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Kriegstagebuch 22. Juni 1944


Poltawa-Luftangriff
Das einzige existierende Foto des Angriffs auf Poltawa. Eine B-17 steht in den Lichtsäulen der deutschen Zielmarkierung-Bomben.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 22. Juni 1944:

Luftkrieg


Osteuropa – Poltawa-Luftangriff: Die deutsche Luftwaffe fliegt mit 60 Bombern einen überraschenden Tiefflugangriff bei Nacht auf die ‘Shuttle-Luftwaffenbasis’ der 8. US-Air-Force in der Ukraine. 44 B-17 Fliegende Festungen werden zerstört und 26 Mann getötet. Über 2 Millionen Liter an Flugbenzin verbrennen. Die ‘Shuttle-Angriffe’ werden anschließend aufgegeben.

Westfront

Normandy: Ein schwerer Bombenangriff läutet den großen Sturmangriff amerikanischer Infanterie auf Cherbourg ein.

Politik

Finnland: Der deutsche Außenminister Ribbentrop fliegt nach Helsinki und setzt durch, daß die finnische Regierung eine öffentliche Verlautbarung macht, daß sie weiterhin an der Seite Deutschlands kämpft und keinen Separatfrieden schließt – im Gegenzug für die Entsendung deutscher Truppenverstärkungen und Waffenlieferungen.

Heimatfronten

USA: Roosevelt unterzeichnet das ‘Bill of Rights’-Gesetz für aus dem Krieg heimkehrende GI’s, welches großzügige Vergünstigungen und Leistungen verspricht.

Südostasien

Burma: Die japanische Belagerung von Imphal wird gebrochen.

[tableX caption=”Verluste bei Imphal und Kohima” colwidth=”40|30|30″ colalign=”left|center|center”]
, Soldaten, Flugzeuge
Briten und Inder, “16.700 + 5.100 Chindits”, “130 RAF, 40 USAAF
Japaner, “30.520 Tote, 23.003 Verwundete + 120 Panzer, ca. 90 Kanonen, 17.000 Pferde”, ca. 100
[/tableX]

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Im Blickpunkt:
  • Frühe Serienmodelle B-29 Superfortress

    Schwere strategischer US-Langstreckenbomber und Atombomber B-29 Superfortress von Boeing. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder, 3d-Modell, die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki und die sowjetischen Nachbauten. B-29 Superfortess, Boeing Modell 345 Typ: schwerer US Langstrecken- und Höhen-Bomber, erster Atombomber auf Hiroshima und Nagasaki. Geschichte der B-29 Superfortress Das Atomzeitalter begann um 9:15 Uhr und 30 Sekunden Ortszeit am 6. August 1945 am Himmel über Hiroshima, Japan. In diesem Augenblick warf eine Boeing B-29 Superfortress, die ‘Enola Gay’, welche von Oberst Paul W. Tibbets gesteuert wurde und mit einer Geschwindigkeit von 528 km/h in einer Höhe von mehr als 9.630 m flog, eine zylindrische Bombe mit einer Länge von fast 3,27 m und einem Durchmesser von 2,5 m ab, die etwas mehr als 62 kg Uran 235 enthielt. Dies war die erste auf ein Ziel abgeworfene Atombombe. ‘Little Boy’, wie die Bombe getauft wurde, explodierte in einer Höhe von 244 Metern und verwüstete die Stadt Hiroshima. Etwa 70.000 Menschen wurden sofort getötet und ebenso viele verletzt. Drei Tage später warf eine andere B-29, die ‘Boxcar’, die zweite Atombombe auf Nagasaki ab. Der Zweite Weltkrieg war damit so gut wie vorbei. Der Name der Superfortress wird immer mit diesen beiden Einsätzen verbunden sein. Aber das große, moderne viermotorige Flugzeug hinterließ auch andere Spuren in der Luftfahrtgeschichte und ging als der beste strategische Bomber des Zweiten Weltkrieges in die Geschichte ein. Insgesamt wurden 3.970 Boeing B-29 gebaut, von denen 2.000 oder 3.000 (unterschiedliche Quellenangaben) zwischen 1943 und 1945 ausgeliefert wurden. B-29 waren auch im Koreakrieg im Einsatz und der Typ wurde erst in den späten 1950er Jahren ausgemustert. Und merkwürdigerweise war es die B-29, die das Gleichgewicht der strategischen Luftmacht zwischen der UdSSR und Amerika während des Kalten Krieges wiederherstellte. Drei Superfortress-Bomber mussten 1944 auf sowjetischem Gebiet Notlanden, und nach dem Krieg entwickelten die Russen aus diesen drei Flugzeugen eine ganze Serie von Langstreckenbombern. Die ersten russischen Modelle, als Tu-4 bezeichnet, waren identisch mit der B-29. Die Entwicklung und Massenproduktion des Boeing Modells 345, später B-29 Superfortress genannt, war eine der größten Unternehmungen in der Geschichte der Luftfahrt. Diese Geschichte begann 1937, als die XB-15 (Boeing Modell 294) erschien. Vier Jahre zuvor hatte das USAAC nach einem strategischen Bomber angefragt, der 907 kg Bomben über eine Entfernung von 8.000 km tragen konnte. Dieses Flugzeug kam nie über das Prototypenstadium hinaus, aber die Ingenieure von Boeing leiteten daraus mehrere experimentelle Projekte ab. Diese wurden Anfang 1940 entwickelt, als das Army Air Corps erneut Spezifikationen für einen Langstreckenbomber herausgab. Dieses neue Flugzeug, das Modell 345, wurde neben Consolidated-, Douglas- und Lockheed-Entwürfen eingereicht, und der Vorschlag von Boeing wurde angenommen. Am 24. August 1940 wurden zwei Prototypen bestellt, gefolgt von einem dritten und einem statischen Testflugzeug im Dezember. Als der Krieg an Intensität zunahm, wurde diesem Programm höchste Priorität eingeräumt. Im Januar 1942 bestellten die Militärbehörden 14 YB-29 Vorserienflugzeuge, unmittelbar danach folgten Aufträge für 500 Serienmaschinen. Im September 1942 wurden 1.000 weitere bestellt. Der erste Prototyp hob am 21. September 1942 ab, mit Eddie Allen am Steuer. Der zweite Prototyp flog erstmals am 28. Dezember, aber am 18. Februar 1943 stürzte dieses Flugzeug bei der Landung ab, nachdem in einem Motor Feuer ausgebrochen war. Alle elf Flugtest-Mitarbeiter von Boeing an Bord wurden getötet. Die B-29 war ein großer Mittelflügel-Eindecker mit einem Rumpf mit rundem Querschnitt. Sie war bis auf den Bombenschacht vollständig unter Druck und wurde von vier 2.200 PS starken Wright-Cyclone-Sternmotoren mit Turbolader angetrieben. Die Abwehrbewaffnung bestand aus zehn schweren Maschinengewehren und einer 20-mm-Kanone, die in vier ferngesteuerten Türmen und einem manuellen Geschützturm sowie in einer manuellen Feuerposition im Heck montiert waren. Spätere Modelle der B-29 hatten noch einen vorderen Rückenturm mit vier 12,7-mm-Maschinengewehren. Im Februar 1942, während die Vorserienmodelle gebaut wurden und die Boeing-Ingenieure Tag und Nacht an den enormen technischen Problemen arbeiteten, bereitete die Firma einen gewaltigen Produktionsplan vor, bei dem die Bomber auch von Bell, North American und Fisher (General Motors) und Martin in Lizenz gebaut werden sollten. Martin kam später hinzu und bis zur Kapitulation Japans waren mehr als 3.000 Superfortress ausgeliefert worden. Das war eine fantastische Leistung, denn jeder einzelne repräsentierte das Fünf- oder Sechsfache des technischen Aufwands aller vorausgegangenen Bomber. In Triebwerksleistung, Gesamtgewicht, Flügelbelastung, Kabinendrucksystem, Bewaffnung, Bordsystemen und sogar in der Grundstruktur setzte die B-29 einen völlig neuen Standard. Währenddessen wurde das 58th Very Heavy Bombardment Wing die erste Einheit, die den neuen strategischen Bomber einsetzte. Ende 1943 wurde beschlossen, die Superfortresses nicht in Europa einzusetzen, sondern sie im Pazifik zu konzentrieren, wo das 20. Bomber Command bereit war, japanische Ziele von Basen in Indien und China aus anzugreifen. Die ersten Flugzeuge erreichten diese Basen im Frühjahr 1944, und der erste strategische Einsatz wurde am 5. Juni gegen Bangkok geflogen. Zehn Tage später führte eine B-29-Formation den ersten strategischen Bombeneinsatz gegen japanisches Gebiet durch. In diesem Sommer des Jahres 1944 wurden fünf weitere Basen auf den gerade eroberten Marianen vorbereitet: zwei in Guam, zwei in Tinian und eine in Saipan. Von diesen Basen aus starteten die Superfortress zu ihren verheerendsten Einsätzen. Der erste Angriff auf Tokio fand am 24. November 1944 statt. Bis 1945 schickten 20 Gruppen von den Marianen jeweils 500 B-29 aus, um Japans Städte platt zu machen und niederzubrennen. Bis zum 6. August 1945 spezialisierten sich die B-29 auf Brandbombenangriffe, zuerst bei Tag und dann bei Nacht und in niedriger Höhe. Es gab nur wenig, was japanische Jäger gegen sie ausrichten konnten, und unter den Städten, die von den B-29 bombardiert wurden, waren Tokio, Nagoya, Osaka und Kobe. Bei der B-29C wurden alle Kanonen bis auf die im Heck entfernt, was die Geschwindigkeit und die Flughöhe erhöhte. Nach dem Krieg gab es 19 Varianten der B-29, nicht eingerechnet die Washington B.I, die für Einsätze bei der britischen Royal Air Force in den Jahren 1950 bis 1958 ausgeliefert wurde. Benutzer: USAAF. Animation 3D-Modell B-29 Superfortress Die Atombomben-Abwürfe Am Mittwoch, dem 25. Juli 1945, entschied sich US-Präsident Truman dafür, die Atombombe gegen Japan einzusetzen, falls das Land das kurze Zeit später verkündete ‘Potsdamer Ultimatum’ ablehnen sollte. Gleichzeitig mehr …

  • Ein schönes Farbfoto eines T-34/85.

    Sowjetischer mittlerer Kampfpanzer T-34 Modell 1943, Modell 1944 und T-44 mit 85-mm-Kanonen. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. T-34 Modell 1944 (T-34/85) und T-44 Typ: Sowjetischer mittlerer Kampfpanzer. Hier zum Vorgängermodell T-34 Modell 1943 T-34/85 (Modell 1944) Geschichte Nachdem die Unfähigkeit des T-34 Model 1943 offensichtlich wurde, mit den neuen deutschen Panzertypen – wie dem Panther-Panzer und PzKpfw VI Tiger – fertig zu werden, war das NKTP gezwungen, dieser Tatsache in das Auge zu sehen. Egal wie sehr auch die Panzerproduktion dadurch gestört werden würde, es mussten wesentliche Verbesserungen an den vorhandenen russischen Panzertypen vorgenommen werden. Auch das GKO griff ein, nachdem es von zahlreichen Beschwerden von Fronteinheiten überschwemmt worden war, dass ein ‘längerer Arm’ benötigt wurde, um die deutschen Panzer zu erreichen und erfolgreich zu bekämpfen. Vier Entwicklungsteams von Kanonen wurden aufgefordert, ein Sofort-Programm zur stärkeren Bewaffnung des T-34 zu starten. Die Teams von Grabin und Petrow arbeiteten bereits an 85-mm-Kanonen, als Grabins Büro vom 23 Jahre alten A. Savin übernommen wurde, als dessen bisheriger Chef zum Zentralen Artillerie-Entwicklungsbüro (TsAKB) nach Moskau versetzt wurde. Zudem begann noch das Team von Siderenko mit den Arbeiten an ihrer 85-mm-Kanone S-18. Die neuen Kanonen wurden auf dem Testgelände von Gorokhovieskiy außerhalb von Gorki erprobt und Grabins ZiS-53 wurde zum Sieger erklärt. Leider vertrug sich aber der neue Panzerturm, welcher von V. Kerichew bei Krasnoye Sormovo in Gorki entwickelt worden war, nicht mit der neuen Kanone. Offenbar hatte dieser nämlich den Turm um Petrovs D-5-Kanone herum entwickelt, welche früher zur Verfügung gestanden hatte und sich bereits für den Jagdpanzer SU-85 in Produktion befand. Zwei unbewaffnete T-34/85 waren bis zum 15. Dezember 1943 fertiggestellt worden und das GKO genehmigte den neuen Typ für den sofortigen Bau und Einsatz trotz dieser Probleme. Um weitere Verzögerungen zu vermeiden, befahl das NKTP den T-34/85 vorübergehend mit der D-5T-Kanone zu bauen, bis Savin einen neuen Panzerturm für Grabins neue und modifizierte ZiS-53-Kanonen sowie weiteren Verbesserungen entworfen hatte. Diese vorläufige Zwischenlösung, der T-34/85 Modell 1943 mit der D-5T-Kanone, ging noch im Dezember 1943 bei Zavod Nr. 112 in Krasnoye Sormovo in Produktion. Die Freigabe für die Serienproduktion erfpgte am 15. Dezember 1943 und bis zum Ende des Jahres waren bereits 293 fertiggestellt worden. Im Jahr 1944 folgten weitere 11.000 T-34/85 des Modell 1943 und vor allem Modell 1944.   Die zwischenzeitlich modifizierte, neue Kanone wurde ZIS-S-53 genannt, um Savins Einfluss auf den Entwurf zu würdigen und ersetzte im Frühjahr 1944, zusammen mit dem neuen Turm, den bisherigen mit der D-5T-Kanone. Dieser Panzer war nun der T-34/85 Modell 1944. Der T-34/85 Modell 1943 und 1944 unterschieden sich in vielerlei Hinsicht. Der augenscheinlichste Unterschied war der Geschützmantel, doch beim Modell 1944 war auch die Kommandantenkuppel nach hinten versetzt, um den Kanonier mehr Platz zu geben und ein Funkgerät in der Nähe des Kommandanten unterzubringen. Der T-34-85 bedeutete nicht nur einen wichtigen Schritt vorwärts bezüglich einer höheren Feuerkraft, sondern endlich wurde auch der Drei-Mann-Turm (Kommandant, Kanonier und Ladeschützen) mit vollständigen visuellen Beobachtungsmöglichkeiten und Funkgeräten für den Panzerkommandanten eingeführt, was bei den deutschen Panzerkampfwagen schon lange üblich war und ein wichtiger Teil ihrer bisherigen, taktischen Überlegenheit bildete. Die Produktion des T-34-85 ersetzte nicht sogleich den gesamten Bau des T-34 Modell 1943 mit der 76-mm-Kanone in allen Panzerfabriken, machte aber trotzdem den Großteil der russischen Panzerproduktion im Jahr 1944 aus. Zu Anfang wurde der neue T-34 von den Deutschen irrtümlich als T-43 identifiziert, über den es einige Meldungen gab und der über einen besseren Panzerschutz verfügen sollte. Im Oktober 1943 entschied das NKTP auch endgültig die Produktion von leichten Panzern zu beenden, nachdem nur 120 T-80 ausgeliefert worden waren. Zu diesem Zeitpunkt des Krieges waren die sowjetischen leichten Panzer praktisch unbrauchbar gegen deutsche Panzer und die benötigten Mengen an Aufklärungspanzern und leichten Unterstützungspanzer für die Infanterie konnten von Lend-Lease-Modellen wie dem Stuart oder Valentine ausgefüllt werden. Einsatz Im Zusammenhang mit dieser Entscheidung wurden im November 1943 die sowjetischen Tank-Brigaden erneut reorganisiert, wobei alle leichten Panzer bei diesen gestrichen wurden und die neuen Brigaden nur noch aus dem T-34 Modell 1943 und T-34/85 bestanden. Die Mischung aus T-34 mit der 76-mm oder 85-mm-Kanone war willkürlich und nur davon abhängig, welcher Typ gerade zur Verfügung stand, obwohl Garde-Einheiten natürlich mit der besseren Ausrüstung ausgestattet wurden, wenn dies möglich war. Die leichten Panzer wurden den mechanisierte Artillerie-Einheiten und einigen anderen Formationen zur Aufklärung oder Verbindungsaufgaben beigegeben. Verfügbar in Abertausenden, übernahm der T-34 die Herrschaft über das Schlachtfeld, zwang die deutschen Truppen immer mehr Defensive und gewann schließlich die taktische und strategische Initiative im ‘Großen Vaterländischen Krieg’ für die Sowjetunion. Nach dem Krieg wurde der T-34/85 und seine Nachfolger noch lange weiter verwendet und war noch im Koreakrieg der wichtigste mittlere Kampfpanzer. Gleichzeitig wurde er noch bis in die Mitte der 1950er Jahre weitergebaut, bis er vom T-54 endgültig abgelöst wurde. Bei anderen Armeen stand er noch bis Mitte der 1960er Jahre im Dienst und tauchte in manchen Buschkriegen auch noch viel später auf. In Erinnerung wird der T-34/85 jedoch als der hervorragende Panzer bleiben, welcher den Zweiten Weltkrieg für die Rote Armee gewonnen hat. Nach der Einführung des T-34/85 war die Rote Armee seit Sommer 1944 so stark, dass sie für den Durchbruch durch die deutsche Verteidigungszone an der Front lediglich ihre Panzer- und mechanisierten Korps benötigte. Die frischen Panzerarmeen wurden erst bei einem Einbruch von etwa 25 bis 40 Kilometern Tiefe eingesetzt, sodass sie weit in das deutsche Hinterland eindringen konnten. Nach dem Durchbruch in die Tiefe des Raumes war ihre Aufgabe, die deutschen operativen Reserven zu zerschlagen und so keine Verteidigungslinien mehr im rückwärtigen Raum zuzulassen. Die sowjetischen Panzer griffen mit tief gestaffelter, danach folgender Infanterie an. Diese Angriffe erfolgten möglichst tief und starr in frontaler Richtung. Erst in der Nacht wurde angehalten, um möglichst viel Infanterie aufschließen zu lassen, die sich eingrub und das neu eroberte Gelände sicherte. Die Gegenangriffe deutscher Panzereinheiten wurden zumeist schon in schnellen Begegnungsschlachten abgewehrt. Durch den zunehmenden Einsatz von Panzernahbekämpfungsmitteln bei der deutschen Infanterie, wie Panzerschreck und Panzerfaust, brachten die sowjetischen Panzerbesatzungen Bretter oder Gitter behelfsmäßig an mehr …

  • Von Deutschland ausgebildete und ausgerüstete Soldaten der national-chinesischen Armee von Tschiang Kai-schek.

    Die chinesischen Streitkräfte von 1937 bis 1941: national-chinesische Armee und Waffen, Luftwaffe, Marine und Kommunisten.   Die Annexion von Mukden am 19. September 1931 markierte den Auftakt einer sich steigernder japanischen Aggression gegen China und von 1937 an gab es einen offenen Krieg. Die ungeordneten chinesischen Truppen waren der japanischen Armee auf dem Schlachtfeld nicht gewachsen, aber entschlossener Widerstand verhinderte den völligen Zusammenbruch. Schon die Größe von China schloss einen japanischen militärischen Sieg aus und obwohl die national-chinesische Regierung gezwungen war, alle wichtigen industriellen Gebiete aufzugeben und sich in eine neue Hauptstadt Tschungking zurückzuziehen, setzte sie den Kampf fort und band im Bündnis mit den kommunistischen Streitkräften von Mao Tse-tung eine große Anzahl japanischer Truppen. Stärke und Organisation  der  National-chinesische Armee Bei Ausbruch des Japanisch-Chinesischen Krieges im Juli 1937 wurde die national-chinesische Armee auf rund 1,7 Millionen Mann erweitert. Die offizielle Kriegsgliederung auf dem Papier umfasste 182 Infanterie-Divisionen, 46 unabhängige Brigaden, 9 Kavallerie-Divisionen, 6 unabhängige Kavallerie-Brigaden, 4 Artillerie-Brigaden und 20 unabhängige Artillerie-Regimenter. Eine Division hatte auf dem Papier 2 Infanterie-Brigaden zu jeweils 2 Regimenter, ein Artillerie-Bataillon oder Regiment, ein Pionier- und Nachschubbataillon, ein kleine Nachrichten-, Ambulanz- und Transport-Einheit. In der Praxis variierte die Bereitstellung der Unterstützungs- und Hilfseinheiten jedoch stark von Division zu Division, ebenso wie ihre Truppenstärke. Die durchschnittliche Stärke der zuvor beschriebenen Divisionsgliederung belief sich auf etwa 9.000 bis 10.000 Mann, dies traf aber nur für die ersten zehn von Deutschland ausgebildeten Divisionen aus dem Jahr 1937 zu. Die Masse der Divisionen, sowie die neu oder nur vorübergehend aufgestellten Verbände, hatten durchschnittlich nur 5000 Soldaten. Unabhängige Brigaden hatten etwa 4500 Mann, während neue und vorübergehend aufgestellte Brigaden vielleicht etwa 3000 Mann stark waren. China war im Jahre 1937 immer noch ein zutiefst gespaltenes Land und die KMT-Regierung konnte sich nicht auf alle ihre nominellen Streitkräfte zugleich verlassen. Rebellionen und andere Vorfälle von Untreue bei verschiedentlichen seiner regionalen militärischen Befehlshaber während der 30er Jahre hatten bei Tschiang Kai-schek einen großen Teil seiner Truppen verdächtig gemacht. Die zuverlässigsten und von daher am besten ausgerüsteten Soldaten von Tschiang Kai-schek waren daher die 380.000 Mann seiner eigenen, vor 1934 aufgestellten Armee. Die meisten von diesen waren von deutschen Soldaten ausgebildet worden. Sie wurden von Absolventen der Whampoa-Militärakademie in Kanton kommandiert, welche Tschiang Kai-schek 1924 selbst geleitet hatte, um ein politisch zuverlässiges Offizierkorps für die KMT-Armee zu schaffen. Weitere 520.000 Mann gehörten Einheiten an, welche seit jeher treu zu Tschiang Kai-schek standen, wenn sie auch nicht vom ihm aufgestellt worden waren. Dieser harte Kern gab ihm etwa 900.000 Mann, auf die sich die KMT-Regierung verlassen konnte. Abgesehen von diesen Armeen gab es noch eine andere Kategorie von sogenannten halb-autonomen Provinz-Truppen, die manchmal für die Interessen der KMT-Regierung mobilisiert werden konnten. Zusammen vielleicht noch etwa 300.000 Mann stark, verteilt über die Provinzen Suiyuan, Schanssi und Shangtung im Norden und Kwangtung im Süd-Osten. Der Rest der national-chinesischen Armee bestand aus Truppen, angeführt von Kommandeuren welche gegenüber Tschiang Kai-schek zwar keine wirkliche Loyalität empfanden, aber bereit waren, neben ihm gegen den gemeinsamen Feind Japan zu kämpfen. Die Kampfkraft dieser Verbände von fraglicher Loyalität schwankte von sehr gut bis sehr schlecht. Zum Beispiel wurden die 80.000 Soldaten und 90.000 Milizionäre der südlichsten Provinz Kwangsi gut geführt und waren gut ausgerüstet, ausgebildet und diszipliniert, während die 250.000 Soldaten von Szechuan im Süd-Westen als die am schlechtesten ausgebildeten und ausgerüsteten beschrieben wurden, die meisten von ihnen undiszipliniert und die treulosesten aller national-chinesischen Truppen. Zersetzt von Verlusten, vor allem unter dem vor Kriegsbeginn 1937 ausgebildeten Offizierskorps, und mit nur wenig Nachschub versehen, waren die meisten dieser Formationen unter der Sollstärke, schlecht ernährt, gekleidet, ausgerüstet und geführt, mit einem Kampfwert der vergleichbar war mit dem von plündernden Bauernheeren vergangener Jahrhunderte. Historisch gesehen hatte Chinas brutale militärische Kultur dem Bauern-Soldaten niemals einen Lohn für den Sieg gegeben, mit Ausnahme der Gelegenheit zur Plünderung. Es gab keine emotionale Beteiligung an Ereignissen, welche nicht unmittelbar die eigene Einheit betrafen. Vorsicht wurde als Klugheit bewundert, Selbstachtung hing nicht von der eigenen Initiative im Angriff oder standhafter Verteidigung ab. Sofern sich nicht ein schneller Erfolg einstellte, bestand immer die Tendenz, sich zurückfallen zu lassen. Auf der anderen Seite konnte oft selbst nach einem überstürzten Rückzug im Angesicht des Feindes und nach einer kurzen Rast der leidgeprüfte Bauern-Soldat zu seinem Dienst zurückgebracht werden. Waffen der national-chinesischen Armee Mit einer Armee, welche rasch auf über 2 Millionen Mann anstieg, und nur einer kleinen Anzahl von lokalen militärischen Arsenalen und Rüstungsbetrieben, war die Bewaffnung der national-chinesischen Armee ein ständiges Problem. Seit den frühen 30er Jahren war eine verwirrende Vielfalt von Gewehren und Maschinengewehren aus allen Teilen der industrialisierten Welt das ein oder andere mal von den Chinesen eingeführt worden. Ohne eine zentral gesteuerte Einkaufspolitik für die Armee hatten die verschiedenen militärischen Regionalbefehlshaber und vorübergehende Kriegsherren für die eigenen Truppen die ihnen angebotene Waffen nach Lust und Laune aufgekauft. Dieser erhebliche Mangel an Standardisierung wurde nur teilweise durch den Ausbruch des Chinesisch-Japanischen Krieges beseitigt. Von 1937 an war die vorherrschende Infanterie-Waffe der chinesischen Armee das deutsche 7,92mm Mauser 98k Gewehr, welches von den deutschen Ausbildern in den frühen 30er Jahren empfohlen wurde. Das Mauser-Gewehr wurde in großen Zahlen importiert und wurde bald darauf in chinesischen Arsenalen nachgebaut und wurde allgemein als Tschiang Kai-schek-Gewehr bezeichnet. Andere Gewehre und Karabiner, ebenfalls auf dem Mauser-Entwurf basierend, wurden ebenfalls eingeführt, so das belgische FN24 oder das tschechoslowakische VZ24. Auch das ältere Mauser-Gewehr 88 wurde noch weit verbreitet in China verwendet und es wurde immer noch als Hanyang 88 in chinesischen Fabriken hergestellt. Viele verschiedene Modelle von Maschinengewehren wurden ebenfalls in den 30er Jahren eingeführt. In der Tat sieht es so aus, als war China in mehreren Fällen der einzige Exportkunde für einige mehr oder weniger dubiose europäische Waffen. Wenn ein Waffenhändler seine Waren nicht an die KMT-Regierung verkaufen konnte, versuchte er sein Glück eben bei einem der Provinz-Armeeoberbefehlshaber. Das vorherrschende chinesische leichte Maschinengewehr war das ausgezeichnete tschechische ZB26, importiert und in großer Zahl nachgebaut. Andere eingeführte Typen waren das schweizerische ZE70, das finnische Lahti und das russische DP26. Maschinengewehr waren immer zu wenig mehr …

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