Kriegstagebuch 24. Februar 1917


Britische Soldaten marschieren in Kut ein
Britische Soldaten marschieren wieder in Kut-el-Amara ein.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 24. Februar 1917:

Naher Osten


Mesopotamien: Die türkischen Truppen verlassen Kut, ziehen sich nach Westen auf Bagdad zurück und verlieren dabei 1.730 Mann als Kriegsgefangene und 4 Kanonen. Jedoch versagt die britische Kavallerie-Division, die Verfolgung tatkräftig durchzuführen, obwohl 2 Panzerwagen am 25. Februar einigen Schaden unter den türkischen Truppen verursachen. Das britische Kanonenboot Mantis hisst wieder die britische Flagge über Kut.
Persien: Die türkische 6. Division fällt vom Hamadan zurück nach Kermanshah, die 2. Division folgt am 26. Februar.

Westfront

Somme: Rückzug der deutschen Truppen aus dem Serre-Frontvorsprung. Sie räumen Serre, Miraumont, Petit Miraumont, Pys und Warlencourt.

Politik

USA: Der amerikanische Botschafter in London, welcher das entschlüsselte Zimmermann-Telegramm von Balfour erhalten hat, telegrafiert es nach Washington weiter zusammen mit den Nachrichten. Er erhält als Antwort von Wilson, daß dieser es mit ‘großer Entrüstung’ gelesen hat, aber auf die Rückkehr seines Staatssekretärs warten will.

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Im Blickpunkt:
  • Ribbentrop verkündet Russland-Krieg

    Wieso griff Hitler Russland an ?. Angesichts der nachfolgenden Ereignisse erscheint Hitlers Entschluss, Russland anzugreifen, als purer Wahnsinn. Bereits Napoleon hatte in dem Feldzug von 1812 den Beginn seines unrühmlichen Endes gefunden. War das gewagte Spiel die Folge des illusorischen Gefühls der Unfehlbarkeit, die der triumphale Sieg über Frankreich erzeugte ? Bildete diese Entscheidung das finale Ende einer von Grund auf unlogischen Ideologie, eines irrationalen Wahns, der sich die Vernichtung des ‘jüdischen Bolschewismus’ zum Ziel gesetzt hatte ? Wieso griff Hitler Russland an ? Im Juni 1941 drangen deutsche Truppen nicht zum ersten Mal nach Russland vor. Bereits im 1. Weltkrieg wurden große Teile des Landes bis zum Kriegsende erobert und besetzt und das Bild, das die Deutschen aus dieser Zeit gewannen, war nicht besonders positiv. Der damalige deutsche Generalstabschef Ludendorff stand Anfang der Zwanziger Jahre in engen Kontakt zu Hitler und hatte bis zum Fiasko des Münchener Putsches (1923) Einfluss auf dessen Russland-Bild. Bereits in ‘Mein Kampf’ (1926) schreibt Hitler: ‘Damit ziehen wir Nationalsozialisten bewusst einen Strich unter die außenpolitische Richtung unserer Vorkriegszeit. Wir setzen dort an, wo man vor sechs Jahrhunderten endete … wir weisen den Blick nach dem Land im Osten’. Das ‘Lebensraum’-Konzept war geboren. Hitler besaß ein hoch entwickeltes Gespür für die Schwächen der anderen. Die außenpolitischen Erfolge, die er vor 1939 erzielte, beruhten hauptsächlich auf der Intuition des Tyrannen sowie der instinktiven Bereitschaft des Glücksspielers, große Risiken einzugehen. Im August 1939 schloss Hitler mit atemberaubendem Zynismus (in dem ihm Stalin in nichts nachstand) mit seinem eigentlich ‘ideologischen Erzfeind’, der Sowjetunion, einen Nichtangriffspakt. Doch nur wenige Tage vor diesem dramatischen Schritt äußerste er gegenüber dem Hohen Kommissar des Völkerbundes in Danzig, Carl Burckhardt, dass ‘alles, was ich unternehme, gegen Russland gerichtet ist. Wenn der Westen zu dumm und zu blind ist, um dies zu begreifen, werde ich gezwungen sein, mich mit den Russen zu verständigen, den Westen zu schlagen und dann nach der Niederlage mich mit meinen versammelten Kräften gegen die Sowjetunion zu wenden’. Am 6. Juli 1940 kehrte Hitler nach dem Sieg im Westen im Triumph nach Berlin zurück. Es war der grandioseste Empfang, der ihm jemals bereitet wurde. Nur noch Großbritannien schien dem endgültigen Sieg im Weg zu stehen. Doch Hitlers Militärberater und sogar der Diktator selbst waren sich keineswegs sicher, dass der britische Widerstand so schnell zu brechen sein würde, zumal sich hinter Großbritannien der drohende Schatten der USA erhob. Die untergründige Furcht wurde zwar selten ausgesprochen, war aber gleichwohl vorhanden: Sollten die Vereinigten Staaten ihre gewaltige Macht und ihren Reichtum mobilisieren und wie 1917 in den Krieg eintreten, würden die Chancen für einen deutschen ‘Endsieg’ schlagartig sinken. Mit anderen Worten, die Zeit war wieder einmal nicht aufseiten Deutschlands. Das Risiko wäre beim Warten größer als beim Handeln, erklärte Hitler, was auch seine Spieler-Mentalität verstärkte. Schon eine Stunde nach seiner Reichstagsrede vom 19. Juli 1940, in der Hitler Großbritannien zum Frieden aufforderte, erfuhr er aus den ersten Presseberichten von der frostigen Reaktion Londons auf seinen ‘Appell an die Vernunft’. Am 22. Juli gab der britische Außenminister Lord Halifax in einer Rundfunkansprache bekannt, was Hitler bereits wusste: daß das Empire die Möglichkeit eines Verhandlungsfrieden nicht in Erwägung ziehe und zum Kampf entschlossen sei. Bereits einen Tag vor Halifax Rede hatte Hitler die kategorische Ablehnung seines ‘Appells’ akzeptiert und vor den Oberbefehlshabern der Wehrmacht erstmals über die Möglichkeit gesprochen, noch im selben Herbst die Sowjetunion anzugreifen. Am 31. Juli 1940 teilte er der erstaunten Generalität mit: ‘Ist aber Russland zerschlagen, dann ist Englands letzte Hoffnung getilgt. Der Herr Europas und des Balkans ist dann Deutschland. Entschluss: Im Zuge dieser Auseinandersetzung muss Russland erledigt werden, im Frühjahr (Mai) 1941.’ Dies war die am weitesten reichende Entscheidung des 2. Weltkrieges. Und sie war ohne direkte Not gefällt worden, also keineswegs, um einem unmittelbaren Angriff der Sowjetunion zuvorzukommen. Diese Rechtfertigung wurde erst später vorgeschoben, selbst Hitler hatte noch zehn Tage zuvor festgestellt, dass Russland keinen Krieg mit Deutschland wolle. Aber genauso wenig hatte das Militär oder eine andere Lobby der deutschen Machteliten diesen Angriff gefordert. Vielmehr hatten Oberbefehlshaber und Generalstabschef des Heeres noch am Tag zuvor gefordert, ‘dass man besser mit Russland Freundschaft hält’. Das Wirtschaftsministerium machte Hitler jedoch darauf aufmerksam, dass man sich für einen langen Krieg gegen Großbritannien und womöglich auch gegen die USA wappnen müsse – und das man dazu weit mehr brauche als man gegenwärtig aus der Sowjetunion nach dem Hitler-Stalin-Pakt an Lebensmitteln und Rohstoffen erhalte. Sich in zunehmende Abhängigkeit von der Sowjetunion zu begeben war für Hitler unannehmbar. Er pflichtete Wirtschaftsminister Funk darin bei, dass der großdeutsche Wirtschaftsraum nicht von Kräften und Mächten abhängig werden dürfe, auf die man keine Kontrolle habe. Diese Ansicht wurde in führenden Kreisen von Wehrmacht, Wirtschaft und Bürokratie geteilt, weshalb der Angriff auf die Sowjetunion in diesen entscheidenden Kreisen auf keinen großen Widerstand treffen konnte. Auch in der Wehrmachtführung stieß Hitlers einsamer Entschluss nicht auf entschlossenen Widerspruch. Tatsächlich hatte der Generalstab des Heeres, das Kommende schon ahnend, Machbarkeitsstudien schon Wochen zuvor angefertigt. Die Militärführer waren sich der strategischen Lage ebenso bewusst wie Hitler. Sie nahmen an, dass Großbritannien weder durch eine Invasion noch durch Bombenangriffe in die Knie gezwungen werden könne. Sie entwarfen allerdings auch keine eigene Strategie, wie der endgültige Sieg errungen werden könnte. Darüber hinaus unterschätzten sie wie Hitler die Rote Armee erheblich, insbesondere nach den dürftigen Leistungen im Winterkrieg gegen Finnland. Der geplante, nur kurz zu dauernde Ostfeldzug versprach nicht nur die Hegemonie auf dem europäischen Kontinent, sondern auch den endgültigen Sieg in diesem Krieg. Danach würde irgendwann in der Zukunft die Auseinandersetzung mit den USA folgen. Ideologie und militärstrategische Überlegungen standen in Hitlers Vorstellung über den Angriff auf die Sowjetunion nicht in Widerspruch zueinander. Vielmehr gingen sie Hand in Hand. Teil II: Hatte Hitler Alternativen zum Russland-Feldzug ?

  • 3D-Modell Fokker E.

    Fokker E.I, E.II, E.III, E.IV. Deutscher einsitziger Fokker Jagd-Eindecker aus dem Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Fokker Eindecker E.I bis E.III Typ: Jagdflugzeug. Geschichte: Der Holländer Anthony Fokker baute und flog sein erstes Flugzeug im Jahr 1912. Diesen zweisitzigen Eindecker ohne Querruder bot er in England an, wo das Flugzeug jedoch als ‘schlecht’ eingestuft wurde. Für diese Entscheidung gab es keinen anderen Grund, als die Abnei­gung der Briten gegen Eindecker. Fok­ker ging daraufhin zu den Mittelmächten, wo er seinen M.5 Eindecker erstmals 1913 flog, welcher in großen Stückzahlen in vielen Versionen gebaut wurde. Aus diesem Flugzeug entwickelte er den M.5L mit großer Spannweite und den M.5K mit kurzer Spannweite. Dabei war der ursprüngliche Prototyp der M.5K im Wesentlichen eine ungefähre Kopie des französischen Morane-Saulnier Typ H Eindeckers der Vorkriegszeit und flog erstmals 1914. Der M.5L und M.5K wurden beide von einem 80-PS-Oberursel-Umlaufmotor angetrieben und beide Modelle wurden in bescheidenen Stückzahlen bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs verwendet. Einige wenige M.5L verwendeten auch die österreich-ungarischen Flieger. Nachdem der französische Flugpionier Roland Garros mit seiner Morane-Saulnier Typ L im April 1915 hinter den deutschen Linien gefangengenommen wurde, wurde bei seinem Flugzeug der von ihm eingebaute Kugelabweiser am Propeller für das dahinter befestigte Maschinengewehr entdeckt. Fokkers Ingenieure Luebbe, Heber und Leimberger entwickelten daraus innerhalb von 14 Tagen ein fortschrittlicheres Unterbrechergetriebe und bauten dies zusammen mit einem MG 08/15 7,92-mm-Maschinengewehr in eine M.5K ein. Anthony Fokker selbst flog damit einige Vorführungen bei Fronteinheiten im Mai 1915. Zwei weitere M.5K wurden auf gleiche Weise erprobt und anschließend ging dieses Flugzeug als Fokker E.I mit höchster Dringlichkeit in die Produktion. Fokkers Eindecker war dabei die Manifestation einer Entwicklungs-Philosophie, welcher Manövrierfähigkeit mit einem synchronisierten Maschinengewehr von akzeptabler Zuverlässigkeit kombinierte. Die deutschen Fliegereinheiten erzielten nach dem Eintreffen dieser Flugzeuge ab Juni 1915 eine sprunghaft höhere Abschusszahl, da sie mit dieser Bewaffnung den alliierten Jägern weit überlegen waren. Mitte Juli flogen 11 Frontpiloten der Feldfliegerabteilung 62 in Douai eine Fokker E.I, darunter Leutnant Oswald Boelcke. Ein weiterer Pilot, welcher bald auf den neuen Jäger eingewiesen wurde, war Immelmann. Es wird angenommen, dass von dieser Version nur 68 Stück gebaut wurden. Da die E.I im wesentlichen nur ein Eilauftrag gewesen war, folgte einen Monat später auf diese die Fokker E.II, in welcher der 100 PS starke Oberursel-Motor eingebaut wurde. Weitere Veränderungen bei der E.II beinhalteten die Verringerung der Flügelgröße, was sie etwas schwieriger zu fliegen machte, ohne dafür eine besondere Leistungssteigerung zu erhalten. Die Auslieferung der etwa 50 bis 65 Maschinen begann im Juli 1915. Die zahlenmäßig stärkste und endgültige Version war die Fokker E.III, bei der die Flügel zu einer größeren Spannweite – selbst gegenüber der ursprünglichen E.I – vergrößert wurden. Dadurch hatte das Flugzeug wieder die guten Flugeigenschaften der ersten Version und wurde in der Hand von Piloten wie Boelcke, von Althaus, Buddecke, Parschau, Wintgens und Immelmann zu einem gefürchteten Gegner. Das neue Jagdflugzeug erschien ab August 1916 an der Front. Die E.III war normalerweise mit einem einzelnen 7,92-mm-Spandau-Maschinengewehr bewaffnet, aber einige wurden mit zwei Maschinengewehren geflogen. Dieses zusätzliche Gewicht führte aber zu einer nicht akzeptablen Leistungseinbuße. Es sollen 260 bis 300 E.III gebaut worden sein, welche von deutschen und österreich-ungarischen Fliegereinheiten verwendet wurden. Österreich-Ungarn hatte zuvor auch schon einige Flugzeuge der ersten Version E.I erhalten und alle Fokker-Eindecker wurden dort gewöhnlich mit dem 8-mm-Schwarzlose-MG bewaffnet. Obwohl ihre Bauzahl relativ gering war, schossen die Fokker E.III Jäger mindestens 1.000 alliierte Flugzeuge ab. Allerdings war es auch nur dem Erfolg des Flugzeuges an der Front zuzuschreiben, dass ein Flugverbot für den Fokker-Eindecker aufgehoben wurde, nachdem es zu einer Reihe schwerer Unfälle mit dem Typ in Deutschland selbst gekommen war. Es wurde noch ein Versuch unternommen, ein praktikables Jagdflugzeug mit einer Standardbewaffnung aus zwei Maschinengewehren zu bauen, was in der Fokker E.IV endete. Der Prototyp erschien im November 1915 und hatte einen 160 PS starken, zweireihigen Oberursel-Motor. Auch die Flügel wurden noch weiter auf 10 Meter Spannweite vergrößert. Zwar wurde die E.IV damit schneller als die E.III, war aber wesentlich weniger manövrierfähig, sodass nur etwa 45 Stück davon gebaut wurden. Für einen kurzen Zeitraum flog Max Immelmann eine E.IV mit sogar drei Maschinengewehren, wechselte aber später wieder zu einem standardmäßigen Flugzeug mit zwei MGs zurück. Die Flugzeuge der Fokker-Eindecker-Reihe waren über der Westfront von Mitte 1915 bis zum Spätsommer 1916 im Einsatz. Ihren Höhepunkt in der Effektivität erreichten sie etwa im Oktober 1915 und waren von diesem Zeitpunkt bis Januar 1916 praktisch ohne gleichwertige Gegner in den Lüften über Europa. Das Fehlen ebenbürtiger Gegner führte zur legendären ‘Fokker-Plage’, die in keinem Verhältnis zu der geringen Anzahl der in Dienst befindlichen Fokker-Eindecker stand. Ihr hauptsächliches Opfer war die unglückliche B.E.2c, welche bald den Ruf des ‘Fokker-Futters’ erhielt. Ab Januar 1916 begannen die Fokker-Eindecker würdigeren Gegnern in Form der Airco D.H.2, Nieuport XI und F.E.2b zu begegnen, welche die ‘Fokker-Plage’ bis zum Frühjahr praktisch beendeten. Am 8. April 1916 wurde zudem noch eine Fokker E.III von den Alliierten intakt erbeutet, welche ausgiebig für Gegenmaßnahmen untersucht wurde. Hinzu kam noch, dass die Maschinengewehr-Bewaffnung der Fokker-Eindecker unzuverlässig und zum Verklemmen neigte, sowie ihre Munition nicht für den Einsatz in Flugzeugen geeignet war. Trotzdem war der Eindecker gut genug, um den Luftraum über Frankreich für fast ein Jahr freizuhalten. Die Fokker-Eindecker wurden dann noch bis Ende 1916 an der Ostfront, in Mesopotamien, Palästina und in der Türkei eingesetzt. Anschließend wurden sie fast ausschließlich noch zum Piloten-Training verwendet. Benutzer: Deutschland, Österreich-Ungarn. Animation 3d-Modell Fokker E Spezifikationen Fokker E Spezifikationen: Fokker D.I bis D.V Gebaut von Mitte 1916 als Ersatz für die Fokker E.III Eindecker, waren die frühen D-Typen in ihrer Gesamtheit eine mittelmäßige Ansammlung. Entworfen von Martin Kreutzer, hatten die D.I bis D.IV weiterhin den gleiche, grundsätzlichen Rumpf der E.III, welcher dabei zu einem Doppeldecker mit Zelluloid-Flügeln wurde. Verhältnismäßig wenige D.I und D.IV mit Reihenmotor wurden gebaut und die Produktion der mit Umlaufmotoren ausgestatteten D.II und D.III betrug insgesamt 290 Stück. Die Fokker D.I., welche aus dem Prototyp M.18Z entstand, wurde von einem 120 PS starken Mercedes D.II-Motor angetrieben war mit einem mehr …

  • US-Infanterie von XX. Korps, unterstützt von einem M10 Jagdpanzer,

    Deutsche militärische Leistungsfähigkeit gegen die westlichen Alliierten an der Westfront 1944. Effektivste Verbände an der Westfront nach der statistischen Auswertung der Gefechte bei Le Masto und Metz in Frankreich (14.8. bis 14.9.1944) und an der Saar (8.11. bis 7.12.1944). hier zu Militärische Leistungsfähigkeit in Italien 1943/44 Militärische Leistungsfähigkeit an der Westfront 1944 Wie Rommel zuvor prognostiziert hatte, wurden die folgenden drei Monate nach der alliierten Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944 zu einer gewaltigen Katastrophe für die deutschen Armeen in Frankreich. Nach den ‘brutalen Abnutzungsschlachten’ – wie Eisenhower sie beschrieb – um Caen und Falaise und der alliierten Invasion in Südfrankreich, wurden die deutschen Truppen praktisch aus jeder Ecke Frankreichs vertrieben, mit Ausnahme von Dünkirchen und den belagerten, ehemaligen U-Boot-Stützpunkten an der Atlantikküste. Rommel selbst wurde beinahe bei einem Tieffliegerangriff einer Spitfire IX am 17. Juli getötet und drei Tage später versuchte eine Gruppe höherer deutscher Offiziere verspätet, die Wehrmacht und Deutschland selbst vor vollständiger Vernichtung zu retten, als sie eine Bombe mit Zeitzünder in Hitlers Hauptquartier Wolfsschanze in Ostpreußen zur Detonation brachten. Hitler überlebte und nahm schreckliche Rache an mindestens 2.000 Wehrmachtsoffizieren (einschließlich Rommel) und führte im Dezember 1944 die verzweifelte Ardennen-Offensive durch. Aber die militärische Lage des Dritten Reich war schon seit dem Tag hoffnungslos gewesen, als das, was Rommel beabsichtigt hatte, versäumt wurde: die alliierten Streitkräfte am D-Day wieder ins Meer zu treiben. Die einzige Frage, welche Ende Dezember 1944 noch offen war, war eigentlich nur, wer das Rennen nach Berlin gewinnen würde: die Briten, Amerikaner und Kanadier vom Westen oder die Rote Armee aus dem Osten. Die nachfolgend aufgeführten Gefechte und Schlachten fanden in der Phase nach dem Ausbruch der alliierten Streitkräfte aus ihrem Brückenkopf aus der Normandie statt, beginnend mit amerikanischem Vorstoß südlich des Kessels von Falaise in Richtung der Seine und dann der Marne südlich um Paris herum. Es folgen dann Gefechte aus den schweren Kämpfen an der deutschen Grenze in der Saar-Region, welche sich von November bis kurz vor die Ardennen-Offensive hinzogen. Bei all diesen Gefechten befanden sich die deutschen Truppen zumeist weit in der Unterzahl, mit weniger Material und praktisch keiner Unterstützung aus der Luft. Die Angaben entsprechen denen von der militärischen Leistungsfähigkeit von den Kämpfen gegen die westlichen Alliierten in Italien 1943-44 und auch die genauen Erläuterungen dazu sind auf dieser Seite zu finden. FRANKREICH – Le Masto-Metz (14. August – 14. September 1944): siehe auch: SAAR (8. November – 7. Dezember 1944): Statistischer Vergleich aller Schlachten gegen die West-Alliierten 1943/44 Nun der statistische Vergleich des Kampfwertes der in insgesamt 78 Schlachten (Italien und im Westen) untersuchten Verbände. Alle Schlachten gesamt: Kampf-Effektivität nach Aktionen: Effektivste Verbände Nachfolgend der Kampfwert derjenigen Einheiten, welche an mindestens drei der untersuchten Schlachten teilnahmen. Der durchschnittliche Kampfwert der deutschen Truppen liegt etwa 23 Prozent höher als der alliierten Truppen. Kampfwerte der Einheiten: siehe auch: Militärische Leistungsfähigkeit an der Ostfront siehe auch: Ergebnisse von Schlachten im 1. Weltkrieg

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