schwere Bombe He 111


schwere Bombe He 111

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Im Blickpunkt:
  • Japanischer Soldat im Zweiten Weltkrieg

    Japanisches Infanterie-Gewehr Modell Meji 38 Ariska aus dem 2. Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Gewehr Modell 38 (Ariska). Typ: Infanterie-Gewehr. Geschichte Ariska-Gewehr Als die japanische Armee wie viele andere auch entschied, ein Magazin-Gewehr einzuführen, kam sie zu der Erkenntnis, dass das Mauser-System die beste Lösung war. Aber ebenso wie einige andere Streitkräfte bevorzugten sie ein eigenes Produkt und hatten einige andere Vorstellungen davon, was ein gutes Gewehr ausmacht. So nahmen sie Mauser als Ausgangspunkt und entwickelten ihre eigene Version.   Der Entwurf war die Arbeit heute unbekannter Techniker, aber die Kommission, welche vom Kaiser für die Entwicklung des neuen Gewehres eingesetzt war, wurde von Oberst N. Ariska geleitet. Und deshalb ist das Gewehr seitdem unter seinem Namen bekannt. Das erste Repetiergewehr Modell 30 wurde 1897 fertiggestellt und 1905 vervollkommnet. Dieses als Meiji 38 bezeichnete Gewehr wurde 1905 eingeführt, was das 38. Regierungsjahr des japanischen Kaisers Meiji war, daher die Bezeichnung Modell 38. Die Waffe ersetzte das ursprüngliche Modell 1897 und hatte demgegenüber zwei oder drei Verbesserungen. Der Mechanismus ist grundsätzlich wie von Mauser, aber mit einem großen pilzförmigen Sicherheitsknopf am hinteren Ende des Bolzens, was deswegen zu einer Überarbeitung des Auslöser-Mechanismus führte. Daneben wurden einige Eigenschaften des Mannlicher-Gewehrs übernommen, kombiniert mit einigen japanischen Entwicklungen. Ein ungewöhnlicher Zusatz, welcher allerdings bei erhaltenen Exemplaren nur noch selten vorhanden ist, war eine Blechabdeckung, welche zusammen mit dem Bolzen funktionierte und verhinderte, dass Regenwasser oder Staub in den Mechanismus gelangen konnte. Diese funktionierte zwar wie vorgesehen, aber wie bei den meisten anderen derartigen Vorrichtungen ähnlicher Art, war es fadenscheinig und neigte zum Rasseln in den ungünstigsten Momenten, was die Position des Trägers der Waffe verriet. So ging der Großteil dieser Abdeckungen bei erster Gelegenheit ‘im Einsatz verloren’. Das Kaliber von 6,5 mm war der kleineren Statur der japanischen Soldaten angepasst und die große Länge des Gewehrs von 1,27 Meter sollte ihre Reichweite im Bajonettkampf vergrößern. Dies macht das Gewehr aber ziemlich unhandlich. Das Ariska-Gewehr wurde auch nach Thailand exportiert und von den Truppen verschiedener Kriegsherren in China verwendet. Während des Ersten Weltkrieges kaufte Großbritannien 500.000 Ariska-Gewehre für die Royal Navy und zu Ausbildungszwecken. Russland verwendete 763.000 Stück der Modelle von 1897 und 1905 für Einheiten an der Nordfront. In Mexiko wurde das Gewehr mit Kaliber 7 mm im Jahr 1913 übernommen. Wie die Italiener, kamen auch die Japaner zu der Erkenntnis, dass ihr älteres 6,5-mm-Kaliber nicht weiterhin effizient genug war und deshalb entwickelten sie in den 1930er Jahren eine neue 7,7-mm-Patrone als Ersatz. Als logische Folge davon musste ein Gewehr entwickelt werden, welches diese Patrone verfeuern konnte. Dieses wurde nicht mehr als eine für das Kaliber aufgebohrten Modell 38 und als Typ 99 bezeichnet Es hatte einige weitere fragwürdige neue Eigenschaften, wie ein spezielles Visier zur Bekämpfung von Tieffliegern, was aber die Feuergeschwindigkeit der Waffe beeinträchtigte. Allerdings erreichten nur wenige der neuen Gewehre die Hände der Truppe und die Japaner waren nicht erfolgreicher als die Italiener beim Wechsel des Kalibers, was hauptsächlich an Produktionsschwierigkeiten lag. Als Ergebnis davon blieb die 6,5-mm-Patrone mit dem zugehörigen Gewehr der japanische Standard während des Zweiten Weltkrieges. Das Modell 38 wurde dadurch zu Japans bekanntester Infanterie-Waffe. Nachdem der Pazifik-Krieg im Jahr 1942 in vollem Gang war, fiel der Produktionsstandard für die japanischen Ariska-Gewehre und Karabiner schnell ab. Jedes Teil der Waffe, was nicht unbedingt benötigt wurde, blieb beim Produktionsprozess auf der Strecke. Dies ging so weit, dass aufgrund der alliierten See- und Luftblockade einige der gegen Kriegsende hergestellten Gewehre mit Holz und Metall schlechter Qualität gebaut werden mussten, was sie gefährlicher für den Schützen als sein Ziel machten. Zum Schluss wurden sogar einschüssige Waffen mit 8-mm-Patronen aus Pistolen gebaut. Varianten Karabiner M1938: Angeblich für Kavalleristen und Artilleristen hergestellt, wurde dieses Modell auch von der japanischen Infanterie verwendet, welche es sogar dem Standard-Gewehr wegen seiner 30 cm kürzeren Länge und knapp einem viertel Kilo weniger Gewicht vorzogen. Der Mechanismus der Waffe war der gleiche wie beim langen Gewehr. Zusätzlich gab es noch ein klappbare Version für die Fallschirmtruppe. Scharfschützengewehr M97: Dies war das ursprüngliche Ariska-Gewehr mit einem zusätzlichen Zweibein und einem Zielfernrohr niedriger Auflösung an der linken Seite des Gewehres, um das Nachladen zu ermöglichen. Der Verriegelungsgriff war heruntergeklappt, um zu vermeiden, dass die Hand des Schützen beim Betätigen des Bolzens das Visier verunreinigte. Spezifikationen Ariska-Gewehr Modell 38 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Panzerbekämpfung der japanischen Infanterie Die Japaner waren bestürzend schlecht auf die Panzerabwehr (Taisensha Senta) im Zweiten Weltkrieg vorbereitet und dafür geeignete Waffen existierten praktisch nicht. Obwohl diese Schwäche bereits 1939 in Mandschuko-Zwischenfall von den Sowjets aufgezeigt worden war, spielten die japanischen Verantwortlichen dies herunter. Es gab keine japanische Doktrin für den Masseneinsatz von Panzern und das Gleiche erwarteten die Japaner auch von ihren zukünftigen Gegnern im Pazifikkrieg. Sie erwarteten höchsten leichte amerikanische Panzer und als sie erstmals im November 1943 auf Tarawa auf M4 Sherman Panzer trafen, waren sie darauf völlig unvorbereitet. Die japanische Panzerabwehr verließ sich deshalb seitdem auf den Offensivgeist ihrer Armee und so wurden neben wenig wirksamen konventionellen kleinkalibrigen Pak-Geschützen und schwachen Panzerabwehrbüchsen auch Granatwerferbecher nach deutschem Vorbild sowie zunehmend unorthodoxe Methoden angewandt. Typ 2 Panzerabwehr-Granatwerferbecher Ein gewisses Maß zur Panzerbekämpfung für die japanische Infanterie wurde durch das Aufsetzen von speziellen Granatwerferbechern auf dem Ariska-Gewehr Modell 38 erreicht. Diese Granatwerferbecher Typ 2 konnten an der Mündung mittels einer Verriegelung-Mündungsbremse an der Mündung aufgeschraubt werden. Die Idee war eine Kopie der deutschen Schießbecher-Granatwerfer des Karabiner 98 und verwendete sehr ähnliche Granaten. Der Panzerabwehr-Granatwerferbecher Typ 2 hatte eine gewisse Effektivität, konnte auf allen Ariska-Gewehren Modell 38 angebracht werden und es gab Granaten im Kaliber von 30 oder 40 mm. Unorthodoxe Methoden der Panzerbekämpfung Japanische Soldaten griffen alliierte Panzer auch mit Tretminen an, wobei sie oft im Moment der Explosion getötet wurden. Die Tretmine war aber eigentlich keine ‘Selbstmordwaffe’, denn theoretisch hatte der Träger gute Möglichkeiten, den Einsatz zu überleben. Die japanische Selbstmord-Taktik zur Panzerabwehr war daher extremer, denn seit 1944 war sie zu einer allgemein akzeptierten Methode der Kriegsführung geworden. Alle japanischen Soldaten, Matrosen oder Piloten wurden dazu aufgerufen, bei dem Versuch alliiertes Material oder Personal mehr …

  • PzKpfw III in Strassenkämpfen

    Deutscher mittlerer Kampfpanzer PzKpfw III (Panzerkampfwagen III) Ausf. G, H, J mit 5-cm KwK L/42. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. PzKpfw III, Panzerkampfwagen III Typ: Mittlerer Kampfpanzer. Geschichte: Der PzKpfw III – oder vollständig Panzerkampfwagen III – war der wichtigste Panzertyp des deutschen Heeres in den ersten beiden Jahren des 2. Weltkrieg. Mehr als jeder andere Panzertyp dominierte der PzKpfw III die Blitzkriege der Jahre 1940-1941 und führte die deutschen Streitkräfte fast bis zum strategischen Sieg des Konfliktes. Bis Mitte der 1930er Jahre hatten die deutschen Planer angenommen, dass für die Zukunft zwei verschiedene Panzertypen notwendig wären, nämlich einen Leichten und einen Mittleren Panzer. Der schnelle, leichte Panzer sollte mit einer 2-cm-Schnellfeuerkanone bewaffnet sein (dies wurde der PzKpfw II) und feindliche Panzer bekämpfen sowie Aufklärungsaufgaben übernehmen können. Der mittlere Panzer (dies wurde der PzKpfw IV) wäre langsamer, stärker gepanzert und mit einer großkalibrigen Kanone bewaffnet, welche Sprenggranaten verschießen könnte. Dieser Panzer sollte die Nahunterstützung bieten und mit feindlichen Panzerabwehrgeschützen in der tiefe des Gefechtsfeldes fertig werden. Jedoch zeigten Manöver-Ergebnisse und weitere Studien bald, dass der schwach bewaffnete und dünn gepanzerte leichte Panzer nicht in Panzergefechten bestehen konnte. Es wurde deutlich, dass es eine weitere Panzerklasse irgendwo dazwischen geben müsste. Dieser mittlere Panzer müsste mit einer ausreichend starken Kanone bewaffnet sein, um die meisten der feindlichen Panzer bekämpfen zu können. Dazu müsste er verhältnismäßig gut gepanzert und beweglich sein, um jede Durchbruchs-Möglichkeit auszunutzen. Das war wohl die erste Definition von dessen, was heute als ‘Kampfpanzer’ (MBT = Main Battle Tank, im Englischen) üblicherweise angesehen wird. So wurde der PzKpfw III entwickelt, um die Hauptschlagkraft der zukünftigen Panzerdivisionen zu sein. Guderian und seine Generalinspektion der Panzertruppen wollten diesen neuen Panzer mit einer 5-cm-Kanone bewaffnet sehen, aber das Heereswaffenamt hielt die 3,7-cm-Kanone für ausreichend. Dies vor allem aus Gründen der Standardisierung, da die Infanterie bereits mit der 3,7-cm-Pak 36 ausgerüstet war. Jedoch wurde als Zugeständnis ein ausreichend großer Turmring verwendet, um gegebenenfalls später schwerere Geschütze einzubauen. Der erste moderne Kampfpanzer Aber die wirkliche Innovation des PzKpfw III lag in dem Bereich – und in welchem er weit vor seinen zeitgenössischen Konkurrenten lag – von der Platzierung der Besatzung und ihrer Ergonomie. Von Anfang an wurde der PzKpfw III für den Kampf Panzer gegen Panzer optimiert und wie die Zukunft zeigen wird, damit auch für jede andere Gefechtssituation. Die Besatzung von 5 Mann war offensichtlich ziemlich stark für einen mittleren Panzer. Zu den Besatzungsmitgliedern gehörte der Kommandant, Ladeschütze, Richtschütze, Fahrer und der MG-Schütze, welcher zugleich auch Funker war. Der Schlüssel dabei lag in dem Drei-Mann-Turm, wobei sich der Kommandant in einer geeigneten, angehobenen Position zwischen Richtschütze und Ladeschütze befand und über eine Rundumsicht-Kuppel verfügte. Der Kommandant hatte keinerlei andere Aufgaben, als den Panzer zu befehligen und dessen Aktionen mit den anderen Panzern des Zugs zu koordinieren, wodurch er effizient durch die Funkkommunikation unterstützt wurde. Er wurde nicht davon abgelenkt, noch zusätzlich Richtschütze, Ladeschütze oder sogar beides zur gleichen Zeit zu sein, wie es in fast allen zeitgenössischen alliierten oder russischen Panzern der Fall war. Die Spezifikation für den Panzer 3 wurde 1935 aufgestellt und mehrere Prototypen im folgenden Jahr erprobt. Der Entwurf von Daimler-Benz wurde für die Produktion von zehn Panzerkampfwagen III Ausführung A (PzKpfw III Ausf.A) im Jahr 1937 ausgewählt. Die PzKpfw III A hatten nur 15 mm Panzerung, waren mit der 3.7-cm-KwK L/45.5 bewaffnet, hatten 5 Straßenränder welche durch Federspulen abgedämpft wurden, sowie zwei Rücklaufrollen. Versuche den Entwurf, insbesondere im Bereich des Laufwerks, zu verbessern, folgten kurz darauf. Die PzKpfw III Ausf. B, C und D verwendeten alle 8 Räder auf beiden Seiten, welche sich durch verschiedene Variationen der eingesetzten Blattfederaufhängungen unterschieden. Es wurden insgesamt nur 60 der halb-experimentellen PzKpfw III B, C und D von 1937 bis Juni 1938 hergestellt, alle unter Beibehaltung der relativ dünnen Panzerung von 15 mm. Erst im Dezember 1938 erschien der PzKpfw III Ausf.E, welcher das endgültige Produktionsmodell wurde und der ersten Serie ähnelte. Die Laufwerkaufhängungs-Probleme wurden durch die Verwendung von unabhängigen Drehstabfederungen gelöst, mit sechs Rädern auf beiden Seiten und drei Spur-Umlenkrollen. Die verbesserte Laufwerkaufhängung erlaubte eine Gewichtszunahme auf 19,5 Tonnen, wodurch die Panzerung auf 30 mm verdoppelt werden konnte, was einen beachtlichen Schutz für die Zeit von 1939/40 bot. Insgesamt wurden jedoch nur 96 PzKpfw III E bis Oktober 1939 fertiggestellt. Durch die langsame Herstellung verfügte das deutsche Heer bei Beginn des Polenfeldzug am 1. September 1939 insgesamt nur über 98 Panzer 3 und somit bildete der PzKpfw II das Rückgrat der Panzerverbände in Polen. Von September 1939 bis Juli 1940 wurden dann 435 PzKpfw III Ausf.F produziert. Endlich gab es – zumindest für deutsche Verhältnisse – eine Art von Massenproduktion des Kampfpanzers. Der PzKpfw III F war im wesentlichen identisch zum PzKpfw III E, außer das die etwa 100 letzten Serienfahrzeuge mit einer neuen externen Geschützblende und erstmals mit der stärkeren 5-cm-KwK L/42 ausgerüstet wurden. Am 10. Mai 1940 gab es 348 Panzer III (einschließlich der ersten Ausf. G) in den sieben deutschen Panzerdivisionen an der Westfront. Obwohl es immer noch mehr PzKpfw II gab, bedeutete deren Unfähigkeit, feindliche Panzer oder eingegrabene Panzerabwehrstellungen erfolgreich zu bekämpfen, dass die Panzer 3 die Speerspitze des deutschen Angriffs während des Westfeldzug 1940 bildeten. Nach den Kampferfahrungen in Frankreich wurden im August 1940 viele der PzKpfw III F mit der stärkeren 5-cm-Kanone ausgerüstet und zusätzliche 30-mm-Panzerplatten auf den Rumpf und die Aufbauten verschweißt. Zwischen dem 22. Juni und 4. Juli 1941 gingen aber immer noch 274 PzKpfw III mit der 3,7-cm-Kanone an der Ostfront in den Einsatz. Diese Panzer waren nicht mit der 5-cm-Kanone aufgerüstet worden und waren vornehmlich PzKpfw III Ausf.F. hier zu den Details der ersten Modelle des PzKpfw III Ausführung A bis F Im April 1940 hatte die Produktion des PzKpfw III Ausf.G begonnen. Bei der Ausführung G wurde die 5-cm-KwK L/42 von Juli 1940 an zur Standardbewaffnung, dazu verstärkte Panzerung an der Rückseite und bei den späteren Serienmodellen eine neue Kommandantenkuppel auf dem Turm. Ab Oktober 1940 wurde der PzKpfw III Ausf.H zusätzlich gebaut, welcher einen überarbeiteten und verlängerten Turm mehr …

  • 3D-Modell Me 262A-1a

    Messerschmitt-Jagdflugzeug mit Strahltriebwerk, erster Düsenjäger und Aufstellung des ersten Jagdgeschwaders mit Jets. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Messerschmitt Me 262 Typ: Jagdflugzeug, Jagdbomber und Nachtjäger mit Strahltriebwerk. Geschichte Der Entwurf des Düsenjägers Me 262, welcher bei Messerschmitt die Projekt-Nummer 1065 führte, begann schon gut ein Jahr vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und hätte ab 1943 der Luftwaffe die Herrschaft über den deutschen Luftraum zurückgewinnen können. Durch Verzögerungen bei der Entwicklung und der Auslieferung geeigneter Düsentriebwerke, offizielles Desinteresse der Führung, Schäden durch alliierte Luftangriffe, ein von lästigen Schwierigkeiten geplagtes Entwicklungsprogramm und nicht zuletzt Hitlers Ablehnung, das Flugzeug in seiner ursprünglich geplanten Rolle einzusetzen, führten dazu, dass es fast sechs Jahre dauerte, bis die Me 262 Schwalbe endlich bei Staffeln der deutschen Luftwaffe zum Einsatz kommen konnte. Ein Attrappen-Modell des Flugzeuges wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 1939 fertiggestellt. Nach Begutachtung durch das Reichsluftfahrtministerium (RLM) wurde im Frühjahr 1940 der Auftrag erteilt, drei flugfähige Prototypen fertigzustellen. Diese waren alle Anfang 1941 fertig, lange vor dem Eintreffen ihrer Düsentriebwerke. Um aber die grundsätzlichen Flugeigenschaften der Flugzeugzelle zu erproben, wurde die Me 262 V1 (PC+UA) mit zwei Attrappen-Düsentriebwerken unter den Flügeln und einem einzelnen 700-PS-Jumo-210G-Kolbenmotor in der Nase ausgerüstet und machte ihren Erstflug am 18. April 1941. Am 25. März 1942 konnte ein wenig erfolgreicher Versuch eines Erprobungsfluges mit zwei BMW-003-Strahltriebwerken unter den Flügeln, aber immer noch mit dem in der Nase montierten Jumo-210G-Kolbenmotor, durchgeführt werden. Der erste vollständige Flug mit Düsenantrieb erfolgte am 18. Juli 1942, als die Me 262 V3 (PC+UC) unter der Kraft von zwei 800-kg-Jumo-004A-Strahltriebwerken abhob. Noch viel mehr Prototypen wurden fertiggestellt um diese mit unterschiedlicher Bewaffnung und Ausrüstungsanordnungen zu erproben. Ab der V5, welche ihren Erstflug am 26. Juni 1943 hatte, wurde ein Dreiradfahrwerk für den ursprünglichen Spornrad-Typ verwendet. Pläne zur Massenproduktion unter höchster Priorität wurden durch alliierte Luftangriffe auf die Messerschmitt-Fabrik in Regensburg zunichtegemacht. Dazu gab es noch zahlreiche Probleme während der abschließenden Entwicklung, wozu Motorbrände und Motorversagen, Zusammenbrüche des Fahrgestells, Verklemmen der Munitionszufuhr bei den Maschinenkanonen und das Abbrechen von Bauteilen während des Flugs gehörten. Die zuverlässigen Lieferungen der Strahltriebwerke begann erst im Juni 1944, was die Auslieferung der ersten Serienflugzeuge der Me 262A ermöglichte. Trotz vieler Schwierigkeiten wurden im Juli 1944 die ersten Serienmaschinen ausgeliefert. Nur 513 Me 262 wurden 1944 von der Luftwaffe übernommen, was weniger als 40 Prozent von der ursprünglich vorgesehenen Anzahl war. Hitler hatte bereits 1.000 Jagdbomber-Versionen der Me 262 bis zum Sommer 1944 gefordert, um die erwartete alliierte Invasion im Westen zerschlagen zu können. Der Ausstoß erreichte aber erst Anfang 1945 akzeptable Mengen. Jedoch waren die Flugqualitäten der Me 262 hervorragend und eine Vorserie von 23 A-0 konnte bereits im Frühjahr 1944 von der Luftwaffe übernommen werden. Diese wurden dem Erprobungskommando in Rechlin und der Piloten-Umschulungseinheit EKdo 262 zugeteilt. Letzterer Verband setzte die Me 262 erstmals auch im Luftkampf ein, als am 25. Juli 1944 ein bis dato weitgehend unbelästigter englischer Mosquito Aufklärungsbomber über München abgeschossen wurde. Die zwei hauptsächlich gebauten Modelle waren der Abfangjäger Me 262 A-1a Schwalbe und der Jagdbomber Me 262 A-2a Sturmvogel. Von dem Abfangjäger wurden zahlreiche Untertypen mit vier 30-mm-MK-108-Maschinenkanonen in der Nase oder mit alternativen Bewaffnung-Variationen gebaut. Der Jagdbomber war das Ergebnis von Hitlers Beharren, das Flugzeug als Bomber einzusetzen und hatte Unterstationen für eine 1.000-kg oder zwei 500-kg-Bomben. Andere Versionen beinhalteten die A-1a/V083 mit einer einzelnen 50-mm-MK5-Kanone in der Nase, die A-1b mit zwölf ungelenkten 55-mm-R4M-Raketen unter jedem Flügel, einer A-2a/U2 mit einer verglasten Nase um einen geneigten Bombenzielstand, das Bodenangriffsflugzeug Me 262A-3a und den Fotoaufklärern Me 262A-1a/U3 und Me 262A-5a. Eine zweisitzige Tandem-Trainerversion wurde als Me 262 B-1a bezeichnet und ein Prototyp wurde für den geplanten zweisitzigen Nachtjäger Me 262B-2a fertiggestellt. Dieser hatte einen längeren Rumpf, größeren Treibstoffvorrat und einen Einbau einer nach oben feuernden ‘Schrägen Musik’ aus zwei MK108-Kanonen hinter dem Cockpit. Die B-2a ging jedoch nicht mehr in Serienproduktion, aber mehrere der B-1a-Trainingsflugzeuge wurden ohne verlängerten Rumpf in Nachtjäger umgebaut und als Me 262B-1a/U1 bezeichnet. Diese wurden durchaus erfolgreich vom Kommando Welter und anschließend unter der regulären Verbandsbezeichnung 10./NJG 11 eingesetzt. Nur wenige der C-Modelle mit zusätzlichen, verschiedenen Raketenmotoren wurden bis Kriegsende fertiggestellt, um die Steiggeschwindigkeit des Düsenjägers zu verbessern. Wenn auch nur etwa mehr als 500 Me 262 bis Jahresende 1944 gebaut worden waren, so stieg deren Zahl bis Kriegsende doch auf 1.433 an. Von diesen sahen vermutlich weniger als 350 – also maximal ein Viertel – Einsätze bei Frontverbänden und auch ihre Verluste waren schwer. Aber nur wenige dieser Verluste hatten Kampfeinwirkung als Ursache. Während jedoch die alliierten Jagdflugzeuge mit Strahltriebwerk, wie z.B. die amerikanische Shooting Star oder die englische Vampire, entweder die Staffeln nicht mehr erreichten oder aber keinen Gegner mehr sahen, schossen die etwa 100 Me 262, die noch Treibstoff bekamen, weit mehr als 100 alliierte Bomber und Jäger ab. Die Einheit mit den meisten Abschüssen war der JV44, welcher in einem Monat Operationszeit bis zum Kriegsende im Mai 1945 etwa 50 Feindflugzeuge zerstörte. Ein Luftkampf zwischen der Messerschmitt Me 262 und alliierten Strahljägern wurde nicht bekannt, dagegen wurden eine Reihe der Jets durch P-51 Mustang, Spitfire, Tempest und P-47 Thunderbolt, insbesondere während der kritischen Starts und Landungen, zerstört. Benutzer: Deutschland. Aufstellung des ersten Düsenjäger-Jagdgeschwaders Die offizielle Genehmigung zur Serienproduktion der Jägerversion Me 262 Schwalbe ließ bei vielen verzweifelte Optimisten in Deutschland und im Oberkommando selbst die Hoffnung anwachsen, dass der Feind in der Luft noch einmal durch den Masseneinsatz von Düsenjägern zurückgeworfen werden könnte. General der Jagdflieger, Adolf Galland, nutzte sogleich die geänderte Stimmungslage dazu, Piloten von II./JG 3, die Stabsstaffel von III./JG 6 und besonders geeignete Piloten anderer Verbände nach Lechfeld zur Umschulung auf die Me 262 zu schicken. Das vorausgegangene ‘Kommando Nowotny’ diente als Basis für die neu aufzustellende Düsenjäger-Einheit, welche als III./JG 7 bezeichnet wurde. Das Jagdgeschwader 7, welches ursprünglich im August 1944 aufgestellt wurde und mit Fw 190 A und später Bf 109 Gustav ausgerüstet werden sollte, wurde auf drei Gruppen für Me 262 erweitert. Oberst Johannes Steinhoff, Träger des Ritterkreuzes mit Eichenblätter mit Schwertern und seit mehr …

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