Kriegstagebuch 10. September 1917


Britische Schiffe der Orion-Klasse
Britische Schiffe der Orion-Klasse im Moray Firth, Schottland, während amerikanische Schiffe im Hintergrund sind.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 10. September 1917:

Seekrieg


Nordsee: Der Befehlshaber der US-Atlantik-Flotte, Admiral Mayo, besucht seit dem 9. September die britische Grand Fleet.
Mittelmeer: Den deutschen U-Boote wird befohlen, ungesicherte alliierte Lazarettschiffe nicht anzugreifen. Auf den Lazarettschiffen befinden sich jetzt spanische Marineoffiziere, welche deren Neutralität gewährleisten.
Ostsee: 2 Zerstörer werden aus Reval geschickt, um Petrograd vor dem Putschisten Kornilow zu schützen. Die meisten Offiziere unterzeichnen einen Loyalitätseid auf die Provisorische Regierung, aber 4 werden wegen der Verweigerung erschossen. Eine Revolutionäre Exekutive wird geschaffen.

Südfronten

Albanien: Französische Truppen rücken in Pogradec ein, auf der südwestlichen Seite des Sees Ochrid.

Heimatfronten

Deutschland: Hindenburgs und Ludendorffs Note an den Reichskanzler und Kriegsminister, welche besagt, daß viele vom Militärdienst befreite Arbeiter im Frühjahr einberufen werden sollen, ohne daß die Munitionsproduktion beschnitten wird.

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Im Blickpunkt:
  • SdKfz 251

    Deutscher mittlerer Schützenpanzerwagen SdKfz 251. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Varianten, Bilder und 3d-Modell. SdKfz 251 Typ: Mittlerer Schützenpanzerwagen. Geschichte Von größter Bedeutung für die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg waren die auf den ursprünglichen Fahrgestellen für Halbketten-Zugfahrzeuge entwickelten Schützenpanzerwagen, kurz ‘SPW’. Das kleinere Modell war das SdKfz 250 auf dem um ein Laufrad verkürzten Fahrgestell des Dreitonner-Zugkraftwagens. Das größere SdKfz 251 lief auf dem nur geringfügig veränderten Fahrgestell des Dreitonner-Zugkraftwagens. Beide Versionen haben sich im Krieg herausragend bewährt, vor allem bei Führungs-, Aufklärungs- und Sonderaufgaben. Herausragend war das SdKfz 251 aber vor allem als Gruppenfahrzeug für Schützen und Panzergrenadiere. Der Einsatz in dieser Funktion verringerte die Verluste dieser motorisierten Infanterie-Einheiten um etwa 50 Prozent gegenüber anderen Formationen. Das SdKfz 251 der mittleren Schützenpanzerwagen-Serie von Halbkettenketten-Fahrzeugen entstammte den gleichen Anforderungen der deutschen Streitkräfte wie das SdKfz 250. Während das SdKfz 250 jedoch ein leichtes Fahrzeug in der Ein-Tonnen-Klasse war, wurde das SdKfz 251 als ein mittleres Drei-Tonnen-Fahrzeug klassifiziert. Der Ursprung des SdKfz 251 war das Halbkettenfahrzeug SdKfz 11 leichter Zugkraftwagen 3-Tonnen-Artillerie-Zugmaschine. Dessen Entwicklung bei der Hanomag begann 1934 nach einer Auftragsvergabe, ein Halbkettenfahrzeug mit 3.000 kg Gewicht für das Heer zu bauen. Während das Konzept der Panzer-Divisionen entwickelt wurde, wurden 1935 die detaillierten Spezifikationen für den gepanzerten Mannschaftstransporter festgelegt, welcher die Panzer in Kampf begleiten sollte. Im Jahr 1937 begann die Entwicklung des SdKfz 251 beim Hanomag-Konzern mit Sitz in Hannover, während Rumpf und der Aufbau von der Büssing-NAG hergestellt werden sollten. Die ersten Serienfahrzeuge des SdKfz 251 Ausf. A wurden der 1. Panzer-Division Anfang 1939 zugeteilt und die Einführung erfolgte gerade rechtzeitig, damit diese erstmals im Polenfeldzug im September verwendet werden konnten. 1940 erschien die Ausführung C, welche die bisherigen Ausf. A und B ablöste. Die Ausführung A erkennt man an den drei Sehschlitzen in frühem Muster an jeder Seite und einer Funkantenne, welche an der Vorderseite des rechten Kotflügels montiert ist. Die Ausf. B hatte einen einzigen Sehschlitz nur für den Fahrer und Kommandanten. Beide Modelle hatten eine ungeschützte MG-Halterung über dem Mannschaftsraum. Die Ausf. C hatte eine einteilige Frontpanzerung und gepanzerte Verkleidungen, um die Motoreinlässe an den Seiten zu schützen. Dazu wurde ein gepanzertes Schutzschild für das vordere Maschinengewehr eingeführt. Alle Fahrzeuge hatten eine gut durchdachte und geformte Panzerhülle und weit öffnende Doppeltüren am Heck, um das schnelle Ein- und Aussteigen der Infanterie-Gruppe zu ermöglichen. Die verschiedenen Hersteller der Ausführung C verwendeten eine Reihe unterschiedlicher Herstellungsmethoden, sodass es Fahrzeuge mit geschweißten und genieteten Rümpfen gab.   Das SdKfz 251 war in erster Linie ein gepanzerter Mannschaftswagen, welcher für bis zu 12 Mann geeignet war, was neben Fahrer und Kommandanten einer kompletten Gruppe aus 10 Infanteristen entsprach. Diese Version war das SdKfz 251/1 und das Fahrzeug mit den größten Bauzahlen. Die Panzerung an allen Fahrzeugen variierte zwischen 6 mm bis 14,5 mm Dicke. Bewaffnet mit mindestens zwei Maschinengewehre zuzüglich der Infanterie-Waffen seiner Mannschaft, war das SdKfz 251/1 ein sehr nützliches Kampffahrzeug, welches es der Infanterie ermöglichte, Schritt mit den schnellen Panzerverbänden zu halten. Nicht weniger als vier verschiedene Versionen (Ausf. A, B, C, D) für den Rumpf wurden eingeführt, hauptsächlich als Folge der ständigen Forderungen der Fronttruppen, noch mehr dieser Fahrzeuge zu erhalten. Dies war aber nichts zu der Masse der unterschiedlichen Varianten, welche für andere Einsatzzwecke gebaut wurden. Das SdKfz 251 Ausf. D wurde entwickelt, um den Herstellungsprozess zu vereinfachen und den Ausstoß neuer Fahrzeuge so weit wie möglich zu steigern. Dabei wurde die Anzahl der einzelnen Panzerplatten so weit wie möglich verringert. Die vereinfachte Panzerhülle des Fahrzeuges hatte eine rückwärtig geneigte Heckplatte und die Lufteinlässe für den Motor befanden sich unterhalb dessen Seitenpanzerung. Staukästen aus Leichtmetall wurden an jeder Seite anstelle von Kotflügeln fest montiert. Es gab nicht weniger als 22 Modifikationen für Sonderausführungen des Fahrzeuges. Dazu kamen noch inoffizielle und lokale Umbauten durch die Werkstätten der Frontverbände. Diese reichten von Waffenträgern für alle Arten von Waffen bis zu Ambulanz-Fahrzeugen. Dazwischen gab es noch Artillerie-Beobachtungsfahrzeuge, Befehls- und Verbindungsfahrzeuge mit Funk- und Telefon-Ausrüstung, Fahrzeugen mit Infrarot-Ausrüstung und Suchscheinwerfern, Flugabwehr-Fahrzeuge und sogar Panzerjäger mit der langen 7,5-cm Pak 40. Dazu kamen Brückenlege-, Pionier- und Entgiftungs-Fahrzeuge. Deren vollständige Liste wird nach dieser allgemeinen Übersicht weiter unten aufgeführt. Die wohl kampfstärkste Version der Grundausführung SdKfz 251/1 war wohl die ‘Stuka zu Fuß’. Dies war der mittlere Schützenpanzerwagen mit einem Stahlrohrrahmen über dem Rumpf, auf dessen Seiten jeweils drei Werfer-Rahmen für 28-cm oder 32-cm-Raketen befestigt werden konnten. Diese Raketen befanden sich dabei noch immer in ihren Transportkisten und wurden daraus auf kurze Reichweiten verschossen; mit einer fürchterlichen Wirkung auf einer größeren Fläche. Es war ein mächtiges Waffensystem, vor allem in Straßenkämpfen. Aber auch andere Versionen, wie das SdKfz 251/9 mit der kurzen 7,5-cm KwK, waren für den Straßenkampf geeignet und wesentlich genauer. Es gab sogar die Flammenwerfer-Version SdKfz 251/16 für diese Form des Kampfes. Das SdKfz 251/21 war ein spätes Kriegsmodell zur Abwehr von Tieffliegern, welches mit drei 15-mm- oder 2-cm-Flugzeug-Maschinenkanonen MG151 in einem Drilling-Drehgestell bewaffnet war. Das Kettenlaufwerk des SdKfz 251 hatte schon den gleichen, überlappenden Aufbau, wie es auch später beim PzKpfw V Panther verwendet wurde. Um im Innenraum möglichst viel Platz zu haben, war die Wanne in einen sechseckigen Querschnitt unterteilt. Der Motor befand sich vorne, um im Heck Ausstiegsluken einbauen zu können. Um für den Fahrer eine möglichst gute Sicht aus dem Fahrzeug zu haben, wurde die Motorhaube flach gehalten. Deswegen lag das Steuerrad fast horizontal. Wie bei allen anderen deutschen Halbkettenfahrzeugen, war auch bei diesem Fahrzeug das Lenksystem völlig neu entwickelt worden. Während der Fahrt auf einer Straße wirkte die Steuerung nur auf die beiden Vorderräder mit einem Winkel bis zu 15° Grad. Im Gelände dagegen wurde das Cletrac-System für die Kettensteuerung dazugeschaltet. Dies ergab eine hervorragende Geländegängigkeit, allerdings war das System im Vergleich zu reinen Rad- oder Kettenfahrzeugen sehr aufwendig und teuer. Das SdKfz 251 in all seinen Varianten wurde zu Tausenden produziert und wurde praktisch zum ‘Markenzeichen’ der deutschen Panzer-Formationen. Sie wurde an allen Fronten eingesetzt, meistens in enger Zusammenarbeit mit Panzern. Einige der ersten Versionen hatten einige unangenehme Probleme mit der mechanischen Zuverlässigkeit, aber diese mehr …

  • Bismarck vs Hood

    Unternehmen Rheinübung, die letzte Fahrt der Bismarck. Ausführlicher Bericht, zahlreiche Fotos und Video. hier zu Teil I: Entwurf, Spezifikationen, 3D-Modell der Bismarck Unternehmen Rheinübung, die letzte Fahrt der Bismarck In Mai 1941 lief das Schlachtschiff Bismarck in Begleitung des Schweren Kreuzer Prinz Eugen in den Nordatlantik aus, um die alliierten Konvoi-Routen zu stören. Es wurde gehofft, daß sie unentdeckt in den Atlantik ausbrechen könnten, aber am 23. Mai wurden die Schiffe im Nebel der Dänemark-Strasse durch den britischen Kreuzer Suffolk gesichtet. Kurz danach trat noch ein zweiter Kreuzer dazu, die Norfolk. Trotz aller Bemühungen diese abzuschütteln, begannen die zwei britischen Kreuzer die deutschen Schiffe zu beschatten und ihre Position zu melden. Zu diesem Zeitpunkt hätte Admiral Lütjens auf der Bismarck eigentlich das Unternehmen Rheinübung abbrechen müssen, da man ursprünglich von weniger leistungsstarken Bordradargeräten mit geringerer Reichweite auf britischen Schiffen ausgegangen war. Die erste Sichtmeldung von Suffolk wurde um 19:22 Uhr von Admiral Holand auf dem Schlachtkreuzer Hood empfangen, der sich zu diesem Zeitpunkt 300 Seemeilen entfernt befand. Mit hoher Fahrt von 27 Knoten steuerte er mit seinen Schiffen, neben der Hood auch das neue Schlachtschiff Prince of Wales und sechs Zerstörern, auf die Dänemark-Straße zu und hoffte, auf die deutschen Schiffe am nächsten Morgen zu treffen. Admiral Tovey an Bord des Flaggschiffs King George V erhielt die Meldung erst eine Stunde später und war in diesem Augenblick noch 600 Seemeilen entfernt. Zu seinem Verband gehörte auch der Flugzeugträger Victorious, welcher aber mit 48 für Ägypten bestimmte Hurricane-Jäger beladen war und somit nur noch sechs Fulmar- und neun Swordfish-Flugzeuge für den kurzfristigen Einsatz gegen den deutschen Flottenverband an Bord nehmen konnte. Admiral Tovey lief nun ebenfalls mit 27 Knoten auf Annäherungskurs, war aber zu weit weg, um am nächsten Morgen die deutschen Schiffe erreichen zu können.   Admiral Lütjens an Bord der Bismarck wusste in der Nacht durch die aufgefangenen, allerdings verschlüsselten, Funksprüche zwischen den britischen Flottenverbänden, dass er vermutlich am nächsten Tag in ein Gefecht geraten würde und bereitete seine Schiffe darauf vor. Um 5:30 Uhr am 24. Mai meldete der Ausguck auf den britischen Schiffen Bismarck und Prinz Eugen in 17 Seemeilen Entfernung. Aus einer Entfernung von 12,3 Seemeilen (24.232 Meter) eröffnete die führende Hood um 5:52 Uhr das Feuer auf den schweren Kreuzer Prinz Eugen. Das zweite Schiff, das Schlachtschiff Prince of Wales, eröffneten das Feuer kurz darauf, während die deutschen Schiffe zwei Minuten später auf das Feuer mit dem Beschuss der Hood antworteten. Auf dem Oberdeck der Hood war eine neuartige Flak-Munition gelagert, die erprobt werden sollte. Für diese neue Munition gab es noch keinen Stauraum und so war sie natürlich bei der Bereitschaftsmunition an Deck feindlichen Treffern ausgesetzt. Die zweite Salve der Prinz Eugen traf Hood und eine 20,3-cm-Granate explodierte auf dem Oberdeck und setzte die neue Munition in Brand. Hood wurde von dicken Rauchschwaden umhüllt, was zwar bedrohlich aussah, aber erst einmal keine unmittelbare Gefahr für das Schiff darstellte. Das Schlachtschiff Bismarck traf deckend mit der dritten und fünften Salve, wobei die letztere ein oder zwei direkte Treffer erzielte. Zu diesem Zeitpunkt lag die Gefechtsentfernung bei nur noch 17.373 Metern und bei dieser Schussentfernung waren die Geschütze hoch genug ausgerichtet, um den Granaten einen steilen Aufschlagwinkel zu geben. Die 25 Jahre alt Hood war ein Schlachtkreuzer und nicht gegen so steil aufschlagende, schwere Granaten gepanzert. Um 6:01 Uhr durchschlug eine der Granaten das Deck und detonierte im hinteren Munitionsmagazin des britischen Flaggschiffs. Durch eine ungeheure Explosion brach es in zwei Teile und sank innerhalb von 3 Minuten, wobei es nur drei Überlebende unter den 95 Offizieren und 1.324 Seeleuten gab. Danach wechselnden die deutschen Schiffe ihr Feuer auf die Prince of Wales, welche ihren Kurs ändern musste, um nicht mit Wrackteilen der Hood zu kollidieren. Dadurch sank die Feuerentfernung auf weniger als 16.500 Meter und Treffer von Bismarck und Prinz Eugen zerstörten die Brücke von Prince of Wales. Das britische Schlachtschiff war gerade erst in Dienst gestellt worden und noch nicht voll kampfbereit und eingefahren. Auch gab es noch Probleme mit den Antriebsanlagen der Türme und den Drehvorrichtungen der schweren Geschütze. Deshalb entschloss sich Kapitän Leach, das Gefecht abzubrechen und zog sich zu den weiterhin beschattenden Kreuzern Suffolk und Norfolk zurück.   Aber auch das Schlachtschiff Bismarck überstand das Gefecht nicht unbeschädigt und erhielt drei Treffer durch Prince of Wales. Ein Treffer durchschlug das Vorschiff, der einen Treibstofftank beschädigte und den Inhalt kontaminierte. Eine weitere durchschlug die Seitenpanzerung und verursachte ein Leck, welches später einen Kesselraum mit einem Dynamo außer Gefecht setzte, während der dritte Treffer als Abprall-Treffer auf dem Deck keinen wesentlichen Schaden verursachte. Der verunreinigte Treibstoff reduzierte die Reichweite des Schlachtschiff Bismarck und der Verlust eines Kesselraums verringerte die Geschwindigkeit um 2 Knoten, sodass beschlossen wurde, das Unternehmen abzubrechen und nach St.Nazaire für Reparaturen zu laufen. Der Schwere Kreuzer Prinz Eugen war unbeschädigt und wurde gegen Ende des Tages zur selbständigen Kaperfahrt in den Atlantik entlassen. Zu diesem Zeitpunkt stand Admiral Tovey auf dem Flaggschiff King George V und mit seinem Flugzeugträger nur noch 200 Seemeilen östlich. Am Abend des 24. Mai wurde das Schlachtschiff Bismarck von Swordfish-Flugzeugen vom Flugzeugträger Victorious angegriffen und wurde von einem Torpedo getroffen, der aber keinen ernsthaften Schaden verursachte. Prince of Wales, Norfolk und Suffolk folgten weiterhin der Bismarck. Die direkte Beschattung wurde von Suffolk durchgeführt, da dieses Schiff das beste Radargerät an Bord hatte, während die beiden anderen britischen Schiffe als Deckung folgten. Eine Stunde nach Mitternacht gab es einen kurzen Zusammenstoß auf etwa 10 Seemeilen Entfernung, als Bismarck und Prince of Walkes einige Salven ohne Treffer austauschten. Nun musste Suffolk dem deutschen Schlachtschiff auf maximaler Radarreichweite folgen und wegen einer U-Boot-Warnung im Zickzack laufen. Deshalb gelang es Bismarck in der Nacht, den beschatteten britischen Schiffen zu entkommen, da sie genau in diesem Augenblick einen weiten Bogen nach Westen gemacht hatte. Da die Briten nun erst einmal die mögliche Gefahr auf dem offenen Atlantik bannen mussten, wendeten sie sich nun nach Westen, während Bismarck in Richtung Nordwest-Frankreich lief. In diesem Moment hätte Bismarck entkommen können, aber mehr …

  • Reiter der 8.SS-Kavallerie-Division Florian Geyer

    Mythen über die Waffen-SS (Teil II). Verbrechen der Waffen-SS: Einsatzgruppen, Konzentrationslager-Wachmannschaften und Kriegsverbrechen. Mythen der Waffen-SS Hier zu Teil I: Waffen-SS Mythen. Einsatzgruppen und KZ-Wachmannschaften Entgegen der ursprünglichen Konzeption von Hausser und Steiner, hatte Reichsführer-SS Himmler der Waffen-SS zahlreiche andere Einheiten hinzugefügt, welche wenig mit dem eigentlichen Kampfauftrag der Truppe zu tun hatten. Dazu gehörten die Massenmorde der Einsatzgruppen und auch die KZ-Wachmannschaften, die sogenannten Totenkopf-Wachbataillone. Auch deren Soldaten trugen Waffen-SS-Soldbücher und auch die Einsatzgruppen hatten Mitglieder aus Soldaten der Waffen-SS, ebenso wie Angehörige der Militärpolizei des Heeres, SD-Männern (SS-Sicherheitsdienst) und freiwilligen Ausländern. Diese Henker und Wachen waren nicht für den Kampf ausgebildet oder dafür vorgesehen. Veteranen der Waffen-SS haben deshalb immer wieder darauf hingewiesen, dass sie bei diesen höchsten politischen Entscheidungen kein Mitspracherecht hatten, welche Männer in die Waffen-SS übernommen wurden und in vielen Fällen war ihnen überhaupt nicht bewusst, dass sie organisatorisch mit derartigen Gruppen verbunden waren. In den Köpfen der Überlebenden der SS-Verfügungstruppen waren sie und ihre germanischen Genossen die ‘wirkliche’ Waffen-SS und die anderen Elemente lediglich ein Umstand des Krieges. In ihren schriftlichen Erinnerungen heben die Veteranen jene Details hervor, welche für sie bedeutend waren. Das war vor allem, dass sie sich selbst als eine Elitetruppe ansahen, welche in vielen Schlachten tapfer gekämpft und zumeist ehrenhaft gedient hatte. Sie behaupteten, dass sie ‘genauso Soldaten wie die anderen’ aus dem Heer gewesen waren und zumindest die SS-Männer selbst sahen sich in diesem Anspruch als gerechtfertigt. Was diesen Anspruch erschwert, ist der Umstand, dass die Waffen-SS aus so vielen anderen Elementen bestand, wie anfangs beschrieben. Die Situation wird dadurch noch unübersichtlicher, dass es einen unterschiedlich starken Personalaustausch zwischen den Einsatzgruppen, den Totenkopf-Wachbataillonen und den Kampftruppen gab. Viele Menschen konzentrieren sich oft auf das Negative und heben die verschiedenen fragwürdigen Verbände hervor, welche mit der Waffen-SS in Verbindung gebracht werden und die unehrenhafte Handlungen während des Krieges begannen haben. Dies war jedoch nicht die Waffen-SS, welche Hausser und Steiner in den 1930er Jahren ursprünglich gründen wollten. Die Auseinandersetzungen mit der politischen Führung um ihre Vision resultierte in einer Vorverurteilung aller kämpfenden Mitglieder der Waffen-SS wie z.B. von der SS-Division Reich und Leibstandarte-SS-Adolf Hitler, ebenso wie alle gegen ihren freien Willen dazu eingezogenen deutschen Wehrpflichtigen im letzten Kriegsjahr und die freiwilligen, hoch motivierten Ausländer oder Volksdeutschen. Kriegsverbrechen Wenn die Probleme des Dienstes von Volksdeutschen in der Waffen-SS schon komplex und leicht missverständlich sind, so trifft dies auch auf die damit verbundenen Kriegsverbrechen und Gräueltaten dieser Einheiten zu. Bei beiden Themen wird viel spekuliert und vermutet, oft in Ermangelung solider Fakten. Die Kriegs- und Nachkriegspropaganda hat auch dieses Thema verwässert und spielte damit vielen Menschen in die Hände, welche die Waffen-SS als Verantwortliche für fast alle Kriegsverbrechen ansehen wollten und damit die Angehörigen der Wehrmacht davon freizusprechen. Es herrscht der weit verbreitete Glaube vor, dass die Männer Waffen-SS politisch indoktrinierte Soldaten auf die ein oder andere Weise waren. Die genaue Auslegung variierte in Abhängigkeit der Perspektive des jeweiligen Beobachters. Aus diesem Grund wurde also angenommen, dass der größte Teil der deutschen Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg von der Waffen-SS durchgeführt wurden. Zeitzeugen und ihre schriftlichen Aufzeichnungen unterstützen jedoch die Behauptungen vieler Veteranen der Waffen-SS, dass die politische Indoktrination maximal einen kleinen Anteil an der Ausbildung hatte. Denn die politische, ethnische und historische Indoktrination erfolgte im Dritten Reich schon in den nationalsozialistischen Jugendgruppen, wie der ‘Deutschen Jugend’ oder ‘Hitlerjugend’. Die Mitgliedschaft in der Hitlerjugend oder ihren verschiedenen Unterabteilungen wurde bereits 1936 zur Pflicht und die nationalsozialistische Indoktrination wurde vom Staat und mit der Gestaltung des Lehrplans an Schulen und Universitäten untermauert. Mithilfe dieses Systems konnte eine Generation Jugendlicher bis einschließlich der Geburtsjahrgänge 1928 beeinflusst werden, welche während des Zweiten Weltkrieges zum Militärdienst einberufen wurden. Die auf diese Weise beeinflusste Jugend diente vor allem in der Wehrmacht, was im Laufe des Krieges zunehmend das deutsche Heer insbesondere betraf. Während des gesamten Dritten Reiches bestand das deutsche Heer überwiegend aus deutschen Männern, wobei Volksdeutsche und Ausländer nur einen kleinen Anteil ausmachten. Dagegen bestand die Waffen-SS immer zwischen 33 und 50 Prozent aus Volksdeutschen oder Ausländern. Diese jungen Männer waren nicht in der Atmosphäre der nationalsozialistischen Indoktrination aufgewachsen und auch nicht mit den rassischen oder anderen toxischen Ideen des Nationalsozialismus in Berührung gekommen. Wenn auch einige von ihnen durch faschistischen oder anderen chauvinistischen Tendenzen beeinflusst worden waren, so waren doch nur wenige einer Indoktrination ausgesetzt, geschweige denn, was sie sich zu dieser Zeit in der Propaganda-Erziehung bei den Nazi-Organisationen in Deutschland abspielte. Damit besaß die Waffen-SS als Organisation einen geringeren Anteil von jungen Männern als die Wehrmacht oder insbesondere das Heer, die unter den Lehren des Nationalsozialismus aufgewachsen waren. In die entgegengesetzte Richtung wirkt sich jedoch aus, dass die Mehrzahl der deutschen Staatsangehörigen, welche bei der Waffen-SS dienten, sich freiwillig dafür gemeldet hatten. Es ist daher anzunehmen, dass diese Freiwillige eher eine größere Überzeugung den nationalsozialistischen Lehren entgegenbrachten. Allerdings gab es auch einen hohen Prozentsatz an jungen Freiwilligen für das deutsche Heer, die Marine oder Luftwaffe. Somit ist es kaum zutreffend, die Waffen-SS als einen Verein aus mehrheitlich Nazi-Fanatiker zu charakterisieren. Wahrscheinlich waren ihre Angehörigen im Durchschnitt weniger oder keinesfalls mehr Indoktriniert als die Angehörigen beim Heer. Um den schlechten Ruf der Waffen-SS zu erklären, ist es sinnvoll die Auswirkungen des politischen Opportunismus und die Art der Kriegsführung gegen Partisanen zu untersuchen. Insbesondere die Elite-Panzerdivisionen der SS waren eine geschlossene Gruppe und ein nicht zu übersehendes Ziel für angebliche Kriegsverbrechen schon während des Krieges, da sie für viele Verluste und auch Niederlagen der Sowjets und westlichen Alliierten verantwortlich waren und man auch offensichtlich auf Rache aus war. Manchmal wurden sie auch von deutschen Heerführern beschuldigt, vor allem, wenn die mit ihnen geplanten Operationen nicht das gewünschte Ergebnis brachten. Nach Kriegsende wurden diese Verbände und auch andere der Waffen-SS für die Mehrzahl der Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht, während nur wenige Vorwürfe gegen Einheiten des Heeres erfolgten, selbst wo sie gerechtfertigt gewesen sein mögen. Interessanterweise wurden für jede der ersten acht SS-Divisionen eigene Straftaten gefunden, sowie für die Schwesterdivisionen von drei dieser Verbände. Diese Vorfälle sind manchmal wenig mehr …

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