Norwegen 1942-1944



Norwegen 1942-1944

Norwegen 1942-1944

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Im Blickpunkt:
  • PzKpfw III dient hier der Infanterie als Feuerschutz

    Geschichte von deutschen Divisionen im Zweiten Weltkrieg. Bezeichnungen, Aufstellung, Kommandeure, Gliederung und Ausrüstung, Geschichte, Einsätze und Ende ausgewählter Divisionen der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Divisionen der Wehrmacht Die Dauer des Zweiten Weltkrieges erforderte es, die seit 1935 existierende deutsche Großverbände – darunter fallen Divisionen, Brigaden und manchmal auch besondere Regimenter – der Wehrmacht immer wieder aufzufrischen und der neuen waffentechnischen und taktischen Entwicklung anzupassen. Deshalb entstanden zwischen 1939 und 1945 verschiedene Gliederungen, Sollstärken und Bezeichnungen für Divisionen. Wieder andere, bewährte Verbände wurden schließlich von Regimentsstärke auf ein ganzes Korps erweitert, so wie z.B. das Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring. Zusätzlich wurden noch zahlreiche Verbände neu aufgestellt, manchmal für spezielle Aufgaben oder nur als Improvisation für einen kurzen Zeitraum. Da bis zum Kriegsende viele hunderte deutsche Division im Rahmen der Wehrmacht aufgestellt wurden, können in dieser Kategorie der Webseite WWW.WELTKRIEG2.DE nur herausragende, einzigartige oder repräsentative Großverbände mit den wichtigsten Einzelheiten aus Bezeichnungen, Aufstellung und Ausbau, Gliederung, Ausrüstung, Kommandeure, Besonderheiten und ihre Geschichte und Einsätze bis zu ihrem Ende während des Zweiten Weltkrieges behandelt werden. Dies sind vor allem die Elite-Verbände des Heeres, Waffen-SS und der Luftwaffe, sowie einige der Panzer-Divisionen und weitere Spezialeinheiten. Kriegsgeschichte von Divisionen Wiederbewaffnung und Gründung der Wehrmacht Am 2. August 1934 verstarb der alte Reichspräsident von Hindenburg und Adolf Hitler verkündete sofort, dass er nun als ‘Führer’ die Aufgaben von Reichskanzler und Reichspräsident gemeinsam übernehmen werde. Schon am nächsten Tag legte die Reichswehr einen Treueid auf den Führer persönlich, und nicht wie zuvor auf das Amt des Präsidenten und des deutschen Staates ab. Bis zum nächsten Jahr war die zuerst heimliche Wiederbewaffnung Deutschlands nicht mehr zu verbergen, die Alliierten beließen es aber lediglich bei Protesten gegen den offensichtlichen Bruch des Vertrags von Versailles. Nur die Briten luden im Februar 1935 eine deutsche Delegation nach London ein, um fruchtlose Gespräche zu führen. Kurz zuvor, am 13. Januar 1935, stimmen 90,3 % der Wähler im Saarland für den Wiederanschluss an Deutschland. Als Reaktion darauf verdoppelte Frankreich seine Armee am 6. März durch Heraufsetzung der Dienstzeit und Herabsetzung des Alters zur Wehrpflicht. Als Folge davon verkündet Göring am 10. März bei einem Empfang für die ausländischen Luftwaffen-Attachés, dass Deutschland bereits eine schlagkräftige Luftwaffe aufbaut und schon über mehrere Jagd- und Bombergeschwader verfüge. Hitler legte am 16. März 1935 nach, indem er die Klauseln zur Rüstungsbeschränkung des Versailler Vertrages aufkündigte. Das ‘Truppenamt’ wurde wieder zum Generalstab unter von Beck und die neue Wehrmacht sollte von den 100.000 Mann der Reichswehr auf 550.000 Mann in 36 Divisionen vergrößert werden. Pläne für die Vergrößerung der deutschen Streitkräfte wurden bereits um die Jahreswende 1933/1934 ausgearbeitet, allerdings ging das Truppenamt ursprünglich nur von 20 oder 21 Divisionen mit 300.000 Mann aus. Nach Becks Vorstellung sollte ein langsames Anwachsen auf 500.00 Mann bis zum Beginn der 1940er Jahre erfolgen, um Mannschaften und Offiziere bestmöglich auszubilden und nicht als Kanonenfutter zu verheizen. Hitler setzte sich jedoch durch, indem er betonte, dass jeder gute Nationalsozialist mangelnde Ausbildung durch seinen fanatischen patriotischen Eifer ausgleichen würde. Bereits im Juni 1934 wurde die ‘Inspektion der Kraftfahrtruppen’ eingerichtet, wobei Oberstleutnant Heinz Guderian ihr Stabschef wurde. Guderian hatte kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs die Kriegsakademie besucht und war auch ein Teilnehmer der Sedan-Generalstabslehrgänge gewesen. Schon kurz nach Kriegsende entwickelte er sich dann bei der Reichswehr zum führenden Fachmann und Befürworter des Bewegungskrieges mit Panzern. In dieser Zeit entwickelte er bereits die Gliederungen, Taktiken und Techniken einer zukünftigen Panzertruppe. Ab 1935 erstellte das ‘Kommando der Kraftfahrtruppen’ Spezifikationen für Panzerkampfwagen, leichte Artilleriegeschütze, Panzerabwehrkanonen, LKWs, Waffenträger, Feldfunkgeräte und anderes Material für die zukünftige Panzertruppe. Bereits im Spätsommer 1935 war die erste Versuchs-Panzer-Division einsatzbereit und nach vier Wochen intensiver Ausbildung wurden eine ganze Reihe taktischer Einsatzversuche durchgeführt. Kurz nach diesen Manövern wurde die Bezeichnung des Stabes in ‘Kommando der Panzertruppen’ geändert. Wenige Tage später, am 15. Oktober 1935, wurden drei weitere Panzer-Divisionen aufgestellt und Guderian wurde bereits nur mit dem Rang eines Obersten schon einer ihrer Divisionskommandeure. Nach dem Anschluss von Österreich wurde das deutsche Heer mit Stichtag 1. April 1939 auf etwa eine Million Mann in 51 aktiven Divisionen vergrößert. Bei einer Mobilmachung standen zusätzlich noch 750.000 Reservisten für 52 Reserve- und Landwehr-Divisionen bereit. Das Offizierkorps hatte zu diesem Zeitpunkt eine Stärke von über 25.000 aktiven Offizieren, darunter 500 Generalstabsoffiziere, erreicht. Dabei war die Qualität der Offiziere aufgrund des schnellen Anwachsens der Wehrmacht schlechter als es wünschenswert gewesen wäre. Die motorisierten Verbände bestanden aus 12 hinreichend ausgebildeten und ausgerüsteten Panzer- und motorisierten Divisionen. Vier weitere Divisionen standen kurz vor der Einsatzbereitschaft. Dies war aber nur etwa ein Viertel des deutschen Heeres, dem Rest fehlten Offiziere und vor allem erfahrene und verlässliche Unteroffiziere. Die traditionellen Divisionen waren aufgrund der raschen Vergrößerung des Heeres nicht hinreichend ausgebildet und es fehlten ihnen immer noch ausreichend moderne Waffen und Ausrüstung. Nur durch die Beschlagnahmung der Waffen des tschechoslowakischen Heeres im Frühjahr konnte die Lage verbessert werden, führte aber gleichzeitig zu Organisationsproblemen durch die Integration von fremden Waffensystemen. Generalstabschef Halder, welcher nach dem Rücktritt von Beck, diesen Posten übernommen hatte, erwartete eigentlich erst einen zufriedenstellenden Ausbildungsstand bei Offizieren und Mannschaften im Jahr 1943. Die wichtigste Einheit in der Wehrmacht war die Division, von der fünf Basistypen existierten: Infanterie-Division, motorisierte Infanterie-Division, Panzer-Division, Leichte Division und Gebirgsdivision. Infanterie-Division der Wehrmacht Infanterie-Divisionen wurden in Wellen aufgestellt und die Divisionen jeder Welle variierten bis zu einem gewissen Grad in Umfang, Organisation und Ausrüstung, abhängig von ihrem vorgesehenen Verwendungszweck und der Verfügbarkeit von Männern und Material. Die 35 Divisionen, welche die ursprünglich erste Welle der Wehrmacht bildeten, hatten eine Stärke von jeweils nahezu 18.000 Mann, während die der nächsten Welle 15.000 Mann stark waren. Divisionen der dritten und vierten Welle hatten wesentlich weniger Artillerie-Unterstützung als die vorhergehenden Formationen. Die Infanterie-Division der Wehrmacht bestand aus drei Infanterie-Regimentern von jeweils etwa 3.000 Mann und einem Artillerie-Regiment sowie zusätzliche Unterstützungseinheiten. Im Gegensatz zu der Praxis in den meisten anderen Armeen, galten Pioniere und die Aufklärungseinheit als Kampfeinheiten, und führten oft mit ihrer hervorragenden Ausstattung aus Flammenwerfern und Panzerabwehrkanonen den Angriff an. Die Abteilung war eine Einheit unterschiedlicher Stärke, mehr …

  • Ein schönes Farbfoto eines T-34/85.

    Sowjetischer mittlerer Kampfpanzer T-34 Modell 1943, Modell 1944 und T-44 mit 85-mm-Kanonen. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. T-34 Modell 1944 (T-34/85) und T-44 Typ: Sowjetischer mittlerer Kampfpanzer. Hier zum Vorgängermodell T-34 Modell 1943 T-34/85 (Modell 1944) Geschichte Nachdem die Unfähigkeit des T-34 Model 1943 offensichtlich wurde, mit den neuen deutschen Panzertypen – wie dem Panther-Panzer und PzKpfw VI Tiger – fertig zu werden, war das NKTP gezwungen, dieser Tatsache in das Auge zu sehen. Egal wie sehr auch die Panzerproduktion dadurch gestört werden würde, es mussten wesentliche Verbesserungen an den vorhandenen russischen Panzertypen vorgenommen werden. Auch das GKO griff ein, nachdem es von zahlreichen Beschwerden von Fronteinheiten überschwemmt worden war, dass ein ‘längerer Arm’ benötigt wurde, um die deutschen Panzer zu erreichen und erfolgreich zu bekämpfen. Vier Entwicklungsteams von Kanonen wurden aufgefordert, ein Sofort-Programm zur stärkeren Bewaffnung des T-34 zu starten. Die Teams von Grabin und Petrow arbeiteten bereits an 85-mm-Kanonen, als Grabins Büro vom 23 Jahre alten A. Savin übernommen wurde, als dessen bisheriger Chef zum Zentralen Artillerie-Entwicklungsbüro (TsAKB) nach Moskau versetzt wurde. Zudem begann noch das Team von Siderenko mit den Arbeiten an ihrer 85-mm-Kanone S-18. Die neuen Kanonen wurden auf dem Testgelände von Gorokhovieskiy außerhalb von Gorki erprobt und Grabins ZiS-53 wurde zum Sieger erklärt. Leider vertrug sich aber der neue Panzerturm, welcher von V. Kerichew bei Krasnoye Sormovo in Gorki entwickelt worden war, nicht mit der neuen Kanone. Offenbar hatte dieser nämlich den Turm um Petrovs D-5-Kanone herum entwickelt, welche früher zur Verfügung gestanden hatte und sich bereits für den Jagdpanzer SU-85 in Produktion befand. Zwei unbewaffnete T-34/85 waren bis zum 15. Dezember 1943 fertiggestellt worden und das GKO genehmigte den neuen Typ für den sofortigen Bau und Einsatz trotz dieser Probleme. Um weitere Verzögerungen zu vermeiden, befahl das NKTP den T-34/85 vorübergehend mit der D-5T-Kanone zu bauen, bis Savin einen neuen Panzerturm für Grabins neue und modifizierte ZiS-53-Kanonen sowie weiteren Verbesserungen entworfen hatte. Diese vorläufige Zwischenlösung, der T-34/85 Modell 1943 mit der D-5T-Kanone, ging noch im Dezember 1943 bei Zavod Nr. 112 in Krasnoye Sormovo in Produktion. Die Freigabe für die Serienproduktion erfpgte am 15. Dezember 1943 und bis zum Ende des Jahres waren bereits 293 fertiggestellt worden. Im Jahr 1944 folgten weitere 11.000 T-34/85 des Modell 1943 und vor allem Modell 1944.   Die zwischenzeitlich modifizierte, neue Kanone wurde ZIS-S-53 genannt, um Savins Einfluss auf den Entwurf zu würdigen und ersetzte im Frühjahr 1944, zusammen mit dem neuen Turm, den bisherigen mit der D-5T-Kanone. Dieser Panzer war nun der T-34/85 Modell 1944. Der T-34/85 Modell 1943 und 1944 unterschieden sich in vielerlei Hinsicht. Der augenscheinlichste Unterschied war der Geschützmantel, doch beim Modell 1944 war auch die Kommandantenkuppel nach hinten versetzt, um den Kanonier mehr Platz zu geben und ein Funkgerät in der Nähe des Kommandanten unterzubringen. Der T-34-85 bedeutete nicht nur einen wichtigen Schritt vorwärts bezüglich einer höheren Feuerkraft, sondern endlich wurde auch der Drei-Mann-Turm (Kommandant, Kanonier und Ladeschützen) mit vollständigen visuellen Beobachtungsmöglichkeiten und Funkgeräten für den Panzerkommandanten eingeführt, was bei den deutschen Panzerkampfwagen schon lange üblich war und ein wichtiger Teil ihrer bisherigen, taktischen Überlegenheit bildete. Die Produktion des T-34-85 ersetzte nicht sogleich den gesamten Bau des T-34 Modell 1943 mit der 76-mm-Kanone in allen Panzerfabriken, machte aber trotzdem den Großteil der russischen Panzerproduktion im Jahr 1944 aus. Zu Anfang wurde der neue T-34 von den Deutschen irrtümlich als T-43 identifiziert, über den es einige Meldungen gab und der über einen besseren Panzerschutz verfügen sollte. Im Oktober 1943 entschied das NKTP auch endgültig die Produktion von leichten Panzern zu beenden, nachdem nur 120 T-80 ausgeliefert worden waren. Zu diesem Zeitpunkt des Krieges waren die sowjetischen leichten Panzer praktisch unbrauchbar gegen deutsche Panzer und die benötigten Mengen an Aufklärungspanzern und leichten Unterstützungspanzer für die Infanterie konnten von Lend-Lease-Modellen wie dem Stuart oder Valentine ausgefüllt werden. Einsatz Im Zusammenhang mit dieser Entscheidung wurden im November 1943 die sowjetischen Tank-Brigaden erneut reorganisiert, wobei alle leichten Panzer bei diesen gestrichen wurden und die neuen Brigaden nur noch aus dem T-34 Modell 1943 und T-34/85 bestanden. Die Mischung aus T-34 mit der 76-mm oder 85-mm-Kanone war willkürlich und nur davon abhängig, welcher Typ gerade zur Verfügung stand, obwohl Garde-Einheiten natürlich mit der besseren Ausrüstung ausgestattet wurden, wenn dies möglich war. Die leichten Panzer wurden den mechanisierte Artillerie-Einheiten und einigen anderen Formationen zur Aufklärung oder Verbindungsaufgaben beigegeben. Verfügbar in Abertausenden, übernahm der T-34 die Herrschaft über das Schlachtfeld, zwang die deutschen Truppen immer mehr Defensive und gewann schließlich die taktische und strategische Initiative im ‘Großen Vaterländischen Krieg’ für die Sowjetunion. Nach dem Krieg wurde der T-34/85 und seine Nachfolger noch lange weiter verwendet und war noch im Koreakrieg der wichtigste mittlere Kampfpanzer. Gleichzeitig wurde er noch bis in die Mitte der 1950er Jahre weitergebaut, bis er vom T-54 endgültig abgelöst wurde. Bei anderen Armeen stand er noch bis Mitte der 1960er Jahre im Dienst und tauchte in manchen Buschkriegen auch noch viel später auf. In Erinnerung wird der T-34/85 jedoch als der hervorragende Panzer bleiben, welcher den Zweiten Weltkrieg für die Rote Armee gewonnen hat. Nach der Einführung des T-34/85 war die Rote Armee seit Sommer 1944 so stark, dass sie für den Durchbruch durch die deutsche Verteidigungszone an der Front lediglich ihre Panzer- und mechanisierten Korps benötigte. Die frischen Panzerarmeen wurden erst bei einem Einbruch von etwa 25 bis 40 Kilometern Tiefe eingesetzt, sodass sie weit in das deutsche Hinterland eindringen konnten. Nach dem Durchbruch in die Tiefe des Raumes war ihre Aufgabe, die deutschen operativen Reserven zu zerschlagen und so keine Verteidigungslinien mehr im rückwärtigen Raum zuzulassen. Die sowjetischen Panzer griffen mit tief gestaffelter, danach folgender Infanterie an. Diese Angriffe erfolgten möglichst tief und starr in frontaler Richtung. Erst in der Nacht wurde angehalten, um möglichst viel Infanterie aufschließen zu lassen, die sich eingrub und das neu eroberte Gelände sicherte. Die Gegenangriffe deutscher Panzereinheiten wurden zumeist schon in schnellen Begegnungsschlachten abgewehrt. Durch den zunehmenden Einsatz von Panzernahbekämpfungsmitteln bei der deutschen Infanterie, wie Panzerschreck und Panzerfaust, brachten die sowjetischen Panzerbesatzungen Bretter oder Gitter behelfsmäßig an mehr …

  • Illustrious

    Britische Flugzeugträger Illustrious, Formidable, Victorious, Indomitable. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Illustrious-Klasse (4 Schiffe: Illustrious, Formidable, Victorious, Indomitable). Typ: Flugzeugträger. Geschichte Illustrious-Klasse Das Programm von 1936 sah den Bau von zwei neuen Flugzeugträger für die englische Royal Navy vor. Die 23.000-Tonnen-Grenze des Zweiten Vertrages von London war noch in Kraft und anfangs sah es so aus, als ob der grundsätzliche Entwurf der Ark Royal verwendet werden könnte, um die dann jeweils noch vorhandenen 1.000 Tonnen Spielraum für den Einbau einiger zusätzlicher Verbesserungen aufzubrauchen. Das Gespenst eines neuen Krieges in Europa zog aber immer deutlicher auf und damit die Erkenntnis, dass die Royal Navy gezwungen sein würde, unter ständiger Bedrohungen von landgestützten Flugzeugen zu operieren – vor allem im Mittelmeer, wo Italiens Absichten seit Anfang der 1930er Jahre immer unberechenbarer wurden – und in der Nordsee. Ein neuer Ansatz, angeführt vom einflussreichen Konteradmiral Henderson, zugleich der Dritte See-Lord, wurde angenommen, um dieser Bedrohung zu begegnen. Die neuen Flugzeugträger sollten eine bisher beispiellose passive Verteidigung erhalten in Form von umfangreicher Panzerung und zahlreichen Flugabwehrgeschützen – mehr als bei der Ark Royal. Das hauptsächliche Ziel war es, die Hauptbewaffnung der Träger zu schützen, nämlich deren Angriffsflugzeuge. So wurde der Flugzeughangar als gepanzertes ‘Gehäuse’ konstruiert, welcher 250-kg-Bomben und 15-cm-Granaten widerstehen konnte. Wie bei der Ark Royal wurden Gürtel, Schotte und Deck für die Maschinen und Magazine gepanzert. Das Problem war es jedoch, alle diese Dinge in die vertraglich festgelegten Tonnage-Obergrenzen zu bekommen. Irgend etwas musste geopfert werden – und dies wurde der zweistöckige Flugzeughangar des vorherigen Entwurfes. Dies würde nicht nur wegen sich selbst Gewicht sparen, sondern auch Gegengewichte, welche nötig waren um den Rumpf zu stabilisieren, welcher wegen der Abmessungen vorhandener Trockendocks begrenzt sein musste. Letztendlich hatte der Hangar eine Panzerung von 114 mm an den Seiten, 76 mm oben (zugleich auch ein Teil des Flugdecks) und 114 mm an den vorderen und hinteren Schotten. Ein 76-mm-Panzerdeck diente als Hangarboden, welches sich bis zum 114 mm starken Hauptgürtel hinzog, der durch gepanzerte Schotten abgeschlossen wurde. Zusätzliche Panzerung schützte die Steuereinrichtungen (76 mm), das Flugdeck vor (38 mm) und hinter dem Hangarbereich (25 mm). Die Größe des Flugzeughangars war 139,6 x 18,9 m mit einer Höhe von 4,88 m welcher Raum für 30 Torpedobomber und 6 Jagdbomber gab – eine Kapazität, welche nur bei der Hälfte der ursprünglich für die Ark Royal vorgesehenen Flugzeugausstattung lag. Die Schwachpunkte in dem ansonsten vollständig geschützten Gehäuse waren die 13,7 x 6,7 m großen Aufzüge, welche nicht gepanzert werden konnten, da das Gewicht sonst zu groß gewesen wäre. Stattdessen wurden verschiebbare Panzerwände an jedem Ende des Hangars unter den Aufzuglöchern angebracht. Das Konzept des gepanzerten Hangars zeigte seinen Wert im Fernen Osten, wo Kamikaze-Flieger Schäden auf diesem, jedoch nicht innerhalb, verursachten. Durch diese Schäden wurden die Flugzeugoperationen der englischen Träger nicht wesentlich beeinflusst – ganz im Gegensatz zu den Erfahrungen mit den amerikanischen Flugzeugträgern. Eine Drei-Wellen-Anordnung der Antriebsmaschinen wurde ebenso wie in der Ark Royal verwendet. Um das Gewicht der Kommando-Insel auszugleichen, wurde der Rumpf gegenüber erweitert. Die fest eingebaute Artillerie-Batterie bestand aus acht angetriebenen 11,4-cm-Geschütztürmen, welche auf gleicher Höhe wie das Flugdeck lagen und somit bis zu einem gewissen Grad darüber hinwegschießen konnten. Sie wurden durch ein Mk IV Feuerleitgerät kontrolliert. Ein hydraulisches Katapult für Gewichte bis zu 6.342 kg war auf dem Flugdeck vor und nach Backbord montiert und sechs Drähte bildeten das Auffangsystem für landende Flugzeuge. Der Brennstoffvorrat betrug 4932 Tonnen Heizöl. Illustrious und Victorious waren die beiden Träger, welche unter dem Programm von 1936 vorgesehen waren, das zweite Paar (Formidable, Indomitable) unter dem 1937-Bauprogramm. Der Entwurf der Indomitable wurde jedoch abgeändert, bevor sie fertig war. Zwischenzeitlich waren Zweifel an der geringeren Anzahl der Flugzeuge aufgekommen und so wurde entschieden, wieder zum zweistöckigen Hangar zurückzukehren. Der untere Stock begann hinter der Mitte des Oberen und war 51,2 m lang. Die Höhe von 4,88 m wurde beim unteren Stock beibehalten, doch der obere Hangar wurde auf eine Höhe von 4,27 m reduziert. Der Preis für diese erhöhte Platzkapazität war eine Reduzierung der Panzerung der Hangarseiten auf nur 38 mm. Doch selbst damit stieg die Einsatzverdrängung der Indomitable auf 25.075 t Typverdrängung bzw 30.206 t Einsatzverdrängung. Dafür konnten nun 48 Flugzeuge aufgenommen werden. Sie erhielt noch acht zusätzliche 20-mm-Flak-Kanonen vor ihrer Fertigstellung und die Besatzung betrug 1.592 Mann. Umbauten: Es gab viele verschiedene Umbauten und Änderungen während des Krieges. Die wichtigsten äußerlichen Veränderungen war eine Überarbeitung des Flugdecks vorne und hinten, welche es auf 225,55 m (227,08 m bei Indomitable) verlängerte. Die Flugabwehr-Bewaffnung wurde schrittweise aufgestockt, erst durch das Hinzufügen von 20-mm-Flak und anschließend von 40-mm-Geschützen in Vierlings-, Zwillings- und Einzelstellungen. 1945 hatte zum Beispiel die Illustrious mehr als fünfzig der erstgenannten und drei Bofors-Flak, während die Victorious 45 x 20-mm und 21 x 40-mm-Flak-Geschütze hatte. Die Einführung eines Deck-Park-Systems für Flugzeuge (Ausleger wurde vom Flugdeck unter die Hinterräder der Flugzeuge gelegt) erlaubte es, die Flugzeuggruppe auf 54 Maschinen zu vergrößern. Radar wurde nach und nach verbessert, angefangen mit dem Typ 79 Frühwarnradar, über Typ 281 (Luftwarn-Radar) und 285 (11,4-cm-Artillerie-Feuerleitradar) bis zum Typ 277 (Höhenradar) und 960 (Luftwarn-Radar). Halterungsdrähte wurden verstärkt und zusätzliche eingebaut, um neuere und stärkere Flugzeuge aufnehmen zu können. Aus dem gleichen Grund wurden bei einigen der Schiffe auch die Aufzüge vergrößert. Bis 1945 war die Besatzung auf etwa 2.000 Mann gestiegen und die Flugzeuggruppe bestand aus 36 F4U Corsair und 16 Avenger-Torpedobombern. Einsätze: Illustrious Das Klassenschiff Illustrious trat im August 1940 der Flotte bei. Ihre Flugzeuge flogen Angriffe gegen Schiffe, wobei zwei italienische Zerstörer versenkt wurden, schützten Konvois im Mittelmeer und griffen feindliche Stellungen in Nordafrika an. Ihr bekanntester Einsatz fand am 10./11. November statt, als ihre Flugzeuge bei einem Nachtangriff auf Tarent das italienische Schlachtschiff Conte di Cavour versenkten und Littorio und Caio Duilio beschädigten. Im Juni 1941 wurde sie von acht 500-kg- und 100-kg-Bomben landgestützter deutscher Flugzeuge getroffen und außer Gefecht gesetzt. Dabei durchschlug eine Bombe sogar den gepanzerten Hangar, explodierte aber, bevor sie durch das Hangardeck in das vitale Schiffsinnere eindringen konnte. Nach provisorischen Reparaturen in Alexandria mehr …

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