US-Panzer stoppen deutschen Vormarsch


US-Panzer stoppen deutschen Vormarsch

US-Panzer stoppen deutschen Vormarsch

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Im Blickpunkt:
  • Jakowlew Jak-9U

    Wichtigestes Sowjetisches Jagdflugzeug Jakowlew Jak-9 im Zweiten Weltkrieg und sein Vorgänger Jak-7. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Jakowlew Jak-7 Typ: Jagdflugzeug. Jak-7 Geschichte: Die Jak-7 ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sich die Anforderungen für die Entwicklung eines Flugzeuges durch einen Kriegsausbruch verändern können. Ende 1939 begann Alexander Jakowlew mit einer Studie für eine zweisitzige Trainer-Version für sein neues Jagdflugzeug Jak-1. Er hatte das Gefühl, dass ein Flugschüler von dem relativ leistungsschwachen UT-2-Trainingsflugzeug erst einmal auf den zweisitzigen UTI-26 Trainer üben sollte, bevor er zu einem richtigen einsitzigen Kampfflugzeug wechselt. Dies würde eine ausreichende Übungszeit bei jedem Ausbildungsabschnitt ermöglichen und die Zahl der Unfälle verhältnismäßig gering halten. Der einzige Unterschied zum einsitzigen Kampfflugzeug war der Einbau eines zweiten Cockpits mit voller Dual-Kontrolle für den Fluglehrer, ein vergrößertes Seitenleitwerk, die Installation eines Landescheinwerfers, eine vergrößerte Spannweite auf 10,25 m und als einzige Bewaffnung eine einzelnen 20-mm-Kanone durch die Propeller-Achse. Das Fahrwerk war nicht einziehbar. Der Prototyp flog zum ersten Mal im Spätsommer des Jahres 1940 und die bürokratischen Testversuche und Prüfverfahren des UTI-26 Trainingsflugzeuges wurden gleichzeitig mit denen der Jägervariante durchgeführt. Die Produktion sollte ebenfalls zusammen in der GAZ-115-Fabrik bei Moskau erfolgen. Der deutsche Überfall im Juni 1941 zwang das Entwicklungsbüro von Jakowlew jedoch, die UTI-26 in ein Kampfflugzeug zu verwandeln. Da Jagdflugzeuge verzweifelt an der Front benötigt wurden, sollten alle verfügbaren Flugzeuge, welche auch als Jäger einsetzbar waren, bewaffnet und in den Kampf geschickt werden. Die Bezeichnung des Jakowlew-Trainingsflugzeugs wurde darauf hin von UTI-26 in Jak-7 geändert. Unter der Bezeichnung Jak-7A erreichten die ersten zweisitzigen Jagdflugzeuge die Frontverbände Ende 1941. Sie waren mit einer 20-mm-ShVAK Kanone und zwei 12,7-mm-Beresin-BS Maschinengewehren mit je 300 Schuss bewaffnet. Es wurden auch Vorrichtungen getroffen, um das Kampfflugzeug mit 6 RS-82-Raketen oder einem Paar von 100-kg-Bomben bewaffnen zu können. Piloten berichteten von der Front, dass die Feuerkraft, Reichweite und auch Flugeigenschaften der Jakolew 7 dem Jakolew 1 Jäger überlegen waren. Der Einbau eines 36-Liter-Tanks an Stelle des Sitzes für den Fluglehrer vergrößerte die Einsatzreichweite der Jak-7A auf über 820 Kilometer. Die obere Hälfte des zweisitzigen Trainers wurde beibehalten, sodass der einsitzige Jak-7-Jäger das gleiche, unverwechselbare ‘buckelige’ Aussehen der UTI-26 hatte. Das zusätzliche Gewicht von 350 kg führte dazu, dass ein neu gestaltetes und verstärktes, einziehbares Fahrwerk verwendet wurde. Verhältnismäßig wenige Jak-7A wurden gebaut, bevor die Produktion schon zu Jak-7B wechselte. Deren Spannweite war auf 10 m reduziert, ein RSI-4-Funkgerät wurde eingebaut und eine Anzahl verschiedener aerodynamischer Verbesserungen vorgenommen, wodurch das Normalgewicht auf 3.036,5 kg anstieg. Der Klimow M-105-PF-Motor ersetzte das M-105-PA-Triebwerk während des Sommers 1942, zusammen mit einer neuen Abgasableitung, Seitenrudertrimmer-Aufhängungen sowie ein Spannmechanismus für die zwei Maschinengewehre vor der Windschutzscheibe. Der Jak-7B Jäger verdrängte Anfang 1942 die Jakolew 1 aus der Produktion. Dessen Produktion ging wiederum zugunsten der neuen Jak-9 Anfang 1943 zu Ende. Insgesamt 6.399 Stück hatten die Produktionslinien von Moskau, Nowosibirsk, Omsk und Saratow bis dahin verlassen. Benutzer: Sowjetunion (Russland) Animation 3d-Modell Jakowlew 7 Spezifikationen Jakowlew Jak-7B Spezifikationen: Bewaffnung: Einsatzstatistik: Jak-9 Jakowlew Jak-9 Typ: russisches Jagdflugzeug aus dem 2.Weltkrieg. Manche auch Jagdbomber, Panzerjäger oder Langstrecken-Begleitjäger. Geschichte: Die Jakowlew-Jäger waren das am häufigsten verwendete russische Jagdflugzeug in Korea und dem 2. Weltkrieg, und das bekannteste war die Jakowlew Jak-9. Auch der zahlenmäßig am stärksten vertretene Typ der Jakowlew-Jagdflugzeuge, die Jak-9, wurde in einer Reihe von unterschiedlichen Versionen bis in die 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hinein produziert. Die Jak-9P, die letzte und beste Version, wurde von den Nordkoreanern zahlreich im Korea-Krieg eingesetzt. Die erste Jak-9 wurde aus einer Jak-7B entwickelt und Ende 1942 in Dienst gestellt. Auf der Suche nach einer Lösung, um der normalen Jak-7 eine größere Reichweite zu ermöglichen, gestaltete Jakowlew die Flügel teilweise neue um Platz für größere Treibstofftanks zu schaffen. Das Cockpit wurde etwas zurückversetzt und die Position des Kühlers unter dem Rumpf wurde geändert. Ausgerüstet mit dem gleichen Motor wie die Jak-7, ging der neue Typ im August 1942 in die Produktion. Es wurde das meist gebaute russische Flugzeug, mit Ausnahme der Il-2 Stormowik. Die Jak-9 war in der Lage die Bf 109 G auszufliegen, auf welche sie über Stalingrad seit Ende November 1942 traf. Es wurden weitere Verbesserungen vorgenommen: die Jak-9M hatte ein weiteres Maschinengewehr, während die Jak-9B bis zu 600 kg Bomben tragen konnte. Zwei weitere wichtige Versionen, welche entwickelt wurden, waren die Jak-9T und Jak-9D. Die Jak-9T hatte eine 37-mm Nudelmann-Suranow-Kanone zum Angriff auf Panzer. Die Jak-9D hatte eine geringere Bewaffnung aus einer 20-mm-Kanone und nur einem 12,7-mm-MG, aber dafür mehr Treibstoff und eine größere Reichweite. Diese Flugzeuge wurden vor allem zur Begleitung amerikanischer B-17 Fliegende Festrungen und B-24 Liberator-Bomber eingesetzt, wenn diese bei ihren Angriffen auf Deutschland oder die rumänischen Erdölfelder in Ploesti nach Russland weitergeflogen waren. Die letzte Version welche während des 2. Weltkrieges entwickelt wurde, war die Jak-9U. Sie war die Grundlage für die modernste Version, die Jak-9P aus der Nachkriegszeit. Die Jak-9U hatte viele weitere aerodynamische Verbesserungen gegenüber ihren Vorgängern und die Flugzelle war ebenfalls neu überarbeitet mit der gesamten Struktur und Verkleidung aus Metall. Diese Version wurde von einem 1650 PS starken Klimow M-107A-Motor angetrieben, was zu einer Steigerung der Höchstgeschwindigkeit auf 700 km/h in 5.500 m Flughöhe gegenüber den 600 km/h in 2.000 m Höhe der Jak-9D führte. Verschiedene Versionen der Jak-9 wurden zur Ausrüstung mehrerer ausländischer Fliegerstaffeln verwendet, welche an der Ostfront kämpften, wie zum Beispiel das 1. polnische Warschau-Jagdregiment und die frei-französische Jagdgruppe de Chasse Normandie-Niemen. Deren Piloten zogen den russischen Jäger den Lend-Lease amerikanischen Bell P-39 Airacobra oder englischen Hawker Hurricane vor – was allerdings wohl kaum ein Wunder war, wenn man die Leistung dieser zu diesem Zeitpunkt zweit- bis drittklassigen anglo-amerikanischen Flugzeuge näher betrachtet. Der Jak-9-Jäger war sehr beliebt bei seinen Piloten, es war besonders wendig in niedrigen Flughöhen und damit ein ernst zu nehmender Gegner für die leistungsmäßig stärkeren und besser bewaffneten deutschen Jäger. Aber die herausragenden Tugenden dieses hervorragenden Jägers war seine technische Zuverlässigkeit und einfache Bauweise, geeignet für die Massenproduktion. Benutzer: Russland, Polen, Frei-Franzosen (im 2. Weltkrieg), später Nord-Korea, China und die meisten Staaten des Warschauer Paktes. Animation mehr …

  • Rote Armee in der Offensive 1943-1945

    Stärke und Organisation der sowjetischen Streitkräfte in der zweiten Kriegshälfte von 1943 bis 1945. Verbände und Divisionen der Roten Armee 1943-45 und ihre Ausrüstung. Hier zur Roten Armee 1942. Die Rote Armee von 19434 bis 1945 Am 19. November 1942 eröffnete Marschall Schukow das Unternehmen Uranus, die sowjetische Gegenoffensive, welche die deutsche 6. Armee mit 22 Divisionen in Stalingrad einschloss und die 21. Panzer-Armee im Kaukasus abzuschneiden drohte. Der sowjetische Ring um Stalingrad blieb den Winter 1942/1943 über straff gespannt und am 2. Februar 1943 endete dort der letzte deutsche Widerstand. Die deutschen und rumänischen Truppen verloren 150.000 Mann an Gefallenen und 91.000 Kriegsgefangene. Im Frühjahr 1943 stieß die Rote Armee so weit vor, wie es das Wetter und der zunehmende deutsche Widerstand erlaubte. Bis zum Sommer hatte sich die Front stabilisiert, wobei sich das Hauptaugenmerk auf die Frontausbuchtung um Kursk richtete, welche in die deutschen Linien hervorragte und den Hitler eliminieren wollte. Die große deutsche Sommeroffensive gegen diesen hervorstechenden Frontbogen unter dem Operationsnamen Zitadelle sollte der Roten Armee die Initiative berauben, blieb aber schon 10 Kilometer nach den Ausgangsstellungen liegen. Als die deutschen Truppen während dieser Schlacht von Kursk auf die sowjetischen Abwehrstellungen einhämmerten, führten die Befehlshaber der Roten Armee starke, bewegliche Reserven von einem bedrohten Abschnitt zum anderen, welche dem Gegner die lokale Überlegenheit nahmen. Der Umfang und die Komplexität dieser Bewegungen zeigten eindeutig, wie weit die Generale der Roten Armee zwischenzeitlich die bewegliche Kriegführung erlernt hatten. Im Winter 1943/1944 befand sich die Rote Armee wieder in der Offensive und drückte die deutsche Frontlinie weiter zurück. Entscheidend war jedoch die Sommeroffensive 1944, als 2,5 Millionen Mann sowjetischer Truppen, unterstützt von 5.000 Panzer und Selbstfahrlafetten, die deutsche Heeresgruppe Mitte zerschlugen. Dadurch befand sich die Ostfront nun dicht vor den deutschen Grenzen. Zu diesem Zeitpunkt war die Rote Armee der Wehrmacht eindeutig überlegen und ihr Sieg war praktisch nur noch eine Frage der Zeit. Ende August 1944 stand die Rote Armee an den Grenzen von Ostpreußen und Berlin lag nur noch 600 Kilometer im Westen. Die Ehre der Einnahme Berlins wurde Marschall Schukows 1. Weißrussischer Front mit vier gemischten und zwei Panzer-Armeen überlassen. Mit einem massiven Artilleriebeschuss im Morgengrauen des 16. April 1945 wurde diese letzte Offensive eingeläutet. Der deutsche Widerstand war heftig und es gelang nicht vor der Nacht vom 30. April zum 1. Mai 1945 die Sowjetflagge über dem Reichstag durch Soldaten des 756. sowjetischen Infanterie-Regiments der 3. Stoß-Armee zu hissen.   Bereits vor dem endgültigen Sieg in Europa wurden sowjetische Verbände in den Fernen Osten zur Invasion der von den Japanern besetzten Mandschurei verlegt. Am 9. August 1945 griff eine Invasions-Streitmacht aus elf gemischten Armeen die Japaner an. Die Gesamtstärke der dabei eingesetzten sowjetischen Streitkräfte überstieg 1,5 Millionen Mann mit 26.137 Geschützen, 5.556 Panzerfahrzeugen und über 5.000 Flugzeugen. Nach einer kurzen und brillant durchgeführten Operation kapitulierten die Japaner am 24. August 1945. Es ist anzunehmen, dass die Verluste der Roten Armee während des Zweiten Weltkriegs bei über 13,7 Millionen Soldaten lagen. Organisation 1943-45 Schützen-Armeen Im Jahr 1944 standen 48 Schützen-Armeen (dabei entspricht eine sowjetische Armee im Umfang etwa einem deutschen Korps) zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer. Diese unterschieden sich ziemlich stark in ihrem Umfang und waren jeweils 60.000 bis 120.000 Mann stark und konnten vorübergehend durch unabhängige Panzer- und Artillerie-Formationen verstärkt werden, wodurch sie auf über 200.000 Mann ansteigen konnten. Panzer-Armeen Speerspitze der gepanzerten Verbände waren die Panzer-Armeen, von denen es 1944 sechs gab. Erstmals nach offiziellen Stärkenachweisen 1943 aufgestellt, bestanden sie gewöhnlich aus zwei Panzer-Korps und einem Mechanisierten Korps. Zusammen mit diversen Unterstützungs-Einheiten gab dies der Panzer-Armee eine Stärke von etwa 40.000 bis 60.000 Mann, was damit im großen und ganzem einem deutschen Panzer-Korps entsprach. Schützen-Division Weiterhin die wichtigste und zahlenmäßig meiste Einheit auf Divisions-Ebene war die Schützen-Division. Bereits seit Ende 1942 hatte die neue sowjetische Schützen-Division eine Stärke von etwa 9.500 Mann. Diese waren in drei Infanterie-Regimenter mit je 2.500 Mann und einem Artillerie-Regiment mit 1.000 Mann organisiert, sowie ein Panzerabwehr- und Pionier-Bataillon und einer Kompanie aus Nachrichten- und Aufklärungstruppen. Bereits ab Frühjahr 1943 begannen die Menschenreserven der Sowjetunion allmählich zur Neige zu gehen, sodass die Qualität der Infanterie sich verschlechterte und weitere Neuaufstellungen von Verbänden nicht mehr im großem Umfang möglich waren. Die Zahl der Schützen-Divisionen stieg vom Frühjahr 1943 bis zum Kriegsende nur noch von 513 auf 527, die der Panzer- und mechanisierten Brigaden von 290 auf 302. Artillerie-Division Die Rote Armee legte großen Wert auf die Rolle der Artillerie auf dem Schlachtfeld. Die sowjetische Schützen-Division war daher sehr gut mit Artillerie ausgerüstet, konnte aber zu keinem Zeitpunkt während des Krieges den Infanteristen eine Unterstützung bieten, wie es zum Beispiel Praxis im deutschen Heer war. Dies lag hauptsächlich am Mangel an technisch qualifizierten Personal in der Roten Armee und im Bereich der Artillerie war das besonders spürbar. Deshalb wurde im Verlauf des Krieges mehr und mehr Artillerie in spezielle Formationen zusammengefasst, wo ihr Einsatz als Feuerwalze im Muster des Ersten Weltkriegs erfolgte. Bei Kriegsende befanden sich daher dreiviertel aller Artillerie-Geschütze nicht mehr bei den Schützen-Divisionen, sondern in speziellen Formationen.   Diese Artillerie-Divisionen bestanden aus vier Brigaden, zusammen mit Nachrichten- und Feuerleit-Einheiten, was ihnen eine Stärke von nahezu 10.000 Mann gab. Diese Division war wie folgt organisiert: eine Granatwerfer-Brigade mit 100 Panzerbüchsen PTDR-1941 und mehr als 100 x 120-mm-Granatwerfer, eine leichte Feldartillerie-Brigade mit drei Regimentern zu je 24 x 76-mm-Kanonen, eine Haubitzen-Brigade aus 48 x 122-mm und 24 x 152-mm-Haubitzen und eine mittlere Feldgeschütz-Brigade mit 12 x 122-mm-Kanonen und 24 x 152-mm-Kanonenhaubitzen. Jede Brigade bestand aus zwei bis drei Regimentern, zusammen mit Hilfs- und Infanterie-Einheiten, welche üppig mit Maschinenpistolen ausgestattet waren. Die größte Artillerie-Formation war das Korps, in dem alles bis zu 25 Brigaden unter einem einzigen Kommando zusammengefasst wurde. Raketenwerfer-Einheiten Eine Besonderheit der Roten Armee waren die Raketenwerfer-Einheiten, welche mit den Mehrfach-Raketenwerfern ausgerüstet waren. Diese waren allgemein unter dem Namen Katjuscha oder bei den deutschen Landsern als Stalinorgel bekannt. Wenn sie auch nur eine begrenzte Feuerreichweite hatten, waren sie doch in der Lage eine massive Feuerwirkung innerhalb kürzester Zeit auf mehr …

  • MiG-3 Jäger über Leningrad

    Rote Luftwaffe 1941/1942 und Rote Flotte seit 1941. Stärke, Flugzeugtypen und Organisation in den Jahren 1941 und 1942 und Flotten mit Schiffen der Sowjetunion. Rote Luftwaffe 1941 Die sowjetische Rote Luftwaffe war 1941 die größte Luftstreitmacht der Welt und hatte eine Stärke zwischen 12.000 und 15.000 Flugzeugen, von denen etwa 4.000 in der Nähe der Westgrenzen stationiert waren. Allerdings war die Rote Luftwaffe von einer Reihe von Problemen befallen. Die Säuberungen in den 1930er Jahren hatten die Führung der Luftstreitkräfte vernichtet, wobei viele ihrer aufgewecktesten Offiziere durch politisch Beauftragte ersetzt wurden. Gleichzeitig wurden einige der eher fortschrittlichen Gedanken, wie Langstreckenbomber und Luftlandetruppen, auf unbestimmte Zeit verschoben. Deshalb befand sich die Rote Luftwaffe im Sommer 1941 in den Turbulenzen einer Reorganisation, als die sowjetischen Luftwaffen-Befehlshaber unter dem Eindruck des Winterkrieges gegen Finnland 1939/40 und der deutschen Erfolge in Europa versuchten, ihre Verbände zu modernisieren. Zum Zeitpunkt des Beginns von Unternehmen Barbarossa, dem deutschen Angriff auf Russland, waren diese Reformen jedoch noch weit davon entfernt, abgeschlossen zu sein. Der deutschen Angriff fand die Rote Luftwaffe praktisch unvorbereitet für Kampfeinsätze vor. Die sowjetischen Flugplätze lagen viel zu weit vorne an der Grenze und die Flugzeuge waren auf diesen Flügel an Flügel nahe nebeneinander abgestellt, was sie zu hervorragenden Zielen für die deutsche Luftwaffe machte. Am ersten Tag des Angriffs meldete die deutsche Luftwaffe die atemberaubende Zahl von 1.811 zerstörten sowjetischen Flugzeugen, davon 1.489 auf dem Boden und 322 in der Luft. Die deutschen Verluste beliefen sich auf lediglich 35 Flugzeuge. Die Deutschen setzen ihre Verwüstungen in den nachfolgenden Monaten fort und die Rote Luftwaffe erlitt enorme Verluste. Sowjetische Flugplätze wurden systematisch von der deutschen Luftwaffe angegriffen, weshalb die meisten Flugzeuge der Roten Luftwaffe auf dem Boden zerstört wurden. Die Piloten der Roten Luftwaffe samt ihrer Flugzeugtypen waren keine Gegner für die deutschen Veteranen und die Verluste im Luftkampf nahmen ebenfalls zu. Bis Ende November 1941 meldeten die Deutschen 16.000 vernichtete sowjetische Flugzeuge (die Sowjets gaben immerhin schon die ebenfalls hohe Zahl von 6.400 zu) für den Verlust von 3.453 zerstörten oder deutschen Flugzeugen. Organisation 1941 Die schweren Verluste gegen die nur schwache finnische Abwehr im Winterkrieg 1939/40 führten schon zu einer Reorganisation der Roten Luftwaffe. Die Staffel mit 20 bis 30 Flugzeugen wurde durch das Flieger-Regiment als grundsätzliche taktische Einheit der Luftwaffe ersetzt. Dieses Regiment bestand aus drei bis vier Schwärmen, was eine durchschnittliche Stärke von etwa 60 Flugzeuge ergab. Drei bis vier Regimenter bildeten eine Flieger-Division und ersetzten die bisherige Brigade. Diese Division wurde unabhängig eingesetzt und war entweder einem Militärbezirk oder Armee zugeordnet, oder wurde zusammen mit anderen Divisionen zu einem Flieger-Korps zusammengelegt. Die Flugzeuge des Regiments bestanden entweder aus einem einzigen Typ oder waren gemischt, sodass die Flieger-Division normalerweise eine große Vielfalt an unterschiedlichen Flugzeugen hatte, welche die verschiedenen taktischen Funktionen widerspiegelte. Es gab drei grundsätzliche Aufgaben, welche die Rote Luftwaffe erfüllen sollte. Als Erstes sollte die taktische und strategische Luftüberlegenheit gewonnen werden, dann die Rote Armee in den Bodenkämpfen unterstützt und schließlich Luftaufklärung geflogen werden. Diese Aufgaben waren Teil der sowjetischen Militär-Doktrin, welche die Luftwaffe nicht als unabhängige Streitmacht ansah, sondern praktisch als das Luftelement der Landstreitkräfte, das die Aufgabe hatte, die sowjetischen Bodenoperationen auf taktischer Ebene zu erleichtern. Im Jahr 1941 war der Großteil der sowjetischen Flugzeuge direkt Bodeneinheiten zugeteilt, sodass die Rote Luftwaffe im Konfliktfall effizient mit der Armee zusammenarbeiten konnte. Diese Dezentralisierung der Roten Luftwaffe hatte aber das große Problem, dass ihre Einheiten über die Armeen verteilt waren und dadurch eine effektive zentrale Kontrolle fehlte. Diese Schwäche wurden während der ersten Monate der deutschen Invasion offensichtlich, denn die sowjetische Reaktion im Luftraum war konfus und es fehlte eine allgemeine Vorgabe. Die massiven Verluste während der ersten Monate des Krieges führten dazu, dass die Kommandostruktur der Roten Luftwaffe reorganisiert wurde. Das STAVKA, mit bemerkenswerter Voraussicht, hielt neue Luftwaffen-Verbände während des Jahres 1941 zurück, sodass diese nicht Stück für Stück in den Kämpfen an den Grenzregionen zerschlagen wurden, sondern eine zentrale Reserve bildeten. Durch vorsichtiges Haushalten mit Ressourcen, gelang es dem STAVKA sechs Reserve-Luftwaffen-Gruppen zwischen jeweils drei bis acht Flieger-Regimentern zu bilden, welche im Notfall an verschiedenen Fronten eingesetzt werden konnten. Die Verluste an Flugzeugen und Ausrüstung führten zu einer Verkleinerung der Luftwaffen-Organisation. Die Stärke der Flieger-Division wurde auf zwei Flieger-Regimenter reduziert, wobei jedes aus zwei Staffeln zu je 10 Flugzeugen bestand. Die Reorganisation der Bodenorganisation wurde ebenfalls 1941 durchgeführt. Ein rückwärtiges Kommando der Roten Luftwaffe wurde gebildet, um die Gesamtkontrolle zu übernehmen. Das alte System auf der Grundlage geografischer Räume wurde durch ein zentralisiertes System logischer Unterstützung mit allen notwendigen technischen und Wartungsdiensten in der Region der Fliegerverbände ersetzt, um die Luftwaffenverbände einsatzfähig zu halten. Aus dieser Versorgungsstruktur baute die Rote Luftwaffe eine Streitmacht, welche schließlich in der Lage sein sollte, die deutsche Luftwaffe zu schlagen. Am 6. Dezember 1941 erhielten sechs Flieger-Regimenter den Garde-Status für ihre Leistung während der Verteidigung von Moskau – und ähnlich wie bei den Bodentruppen, erhielten sie fortan das beste Material und Personal. Dadurch zeigten sie eine durchweg bessere technische und auch Einsatz-Leistung als die gewöhnlichen Verbände. Ihre Zahl stieg im Verlauf des Krieges stark an und die Garde-Einheiten wurden von den Deutschen als gleichwertig zu den Gegnern auf anderen Kriegsschauplätzen angesehen. Rote Luftwaffe 1942 Die erzwungene Pause bei Luftoperationen während der Winterperiode gab der Roten Luftwaffe Zeit sich von den ersten Schocks zu erholen. Das Training wurde verbessert und die Qualität der Besatzungen stieg in der Regel durch die direkte Kampferfahrung. Die Verlegung der Industrie nach Osten in den Ural und Sibirien zeigte die ersten Früchte auch beim militärischen Flugzeugbau. So wurden 2.000 im Monat Mitte 1942 gebaut (insgesamt 9.924 Jäger, 8.219 Schlachtflugzeuge und 3.537 Bomber im Jahr 1942), 2.500 im November 1943 (insgesamt 14.590 Jäger, 11.177 Schlachtflugzeuge und 4.074 Bomber in 1943) und im Sommer 1944 3.355 Flugzeuge (insgesamt 17.913 Jäger, 11.110 Schlachtflugzeuge und 4.186 Bomber in diesem Jahr). Nicht nur die Menge der Flugzeuge stieg an, sondern auch ihre Qualität. 1942 sah die weitverbreitete Einführung von verbesserten Typen wie der Iljuschin Il-2 Stormowik Schlachtflugzeuge und der neuen Jak-9 mehr …

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