Norwegen 1942-1944


Norwegen 1942-1944

Norwegen 1942-1944

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Einheit von Partisanen

    Partisanen und Cetniks: Stärke und Organisation der irregulären Streitkräfte in Russland und Jugoslawien, ihre Ausrüstung und Uniformen. Partisanen in Russland Das rasche Auseinanderbrechen der Roten Armee entlang der Westgrenze der Sowjetunion als Folge des Angriffs der Achsenstreitkräfte im Juni 1941 überraschte nicht nur die Wehrmacht, sondern im gleichen Maße auch die sowjetische Regierung. Die Wehrmacht nahm buchstäblich hunderttausende Soldaten der Roten Armee gefangen, welche sie kaum bewachen und noch weniger versorgen oder unterbringen konnte. Unter diesen Umständen konnten Tausende sich der Gefangennahme entziehen oder fliehen und tauchten hinter der Front unter. In vielen Gebieten, insbesondere in der Ukraine, wurden die deutschen Truppen Anfangs als Befreier begrüßt. Die russische Bevölkerung dagegen verhielt sich vorsichtig gegenüber ihren neuen Herren und blieb zurückhaltend, solange sie nicht direkt bedroht oder misshandelt wurden. Hinter der Front streiften Gruppen versprengter sowjetischer Soldaten und geflohener kommunistischer Parteifunktionäre durch das Hinterland oder versteckten sich in den großen Waldgebieten West-Russlands. Die verantwortliche Behörde für die Organisation des Widerstandes der Partisanen hinter den deutschen Linien war ein Teil des NKWD. Diese begann in Gebieten, wo die Anwesenheit großer Banden von Partisanen hinter der deutschen Front bekannt war, anleitende Funktionäre per Fallschirm abzusetzen. Allerdings bestand das Problem darin, dass einige dieser Banden anti-bolschewistisch, andere anti-deutsch ausgerichtet und wieder andere nur einfach kriminelle Banditen und Räuber waren. Solange es so aussah, als dass Deutschland den Krieg gewinnen würde, gab es eine deutliche Zurückhaltung bei Aktionen gegen die Besatzungsmächte. Aber als dann die ersten Gerüchte über die Brutalitäten und Verbrechen der Eroberer sich herumsprechen begannen und die Wehrmacht ihre ersten Niederlagen erlitt, gab es jedoch einen dramatischen Anstieg der Partisanen-Aktivitäten. Im August 1943 gab es zum Beispiel schon 24.500 Partisanen alleine nur in der Ukraine, wovon 5.000 Mitglieder der kommunistischen Partei waren. Im gesamten besetzten Gebiet in der Sowjetunion wurde die Gesamtzahl der Partisanen, Widerstandskämpfer und Banditen auf etwa zwei Millionen geschätzt.   Die deutschen Besatzungsbehörden mussten gegen die Partisanen etwa 25 Divisionen (327.543 SS-, Sicherheitspolizei und gewöhnliche Polizei-Männer sowie 500.000 Hilfspolizisten) einsetzen. Dies war eine ungeheure Belastung für die Kampfkraft der eigentlichen Front. Die Opfer unter den Partisanen werden auf etwa 85.000 Mann geschätzt, wovon 70.000 erschossen wurden, während 15.000 in Konzentrations- und Zwangsarbeiterlagern starben. Es gab niemals so etwas wie eine Uniform für Partisanen. Bei dem akuten Mangel an Kleidungsstücken in der Sowjetunion während des Krieges wurde so ziemlich alles getragen, was zur Verfügung stand. Zunehmend wurde von den Partisanen auch erbeutete Ausrüstung und Kleidung verwendet, besonders nach den großen Niederlagen der verschiedenen Armeen der Achsenstaaten während der letzten Phase der Schlacht um Stalingrad. Partisanen in Jugoslawien Als die Achsenmächte im April 1941 Jugoslawien angriffen, war die Kommunistische Partei Jugoslawiens noch immer stark durch staatliche Repressionen eingeschränkt und ihre Mitgliederzahl überstieg nicht 12.000 Personen. Fast so schnell wie das Land überrannt wurde, bildeten sich unter der Führung des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei Joseph Broz – besser bekannt als Tito – aus kommunistischen Zellen und jugoslawischen Soldaten, welche die Kapitulation ablehnten, die erste Partisanenbewegung. Zu Anfang waren Titos Partisanen fast ausschließlich Serben und es war nicht vor 1943, dass sich Slowenen und Kroaten in nennenswerter Zahl anschlossen. Zunächst waren Titos Partisanen-Operationen nicht sonderlich erfolgreich und so begann er seiner Streitmacht als eine richtige Armee zu organisieren. Am 21. Dezember 1941 stellte er mit der 1. Proletarischen Brigade die erste reguläre Einheit auf und bis Mitte 1942 hatte er weitere drei Brigaden aufgestellt, welche nun Teil der sogenannten Jugoslawischen Volksbefreiungsarmee wurden. Bis zur Ankunft der ersten britischen Militärmission bei Tito Ende 1942 hatte er keine Hilfe von außen erhalten. Alle seine Waffen, Munition, Ausrüstung und Uniformen stammten entweder aus den Beständen der ehemaligen jugoslawischen Armee von vor dem Krieg – oder wurden von der Zivilbevölkerung oder den feindlichen Besatzungstruppen entnommen. Die erste Luftversorgung für Titos Partisanen wurde am 25. Juni 1943 durchgeführt und von da an war sein Nachschub gesichert. Tito war nun in der Lage seine Partisanen-Armee auf vier Armeekorps – eines für jeden Teil des Landes – mit 306.000 bewaffneten Männern und Frauen auszubauen. Bis Mai 1944 erreichte die Volksbefreiungsarmee eine Stärke von einer halben Million Partisanen und es gab 21 Ausbildungslager für Offiziere und Unteroffiziere. Zur gleichen Zeit wurde das gesamte britische Personal von den Cetniks abgezogen und Tito wurde nun de facto als Herrscher über Jugoslawien von den Alliierten anerkannt. Die militärische Organisation einer Partisanen-Armee musste zwangsläufig sehr flexibel sein und in kleineren Verbänden als bei einer normalen Armee gegliedert werden. Mannschaftsstärke und Waffenausstattung änderten sich von Tag zu Tag, da es enorme Schwierigkeiten bereitete die weit verstreuten Einheiten, welche zudem bewusst unzugängliche Orte für ihre Stellungen ausgewählt hatten, zu versorgen. Die kleinste Einheit der Partisanen war die Kompanie mit etwa 80 Soldaten. Neun Kompanien bildeten ein Bataillon, während drei Bataillone eine Brigade bildeten (ca. 2.160 Mann). Drei Brigaden, jede mit einem Bataillon aus Gebirgskanonen und schweren Waffen, bildeten eine Division (ca. 7.000 Mann). Am 1. Januar 1945 formierte Tito seine 800.000 Mann starke Armee in vier Armeegruppen. Nachdem er den größten Teil Jugoslawiens von den deutschen Truppen und deren Verbündeten gesäubert hatte, befahl er seiner 4. Armeegruppe Triest vor den anrückenden westlichen Alliierten zu besetzen. Diese marschierte am 1. Mai 1945 in Triest ein und besetzte das italienische Staatsgebiet bis zum Fluss Isonzo. Uniformen: Titos Partisanen trugen als Uniform alle verfügbaren Kleidungsstücke. Gleiches Aussehen und Uniformierung bei der Kleidung waren nie von großer Bedeutung und bei der Art des Partisanenkrieges – und so wie dieser geführt wurde, konnte dies nur zu Nachteilen führen. Diejenigen Uniformen oder Uniformteile, welche es gab, stammten entweder von der ehemaligen jugoslawischen Armee, oder wurden von deutschen und italienischen Besatzungstruppen erbeutet. Das einzige übliche Abzeichen war der fünfzackige, rote Stern an der Kleidung. Von Juli 1941 bis November 1942 herrschte ein improvisiertes System von Rangabzeichen vor. Abzeichen bestanden aus Sternen, Streifen und Chevrons (Dienstgradabzeichen), welche aus rotem Stoff geschnitten und am linken oberen Ärmel getragen wurden. Von November 1942 an wurde ein neues System eingeführt, bei dem mehr Rangstufen vorkamen. Anschließend wurde ab dem 1. Mai 1943 das endgültige System vorgestellt, wobei die mehr …

  • Gartenbahn

    Eisenbahnen und der Aufbau einer Gartenbahn im Zeit- und Kostenplan. Modelleisenbahn in der Spur G (45 mm) im Garten und Übertragung der Fahrt aus dem Zug mittels einer Funkkamera. Zu meinem Haus gehört ein relativ großer Garten mit altem Baumbestand. Als Arzt war es mir ein Anliegen für meine Patienten – und als Reverenz zur Vergangenheit meiner Heimatstadt als Eisenbahnknotenpunkt – etwas Abwechslung zu bieten. Somit habe ich mich entschlossen den Garten meiner Praxis einer sinnvollen Verwendung zuzuführen. Es reifte die Idee einer Modelleisenbahn in der Spur G bzw. 1 (45 mm), welche die Patienten meiner Praxis live im Garten und auf der zugehörigen Terrasse erleben könnten sowie eine direkte Übertragung der Bilder mittels einer Funkkamera – welche am umgebauten Kamerawagen der Gartenbahn befestigt ist – in das Wartezimmer. Deshalb wurde das Projekt Gartenbahn gestartet. Da meine Praxis – einschließlich Garten – nur angemietet ist, sollten keine größeren, festen Umbauten vorgenommen werden. Auch war mir eher an einer Integration der Gartenbahn bzw. Modelleisenbahn in die Landschaft des Gartens, einschließlich seines wilden Baumbestandes mit Unterholz im hinteren Teil gelegen. Das Gleisbett für die Gartenbahn wurde aus Styrofoam/dur-Platten (Baumarkt) geschnitten und mit einem Dremel an den Kanten abgeschrägt. Es erfolgte ein grauer Anstrich. Zur weiteren Absicherung der leichten Platten wurden in regelmäßigen Abständen 24 cm lange Zeltheringe verankert. Die Platten selbst wurden untereinander mit extra starkem Outdoor-Klebeband verklebt. Als Gleise für die Gartenbahn boten sich Flexgleise aus Messing (auch wegen der Reinigungsmöglichkeit mit der Schienenreinigungslok – bringt Zeitersparnis und man hat als HNO-Arzt mehr Zeit für seine Patienten) von TRAIN LINE45 an. Gesteuert werden die Züge über das ‘TRAIN CONTROL’-Funksystem auf 433 MHz-Basis oder über eine Digitalzentrale (KM 1 System Control 7) bei Spur-1-Fahrzeugen. https://youtu.be/SX1O_mApUow Beides wurde über einen ‘Lokschuppen’ bezogen. Zusätzlich sind vor den Bahnhöfen jeweils Magnetkontakte für den automatischen Bahnhofshalt eingebaut. Bis Ende 2009 wurden ca. 60 m Gleise für die Gartenbahn verlegt. Für die Erschliessung der Praxis-Terrasse wurde eine 9 m lange Brückenkonstruktion aus verzinkten Sickenprofilen mit einer Steigung von 2 bis 3 Prozent gebaut. Als Standardkurvenradius wurde R3 (Train Line 120 cm) gewählt. Die Praxisbahn wurde schrittweise umfangreich ausgebaut. Die Gebäude und der Fuhrpark wurden ebenfalls erweitert. Zusätzlich sind dort über einen Link alle Fotos der Gartenbahn erreichbar. Mehr zu Eisenbahnen Wie baut man eine Gartenbahn im Zeit- und Kostenplan ? Das erste, was die meisten Menschen bemerken, wenn sie zum ersten Mal eine Gartenbahn sehen, ist wie groß die Züge in der Natur sind – und das zweite, wie viel es kostet ! Es ist keine Frage, dass man jede Menge Geld in eine Gartenbahn stecken kann. Wenn man ein Geschäft mit Modellzügen und Zubehör oder die Gartenbahn anderer Leute besucht, kann man schon erschrecken bei Preisen von 1.000 € für eine Lokomotive oder 10 € für ein Gleisstück. Falls Du auch, wie die meisten anderen Menschen, ihre Ausgaben in das Leben einplanen müssen, könnte man es mit der Angst bekommen, dass man sein ‘Eisenbahn-Imperium’ niemals über das ‘Starter-Set’ als Hobby hinaus bekommen wird. Aber keine Angst, viele Gartenbahn-Freunde haben schöne und bemerkenswerte Gartenbahnen hinbekommen, ohne dabei Konkurs anmelden zu müssen. Die nachfolgenden Tipps werden helfen, eine Gartenbahn im Zeit- und Kostenplan aufzuziehen ! Planung ist alles Eine gute Vorausplanung ist wichtig. Dazu gehören die minimalen Erwartungen an die Gartenbahn. Reicht ein Zug mit zwei Bahnstationen und genügend Gleis dazwischen ? Für andere ist das bei weitem nicht genug. Also denke erst einmal darüber nach, was Du später haben willst und dann weißt Du auch, was benötigt wird. Verlasse den ursprünglichen Plan nicht zu weit, nur weil es auf einmal irgendein Sonderangebot gibt. Zu den Fragen der guten Planung gehört: Wie viel Platz habe ich innen (im Haus/Wohnung) und außen im Garten ? Welcher Typ von Eisenbahn soll es werden, also das Zeitalter (erste Dampfloks, ‘goldenes’ Dampflok-Zeitalter, erste Dieselloks, moderne Lokomotiven usw.) und aus welchem Land. Dann der Maßstab der Lokomotiven und die Spur-Größe. Soll die Bahn die ganze Zeit unbeaufsichtigt laufen können und womöglich mit mehreren Zügen ? Wie schnell soll wenigstens ein Teil betriebsbereit sein ? Wie viel Geld kann ich pro Jahr in das Projekt stecken ? Wie viel Zeit pro Woche habe ich dafür, vor allem während der schönen Monate im Freien. Natürlich können sich und werden sich später einige dieser Teilaspekte ändern, aber bevor man anfängt zu arbeiten und Geld auszugeben, sollte man erst einmal eine Vorstellung davon haben, was machbar ist und wo es hingehen soll.   Aber um es vorweg zunehmen: nach etwa drei Sommern wird es eine funktionierende, schöne Gartenbahn geben für etwa die gleichen Kosten, welche andere Leute in dieser Zeit für das Bezahlfernsehen ausgeben. Natürlich kann man auch gleich viel mehr ausgeben, aber sei vorsichtig, sonst ist es wie bei den ‘Häuslebauer’ am Mittelmeer: bevor der Schuppen fertig wird und bewohnbar ist, ist kein Geld mehr da. Und die Nachbarn werden Dich sowieso für verrückt erklären, also beweisen es ihnen, dass Du das auch richtig hinbekommst ! Weise Auswahl Nachdem Du nun eine Vorstellung davon haben solltest, wie sie Eisenbahn aussehen soll, wirst Du wahrscheinlich einen Hersteller auswählen, der den Großteil des Bedarfs zu einem erschwinglichen Preis anbieten kann. Dabei solltest Du dann auch bleiben, wenn es auch immer wieder Alternativen gibt. Der beste Ausgangspunkt ist es, mit einer gut verlegten Strecke in einem möglichst großen Radius zu beginnen, welche in den verfügbaren Platz passt. Über viele Jahrzehnte waren die Standardgleise für Gartenbahnen Hochqualitäts-Messinggleise. Da sich aber die Kosten für Kupfer verdoppelt haben, haben sich auch die Kosten für diese Gleise verdoppelt. Es gibt auch Aluminium-Gleise, welche zwar nicht so robust sind, dafür aber viel billiger. Wenn man diese in ein robustes Schienenbrett, z.B. mit Beton – legt, ist dies in der Regel kein Problem. Große Lokomotiven mit vielen Rädern laufen auf Aluminium genauso gut wie auf Messing, nur bei Rädern aus Kunststoffgummi kann es zu Problemen mit der Grifffestigkeit kommen. Allerdings leitet Aluminiumoxid im Gegensatz zu Messingoxid Elektrizität, weshalb es keinen großen Unterschied bei der Leistung geben sollte. Aluminium-Gleise eignen sich bei großen Lokomotiven mit Metallrädern, bei täglicher Reinigung mit einem sauberen mehr …

  • Rekrut der US-Marines

    US-Rifle cal .30 Springfield M1903 Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell des amerikanischen Infanteriegewehrs. Springfield M1903, US-Rifle cal .30 Typ: Infanterie-Gewehr. Modell 1903 Springfield Das Springfield-Gewehr im 1. Weltkrieg Um die Jahrhundertwende war die US-Armee mit einem Gewehr bewaffnet, welches unter dem Namen Krag-Jorgensen 1892 eingeführt worden war. Es dauerte nicht lange, bis die Amerikaner erkannten, dass das Krag-Jorgensen bei der schnellen Waffenentwicklung in den späten Jahren des 19. Jahrhunderts viel zu wünschen übrig ließ, und dementsprechend beschlossen sie, ein besseres Gewehr einzuführen. Sie sahen sich nach neuen Möglichkeiten um und waren bald von dem Grundsystem des Mauser-Gewehrs so beeindruckt, dass sie eine Lizenz zur Herstellung von Gewehren auf der Grundlage des Mauser-Entwurfes für die USA aushandelten. Für 200.000 US-Dollar kaufte die US-Regierung eine Lizenz von der Firma Mauser. Das Mauser-System wurde modifiziert, um ein Gewehr mit einer neuen amerikanischen Patrone mit dem Namen Cartridge, Ball, Caliber .30 in M1903, herzustellen. Diese ursprüngliche Kugel, für die das Gewehr entwickelt wurde, war ein 14,26 Gramm schweres Exemplar, welches eine stumpfe Spitze hatte. Als die deutsche Armee jedoch 1905 ihren ‘Spitzer’ – oder die spitze Kugel – einführte, welche eine bessere Leistung versprach, folgte der Rest der Welt eilig nach. Die US-Army führte eine Spitzkugel mit 9,72 Gramm ein und die Zielvorrichtung der Gewehre wurden modifiziert, um deren geänderter Ballistik zu entsprechen. Das Gewehr wurde 1903 fertig und wurde 1904 zuerst im Springfield-Arsenal in Illinois hergestellt, wodurch es seinen allgemein akzeptierten Namen Springfield-Gewehr erhielt. Vom Aussehen her war es offensichtlich ein Mauser-Gewehr, aber der Länge nach war es etwas Neues. Das neue Gewehr wurde offiziell als Magazine Rifle, Caliber .30, Model of 1903 bezeichnet, dies wurde aber meist mit Modell 1903 oder nur M1903 abgekürzt. Es unterschied sich von den meisten seiner Zeitgenossen dadurch, dass es eine Zwischengröße zwischen einem Infanteriegewehr in voller Länge und einem Karabiner war, denn es sollte die Dienstwaffe für alle Waffengattungen von der Kavallerie bis zur Infanterie sein. Dieser Kompromiss aus den unterschiedlichen Längen führte zu einem äußerst attraktiven und gut ausbalancierten Gewehr, das in der Handhabung eine Freude war und noch immer ist. Der ursprüngliche Entwurf war ein Langgewehr mit einem 76,2-cm langen Lauf gewesen. Während der Arbeiten führte jedoch die ‘Short’ Lee-Enfield Gewehr ein, und die US-Army beschloss, diese Idee für ein einziges Gewehr für alle Waffengattungen zu übernehmen. Der Entwurf wurde geändert und die ersten Modelle wurden ab 1905 mit einem 61 cm langen Lauf hergestellt. Obwohl das Gewehr grundsätzlich vom Mauser-Typ war, gab es ein oder zwei Eigenschaften, welche das Springfield einzigartig machten. Der Schlagbolzen besteht aus zwei Teilen, der Hülsenauswurf erfolgt nicht durch eine Feder, und ein genialer Schlossanschlag ermöglicht es, den Bolzen zu entfernen und als Sperre zu wirken, sodass die Kugeln im Magazin festgehalten werden und das Gewehr als Einzellader verwendet werden kann. Der Repetierverschluss wurde als Abwärtsbewegung ausgeführt, mit einem gut platzierten Verschlussgriff, der bei Bedarf schnell zu betätigen war Die insgesamt gute Verarbeitung und Detailgestaltung machten die Waffe äußerst präzise, und die M1903 und ihre späteren Versionen werden immer noch als Scheibengewehre sehr geschätzt. Das ursprüngliche Modell 1903 war das Gewehr, das die US-Armee 1917 mit nach Frankreich nahm, aber es wurde in der Produktion bald von späteren Varianten ersetzt, darunter das M1903 Mark 1. Hierbei handelte sich dabei um ein Modell 1903, das an die unglückselige Pedersen-Vorrichtung angepasst war, eine Vorrichtung, die das Repetiergewehr in eine Art automatisches Sturmgewehr verwandeln sollte. Dazu wurde der Verschluss entfernt und durch einen neuen Empfänger ersetzt, der spezielle 7,62-mm-Pistolenmunition abfeuerte, die aus einem oben liegenden Magazin zugeführt wurde. Die Patronen wurden über den Lauf des Gewehrs abgefeuert. Obwohl diese Waffe ausgegeben wurde, erschien es zu spät für eine verbreitete Ausgabe an die Truppe und es sollte für die geplanten Offensiven im Jahr 1919 in Reserve gehalten werden. Nach dem Krieg wurde es ganz aus dem Verkehr gezogen und diese Mark-1-Gewehre wurden wieder auf das Standard-Modell 1903 umgerüstet. Unter Berücksichtigung aller Umstände kann es das Springfield Modell 1903 als eines der besten Infanteriegewehre seiner Zeit angesehen werden und die Waffe wird immer noch als Scheibengewehr oder Jagdgewehr verwendet und ist als Sammlerstück sehr begehrt. Im Zweiten Weltkrieg Nach 1918 wurde das Modell 1903 weiter in verschiedenen Formen modifiziert, hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt, die Herstellung zu vereinfachen. Die Modifikationen betrafen aber auch den Visiertyp, die Schaftform, wo ab 1929 das Modell 1903 A1 mit Pistolengriff entstand, und andere Details. Das M1903A2 wurde als unterkalibrige Waffe zum Einschieben in die Läufe von Küstengeschützen gebaut und war eine kostengünstige Methode, die Ausbildung an diesen Geschützen durchzuführen. Wenn auch das M1 Garand das Standardgewehr der US-Armee im Zweiten Weltkrieg war, so blieben jedoch viele Tausende der älteren Zylinderschloss-Gewehre Springfield M1903 weiterhin in Gebrauch. In der ersten Hälfte des Krieges wurden sie auch weit verbreitet von den Fronttruppen verwendet, bevor ausreichende Mengen des M1 produziert werden konnten. Anschließend wurden sie jedoch immer noch von Wachsoldaten, Reserveverbänden, Garnisonen hinter der Front und für die Grundausbildung von Rekruten verwendet. Außerdem wurden viele an die national-chinesische Armee, die britische Home Guard oder an die Frei-französischen Streitkräfte und Résistance geliefert. Selbst noch bei der Invasion in der Normandie 1944 verwendeten viele der anlandenden US-Truppen die M1903 Springfield. Obwohl seit 1936 das Garand-Gewehr bei der US-Armee neue eingeführt wurde, wurde jedoch auch das M1903 Springfield-Gewehr während des 2. Weltkrieges noch als Standard-Waffe geführt. Nachdem 1940 einige an die britische Home Guard ausgegeben wurden, waren die mit dem Springfield-Gewehr ausgerüsteten Einheiten damit so zufrieden, dass das Gewehr auf britischen Wunsch hin wieder in Produktion genommen wurde. Als dann die USA im Dezember 1941 in den Krieg eintraten, stand das M1 Garand weder in ausreichenden Mengen zur Verfügung noch wurden genügend davon gebaut. So wurde das Springfield als M1903A3 wieder in die Massenproduktion aufgenommen. Diese Version war für die schnellere Herstellung vereinfacht worden, war aber immer noch eine gut gemachte Infanteriewaffe. Einige der Teile wurden nun gestanzt, aber der Hauptunterschied war das Zielkorn, was nach hinten versetzt wurde. Eine Reihe der Scharfschützen-Gewehre vom Modell 1903 A4 wurden sogar noch im Koreakrieg mehr …

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