Kreuzer Aurora während der Belagerung von Leningrad


Kreuzer Aurora während der Belagerung von Leningrad

Kreuzer Aurora während der Belagerung von Leningrad

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Im Blickpunkt:
  • Von Deutschland ausgebildete und ausgerüstete Soldaten der national-chinesischen Armee von Tschiang Kai-schek.

    Die chinesischen Streitkräfte von 1937 bis 1941: national-chinesische Armee und Waffen, Luftwaffe, Marine und Kommunisten.   Die Annexion von Mukden am 19. September 1931 markierte den Auftakt einer sich steigernder japanischen Aggression gegen China und von 1937 an gab es einen offenen Krieg. Die ungeordneten chinesischen Truppen waren der japanischen Armee auf dem Schlachtfeld nicht gewachsen, aber entschlossener Widerstand verhinderte den völligen Zusammenbruch. Schon die Größe von China schloss einen japanischen militärischen Sieg aus und obwohl die national-chinesische Regierung gezwungen war, alle wichtigen industriellen Gebiete aufzugeben und sich in eine neue Hauptstadt Tschungking zurückzuziehen, setzte sie den Kampf fort und band im Bündnis mit den kommunistischen Streitkräften von Mao Tse-tung eine große Anzahl japanischer Truppen. Stärke und Organisation  der  National-chinesische Armee Bei Ausbruch des Japanisch-Chinesischen Krieges im Juli 1937 wurde die national-chinesische Armee auf rund 1,7 Millionen Mann erweitert. Die offizielle Kriegsgliederung auf dem Papier umfasste 182 Infanterie-Divisionen, 46 unabhängige Brigaden, 9 Kavallerie-Divisionen, 6 unabhängige Kavallerie-Brigaden, 4 Artillerie-Brigaden und 20 unabhängige Artillerie-Regimenter. Eine Division hatte auf dem Papier 2 Infanterie-Brigaden zu jeweils 2 Regimenter, ein Artillerie-Bataillon oder Regiment, ein Pionier- und Nachschubbataillon, ein kleine Nachrichten-, Ambulanz- und Transport-Einheit. In der Praxis variierte die Bereitstellung der Unterstützungs- und Hilfseinheiten jedoch stark von Division zu Division, ebenso wie ihre Truppenstärke. Die durchschnittliche Stärke der zuvor beschriebenen Divisionsgliederung belief sich auf etwa 9.000 bis 10.000 Mann, dies traf aber nur für die ersten zehn von Deutschland ausgebildeten Divisionen aus dem Jahr 1937 zu. Die Masse der Divisionen, sowie die neu oder nur vorübergehend aufgestellten Verbände, hatten durchschnittlich nur 5000 Soldaten. Unabhängige Brigaden hatten etwa 4500 Mann, während neue und vorübergehend aufgestellte Brigaden vielleicht etwa 3000 Mann stark waren. China war im Jahre 1937 immer noch ein zutiefst gespaltenes Land und die KMT-Regierung konnte sich nicht auf alle ihre nominellen Streitkräfte zugleich verlassen. Rebellionen und andere Vorfälle von Untreue bei verschiedentlichen seiner regionalen militärischen Befehlshaber während der 30er Jahre hatten bei Tschiang Kai-schek einen großen Teil seiner Truppen verdächtig gemacht. Die zuverlässigsten und von daher am besten ausgerüsteten Soldaten von Tschiang Kai-schek waren daher die 380.000 Mann seiner eigenen, vor 1934 aufgestellten Armee. Die meisten von diesen waren von deutschen Soldaten ausgebildet worden. Sie wurden von Absolventen der Whampoa-Militärakademie in Kanton kommandiert, welche Tschiang Kai-schek 1924 selbst geleitet hatte, um ein politisch zuverlässiges Offizierkorps für die KMT-Armee zu schaffen. Weitere 520.000 Mann gehörten Einheiten an, welche seit jeher treu zu Tschiang Kai-schek standen, wenn sie auch nicht vom ihm aufgestellt worden waren. Dieser harte Kern gab ihm etwa 900.000 Mann, auf die sich die KMT-Regierung verlassen konnte. Abgesehen von diesen Armeen gab es noch eine andere Kategorie von sogenannten halb-autonomen Provinz-Truppen, die manchmal für die Interessen der KMT-Regierung mobilisiert werden konnten. Zusammen vielleicht noch etwa 300.000 Mann stark, verteilt über die Provinzen Suiyuan, Schanssi und Shangtung im Norden und Kwangtung im Süd-Osten. Der Rest der national-chinesischen Armee bestand aus Truppen, angeführt von Kommandeuren welche gegenüber Tschiang Kai-schek zwar keine wirkliche Loyalität empfanden, aber bereit waren, neben ihm gegen den gemeinsamen Feind Japan zu kämpfen. Die Kampfkraft dieser Verbände von fraglicher Loyalität schwankte von sehr gut bis sehr schlecht. Zum Beispiel wurden die 80.000 Soldaten und 90.000 Milizionäre der südlichsten Provinz Kwangsi gut geführt und waren gut ausgerüstet, ausgebildet und diszipliniert, während die 250.000 Soldaten von Szechuan im Süd-Westen als die am schlechtesten ausgebildeten und ausgerüsteten beschrieben wurden, die meisten von ihnen undiszipliniert und die treulosesten aller national-chinesischen Truppen. Zersetzt von Verlusten, vor allem unter dem vor Kriegsbeginn 1937 ausgebildeten Offizierskorps, und mit nur wenig Nachschub versehen, waren die meisten dieser Formationen unter der Sollstärke, schlecht ernährt, gekleidet, ausgerüstet und geführt, mit einem Kampfwert der vergleichbar war mit dem von plündernden Bauernheeren vergangener Jahrhunderte. Historisch gesehen hatte Chinas brutale militärische Kultur dem Bauern-Soldaten niemals einen Lohn für den Sieg gegeben, mit Ausnahme der Gelegenheit zur Plünderung. Es gab keine emotionale Beteiligung an Ereignissen, welche nicht unmittelbar die eigene Einheit betrafen. Vorsicht wurde als Klugheit bewundert, Selbstachtung hing nicht von der eigenen Initiative im Angriff oder standhafter Verteidigung ab. Sofern sich nicht ein schneller Erfolg einstellte, bestand immer die Tendenz, sich zurückfallen zu lassen. Auf der anderen Seite konnte oft selbst nach einem überstürzten Rückzug im Angesicht des Feindes und nach einer kurzen Rast der leidgeprüfte Bauern-Soldat zu seinem Dienst zurückgebracht werden. Waffen der national-chinesischen Armee Mit einer Armee, welche rasch auf über 2 Millionen Mann anstieg, und nur einer kleinen Anzahl von lokalen militärischen Arsenalen und Rüstungsbetrieben, war die Bewaffnung der national-chinesischen Armee ein ständiges Problem. Seit den frühen 30er Jahren war eine verwirrende Vielfalt von Gewehren und Maschinengewehren aus allen Teilen der industrialisierten Welt das ein oder andere mal von den Chinesen eingeführt worden. Ohne eine zentral gesteuerte Einkaufspolitik für die Armee hatten die verschiedenen militärischen Regionalbefehlshaber und vorübergehende Kriegsherren für die eigenen Truppen die ihnen angebotene Waffen nach Lust und Laune aufgekauft. Dieser erhebliche Mangel an Standardisierung wurde nur teilweise durch den Ausbruch des Chinesisch-Japanischen Krieges beseitigt. Von 1937 an war die vorherrschende Infanterie-Waffe der chinesischen Armee das deutsche 7,92mm Mauser 98k Gewehr, welches von den deutschen Ausbildern in den frühen 30er Jahren empfohlen wurde. Das Mauser-Gewehr wurde in großen Zahlen importiert und wurde bald darauf in chinesischen Arsenalen nachgebaut und wurde allgemein als Tschiang Kai-schek-Gewehr bezeichnet. Andere Gewehre und Karabiner, ebenfalls auf dem Mauser-Entwurf basierend, wurden ebenfalls eingeführt, so das belgische FN24 oder das tschechoslowakische VZ24. Auch das ältere Mauser-Gewehr 88 wurde noch weit verbreitet in China verwendet und es wurde immer noch als Hanyang 88 in chinesischen Fabriken hergestellt. Viele verschiedene Modelle von Maschinengewehren wurden ebenfalls in den 30er Jahren eingeführt. In der Tat sieht es so aus, als war China in mehreren Fällen der einzige Exportkunde für einige mehr oder weniger dubiose europäische Waffen. Wenn ein Waffenhändler seine Waren nicht an die KMT-Regierung verkaufen konnte, versuchte er sein Glück eben bei einem der Provinz-Armeeoberbefehlshaber. Das vorherrschende chinesische leichte Maschinengewehr war das ausgezeichnete tschechische ZB26, importiert und in großer Zahl nachgebaut. Andere eingeführte Typen waren das schweizerische ZE70, das finnische Lahti und das russische DP26. Maschinengewehr waren immer zu wenig mehr …

  • 3d-Modell frühe P-47 Thunderbolt

    Republic P-47 Thunderbolt, Langstrecken-Begleitjäger und Jagdbomber. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Republic P-47 Thunderbolt Typ: US-Jäger, Begleitjäger und Jagdbomber. Razorback Die Thunderbolt war ein in der Rolle als Begleitjäger für Bomber und als Jagdbomber hervorragend. Es war der größte und schwerste einmotorige Jäger während des 2. Weltkrieges. Ebenfalls war es das letzte eine Reihe von Jagdflugzeugen, welches 1936 mit der Seversky P-35 begann und auch die P-43 Lancer von 1940 einschloss. All diesen Flugzeugen gemeinsam war ihr Chefkonstrukteur, Alexander Kartveli. Mit der Republic P-47 Thunderbolt baute er ein Flugzeug, dass alle Lehren aus seinen zuvor nicht so erfolgreichen Entwicklungen gezogen hatte. Insgesamt wurden 15.634 Thunderbolts von mehreren Versionen gebaut. Die ‘Juggernaut’ (‘Schwerlastkaftwagen’) oder auch Razorback (‘Finnwal’) für die ersten Versionen, wie die Flugzeuge bei ihren Piloten und dem Bodenpersonal hießen, wurden umfangreich von der USAAF und der englischen RAF eingesetzt. Nach dem Beginn der Arbeiten am unglücklichen Projekt der P-43 Lancer begann der Chefkonstrukteur von Republic, Kartveli, im Jahre 1939 mit zwei weiteren Entwürfen von Jagdflugzeugen, welche auf der Lancer basierten. Dies waren die AP-4 und die AP-10. Die AP-4 war eine Modifikation der P-35 und wurde von einem Doppelsternmotor angetrieben, wogegen die AP-10 als leichter Jäger um einen wassergekühlten Allison V-12 Motor herumkonstruiert wurde. Paradoxerweise entstand die massige Thunderbolt aus dem leichten AP-10. Für einen Jagdeinsitzer war die P-47 ein riesiges Flugzeug, mit einem Gewicht von fast 9 Tonnen beim Start. Tatsächlich wurde der AP-10 Entwurf von der USAAC abgelehnt, als dieser am 1. August 1939 vorgelegt wurde. Es wurde gefordert, eine größere und leistungsfähigere Version zu entwickeln. Im November des Jahres unterzeichnete dann das Unternehmen einen Vertrag für zwei Prototypen (die XP-47 und die XP-47 A), welche mit wassergekühlten Allison-Motoren angetrieben werden sollten. Die Wahl des Motors stellte sich aber bald als Fehler heraus. Die ersten Kampferfahrungen des 2. Weltkrieg in Europa hatten gezeigt, das Jagdflugzeuge stark bewaffnet und gepanzert sowie über eine hohe Leistung verfügen mussten. Der Allison-Motor war dazu nicht stark genug und er konnte auch keine zufriedenstellende Leistung in großen Flughöhen erbringen. Kartveli entwickelte daher ein alternatives Projekt mit dem stärksten verfügbaren Motor, dem neuen 2.000 PS starken Pratt&Whitney 18-Zylinder-Doppelsternmotor. Genau genommen entwickelte er eigentlich das Flugzeug um den großen und mit einem komplexen Abgas-Lader versehen Motor außen herum und reichte den Bauplan bei der USAAC im Juni 1940 ein. Diesmal wurde das Projekt, bezeichnet als XP-47B, ohne Vorbehalte akzeptiert. Ein erster Auftrag für 773 Flugzeuge im Wert von 56,5 Millionen US-Dollar wurde noch während der Konstruktion auf dem Reißbrett erteilt. Von diesen wurden 170 als P-47B, 602 als P-47C und eine als XP-47E mit Druckkabine geliefert. Der Prototyp, der XP-47B, ging nach endgültigen Anpassungen am Motor und Kompressor am 6. Mai 1941 erstmals in die Luft. Während der Flugtests zeigte, die Thunderbolt was sie kann: sie erreichte Geschwindigkeiten über 633 km/h und stieg auf 4.500 m in weniger als fünf Minuten. Das Flugzeug erreichte diese Ergebnisse mit einem Startgewicht von 5.500 kg. Im März 1942 kamen die ersten Serienmodelle von den Montagebändern und wurden ein Jahr später, im April 1943, erstmals von der 56. Jäger-Gruppe der 8. US-Luftflotte von England aus zu Kampfeinsätzen über Europa verwendet. Die Republic P-47 Thunderbolts wurden erfolgreich zum Begleitschutz der schweren viermotorigen Bomber der Typen Boeing B-17 Fliegende Festung und B-24 Liberator eingesetzt. Die Produktion begann erst mit der P-47D Thunderbolt richtig anzulaufen, welche zur zahlreichsten gebauten Variante wurde. Die P-47 D Motor gab mehr Leistung in großer Höhe und diese Version konnte auch eine schwerere Bombenlast tragen. Diese Thunderbolts wurden in mehreren Produktionschargen und mit einer Vielzahl von Unterbezeichnungen gebaut. Beginnend mit dem P-47D-25 wurde eine Modifikation eingearbeitet, welche für die P-51 Mustang eingeführt worden war: ein transparentes Glashauben-Cockpit, durch das der Pilot einen 360-Grad-Sichtbereich hatte. Animation 3d-Modell frühe Razorback-Version Republic P-47 Thunderbolt   Die Thunderbolt geht in den Einsatz Neben einigen im Rahmen von Lend-Lease überlassenen britischen Spitfire V war die P-38 Lightning im ersten Kriegsjahr das einzige verfügbare amerikanische Jagdflugzeug, welches eine ausreichende Leistung zum Einsatz über Nordwest-Europa hatte. Die Zahl der Spitfire war jedoch begrenzt und die meisten verfügbaren Lightnings wurden im Pazifik oder Nordafrika benötigt. Der einzige weitere geeignete amerikanische Jägertyp war die Thunderbolt. Die ersten der neuen Flugzeuge litten aber noch unter verschiedenen Kinderkrankheiten, sodass sie nicht vor Anfang 1943 in größeren Zahlen verfügbar waren. Die ersten Thunderbolts der Achten US Air Force wurden im Dezember 1942 nach Großbritannien verschifft. Diese P-47C wurden zur Neuausrüstung einer Gruppe verwendet, deren Piloten zwar in Amerika auf P-47B ausgebildet worden waren, dann aber mit P-38 Lightning nach Europa geschickt wurden. Zu allem Überfluss mussten sie in England angekommen ihre Flugzeuge als Ersatz nach Nordafrika abgeben. Auch die amerikanischen Piloten, welche bisher ihre geliebten Spitfire flogen, waren wenig begeistert, diese gegen die schweren Thunderbolts auszutauschen. So dauerte es bis zum 8. April 1943, als 24 P-47C ihren ersten, wenn auch ereignislosen Einsatz, zum Pas de Calais flogen. In den nächsten Tagen stieg die Zahl der Thunderbolts an, aber bei den Einsätzen gab es keinen Feindkontakt mit Jägern der deutschen Luftwaffe, dafür aber zahlreiche Motorenprobleme. Am 15. April 1943 trafen dann 60 Thunderbolts auf deutsche Jäger und drei Fw 190 konnten abgeschossen werden, allerdings bei ebenso hohen amerikanischen Verlusten. Die anhaltenden Probleme mit dem Pratt&Whitney R-2800 Motor zwangen anschließend zu einer Reduzierung der Kampfeinsätze und erst am 4. Mai begleiteten P-47 Jäger wieder B-17 Fliegende Festungen bei einem Angriff auf Antwerpen. Zwischen August und Dezember 1943 wurden dann sechs weitere amerikanische Jagdgruppen in England mit der P-47 Thunderbolt für den Langstrecken-Begleitschutz der schweren Bomber aufgestellt. Zusätzlich wurden zwei Gruppen mit P-38 Lightning auf die Thunderbolt bis Ende des Jahres umgerüstet. So gab es gegenüber Ende 1942, wo es nur eine amerikanische Spitfire-Gruppe in England gab, neun Gruppen mit P-47 und zwei mit P-38, um die B-17 und B-24 Bomber zu schützen. Die Wirkung der P-47 Thunderbolt wurde nun spürbar und die 56. Fighter Group wurde am 5. November 1943 die erste Gruppe der 8. US Air Force in England, welche einhundert Feindflugzeuge zerstört hatte. mehr …

  • Colt-M1911

    Colt M1911 und M1911A1, automatische Pistole der US-Armee von 1911 bis 1985. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Pistole Modell 1911 (Colt M1911 und M1911A1) Typ: Automatische Pistole. Geschichte Der Colt M1911 steht im Wettbewerb mit der Browning HP als eines der erfolgreichsten, jemals gebauten Pistolen-Entwürfe. Millionen wurden von der Waffe gebaut und sie ist überall auf der Welt noch in Verwendung, seit sie 1911 für die US-Armee akzeptiert wurde. Der Entwurf hatte seine Ursprünge aber schon lange vorher, denn die Waffe basierte auf dem Colt Browning Modell 1900. Diese Waffe wurde als Ausgangspunkt für eine neue Dienstwaffe verwendet, welche von der US-Armee für das neue 11,43-mm-Geschoss verlangt wurde. Denn das bisher übliche Kaliber 9,65 mm wurde von vielen Soldaten als zu leicht angesehen, um einen angreifenden Feind aufzuhalten. Im Jahr 1907 und 1908 wurden eine Reihe von Versuchen durchgeführt. Dabei stellten sich die Modelle Colt von John Browning, Savage und die Luger Parabellum Modell 1908 als vielversprechendste heraus. Der Colt wurde anschließend leicht überarbeitet, um den Anforderungen der Armee an Einfachheit, Robustheit und Sicherheit gerecht zu werden. Als Ergebnis davon wurde 1911 der Colt als Pistol Automatic Caliber .45 M1911 von der US-Armee übernommen. Während viele zeitgenössische Pistolen-Entwürfe einen Empfängeranschlag verwendeten, um die Rückwärtsbewegung des Empfängerschlittens festzuhalten, hatte die M1911 ein Verriegelung-System, welches ein festeres Anhalten lieferte. Der Lauf hatte Laschen in seine Außenfläche eingearbeitet, welche in die entsprechenden Nuten am Verschluss passten. Wenn die Pistole abgefeuert wurde, wurden der Lauf und Bügel eine kurze Distanz rückwärts bewegt, wobei diese Laschen noch nicht einrasten. Am Ende der Strecke wurde diese Bewegung durch ein Schwenkglied gestoppt, das umschwenkt und den Laufzapfen aus dem Schlitten herauszieht. Dadurch konnte sich dieser noch weiter bewegen und so die verbrauchte Kartusche auswerfen und den Ladevorgang neu beginnen. Dieses robuste System, verbunden mit einem positiv angelegten Sicherheitsverschluss mit Außenhahn bei gleichzeitiger Griffsicherheit, machte die Modelle Colt M1911 und später auch M1911A1 zu sehr sicheren Waffen unter Einsatzbedingungen.   Zu Beginn war die Produktion nur gering, aber bis 1917 war sie ausreichend ins Laufen gekommen, um Teile der sich schnell vergrößernden US-Armee für ihren Einsatz in Frankreich damit auszurüsten. Dies wohl auch deshalb, da bereits 1915 und 1916 eine Menge der M1911-Pistolen für die Royal Navy und das Royal Flying Corps hergestellt wurden, wobei die Kammer für die Patrone der automatischen Pistole .455 Webley & Scott verändert wurde. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges erhielt die US-Armee, US-Navy und die Marines insgesamt 592.981 Exemplare, welche hauptsächlich von der Firma Colt in Hartford hergestellt wurden. Zum Schluss waren auch noch die Waffenfabrik in Springfield sowie die Firma Remington an der Herstellung beteiligt. In Frankreich bewährte sich die neue Pistole gut, aber die Erfahrungen während des Ersten Weltkriegs zeigte jedoch die Notwendigkeit einiger kleiner Änderungen auf. Die Kontur des Kolbens wurde verändert, um ihn der Hand besser anzupassen. Dazu wurde der Abzug gekürzt und die Vorderkante des Kolbens wurde weggeschnitten, um dem Abzugsfinger einen besseren Griff zu ermöglichen. Schließlich wurde noch der Hammersporn gekürzt. Insgesamt waren diese Veränderungen nicht umfangreich und änderten wenig an der Verwendung im Einsatz. Der grundsätzliche Mechanismus blieb der gleiche und dieser war einer der stabilsten, welcher jemals bei einer Pistole Verwendung fand. Mit diesen Änderungen wurde die Waffe zum Colt M1911A1 und diese Version stammt aus dem Jahr 1922.   Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie neben Colt Firearms auch in einer Reihe anderer Waffenfabriken hergestellt, um die erforderlichen Stückzahlen zu liefern. Mehr als zwei Millionen Stück wurden dabei hergestellt und auch an andere Alliierte geliefert. Die Produktion lief auch nach dem Zweiten Weltkrieg weiter. Dazu wurde die Waffen in vielen Teilen der Welt kopiert und nach gebaut, allerdings nicht immer unter den hervorragenden amerikanischen Qualitätsnormen. Mit einem 14,9-Gramm-Geschoss bei 262 Meter Geschossgeschwindigkeit pro Sekunde war die M1911A1 die stärkste Militärpistole im Einsatz seit dem Ende des .455 Webley-Revolvers in den 1920er Jahren. Um einen Angreifer zu stoppen, ist die Waffe ohne Parallele und die Wirkung von über 400 Newtonmeter auf irgendeinen Teil des Körpers setzt jeden Mann außer Gefecht. Andererseits ist es nicht einfach, mit so einer mächtigen Waffe ohne viel Übung präzise zu schießen. Der Colt M1911 und M1911A1 war bis 1985 in der US-Armee weit verbreitet. Die Pistole wurde nicht nur von Unteroffizieren getragen, sondern war auch die persönliche Bewaffnung für die Mannschaften von schweren Waffen, darunter schwere Maschinengewehren und Granatwerfer. Aufgrund von Beschwerden über seine Nutzlosigkeit bei der Verwendung über größere Schussentfernungen wurde er jedoch nach 1942, insbesondere bei den Mannschaften schwerer Waffen, weitgehend durch den US Carbine cal .30 M1 oder die M3 Grease Gun Maschinenpistole ersetzt. Es besteht kein Zweifel, dass es die am weitesten verbreitete aller Kampfpistolen war, wahrscheinlich deshalb, weil Amerikaner aus Tradition schon zu Faustfeuerwaffen neigen. Dazu gibt unzählige Geschichten über die Wirksamkeit der Colt-Pistole im Kampfeinsatz. Die größte aller ‘Colt-Geschichten’ davon fand bereits am 8. Oktober 1918 statt, als Korporal (Unteroffizier) Alvin York, nachdem er eine Maschinengewehr-Mannschaft mit seinem Gewehr erschossen hatte, ergaben sich ihm 132 deutsche Soldaten und er brachte sie nur mithilfe seines Colt M1911 zu den eigenen Linien zurück in die Gefangenschaft. Benutzer: US Army (und andere Alliierte im 2. Weltkrieg). 3D-Modell Colt M1911A1 Spezifikationen Colt M1911A1 Spezifikationen: Einsatzstatistik:

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