Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für Juni 1919.

Juni 1919
Schlagzeilen vom Juni 1919:
Finnische Regierung erklärt Sowjet-Russland den Krieg – Denikin erkennt Koltschak als weißen Obersten Herrscher in Russland an – Wrangels Kaukasus-Freiwilligenarmee greift Zarizyn an – ERSTER NON-STOP-ATLANTIK-FLUG – Die endgültige Antwort der Alliierten auf die deutschen Einwände fordert die Annahme des Vertrages innerhalb von 5 Tagen – der Alliierte Oberste Rat befiehlt Marschall Foch, nach Deutschland einzumarschieren, wenn der Vertrag nicht bis zum 23. Juni um 19:00 Uhr angenommen wird – SELBSTVERSENKUNG DER DEUTSCHEN HOCHSEEFLOTTE, WELCHE IN SCAPA FLOW INTERNIERT IST – Haniel weist darauf hin (25 Minuten vor Ablauf des Ultimatums), dass Deutschland unter Protest unterschreiben wird, nachdem eine Fristverlängerung abgelehnt wurde – Deutschland akzeptiert das Abschlussprotokoll und unterzeichnet den VERTRAG VON VERSAILLES.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 1. Juni 1919:

Russland: Das Oberkommando der Roten Armee schätzt die Feinde auf 657.000 Mann, darunter Polen und Finnen (letztere 100.000 Mann, davon 25.000 nördlich von Petrograd), während 356.000 Rote Kampftruppen an den Fronten stehen, von insgesamt 899.000 Mann plus 538.000 Mann in den inneren Militärbezirken und 111.000 Paramilitärs. Trotzki erkennt, dass die Intervention der Alliierten ohne Durchschlagskraft ist.
Sibirien: Im Juni beläuft sich Koltschaks Stärke auf dem Papier auf 450.000 Mann (die Roten schätzen nur 129.000 Kampftruppen), aber ganze Einheiten der Weißen desertieren und erschießen ihre Offiziere. Das Anglo-Russische Regiment wird nach Omsk zurückgezogen und sieht nie ein Gefecht.
Südrussland: 259.000 Rote gegen Denikins AFSR (Anfang Juni). General Sidorins Weisser Don-Host knüpft Kontakte zu Rebellen der Veshenskaia-Kosaken.
Frankreich: Rationierungsmarken auf Brot abgeschafft.
Deutschland: Die Rheinische Republik wird proklamierte, angestoßen durch den britischen General Mangin.
Großbritannien: Die Lebensmittel-Einzelhandelspreise sinken um 3 % auf 104 %. Die Durchschnittsausgaben einer Familie für Lebensmittel sind seit dem 1. November 1918 um 4 Schilling und 9 Pence pro Woche gefallen.
USA: Im Juni kehrt die Rekordzahl von 434.786 Soldaten über den Atlantik nach Hause zurück und erreichten am 30. Juni insgesamt 1.610.074 Mann.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 2. Juni 1919:

Baltikum: Die britische Marine besetzt mit Erlaubnis den Bjorko-Sund an der finnischen Küste, 50 Kilometer nordwestlich von Kronstadt. Der rote Zerstörer Gavriil versenkt am 9. Juni das britische U-Boot L55 mit Geschützfeuer und beschießt mit einem weiteren Zerstörer Bjorko. Die Alliierten unterstützen die Esten im Kampf bei Venden nordöstlich von Riga, um die baltische Landeswehr des deutschen Major Fletcher zu bekämpfen, die zwar nominell lettisch, aber deutsch dominiert ist. Der Waffenstillstand wird am 11. Juni gebrochen. Mehr Kämpfe in der Nähe von Rup am 13. Juni enden durch den estnischen Druck auf Riga.
Frankreich – Friedensprozess: Der Vertragsentwurf wird der österreichischen Delegation übergeben; Dr. Renner reist am 3. Juni nach Wien und kehr am 7. Juni zurück.
Clemenceau beklagt: ‚Ich muss mich jeden Tag mit Generalen herumschlagen, die ihren eigenen Aufgabenbereich verlassen und Fehler begehen, für die ich bereuen muss‘.
Balkan: Rumänien und Jugoslawien teilen die Banat-Region auf. Die britische Regierung erkennt Jugoslawien als Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen an.
Großbritannien: Firmen in ehemaligen Feindstaaten gelten als kreditwürdig.
Indien: Der Vizekönig antwortet auf die afghanische Bitte um einen Waffenstillstand.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 3. Juni 1919:

Frankreich – Friedensprozess: Deutschland protestiert gegen die französische Unterstützung für die neue, unabhängige Rheinische Republik.
Großbritannien: Asquith antwortet Lord French auf die Kontroverse über den Munitionsmangel von 1915.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 4. Juni 1919:

Südrussland: Trotzki versichert, dass Charkow in nicht größerer Gefahr als jede andere Stadt ist, einschließlich Moskau.
Sibirien: Die Rote Fünfte Armee treibt Koltschaks linken Flügel zurück auf Ufa.
Großbritannien: Die Arbeitslosenunterstützung wird um weitere 13 Wochen für ehemalige Soldaten und Arbeiterinnen der Kriegsindustrie verlängert. Lord Glanelys Pferd Grand Parade gewinnt das Victory Derby.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 5. Juni 1919:

Frankreich – Friedensprozess: Paderewski wird zu den zukünftigen polnischen Grenzen angehört. Österreichisch-jugoslawischer Waffenstillstand.
Nordrussland: Erstes Gefecht zwischen Flottillen auf dem Onegasee.
Sibirien: Die Weißen von General Gadja erobern Galasow zurück, verlieren es aber wieder am 16. Juni. Die Roten nehmen Sarapol.
Südrussland: Denikin nimmt Berdiansk am Asowschen Meer, sowie Lugansk.
Großbritannien: Demobilisierung der Armee bis jetzt 2.830.146 Mann, einschließlich 107.743 Offiziere.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 6. Juni 1919:

Finnland: Die Regierung erklärt Sowjet-Russland den Krieg, was aber wenig praktische Auswirkungen hat.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 7. Juni 1919:

Nichts Besonderes zu berichten.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 8. Juni 1919:

Frankreich – Friedensprozess: Graf Brockdorff-Rantzau kehrt nach Versailles zurück. Die Alliierten bitten den ungarischen Kommunisten-Führer Bela Kun, die Angriffe auf die Tschechoslowakei einzustellen und laden ihn nach Paris ein; er entspricht dem.
Deutschland: Regierungstruppen schlagen die Rheinische Republik nieder.
Rumänien: Die deutsche Bevölkerung bildet eine einzige politische Partei.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 9. Juni 1919:

Sibirien: Nach der überraschenden Überquerung des Flusses Belaia am 7. Juni erobert die Rote 25. Schützen-Division Ufa, zusammen mit vielen Vorräten und viel Getreide. Bis zum 15. Juni sind die Weißen im Ural 80 Kilometer nach Osten zurückgedrängt.
Türkei: Ein Feuer zerstört den Palast des Sultans in Konstantinopel.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 10. Juni 1919:

Frankreich – Friedensprozess: Österreich protestiert gegen die alliierten Friedensbedingungen.
Baltikum: Die Esten nehmen Jakobstadt und Kreutzburg am Fluss Düna ein.
Nordrussland: Britische Truppen erstürmen das Nebengleis 10 der Murmansk-Bahn bis zum 11. Juni, nachdem 500 Weiße Soldaten sich weigerten anzugreifen. Am 23. Juni werden die Briten aber bei sengender Hitze 6,5 Kilometer nach Süden abgedrängt und von italienischen Truppen vorübergehend vom 26. Juni bis 3. Juli abgelöst.
USA: Die Resolution von Senator Knox fordert die Trennung des Völkerbundes von dem Friedensvertrag.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 11. Juni 1919:

Tschechoslowakei: Die ungarische Rote Armee rückt in der Slowakei siegreich vor.
USA: Der irische Sinn Fein-Führer de Valera kommt zu Besuch in New York an.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 12. Juni 1919:

Südrussland: Denikin erkennt Koltschak als weißen Obersten Herrscher an; bei seiner Rede beim Abschiedsessen für den Chef der britischen Militärmission, Generalleutnant Briggs.
Frankreich – Friedensprozess: Die türkische Delegation trifft ein.
Südpersien: Einnahme von Kadarjan.
Großbritannien: Haig und Beatty erhalten den Order of Merit (Verdienstorden) vom König.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 13. Juni 1919:

Südrussland: Wrangels Kaukasus-Freiwilligenarmee (hauptsächlich Kavallerie als Teil von Denikins Streitkräften) greift Zarizyn an (bis zum 15. Juni), aber die rote Verteidigung ist zu hart und die Weißen verlieren fast 25 % ihrer Truppen, darunter 8 Generäle und 11 Regiments-Kommandanten. Wrangel zieht sich einen Tagesmarsch nach Süden zurück. Zivilisten fliehen auf dem Fluss und mit der Eisenbahn aus der Stadt.
Ostsee: Die Forts Krasnya Gorka und Seraya Loshad, welche die Zufahrt zum Marinestützpunkt Kronstadt sichern, rebellieren gegen die Roten und beschießen den Hafen bis zum 17. Juni. Stalin befiehlt 2 Schlachtschiffe, die Forts zu beschießen und die Roten erobern sie schließlich, während sich die Überlebenden der Garnison mit estnischen Truppen zurückziehen.
Sibirien: Tschechische Truppen meutern in Irkutsk, werden aber bald niedergeschlagen. Der französische General Janin gibt den USA die Schuld für den Vorfall.
Großbritannien: Neue Sieges-Anleihen ausgegeben, zu 4 %.
Frankreich: Die Wochenzeitung der Amerikanischen Expeditionsstreitkräfte AEF, Stars and Stripes, wird eingestellt (Spitzenwert der Auflage ca. 522.000 Exemplare).
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 14. Juni 1919:

Großbritannien: ERSTER NON-STOP-ATLANTIK-FLUG (Alcock und Brown, bis zum 15. Juni) mit einem modifizierten Vickers Vimy Bomber von St. John’s (Neufundland) nach Clifden (Irland).
Südrussland: 5 Sopwith Camel-Jäger der 47. RAF-Staffel töten 800 Männer von Budennys Roter Kavallerie-Brigade, 24 Kilometer nördlich von Zarizyn.
Indien: Die Afghanen antworten auf die britischen Waffenstillstands-Bedingungen, die sie in Peschawar erhalten haben.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 15. Juni 1919:

Nordwest-Russland: Um dieses Datum herum lassen Rote Deserteure das Weiße Nordkorps auf 25.000 Mann anschwellen und es wird zur Nordwest-Armee.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 16. Juni 1919:

Frankreich – Friedensprozess: Die endgültige Antwort der Alliierten auf die deutschen Einwände fordert die Annahme des Vertrages innerhalb von 5 Tagen, wobei eine frühe Mitgliedschaft im Völkerbund, eine Volksabstimmung in Oberschlesien und leichte Grenzkorrekturen in Polen eingeräumt werden. Die deutschen Bevollmächtigten kehren nach Berlin zurück. Clemenceau und Lloyd George lehnen Fochs Plan eines Vormarsches durch das Maintal nach Süddeutschland ab, stattdessen wollen die Alliierten bei einer Nichtunterzeichnung auf Berlin marschieren; Foch unterstützt Weygand bei seiner Auseinandersetzung mit Clemenceau.
Ungarn: Die ungarischen Roten Truppen räumen die Tschechoslowakei bis zum 4. Juli; nach Aufforderung des Obersten Rates der Alliierten vom 15. Juni und nach der Ausrufung einer Slowakischen Sowjetrepublik.
Österreich: 8 Tote in Wien bei einem kommunistischen Aufstandsversuch.
Großbritannien: Die Pensionen für invalide Ex-Soldaten werden auf 720.000 und 350.000, welche umgeschult werden können, geschätzt. Freier Export nach Dänemark erlaubt; Lebensmittel ins unbesetzte Deutschland, Polen und auf den Balkan.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 17. Juni 1919:

Frankreich – Friedensprozess: Österreichischer Gegenvorschlag. Wilson verlässt Paris in Richtung Brüssel. Die deutschen Delegierten aus Versailles werden von Berlinern mit Steinen beworfen.
Nordrussland: 7 Flugzeuge der RAF und der Weißen zerstören den Roten Flugplatz mit mehr als 4 Flugzeugen in Puchega.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 18. Juni 1919:

Ostsee: Die Torpedos von CMB4 der Royal Navy versenken den roten Kreuzer Oleg vor Fort Krasnya Gorka; Leutnant Agar erhält das Victoria Cross. Stalin exekutiert 67, tatsächlich loyale, Offiziere der Garnison von Kronstadt.
Sibirien: Die Roten nehmen Ossa und Okhansk ein.
Südrussland: Die weiße Freiwilligen-Armee säubert die Krim (bis zum 29. Juni); die Roten schließen sich entweder den Weißen an oder werden erschossen.
Türkei: Die Türken erobern Nazli von den Griechen zurück und rücken am 21. Juni gegen Aidin vor.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 19. Juni 1919:

Nichts Besonderes zu berichten.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 20. Juni 1919:

Frankreich – Friedensprozess: Graf Brockdorff-Rantzau weigert sich, den Friedensvertrag zu unterzeichnen, ebenso wie die Regierung Scheidemann, welche zurücktritt. Das Bauer-Erzberger-Ministerium wird am 21. Juni gebildet. Der Alliierte Oberste Rat befiehlt Marschall Foch, nach Deutschland einzumarschieren, wenn der Vertrag nicht bis zum 23. Juni um 19:00 Uhr angenommen wird.
Nordrussland – Archangelsk-Abschnitt: Die Alliierten nehmen Topsa, aber nicht Troitsa am Nordufer des Flusses Dwina.
Italien: Premierminister Orlando tritt zurück, Nitti folgt am 22. Juni nach.
Großbritannien: Kriegsrisiken-Versicherungssystem für den Handel mit Russland durch die Regierung herausgegeben.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 21. Juni 1919:

Nordsee: SELBSTVERSENKUNG DER DEUTSCHEN HOCHSEEFLOTTE, WELCHE IN SCAPA FLOW INTERNIERT IST ab 12:15 Uhr. 9 von 1.800 deutschen Seeleuten kommen um Leben, als die 10 Schlachtschiffe, 5 Schlachtkreuzer, 8 Kreuzer und 32 Zerstörer auf Befehl von Konteradmiral Admiral Reuter in weniger als 6 Stunden versenkt werden. 14 Zerstörer, zusammen mit dem Flaggschiff, dem Schlachtschiff Baden, werden auf Strand gesetzt.
Türkei: Kemal Pascha gibt die ‚Unabhängigkeits-Erklärung‘ in Ankara heraus.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 22. Juni 1919:

Frankreich – Friedensprozess: Die Nationalversammlung in Weimar stimmt mit 237 zu 138 für die Annahme des Friedensvertrages. Der Alliierte Oberste Rat weigert sich, deutsche Vorbehalte in der Frage der Kriegsschuld und Kriegsverbrechen zu akzeptieren.
Südrussland: Denikins Freiwilligen-Armee steht 39 Kilometer von Charkow entfernt und nimmt Belgorod und Valuiki am 23. Juni ein.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 23. Juni 1919:

Frankreich – Friedensprozess: Herr Haniel weist darauf hin (25 Minuten vor Ablauf des Ultimatums), dass Deutschland unter Protest unterschreiben wird, nachdem eine Fristverlängerung abgelehnt wurde.
Deutschland: Soldaten verbrennen erbeutete französische Flaggen von 1870/71 in Berlin.
Großbritannien: Revidierte Verordnung für Haushalte über Brennstoffe und Beleuchtung aus 1918 erhöht den erlaubten Kohleverbrauch. 450.000 Baumwollspinner streiken (bis zum 12. Juli) und erreichen eine 30-prozentige Gehaltserhöhung und die 48-Stunden-Woche.
Sibirien: Koltschak schickt dem finnischen Regenten Mannerheim ein Telegramm mit der Bitte um einen Angriff auf Petrograd, ist aber nicht bereit, das unabhängige Finnland anzuerkennen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 24. Juni 1919:

Frankreich – Friedensprozess: Belgien soll bei deutschen Reparationen bis zu 500 Millionen Dollar Priorität haben.
Ungarn: Waffenstillstand zwischen der ungarischen und tschechischen Armee. Der anti-kommunistische Budapester Aufstand wird ebenso wie drei weitere zwischen dem 22. bis 25. Juni niedergeschlagen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 25. Juni 1919:

Frankreich – Friedensprozess: Proteste der Alliierten gegen die Selbstversenkung der Hochseeflotte in Scapa Flow und gegen die Zurückbehaltung erbeuteter französischer Flaggen.
Sibirien: Die Roten sind 32 Kilometer von Perm entfernt und rücken östlich von Ufa vor.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 26. Juni 1919:

Deutschland: Kämpfe in Berlin und Hamburg.
Großbritannien: Haig appelliert an Arbeiter und Gewerkschaften, arbeitslosen Ex-Soldaten bei der Arbeitssuche zu helfen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 27. Juni 1919:

Frankreich – Friedensprozess: China verkündet, dass es den Vertrag aufgrund der Shandong-Klauseln nicht unterzeichnen wird. Deutschland akzeptiert das Abschlussprotokoll.
Am nächsten Tag, Samstag, 28. Juni (genau 5 Jahre nach dem Sonntag, 28. Juni 1914, der Ermordung von Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajewo):
VERTRAG VON VERSAILLES
Seine 75.000 Wörter, 200 Seiten, 440 Klauseln werden um 15:50 Uhr während der 9. Plenarsitzung im Spiegelsaal von Versailles unterzeichnet. Der neue deutsche Außenminister H. Müller und Reichsminister Dr. Bell unterzeichnen für Deutschland. Unterzeichnung von Teil I des Völkerbund-Paktes. Unterzeichnung des anglo-französisch-amerikanischen Verteidigungsabkommens, sowie des alliierten Polen-Minderheiten-Vertrages und des Militärbesatzungs-Abkommens für das Rheinland.
Marshall Foch kommentiert in seinem Hauptquartier in Kreuznach: ‚Das ist kein Frieden, es ist ein Waffenstillstand für 20 Jahre‘.

Quellenangaben und Literatur
Der I. Weltkrieg – Eine Chronik (Ian Westwell)
Chronicle of the First World War, 2 Bände (Randal Gray)







Weitere interessante Beiträge: