Französische Aufklärungsflugzeuge im Ersten Weltkrieg.

Farman Longhorn MF11

Die Farman MF.11, auch bekannt als Farman Longhorn, war ein französisches Aufklärungs- und Leichtbomberflugzeug, das in den Anfangsjahren der Luftfahrt und im Ersten Weltkrieg eingesetzt wurde. Es wurde von der Farman Aviation Works entworfen und gebaut, die von den Pionieren Henri, Maurice und Richard Farman gegründet wurde.
Überblick
– Bezeichnung: Farman MF.11 „Longhorn”
– Typ: Aufklärungs-/Leichtbomber-Doppeldecker
– Herkunftsland: Frankreich
– Konstrukteur: Maurice Farman
Erstflug: 1913
Eingesetzt von: Frankreich, Großbritannien, Italien, Russland und anderen Ländern
Konstruktion und Merkmale
Die MF.11 erhielt ihren Spitznamen „Longhorn” aufgrund ihres charakteristischen vorne montierten Höhenruders und ihrer Doppelrumpfkonstruktion, die einem Paar Hörner ähnelte, die sich vor dem Flugzeug erstreckten.
– Konfiguration: Doppeldecker mit Heckmotor (Motor und Propeller hinter der Besatzung montiert)
– Besatzung: 2 (Pilot und Beobachter)
– Konstruktion: Holzrahmen mit Stoffbespannung
– Motor: In der Regel ein Renault- oder Canton-Unné-Motor (ca. 80–130 PS)
– Bewaffnung: Leichte Bomben und ein flexibel montiertes Maschinengewehr für den Beobachter
Leistung (typische Spezifikationen)
– Höchstgeschwindigkeit: ~105 km/h
– Reichweite: ~200 km
– Dienstgipfelhöhe: ~3.000 m
Einsatzgeschichte
Die MF.11 war eines der wichtigsten Aufklärungsflugzeuge, die bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Einsatz waren. Sie wurde verwendet für:
– Luftaufklärung und Luftbildaufnahmen
– Artilleriebeobachtung
– Leichte Bombenangriffe
Das Flugzeug wurde von der Aéronautique Militaire (Frankreich), dem Royal Naval Air Service (Großbritannien) und mehreren anderen Luftstreitkräften der Alliierten eingesetzt. Mit dem raschen Fortschritt der Luftfahrttechnik wurde es auch für Ausbildungs- und Versuchszwecke genutzt.
Bis 1916 wurde die MF.11 weitgehend durch modernere Flugzeuge ersetzt, blieb jedoch ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Militärluftfahrt.
Geschichte: Truppenlieferung seit Juli 1913 und als Trainer im Einsatz bis 1918. Ebenfalls gebaut in England, Italien und Russland. Zumindest bis Mitte 1915 das Hauptkampflugzeug der Alliierten. Der Typ war zuverlässig, träge und unstabil und wurde deshalb vorwiegend als Trainer verwendet.
Deperdussin

Geschichte: Deperdussin entwickelte drei Modelle von Aufklärern seit 1910 (Ein- und Zweisitzern). Die Firma ging durch eine Verhaftung von M.Deperdussin in Staatsbesitz über und wurde später berühmt als S.P.A.D (SPAD-Jäger).
Bleriot XI

Geschichte: Bleriot konstruierte Flugzeuge seit 1906 und am 9.7.1909 gelang ihm zuerst der Flug über den Ärmelkanal. Zu Beginn des Krieges erledigte der Typ erfolgreich Aufklärungsaufgaben und war aufgrund seiner guten Sichtverhältnisse bei den Piloten sehr beliebt. Später waren seine Modelle zu langsam und unbeweglich und Bleriot produzierte Modelle anderer Hersteller für die französische Regierung.
Voisin III

Geschichte: Von allen Modellen (I-X) wurden von 1914 bis Kriegsende etwa 3500 Stück gebaut. Der Typ war robust und kampfkräftig, da der Aufbau zur Hauptsache aus Stahl bestand. Spätere Modelle hatten sogar 47- (Bild) oder 37-mm-Kanonen im vordern Cockpit und konnten bis zu 300 kg Bomben tragen. Sie wurden nicht nur in Frankreich, sondern auch in England und Italien gebaut sowie auch von Belgien und Russland eingesetzt.
Breguet XIV

Geschichte: Seit 1917 wurden etwa 5500 bis Kriegsende und bis 1926 insg. 8370 gebaut. Die Maschine bestand weitgehend aus Leichtmetall, hatte einen starken und wirtschaftlichen Motor, automatische Landeklappen an den Unterflügeln und war der leistungsfähige französische Bomber und wurde in nur knapp 6 Monaten entwickelt. Zudem wurde der Typ auch von Belgien und USA eingesetzt.






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