Kriegstagebuch 16. Februar 1919


Polnische Aufständige schiessen
Polnische Aufständige schiessen auf deutsche Truppen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 16. Februar 1919:



Frankreich – Friedensprozess: Unterzeichnung der Bedingungen zur Verlängerung des Waffenstillstands in Trier, welcher bis zur Unterzeichnung des Friedensvertrags gültig ist (vorgelegt von Foch am 14. Februar). Foch fordert die ‘Einstellung der deutschen Angriffe auf die Polen in Posen (Poznan), Ostpreußen und Oberschlesien’. Der britische Nahost-Experte Mark Sykes stirbt in Paris an einer doppelten Lungenentzündung.
Österreich: Die Wahl zur Nationalversammlung macht die Sozialdemokraten zur stärksten Partei.
Russland: Lloyd George in Paris teilt Churchill in zwei Telegrammen mit, dass die britische Politik Pro-Weiß ist, aber nicht die Ausländer müssen die Roten verdrängen. Dies bleibt die britische Politik, trotz Churchills anhaltender Bemühungen um eine stärkere Intervention.

close
Hallo 👋
Schön, dass Du Dich für diese Inhalte interessierst !
Trag dich ein, um jeden Sonntag morgen die Top-Beiträge von Weltkrieg2.de in deinen Posteingang zu bekommen (es wird garantiert nicht mehr oder Werbung verschickt!).

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Zum teilen:

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • La-7

    Lawotschkin La-5FN und La-7, das beste sowjetische Jagdflugzeug im 2. Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Lawotschkin La-5F, La-5FN, La-7, La-9 und La-11 Typ: russisches Jagdflugzeug. La-5F Der Nachfolger der La-5 erhielt seinen Namen von dem neuen ASh-82F-Motor (‘F’ für verstärkt), daher La-5F. Als der ursprüngliche Ash-82A-Motor im Mai 1942 in Perm in Produktion ging, lag das Hauptaugenmerk darauf, davon soviel wie möglich zu bauen. Als Folge davon galt der Motor als ‘unreif’, als er bei der La-5 eingebaut wurde. Die Zylinder-Temperaturen waren sehr kritisch und mussten immer zwischen 200 und 220 Grad Celsius gehalten werden. Es kam zu zahlreichen Vorfällen, wo die Zylinder praktisch ihre Köpfe verloren bis zur vollständigen Auflösung. Dies wurde zu einem großen Problem und so wurden Versuche unternommen, die Hitze unter Kontrolle zu bringen und gleichzeitig die Leistung zu steigern. Daraus entstand der ASh-82F-Motor. Der neue Motor hatte die gleiche Leistung wie der vorhergehende ASh-82A, ermöglichte aber eine größere Leistung auf Höhen über 1.500 Metern und war nicht so hitzeempfindlich. hier zum Vorgänger La-5 Die ersten der neuen Motoren wurden im Dezember 1942 in die La-5 eingebaut und die erste La-5F verließ die Fließbänder in Nizhny-Nowegorod im März 1943. Neben dem Motor waren die Hauptunterschiede eine neue Überdachung, wodurch der Pilot eine weit bessere Sicht nach hinten erhielt. Es gab nun eine vollständige Sicht um 360° und die Überdachung hatte 66 mm dickes Panzerglas, um den Kopf und die Schultern des Piloten zu schützen. An der Frontscheibe gab es nun ein 55 mm dickes Panzerglas und einen Rückspiegel für den Piloten. Die Visiereinrichtung wurde durch das PBP-1B auch etwas verbessert. Es gab noch weitere Veränderung bei der Funkantenne, Cockpit-Ventilation, Flügeln, Holzverarbeitung und Treibstofftanks. Bei den Tanks wurde 160 kg eingespart, was aber auch die Reichweite der La-5F von 1.190 km auf 760 km reduzierte. Der Hauptgrund dafür war, so viel Gewicht wie möglich zu sparen, um die Steigleistung gegenüber der Messerschmitt Bf 109 Gustav zu verbessern. Im April 1943 wurde der neue La-5F-Jäger erprobt und war nur geringfügige 10 km/h schneller als der Vorgänger. Dagegen stieg die Steigleistung auf 5.000 Metern von 6 Minuten bei der La-5 auf 5,5 Minuten für die La-5F an. La-5FN Die ersten La-5FN (FN für direkten Einspritzer) wurden ebenfalls im März 1943 ausgeliefert. Diese hatte den weiter entwickelten ASh-82FN-Motor mit bis zu 1.850 PS, dessen Leistung als Einspritzer für 10 Minuten gesteigert werden konnte. Dazu wurde der Rumpf nun aus einer Mischbauweise hergestellt, wobei leichtere Metallteile in den Flügeln verwendet werden, anstatt vollkommen nur das schwerere Holz. Auch hatte das Flugzeug etwas dickeres Panzerglas in der Cockpit-Haube. Mit der La-5FN erhielt die Rote Luftwaffe erstmals einen Jäger, welcher dem deutschen Standard-Jäger an der Ostfront, der Messerschmitt Bf 109 G-6, Paroli bieten konnte. Allerdings war die La-5F für die Fw 190 A-3 in Sachen Höchstgeschwindigkeit immer noch kein Gegner. Im April 1943 wurden Testflüge der La-5FN gegen eine erbeutete Bf 109G-2 durchgeführt. Diese ergaben, dass die La-5F in niedriger und mittlerer Flughöhe schneller als der deutsche Jäger war – und in diesen Höhen fanden an der Ostfront die meisten Luftkämpfe statt. Dazu hatte die La-5F einen deutlichen Vorteil in der Manövrierfähigkeit gegenüber der Messerschmitt. Im Oktober 1944 wurde eine La-FN mit dem ASh-82FNV-Motor von der deutschen Luftwaffe in Rechlin erprobt. Das Flugzeug hatte aber schon viele Kampfeinsätze über der Ostfront gesehen, bevor es auf einem Flugfeld in Ostpreußen im September 1944 erbeutet wurde. Die Maschine war 57 kg schwerer als eine ursprüngliche, fabrikneue La-5F und die Testpiloten der deutschen Luftwaffe erreichten mit ihr nur eine Geschwindigkeit von 520 km/h in Seehöhe und eine Höchstgeschwindigkeit von 545 km/h in 6.500 Metern Höhe. Allerdings hatte das Flugzeug gute Flug-Charakteristiken und nur im extremen Sturzflug – einige Testpiloten erreichten bis zu 720 km/h dabei – waren die Steuerung schwer zu handhaben. Die Tests ergaben, dass die La-5FN ein hervorragender Jäger für niedrige bis mittlere Flughöhen und sehr wendig im Luftkampf mit hohen G-Werten war. Dazu hatte die La-5FN eine bessere Steigleistung als die deutschen Jäger in bis zu 3.000 Metern Höhe. Kurz nach Produktionsbeginn der La-5FN begann ein Programm, um Gewicht an dem Flugzeug zu sparen. Trotz eines größeren Tankinhalts fiel die Einsatzflugzeit der La-FN auf nur 40 Minuten ab, da der neue Motor mehr Treibstoff verbrauchte. Die Bewaffnung blieb die gleiche mit zwei über dem Motor montierten 20-mm-ShVAK-Kanonen mit 200 Schuss je Kanone. Unter jedem Flügel konnten Bombenzuladungen bis zu 100 kg transportiert werden. Diese wurden aber selten benutzt, da das Flugzeug empfindlich auf Beschuss vom Boden aus reagierte und der Abwurfmechanismus unzuverlässig war, sodass oft eine Bombe weiter unter dem Flügel fest hing. Auch die La-5FN tauchte erstmals während der Schlacht von Kursk auf und war eine unliebsame Überraschung für die deutsche Luftwaffe. Die vierzehn La-5FN der 32. Garde-Jagdflieger-Regiment waren in 25 Luftkämpfe während des Julis und August 1943 verwickelt und meldeten 33 deutsche Flugzeuge abgeschossen zu haben – darunter 21 Focke-Wulf Fw 190A und 3 Messerschmitt Bf 109G. Das russische Flieger-Ass, Major I.N. Kozhedub, erzielte in einer La-5FN während der Kämpfe bei der Überquerung des Dnjepr 11 Abschüsse in 10 Tagen und 1944 über Rumänien acht deutsche Flugzeuge innerhalb einer Woche. Ebenfalls schoss er zwei amerikanische P-51 Mustang über Rumänien ab, welche ihn irrtümlich als deutsche Fw 190 ansahen und angriffen. Insgesamt flog Kozhedub nicht weniger als 330 Kampfeinsätze, bei denen es zu 120 Luftkämpfen kam und er 62 Abschüsse erzielte – wobei die zwei amerikanischen Mustangs offiziell nicht eingerechnet wurden. Im Jahr 1943 wurden insgesamt 5.048 La-5F und La-5FN-Jagdflugzeuge gebaut. Während des Jahres 1944 wurden 3.826 La-5FN in drei Flugzeugfabriken hergestellt. Mit der Einführung der neuen La-7 im April 1944 wurde die Produktion der La-5FN nach und nach heruntergefahren. Bis November 1944 wurden die La-7 und La-5FN gleichzeitig hergestellt, bevor letztere vollständig eingestellt wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt waren insgesamt 9.920 La-5 fertiggestellt worden. Die La-5UTI war ein Trainer mit Doppelsteuerung. La-7 Bis zum Herbst 1943 war klar, dass die Leistung des Schwetsow-M82-Sternmotor über den Stand des ASh-82FN nicht weiter gesteigert werden kann. Deshalb wurde der 2.200 mehr …

  • Anzahl der Verluste an Soldaten, Zivilisten, Schiffen, durch den Luftkrieg und Kriegskosten und Schäden im Ersten Weltkrieg. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs war die Größenordnung der Verwüstungen und Verluste an Menschenleben unvergleichbar zu allen vorausgegangenen Konflikten in der Menschheitsgeschichte. Im Vergleich zu früheren Kriegen hielten die Kämpfe, mehr oder weniger heftig, praktisch andauernd an. Zwischen August 1914 und November 1918 verging praktisch kein Tag ohne irgendwelche militärische Operationen und Verlusten. Gleichzeitig waren die Kämpfe sehr heftig, was hauptsächlich auf die Art des vorherrschenden Grabenkriegs und der dabei von den kriegführenden Nationen verwendeten, zerstörerischen Waffen zurückzuführen war, welche zuvor unbekannt waren. Verluste Die durchschnittlichen Tagesverluste in den vorausgegangenen neun größeren Kriegen betrugen in den Französischen Revolutionskriegen und den nachfolgenden Napoleonischen Kriegen von 1789 bis 1815 pro Tag 233 Soldaten. Im Krimkrieg von 1854 bis 1856 stieg die Zahl auf 1.075 gefallene Soldaten pro Tag. Im Amerikanischen Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 waren es 518 tote Soldaten pro Tag, während die Zahl der Opfer im Preußisch-Dänischen Krieg von 1864 nur 22 waren. Im Preußisch-Österreichischen Krieg von 1866 schnellte diese Anzahl wieder auf 1.125 herauf, während es im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 mit 876 gefallenen Soldaten pro Tag etwas weniger waren. Im Burenkrieg von 1899 bis 1902 gab es täglich lediglich 10 Gefallene und im Russisch-Japanischen Krieg von 1904/05 überschritt diese Anzahl nicht 292, trotz des erstmaligen, umfassenden Einsatzes modernerer Waffen wie Maschinengewehre. In den Balkankriegen von 1912 und 1913 stieg die Zahl aber dann auf 1.941 Gefallene pro Tag und im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 schnellte die Zahl der Verluste unter den Soldaten auf ungeheuerliche 5.509 pro Tag. Es muss darauf hingewiesen werden, dass alle Zahlenangaben zu den Verlusten an Menschenleben nur grobe Schätzungen sein können. Von den 65 Millionen Soldaten, welche von allen kriegführenden Nationen mobilisiert wurden, wurden etwa 8 Millionen getötet und weitere 21 Millionen verwundet. Für die Mittelmächte beliefen sich diese Verluste auf 1,8 Millionen Tote aus 11 Millionen, welche in Deutschland mobilisiert wurden. Österreich-Ungarn mobilisierte 7,8 Millionen Mann und erlitt 922.000 Tote, die Türkei hatte 325.000 Tote aus 2,8 Millionen mobilisierter Soldaten und Bulgarien 76.000 Tote aus 1,2 Millionen mobilisierter Männer. Bei der Entente oder Alliierten lauten diese Zahlen für Frankreich 1,36 Millionen Tote aus 8,4 Millionen mobilisierter Männer, für das Britische Empire 908.000 Tote aus 8,9 Millionen Mobilisierter, für Russland 1,7 Millionen Tote aus 12 Millionen Mobilisierter, für Italien 462.000 Tote aus 5,6 Millionen Mobilisierter und für die U.S.A. 50.000 Tote aus 4,3 Millionen Mobilisierter. Hinzu kommen für Belgien 14.000 Tote aus 267.000 Mann, für Serbien 45.000 aus 707.000 Mann, für Montenegro 3.000 aus 50.000 Mann, Rumänien 335.000 aus 750.000 Mann, Griechenland 5.000 aus 230.000 Mann, Portugal 7.000 aus 100.000 Mann und Japan 300 Tote aus 800.000 mobilisierten Männern. Ebenso wie die militärischen Verluste beliefen sich auch die der Zivilbevölkerung in bisher unbekannten Ausmaß. Insgesamt kamen etwa 6,6 Millionen Zivilisten ums Leben, davon etwa Zwei-Dritteln hauptsächlich in Russland und der Türkei. Mit den Opfern der alliierten ‘Hunger-Blockade’ gegen die Mittelmächte und den mindestens 6 Millionen Opfern der Spanischen Grippe kommen andere Berechnungen sogar auf über 13 Millionen. Im Fall der Türkei waren der Großteil der mindestens 2,1 Millionen getöteten Zivilisten Opfer ethnischer Säuberungen an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten. Andere Quellen geben bis zu 4 Millionen Opfern an Armeniern, Syriern, Juden und Griechen bis zum Ende des türkischen Befreiungskrieges an.   Auch die Überlebenden der Kämpfe waren von den Erfahrungen gezeichnet. Viele einfache Soldaten litten weiterhin unter tiefen, psychischen Traumata, was im Englischen als ‘Shell-Shock’ bekannt wurde, während sie in Deutschland als ‘Kriegszitterer’ bezeichnet wurden. Zwar waren die Soldaten des Ersten Weltkrieges der Todesgefahr wie in allen vorausgegangen Zeiten ausgesetzt gewesen, aber im Gegensatz zu ihren Vorgängern aus früheren Kriegen standen sie nicht nur ein paar Stunden während einer Reihe von zeitlich getrennten und relativ kurzen Gefechten unter diesem psychischen Druck, sondern nun für 24 Stunden am Tag und das über Wochen, wenn nicht sogar Monaten. Mobilisation und Verluste 1914-1918 Alliierte: Mittelmächte: Zivilisten (1914-1918, einschließlich Hungersnot und Krankheiten): Schiffs-Verluste 1914-1918 Alliierte Kriegsschiffe: Zusätzlich verlor Portugal ein Hilfs-Kanonenboot und ein Fluss-Kanonenboot mit zusammen 142 Mann. Griechenland verlor einen von Frankreich beschlagnahmten Zerstörer. Rumänien verlor ein Torpedo-Boot und 1 Fluss-Torpedoboot.   Kriegsschiffe der Mittelmächte: Handelsschiffe: Luftkrieg-Verluste 1914-1918 Flugzeuge und Flugpersonal: Verluste bei Luftangriffen: Kriegskosten Die finanziellen und ökonomischen Kosten des Krieges 1914-1918: Diese Zahlen beinhalteten die Kriegsaufwendungen der Regierungen, Kriegsanleihen und Darlehen sowie die Materialschäden. Es sind nur Schätzungen möglich und die Zahlen gelten nur als relative Richtlinien. 1914 betrug der Wechselkurs 5 US-Dollar für ein Britisches Pfund.

  • Die französische Armee und ihre Uniformen im Ersten Weltkrieg vom 3.8.1914 bis 11.11.1918. Truppenstärke und Verluste. Die Bevölkerungszahl Frankreichs und des Norddeutschen Bundes waren im Jahr 1870 ungefähr gleich. Jedoch bis zum Jahr 1914 stieg die Bevölkerung des Deutschen Reiches auf über 65 Millionen an, während die von Frankreich noch unter 40 Millionen lag. Diese Ungleichheit prägte das französische strategische Denken, jedoch mit tragischer Ironie, da dies am Ende zu einem militärischen Credo führte, welches zahlreiche Menschenleben in der französischen Armee kostete. Französische Armee im 1. Weltkrieg Frankreich hatte die Welt mit seiner schnellen Wiederauferstehung nach der Niederlage von 1870/71 überrascht und reorganisierte seine Armee nach dem preußischen Vorbild mit kurzer Militärdienstzeit und einem leistungsfähigen Generalstab. Wo der Verlust von Elsass und Lothringen die französische Ostgrenze offen legte, wurde eine starke Festungslinie errichtet, welche sich von Belfort bis nach Verdun zog. Zur Jahrhundertwende wurde die Moral der Armee jedoch tief von der Dreyfus-Affäre erschüttert und ihr Ansehen diskreditiert. Im Jahr 1905 wurde dann der Militärdienst auf zwei Jahre verkürzt. Konfrontiert mit der steigenden Bedrohung durch ein überlegenes Deutschland, stieg das Ansehen der Armee wieder, sowie die Bereitschaft, in ihr zu dienen. Im Jahre 1913 konnte der Militärdienst wieder auf 3 Jahre festgesetzt werden. Danach traten die Männer in die Reserve, der Territorial-Armee und der Territorial-Reserve für unterschiedliche Zeiträume bis zu einem Alter von 48 Jahren. Im Juli 1914 belief sich die Friedensstärke der Armee Frankreichs auf 736.000 Mann. Bei der Mobilisierung stieg sie auf 3,5 Millionen an, von denen rund 1,7 Millionen im Feldheer zum Einsatz kamen. Dieses Feldheer bestand aus fünf Armeen mit zusammen 21 Armeekorps, sowie 2 Kolonial-, 3 unabhängigen, 10 Kavallerie- und 25 Reservedivisionen. Der Rest befand sich bei Territorial-Einheiten, in Garnisonen und Depots. Die fünf Armeen waren von der Schweizer Grenze, wo die 1. Armee ihren rechten Flügel bei Belfort hatte, etwa zu einem Drittel des Weges entlang der belgischen Grenze verteilt, wo der linke Flügel der 5. Armee sich in der Nähe von Hirson befand. Weiter nördlich befand sich nur ein Kavallerie-Korps aus 3 Divisionen. Einer deutschen Offensive von Metz aus konnte also begegnet werden, aber eine Offensive durch Belgien hindurch würde nur auf den schwachen französischen Kavallerie-Schleier treffen. Die Franzosen hatten jedoch kein Interesse daran, auf eine feindliche Offensive zu warten. Für die Armeeführung war klar, dass das Desaster des Deutsch-Französischen Krieges von 1870 seine Ursache im fehlenden Angriffsgeist und Esprit der eigenen Seite hatte. Gemäß der Tradition der napoleonischen Kriege wurde die Armee in einem mystischen Geist des Angriffs großgezogen: Angriff, egal was es kostet, lautete die Antwort auf militärische Probleme ! Um diesen Elan zu demonstrieren, trugen die französischen Soldaten die traditionellen langen, blauen Röcke mit großen und deutlich roten Streifen, während das deutsche Heer schon längst im wenig auffälligen Feldgrau gekleidet war. Praktische Maßnahmen wurden ignoriert und der französische Soldat trug seinen langen Rock und schwere militärische Unterkleidung im heißen August des Jahres 1914. Seine Ausrüstung war schwer und lag 20 Prozent über dem Gewicht eines deutschen Soldaten. In Sachen Feuerkraft stützten sich die Franzosen auf das Gewehr und ihr hervorragendes 7,5-cm-Feldgeschütz M1897, eine hervorragende Kanone welche in großen Mengen hergestellt wurde. Maschinengewehre, eine Waffe, die gar nicht in das Konzept des Angriffs-Elans passte, wurden vernachlässigt. Mit dieser Taktik und Ausrüstung konnten sich die französischen Soldaten glücklich schätzen, dass sie nicht nur gehorsam und anpassungsfähig waren, sondern vor allem schnell im Kampf lernten. Die ersten katastrophalen Verluste der französischen Armeen konnten zudem durch Eingeborene aus dem Kolonialreich wettgemacht werden, die während des Krieges 500.000 Mann stellten.   General Joffre, 62 Jahre alt, war Vizepräsident des Kriegsministeriums und wurde Oberbefehlshaber des französischen Heeres bei Ausbruch des Krieges. Er war gewichtig und schweigsam, aber ein guter Zuhörer. Als Veteran des Kolonialdienstes hatte er keine besonders ausgeprägten Vorstellungen von Strategie und Taktik, war aber ein hervorragender Arbeiter und Organisator. Er konnte improvisieren, war aber zu genügsam um vor dem Krieg Pläne und Möglichkeiten für Krisen in einem zukünftigen Krieg vorzubereiten. Gallieni, Joffres Nachfolger in den Kolonien, war wachsamer und realistischer, jedoch ohne Einfluss. Von den Armeekommandeuren war Lanrezac von der 5.Armee ein brillanter und pessimistischer Mann und schon von vielen als Joffres wo möglicher Nachfolger ausgemacht. Foch, ein Vertreter der Angriffsdoktrin und zuvor Kommandant der Kriegsakademie, war Korpskommandeur. Wie Joffre konnte auch er Krisen hervorragend meistern und hatte in Weygand einen Stabschef, der seine Wünsche in klare Befehle umsetzen konnte. Petain, ohne Rückhalt in der Armeeführung wegen seiner kritischen Haltung gegenüber der Elan-Doktrin und seinen realistischen Ansichten der modernen Feuerkraft, kommandierte im August 1914 nur eine Division. FRANKREICH (3.8.1914-11.11.1918) Truppenstärke bei Kriegsbeginn = 4.000.000 Heeresstärke im Verlauf des Krieges = 7.935.000 Tote Militär = 1.390.000 Verwundete Militär = 2.500.000 Französische Uniformen Obwohl Frankreich eines der mächtigsten Länder der Welt war und über beträchtliche Erfahrung in der kolonialen Kriegsführung verfügte, sträubte sich seine Armee gegen Veränderungen. Und so zogen die Franzosen 1914 – allein unter den Großmächten – in veralteten und bunten Uniformen in den Krieg. Und das, obwohl bereits 1913 (in graublau) und 1911 (in graugrün) Versuche unternommen wurden, eine annehmbare moderne Uniform zu finden, und erst im Mai 1915 wurde schließlich das berühmte ‘Horizon Bleu’ eingeführt. Die Grundfarbe der französischen Uniform war blau, die zwischen dem Schwarz der Offiziere und dem Graublau (offiziell als Gris de fer bleutii bezeichnet) der Mäntel der anderen Dienstgrade variierte. Ein typischer Infanterist vom August 1914 ist rechts abgebildet, obwohl berichtet wurde, dass Truppen, die im September 1914 an die Front gingen, bereits blaue Leinenoveralls über den roten Hosen trugen. Nicht abgebildet ist der dunkelblaue Waffenrock der anderen Dienstgrade, der einreihig mit Stehkragen und neun Messingknöpfen vorne war. Offiziere trugen den schwarzen Waffenrock (in der Mitte im Bild weiter unten links) oder die halboffizielle Vareuse aus dem gleichen eisengrauen Material wie der ausgegebene Mantel. Pantaloons und Kniehosen waren entweder rot, dunkelblau oder schwarz mit Paspeln, Streifen oder Lampassen in der Korpsfarbe (Waffenfarbe). Sie wurden von berittenen Offizieren mit schwarzen Stiefeln und von berittenen anderen Dienstgraden mit Stiefeletten und schwarzen Gamaschen (Houzeaux) getragen. Abgesessene Offiziere trugen Stiefeletten, entweder mehr …

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top