Kriegstagebuch 28. Februar 1917



Frauen transportieren Rohlinge für 15-cm-Granaten
Frauen transportieren Rohlinge für 15-cm-Granaten in einer staatlichen deutschen Munitionsfabrik.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 28. Februar 1917:

Heimatfronten


Deutschland: Nur 60.000 Freiwillige (hauptsächlich Frauen) anstelle von 200.000 erhofften aus dem Hilfsdienst-Gesetz.
Russland: Das Duma-Mitglied Kerenski fordert ein Ende des ‘mittelalterlichen Regimes’.
Indien: Ein Gesetz bildet die Indian Defence Force (eine Art indischer Heimwehr), zu der auch alle Briten mit ständigem Wohnsitz in Indien zwangsverpflichtet werden.

Westfront

Frankreich: Nivelles Brief an die Regierung warnt vor ‘pazifistischer Propaganda’, welcher die Truppen erreicht.
Somme: Die Briten haben im Februar 11 Dörfer erobert und 2.133 Kriegsgefangene eingebracht.

Geheimkrieg

Westfront: Ende Februar werfen die Briten erstmals Brieftauben aus einem Ballon ab, welche drei Agenten erreichen sollen. Bis Kriegsende kehren durchschnittlich 40% der Brieftauben wieder zurück.

Seekrieg

Atlantik: Während des Februar wird die britische 10. (Minenräumer) Schaluppen-Flottille von Immingham an der Ostküste (Humber) nach Queenstown verlegt, um der Bedrohung durch Minen vor Südirland zu begegnen. Im März verliert sie 2 Schiffe.
7 Kreuzer der Arethusa-Klasse von der Harwich Force und der Grand Fleet werden von Februar bis November umgebaut, um 70 bis 74 Minen verlegen zu können. Sie führen 35 Unternehmungen bis November 1918 durch und verlegen insgesamt 2.553 Minen.
Alliierte Handelsschiffsverluste im Februar 1917: 254 Schiffe mit 500.673 Tonnen versenkt (deutsche Angaben 520.412 Tonnen), einschließlich der Rekordzahl von 105 britischen Schiffe mit zusammen 313.486 Tonnen. Im Mittelmeer beliefen sich die Verluste auf 105.670 Tonnen.

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Im Blickpunkt:
  • 420-mm-Haubitze 'Dicke Berta' in Feuerstellung.

    Kurze Marinekanone 14 L/12 (M-Gerät) ‘Dicke Berta’. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und Modell. Dicke Berta Typ: Überschwerer Mörser. Geschichte Der Schlieffenplan hatte die Absicht, einen deutschen Sieg über Frankreich sicherzustellen. Dementsprechend sollten die deutschen Armeen durch Belgien vorrücken, um die französischen Armeen in der Flanke zu packen. Der Plan wurde in den 1890er Jahren konzipiert und bis 1914 fast zur Perfektion gebracht. Voraussetzung dafür war jedoch der Einmarsch in einen neutralen Staat (Belgien) und die schnelle Einnahme der Sperrforts von Lüttich und Namur, welche zu den stärksten der Welt gehörten. Dazu war schwerste Artillerie notwendig und das war der Punkt, ab dem die Firma Krupp beteiligt wurde. Während früherer Jahre war Krupp für eine lange Serie von überschweren Kanonen und Haubitzen verantwortlich gewesen, aber die belgischen Festungen zu besiegen, erforderte jedoch schon einen besonderen Entwurf. Es wurde eine Reihe von Studien mit großkalibrigen Waffen durchgeführt, welche letztlich zu der 420-mm-Haubitze ‘Gamma’ führten. Dieses eindrucksvolle Monster konnte eine so schwere Granate so genau verschießen, dass jede Befestigung zerstört werden konnte. Aber Gamma war ein statisches Geschütz, entworfen um für den Transport in Einzelteile zerlegt zu werden und nach dem Eisenbahntransport wieder zusammengebaut zu werden. Zwar schätzten die deutschen Planer die Feuerkraft von Gamma, wollten aber eine Waffe, welche auch auf Straßen transportiert werden konnte. Die Konstrukteure bei Krupp konnten nach einiger Forschung auch dafür eine Lösung präsentieren. Dies war ein vergrößertes und verändertes Fahrgestell, welches ursprünglich für eine 305-mm-Haubitze vorgesehen war. Daraus wurde das M-Gerät geboren. Dessen Entwicklung fand jedoch im allerletzten Augenblick statt und die großen Haubitzen konnten gerade noch im August 1914 in den Krieg ziehen. Diese Geschütze wurden bald als Dicke Berta von ihren Mannschaften bezeichnet und dieser Name prägte sich ein. Diese Mannschaften gehörten zu einer Spezialeinheit – genannt ‘Kurze Marinekanone 3’ – und lediglich zwei Haubitzen gingen Anfangs gegen die belgischen Forts in Stellung. Sie wurden über Straßen herangeführt, in jeweils fünf Teilen, welche von Traktoren gezogen wurden. Die Lafette wurde so entworfen, dass die Haubitzen mit einem Minimum an Arbeits- und Zeitaufwand vor Ort zusammengebaut werden konnten. Es standen spezielle panzerbrechende Geschosse sowie herkömmliche, hochexplosive Granaten zur Verfügung. Die Auswirkungen dieser großen Haubitzen sind in die Militärgeschichte eingegangen. Innerhalb weniger Tage wurden die mächtigen Forts von Lüttich zerschlagen und waren gezwungen, zu kapitulieren. Bald danach folgten die Forts von Namur. Die 420-mm-Granaten waren in der Lage tief in das Erdwerk einzudringen, bevor sie explodierten und die daraus resultierenden Schockwellen erschütterten die Forts bis auf ihre Fundamente. Dies hatte eine enorme Auswirkung auf die Moral sowie eine derartig zerstörerische Wirkung, dass die jeweiligen Garnisonen nach ein paar Tagen ununterbrochenen Beschuss sich in einem Zustand des nervlichen Zusammenbruchs befanden. Nach dem Einsatz in Belgien zog die Batterie an die russische Front, wo sie die Erfolge wiederholt. Die Haubitzen wurden bald durch weitere, neue Exemplare aus den Krupp-Werken ergänzt und noch mehr wurden an der Westfront zum Einsatz gebracht. Jedoch musste bald festgestellt werden, dass die Schussgenauigkeit der Haubitze nach schon einer begrenzten Anzahl von Schüssen, welche den Lauf verlassen hatten, nachließ und folglich sich auch die zerstörerische Wirkung reduziert. Obwohl die Dicke Bertha eine maximale Reichweite von 12.250 Metern hatte, lag ihre beste Genauigkeit bei etwa 9.490 Metern. Ein weiteres Problem kam schmerzlich ans Licht, als entdeckt wurde, dass die Projektile sehr empfindlich waren und detonieren konnten, wenn sie sich nach dem Abschuss noch im Lauf befanden, und auf diese Weise viele Rohre zerstört wurden. Die Dicke Berta erzielte ihre beste Wirkung gegen die belgischen Forts, wofür sie ja auch ursprünglich entworfen wurden. Danach nahm ihre Bedeutung jedoch ab und ein Kennzeichen dafür ist, dass obwohl viele vor Verdun verwendet wurden, es in den französischen Meldungen praktisch keine Erwähnung über sie gibt. Dies ist ein klares Anzeichen dafür, dass ihre Tage als Zerstörer von modernen Festungen gezählt waren. Keine durfte nach dem Waffenstillstand von 1918 mehr vorhanden sein, aber eine ‘Gamma’-Haubitze, welche bei der Entwicklung der Dicken Berta verwendet wurde, blieb vergessen – und wurde im 2. Weltkrieg bei der Belagerung von Sewastopol im Jahr 1942 eingesetzt. Spezifikationen Kurze Marinekanone 14 L/12 (M-Gerät) ‘Dicke Berta’ Spezifikationen: Einsatzstatistik: Leistungen der Dicken Berta Da die Dicke Berta mit verschiedenen Ladungen schie­ßen konnte, die der jeweiligen Schussentfernung angepasst wurden, so war die Auftreffwucht bei Verwendung der größten Ladung und der dazugehörigen größten Geschwindigkeit natürlich am größten; sie betrug bei dem an die Eisenbahn gebundenen Gamma-Gerät im Höchstfall 6000 mt, bei dem fahrbaren M-Gerät aber nur rund 3500 mt. Zum Vergleich sei erwähnt, dass die Auftreffwucht einer 30,5-cm-Granate im Durchschnitt rund 2000 mt, einer 21-cm-Granate rund 600 mt und einer 15-cm-Granate nur rund 200 mt beträgt. Auch die Energie der Detonationsgase der Sprengla­dung lässt sich mathematisch ziemlich genau ermitteln, da 1 kg der damals üblichen nitrierten Sprengstoffe ein Arbeitsvermögen von rund 350 mt besaß. Die Leistung der Detonationsgase der 42-cm-Granate betrug rund 38000 mt, der 30,5-cm-Granate rund 14000 mt, der 21-cm-Granate rund 6000 mt und der 15-cm-Granate rund 1900 mt. Die Energien der 42-cm-Granate waren also an sich gewaltig. Man muss in der Technik schon zu unseren großartigsten maschinellen Anlagen greifen, um dem Laien ein Vergleichsbild von der Riesenhaftigkeit der Leistung zu geben, die in dem doch verhältnismäßig kleinen Geschosse steckte. Die reine Bewegungsenergie der 42-cm-Granate kommt etwa derjenigen von 4 je 50 t schweren D-Zugwagen bei 90 km Stundenge­schwindigkeit und die Energie von 5 42-cm-Sprengla­dungen etwa derjenigen gleich, die ein großer Ozean­dampfer von 30000 t bei einer Stundengeschwindigkeit von 22 Seemeilen sekündlich leistet. Würde der obige D-Zug gegen einen Betonblock rasen, so würde er voll­kommen zerschellen, während der letztere nur gering­fügige äußerliche Abschürfungen erhielte. Die Granate dagegen bohrt sich mit ihrer harten massiven Stahl­spitze in den Beton und bleibt unversehrt. Wie groß war nun aber nicht nur die ideelle mathemati­sche Wirksamkeit, sondern die tatsächliche Wirkung der 42-cm-Geschosse gegen Betonziele ? Diese Wir­kung ist eine Funktion von so vielartigen Einzelfaktoren wie der Auftreffwucht, der Geschossform, dem Ge­schoss-Werkstoff, dem Auftreffwinkel, der äußeren Be­schaffenheit und der inneren Widerstandsfähigkeit des Zieles, der Art und Form der Sprengladung, der Zünd­einleitung usw., dass mehr …

  • 3D-Modell BM-13N Katjuscha

    Sowjetischer Mehrfach-Raketenwerfer BM-13, BM-13N, BM-8-48, BM-31 Katjuscha oder Stalinorgel. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Mehrfach-Raketenwerfer BM-13, BM-13N, BM-8-48, BM-31 (Katjuscha oder Stalinorgel). Typ: Artillerie-Selbstfahrlafette. Geschichte der Katjuscha Die erste, in größeren Mengen gebaute, selbstfahrende russische Artillerie-Waffe war nicht eine konventionelle Kanone, sondern eine neuartige Raketen-Waffe. Im Juni 1938 hatte das GAU die RNII (Wissenschaftliches Entwicklungs-Institut für Strahlantrieb) ermächtigt, einen Boden-Mehrfach-Raketenwerfer zum Abfeuern der RS-132 Luft-Boden-Raketen zu entwickeln. Ein Design-Team unter I. Gvay entwickelte eine 24-Schienen-Raketenwerfer für modifizierte M-132-Raketen, zum Abfeuern über die Seite eines ZiS-5 LKW. Die Montage erwies sich während des Abfeuerns als instabil, was zu einem zweiten Prototyp namens MU-1 führte (Mechanisches Gerät-1). Dies war auch ein Fehlschlag, der V.N.Galkovskiy vorschlagen ließ, dass die Raketen in Längsrichtung des Fahrgestells abgefeuert werden sollten. Dies führte zu dem BM-13 (Kampffahrzeug für M-13-Raketen), welches im August 1939 fertiggestellt wurde. Feldversuche mit einer Vielzahl von verschiedenen Arten Raketen fanden während des ganzen Jahres 1940 statt, als das GAU schließlich die Genehmigung für das Fahrzeug BM-13-16 (Kampffahrzeug für M-13-Raketen mit sechzehn Starter-Schienen) erteilte. Jedoch wurden nur 40 fertiggestellt, bevor der Krieg begann. Die neue Waffe wurde unter größter Geheimhaltung bewacht und bei Ausbruch des Krieges wurde eine besondere Einheit unter NKWD-Leitung aufgestellt. Die erste Batterie Katjuschas ging in der Nähe des Bahnhofs Orscha am 7. Juli 1941 in den Einsatz und erwies sich als ein sofortiger Erfolg. Das GAU war dermaßen beeindruckt und ordnete die sofortige Massenproduktion auf provisorischer Basis an. Die Raketenwerfer waren als so geheim eingestuft, dass sie eine Vielzahl von Tarn-Namen wie Kostikow-Kanonen u.ä. erhielten. Schließlich wurden sie offiziell als Garde-Mörser benannt, aber ihr üblicher Name wurde Katjuscha, die verniedlichende Form des Namens Katherina, nach einer zu dieser Zeit in Russland populären Melodie mit gleichen Namen von Isakowskiy. Das Geheule der Katjuscha-Raketen brachte die Deutschen dazu, sie Stalinorgel zu nennen. Obwohl ursprünglich auf LKW montiert, wurden 1941 Versuche zur Entwicklung anderer Fahrgestelle für eine bessere Geländegängigkeit unternommen. Einige BM-13-Werfer wurden auf die STZ-5-Artillerie-Zugmaschine gesetzt und in kleinen Stückzahlen produziert. Es gab auch eine Version auf dem KW-Panzer, die aber nur in geringer Menge hergestellt wurde, da es eine völlige Verschwendung eines guten, schweren Panzers für eine Rolle war, die auch leicht zufriedenstellend von einem weniger teuren Fahrgestell erfüllt werden konnte. Im August 1941 wurde eine zweite Art von Katjuscha-Raketen entwickelt, die M-8-82mm-Rakete. Sie war kleiner und hatte eine kürzere Reichweite. Diese wurden unter dem Namen BM-8-36 auf Lastwagen montiert oder auf leichte Panzerfahrgestelle ohne Turm, wie die T-40 und T-60, als BM-8-24. 1942 entwickelten die Sowjets dann eine Version der M-13 Katjuscha-Rakete mit einem vergrößerten Sprengkopf, die M-30. Im Gegensatz zu den beiden anderen Arten wurde die M-30 nicht auf Selbstfahrlafetten montiert, sondern wurde von Schienen aus abgefeuert. Selbstfahrlafetten dieser schweren Version kamen nicht vor 1944 als BM-31 zur Truppe. Die Hauptattraktion der Stalinorgel-Raketenwerfer war, dass sie billig zu produzieren waren und auch durch kleine Fabriken – ohne die aufwendigen Werkzeugmaschinen, welche für konventionelle Artillerie benötigt wird – herzustellen waren. Eine BM-13-Salve verschoss 4,35 t Raketen und hochexplosiven Sprengstoff auf einen 10 Hektar großen Fläche in einem schrecklichen, 7-10 Sekunden andauernden, Angriff. Obwohl nicht so genau und weit schießend wie konventionelle Artillerie, war die Katjuscha viel mehr von den deutschen Soldaten gefürchtet, als herkömmliche Artillerie. Bis zum Ende des Krieges wurden ca. 10.000 Stalinorgel-Raketenwerfer hergestellt, vor allem für die Armee, aber auch einige für die Fluss-Kanonenboote der Marine. Die Mehrzahl der Raketenwerfer der Armee wurden auf Selbstfahrlafetten geliefert. Die BM-8, BM-13 und BM-31 wurden zunächst alle auf den ZiS-6 LKW oder dessen Derivate, wie die ZiS-5 und ZIS-5V, montiert. Als 1942 die ersten Lend-Lease-Lastwagen zur Verfügung standen, wurde der Raketenwerfer auf eine Vielzahl von amerikanischen, britischen und kanadischen Lastwagen, wie den Chevrolet I 1/2 Tonner, International K, Ford WOT-8, GMC 2 1/2 Tonner und Studebaker US6 2 1/2 Tonnen-LKW, montiert. Die Lend-Lease-Typen wurden manchmal als BM-13S bezeichnet. Die überlegene Geländegängigkeit des Studebaker US6 brachte das GAU dazu, die Stalinorgel auf diesen Typ als BM-13N (N = Narmalizovanniy, in Deutsch ‘Standard’) zu standardisieren. Die BM-8-Raketenwerfer konnten auch auf kleinere Chassis wie den GAZ-67 Jeep als BM-8-8 montiert werden. Er wurde jedoch auch auf größere Fahrzeuge mit mehr Schienen, als BM-8-48 auf den Studebaker US6, montiert. Die großen BM-31 Raketenwerfer-Gestelle waren stets in größeren Lastkraftwagen, die erste auf ZiS-6, aber häufiger auf den Studebaker US6, montiert. Katjuscha-Raketen wurden auch auf gepanzerte Züge montiert. Nach dem ersten Erfolg der BM-13 Katjuscha-Batterie in Orscha, beeilte sich die Rote Armee weitere Garde-Mörser-Einheiten aufzustellen. Die ersten Garde-Mörser-Batterien hatten jeweils sieben BM-13, aber im Juli 1941 wurde deren Anzahl auf vier Raketenwerfer je Batterie standardisiert. Sie wurden meist eingesetzt zur Unterstützung der Infanterie (Schützen)-Divisionen und standen zunächst unter Kontrolle des NKWD (Sicherheitsdienst). Nachdem die Deutschen ihrerseits den Nebelwerfer weitverbreitet eingesetzt hatten, wurde dieses Sicherheitssystem gelockert. Im August 1941 ordnete Stalin persönlich die Bildung von speziellen Garde-Mörser-Regimentern unter der Leitung des Oberkommandos der Heeresreserve an (STAVKA-VGK). Diese bestand aus drei Bataillonen zu jeweils drei Batterien, was eine Menge von 36 BM-13 oder BM-8 Raketenwerfer ergab. Zur gleichen Zeit wurden unabhängige Garde-Mörser-Bataillone mit ebenfalls 36 Raketenwerfer aufgestellt. Bis Ende 1941 gab es 554 Raketenwerfer im Einsatz mit 8 Regimentern, 35 selbständigen Bataillonen und 2 unabhängigen Batterien. Mit der Ankunft der ersten schweren M-30-Raketen im Juni 1942 wurden schwere Garde-Mörser-Bataillone aufgestellt, aber diese hatten statische, nicht mobilen Raketenwerfer. Diese hatten auch drei Batterien, aber jede hatte 36 Raketenwerfer, während die späteren selbstfahrenden Einheiten nur zwölf Raketenwerfer pro Batterie hatten. Als die mobilen BM-31 schließlich 1944 verfügbar wurden, hatten die motorisierten Garde-Mörser-Bataillone nur 48 Raketenwerfer im Vergleich zu den 96 Raketenwerfer der statischen Bataillone. Es wurden 3.237 Raketenwerfer im Jahr 1942 hergestellt, sodass die Gesamtstärke auf bis zu 57 Regimenter anstieg. Zählt man noch die kleineren, unabhängigen Bataillonen, so war der Gegenwert von 216 Batterien im Dienst. Von diesen waren 23 Prozent schwere M-30 Einheiten, 56 Prozent waren BM-13 Einheiten und 21 Prozent waren die leichten BM-8 Einheiten. 1943 wurden Garde-Mörser-Brigaden mit statischen Raketenwerfern formiert, und später sogar Divisionen. Bis zum Ende des Krieges befand sich der mehr …

  • Mosin-Nagant und US-Marlin Karabiner

    Russisches Infanterie-Gewehr Modell 1891, 1930G, Karabiner 1938G, 1944G. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Mosin-Nagant Modelle 1891, 1930G Typ: Infanterie-Gewehr und Karabiner. Mosin-Nagant Modell 1891 In den späten 1880er Jahren begann die Russische Armee damit, ihre veralteten Berdan-Gewehre in ihrer gewaltig großen Streitmacht zu ersetzen. Die Armee führte mehrere Untersuchungen durch, in deren Verlauf sie eine Reihe von Gewehren der belgischen Gebrüder Nagant favorisierte. Die Russen hatten aber gleichzeitig auch einen eigenen, nationalen Entwurf eines zaristischen Offiziers mit dem Namen Sergei Mosin praktisch vor der eigenen Haustür. Daher beschlossen die Planer, die besten Eigenschaften aus beiden Entwürfen zu vereinen, und das Ergebnis war das Mosin-Nagant-Gewehr, welches ab 1891 in den Truppengebrauch übernommen wurde. Deshalb wird das Gewehr als Mosin-Magant Modell 1891 bezeichnet, aber der vollständige offizielle russische Name war Russkaya 3-lineinaye vintovka obrazets 1891g, was so viel wie ‘Russisches 3-Linien-Gewehr Modell 1891g’ heißt. Der Begriff ‘3-Linien’ bezieht sich auf eine alte russische Maßeinheit ‘Linie’ mit etwa 2,54 mm. Dies entsprach dem Kaliber und wurde 1908 geändert, als eine neue Patrone im Kaliber 7,62 mm eingeführt wurde. Das ursprüngliche Visier war auf die ebenfalls alte Maßeinheit Arschin (etwa 0,71 Meter) kalibriert, aber dies wurde 1908 ebenfalls auf Meter geändert. Zuvor gab es jedoch Schwierigkeiten beim Produktionsbeginn des neuen Gewehres in Russland, sodass die russische Armee als Notlösung zur Überbrückung von 1892 bis 1895 insgesamt 503.589 Repetiergewehre vom französischen Hersteller Chatellerault einkaufte. Zusammenfassend war das dann schließlich verfügbare Mosin-Nagant Gewehr Modell 1891 eine solide und robuste Konstruktion, hatte aber einige ungewöhnliche Eigenschaften. Eine davon lag im Fünf-Patronen-Magazin, denn bei diesem System wurde die oberste Patrone für den eigentlichen Ladevorgang immer vom Federdruck des Magazins freigehalten, was den Vorteil hatte, dass Ladehemmungen seltener auftraten, als es sonst der Fall gewesen wäre. Der zweiteilige Verschluss wurde allgemein als komplizierter empfunden, als es wirklich nötig war, obwohl er im Gebrauch wenig Probleme bereitete. Eine weitere Besonderheit war, dass das Gewehr mit einem langen Bajonett mit einem Schraubendreher-Einsatz ausgeliefert wurde, mit dem man Teile des Gewehrs zerlegen konnte. Dieses Bajonett war ein Steckbajonett, das während des 1. Weltkriegs praktisch immer am Gewehr befestigt war. Insgesamt war das Modell 1891 eine robuste Waffe, die harte Schläge einstecken konnte und im Allgemeinen anspruchslos in Bezug auf Pflege und Aufmerksamkeit war. Eine Karabiner-Version des Dragoner-Gewehrs Modell 1891 wurde für den Einsatz bei der Kavallerie und der allgegenwärtigen russischen berittenen Infanterie produziert, aber diese Variante war nur geringfügig kürzer als das Infanterie-Gewehr und viel länger als andere Karabiner, die zu dieser Zeit ausgeliefert wurden. Eine echte Karabiner-Variante Modell 1910 wurde erst 1910 produziert. Das Hauptproblem für die Russen war, dass sie zwar ein gutes Dienstgewehr ausgewählt hatten, es aber nie genug davon gab und die Produktionsstätten überfordert waren. Diejenigen, die es gab, mussten die Gewehre praktisch von Hand herstellen, da das Konzept der Massenproduktion vor 1914 weit von den russischen Möglichkeiten und Vorstellungen lag. Als 1914 zusätzliche russische Armeeeinheiten aus den Reserven gebildet wurden, gab es daher oft keine Gewehre, mit denen sie bewaffnet werden konnten. Das Modell 1891 spielte seine Rolle auch in den Revolutionen von 1917 und war auch im darauf folgenden Bürgerkrieg ab 1918 im Einsatz. Zwischen den Weltkriegen wurde das Modell 1891 in der Produktion durch das kürzere Modell 1891/30 ersetzt, mit dem die Rote Armee Armee im Zweiten Weltkrieg bewaffnet wurde, obwohl einige der Modelle 1891 auch nach 1941 verwendet wurden. Mosin-Nagant Modell 1930G Das Modell 1930G (auch als 1891/30 bezeichnet) gehört zu einer Serie von Gewehren, welche auf das Mosin-Nagant Modell 1891 zurückgehen und die Standard-Gewehre der russischen Armeen bis 1945 waren. Die Bezeichnung ‘Mosin-Nagant’ erinnert an den ursprünglichen Entwurf der Nagant-Brüder aus Belgien, welcher durch Oberst S. I. Mosin von der kaiserlich-russischen Armee modifiziert wurde. Der Rückstoß-Mechanismus ist ähnlich dem aller anderen Infanterie-Gewehre, wenn auch der aus drei Teilen bestehende Bolzen eine unnötige Komplikation darstellt. Dieser wurde vermutlich nur deshalb verwendet, um Schwierigkeiten mit den unzähligen Gewehr-Patenten jener Zeit aus dem Wege zu gehen. Eine Besonderheit des Entwurfes ist der Einbau eines Mechanismus zur Kontrolle des fehlerfreien Ladens der Patronen, denn eines der schwierigsten Probleme bei der Entwicklung einer Schusswaffe ist die effiziente Zuführung einer umrandeten Patrone aus dem Magazin. Der Druck der Magazin-Feder neigt dazu, die Patronen zusammenzudrücken, was die Ursache für Ladehemmungen ist. Das Mosin-Nagant verwendet eine federbelastete Klinke, welche durch den Betrieb des Bolzens kontrolliert wird und die zweite Patrone im Magazin festhält und damit den Druck auf die erste Patrone erhöht. Dadurch kann diese einfach in die Kammer durch das Schließen des Bolzens geladen werden, ohne das die Gefahr besteht, dass der Rand der zweiten Patrone durch den Aufwärtsdruck der Feder einklemmen kann. 1931 führte die sowjetische Armee das Modell 1930G ein, welches mehr oder weniger das etwas kürzere ‘Dragoner-Gewehr’ von 1891 war, mit einer verbesserter Zielgenauigkeit und etwas vereinfacht, um die Waffe leichter herzustellen. Es wurde zum Standard-Gewehr der russischen Infanterie während des 2. Weltkrieges, obwohl es weit verbreitet durch die späteren Karabiner-Modelle ergänzt wurde – und natürlich von den allgegenwärtigen russischen Maschinenpistolen PPSh-41 und PPS, die viel billiger und schneller herzustellen waren. Zusätzlich gab es ‘Extras’ wie einen Granatwerfer-Becher und einen Schalldämpfer für die Gewehre. Eine Anzahl des Modells 1891/30 wurde auch mit Zielfernrohren für den Einsatz bei den Scharfschützen ausgestattet. Die Mosin-Nagant-Gewehre wurden auch von den Finnen verwendet (als m/27 für das verkürzte Modell 1891, m/28/30 mit geändertem Visier und nachgebohrt als m/39), bei den Polen als Karabin WZ 91/98/25 und auch von den Deutschen. Die deutschen Truppen erbeuteten 1941 und 1942 haufenweise ex-sowjetische Gewehre und viele wurden an Garnison- oder fremdländischen Miliz- und Polizei-Einheiten ausgegeben. Die meisten von diesen waren Modelle 1891/30 mit der deutschen Bezeichnung Gewehr 254(r), aber bis 1945 wurden auch alte Modelle 1891 an den Volkssturm unter der Bezeichnung Gewehr 252(r) ausgegeben. Auch viele Einheiten am Atlantik-Wall waren mit dem Mosin-Nagant Modell 1891/30 ausgerüstet. Mit der Einführung des automatischen Kalaschnikow-Gewehrs in den Nachkriegsjahren wurden die alten Mosin-Nagant-Gewehre zügig aus den Händen der Soldaten der Roten Armee entfernt. Einige davon wurden auf dem freien Markt verkauft, aber die meisten scheinen eingelagert mehr …

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