, unterstützende Panzereinheiten und zahlreiche Stabs- und Versorgungskomponenten. Der Divisionsstab koordinierte die Operationen, meist unter Führung verschiedener SS-Brigadeführer.

Die wichtigsten Unterstützungseinheiten bildeten das Rückgrat der Division. Das 11. SS-Panzer-Aufklärungs-Bataillon führte Aufklärungs- und Spähmissionen durch und operierte oft vor den Hauptkräften.

Das 11. SS-Panzer-Artillerie-Regiment stellte die schwere Feuerunterstützung bereit. Es koordinierte Artillerieschläge für Infanterie- und Panzeroperationen.

Spezialisierte Unterstützung umfasste:

Die Versorgungs- und Verwaltungseinheiten kümmerten sich um Nachschub und medizinische Versorgung. Der SS-Kraftfahrpark verwaltete den Fahrzeugbestand der Division.

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Soldat der 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division Nordland mit Signalpistol.

Panzer- und Infanterieregimenter

Das SS-Panzergrenadier-Regiment 23 „Norge“ bestand überwiegend aus norwegischen Freiwilligen. Diese Einheit bildete eine der beiden Hauptkampfformationen der Division.

Das SS-Panzergrenadier-Regiment 24 „Danmark“ rekrutierte sich aus dänischen Soldaten. Beide Regimenter kämpften als mechanisierte Infanterieeinheiten mit gepanzerten Fahrzeugen.

Die 11. „Hermann von Salza“ SS-Panzer-Bataillon stellte die Hauptpanzerkraft bereit. Sie unterstützte die Panzergrenadier-Regimenter bei Angriffen.

Weitere Panzereinheiten:

  • 11. SS-Panzerjäger-Bataillon
    1. SS-Sturmgeschütz-Bataillon

Diese Panzereinheiten arbeiteten eng mit den norwegischen und dänischen Regimentern zusammen. Die Mischung aus Panzern und mechanisierter Infanterie machte flexible Kampfoperationen möglich.

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11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division Nordland

Typische Ausrüstung und Bewaffnung

Die Panzergrenadier-Division Nordland nutzte deutsche Standardwaffen und Fahrzeuge. Die Soldaten trugen die übliche Waffen-SS Feldausrüstung und Uniformen.

Hauptbewaffnung umfasste:

Die Panzerkräfte setzten Panzer IV und Panzer V Panther ein. Dazu kamen Sturmgeschütze III und Panzerjäger.

Halbkettenfahrzeuge transportierten die Panzergrenadiere. Diese Fahrzeuge boten Schnelligkeit und Schutz im Gefecht.

Die Artillerie verwendete 10,5 cm und 15 cm Haubitzen. Flakgeschütze schützten vor Luftangriffen an der Ostfront.

Vermächtnis und historische Bewertung

Die 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nordland“ steht als Beispiel für ausländische Freiwilligenverbände in der Waffen-SS. Ihre multinationale Struktur war im Zweiten Weltkrieg durchaus bemerkenswert.

Rolle innerhalb der Waffen-SS

Die Division Nordland gehörte zu den wichtigsten Freiwilligenverbänden der Waffen-SS. Sie kämpfte zuerst an der Ostfront und später bei der Verteidigung Berlins.

Das III. (Germanische) SS-Panzerkorps führte die Division. Dieses Korps vereinte mehrere ausländische Freiwilligeneinheiten.

Nordland verkörperte das Konzept der „germanischen“ Einheiten mit Freiwilligen aus Nordeuropa. Die Division kämpfte in Schlachten wie Narva 1944 und später bei den letzten Kämpfen um Berlin.

Nationalitäten und ausländischer Beitrag

Die Division bestand aus Freiwilligen verschiedener Nationalitäten, wobei Deutsche und Volksdeutsche die Mehrheit stellten.

Hauptnationalitäten:

  • Deutsche und Volksdeutsche aus Rumänien
  • Norweger (Regiment 23 „Norge“)
  • Dänen (Regiment 24 „Danmark“)
  • Weitere westeuropäische Freiwillige

Eigentlich wollte man eine rein skandinavische Einheit aufstellen. Wegen Rekrutierungsproblemen kamen dann aber auch andere Nationalitäten hinzu.

Viele Soldaten waren entgegen der Bezeichnung „Freiwilligen“ tatsächlich eingezogen, besonders in den letzten Kriegsjahren.

Dienstgrade und Abzeichen

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Abzeichen und Manschettenbänder der Nordland-Division.

Die Division benutzte die üblichen Waffen-SS-Dienstgrade und Insignien. Diese unterschieden sich von den Rangabzeichen der Wehrmacht.

Offiziere trugen SS-Rangabzeichen wie SS-Untersturmführer und SS-Sturmführer. Die Mannschaftsdienstgrade folgten dem SS-System.

Besondere Ärmelabzeichen kennzeichneten die nationalen Regimenter. „Norge“ und „Danmark“ hatten eigene Erkennungszeichen.

Die Kragenspiegel zeigten die Divisionsnummer „11“. Ausländische Freiwillige trugen manchmal nationale Symbole zusätzlich zu den SS-Insignien.

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Häufig gestellte Fragen

Nordland Daenen
Dänische Freiwillige von Nordland tragen das Dannebrog-Kragenaufnäher. Nur von Angehörigen der Ersatzkompanie einige Zeit getragen.

Die 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nordland“ war eine Waffen-SS-Division, die aus deutschen, volksdeutschen und westeuropäischen Freiwilligen bestand. Sie kämpfte von 1943 bis 1945 an der Ostfront.

Was war die primäre Rolle und Zusammensetzung der 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division während des Zweiten Weltkriegs?

Die Division diente als Panzergrenadier-Einheit der Waffen-SS an der Ostfront. Sie kämpfte hauptsächlich gegen sowjetische Truppen im Rahmen der Heeresgruppe Nord.

Etwa 80% der Soldaten waren deutsche Reichsdeutsche und Volksdeutsche. Die restlichen 20% kamen aus Westeuropa, vor allem Skandinavien.

Die Division bestand aus zwei Panzergrenadier-Regimentern. Das SS-Panzergrenadier-Regiment 23 Norge und das SS-Panzergrenadier-Regiment 24 Danmark spiegelten ihre skandinavischen Ursprünge schon im Namen wider.

Wie wurde die 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division gebildet und wer waren ihre Hauptbestandteile?

Im Februar 1943 befahl Hitler die Aufstellung einer SS-Division mit ausländischen Offizieren. Im März 1943 löste man das SS-Panzergrenadier-Regiment Nordland aus der SS-Division Wiking heraus.

Das Regiment Nordland bildete das Fundament für die neue Division. Eigentlich sollte sie „Waräger“ heißen, aber Hitler lehnte diesen Namen ab.

Die Hauptbestandteile waren deutsche Soldaten aus dem Reich und Volksdeutsche aus Rumänien. Zusätzlich dienten westeuropäische Freiwillige, besonders aus Norwegen und Dänemark.

Was waren die wichtigsten Schlachten und militärischen Einsätze der 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division?

Die Division startete ihre Kampfeinsätze im September 1943 gegen jugoslawische Partisanen in Kroatien. Dabei brannten und plünderten ihre Soldaten mehrere serbische Dörfer in der Banija-Region.

Später kämpfte sie an der Ostfront in der Schlacht um Narva. Auch an der Tannenberg-Linie war sie im Einsatz.

Am 28. Juli 1944 fiel Divisionskommandeur Fritz von Scholz bei diesen Kämpfen. Danach verteidigte die Division Leningrad gegen sowjetische Angriffe.

Sie zog sich dann in den Kurland-Kessel zurück. Schließlich verlegte man die Einheit nach Berlin.

Im April 1945 folgte der letzte große Einsatz: die Verteidigung Berlins. Die Division kämpfte in den Straßen der Hauptstadt bis zur Kapitulation.

Wie wirkten sich die Operationen der 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division auf das Ergebnis des Zweiten Weltkriegs aus?

Die Division konnte den Kriegsverlauf nicht wesentlich beeinflussen. Sie führte vor allem Verteidigungsoperationen gegen die sowjetischen Offensiven durch.

In den baltischen Staaten verzögerte sie den sowjetischen Vormarsch nur geringfügig. Den deutschen Rückzug hielt sie aber nicht auf.

In Berlin zerstörten Soldaten der Division 108 sowjetische Panzer im Regierungsviertel. Französische Einheiten unter Krukenberg schossen etwa die Hälfte davon ab.

Was war das Schicksal der 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division am Kriegsende?

Während der Schlacht um Berlin ging die Division praktisch unter. Am 1. Mai 1945 versuchten Überlebende einen Ausbruch aus dem Regierungsviertel.

Die meisten scheiterten an sowjetischer Artillerie und Panzerabwehr. Der letzte Tiger-Panzer der Division wurde an der Weidendammer Brücke zerstört.

Divisionskommandeur Joachim Ziegler starb am 2. Mai nach schweren Verwundungen. Gustav Krukenberg versteckte sich noch eine Woche in Dahlem und ergab sich dann.

Einige kleine Gruppen erreichten die amerikanischen Linien an der Elbe. Die meisten Soldaten kamen ums Leben oder gerieten in sowjetische Gefangenschaft.

Wie wird die 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division im historischen Kontext betrachtet, unter Berücksichtigung ihres Freiwilligencharakters und ihrer Kriegshandlungen?

Man sieht die Division als Teil der Waffen-SS, die Kriegsverbrechen beging.
Ihre Aktionen in Kroatien richteten sich oft gegen Zivilisten und gelten klar als Kriegsverbrechen.

Der Freiwilligencharakter macht sie zu einem Beispiel für ausländische Kollaboration mit Deutschland.
Viele Skandinavier betrachteten den Krieg damals als Kampf gegen den Bolschewismus.

Historiker schätzen ihre militärische Leistung eher als durchschnittlich ein.
Die Division hatte ständig mit fehlender Ausrüstung und hohen Verlusten zu kämpfen.


Quellenangaben und Literatur

The Waffen-SS (Martin Windrow)
Die gepanzerten und motorisierten deutschen Grossverbände 1935-1945 (Rolf Stoves)
Waffen-SS Encyclopedia (Marc J. Rikmenspoel)
Hitler’s Elite – The SS 1939-45 (Chris McNab)
Waffen SS in Action (Norman Harms)
Into the Abyss – The last years of the Waffen-SS (Ian Baxter)
Waffen SS in Russia (Bruce Quarrie)
Waffen-SS (2) From Glory to Defeat 1943-1945 (Robert Michulec, Ronald Volstad)
The Waffen-SS (3): 11. to 23. Divisions (Gordon Williamson)

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