Vorbereitungen 1940


Vorbereitungen 1940

Vorbereitungen 1940

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Im Blickpunkt:
  • Fokker D.VII

    Fokker D.VII und D.VIII (E.V), beste und letzte deutsche Jäger im Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Fokker D.VII und Fokker D.VIII aus dem 1. Weltkrieg. Fokker D.VII Fokker D.VII Typ: Jagdflugzeug. Geschichte Die Fokker D.VII ist ohne Frage das beste deutsches Jagdflugzeug und wahrscheinlich sogar der kampfstärkste des Ersten Weltkriegs gewesen. Die Entwicklung entstand aus einer Spezifikation, welche Ende 1917 herausgegeben wurde und der wirkliche Prototyp war die Fokker V.II, welche von Rheinhold Platz entworfen wurde. Das Flugzeug war die natürliche Weiterentwicklung der Fokker D.VI. Zusammen mit dreißig anderen Flugzeugentwürfen, wovon sechs alternative Fokker-Entwürfe waren – darunter auch die D.VI – , wurde die V.II bei Adlershof im Januar und Februar 1918 getestet. Dabei war sie allen anderen Entwürfen mit großem Abstand überlegen und mit einigen Veränderungen, welche persönlich von Rittmeister von Richthofen vorgeschlagen wurden, erfolgte sofort der Auftrag für eine Massenproduktion. Es wurden 400 Stück von Fokker und ebenfalls umfangreiche Stückzahlen von Lizenzaufträge bei den Firmen Albatros und O.A.W. bestellt. Die Ironie wollte es nun, dass die Albatros-Werke – eigentlich der größte Konkurrent von Fokker – die neue D.VII unter Lizenz in ihren eigenen Fabriken herstellen mussten, da die Produktion des firmeneigenen Albatros-Jäger nach der Flugerprobung bei Adlershof eingestellt werden musste. Obwohl die Testpiloten einstimmig die D.VII bevorzugten, wurden auch Aufträge für die D.VI erteilt und beide Modelle wurden später in Dienst gestellt. Die V.II war etwas instabil beim Sturzflug und deshalb erhielten die Serienmaschinen der Fokker D.VII eine längere Flugzeugzelle und eine starre, vertikale Flosse. Die ersten Serienflugzeuge der D.VII hatten den wassergekühlten 160-PS-Mercedes-D.III-Motor mit einem Frontkühler ähnlich den von Kraftfahrzeugen. Es gab eine hervorragende Rundumsicht aus dem Cockpit und die Fokker D.VII war mit einem Zwillings-7,92-mm-Spandau-Maschinengewehr mit jeweils 500 Schuss pro Minute bewaffnet, welches sich direkt vor dem Piloten befand. Sie war einfach zu fliegen, aber ihrer hauptsächlicher Vorteil gegenüber den früheren deutschen Jägern war, daß sie in der Lage war ihre Leistung auch in größeren Flughöhen beizubehalten. Dies wurde noch weiter durch die Fokker D.VIIF ab Spätsommer 1918 verbessert, welche durch einen 185 PS starken BMW IIIa-Motor angetrieben war. Die D.VIIF war nur geringfügig schneller als die D.VII, hatte aber eine größere Kraftreserve bei Flughöhen über 5.000 Meter. Eine Höhe, welche die D.VIIF in 14 Minuten erreichen konnte, gegenüber den über 38 Minuten, welche die D.VII dafür benötigte. Deshalb wurde die Fokker D.VIIF dann natürlich bevorzugt. Der Erfolg der Fokker D.VII beruhte nicht nur auf den fortschrittlichen Flugeigenschaften, welche bis zur Gipfelhöhe beibehalten werden konnten und ein kontrolliertes Überziehen ohne ein plötzliches Abfallen der Flügel ermöglichten, sondern auch wegen der einfachen Herstellung und Reparaturen. Die Flügel bestanden aus einer Holzkonstruktion überzogen mit Stoff und der Flugzeugrumpf war ein versteifter Stahlrohr-Kastenträger. Die Nase war vorne aus Metall bis zum unteren Flügel und anschließend mit Sperrholz verkleidet, während gespannter Stoff an der Oberseite verwendet wurde. Der unterere Flügel wurde aus einem Stück hergestellt und die untere Rumpfverlängerung eingeschnitten, um die Flügelholme direkt durch den Rumpf einzulassen. Diese Anordnung resultierte in großer Stabilität. Alle Zwischenebenen und der Mittelteil waren aus einem stromlinienförmigen Stahlrohr.   Von Richthofens Jagdgeschwader I erhielt die ersten Fokker D.VII im April 1918. Da Richthofen nur wenige Tage zuvor in seiner Fokker Dr.I ums Leben gekommen war, wurde das Geschwader nun von Hermann Göring befehligt und seine Jasta 4, 6, 10 und 11 mit dem neuen Jäger ausgerüstet. Das übliche Verfahren bestand darin, neue Jäger auf die Jastas, und dort dann wiederum an Piloten in der Reihenfolge des Ansehens zu verteilen. So konnten mehrere Monate vergehen, bevor weniger bedeutende Staffeln und Piloten die Fokker D.VII erhielten. Als Nächstes folgten die Jastas 12, 13, 15 und 19 des Jagdgeschwaders Nr.2. Das Z.A.K. (Zentrale Annahme-Kommission) konnte bis zum Waffenstillstand im November 1918 noch 760 Fokker D.VII annehmen und der Typ wurde an 46 bis 48 Jastas an der West- und Südfront ausgeliefert, auch wenn mehrere Einheiten deutlich unter der Sollstärke im Einsatz standen. Trotzdem bestanden somit etwa 65 Prozent aller deutschen Jagdflugzeuge aus der Fokker D.VII. Insgesamt baute Fokker mindestens 840 D.VII. Dazu waren 785 bei der Firma Albatros und 975 von den Ostdeutschen Albatros-Werken bestellt worden. In Österreich-Ungarn wurde der Typ von M.A.G. als Serie 93 gebaut. Von der Firma Aviatik in Österreich-Ungarn wurde die Fokker D.VII als Serie 132 bestellt, aber von dieser konnte keine bis zum Waffenstillstand mehr ausgeliefert werden. Während dem Sommer und Herbst 1918 begegneten die alliierten Piloten trotz ihrer im Jahr 1918 neu eingesetzten Flugzeuge, wie der S.E.5a oder Sopwith Snipe, der Fokker D.VII mit dem gleichen Respekt, wie dies für die Fokker E drei Jahre zuvor zugetroffen hatte. Unter den bekannten Top-Assen und ‘Oberkanonen’ der Fokker D.VII Piloten waren Namen wie Ernst Udet, Rudolf Berthold, von Beaulieu-Marconnay und Georg von Hantelmann – und nicht zu vergessen, Hermann Göring, welcher eine vollkommen weiße Fokker D.VII flog. Der Artikel IV der Waffenstillstandsvereinbarung zollte dem Flugzeug einen besonderen Tribut, da es die einzige im besonderen namentlich aufgeführte Ausrüstung aus dem gesamten deutschen Militärbestand war, welche an die Alliierten ausgeliefert werden musste. Dies zerstörte die Hoffnungen von Anthony Fokker, den Flugzeugbau mit seiner Firma nach dem Krieg in Deutschland fortzusetzen. Es folgte die berühmte Episode, bei der er erfolgreich 400 Flugmotoren und Bauteile für 120 Flugzeuge, von denen die meisten Fokker D.VII waren, von Deutschland nach Holland schmuggelte. So wurde die Produktion der Fokker D.VII nach dem Krieg in Holland fortgesetzt. Die Flugzeuge blieben beim holländischen Heeres-Flugdienst und später in Niederländisch-Ostindien bis zum Ende der 1920er Jahre im Einsatz. Dazu wurden zwischen 1919 und 1926 eine Anzahl ehemaliger Fokker D.VII aus dem Krieg zu Zweisitzern umgebaut und von der belgischen Aviation Militaire als Trainingsflugzeuge verwendet. Weitere 27 wurden an die Fliegertruppe der Schweiz geliefert. Benutzer: Deutsches Reich, Österreich-Ungarn (im 1. Weltkrieg), Holland, Belgien (danach). Animation 3D-Modell Fokker D.VII Spezifikationen Fokker D.VII Spezifikationen: Fokker D.VIII Fokker D.VIII, letzter deutscher Jäger im Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Fokker D.VIII (E.V) Typ: Jagdflugzeug. Geschichte Rheinhold Platz entwarf und baute mehrere Schulterflügel-Eindecker von Ende 1917 an. Sein erstes Flugzeug mehr …

  • 'Schlanke Emma' in Feuerstellung

    Skoda-Haubitzen 30,5cm Modell 1911 ‘Schlanke Emma’ und 149-mm-Feldhaubitzen Modell 14 und 14/16. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. In den Jahren bis zum Ersten Weltkrieg war der Skoda-Konzern mit Sitz in Pilsen in Österreich-Ungarn (heute Tschechoslowakei) bei der Entwicklung und Herstellung von überschwerer Artillerie führend. Wie so viele andere Nationen in Europa während dieser Zeit stand die österreich-ungarische Armee vor dem Problem, sich durch einen Ring massiver Festungswerke durchschlagen zu müssen, welche die wichtigsten Gebiete ihrer potenziellen Gegner schützten. Da diese Befestigungen immer mächtiger wurden, waren auch immer schwerere Waffen notwendig, diese zu überwinden. Skoda-Haubitze Schlanke Emma 1911 baute Skoda bereits eine 305-mm-Haubitze, die gleichwertig zu jeder ähnlichen Waffe bei den europäischen Streitkräften war. Diese kurzläufige Haubitze konnte eine 382-kg oder 287-kg-Granate verschießen, welche in der Lage waren, die dicksten aller vorhandenen Festungswerke zu durchdringen. Diese Haubitze Skoda Modell 1911 war ein bedeutender Entwurf, da es eines der ersten derartig schweren Artilleriegeschütze war, welche von Beginn unter Berücksichtigung des Transportes mit motorisierten Traktoren entwickelt worden war. Dazu konnte jede Haubitze in drei Hauptlasten zerlegt werden: den Lauf, die Feuerplattform und das Hauptgestell. Lauf und Hauptgestell konnten von einem kräftigen Austro-Daimler-Traktor über Straßen gezogen werden; zwar schwerfällig, aber dauerhaft über größere Strecken. Im Jahre 1911 waren solche Traktoren zwar nichts mehr ungewöhnliches, aber die Konstruktion einer schweren Haubitze, welche davon gezogen werden sollte, war neuartig und erregte deshalb viel Aufmerksamkeit. Die Haubitzen wurden in Batterien zu je zwei Geschützen organisiert, wozu zwei Traktoren für die beiden Geschützlasten und ein weiterer Traktor für beide Feuerplattformen hinzukamen. Auf jeder gezogenen Last saßen Mannschaftsmitglieder der Haubitzen, um die Bremsen während der Fahrt zu bedienen. Weitere Traktoren zogen Munitionsvorräte, Montagekräne, Werkzeuge und sogar eine besondere, mobile Werkstatt. Zusätzliche Lastkraftwagen transportierten die Feuerleit-Instrumente, Verpflegungen für die Batterie, ihre Offiziere und weitere benötigte Dinge. Derartige österreich-ungarische mobile Batterien aus der ‘Schlanken Emma’ wurden auch bei der Zerschlagung der belgischen Forts neben den 42-cm Dicken Berta-Haubitzen von Krupp eingesetzt. Der erste Kampfeinsatz erfolgte am 12. August 1914 gegen den angeblichen stärksten Festungskomplex der Welt von Lüttich. Zur Bestätigung der Mittelmächte und Entsetzen der übrigen Welt wurden die angeblich undurchdringbaren Beton- und Stahlwände der Festungen in weniger als vier Tagen in Schutthaufen verwandelt. Das Festungssystem von Namur erlitt kurz danach und die Forts von Antwerpen später das gleiche Schicksal. Zumindest die österreich-ungarischen ‘Schlanken Emmas’ hätten für die Welt keine Überraschung sein dürfen, denn die Österreicher legten nicht besonders viel Wert auf Geheimhaltung und so ziemlich alle Einzelheiten über diese Waffen hätte man auch aus den Zeitungen erfahren können. Trotzdem sorgten diese schweren Haubitzen unter den Alliierten für Entsetzen und so versuchten diese, schnell ihrerseits ähnlich schwere Haubitzen zu bauen. Einige der erfolgreicheren Versuche war die 220-mm Schneider Modell 1917, welche zwar nur eine 90,7 kg schwere Granate verschießen konnte, dafür aber über 22.400 Meter. Die meisten der alliierten schweren Haubitzen hatten kürzere Feuerreichweiten und konnten ebenfalls in mehrere Teile zerlegt werden. Später kam die ‘Schlanke Emma’ auch vor Verdun sowie an der Ostfront in Russland und an der italienischen Front zum Einsatz. Nachdem der Erste Weltkrieg ausgebrochen war, gab es bedarf nach noch schwerer Artillerie und Skoda begann damit, Waffen mit größerem Kaliber zu bauen. Das erste Geschütz war schon 1914 fertig, war aber nicht als Feldhaubitze geplant, sondern als Küstenartillerie zum Einbau in Panzerkuppeln vorgesehen. Das Kaliber dieses Geschützes Skoda Modell 1914 war 420 mm, genauso wie das der Krupp-Haubitze ‘Dicke Berta’. Trotz des ursprünglich vorgesehenen Einsatzzwecks wurde das Modell 1914 bei verschiedenen Gelegenheiten an der italienischen Front zur Zerschlagung von starken Befestigungen verwendet. Einige blieben jedoch in ihren Küstenbatterie-Stellungen bis in den Zweiten Weltkrieg hinein im Einsatz. Die massive 420-mm-Haubitze zu bewegen war eine so gewaltige Aufgabe, sodass Skoda im Jahr 1916 eine formale Haubitzen-Version Skoda Modell 1916 einführte, um das Geschütz im Feld besser verwenden zu können. Trotzdem war es immer noch eine Herausforderung, die mächtig und schwere 420-mm-Haubitze in Stellung zu bringen oder zu bewegen, was Tage an Vorbereitungen und Arbeiten erforderte. Es dauerte bis in das Jahr 1917, bis aus dem 420-mm-Entwurf von seinem ursprünglichen Einsatzzweck als Küstengeschütz ein verhältnismäßig einfach zu bewegende und in Stellung zu bringende Feldhaubitze entstanden war. Diese Skoda Modell 1917 war in vielen Bereichen das gleiche Geschütz wie das Modell 1916, konnte jedoch in verschiedene, einzelne Ladungen zerlegt werden, sodass es von großen Rad-Traktoren gezogen werden konnte. Das Gesamtgewicht des Skoda Modell 1917 in Feuerstellung betrug über 100 Tonnen und auf der Straße erreichten alle Teilladungen zusammen ein noch weitaus größeres Gewicht. Die Feuergeschwindigkeit betrug nicht mehr als ein oder zwei Schüsse per Stunde, aber die schwerste Granate wog nicht weniger als 1.000 kg und die maximale Schussweite betrug 14.600 Meter. Die Firma Skoda baute im Jahr 1916 auch noch die Skoda Modell 1916 Haubitze mit 380 mm, welche den Spitznamen ‘Barbara’ erhielt. Sie war ebenfalls für den motorisierten Transport entworfen worden, aber nur wenige dieser Waffen wurden dann tatsächlich gebaut. Nach 1918 waren die 305-mm-Haubitzen ‘Schlanke Emma’ auf die Streitkräfte der aus der Donaumonarchie neu entstandenen Staaten verteilt. Die meisten befanden sich in Besitz der Ungarn und Tschechen, aber Italien besaß ebenfalls einige, zusammen mit den 420-mm-Haubitzen in seinen neu eroberten Küstenbatterie-Stellungen. Benutzer: Österreich-Ungarn. Skoda 149mm Modell 14 und 14/16 In vielerlei Hinsicht kann das Skoda 149mm Modell 14 als die mittlere Haubitzen-Version angesehen werden, welche dem 100-mm-Modell 1914 entspricht. Die 149-mm-Haubitze war jedoch viel größer und schwerer und war für den Einsatz auf höheren Organisationsebenen der Artillerie vorgesehen, als die von der Feldartillerie verwendete 100-mm-Haubitze. Deshalb wurde sie auf Regiments-Ebene und höher eingesetzt, einschließlich bei der Korps-Artillerie. Das Modell 14 war für die Zerstörung der größeren gegnerischen Stellungen und Feldwerke bestimmt und konnte eine sehr mächtige Waffe sein. Das Modell 14 war nur für den Einsatz als Feldhaubitze vorgesehen und es gab keine Möglichkeit, die Waffe in Lasten zu zerlegen, wie es bei den kleinkalibrigen Waffen oder größeren Haubitzen der Fall war. Stattdessen war das Modell 14 mit einem großen Kastenwagen ausgestattet, der so schwer war, dass ein spezieller Nachlauflüftungshebel über den Spaten angebracht werden mehr …

  • GI mit Garand

    Amerikanisches automatisches Gewehr US rifle cal.30, Garand M1. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Garand M1 US rifle cal.30 Typ: automatisches Gewehr Geschichte In der Regel wird als das wesentliche Einzelstellungsmerkmal für die Rifle, Caliber .30, M1 (Gewehr, Kaliber .30, M1), allgemein bekannt unter dem Namen Garand, behauptet, dass es das erste Selbstladegewehr war, das für den Militärdienst zugelassen wurde. Diese erfolgte im Jahr 1932, aber es kam zu einer deutlichen Verzögerung, bevor das Gewehr zum praktischen Truppengebrauch kam, da es einige Zeit in Anspruch nahm, die komplexen Produktionsprozesse vorzubereiten, welche diese Konstruktion erforderte. Allerdings ist das Einzelstellungsmerkmal genaugenommen nicht ganz richtig, da die zwar militärisch ziemlich unbedeutende Armee Mexikos trotzdem bereits im Jahr 1911 das vom mexikanischen General Manuel Mondragon gebaute Mondragon-Selbstladegewehr in ihre Ausrüstung aufnahm, jedoch nicht als Standardbewaffnung. Die automatische Waffe, die das Springfield M1903-Gewehr ablösen sollte, war das M1 – bekannter als das Garand Gewehr. John C. Garand hatte die Arbeit an dieser Waffe schon 1920 begonnen. 1929 war sein Entwurf der einzige, der eine Reihe harter Tests überstanden hatte. Entwicklung und Verfeinerung dieses Entwurfes wurden weitergeführt und 1936 wurde es offiziell als die Standard-Waffe der amerikanischen Armee akzeptiert. Die Verantwortung für diese wirklich weitsichtige Entscheidung trug General MacArthur, der damalige Stabschef der amerikanischen Armee. Was immer MacArthur danach getan oder unterlassen haben mag – allein für diese eine Entscheidung gebührt ihm der Dank des Vaterlandes. Das Garand war keineswegs perfekt – das perfekte automatische Gewehr gibt es nämlich bis heute nicht -, aber es bewies, dass es möglich war, ein brauchbares automatisches Gewehr zu produzieren, und dass die Soldaten, die mit einem solchen Gewehr ausgerüstet waren, keineswegs ihre gesamte Munition in den ersten zwei Minuten des Kampfes verschießen mussten. Diese Vorstellung nämlich war es, welche verantwortlichen Militärs geplagt hatte, seit ihnen zum ersten Mal eine derartige Waffe vorgeführt worden war. Und es zeigte sich, dass die Mechanik einer automatischen Waffe auch dem Durchschnitts-Soldaten schnell vertraut wurde – auch daran zweifelten nämlich viele hohe Militärs zunächst. So lässt sich sagen, dass das, was General Patton einmal sagte, durchaus seine Berechtigung hat: ‘Das Garand-Gewehr ist die beste Kampfwaffe, die jemals erfunden wurde !’. Funktion Die Funktion des Garand-Gewehrs ist recht einfach, bei ihrem Anblick musste man sich wirklich fragen, warum sie nicht fünfzig Jahre früher erfunden worden sei. Doch wie alle einfachen Dinge brauchte es eben seine Zeit, bis die Funktion wirklich einfach und zuverlässig war. Der Verschluss drehte sich auf einer Achse, ähnelte sonst aber weitgehend dem Verschluss eines Zylinderschloss-Gewehrs. Betätigt wird er durch einen Stab, der mit einem Zapfen versehen ist. Der Zapfen hakt am Verschluss fest und verschwindet beim Schuss im Holz des Schaftes. Der Stab ist mit einem Gaszylinder unter dem Lauf verbunden und trägt auch die Rückholfeder. Diese Feder hat auch die Aufgabe, auf die Patronen im Magazin zu drücken, damit eine im Lauf liegt, sobald der Verschluss zurückschnellt War ein Schuss abgefeuert worden, wurde das Gas, das die Kugel durch den Lauf trieb, durch eine winzige Öffnung nahe der Mündung gedrückt und in den Gaszylinder geleitet. Hier drückte es auf die Spitze des beweglichen Stabes. Er wurde zurückgedrückt und durch seine Verbindung mit dem Schloss-Zapfen und durch die übereinstimmend geformten Nocken-Oberflächen drehte sich der Verschluss, schnellte zurück und warf die Patronenhülse aus. Am Ende des Verschlussrücklaufes dehnte sich die Rückholfeder, die durch den Druck des beweglichen Stabes gespannt worden war, wieder aus. Sie schob den Verschluss nach vorn, die Patrone wurde aus dem Magazin in den Lauf gedrückt, und mit der letzten Bewegung wurde der Verschluss für den nächsten Schuss gespannt. Alles, was der Schütze noch zu tun hatte, war zu zielen und abzudrücken. Das Magazin wurde mit einem Einsteck-Rahmen, der acht Schuss enthielt, geladen. In den Augen vieler höherer Militärs war dieser Rahmen der einzige Nachteil des Garand-Gewehrs; denn der Rahmen musste vollgefüllt in das Magazin geschoben werden. Hier gab es nicht – wie beim manuell bedienten Gewehr – die Möglichkeit, einzelne Patronen ins Magazin zu schieben. Der Rahmen wurde komplett eingeschoben, die Patronen wurden nicht wie beim nicht-automatischen Gewehr herausgezogen. Stattdessen schob der Verschluss im Magazin die Patrone in den Lauf, sobald sie benötigt wurde. War der letzte Schuss aus dem Magazin verfeuert, wurde der leere Rahmen automatisch ausgeworfen, der Verschluss blieb so lange zurückgedrückt, bis der neue Rahmen eingeschoben worden war. Es war jedoch immer erforderlich, ein komplettes Magazin einzuschieben. Im Gegensatz zu den meisten anderen Konstruktionen dieser Art galt beim Garand-Gewehr die Parole: ‘Alles oder nichts !’. Es war also nicht möglich, nur ein oder zwei Patronen nachzuschieben. Der andere Nachteil war das heraus fliegende leere Magazin. Es flog ein, zwei Meter durch die Luft, und wenn es dann auf harten, beispielsweise vereisten Boden flog, war das zu hören. Ein alarmierter Feind konnte dann – in dem sicheren Wissen, dass sein Gegner momentan nicht in der Lage war auf ihn zu schießen – praktisch ohne jede Gefahr für sich auf ihn feuern. Diese Probleme konnten bei den amerikanischen M1 auch bis 1957 nicht behoben werden, als die US-Armee das Gewehr M14 als Nachfolger einführte, welches praktisch ein überarbeitetes M1 Garand mit einer erhöhten Munitionskapazität war. Bei einigen anderen Armeen, unter anderem in der Türkei, wird das M1 Garand immer noch verwendet. Deshalb sollen auch nicht die Erfahrungen eines aktuellen Nutzers verschwiegen werden, welcher an dieser Waffe ausgebildet wurde, wobei aber unklar ist, ob hier spätere Modifikationen erfolgten: Wenn der Verschluss nach ganz hinten gebracht wird, kann auch ein halb-leerer Patronen-Clip wieder geladen werden. Auch kann ein Clip reingeschoben werden und dann nachgeladen werden. Der Hebel ist am Verschluss und muss nach hinten gezogen werden, bis er einrastete. Die Daumen sind immer in Gefahr, denn mit ihnen wird der Clip reingeschoben. Das verräterische Geräusch kommt vom Auswerfen es Clips, dieses ist sehr laut. Da der Nutzer hier aber nicht auf harten Boden geschossen hat, kann er die Geräuschkulisse dafür nicht beurteilen. Ein gleiches Geräusch kann man leicht simulieren, wenn man mit einem leeren Clip an den Lauf schlägt. Wenn man nun mit geladener Waffe wartet, dass mehr …

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