Fallschirmjägergewehr 42


Fallschirmjägergewehr 42

Fallschirmjägergewehr 42

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Im Blickpunkt:
  • StuG vor Akropolis

    Deutsche Sturmgeschütze 40 Ausf.F, Ausf.F/8, Ausf.G (Sdkfz 142/1), StuH 42 (SdKfz 142/2) und Flamm aus dem Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Die Sturmgeschütze mit der langen 7,5-cm-Kanone (F bis G), mit der 10,5-cm-Sturmhaubitze (StuH 42) und als Flammenwerfer-Panzer (Fl) bildeten von 1942 bis 1945 die Masse der hergestellten Panzerfahrzeuge in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges. Sturmgeschütze Hier zu den ersten Sturmgeschützen: StuG III Ausf. A-E Sturmgeschütz 40 Ausf. F (SdKfz 142/1) Geschichte: Am 28. September 1941 heißt es in einem Schreiben des OKW (Oberkommando der Wehrmacht) an das OKH (Oberkommando des Heeres), dass Adolf Hitler die Erhöhung der Panzerung des bisherigen Modells StuG III Ausf. E und den Einbau der längeren 7,5-cm-Kanone forderte. Diese Verbesserungen sollten so schnell wie möglich durchgeführt werden, um die Überlegenheit gegenüber den neuen Typen der feindlichen Panzer (insbesondere KW-Panzer und T-34 Panzer) zu erlangen. Diese Forderung führte dazu, dass die Ausf. F mit der langen StuK40-L/43-Kanone von März bis Juli 1942 die 6. Serie und von Juli bis September 1942 die 7. Serie wurde. Die Zusatzpanzerung wurde im Juni 1942 eingebaut und wurde für den Rest der Ausf.F-Produktion beibehalten, sodass 182 Fahrzeuge die Zusatzpanzerung erhielten. Einunddreißig der letzten Fahrzeuge der Ausf. F wurden mit der etwas längeren L/48-Kanone bewaffnet. Besonderes: Die Ausf. F hatte die gleiche Wanne und den gleichen Aufbau wie die vorausgegangene Ausf. E, mit Ausnahme einer neuen Modifikation der Aufbauabdeckung durch den Einbau eines Abluftventilators zur Beseitigung von Geschützdämpfen. Schon früh während der Produktionsserie wurde die obere Front des Aufbaus modifiziert, um den Schutz zu verbessern. Die 7,5-cm-StuK40 wurde an der gleichen Stelle wie die kurze StuK37 montiert, aber der Geschützmantel wurde neu gestaltet, um den größeren Rückstoßmechanismus des längeren Geschützes aufzunehmen. Einsatz: Die Ausf. F wurden hauptsächlich an Sturmgeschütz-Abteilungen als Ersatz ausgeliefert, welche sich bereits an der Front befanden. Mit ihrem Erscheinen erhielten die Truppen an der Front eine wirksame Panzerabwehrwaffe, welche die russischen KW-1 und T -34 leicht ausschalten konnte. Die Ausf. F wurden auch an die neu gebildeten FSkl-Kompanien 312, 313 und 314 für ihre ferngesteuerten Ladungsträger Goliath und an die Sturmgeschütz-Abteilungen der Division Hermann Göring ausgegeben. Animation 3d-Modell StuG 40 Ausf. F Sturmgeschütz 40 Ausf. F/8 (SdKfz 142/1) Geschichte: Die Ausf. F/8 war die achte Serie der StuG-Produktion. Die grundlegende Konstruktionsänderung war die Verbesserung der Wanne. Vier Ausf. F/8 wurden zur StuH 42 umgebaut und zwölf Fahrgestelle wurden für das StuIG 33B verwendet. Besonderes: Von der Ausf. A bis F des Sturmgeschützes war die gleiche Wannenbauweise beibehalten worden. Dies wurde bei der Ausf. F/8 durch die Einführung einer verbesserten Wannenbauweise geändert, ähnlich wie bei den PzKpfw III Ausf. J und L. Die Seitenplatten wurden über die Frontplatte hinaus verlängert und mit Löchern versehen, um Schlepphalterungen für Seitenschürzen einzubauen. Das hintere Deck wurde weiter nach hinten verlängert, und die Konstruktion der Luftschlitze wurde geändert, um die Belüftung zu verbessern. Die Panzerstärke der hinteren Wanne wurde von 30 mm auf 50 mm erhöht und alle Ausf. F/8 hatten die zusätzliche 30-mm-Panzerung an der Vorderseite der Wanne und des Aufbaus aufgeschraubt. Im Laufe des Jahres 1942, als die Nachfrage nach dem StuG gegenüber dem PzKpfw III stieg, stellte die Firma Alkett die Produktion des letzteren ein und konzentrierte sich auf das StuG. Infolgedessen wurde ein Teil der Ausf. F/8 auf Wannen des Typs PzKpfw III gebaut, die an der einteiligen, nach vorn öffnenden Luke über dem Achsenendantrieb zu erkennen sind. Einsatz: Ein gewisser Aufbau von neuen Sturmgeschütz-Abteilungen setzte sich im Herbst und Winter 1942 fort. Aber wiederrum wurden die meisten StuG der Ausf. F/8 verwendet, um Verluste in bestehenden Fronteinheiten zu ersetzen. Zusätzlich zu den selbständigen Einheiten unter Heeresführung erhielten die Divisionen Leibstandarte Adolf Hitler, Das Reich, SS-Panzergrenadier-Division Totenkopf und Panzergrenadier-Division Grossdeutschland jeweils eine Sturmgeschütz-Abteilung oder es wurde ihre bereits vorhandene Sturmgeschütz-Kompanie auf Abteilungsstärke erweitert und im Jahr 1942 mit Modellen der Ausf. F und Ausf F/8 ausgerüstet. Sturmgeschütz 40 Ausf. G (SdKfz 142/1) Geschichte: Das StuG 40 Ausf. G war die letzte Produktionsserie des Sturmgeschütz III. Die Ausf. G rollte von den Montagebändern seit Dezember 1942 und wurde ohne größere Veränderungen bis zum Kriegsende durchgehend weitergebaut. 1942 wurde die Entscheidung getroffen, die Fahrgestelle des PzKpfw III für die Sturmgeschütz-Produktion zu verwenden, da dieser Kampfpanzer aus der Produktion genommen werden sollte, um durch den PzKpfw V Panther ersetzt zu werden. Als Folge dieser Programmänderung wurden zwischen Februar und November 1943 die Fahrgestelle von 165 PzKpfw III Ausf. M für den Bau von StuG 40 Ausf. G verwendet. Weitere 173 PzKpfw III, welche im Jahr 1944 zur Überholung von der Front zurückgeschickt wurden, wurden ebenfalls zu StuG 40 Ausf. G umgebaut. Besonderes: Die Wanne der Ausf. G wurde unverändert vom Entwurf des StuG III Ausf. F/8 übernommen. Die wichtigsten Änderungen sind am Aufbau zu finden. Das Dach wurde verändert und eine Kuppel mit Periskop für den Kommandanten hinzugefügt und ein Schutzschild für das Maschinengewehr wurde vor der Luke des Ladeschützen installiert. Die Seiten des Aufbaus waren nun abgeschrägt und schräge Panzerplatten wurden hinzugefügt, um die beiden Vorderseiten zu schützen. Verschiedene Verbesserungen wurden während der Serienproduktion durchgeführt, einschließlich einer Saugkopf-Blende für die Kanone Ende 1943, ein koaxiales MG34 Anfang 1944 und die ‘Nahverteidigungswaffe’, ein ferngesteuertes Maschinengewehr auf dem Dach des Aufbaus im Frühjahr 1944. Fahrzeuge der Funklenk-Kompanien (für ferngesteuerte Ladungsträger Goliath u.a.) wurden mit einer zusätzlichen Funkantenne auf der linken Seite vom Dach des Kampfraums ausgestattet.   Einsatz: Zur Zeit der Sommeroffensive bei Kursk 1943 befanden sich 28 unabhängige Sturmgeschütz-Abteilungen, 2 Funklenk-Kompanien und 12 Sturmgeschütz-Züge (mit den Luftwaffen-Feld-Divisionen) an der Ostfront. Seit Beginn des Krieges wurde das Sturmgeschütz immer verbreiteter eingesetzt und befand sich nicht mehr nur in Artillerie-Abteilungen, sondern zunehmend auch bei anderen Typen von Verbänden, einschließlich Panzer-Abteilungen, Panzerjäger-Abteilungen und Funklenk-Kompanien. Animation 3d-Modell StuG 40 Ausf. G Benutzer (Ausf. F bis G): Deutschland, Finnland. Sturmhaubitze 42 (SdKfz 142/2) Geschichte: Aus der bisherigen Kampferfahrung erkannten die Männer der Sturmgeschütz-Einheiten, dass sie eine schwerere Waffe zur Ergänzung der 7,5-cm-StuK von ihren Sturmgeschützen benötigten. Dies führte 1941 zu dem Auftrag, die LeFH18 in einer Versuchsserie von zwölf StuG zu mehr …

  • späte Unternerhmung der deutschen Hochseeflotte

    Kriegsschiffe im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918. Es kann ohne Zweifel behauptet werden, dass nur die Armeen im Felde den Ersten Weltkrieg entscheiden konnten – aber zugleich steht es außer Frage, dass die Seestreitkräfte den Krieg durchaus verlieren konnten. Um einen Krieg in diesem Umfang durchzuführen, bedeutete es insbesondere für Großbritannien, die Schifffahrtsrouten offen halten zu müssen, um Männer und Material auf die Kriegsschauplätze transportieren zu können und gleichzeitig die Heimat mit Lebensmitteln und Rohstoffen zu versorgen. Dazu war die Beherrschung der See unausweichlich. Hungerblockaden und Rohstoffmangel durch die Beherrschung der See durch den Gegner führten unweigerlich zur Zersetzung der Moral in der Heimat. Einhundert Jahre lagen zwischen der Seeschlacht von Malaga, ein unentschiedenes Gefecht zwischen der französischen und britischen Flotte im Jahr 1704, und der Schlacht von Trafalgar. Die Betrachtung der Gemälde und Stiche dieser beiden Gefechte zeigt kaum Unterschiede in der Form der Schiffe und der Zusammensetzung der Flotten. Einhundert Jahre nach Trafalgar trafen die japanische und russische Flotte in der Schlacht von Tsushima aufeinander. Ein Vergleich zwischen den Bildern dieser beiden Gefechte ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, denn die industrielle Revolution hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Aussehen der Flotten bis zur Unkenntlichkeit gegenüber der vorausgegangenen Epoche verändert. Der Antrieb erfolgte nun durch Dampfkraft und nicht durch Windkraft mithilfe von Segel, die Rümpfe waren aus Stahl und nicht mehr aus Holz, die Geschütze waren Hinterlader und nicht Vorderlader mit Reichweiten in Kilometern und nicht nur Hunderten von Metern. In diesem ganzen Jahrhundert des Wandels gab es seit Trafalgar keine großen Seegefechte mehr und kein Mensch hatte eine Vorstellung davon, diese neuen Kriegsschiffe effektiv einzusetzen. So blieben Strategie und Taktik der Flotten weit hinter den technischen Fortschritten zurück. Es gab nicht nur grundlegende Veränderungen in der Konstruktion, im Antrieb und in der Bewaffnung seit dem Amerikanischen Bürgerkrieg von 1861 bis 1865. Dazu kamen auch die ersten Elemente des heutigen C3-Systems (Command, Control and Communications = Kommandiere, Kontrolliere und Kommunikation) und zwei völlig neue Elemente in der alten Gleichung der Marine, das U-Boot und das Flugzeug, waren entstanden. Das U-Boot hatte eine längere Geschichte als das Flugzeug, aber sein Potenzial wurde von der Mehrheit der Marineoffiziere genauso unterschätzt. Schon während des Amerikanischen Bürgerkrieges wurden einige Semi-Tauchboote eingesetzt, davon einige als Monitore, aber noch wichtiger, andere als Angriffsboote. Letzte waren mit einer Sprengladung auf einer Stange bewaffnet, welche in den Rumpf des Ziels gerammt wurde und dieser Einsatz war der japanischen Kamikaze-Taktik aus der Endphase des Zweiten Weltkrieges nicht unähnlich. Sie hatten zwar einige Erfolge, aber ihre wirkliche Tauchfähigkeit und weitaus größeres Kampfpotenzial lag noch einige Jahre in der Zukunft. Unerschrockene Investoren in Frankreich und Spanien gingen dem Iren John Holland voraus, welcher schließlich seine Unterseeboote in den USA mit einem Benzinmotor für die Überwasserfahrt und einen Elektromotor für das Tauchen baute. Eine Reihe von Erfindungen und Entwicklungen zwischen 1880 und 1910 verwandelte die frühen Unterseeboote in formidable U-Boote mit großer Reichweite. Der Dieselmotor ersetzte die Benzin- und Schwerölmotoren, die Speicherbatterien wurden verbessert, ein richtiges Periskop wurde konstruiert, drahtlose Telegrafie (Funkgeräte) wurde eingebaut, ein Geschütz wurde auf den Rumpf montiert und, am wichtigsten von allem, der Torpedo wurde in die Lage versetzt, unter der Kontrolle seines eigenen Kreisels einen gleichmäßigen Kurs zu laufen. Das ganze Konzept widersprach so sehr der jahrhundertealten Doktrin von der Schlachtflotte als Zentrum aller Seemachtanstrengungen, dass es einigen Enthusiasten, unterstützt von einer kleinen Gruppe fantasievoller Führungsoffiziere, überlassen wurde, Taktiken für U-Boot-Operationen in Kriegszeiten zu entwickeln. Diese Blindheit gegenüber der potenziellen Bedrohung ist umso unverständlicher, wenn man weiß, dass 1914 bereits weit über 300 U-Boote in Dienst gestellt waren, von denen ein beträchtlicher Anteil moderner Bauart war. Dieser Mangel an Wertschätzung zeigte sich auch in vielen anderen Bereichen von Marineangelegenheiten. Das lag zum Teil daran, dass die meisten Marinen keinen Marinestab hatten – welche Winston Churchill später als ‘eine Gruppe intelligenter Offiziere, die Zeit zum Denken hatten’ bezeichnete. Die politischen Entscheidungen wurden normalerweise von höheren Offizieren getroffen, die sich auf ihre Erfahrung verließen. Da diese Erfahrungen aber oft bis in die Zeit der Segelschiffe zurückreichte und nur wenige über praktische Kriegserfahrung verfügten, ist es kaum verwunderlich, dass die Ergebnisse im Allgemeinen unbefriedigend waren. In der Öffentlichkeit wurde über die Vor- und Nachteile verschiedener Schiffskonstruktionen gestritten, aber nur selten gab es eine fundierte Diskussion über Fragen wie die Rolle einer Marine, ihre Einordnung in die Gesamtstrategie einer Nation und den Einfluss moderner Entwicklungen auf die Taktik und Handhabung einer Flotte auszusehen habe. Hätte irgendeine Marine ihrer Gruppe intelligenter Offiziere Zeit zum Nachdenken gelassen, wären solche Dinge wie die zunehmende Reichweite der Geschütze, die gewaltige Wirkung moderner Sprenggeschosse, die Gefahr durch Minen, die Wahrscheinlichkeit, dass eine Flotte durch Funk statt durch Signalflaggen gesteuert wird, die Notwendigkeit, Mittel zur Feuerleitung für die immer weiter reichende Artillerie bereitzustellen, und schließlich die Bedrohung durch U-Boote wohl berücksichtigt worden. Bei letzteren war aber von kardinaler Bedeutung, wie der Schutz der Handelsschiffe hätte aussehen müssen. Bei Ausbruch des Krieges am 4. August 1914 gab es acht große Seemächte: Großbritannien, Deutschland, USA, Japan, Frankreich, Italien, Österreich-Ungarn und Russland. Von diesen hatten nur Japan und Russland in den letzten Jahren Erfahrung mit größeren Einsätzen zur See gehabt. Die Schlachten des Spanisch-Amerikanischen Krieges waren im Vergleich dazu eher statisch. Die Schlacht von Tsushima 1905 war das einzige Gefecht, bei dem die gegnerischen Flotten genügend Seeraum hatten, um zu manövrieren. Der Vergleich der Flotten der acht führenden Marinestreitkräfte zeigt viele Ähnlichkeiten. Die Schlachtschiffe waren das Zentrum aller Pläne und die Veränderungen im Aussehen dieser Großkampfschiffe, welche nach dem Auftreten der HMS Dreadnought im Jahr 1906 folgten, ist unübersehbar. In diesem Jahr begannen sowohl die USA als auch Deutschland Schiffe auf Stapel zu legen, welche die wichtigsten Eigenschaften der HMS Dreadnought übernahmen. Dies betraf insbesondere den Einbau einer verstärkten Batterie von großkalibrigen Geschützen auf Kosten der Fülle von kleineren Waffen in früheren Entwürfen. Das Ziel war einfach, nämlich die größtmögliche schwerste Breitseite mit der größtmöglichen Reichweite zu erzielen. Bis 1909 zogen die Japaner, Italiener und Russen nach, die Franzosen und Österreicher folgten ein Jahr mehr …

  • Männer vom Belgrader 'Eisernen Regiment' auf dem Marsch

    Jugoslawische Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg. Stärke, Organisation, Ausrüstung und Uniformen der Armee, Luftwaffe und Marine von Jugoslawien im Jahr 1941. Der nominelle Oberbefehlshaber der jugoslawischen Streitkräfte war der König. Ende März 1941 putschte eine Gruppe von Offizieren gegen den Regenten Prinz Paul und erklärten Kronprinz Peter zum König von Jugoslawien, obwohl dieser eigentlich noch zu jung dafür war. Jugoslawische Armee Dieser Putsch wurde im Ausland als spontane, patriotische ablehnende Reaktion auf das unpopuläre Bündnis mit Deutschland angesehen. Der Putsch war allerdings schon seit längerem und vor Aufnahme der Bündnisverhandlungen mit den Achsenmächten geplant worden. Hitler entschied sofort, nun auch Jugoslawien zu erobern. Als die Wehrmacht am 6. April 1941 um 5:15 Uhr von Stützpunkten in Bulgarien aus angriff, war die jugoslawische Armee, einschließlich 400.000 gerade eingezogener Wehrpflichtiger, über die knapp 3.000 Kilometer lange Grenze verteilt. Die Front brach bald zusammen und am 9. April wurden weitere, starke deutsche Offensiven aus Österreich, Ungarn und Rumänien eröffnet. Zwei Tage später griffen auch die Italiener und Ungarn in den Kampf ein. Am 13. April hörte jeder organisierte Widerstand auf und am 17. April 1941 kapitulierte Jugoslawien. 6.028 Offiziere und 337.684 Mannschaften wurden von den Deutschen gefangengenommen. Organisation des jugoslawischen Heeres Jugoslawien hatte ein stehendes Heer und die männliche Bevölkerung ab dem Alter von 20 Jahren war wehrpflichtig. Die ersten 18 Monate wurden in der aktiven Armee verbracht, gefolgt von 19 Jahren in der Reserve und zum Abschluss weitere 10 Jahre als Reservist der Reserve-Armee. Die Friedensstärke der Armee stand bei 148.000 Mann und nach der Mobilisation erreichte sie etwa 1,4 Millionen Mann. Das Heer war verteilt über 5 Armee-Korps mit Hauptquartieren in Neusatz, Sarajevo, Uskup, Agram und Nis. Dvisions-Typen der jugoslawischen Armee: Zusätzlich gab es zwei Panzerbataillone, eins mit französischen Renault- und eins mit tschechischen Skoda-Panzern. Eine Armee-Korps bestand aus dem Hauptquartier und drei oder vier Infanterie-Divisionen. Die Infanterie-Division verfügte ebenfalls über ein Hauptquartier, zwischen zwei und vier Infanterie-Regimentern, ein oder zwei Artillerie-Regimenter oder ein unabhängiges Artillerie-Bataillon sowie Hilfstruppen. Zwei der Infanterie-Divisionen waren geringfügig anders organisiert und wurden als Gebirgs-Divisionen bezeichnet. Die Infanterie-Regimenter waren jeweils 2.400 Mann stark und ihr Unterstützungswaffen bestanden aus 168 Maschinengewehren und vier Infanterie-Geschütze. Die Garde-Division hatte ein Hauptquartier und eine Kavallerie-Brigade sowie ein Feldartillerie-Regiment. Die Kavallerie-Division bestand aus einem Hauptquartier, zwei Kavallerie-Brigaden, einem Fahrrad-Bataillon, ein Bataillon bespannter Artillerie und einer Pionier-Einheit. Die Invasion von Jugoslawien zwang Hitler, den Angriff auf Russland um einen – womöglich entscheidenden Monat – zu verschieben. Die Wehrmacht war so in Eile, ihre Verbände wieder an die russische Grenze zu verlegen, dass die Gefangennahme, Entwaffnung und Demobilisierung der jugoslawischen Armee nur unzureichend durchgeführt wurde. Tausende von jugoslawischen Soldaten, nach Schätzung vielleicht bis zu 300.000 Mann, behielten ihre Waffen und Ausrüstung und gingen entweder nach Hause oder traten den Soldaten-Banden in den Bergen bei. Es waren diese Männer und Offiziere, die als ‘Jugoslawische Armee in der Heimat’ als die Ersten in dem von den Deutschen besetzen Europa Widerstand leisteten und den Keim für einen jahrelangen, erbarmungslosen Partisanen-Krieg auf dem Balkan legten, welcher immer mehr Truppen der Achsenmächte band. Uniformen Im Jahr 1941 waren die Uniformen der Königlich-Jugoslawischen Armee im Grunde die gleichen wie der serbischen Armee im Ersten Weltkrieg. Wenn auch neuer Uniformen Schritt für Schritt eingeführt wurden, trugen viele Soldaten noch die alten Muster. Die Farbe der Uniform war ein braunes Grau, während die Offiziere Uniformen besserer Qualität in einem eher grünen, leichteren Grau erhielten. Der Mantel für Offiziere hatte zwei Reihen aus jeweils sechs Knöpfen, einen passenden Kragen und rückseitige Manschetten. Alle anderen Ränge erhielten den französischen Adrian-Stahlhelm mit einem Metallabzeichen vorne, in welchen das Wappen der jugoslawischen Streitkräfte eingestanzt war. Dazu eine Seitenkappe mit einer Kokarde in den Nationalfarben vorne, eine Feldbluse (Tunika), Übermantel und Pantaleons getragen mit Gamaschen und Stiefeletten. Es gab eine mehr komfortable und praktischere Uniform für die Gebirgstruppen, welche eine lose geschnittene Tunika und eine lange Sackhose, die an den Knöcheln zusammengeschnürt war, beinhaltete. Die Besatzung von Panzerfahrzeugen hatten den französischen Helm für motorisierte Truppen (siehe Bild weiter oben) und eine zweireihige, braune Lederjacke. Alle Ränge trugen ihre Rangabzeichen auf den Schulterstücken. Die Schulterstücke der Offiziere waren von denen der russischen Zaren-Armee abgeleitet, wenn auch die Sterne die gleichen waren, welche auch bei den deutschen Schulterstücken verwendet wurden. Ein weiteres ungewöhnliches Detail waren die in Gold oder Silber imitierten Litzen, welche aus Metall gestanzt waren. Es gab auch ein besonderes System von Rangabzeichen, welches auf Regenmänteln und anderen Arten von Schutzkleidung getragen wurde. Die Farbe der Waffengattung befand sich auf Kordeln an der Kopfbekleidung, der Bluse, Übermantel und Hosen, sowie auf den Schulterstücken und den Kragenstücken der Übermantel. Regimentsabzeichen oder akademische Abzeichen befanden sich auf den Brusttaschen der Bluse. Luftwaffe von Jugoslawien Die Heeres-Luftwaffe, welche auch Ballon-Einheiten und die Flak-Artillerie umfasste, unterstand dem Kriegsminister. Im Jahr 1938 bestand die jugoslawische Heeres-Luftwaffe aus drei Fliegerbrigaden mit insgesamt 14 Bomber-, 8 Jäger- und 21 Aufklärungsstaffeln. Die Gesamtzahl der Flugzeuge wird auf etwa 500 geschätzt, mit weiteren 300 Reserve- und Trainingsflugzeugen. In diesen Zahlen enthalten sind Bomber: 30 italienische Savoia-Marchetti-Bomber, 70 deutsche Dornier Do 17 K-Bomber und 50 englische Bristol Bristol Blenheim Bomber. 73 Jagdflugzuge waren deutsche Bf 109E (obwohl nur 46 einsatzbereit waren, als der Krieg ausbrach) und 40 englische Hawker Hurricane. Gegenüber der Macht der deutschen Luftwaffe hatte die jugoslawische Heeres-Luftwaffe kaum eine Chance und bereits am 13. April 1941 hat sie praktisch aufgehört zu existieren. Rund 25 Maschinen konnten jedoch nach Ägypten evakuiert werden, wo sie im Rahmen der englischen RAF ihren Dienst taten. Die Stärke des fliegenden Personals belief sich auf 980 Offiziere, 1600 Unteroffiziere, 720 Mann Flak-Personal und 7.500 Mannschaften. Uniformen Luftwaffe Die grau-blauen Uniformen der königlich-jugoslawischen Luftwaffe wurden 1938 eingeführt und bestanden aus einer Schirmmütze, Seitenkappe, offener Bluse mit aufgesetzten Taschen, welche entweder zusammen mit passenden langen Hosen und schwarzen Schuhen oder passenden Kniehosen und schwarzen, hohen Stiefeln getragen wurde. In den Sommermonaten konnten Offiziere und höhere Unteroffiziers-Ränge eine Mütze mit weißem Überzug und eine weiße Version der Dienstuniform tragen. Die anderen Ränge der jugoslawischen Luftwaffe trugen die gleiche Version der Uniform für Offiziere, mehr …

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