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10-1916, Oktober 1916


Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für Oktober 1916.

französischer Soldat fällt
Ein angreifender französischer Soldat fällt im deutschen Abwehrfeuer.

Schlacht von Transloy und an den Ancre-Höhen (Somme) – Erste Meuterei in der russischen Armee – Erste Versenkungen durch ein deutsches U-Boot vor der amerikanischen Ostküste – die deutschen Luftstreitkräfte werden gegründet – Achte Schlacht am Isonzo – Entwaffnung der griechischen Flotte durch die Alliierten – Letzter Schlag der Brussilow-Offensive – Schlacht von Topraisar-Cobadinu – Konstanza fällt – Erste französische Offensiv-Schlacht von Verdun – Sherif Hussein proklamiert sich selbst als ‘König der arabischen Länder’.

Oktober 1916

Seiteninhalt:

zurück Zurück zu September 1916.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 1. Oktober 1916:

Britische Soldaten und ein Mark I-Panzer
Britische Soldaten und ein Mark I-Panzer in einer Kampfpause an der Somme.

Westfront
Deutschland: Im Oktober erreicht das deutsche Heer die Stärke von 205 Divisionen (198 im September), davon 128 im Westen.
Schlacht an der Somme – Schlacht von Transloy (bis 18. Oktober): Die britische Vierte Armee stößt mit der Hilfe von 5 Tank Mark I zwischen Eaucourt und Le Sars auf der Strasse Albert-Bapaume auf einer knapp 3000 Meter breiten Frontlinie vor.
Schlacht an den Ancre-Höhen (bis zum 11. November) wird durch die Fünfte Armee mit 4 Tank Mark I eröffnet.

Ostfront
Transsilvanien – Schlacht von Petrosani (bis zum 3. Oktober): Die rumänischen Verbände ziehen sich auf ihre Grenze zurück. Falkenhayn erhält auch den Befehl über die österreich-ungarische Erste Armee (Arz).

Naher Osten
Armenien: Im Oktober hat die türkische Dritte Armee (reorganisiert in 6 Divisionen mit dem I. und II. Kaukasus-Korps) 50.000 Deserteure, da viele Soldaten aufgrund der schweren Schneefälle gezwungen sind, ihre Einheiten für Nahrungsmittel zu verlassen. Kemal Pascha übernimmt die Zweite Armee, welche zwei Divisionen nach Mesopotamien abgeben muss und 3 weitere aufgelöst werden. Die Türken bringen nur noch ca. 94.000 Mann zusammen, während die russischen Truppen von Yudenich über etwa 344.000 verfügen und die türkischen Winterstellungen übermannen.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Die britischen Truppen beginnen mit der Evakuierung von 12.000-15.000 Malariafälle (bis zum 31. Oktober). Über 12.000 südafrikanische Soldaten werden nach Hause geschickt.

Seekrieg
Mittelmeer: Ein Telegramm des ​​Kaisers gratuliert den deutschen U-Booten für die Versenkung von mehr als 1 Million Tonnen Schiffsraum.
Deutschland: Im Oktober befinden sich 119 U-Boote in Dienst, davon stehen 96 für Operationen zur Verfügung. Die neuen Küsten-U-Boote vom Typ UBII mit größerer Reichweite in Flandern versenken 298 Schiffe (davon 104 neutrale) mit 289.558 t (bis zum 31. Januar 1917), insbesondere britische Kohlenschiffe, welche die französische Industrie versorgen (dadurch eine 39% Verringerung der Kohlenlieferungen). Die UCII-Minenleger-U-Boote verlegen 128 neue Minenfelder (mit 953 Minen), die 60 (13 neutrale) Schiffe im Wert von 82.379 t zwischen Flamborough Head (britische Ostküste) und der Gironde-Mündung (Südwest-Frankreich) versenken.

Geheimkrieg
Westliches Mittelmeer: ​​U 35 holt den deutschen Agenten Leutnant Canaris von einem Segelboot vor Cartagena ab, damit dieser nach Deutschland zurückkehren kann. Dabei versenkt es am 2. Oktober die von den Engländern für Frankreich gebaute Schaluppe Rigel vor Algier.

Luftkrieg
Großbritannien: 7 von 11 gestarteten Zeppeline werfen in der Nacht vom 1./2. Oktober 201 Bomben (davon 57 auf London) ab, wodurch es 2 zivile Opfer gib. Leutnant W.J. Tempest in einer BE2 von der 39. Squadron des Royal Flying Corps schießt das Marine-Luftschiff L31 (Mathy) bei Potters Bar ab, nördlich von London. 19 Tote, keine Überlebenden.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 2. Oktober 1916:

Im Schlamm stecken geblieben
An der Somme sind britische und kanadische Truppen gezwungen, auf einer Straße mit knöcheltiefen Schlamm zu marschieren.

Westfront
Schlacht an der Somme: Deutscher Gegenangriff bei Eaucourt. Die Briten verlieren Le Sars und das Wetter schlägt um: ‚Regen fiel in Strömen, und das Kampfgebiet wurde zu einem Meer von Schlamm … Männer starben vor Anstrengung bei der Überbringung mündlicher Meldungen‘ (vom offiziellen Historiker General Edmonds). Die Vorbereitungen für einen weiteren großen britischen Angriff um den 12. Oktober werden darauf hin bald wieder aufgegeben.
Ein Bericht der deutschen Ersten Armee, dass Deutschland eigene Panzer produzieren sollte. Haig sagt zum französischen Präsidenten Poincare, den Deutschen ‚dürfte kein Moment der Ruhe‘ gegeben werden.

Ostfront
Brussilow-Offensive, Karpaten: 2 Regimenter des VII. Sibirischen Korps verweigern bis zum 3. Oktober zweimal anzugreifen. 3 der Soldaten werden erschossen und 6 inhaftiert. Dies ist die erste von mehr als 12 Meutereien bis zum 13. Januar 1917.
Transsilvanien: Die rumänische Erste Armee bricht durch den Rotenturm-Pass und nimmt 3.000 bayerische Kriegsgefangene und erobert 13 Geschütze.
Rumänien – Manöver von Flamandra: Der rumänische General Averescu überquert die Donau, um Mackensen im Rücken anzugreifen. Dabei erobert er 13 Kanonen, aber schlechte Brücken, österreich-ungarische Monitore und eine plötzliche Flut zwingen ihn bis zum 3. Oktober zum Rückzug.

Südfronten
Italienische Front: Alpini-Truppen nehmen die Spitzen des Mt.Colbricon und Costabella (5. Oktober), über 1.830 m hoch.
Albanien: Italienische Truppen besetzen Sankt Quaranta an der Küste (bis zum 4. Oktober) und Premeti im Inland am 9. Oktober.
Saloniki: Der bulgarische Dichter Dimcho Debelyanov fällt im Alter von 29 Jahren bei einem Gefecht mit britischen Soldaten zwischen den Dörfern Dolno und Gorno.

Seekrieg
Arktis: Die deutschen U-Boote U 43, U 46 und U 48 führen eine achttägige Unternehmung gegen die alliierte Schifffahrt vor dem Nordkap und der Küste von Murmansk durch. 14 Schiffe werden versenkt und 9 erobert. Während des Sommers hatten 900 – vorwiegend britische – Dampfer 1 Million Tonne Kohle und 1,5 Millionen Tonnen Nachschub nach Russland gebracht. Als Gegenmaßnahme operieren danach 3 britische U-Boote von Archangelsk aus.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 3. Oktober 1916:

Rumänische Gefallene
Rumänische Gefallene in der Schlacht von Kronstadt.

Ostfront
Transsilvanien – Schlacht von Kronstadt und dem Geisterwald (bis zum 9. Oktober): Falkenhayn greift die rumänische Zweite Armee an, drängt sie aus Fogaras (6. Oktober), erobert Kronstadt am 8. Oktober zurück, nimmt Törzburg und den Pass am 8. bzw 9. Oktober. Die rumänische Vierte Armee setzt ihren Vormarsch im Norden weiter fort.
Brussilow-Offensive, Pripjet: Die russische Achte Armee gewinnt etwas an Boden westlich von Lutsk (bis zum 5. Oktober).

Westfront
Schlacht an der Somme: Erfolgreicher Gegenangriff der britischen 47. Division bei Eaucourt l’Abbaye.
Verdun: 800 französische Geschütze beginnen damit, die deutsche Artillerie zum Schweigen zu bringen (bis zum 20. Oktober).

Südfronten
Mazedonien: Bulgarischer Rückzug in der Nacht vom 2. Oktober zu einer Linie am Fluss Crna, nach dem Generalangriff der Alliierten. Britische Truppen nehmen das Dorf Yenikoi östlich von Struma und halten es gegen bulgarische Gegenangriffe bis zum 4. Oktober. 1.248 britische Verluste seit dem 30. September, 1.375 Bulgaren gefallen und 342 als Kriegsgefangene genommen.

Besetzte Gebiete
Belgien: General-Gouverneur Bissings gibt ein Dekret heraus, dass belgische Arbeitslose dazu zwingt, in Deutschland Zwangsarbeiten auszuführen. 15.000 werden bis zum 24. Oktober und 50.000 bis zum 19. November nach Deutschland verschickt.

Neutrale
Griechenland: Kalogeropoulos tritt zurück, weitere Offiziere reisen ab, um sich Venizelos in Kreta (2. Oktober) anzuschließen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 4. Oktober 1916:

U35 bei einem Rendezvous
U35 (vorne) bei einem Rendezvous mit einem anderen deutschen U-Boot.

Seekrieg
Östliche Mittelmeer: Das deutsche U-Boot U 35 (Arnauld) versenkt den französischen Hilfskreuzer Gallia (14.900 t) vor Kap Matapan, welcher 2.000 Mann französischer und serbischer Truppen transportiert. Panik bricht aus und es gibt 600 Tote. Das Küsten-U-Boot UB 47 (Steinbauer) versenkt den leeren britischen Truppentransporter Franconia (ex-Cunard Liner) 320 km südöstlich von Malta, 12 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben.

Westfront
Schlacht an der Somme: Schwerer Regen und zunehmend schlechterer Bodenverhältnisse verschieben Rawlinsons geplante Offensiv-Operationen für 48 Stunden.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 5. Oktober 1916:

 französische 370-mm-Haubitze Mortier de 370 Filloux
Eine französische 370-mm-Haubitze Mortier de 370 Filloux in einer Stellung in der Ravin de la Baraquette westlich von Foucaucourt an der Somme.

Westfront
Schlacht an der Somme: Britischer Vorstoß nordwestlich von Eaucourt. Französischer Vorstoss östlich von Morval.
Verdun: Brief der OHL an den deutschen Kronprinzen mit dem Befehl, dass ‚jede unnötige Frontausbuchtung und zu lange Gräben geräumt werden müssen‘, um Truppen für die Somme einzusparen.

Heimatfronten
Frankreich: Die zweite Kriegsanleihe (bis zum 29. Oktober) bringt 10 Milliarden Franc ein.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 6. Oktober 1916:

Serbischer Kavallerist
Serbischer Kavallerist als Fahnenträger des Regiments.

Südfront
Mazedonien: Angriff der alliierten Truppen auf Befehl von Sarrail, aber nur die serbischen Einheiten gewinnen einen schmalen Brückenkopf über die Crna bei schweren Verluste bis zum 7. Oktober. Die Deutschen verlegen aber bis zum 10. Oktober 3 Bataillone in den Abschnitt von Vardar, nachdem ein gegenüber den Serbien liegendes bulgarisches Bataillon meutert.
Trentino: Ein Alpini-Bataillon wehr österreich-ungarische Gegenangriffe bis zum 10. Oktober auf Busa Alta ab.

Ostfront
Brussilow-Offensive, Galizien – Dritte Schlacht der Narajowka und Zlota Lipa: Die russische Siebte Armee greift das türkische XV. Korps (3.015 Verluste) an.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Patrouillen von Deventer erreichen Malongwe und stellen eine Verbindung zur Lake Force her. Die gesamte Zentraleisenbahnlinie ist nun in der Hand der Alliierten. Der erste Eisenbahnwagen erreicht Dodoma.

Seekrieg
Deutschland: Den U-Booten der Hochseeflotte wird wieder befohlen, Handelsschiffe anzugreifen. Allerdings darf keine Torpedierung ohne vorherige Warnung erfolgen (bis zum 31. Januar 1917). Auch werden 4 weitere U-Boote in das Mittelmeer geschickt.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 7. Oktober 1916:

Französische Infanterie auf dem Marsch
Französische Infanterie auf dem Marsch zur Front an der Somme.

Westfront
Schlacht an der Somme: Französisch-britischer Angriff um 13:45 Uhr entlang der Straße Albert-Bapaume. Die britischen Truppen stoßen knapp 1.000 Meter vorwärts und ihre 23. Division erobert Le Sars zurück. 5 Divisionen greifen in Richtung Butte de Warlencourt bis zum 5. November an. Französischer Vorstoß nordöstlich von Morval, welcher Sailly bedroht. Dort weitere Geländegewinne am 8. Oktober und Kämpfe im Dorf selbst vom 16. bis 17. Oktober.

Heimatfronten
Osmanisches Reich: Vorläufiges Landwirtschafts-Gesetz verkündet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 8. Oktober 1916:

'U 53' auf Atlantikfahrt.
‚U 53‘ auf Atlantikfahrt.

Seekrieg
Atlantik – Erste Versenkungen durch ein U-Boot vor der amerikanischen Ostküste: 5 Handelsschiffe (3 britische, 1 holländisches, 1 norwegisches) mit zusammen 20.388 Tonnen vor Newport (Rhode Island) durch U 53 (Rose) gekapert und versenkt, nachdem das U-Boot dort aufgetankt hatte. Das Boot hatte seinen Stützpunkt am 17. September verlassen und ist am 20. Oktober zurück.

Westfront
Schlacht an der Somme: Britische Vorstoß nördlich und östlich von Courcelette; ein deutscher Gegenangriff erzielt leichte Erfolge. Kanadische Truppen nehmen und verlieren anschließend wieder den Regina-Graben und die ‚Quadrilateral‘-Stellung.

Luftkrieg
Deutschland – LUFTSTREITKRÄFTE gegründet: Ein kaiserlicher Befehl im Rat legt ‚alle Mittel zum Luftkampf und Luftverteidigung der Armee, im Feld und in den Heimatgebieten zu einer Einheit zusammen‘.

Heimatfronten
Großbritannien: Verbot der Sonntagsarbeit in Munitionsfabriken tritt in Kraft.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 9. Oktober 1916:

Kavalleristen eines italienischen Kavallerie-Regiments
Kavalleristen eines italienischen Kavallerie-Regiments kämpfen abgesessen als Infanteristen.

Südfronten
Achte Schlacht am Isonzo (bis zum 12. Oktober): Die italienische Zweite und Dritte Armee mit 225 Bataillonen, 26 zu Fuß kämpfenden Kavallerie-Schwadronen, 1.305 Geschützen und 883 schweren Mörsern gegen die österreich-ungarische Fünfte Armee mit 107 Bataillonen und 538 Kanonen. Die Artillerievorbereitung beginnt.
Trentino: Die Italiener nehmen wieder den Nordhang des Berges Pasubio, weitere Fortschritte im Vallarsa-Tal (vom 11. bis 15. und am 17. Oktober), wehren Gegenangriffe am 19. Oktober ab und nehmen 372 Kriegsgefangene und 8 Kanonen.

Westfront
Schlacht an der Somme: Britischer Vorstoß östlich von Le Sars in Richtung Butte de Warlencourt; die britische 25. Division nimmt das Stuff Redoubt.

Neutrale
Griechenland: Venizelos trifft in Saloniki ein und bildet am 10. Oktober eine provisorische Regierung, welche am 16. Oktober von den Alliierten anerkannt wird.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 10. Oktober 1916:

französischer Soldat fällt
Ein angreifender französischer Soldat fällt im deutschen Abwehrfeuer.

Westfront
Schlacht an der Somme: Im Süden tritt die französische Sechste Armee wieder zur Offensive an (bis zum 12. Oktober). Wälder nordwestlich von Chaulnes werden genommen sowie Gelände und drei Dörfer mit 1.400 Kriegsgefangenen auf einem über 5 km breiten Frontabschnitt. Anschließend werden deutsche Gegenangriffe bis zum 11. Oktober bei Bois de Chaulnes abgewehrt, wobei 1.702 Kriegsgefangene eingebracht werden.

Ostfront
Russland: Der Zar befiehlt offiziell die Einstellung der Brussilow-Offensive.
Transsilvanien: Averescu übernimmt die rumänische Zweite Armee, welche den Predeal-Pass (1.040 m) hält.

Südfronten
Mazedonien: General Otto van Below wird zum Befehlshaber der Heeresgruppe für Mazedonien gemacht (bis zum 22. April 1917, Hauptquartier in Uskub = Skopje), um den bulgarischen Widerstand zu stärken. Er fordert am 20. Oktober Verstärkungen von 6 Bataillonen (davon 3 Jäger) und 48 Kanonen, welche von der West- und Ostfront herangeführt werden. Diese werden bis Mitte November zur Division Hippel zusammengelegt. Weitere 6 Bataillone folgen von der Westfront anschließend.
Isonzo: Italienischer Angriff um 14:50 Uhr während es in Strömen regnet. Sie nehmen die österreich-ungarische erste Linie mit 5.034 Kriegsgefangenen, erobern die Hügel 86 und 95, den Mt.Sober (östlich von Gorizia), die Ortschaft Nova Vas und Hügel 144 im Kars. Der zukunftsweisende Architekt Antonio Sant ‚Elia fällt im Alter von 28 Jahren.

Naher Osten
Mesopotamien: Der neue Oberbefehlshaber Indien, Monro (ernannt am 1. Oktober) trifft in Basra ein, besucht die Tigris-Front und schickt am 19. Oktober ein Telegramm an den britischen Generalstab, dass diese vorderen Stellungen leicht gehalten werden können.
Arabien: Feisals 7.000 Araber ziehen sich südwestlich von Bir Abbas nach Hamra zurück, bevor die Türken von Medina aus vorrücken. Die türkische Truppe besteht eigentlich aber aus nur 80 Kamelsoldaten.

Neutrale
Griechenland: Alliiertes Ultimatum, welches die Übergabe der griechischen Flotte bis zum Mittag am 11. Oktober verlangt, sowie alle bis auf drei Küstenbatterien und die Eisenbahnstrecke Piräus-Larissa. Das Ultimatum wird von den Griechen am 11. Oktober angenommen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 11. Oktober 1916:

Fahnenträger der 'Kings African Rifles'
Fahnenträger der ‚Kings African Rifles‘.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: 1/2 KAR (King’s African Rifles) besiegt ca. 76 deutsche Soldaten bei Kilwa, drängt sie nach Fort Kibata ab, welches sie am 14. Oktober nehmen.

Ostfront
Transsilvanien – Erste Schlacht von Oituz (bis zum 27. Oktober): Die rumänische Vierte Armee (Prezan) hält schließlich Arzs österreich-ungarische Truppen an der Grenze auf (bis zum 22. Oktober).

Seekrieg
Griechenland – Entwaffnung der griechischen Flotte durch die Alliierten: 2 Schlachtschiffen und dem Panzerkreuzer Averatt wird die Munition entladen und die Verschlussblöcke für die Geschütze entfernt sowie die Besatzung auf 1/3 der Stärke reduziert. Die Alliierten schleppen den Kreuzer Helle, 19 Zerstörer und Torpedoboote, zwei U-Boote und 12 Hilfsschiffe nach Keratsini. Die Franzosen hissen ihre Flagge auf den Schiffen und besetzen das Arsenal von Salamis am 7. November.
Nordsee: Norwegen verbietet U-Booten aus kriegführenden Staaten in seine Hoheitsgewässer einzulaufen. (Der Bann wird auf alle ausländischen U-Boote am 1. Februar 1917 erweitert).


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 12. Oktober 1916:

Raymond Collishaw
Raymond Collishaw fliegt zuerst die Sopwith 1 1/2 Strutter und hat bis Ende 1916 drei Flugzeuge zerstört. Nach einem kurzen Zauber mit der Pup wechselt er zum Sopwith Triplane. Seine Abschusszahl erreicht 40 bis Ende 1917 und 60 bis Kriegsende. Während des 2. Weltkrieges wird er Luftmarschall der RAF.

Luftkrieg
Westfront: Das zukünftige kanadische Fliegerass des britischen Royal Navy Air Service, Collishaw, erzielt seinen ersten Luftsieg.
Deutschland: Der 3. Wing des Royal Navy Air Service ist die erste britische strategische Bombereinheit, welche ihren ersten größeren Einsatz von Luxeuil in den Vogesen mit 21 Flugzeugen (3 verloren) gegen die Mauser-Kleinwaffenfabrik in Oberndorf fliegt. 34 französische Flugzeuge (6 verloren) nehmen ebenfalls an der Operation teil. Angriffe deutscher Jagdflugzeuge über dem Ziel und auf dem Rückweg.

Westfront
Schlacht an der Somme: Britischer Angriff auf einen 6,5 km breiten Frontabschnitt von Eaucourt nach Bapaume, welcher 500-1.000 Meter gewinnt. Die Franzosen haben 40.125 Kriegsgefangene seit dem 1. Juli eingebracht.

Südfronten
Isonzo: Die Italiener drängen die österreich-ungarischen Truppen östlich vom Fluss Vallano zurück. Die Operationen werden am Abend ausgesetzt, nachdem insgesamt 8.200 Kriegsgefangene bei einem Vorstoß über etwa mehr als 3 km genommen wurden; bei 24.000 Mann italienischen Verlusten.
Saloniki: Bericht vom Kriegsministerium-Komitee ‚Wir hatten mit einer besonders bösartigen … Malaria-Infektion in einem Truppenteil zu tun, welcher unerfahren im Umgang mit den tropischen Bedingungen war‘ (304 Todesfälle bis zum 11. November 1916).

Neutrale
Griechenland: Admiral Fournet fordert die alliierte Kontrolle über die Polizei, kein griechischer Bürger darf Waffen tragen, kein Kriegsmaterial darf nach Thessalien gebracht werden – aber die Weizenexporte nach Griechenland können dafür wieder aufgenommen werden.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 13. Oktober 1916:

Mühsamer Vormarsch einer deutschen Felld-Luftschiffer-Abteilung
Mühsamer Vormarsch einer deutschen Feld-Luftschiffer-Abteilung auf den verschlammten, schlechten Straßen in Rumänien.

Ostfront
Transsilvanien: Die rumänische Zweite Armee stellt sich ihren Verfolgern bei Predeal (die Stadt fällt) und an den Badza-Pässen zum Kampf, aber Falkenhayn marschiert durch den Törzburg-Pass nach Rucar, 10 km innerhalb Rumäniens. Die Rumänen werden zum Rückzug aus Siebenbürgen gezwungen, mit Ausnahme im Nordosten. Deutsche Truppen stoßen auch in die Lücke zwischen der rumänischen Vierten Armee und den Einheiten des russischen Generals Lechitski.
Ungarn: Erzherzog Karl eröffnet sein Hauptquartier in Großwardein.

Heimatfronten
Russland: Heftigster Streik-Monat mit 189 Streiks (davon 177 politische) mit insgesamt 189.776 Streikenden.
Deutschland: 30.101 britische Kriegsgefangene in Lagern.
Großbritannien: 39.020 deutsche Kriegsgefangene.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 14. Oktober 1916:

Russische Infanterie in Makedonien
Russische Infanterie marschiert in Mazedonien an die Front.

Südfronten
Mazedonien: Ein alliierter Frontalangriff scheitert, kein einziger bulgarischer Schützengraben kann genommen werden, trotz Einsatz von Giftgas. Die Franzosen haben 1.490 Mann Verluste, die Russen 600. Sarrail hat eine letzte Auseinandersetzung mit Cordonnier und schickt Joffre am 16. Oktober ein Telegramm, um diesen abzurufen. Dieser ist am 19. Oktober mit der Ablösung einverstanden und General Leblois übernimmt am 20. Oktober.

Westfront
Schlacht an der Somme: Französische Geländegewinne südlich des Flusses auf einem 2 km breiten Frontabschnitt. Die britische 39. Division nimmt schließlich das Schwaben Redoubt.

Seekrieg
Schwarzes Meer: Ein russisches U-Boot kapert den türkischen bewaffneten Transporter Rodosto.
Mittelmeer: Konteradmiral Ballard von der Royal Navy SNO Malta schlägt ein ‚Drei-Konvoi-System pro Woche vor‘, welches die Admiralität prüft, aber der französische Befehlshaber ist damit nicht einverstanden.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 15. Oktober 1916:

Abschuss eines Flugzeuges
Abschuss eines Flugzeuges nach einem Luftkampf über der Westfront.

Luftkrieg
Westfront: Leutnant N. Prince (5 Luftsiege), der US-amerikanische Gründer der Esc Lafayette, erliegt seinen Wunden.
Somme: 333 deutsche Flugzeuge unterstützen die deutsche Erste Armee gegen 293 Flugzeuge vom Royal Flying Corps. An der gesamten Westfront verfügen die Briten über 563 Flugzeuge und die Deutschen über ca. 885, von denen aber 451 gegenüber den Franzosen stationiert sind.

Westfront
Schlacht an der Somme: Deutsche Geländegewinne in der Nähe vom Schwaben Redoubt und Thiepval. Rawlinson inspiziert die britischen Stellungen bei Longueval, Delville-Wald und den High Wood (Hohen Wald) und erkennt, dass sich der deutsche Widerstand versteift.
Im Süden des Schlachtfeldes klagt General Micheler von der französischen Zehnten Armee darüber, dass ihm die Reserven ausgehen und das er ‚auf die Rolle des Wachhundes für Fayolle (französische Zehnte Armee) beschränkt ist.‘

Ostfront
Russland: Generalstabschef Alexejew berichtet dem Zaren, dass nur noch 1,4 Millionen Mann Reserven nach dem 1. November zur Verfügung stehen, was für weniger als 5 Monate ausreicht.
Brussilow-Offensive, Galizien: Die deutsche Südarmee schlägt die Schlacht an der unteren Narajowka (bis zum 22. Oktober).
Rumänien: General Berthelot trifft in Bukarest ein (die französische Militärmission hat Paris am 1. Oktober verlassen und ist schließlich 1.200 Mitglieder stark), nachdem er den russischen Generalstabschef Alexejew am 11. Oktober in Mogilew getroffen hat, welcher die Rumänen dazu drängen will, den Fluss Sereth und nicht die Karpaten zu halten.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 16. Oktober 1916:

T.E. Lawrence
T.E. Lawrence, der britische Verbindungsoffizier zu den aufständischen Arabern.

Naher Osten
Arabien: Hauptmann T.E.Lawrence vom Arabischen Büro landet in Dschidda von der HMS Lama an und trifft Abdulla und Ali am 17. Oktober. Bisher haben die Araber 3.260 Gewehre, 32 MGs, 16 Kanonen und 3.344 Tonnen Lebensmitteln erhalten.

Ostfront
Pripet – Letzter Schlag der Brussilow-Offensive: Gourkos Spezial-Armee greift auf einer 20 km breiten Frontlinie in Richtung Vladimir-Volinski bis zum 17. Oktober an, aber die deutsche Artillerie ist zu stark.
Karpaten: Die österreich-ungarische Siebte Armee greift die Schnittstelle der russischen und rumänischen Truppen an. Deutsche Truppen nehmen den Gyimen-Pass (720 m). Deutsch-österreich-ungarischen Gebirgstruppen gelingt es nicht, bei einem Angriff bis zum 18. Oktober aus dem Rotenturm-Pass auszubrechen.

Luftkrieg
Somme: 5 anglofranzösische Flugzeuge zerstören 2 deutsche Flugzeuge, umfangreiche Nachtangriffe des Royal Flying Corps.

Neutrale
Griechenland: Die Alliierten landen Verstärkungen an, um die Ordnung nach anti-alliierten Demonstrationen am 15. Oktober aufrechtzuerhalten und besetzen 3 weitere griechische Kriegsschiffe.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 17. Oktober 1916:

 Sopwith Tabloid Wasserflugzeug
Eine umgebaute Vorkriegsversion der Sopwith Tabloid wird von den Italienern als Wasserflugzeug zur Aufklärung und Überwachung gegen U-Boote eingesetzt.

Seekrieg
Adria: Der italienische Frachter Bermuda rammt und versenkt das österreich-ungarische U-Boot U 16, nachdem letzteres den italienischen Zerstörer Nembo vor Albanien versenkt hat.

Ostfront
Rumänien: Das österreich-ungarische VI. Korps erreicht Agas, 13 km hinter der Grenze. Jedoch werden die österreich-ungarischen Truppen im Uzul-Tal geschlagen (sowie am 27. Oktober).

Neutrale
China: Der deutsche Gesandte Hentig tritt die Rückreise an und trifft am 9. Juni 1917 über die USA wieder in Deutschland ein.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 18. Oktober 1916:

Theobald von Bethmann-Hollweg
Theobald von Bethmann-Hollweg, Reichskanzler seit 1909, wurde von Hindenburg und Ludendorff als zu moderat angesehen und musste im Juli 1917 gehen.

Politik
Deutschland: Der österreich-ungarische Baron Burian schlägt in Pleß dem deutschen Reichskanzler Bethmann eine Friedensinitiative vor, welche von Kaiser Wilhelm II. am 25. Oktober genehmigt wird. Beide Minister stimmen auch darüber überein, die polnische Unabhängigkeit so schnell wie möglich zu verkünden.
Frankreich: Dr. Benes erzielt eine Vereinbarung mit den Franzosen, dass die tschechischen Kriegsgefangenen von den anderen österreich-ungarischen Gefangenen getrennt werden.

Westfront
Schlacht an der Somme – der Schlacht der Transloy-Höhen endet: britischer Vorstoß von 03:40 Uhr nördlich von Guedecourt und französische Truppen nehmen Sailly. Das französische XXXIII. Korps (Sechste Armee) greift südlich von der Somme an, um den französische Frontkeil bei La Maisonnette (südöstlich von Biaches) zu erweitern, aber die deutschen Truppen drängen sie am 21. Oktober zurück. Joffre fordert eine weiterhin kräftige Offensive des BEF (Haig und Rawlinson trafen sich am 17. Oktober zu diesem Zweck und hatten eigentlich beabsichtigt, diese am 20. Oktober auszusetzen).

Südfronten
Serbien: Serbische Truppen erobern Veljeselo 2,5 km nördlich von Brod und wehren deutsche Gegenangriffe ab (mehr als 350 Verluste, auch am 20. und 22. Oktober).

Seekrieg
Nordsee: Das britische U-Boot E38 torpediert den kleinen deutschen Kreuzer München während einer kurzen Unternehmung der Hochseeflotte – die letzte bis zum 23. April 1918. Das Schiff kentert vor der Doggerbank in rauer See und Scheer weiß, dass die Briten nun über seinen Ausfall informiert sind.

Heimatfronten
Ägypten: Auf der Prägung des neuen Gold-Pfundes wird das Bild des osmanischen Sultans entfernt.
Großbritannien: Männer bis zum Alter von 41 Jahren werden jetzt zum Militärdienst aufgerufen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 19. Oktober 1916:

Feldkompanie von Lettow-Vorbecks Schutztruppe auf dem Marsch
Eine Feldkompanie von Lettow-Vorbecks Schutztruppe auf dem Marsch irgendwo im trockenen Hinterland von Ostafrika.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Der letzte deutsche Posten nördlich der Zentraleisenbahn wird eliminiert. Deventer stellt Verbindung zu Northey her. Deutsche Angriffe in den Gegenden von Iringa und am Fluss Ruhuje.

Ostfront
Dobrudscha – Schlacht von Topraisar-Cobadinu (bis zum 21. Oktober): Mackensen bricht durch und zwingt die Rumänen zum Rückzug, was auch die Russen zum Zurückgehen zwingt und nimmt Tuzla an der Küste am 20. Oktober.

Seekrieg
Adria: Österreich-Ungarn erfolgreichstes U-Boot – U 27 (erstes einer Klasse von 8 Küsten-U-Booten) – wird bei Pola vom Stapel gelassen und am 14. Februar 1917 in Dienst gestellt.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 20. Oktober 1916:

300-mm-Eisenbahnkanone
Die Zuschauer halten ihre Ohren zu, als eine französische 300-mm-Eisenbahnkanone auf die deutschen Stellungen feuert.

Westfront
Verdun: Nivelle beginnt mit 603 Kanonen (einschließlich zwei 40-cm-Eisenbahngeschützen gegen Forts) und 15.000 Tonnen Granaten einen 5 3/4 km breiten Frontabschnitt zu beschießen. Bis zum 24. Oktober bringen sie mit 530.000 Stück 75-mm und 100.000 Stück 155-mm-Granaten alle bis auf 100 von 450 deutschen Geschützen zum Schweigen.
Schlacht an der Somme: Kältester Tag der Schlacht bisher. Britische Truppen wehren heftige Gegenangriffe auf die Schwaben- und Stuff-Schanzen ab.

Seekrieg
Schwarzes Meer: Schlachtschiff Imperatritsa Maria kentert nach einer internen Explosion im Hafen von Sewastopol.

Neutrale
China: Deutschland protestiert gegenüber der Regierung wegen der Überlassung von 30.000 chinesische Arbeiter an Frankreich.
Griechenland: Die Regierung stimmt zu, die Hälfte ihrer Truppen bei Larissa zurückzuziehen und setzt die Armee fast wieder auf Friedensstärke bis zum 25. Oktober.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 21. Oktober 1916:

deutsches Maschinengewehr im Einsatz als Flugabwehr.
Eine improvisierte Hochwinkel-Montage für ein deutsches Maschinengewehr im Einsatz als Flugabwehr.

Luftkrieg
Westfront: Das britische Royal Flying Corps hilft dabei, 184 Artillerieziele auszuschalten und fliegt intensive Bombeneinsätze. Deutsche Flugzeuge bombardieren in der Nacht vom 20./21. Oktober Querrieu, Gorbie und Amiens.

Westfront
Schlacht an der Somme: Britischer Fortschritt, der knapp 5.000 Meter deutsche Schützengräben (mit 1.018 Kriegsgefangenen) zwischen dem Schwaben Redoubt und Le Sars nimmt. Außerdem nimmt die britische 39. Division den ‚Material‘-Graben (‚Stuff Trench‘)-

Ostfront
Siebenbürgen: Falkenhayn treibt die rumänische Zweite Armee 20 km über die Grenze am Törzburger Pass, die österreich-ungarischen Truppen befinden sich knapp 12 km innerhalb Rumäniens durch den Bodza-Pass.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 22. Oktober 1916:

Gruppe portugiesischer Expeditionstruppen
Gruppe portugiesischer Expeditionstruppen in Ostafrika im Oktober 1916.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Portugiesische Verbände stehen jetzt 13 km nördlich vom Fluss Rovuma. Major Kraut stürmt einen Hügel mit NRFF-Truppen bei Mkapira und hält die Stellung bis zum 30. Oktober, als er geschlagen nach 124 Mann, 1 Kanone und 3 MGs Verlusten sich über den Fluss Ruhuje zurückzieht.

Ostfront
Dobrudscha: KONSTANZA FÄLLT an die Truppen von Mackensen, welche viel Getreide und Öl dort erbeuten.
Galizien: Heftige Kämpfe nördlich von Halicz (bis zum 23. Oktober).

Luftkrieg
Großbritannien: 2 deutsche Flugzeuge (1 verloren durch den Royal Navy Air Service von Dünkirchen) werfen 4 Bomben auf Sheerness (keine Opfer). Am nächsten Tag den 23. Oktober wirft 1 Flugzeug 3 Bomben auf Margate und verletzt 2 Personen.
Westfront: 48 Anglo-deutsche Luftkämpfe; das Royal Flying Corps verliert 2 Flugzeuge und behauptet 7 deutsche Flugzeuge zerstört zu haben.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 23. Oktober 1916:

Kämpfers von Verdun
Das Sinnbild des Kämpfers von Verdun.

Westfront
Verdun: Die Deutschen räumen in der Nacht vom 23./24. Oktober das zerstörten Fort Douaumont, da es unhaltbar ist.
Schlacht an der Somme: Britische Truppen nehmen knapp 1.000 Meter an Schützengräben in Richtung Transloy.

Ostfront
Rumänien: Schlacht von Tirgu Jiu (bis zum 29. Oktober) südlich vom Vulkan-Pass, welchen die Truppen von Falkenhayn am 24. Oktober trotz Schnee erstürmen.

Afrikanischen Fronten
Ostafrika: Generalmajor Wahle legt britischen Truppen einen Hinterhalt und bricht innerhalb der nächsten drei Wochen zwischen Northey und Iringa zu Lettow-Vorbeck durch. Dabei nimmt er am 29. Oktober 50 britische Soldaten mit 2 Kanonen bei Ngominji gefangen, südwestlich von Iringa.

Westfront
Deutschland: 13 Sopwith 1 1/2 Strutter des 3. Wing des Royal Navy Air Service beschädigen 3 Thyssen-Hochöfen in Hagendingen, nördlich von Metz.
Westfront: Nebel und Regen schränkt die Flugtätigkeit bis zum 25. Oktober sowie am 27. Oktober ein.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 24. Oktober 1916:

Französische Soldaten im zurückeroberten Douaumont
Französische Soldaten haben ein deutsches Maschinengewehr in den Trümmern des zurückgewonnen Fort Douaumont besetzt.

Westfront
Verdun – Erste französische Offensiv-Schlacht von Verdun (bis zum 18. Dezember): Nivelle und Mangin senden 3 besonders ausgewählte und mit Kompassen ausgerüstete Divisionen (29 Bataillone) gegen 7 müde und erschöpfte deutsche Divisionen (nur 16 Bataillone in der Frontlinie) mitten im Nebel. Sie besetzen wieder Fort Douaumont und nehmen 6.000 deutsche Kriegsgefangene. Die Frontlinie vom Mai wird wiedergewonnen.

Ostfront
Rumänien: Falkenhayn steht südlich vom Torzburg-Pass und Kämpfe in der Nähe von Kimpulung.
Dobrudscha: Mackensen erreicht Mejidia auf der Donau-Schwarzmeer-Eisenbahnlinie, besetzt Cernavoda an der Donau, nach dem die Rumänien die Brücke am 25. Oktober gesprengt haben.

Naher Osten
Arabien: Lawrence trifft zum ersten Mal auf Feisal in Hamra, und entscheidet, dass er der potenzielle arabische Führer ist. Die HMS Hardinge kommt in Rabegh mit ägyptischen Gebirgskanonen aus Jeddah an.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 25. Oktober 1916:

britischer Doppeldecker im Luftkampf
Inmitten von Schrapnell-Wolken erwehrt sich ein britischer Doppeldecker deutschen Jägern.

Luftkrieg
Somme: Boelckes Jasta 2 schießt 3 britische Artillerie-Beobachtungsflugzeuge ab.
Balkan: 5 Flugzeug des Royal Navy Air Service verlassen Imbros um nach Rumänien zu fliegen, um dort zu helfen. 4 erreichen Bukarest; 4 weitere Flugzeuge werden am 21. November geschickt.

Westfront
Schlacht an der Somme: Viele Lastkraftwagen mit Nachschub bleiben im tiefen Schlamm um Montauban liegen, Munitionsmängel behindert deswegen die alliierten Geschütze.
Verdun: Leutnant Louis Franchet d’Esperey (der Sohn des Generals) des 401. Infanterie-Regiments fällt vor Fort Vaux im Alter von 18 Jahren.

Seekrieg
Mittelmeer: 26 deutsche U-Boote zugewiesen (darunter 4 im Schwarzen Meer und 8 auf dem Weg oder in Einsatzvorbereitung für das Mittelmeer).


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 26. Oktober 1916:

Zerstörer der Hochseeflotte
Zerstörer der Hochseeflotte in der Nordsee.

Seekrieg
Ärmelkanal: 11 deutsche Zerstörer unter Kapitän Elsen aus Zeebrügge überfallen die Dover-Seestraße in der Nacht vom 26./27. Oktober. Am 23. Oktober wurden 24 deutsche Schiffe von der Hochseeflotte zur Verstärkung geschickt, um U-Booten den Durchbruch durch die Straße von Dover zu ermöglichen. 7 britische Netzsperren-Boote und 2 Zerstörer werden ohne Verluste versenkt, obwohl 18 Zerstörer der Dover Patrol alarmiert wurden und 6 Tribal-Klassen-Zerstörer kurz vor Dover angreifen. Der britische Zerstörer Zulu läuft auf eine Mine und das Schwesterschiff Nubian wird torpediert. Später werden beide Wracks von den Briten geborgen und aus dem unbeschädigten vorderen Abschnitt der Nubian und dem Heck der Zulu die einzigartige HMS Zubian zusammengebaut, welche UC 50 am 4. Februar 1918 versenken kann.
Reichskanzler Bethmann informiert das deutsche Oberkommando darüber, dass die Frage des uneingeschränkten U-Boot-Krieges ausschließlich durch den Kaiser persönlich als Oberster Befehlshaber entschieden werden kann.

Ostfront
Rumänien – Targu Jiu: Die rumänische Erste Armee treibt die alleine stehende 11. Bayerische Division unter dem Verlust von 2.000 Kriegsgefangenen und 4 Kanonen in die Flucht und verfolgt diese bis zum 2. November.

Neutrale
USA: Wilson sagt vor der Handelskammer in Cincinnati ‚Ich glaube, dass das Geschäft der Neutralität vorbei ist. Die Natur des modernen Krieges lässt keinen Staat mehr unberührt.‘

Heimatfronten
Deutschland: Reichskanzler Bethmann besucht das deutsche Oberkommando in Pless und wendet sich gegen die Anhebung des Wehrpflichtalters bis 60 Jahre. Gröner wird zum Generalleutnant befördert, um das ab dem 1. November geschaffene neue Kriegsmunitions-Ministerium zu leiten.
Großbritannien: Darlehn über 60 Millionen Britische Pfund aus New York bekannt gegeben. Flaggen-Tag für Rumänien.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 27. Oktober 1916:

The Last Call
The Last Call (Letzter Aufruf) – dieses australische Plakat wirbt um Freiwillige.

Heimatfronten
Australien: Drei Kabinettsminister treten wegen der Wehrpflicht zurück. Ein Referendum am 28. Oktober schlägt diese mit 72.476 Stimmen Mehrheit nieder.

Ostfront
Westrussland: Die Russen werden gezwungen, sich auf das Ostufer des Fluss Shchara zurückzuziehen.

Afrikanische Fronten
Äthiopien – Schlacht von Chembebit (Sagalle oder Shano): Ras Tafari (Haile Selassie) 95.000 königliche Truppen besiegen Lij Yasus Vater Negus Ras Mikael von Wollo. Er wird in Ketten nach Addis Abeba geführt, aber Lij Yasu entkommt bis Januar 1921.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 28. Oktober 1916:

 Flieger-Ass Oswald Boelcke
Das deutsche Flieger-Ass Oswald Boelcke kommt bei einer Notlandung nach einer Flugzeugkollision ums Leben, da er nicht richtig angeschnallt war.

Luftkrieg
Somme: Hauptmann O. Boelcke (40 Siege), der erste große Luftkampf-Taktiker, wird im Alter von 25 Jahren bei einer Luftkollision in seinem Albatros-Jäger mit seinem Flügelmann Leutnant Erwin Boehme von Jasta 2 während eines Luftkampfes über Pozieres getötet. Bei dem Luftkampf schießen 8 deutsche Jäger 3 britische Artillerie-Beobachtungsflugzeuge und einen Nieuport-Jäger ab. Dies ist einer von 12 deutschen Flugzeugverlusten im Oktober.

Seekrieg
Irische See: Der britische Donaldson-Liner Marina (18 Menschenleben verloren, darunter sechs Amerikaner) wird ohne Vorwarnung durch ein U-Boot vor Fastnet versenkt.

Politik
Deutsch-Englisches-Abkommen zum Austausch von internierten Zivilisten über 45 Jahre.
USA: Ein deutsches U-Boot versenkt den US-Frachter Lanao vor Portugal.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 29. Oktober 1916:

Feuerbereites Geschütz eines deutschen U-Bootes
Feuerbereites Geschütz eines deutschen U-Bootes. Unangenehme Begegnungen mit bewaffneten Handelsschiffen, Geleitern und U-Boot-Fallen zwingen die U-Boot-Kommandanten mehr und mehr zum Unterwasserangriff mit Torpedos.

Seekrieg
Ägäis: U-Boot-Torpedos versenken den griechischen Freiwilligen-Transporter Angeliki.
Nordsee: 2 Wasserflugzeuge des Royal Navy Air Service erkunden die Schillig-Reede von Träger Vindex aus, aber scheitern Ziele zu finden. Deshalb wird kein Angriff mit Schnellbooten durchgeführt.
Großbritannien: Jellicoe warnt vor der ‚… ernsten Gefahr, dass unsere Verluste an Handelsschiffen … von Frühsommer 1917 an uns in eine so schwerwiegende Situation bringen werden … das wir gezwungen sind, Friedensbedingungen zu akzeptieren.‘

Westfront
Schlacht an der Somme: Allierte Truppen erobern die Stellungen von Dewdrop und Hazy.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 30. Oktober 1916:

Otranto-Sperre
Britische Schiffe vor Anker im süditalienischen Hafen Taranto. Sie sind Teil der Otranto-Sperre der Adria.

Seekrieg
Adria: Die alliierte Taranto-Konferenz über die Otranto-Sperre umgeht die Frage eines einzigen, gemeinsamen Befehlshabers; aber die Italiener überführen zusätzlich 22 Trawler aus dem tyrrhenischen Meer und zusätzlich 18 kleine Torpedoboote und 38 Flugzeuge. 30 französische Flugzeuge sind auf Korfu stationiert.
Großbritannien: Die Royal Navy verfügt jetzt über 47 Q-Schiffe (U-Boot-Fallen), vom umgebauten Fischerboot bis zu mittelgroßen Dampfern.

Westfront
Schlacht an der Somme: Die britische Reserve-Armee wird jetzt zur Fünften Armee umgegliedert, mit Geschützen aus der Dritten Armee und allen verfügbaren 52 Tank Mark I für eine begrenzte Operation auf das Ancre-Tal verstärkt.

Mittlerer Osten
Arabien: Sherif Hussein proklamiert sich selbst als ‚König der arabischen Länder‘. Es folgen englisch-französische Proteste.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 31. Oktober 1916:

Stimme Lenins
Die Stimme Lenins: Russische Soldaten lesen ein bolschewistisches Flugblatt.

Ostfront
Russland: Die Postzensur der russischen Sechsten Armee berichtet, dass die Soldaten meinen: ’nach dem Krieg müssen wir unsere offenen Rechnungen mit dem inneren Feind begleichen.‘ Bisherige russische Verluste 4.670.000 Gefallene und Verwundete, 2.078.000 Kriegsgefangene und über 1 Million Vermisste.
Rumänien: Verluste der deutschen Neunten Armee seit dem 11. September 9.072 Mann.

Seekrieg
Im Oktober 353.600 Tonnen von alliierten und neutralen Schiffsraum versenkt, davon 49 britische Schiffe mit 176.248 t sowie 197 Menschenleben verloren (bisherige Höchstzahl). Darunter 44 Schiffe mit 125.152 t durch U-Boote im Mittelmeer.

Luftkrieg
Westfront: Alliierten Verluste im Oktober 88 Flugzeuge plus über 99 Mann Personal vom Royal Flying Corps. Das Royal Flying Corps half bei der Bekämpfung von 169 deutschen Artillerie-Batterien.


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