Panzerwagen 1. Weltkrieg

Panzerwagen aus dem Ersten Weltkrieg.

erbeuteter Austin-Putilow
Deutsche Soldaten haben in Lettland einen russischen Austin-Putilow-Panzerwagen erbeutet, welcher immer noch zaristische Abzeichen trägt.

Panzerwagen

Deutsche Panzerwagen

Panzerwagen Erhardt BAK

Erhardt BAK
Erhardt BAK

Herstellung: Prototyp bereits 1906 fertiggestellt. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges wurden verschiedene Versionen mit auch unterschiedlicher Bewaffnung, welche zu diesem Zeitpunkt noch BALLON-ABWEHRKANONEN hießen, entwickelt. Ein für seine Zeit ebenfalls sehr modernes Fahrzeug, was aufgrund der konservativen Haltung der deutschen Generalität niemals in Serie ging.

  • Geschwindigkeit: 45 km/h
  • Bewaffnung: 50mm-Flak
  • Panzerung Front/Heck/Seite: 3-5 mm
  • Besatzung: 5 Mann
  • Gewicht: 3,2 t
  • Abmessungen Länge/Breite/Höhe: unbekannt
  • Der Erhardt BAK war ein frühes deutsches Panzerfahrzeug, das 1906 entwickelt wurde. Es stellt eine der Pionierleistungen im Bereich der Panzerfahrzeugkonstruktion in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg dar, als die Militärs mit Konzepten der mechanisierten Kriegsführung experimentierten.

    Übersicht über den Erhardt BAK (1906)

    – Herkunft: Deutsches Reich
    – Hersteller: Erhardt & Sohn (ein deutsches Unternehmen, das für Automobil- und Ingenieurprodukte bekannt ist)
    – Jahr: 1906
    – Typ: Panzerwagen (frühes gepanzertes Fahrzeug)
    – Zweck: Aufklärung, Infanterieunterstützung und mobile Feuerkraft

    Design und Merkmale

    – Fahrgestell: Der Erhardt BAK wurde auf einem kommerziellen Lkw- oder Pkw-Fahrgestell gebaut, was für Panzerwagen dieser Zeit typisch war. Frühe Panzerwagen wurden oft auf vorhandenen Fahrzeugrahmen aufgebaut und nicht auf speziell für militärische Zwecke entwickelten Fahrgestellen.
    – Panzerung: Das Fahrzeug war mit einer Stahlpanzerung ausgestattet, um die Besatzung vor Kleinwaffenfeuer und Granatsplittern zu schützen. Die Panzerungsdicke war nach späteren Maßstäben bescheiden, da sich die Metallurgie und die Automobiltechnik noch in der Entwicklung befanden.
    – Bewaffnung: Es war in der Regel mit einem oder mehreren Maschinengewehren oder leichten Kanonen ausgestattet, die in einem Turm oder an festen Positionen montiert waren, um Infanterie und leichte Ziele zu bekämpfen. Die genauen Details der Bewaffnung variieren in den historischen Aufzeichnungen, aber Maschinengewehre waren üblich.
    – Mobilität: Angetrieben von einem Benzinmotor, hatte es im Vergleich zu späteren gepanzerten Fahrzeugen eine begrenzte Geschwindigkeit und Geländegängigkeit. Die Straßen und das Gelände des frühen 20. Jahrhunderts stellten für Panzerwagen eine Herausforderung dar.
    – Besatzung: In der Regel wurde es von einer kleinen Besatzung von 3-5 Mann bedient, darunter ein Fahrer, ein oder mehrere Schützen und ein Kommandant.

    Historische Bedeutung

    – Der Erhardt BAK gehörte zu den ersten gepanzerten Fahrzeugen und ging den bekannteren Panzerwagen und Panzern des Ersten Weltkriegs voraus.
    – Er zeigte das Interesse des deutschen Militärs an mechanisiertem Schutz und Feuerkraft und beeinflusste spätere Entwicklungen in der Panzerkriegsführung.
    – Obwohl Fahrzeuge wie der Erhardt BAK nicht in großer Stückzahl produziert oder eingesetzt wurden, trugen sie zur Weiterentwicklung des Designs und der Taktik gepanzerter Fahrzeuge bei.

    Visuelle und technische Dokumentation

    Fotos und detaillierte technische Zeichnungen des Erhardt BAK sind selten, da es sich um einen Prototyp oder ein Fahrzeug in limitierter Auflage handelte. Die meisten erhaltenen Informationen stammen aus Militärarchiven, Automobilzeitschriften aus dem frühen 20. Jahrhundert und der Geschichte gepanzerter Fahrzeuge.


    Panzerwagen Erhardt E-V/4 Daimler M1915

    Erhardt E-V/4 Daimler M1915
    Erhardt E-V/4 Daimler M1915

    Herstellung: Nach der Ausschreibung des deutschen Oberkommandos nach einem eigenen Panzerwagen nach dem Auftreten belgischer Fahrzeuge entwickelt, wurden drei Versuchsfahrzeuge 1915 abgeliefert und in Rumänien bei Kavallerieverbänden erfolgreich eingesetzt. 1917 wurden dann die ersten 12 Serienfahrzeuge fertig und 1918 weitere 20 Stück. Einsatz vorwiegend in der Ukraine. Nach dem Krieg bei der Reichswehr im Einsatz.

  • Geschwindigkeit: 60 km/h
  • Bewaffnung: 3x 7,92mm-MG-08
  • Panzerung Front/Heck/Seite: 6-9mm
  • Besatzung: 8 Mann
  • Gewicht: 9,5 t
  • Abmessungen Länge/Breite/Höhe: 5,30 / 2,00 / 2,90 m

  • Österreich-ungarische Panzerwagen

    Austro-Daimler-Panzerwagen

    Austro-Daimler-Panzerwagen
    Austro-Daimler-Panzerwagen

    Herstellung: Der Prototyp wurde bereits 1904 von den Daimler-Werken in Wiener Neustadt fertiggestellt. Der Panzerwagen wurde sowohl beim deutschen Heer als auch beim österreichisch-ungarischen Heer vorgeführt, fand jedoch aufgrund der bekannt konservativen Haltung der beiden Generalstäbe kein Interesse, obwohl er das erste Fahrzeug seiner Art mit einem Allrad-Antrieb und voll drehbaren Turm war und seiner Zeit weit voraus war.

  • Geschwindigkeit: 45 km/h
  • Bewaffnung: zwei 7,92mm-MG
  • Panzerung Front/Heck/Seite: max. 4 mm
  • Besatzung: 4 bis 5 Mann
  • Gewicht: 3 t
  • Abmessungen Länge/Breite/Höhe: 4,60 / 1,76 / 2,74 m

  • Französische Panzerwagen

    Charron-Panzerwagen

    Charron-Panzerwagen
    Charron-Panzerwagen

    Herstellung: Seit 1904 wurden einige der Panzerwagen für das französische, russische, spanische und türkische Heer gebaut. Während des 1. Weltkrieges wurden die französischen Fahrzeuge mit Kanonen bis zum Kaliber 75mm ausgerüstet, um Ballons und später Flugzeuge abzuschießen.

  • Geschwindigkeit: 40 km/h
  • Bewaffnung: Flak bis Kaliber 75mm
  • Panzerung Front/Heck/Seite: bis zu 5 mm
  • Besatzung: 5 Mann
  • Gewicht und Abmessungen unbekannt

  • Laffly-White-Panzerwagen

        Laffly-White-Panzerwagen

    Laffly-White-Panzerwagen

    Herstellung: Seit 1915 in Frankreich durch Umbau importierter amerikanischer White-LKW-Fahrgestelle. Teilweise noch zu Beginn des Zweiten Weltkrieges im Einsatz.

  • Geschwindigkeit: 45 km/h
  • Bewaffnung: Hotchkiss-MG und 37mm- Kanone welche im Turm gegenüberliegen
  • Panzerung Front/Heck/Seite: 9 mm
  • Besatzung: 4 Mann
  • Gewicht: 6,0 t
  • Abmessungen Länge/Breite/Höhe: unbekannt.

  • Renault-Panzerwagen

    Renault-Panzerwagen
    Renault-Panzerwagen

    Herstellung: Umrüstung von Serien-Automobilien von Renault in Frankreich zu Panzerwagen bei Kriegsbeginn bis Ende 1914.

  • Geschwindigkeit: 60 km/h
  • Bewaffnung: 8mm-Hotchkiss-MG
  • Panzerung Front/Heck/Seite: 8 mm
  • Besatzung: 3 Mann
  • Gewicht: ca.5 t
  • Abmessungen Länge/Breite/Höhe: je nach verwendeter PKW-Basis

  • Italienische Panzerwagen

    Panzerwagen Lancia 1 ZM

    Lancia 1 ZM
    Lancia 1 ZM

    Herstellung: 1915 als Standardpanzerwagen des italienischen Heeres eingeführt und 20 Stück fertiggestellt. Ab 1917 wurden weitere 110 Stück hergestellt. Bis 1941 von Italien in China, Spanien, Ostafrika und in Libyen eingesetzt.

  • Geschwindigkeit: 60 km/h
  • Bewaffnung: 8mm-Zwillings-MG St.Etienne Modell 1907
  • Panzerung Front/Heck/Seite: 6mm
  • Besatzung: 6 Mann
  • Gewicht: 4,2 t
  • Abmessungen Länge/Breite/Höhe: 5,71 / 1,94 / 2,50 m

  • Russische Panzerwagen

    Austin-Putilow Halbketten-Panzerwagen

    Austin-Putilow Halbketten-Panzerwagen
    Austin-Putilow Halbketten-Panzerwagen

    Herstellung: Ab August 1916 von dem russischen Heer im Einsatz erprobt. 60 Stück wurden produziert, welche 1916 bis 1920 im Einsatz waren. Nach der Revolution wurden einige von der Roten Armee übernommen, welche im Bürgerkrieg, gegen die Alliierten und im russisch-polnischen Krieg kämpften. Wegen der komplizierten Konstruktion von Halbkettenfahrzeugen wurden diese von der Roten Armee später niemals mehr verwendet.

  • Geschwindigkeit: 25 km/h
  • Bewaffnung: Zwei 7,62mm-Maxim-MG in getrennten Türmen
  • Panzerung Front/Heck/Seite: 5,5-8 mm
  • Besatzung: 5 Mann
  • Gewicht: 5,8 t
  • Abmessungen Länge/Breite/Höhe: 6,75 / 2,40 / 2,70 m

  • Quellenangaben und Literatur

    The Illustrated Encyclopedia of Weapons of World War I (Chris Bishop)
    An Illustrated History of the Weapons of World War One (Ian Westwell)
    Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr (Werner Oswald)
    Panzer und andere Kampffahrzeuge von 1916 bis heute (Christopher F. Foss, John F. Milsom, Colonel John Stafford Weeks, Captain Georffrey Tillotson, Richard M. Ogorkiewicz)
    Panzerkampfwagen des 1. und 2. Weltkrieges (Andrew Kershaw)

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