Norwegen 1942-1944


Norwegen 1942-1944

Norwegen 1942-1944

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Im Blickpunkt:
  • Schlachtschiff King George V

    Englische Schlachtschiffe der King George V Klasse: Duke of York, Prince of Wales, Anson, Howe. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Schlachtschiff HMS King George V – Klasse (5 Schiffe: King George V, Prince of Wales, Duke of York, Anson, Howe). Typ: Schlachtschiff. Entwurf und Bau Das Schlachtschiff King George V ist das Klassenschiff einer britischen Schlachtschiff-Klasse, welche von 1937 bis 1942 gebaut wurde. Die Klasse bestand aus den Großkampfschiffen, mit deren Bau mit dem Wiederaufrüstungsprogramm von 1936 begonnen wurde. Sie waren auch die ersten Schlachtschiffe der ‘zweiten Generation’, welche noch unter den Beschränkungen der internationalen Abrüstungsverträge gebaut wurden. Weil sie daher von nachfolgenden und viel größeren Schiffen in den Schatten gestellt wurden, wurden sie immer unterschätzt und wegen ihrer angeblichen Schwächen kritisiert. Mit Ausnahme der japanischen Riesen der Yamato-Klasse hatten sie jedoch die stärkste Panzerung aller im Zweiten Weltkrieg gebauten Schlachtschiffe und waren technisch den meisten ihrer Zeitgenossen ebenbürtig. Außerdem gelang es drei Schiffen der Klasse, zwei deutsche Großkampfschiffe zu versenken. Bereits 1934 erkannten die Briten, dass das Land wahrscheinlich bis 1941 mit Deutschland oder Japan in einen bewaffneten Konflikt geraten würde, in dem Italien möglicherweise auch intervenieren wird. Was die Admiralität beunruhigte, war die Tatsache, dass die Royal Navy für einen solchen Krieg viel zu schwach war. Obwohl auf dem Papier immer noch die stärkste Marine der Welt, hatte die Royal Navy einen großen Anteil älterer Schiffe, von denen der Großteil Schwierigkeiten hätte, moderne Gegner zu bekämpfen. So waren die führenden Seemächte zwar bestrebt, die in den Verträgen verankerten Tonnage-Beschränkungen einzuhalten, jedoch nicht auf Kosten der Kampffähigkeit der neuen Schiffe. Der Washingtoner Flottenvertrag sollte im Dezember 1936 auslaufen und eine weitere Konferenz stand vor der Einberufung, um die Beschränkungen der Flotten der Welt zu diskutieren. Die britische Admiralität wollte diese Schwäche der Royal Nayy beheben und forderte vom Kabinett im Mai 1934, dass der neue Flottenvertrag Großbritannien den Bau neuer Schlachtschiffe gestatten muss. Die britische Admiralität war derartig besorgt, dass diese neuen Schiffe so schnell wie möglich auf Kiel gelegt werden sollten, da der bestehende Flottenvertrag auslief – selbst wenn dies bedeuten würde, dass sie eine geringere Größe und weniger Bewaffnung hätten. Mit Entwurfsstudien für neue Großkampfschiffe wurde bereits im Frühjahr 1933 begonnen, damit die britischen Vertreter für die Konferenz von 1935 klare Vorgaben haben, wie sie es zuvor schon in Washington hatten. Dem Panzerschutz wurde oberste Priorität eingeräumt, da erkannt wurde, dass, selbst wenn auf der Konferenz zugestimmt werden würde, die Geschützkaliber zu beschränken, die neuen Schiffe trotzdem auf noch vorhandene Gegner mit 381-mm oder 406-mm-Geschütze für einige Jahre treffen könnten. Auch sollte die Panzerung stark genug sein, um 910-kg-Bomben bei Luftangriffen zu überstehen. Die Geschwindigkeit sollte nicht mehr als 23 Knoten betragen, genauso wie bei den Schlachtschiffen anderer Marinen und der britischen Nelson-Klasse. Der entscheidende Kampfbereich wurde auf nur 11.000 bis 14.600 Meter festgelegt. Es wurde angenommen, dass eine höhere Geschwindigkeit von 30 Knoten zwar eine größere Gefechtsentfernung zulassen würde, aber die Erfahrung hat gezeigt, dass die Vernichtung eines feindlichen Schlachtschiffs nur auf kürzere Entfernungen möglich ist. Die Frage der Geschwindigkeit ärgerte die Konstrukteure für das, was man jetzt offiziell die ‘Großschiffe 1937’ nannte. Die Konferenz von 1935 führte zum Dreimächte-Vertrag zwischen Großbritannien, den USA und Frankreich. Die Franzosen aber, mit einem nervösen Auge auf Italien schielend, wollten nicht auf ihr Recht verzichten, 35.000 Tonnen große Schiffe mit 381-mm-Geschützen zu bauen. Die französischen Schlachtkreuzer Dunkerque und Straßburg waren ebenfalls schnell, ebenso wie die deutschen Antworten darauf, Gneisenau und Scharnhorst. Auch das Waffenkaliber war Gegenstand von heftigen taktieren. Auf der Konferenz im Jahr 1935 drängten die Briten immer noch auf eine Reduzierung auf das 305-mm-Kaliber für Geschütze von Schlachtschiffen, obwohl die USA das Kaliber 406 mm behalten wollten, während die Franzosen und Italiener heimlich schon 381-mm-Geschütze für ihre neuen Schiffe planten. Aber die Briten blieben optimistisch, um zumindest eine Beschränkung auf das Kaliber 356 mm zu erreichen und gewannen die Zustimmung der Vereinigten Staaten. Da Schiffsgeschütze und ihre gewaltigen Türme eine lange Zeit für den Entwurf benötigten und noch länger um sie zu bauen, mussten diese vor Ende 1935 in Auftrag gegeben werden, wenn sie 1940 für die ersten beiden neuen Schlachtschiffe fertig sein sollten. Das Ergebnis von all dem war, dass im Oktober 1935, zwei Monate vor der Einberufung der Londoner Marinekonferenz, der Ausschuss der Admiralität empfahl, dass die neuen Großkampfschiffe 35.000 Tonnen groß sein sollten, mit einer Geschwindigkeit von 28 Knoten und mit zwölf 356-mm-Geschützen bewaffnet. Nach dem noch gültigen Washington-Vertrag war die Typen-Verdrängung für Schlachtschiffe auf 35.560 Tonnen und das größte Geschützkaliber auf 406 mm beschränkt. Die Vereinigten Staaten bestanden anschließend auf einer Klausel, die es erlaubte, 406-mm-Geschütze wieder einzubauen, wenn die Japaner sich weigerten, die Vertragsbedingungen bis April 1937 zu ratifizieren. Für den Fall, dass dies geschah, würde Großbritannien als einzige Nation dastehen, welche Schlachtschiffe mit nur 356-mm-Geschützen bauen würde. Und dies war der Kern der meisten Kritik an diesen Schiffen, obwohl die Erfahrungen während des Zweiten Weltkriegs später zeigen sollte, dass die theoretisch größere Reichweite und Schlagkraft der 381-mm und 406-mm-Granaten kaum einen Unterschied im Gefecht ausmachte. Aber 1935 glaubten die britischen Konstrukteure, um die leichteren Granaten zu kompensieren, sollten sie die Anzahl der Geschütze von acht oder neun auf zwölf erhöhen, in drei Vierfach-Türmen. Diese Lösung wurde von den Amerikanern auch für ihre Entwürfe mit den schwereren 406-mm-Geschützen übernommen. Mit der fortschreitenden Arbeit an den neuen Schiffen wurden einige radikal neue Eigenschaften aufgenommen. Neue 133-mm-Mehrzweckgeschütze zur Bekämpfung von Seezielen und Flugzeugen wurden erstmals in einem Kriegsschiff verwendet, anstatt der geplanten 114-mm-Kanonen. Es wurde eine dicke horizontale Panzerung gegen steil einschlagende Granaten sowie 406-mm-Granaten und Bomben vom mittleren Deck bis auf das Hauptdeck gezogen, um die Stabilität des Schiffes in einem beschädigten Zustand zu verbessern und den Bereich des Schiffes zu verringern, welcher anfällig für halb-panzerbrechende Bomben ist. Ebenso wie die Nelson-Klasse hatten auch die Schiffe der King George V–Klasse eine ‘Alles-oder-nichts’-Panzerung. Allerdings wurde bei ihnen der schräg gestellte Binnengürtel weggelassen, da er nach einer Beschädigung nur schwer zu reparieren war. Dafür gewährte ein Außengürtel einen größeren gepanzerten Reserve-Auftrieb. Dazu mehr …

  • Frühe Serienmodelle B-29 Superfortress

    Schwere strategischer US-Langstreckenbomber und Atombomber B-29 Superfortress von Boeing. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder, 3d-Modell, die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki und die sowjetischen Nachbauten. B-29 Superfortess, Boeing Modell 345 Typ: schwerer US Langstrecken- und Höhen-Bomber, erster Atombomber auf Hiroshima und Nagasaki. Geschichte der B-29 Superfortress Das Atomzeitalter begann um 9:15 Uhr und 30 Sekunden Ortszeit am 6. August 1945 am Himmel über Hiroshima, Japan. In diesem Augenblick warf eine Boeing B-29 Superfortress, die ‘Enola Gay’, welche von Oberst Paul W. Tibbets gesteuert wurde und mit einer Geschwindigkeit von 528 km/h in einer Höhe von mehr als 9.630 m flog, eine zylindrische Bombe mit einer Länge von fast 3,27 m und einem Durchmesser von 2,5 m ab, die etwas mehr als 62 kg Uran 235 enthielt. Dies war die erste auf ein Ziel abgeworfene Atombombe. ‘Little Boy’, wie die Bombe getauft wurde, explodierte in einer Höhe von 244 Metern und verwüstete die Stadt Hiroshima. Etwa 70.000 Menschen wurden sofort getötet und ebenso viele verletzt. Drei Tage später warf eine andere B-29, die ‘Boxcar’, die zweite Atombombe auf Nagasaki ab. Der Zweite Weltkrieg war damit so gut wie vorbei. Der Name der Superfortress wird immer mit diesen beiden Einsätzen verbunden sein. Aber das große, moderne viermotorige Flugzeug hinterließ auch andere Spuren in der Luftfahrtgeschichte und ging als der beste strategische Bomber des Zweiten Weltkrieges in die Geschichte ein. Insgesamt wurden 3.970 Boeing B-29 gebaut, von denen 2.000 oder 3.000 (unterschiedliche Quellenangaben) zwischen 1943 und 1945 ausgeliefert wurden. B-29 waren auch im Koreakrieg im Einsatz und der Typ wurde erst in den späten 1950er Jahren ausgemustert. Und merkwürdigerweise war es die B-29, die das Gleichgewicht der strategischen Luftmacht zwischen der UdSSR und Amerika während des Kalten Krieges wiederherstellte. Drei Superfortress-Bomber mussten 1944 auf sowjetischem Gebiet Notlanden, und nach dem Krieg entwickelten die Russen aus diesen drei Flugzeugen eine ganze Serie von Langstreckenbombern. Die ersten russischen Modelle, als Tu-4 bezeichnet, waren identisch mit der B-29. Die Entwicklung und Massenproduktion des Boeing Modells 345, später B-29 Superfortress genannt, war eine der größten Unternehmungen in der Geschichte der Luftfahrt. Diese Geschichte begann 1937, als die XB-15 (Boeing Modell 294) erschien. Vier Jahre zuvor hatte das USAAC nach einem strategischen Bomber angefragt, der 907 kg Bomben über eine Entfernung von 8.000 km tragen konnte. Dieses Flugzeug kam nie über das Prototypenstadium hinaus, aber die Ingenieure von Boeing leiteten daraus mehrere experimentelle Projekte ab. Diese wurden Anfang 1940 entwickelt, als das Army Air Corps erneut Spezifikationen für einen Langstreckenbomber herausgab. Dieses neue Flugzeug, das Modell 345, wurde neben Consolidated-, Douglas- und Lockheed-Entwürfen eingereicht, und der Vorschlag von Boeing wurde angenommen. Am 24. August 1940 wurden zwei Prototypen bestellt, gefolgt von einem dritten und einem statischen Testflugzeug im Dezember. Als der Krieg an Intensität zunahm, wurde diesem Programm höchste Priorität eingeräumt. Im Januar 1942 bestellten die Militärbehörden 14 YB-29 Vorserienflugzeuge, unmittelbar danach folgten Aufträge für 500 Serienmaschinen. Im September 1942 wurden 1.000 weitere bestellt. Der erste Prototyp hob am 21. September 1942 ab, mit Eddie Allen am Steuer. Der zweite Prototyp flog erstmals am 28. Dezember, aber am 18. Februar 1943 stürzte dieses Flugzeug bei der Landung ab, nachdem in einem Motor Feuer ausgebrochen war. Alle elf Flugtest-Mitarbeiter von Boeing an Bord wurden getötet. Die B-29 war ein großer Mittelflügel-Eindecker mit einem Rumpf mit rundem Querschnitt. Sie war bis auf den Bombenschacht vollständig unter Druck und wurde von vier 2.200 PS starken Wright-Cyclone-Sternmotoren mit Turbolader angetrieben. Die Abwehrbewaffnung bestand aus zehn schweren Maschinengewehren und einer 20-mm-Kanone, die in vier ferngesteuerten Türmen und einem manuellen Geschützturm sowie in einer manuellen Feuerposition im Heck montiert waren. Spätere Modelle der B-29 hatten noch einen vorderen Rückenturm mit vier 12,7-mm-Maschinengewehren. Im Februar 1942, während die Vorserienmodelle gebaut wurden und die Boeing-Ingenieure Tag und Nacht an den enormen technischen Problemen arbeiteten, bereitete die Firma einen gewaltigen Produktionsplan vor, bei dem die Bomber auch von Bell, North American und Fisher (General Motors) und Martin in Lizenz gebaut werden sollten. Martin kam später hinzu und bis zur Kapitulation Japans waren mehr als 3.000 Superfortress ausgeliefert worden. Das war eine fantastische Leistung, denn jeder einzelne repräsentierte das Fünf- oder Sechsfache des technischen Aufwands aller vorausgegangenen Bomber. In Triebwerksleistung, Gesamtgewicht, Flügelbelastung, Kabinendrucksystem, Bewaffnung, Bordsystemen und sogar in der Grundstruktur setzte die B-29 einen völlig neuen Standard. Währenddessen wurde das 58th Very Heavy Bombardment Wing die erste Einheit, die den neuen strategischen Bomber einsetzte. Ende 1943 wurde beschlossen, die Superfortresses nicht in Europa einzusetzen, sondern sie im Pazifik zu konzentrieren, wo das 20. Bomber Command bereit war, japanische Ziele von Basen in Indien und China aus anzugreifen. Die ersten Flugzeuge erreichten diese Basen im Frühjahr 1944, und der erste strategische Einsatz wurde am 5. Juni gegen Bangkok geflogen. Zehn Tage später führte eine B-29-Formation den ersten strategischen Bombeneinsatz gegen japanisches Gebiet durch. In diesem Sommer des Jahres 1944 wurden fünf weitere Basen auf den gerade eroberten Marianen vorbereitet: zwei in Guam, zwei in Tinian und eine in Saipan. Von diesen Basen aus starteten die Superfortress zu ihren verheerendsten Einsätzen. Der erste Angriff auf Tokio fand am 24. November 1944 statt. Bis 1945 schickten 20 Gruppen von den Marianen jeweils 500 B-29 aus, um Japans Städte platt zu machen und niederzubrennen. Bis zum 6. August 1945 spezialisierten sich die B-29 auf Brandbombenangriffe, zuerst bei Tag und dann bei Nacht und in niedriger Höhe. Es gab nur wenig, was japanische Jäger gegen sie ausrichten konnten, und unter den Städten, die von den B-29 bombardiert wurden, waren Tokio, Nagoya, Osaka und Kobe. Bei der B-29C wurden alle Kanonen bis auf die im Heck entfernt, was die Geschwindigkeit und die Flughöhe erhöhte. Nach dem Krieg gab es 19 Varianten der B-29, nicht eingerechnet die Washington B.I, die für Einsätze bei der britischen Royal Air Force in den Jahren 1950 bis 1958 ausgeliefert wurde. Benutzer: USAAF. Animation 3D-Modell B-29 Superfortress Die Atombomben-Abwürfe Am Mittwoch, dem 25. Juli 1945, entschied sich US-Präsident Truman dafür, die Atombombe gegen Japan einzusetzen, falls das Land das kurze Zeit später verkündete ‘Potsdamer Ultimatum’ ablehnen sollte. Gleichzeitig mehr …

  • Dirlewangers Männer

    Befehlshaber, Aufstellung, Einsätze, Ende, Infanterie-Stärke und Panzerausstattung der Waffen-SS-Divisionen 33-38 (ungarische Nr. 3 bis Nibelungen). Einige der hier als ‘Divisionen’ bezeichnete Verbände waren eigentlich nur Brigaden, Regimenter und manchmal nicht mehr als ein paar hundert schlecht ausgerüstete Männer, zusammengewürfelt aus sogenannten Volksdeutschen (Bewohner des Balkans oder Baltikums mit deutschen Wurzeln) und anderen Ausländern, welche noch durch Mitglieder aufgelöster Waffen-SS-Ausbildungsschulen verstärkt waren. Dazu findet sich auf dieser Seite der am meisten verbrecherische ‘Truppen’-Verband überhaupt. hier zu Waffen-SS-Divisionen 26-32 33. Waffen-Kavallerie-Division der SS (ungarische Nr.3) Befehlshaber: nicht bekannt. Aufstellung (als Division) Aufgestellt 1944/45 in Ungarn. Ende Zerstört in Budapest im Februar 1945. Infanterie-Stärke Unbekannt, aber weit unter Divisionsstärke. Panzerausstattung keine. Einsätze: Hastig eine in Ungarn 1944/1945 zusammengestellte, weitgehend ungarische Kavallerie-Einheit. Weit unter Sollstärke und in den Kämpfen in Budapest im Februar 1945 vernichtet. Nach dem Untergang wurde die Divisions-Nummer von Charlemagne übernommen (siehe nachfolgende Division). 33. Waffen-Grenadier-Division der SS ‘Charlemagne’ (französische Nr.1) Befehlshaber: SS-Oberführer Puaud (bis Februar 1945), SS-Brigadeführer Dr. Krukenberg (bis April 1945), SS-Standartenführer Zimmermann. Aufstellung (als Division): Die ‘Französische Freiwilligen-Legion’ wurde vom Heer an die Waffen-SS im August 1943 abgegeben. Am 10. Februar 1945 wurde sie zur Division umbenannt und übernahm die Nummer der in Budapest untergegangenen, zuvor aufgelisteten, Division. Ende: Teile wurden im März 1945 aus der Festung Kolberg nach Wollin evakuiert. Eine Kampfgruppe verteidigte das Berliner Regierungsviertel, wo sie aufgerieben wurde. Infanterie-Stärke: 1 motorisiertes Infanterie-Regiment (mit 3 Bataillonen), 1945 ein zweites Infanterie-Regiment (ursprünglich das 638. französische Regiment). Bezeichnet als Waffen-Grenadier-Regimenter 57 und 58. Panzerausstattung: PAK-Selbstfahrlafetten waren in der Panzerjäger-Kompanie vorhanden. Einsätze: Französische Freiwillige-Legion des Heeres mit guten Kampfleistungen. Im August 1943 zur Waffen-SS überführt als ‘Französisches SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment’. Nach schweren Verlusten im Juli 1944 nach Böhmen-Mähren verlegt und zur ‘Französischen Freiwilligen-Sturmbrigade Charlemagne’ umbenannt. Schwere Kämpfe im August 1944 im Abschnitt Sanok bei Mielec an der Front in den Karpaten. Wiederherstellung auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken im Herbst 1944 und kurzer Einsatz an der Westfront. Anschließend nach Pommern verlegt. Anfang 1945 zur Division umbenannt und im Einsatz bei Neustettin. Der Verbleib der Division ist unbestätigt, einige Überlebende erreichten die US-Kriegsgefangenschaft in der Gegend von Moosburg. Ob die in Berlin im April/Mai 1945 vernichtete französische Einheit Bestandteil der Division war, ist nicht geklärt. Aufgestellt mit französischen Freiwilligen und aus anderen westeuropäischen Nationen. Beinhaltete auch ehemalige französische Fremdenlegionäre. Erreichte nicht mehr Divisionsstärke. Hohe Kampfleistungen. Individuelle Abzeichen: SS-Runen am Kragen, ein Abzeichen mit Schwert und Lorbeeren wurde wohl nicht mehr ausgegeben. Überlebende der Division gaben an, ein Armband mit der Bezeichnung ‘Charlemagne’ getragen zu haben. 34. SS-Grenadier-Division Landstorm Nederland (Holländisch) Befehlshaber: SS-Standartenführer Knapp, SS-Standartenführer Kohlroser (Mai bis November 1944). Aufstellung (als Division): Im Frühjahr 1943 in Holland aufgestellt, im September 1944 zur Waffen-SS transferiert. Ende: Kapitulierte im Mai 1945 gegenüber den Briten. Infanterie-Stärke: 2 Infanterie-Regimenter (erreichte niemals Divisionsstärke). Im Oktober 1944 bestehend aus SS-Freiwilligen-Grenadier-Regimentern 83 und 84 sowie der SS-Flak-Batterie ‘Clingendaal’. Panzerausstattung: SS-Panzerjäger-Abteilung Nordwest (Ausstattung unbekannt, womöglich keine Selbstfahrlafetten oder Sturmgeschütze, sondern nur gezogene PAK-Geschütze). Einsätze: Im Frühjahr 1943 als ‘Landwacht Niederlande’ formiert und eine Sicherheits-Einheit mit holländischen Freiwilligen unter dem Kommando von deutschen Polizei-Offizieren. Im September 1944 zur Waffen-SS überführt und im Kampfeinsatz bei Arnheim. Operationen gegen Widerstandskämpfer im Nordbrabant. Im Februar 1945 in das Gelderland verlegt, anschließend nach Rhein-Waal. Kapitulierte im Mai 1945 und der Verband erreichte niemals Divisionsstärke. Individuelle Abzeichen: Am Kragen SS-Runen. Dazu Motiv einer flammenden Granate in Metall an der Mütze, welches später durch den Totenkopf abgelöst wurde. Auf dem Armband wurde ‘Landstorm Nederland’ getragen. 35. SS-Polizei-Grenadier-Division Befehlshaber: SS-Oberführer Wirth, SS-Standartenführer Pipkorn. Aufstellung (als Division): Gegründet im Februar 1945. Ende: Kapitulierte gegenüber der Roten Armee im Kessel von Halbe, Mai 1945. Infanterie-Stärke: 3 Polizei-Infanterie-Regimenter, zuerst bestehend aus Polizei-Regimentern 29, 30 und 14, später zu Nummer 1, 2 und 3 geändert und schließlich als Polizei-Grenadier-Regimenter 89, 90 und 91 geführt. Panzerausstattung: keine. Einsätze: Im Februar 1945 aus Personal der Polizei-Schule Dresden und der SS-Junkerschule Braunschweig gebildet. Im Einsatz an der Neisse-Front im April 1945 und kapitulierte bei Halbe im Mai 1945. 36. Waffen-Grenadier-Division der SS Befehlshaber: SS-Oberführer Dr. Oskar Dirlewanger (bis Februar 1945), SS-Brigadeführer Schmedes. Aufstellung (als Division): Formiert 1940 als ein schwaches Bataillon (Strafeinheit). Zwischen 1942 und 1944 ständig erweitert bis zur Brigaden-Größe und letztlich als Division bezeichnet. Ende: Die Einheit wurde von der Roten Armee am 29. April 1945 südöstlich von Berlin massakriert. Ihr langjähriger Kommandant Dirlewanger (war im Februar 1945 verwundet worden) starb auf mysteriöse Weise in der Haft im Juni 1945. Infanterie-Stärke: Etwa 4.000 ‘Metzger’ im Sommer 1944. Panzer-Ausstattung keine. Einsätze: Diese Einheit war berüchtigt und Befehlshaber Dirlewanger war vor dem Krieg im Jahr 1935 wegen Sexualverbrechen inhaftiert. Früher war er im Heer ein Kamerad vom damaligen Stabschef der Waffen-SS, Gottlob Berger. Nachdem Dirlewanger aus dem Gefängnis entlassen wurde, erhielt er durch Fürsprache von Berger einen Posten in der Legion Condor in Spanien. Im Jahr 1940 wurde Dirlewanger erlaubt, ein kleines Bataillon aus deutschen Straftätern, welche wegen Wilderei verurteilt waren, aufzustellen. Diese Einheit wurde als ein Totenkopf-Sonderkommando 1941 in Polen eingesetzt, wo die Männer zum Arbeitsdienst eingesetzt wurden, aber auch Zwangsarbeiter bewachte. Im Jahr 1942 bis 1944 wuchs die Strafeinheit zu einer Brigade an und wurde schließlich als Division bezeichnet. Sie wurde als Sicherungsverband in Russland eingesetzt und erhielt ihr Personal aus deutschen Strafanstalten, Konzentrationslagern, SS-Militärgefängnissen und sonstigen menschlichen ‘Jauchegruben’. Der Verband war berüchtigt für skandalöse Kriegsverbrechen, aber Dirlewanger, welcher persönlich in die schrecklichsten Gräueltaten verwickelt war, wurde immer wieder von Vorgesetzten gedeckt. Himmler waren diese Vorfälle bekannt, trotzdem verlieh er Direlwanger im August 1943 das Eiserne Kreuz in Gold. Im Sommer 1944 führte Direlewanger seine 4.000 Schlächter, Vergewaltiger, Plünderer und Brandstifter zum Einsatz gegen den Warschauer Aufstand an. Innerhalb kürzester Zeit verübten sie dermaßen schreckliche Kriegsverbrechen, dass von Heeres- und auch den Waffen-SS-Befehlshabern erfolgreich ihre Abberufung durchgesetzt wurde. Trotz allem erhielt Direlwanger im Oktober 1944 nun auch noch das Ritterkreuz. Anschließend wurde die Einheit in der Slowakei, Ungarn und an der Oder-Front eingesetzt. Dort wurde Dirlewanger im Februar 1945 verwundet. Seine ‘Division’ wurde am 29. April 1945 südöstlich von Berlin von der Roten Armee eingeschlossen und massakriert. Dirlewanger selbst wurde im Juni 1945 unter mehr …

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