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Im Blickpunkt:
  • Geschichte des Ersten Weltkriegs. Der Weg in den Ersten Weltkrieg. Der Weg zum Krieg Falls der 1. Weltkrieg von 1914-1918 eine hauptsächliche Ursache hatte, war es sicherlich der Wunsch der französischen Armee und ganzen ‘Grande’ Nation, die Demütigungen des Deutsch-Französischen Krieg von 1870-1871 zu rächen. Der Tatsache bewusst, dass Frankreich sich nie mit der Vereinigung Deutschland unter einem preußischer König (sowie die erschreckende Aussicht auf einen deutschen Prinzen auf den vakanten spanischen Thron) abfinden wird, hatte der ‘Eiserne Kanzler’ Otto von Bismarck den unergründlichen, aber schwachen und wankelmütigen französischen Kaiser Napoleon III. in eine Situation manöveriert, in welcher er den Krieg am 19. Juli 1870 erklärte. Entgegen allen Erwartungen erwies sich schnell, daß die kaiserlichen Armeen von Frankreich unzureichend vorbereitet, ausgerüstet und geführt wurde. Weder Österreich-Ungarn noch die vermeintlich anti-preußischen Staaten von Süddeutschland zeigten die geringste Neigung, eine anti-preußische Allianz zu bilden. Der deutsche Feldzug wurde von Moltke federführend geleitet. Die deutschen Armeen überschritten schnell am 4. August 1870 die Grenze und gewann eine Reihe von Siegen über Marschall Bazaine optimistisch getaufte ‘Rheinarmee’, die ihren Höhepunkt in seiner Einschließung mit 173.000 Mann in Metz erreichte. Napoleon III. und Marschall Mac-Mahon versuchten zwar die Belagerung aufzuheben, wurden aber bei Sedan am 1. September 1870 ebenfalls eingeschlossen und mussten sich mit 83.000 Soldaten und Offiziere übergeben. Die Kaiserin Eugenie floh aus Paris um ein halbes Jahrhundert ein Leben im Exil zu führen und die Dritte Republik Frankreichs wurde gegründet. Ein von Preußen dominiertes Deutschen Reiches wurde in Versailles am 18. Januar 1871 ausgerufen. Als Paris kurz danach belagert wurde, entkommt der fanatische republikanische Innenminister Leon Gambetta mit einem Wasserstoffballon, um einen Volkskrieg ‘a levee en masse’ in den noch unbesetzten Provinzen zu organisieren. Die Besatzung und der Nationalgarde von Paris, nach der schmachvollen Kapitulation von Metz am 27. Oktober 1870 nur noch mit geringen Aussichten auf Erfolg konfrontiert, wankte. General Trochu setzte die Verteidigung der Hauptstadt trotzdem fort und ging sogar zum Gegenangriffen über, bis im Januar der Hunger und der schwerer Beschuss einen weiteren Widerstand unmöglich machten. Der Waffenstillstand wurde von dem drakonischen ‘Frieden von Frankfurt’ gefolgt. Bedingungen des Friedensvertrags von Frankfurt vom 10. Mai 1871 Abtretung der Provinzen Lothringen und Elsass (ohne Belfort) Eine deutsche Besatzungsarmee wird in 43 Departments stationiert. Reparationen von 5 Milliarden Franken in Raten zu zahlen. Deutschland genießt den ‘Meistbegünstigungs’-Status beim gemeinsamen Handelsverkehr mit Frankreich. Die letzte deutsche Garnison (bei Verdun) verließ Frankreich im September 1873. Weniger als zwei Monate nach dem Fall von Paris wurde eine provisorische Regierung der Sozialisten und den linken Kräften der Republikaner durch die ‘Kommune’ von Paris gewählt, auf den Versuch hin der rechtsextremen Nationalversammlung, die Pariser Nationalgarde zu entwaffnen. In der ‘Blutwoche’ im Mai 1871 erstürmte MacMahon die Hauptstadt und mindestens 20.000 Kommunarden und unschuldige Bürger wurden massakriert. ‘Die letzte Stunde der Kommune war keine Schlacht, sondern ein Massaker … Die Sieger wurden von der Schande gezeichnet, daß sie einen neuen Krieg gegen ihre eigenen Landsleute geführt hatten – unter den Augen der Preussen …. Obwohl es Befehle von MacMahon gab, daß die Gefangenen verschont werden sollten, töteten die Sieger ohne Gnade.’ Das Trauma dieser katastrophalen Ereignisse war so stark, dass im Jahr 1889 der einfältige und opportunistischen General und Kriegsminister Boulanger fast in der Lage war, einen Krieg alleine mit seinen anti-deutschen Reden zu provozieren. Sieben Jahre später wurde dem Hauptmann Alfred Dreyfus, welcher von einer jüdischen Familie aus Mülhausen (Elsass) abstammte, der Vorwurf gemacht, die Spezifikation von Frankreichs revolutionären 75-mm-Schnellfeuerfeldgeschütz an Deutschland verraten zu haben. Dies löste eine langwierige Reihe von Krisen aus. Diese drohten mehr als einmal, die französische Gesellschaft zu zerreißen. Obwohl die ganze Unschuld von Dreyfus nachgewiesen werden konnte, wurde dieser auf die Hölle auf Erden, der ‘Teufelsinsel’ (in der Nähe des modernen Raumfahrtzentrum Kourou) gebracht. 1906 wurde er für unschuldig erklärt und erhielt seinen militärischen Rang wieder. Das Gift, welches diese Affäre ausspuckte, hätte eine Warnung sein können, dass wenn die Gelegenheit zu einer neuen deutsch-französischen Kraftprobe jemals entstehen würde, es ein leichtes sein wird, daß es zu einem bestialischen Kampf auf Tod oder Leben zwischen den beiden Nationen eskalieren wird. Außerdem würde dieser zu erwartende Konflikt noch schrecklicher und weit verbreiteter durch eine ganze Reihe von so genannten ‘Defensiv-Bündnissen’ werden, welche zwischen 1878 und 1907 abgeschlossen wurden. Das Deutsche Reich unter Kaiser Wilhelm I. hat sich mit Österreich-Ungarn verbündet. 1882 schloß sich Italien zum sogenannten ‘Dreibund’ an und sie konnten auf ein hohes Maß an Unterstützung durch deutsche Herrscherhäuser in Rumänien, Bulgarien und Griechenland zählen. Als Antwort darauf schloß Frankreich einen militärischen und politischen Pakt mit Russland zwischen 1892-94. Zwischen 1902 und 1907 näherte sich dann auch Großbritannien an und schloss die ‘Triple-Entente’ mit Frankreich und Russland sowie ein Bündnis mit Japan. Zum großen Teil dank des Einfluss des frankophilen englischen König Edward VII. wurde die Entente Cordiale 1904 ausgehandelt. Ein ähnlicher Ausgleich zwischen Großbritannien und dem zaristischen Russland wurde im Jahre 1907 erreicht. Des deutschen Kaisers Minister und Generäle reagierten darauf mit dem Schmieden einer engen Zusammenarbeit mit den ‘Jungtürken’, größtenteils in Deutschland ausgebildete radikale Offiziere, welche die Macht in Konstantinopel 1908 übernahmen. Dies erreichte seinen Höhepunkt mit einem türkisch-deutschen Bündnisvertrag Anfang August 1914. Russland und Österreich waren beide begierig auf dem Balkan ihren Einfluss zu erweitern, wo 1912/13 die einst allmächtigen osmanischen Besatzungsarmeen wieder fast bis vor die Tore von Konstantinopel vertrieben wurden. Auch Deutschland war an der Sicherung des Trans-Balkan-Korridors als Schlüsselelement für eine grandiose Berlin-Bagdad-Bahnverbindung, für welche es 1899 die Konzessionen erhalten hatte, interessiert. Alle europäischen Mächte, mit Ausnahme des morbiden Russland, hatten kolonialen Ambitionen. Sie hatten Afrika in den 1880er Jahren unter sich aufgeteilt und fügten einen fast vollständigen Würgegriff auf das Handels-und Wirtschaftsleben von China aus. Dieses alte, aber bereits im Selbstverfall befindliche Reich, ist im Jahr 1911 endgültig zusammengebrochen. Japan verlangte bald auch eine schöne Scheibe des ‘chinesischen Kuchens’ als Belohnung für das Festhalten auf der Seite der Alliierten, sowie Teile der durch japanische und britische Truppen besetzten pazifischen Besitzungen Deutschlands zwischen August und November 1914. Das kaiserlichen Deutschland lebte in der Überzeugung, dass es mehr …

  • PzKpfw IV erklimmt Sanddüne

    Panzer 4, deutscher mittlerer Panzerkampfwagen IV aus dem Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modelle. Panzerkampfwagen IV Ausf. A, B, C, D, F (F1) Typ: mittlerer Kampfpanzer mit kurzer 7,5-cm KwK37 L/24. Geschichte Wenn auch der PzKpfw III der wichtigste deutsche Panzertyp der Wehrmacht in den ersten beiden Kriegsjahren war, so wurde der Panzer 4 – bzw. Panzerkampfwagen IV, PzKpfw IV oder Panzer IV – zum wichtigsten Kampfpanzer im Jahr 1942 und 1943. Dies war möglich durch den hervorragenden, ursprünglichen Entwurf des Panzers IV, der umfangreiche Verbesserungen zuließ, während für den Panzer III auf dem kleineren Fahrgestell nur eine beschränkt bessere Panzerung und Bewaffnung möglich war. Bis zum Auftreten des Panther-Panzers in größeren Zahlen ersetzte der Panzer IV den Panzer III als den hauptsächlichen deutschen Kampfpanzer. In der Mitte der 1930er Jahre stellte die Wehrmacht einen Bedarf für einen mittleren Kampfpanzer fest, welcher Feuerunterstützung auf kurze Entfernungen leisten und von feindlicher Infanterie bemannte Panzerabwehrkanonen in der Tiefe des Gefechtsfeldes bekämpfen sollte. Deshalb forderten die Spezifikationen einen Panzer in der 20-Tonnen-Klasse mit einer geeigneten, großkalibrigen Kanone. Die möglichst hohe Beweglichkeit und Fähigkeit, gegnerische Panzer zu bekämpfen, war im Gegensatz zu dem ‘anderen’ mittleren Panzer, dem PzKpfw III, nur zweitrangig. Im Jahr 1935 stellten Rheinmetall-Borsig, die Krupp AG und MAN alle Prototypen des neuen mittleren Panzers für Versuche her. Letztlich wurde der Entwurf von Krupp ausgewählt, wenn auch einige der besseren Eigenschaften des Prototyps von Rheinmetall-Borsig übernommen wurden. Im Oktober 1937 begann die begrenzte Produktion des PzKpfw IV Ausf.A. Dieser neue mittlere Panzer war 18,4 Tonnen schwer, mit einer Basis-Panzerung von 15 mm und einer kurzen 7,5-cm-KwK37 L/24 Kanone bewaffnet. Die Aufhängung war vom Blattfeder-Typ mit vier Paaren von Straßenrädern und vier Rücklaufrollen auf jeder Seite. Wichtiger war jedoch, dass der PzKpfw IV die gleiche Besatzung von fünf Mann wie der PzKpfw III hatte, von denen ebenfalls drei im Turm untergebracht waren. 35 PzKpfw IV Ausf.A wurden bis zum März 1938 gebaut und sahen Kampfeinsätze in Polen, Norwegen und Frankreich. Der PzKpfw IV Ausf.B ging im April 1938 in die Produktion. Verbesserungen beinhalteten einen größeren 300-PS-Motor, sechs verschiedene Geschwindigkeitsübertragung, eine verstärkte Frontalpanzerung von bis zu 30 mm und ein neuer Typ einer Turmkuppel. Etwas unüblich für die deutschen Panzer dieser Zeit war, dass auf das Maschinengewehr in der vorderen Wanne verzichtet wurde und der Panzer nur ein MG koaxial zur Kanone hatte. Es folgte schnell der PzKpfw IV Ausf.C mit nur geringen Verbesserungen, sodass bis August 1939 insgesamt 176 PzKpfw IV der Ausf.B und C hergestellt waren. Diese Zahl war ausreichend, um die 1. Panzer-Division und die 1. Leichte Division mit jeweils einer mittleren Kompanie aus PzKpfw IV in jedem Panzer-Bataillon vor dem Polenfeldzug auszustatten. Für die anderen Panzerverbände waren aber nur ein Zug mit vier bis sechs PzKpfw IV in jedem Panzer-Bataillon verfügbar. Der PzKpfw IV Ausf.D erschien zum ersten Mal im Oktober 1939. Dieser beinhaltete eine verstärkte Seitenpanzerung von 15 auf 20 mm, eine zusätzliche Kanonenblende mit 35 mm Panzerung, ein wieder eingeführtes Maschinengewehr in der vorderen Wanne, sodass der Fahrer etwas weiter vor dem Funker und MG-Schützen saß. Das Gewicht des PzKpfw IV Ausf.D betrug nun 20 Tonnen. Die Steigerung in der Produktion beim Panzerkampfwagen IV bedeutete, dass bis zum Westfeldzug im Mai 1940 alle 10 Panzer-Divisionen über eine mittlere Kompanie in jedem Panzer-Bataillon mit jeweils 6 bis 11 PzKpfw IV verfügten. Später gebaute Modelle der Ausf. D hatten zusätzliche 30-mm-Panzerplatten, welche auf die Frontpanzerung aufgeschraubt wurden, sowie zusätzliche 20-mm-Platten an den Seiten. Noch während sich die Ausf.D in Produktion befand, wurde der PzKpfw IV Ausf. E im September 1940 eingeführt. Dieser hatte einen neuen Entwurf der Kuppel, eine 50 mm starke Frontpanzerung in einem Stück und 30-mm-Panzerplatten zusätzlich auf den Überbau genietet, sowie auch die zusätzlichen 20-mm-Panzerplatten an der Seitenpanzerung. Dies ergab eine maximale Panzerung von 60 mm vorne und 40 mm an den Seiten bei den spät gebauten Panzern der Ausf.D und allen Ausf.E. Diese zusätzlich gepanzerten PzKpfw IV wogen nun 21 Tonnen und nach den Standards von 1941 konnten sie als gut gepanzert betrachtet werden. Von Ende 1940 an wurden auch zusätzliche Panzerplatten auf die Wanne und Seiten einiger PzKpfw IV Ausf.C genietet. Zwischen Oktober 1939 bis Mai 1941 wurden insgesamt 452 PzKpfw IV der Ausf.D und E gebaut. Diese beiden Modelle waren somit der am meisten vorhandene Typ zu Beginn des Unternehmen Barbarossa, dem Angriff auf Sowjet-Russland. Zwischen dem 22. Juni und 4. Juli 1941 wurden 439 Panzer IV gegen die Rote Armee zum Einsatz gebracht, hauptsächlich von der Ausführung D und E. Diese Panzer waren in mittlere Panzer-Kompanien aus 10 bis 12 Panzern organisiert und jeder der 17 eingesetzten Panzer-Divisionen hatte eine mittlere Kompanie mit PzKpfw IV in jedem ihrer Panzer-Bataillone. Panzerkampfwagen IV Ausf.E (SdKfz 161)   Geschichte: Im Januar 1938 wurde ein Auftrag für die 223 Panzer IV der 6. Serie BW an Krupp-Gruson vergeben und dieser wurde vollständig abgeschlossen. Besonderheiten: Die wichtigsten Verbesserungen, die mit dem Ausf E eingeführt wurden, waren ein neuer Kuppel-Entwurf, Änderungen am Turm und verbesserter Panzerschutz. Der Turm hatte jetzt eine einzige gebogene Platte für den hinteren Teil und einen Abluftventilator, um Geschützdämpfe abzugeben. Während alle Ausf. E eine Panzerung von 50 mm an der Vorderseite des Rumpfes und 20-mm-Zusatzpanzerplatten an den Rumpf und Seiten des Aufbaus angeschraubt bekamen, waren einige der ersten Modelle der Ausführung E ohne die zusätzliche 30-mm-Platte am Aufbau. Kleinere Veränderungen beinhalteten einen vereinfachten Entwurf des Kettenrads, leicht ansteigende und abgesenkte Luken mit ansteigender Oberfläche, ein neuer Entwurf eines schwenkbaren Visiers für den Fahrer, Signalpfosten auf dem Turmdach und eine gepanzerte Abdeckung für den Rauchkerzen-Werfer. Kampfeinsatz: Mit der fortlaufenden Produktion der Ausf. D und der Fertigstellung des Auftrags über die Ausf. E waren genug Panzer vorhanden, um jede mittlere Panzerkompanie mit 10 PzKpfw IV für den Balkanfeldzug, in Nordafrika und für den Angriff auf Russland auszustatten. 40 Panzer der Ausführung D und E wurden vom 5. und 8. Panzer-Regiment mit nach Nordafrika genommen und 439 PzKpfw IV der Ausführung B bis F befanden sich in den 17 Panzer-Divisionen, welche die Rote mehr …

  • Typ100/40

    Japanische Maschinenpistole Typ 100. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Typ: Japanische Maschinenpistole. Geschichte: Ähnlich wie in Großbritannien wurde in Japan die Entwicklung einer Maschinenpistole verschlafen. Erst 1935 wurde ein experimentelles Modell hergestellt und getestet. Aber es scheint so, als hat es wenig Begeisterung für diese Waffe gegeben, was unter den Umständen, dass Japan heftig in einen Krieg in China verwickelt war und einen Feldzug in Ostasien und dem Pazifik erwog, eigentlich sehr verwunderlich ist. Eigentlich wäre die Maschinenpistole die ideale Waffe für den japanischen Soldaten gewesen und der Gedanke das die japanische Armee mit einer billigen und einfachen MP – ähnlich der russischen PPSh – ausgerüstet worden wäre, dürfte für die Amerikaner ziemlich erschreckend gewesen sein. Der Krieg im Fernen Osten wäre eine wesentlich blutigere Angelegenheit geworden und die ein oder andere knapp entschiedene Schlacht hätte auch in die entgegengesetzte Richtung verlaufen können. Die Maschinenpistole Typ 100 Modell 1940 wurde 1941/42 in begrenzter Zahl an die Truppe ausgegeben. Im Grunde war dies nur eine modifizierte Schweizer Solothurn S1-100 Maschinenpistole, welche auch von der Wehrmacht und anderen Achsen-Armeen während des 2. Weltkrieg verwendet wurde. Die Maschinenpistole 100 war mäßig gut gemacht, hatte aber einige ziemlich seltsame Merkmale. Eines davon war die Verwendung einer komplexen Vorrichtung zur Munitionszufuhr, die sicherstellte, dass eine Patrone zuvor vollständig in der Kammer lag, bevor der Schlagbolzen funktionierte. Der genaue Zweck dieser Eigenschaft ist nicht klar, es kann aber eigentlich nur als eine Sicherheitsvorrichtung für den Schützen gedacht gewesen sein. Die Patrone, welche von allen Varianten der Maschinenpistole Typ 100 verwendet wurde, war die etwas kraftlose japanische 8-mm-Pistolenpatrone. Dies war eine eher schwache und ineffektive Wahl, was nicht gerade dadurch begünstigt wurde, dass es sich um eine flaschenförmiges Geschoss handelte, was die Munitionszufuhr komplizierter machte. Der Lauf der Maschinenpistole Typ 100 wurde verchromt um die Reinigung zu erleichtern und den Verschleiß zu reduzieren. Um den Entwurf um noch weitere Feinheiten zu ergänzen, hatte die Waffe ein komplexes Visier und ein gekrümmtes Magazin. Weitere Kuriositäten waren die Verwendung einer komplizierten Mündungsbremse an einigen Modellen und die Verwendung einer großen Bajonettbefestigung unter dem Lauf. Einige Versionen hatten sogar auch ein Zweibein, wie für leichte Maschinengewehre. Das Modell 40 erschien in zwei Mustern: eines für die Infanterie mit einem festen Schaft und eines für die Luftlandetruppe mit einem klappbaren Schaft. An beiden war eine Halterung für ein Bajonett unter dem Lauf montiert und der Lauf war innen verchromt. Einige der Waffen für die Infanterie wurden manchmal mit einem kleinen Zweibein ausgestattet. Mechanisch waren sie wenig bemerkenswert, sie waren einfache Rückstoß-Waffen, welche nach allgemein bekannten Prinzipien arbeiteten. Der einzige nachweisbare, größere Kampfeinsatz dieser Waffen erfolgte 1942 während des Angriffs japanischer Fallschirmjäger auf die niederländischen Ölfelder auf Java, wo vermeldet wurde, dass sie äußerst wirksam waren. Es gibt weder Aufzeichnungen zu ihrer Verwendung gegen US-Streitkräfte im Pazifik noch gegen die britischen Truppen in Burma. Es wird daher vermutet, dass weniger als 10.000 von beiden Modellen produziert wurden. Obwohl der Typ 100/40 bei weitem nicht perfekt war, war seine Leistung gut genug um das Interesse an dieser Waffe zu wecken. Es begann die Entwicklung einer verbesserten Version, dem Modell 1944, als die Rufe von der Front nach seiner solchen Waffe immer lauter wurden. Aber die Arbeiten begannen zu spät und waren zu langsam, um größere Bestände der Waffe herzustellen. Um die Herstellung der Waffe zu beschleunigen, wurde dafür der ursprüngliche Typ 100 stark vereinfacht, mit dem Ergebnis, dass die Konstruktion leicht verlängert wurde. Der Holzschaft war oft ziemlich unbearbeitet und die Schussfrequenz wurde von den früheren 450 Schuss pro Minute auf 800 erhöht. Das Visier wurden auf wenig mehr als ein Zielkorn reduziert und die große Befestigung für ein Bajonett an der Mündung wurde durch eine einfachere Halterung ersetzt. An der Mündung ragte der Lauf mehr aus der perforierten Ummantelung heraus und hatte eine einfache Mündungsbremse bestehend aus zwei Öffnungen, die in den Lauf gebohrt waren. Schweißen, oft grob, wurde wo immer möglich eingesetzt. Das Ergebnis war eine viel gröbere Waffe im Vergleich zur früheren Version – aber eine, die solide genug für ihren Zweck war. Das Hauptproblem für die Japaner im Jahr 1944 lag nicht so sehr in der Tatsache, dass die Maschinenpistole Type 100 nicht gut genug war, sondern dass es ihnen an der industriellen Kapazität für die Massenproduktion fehlte. Folglich mussten die japanischen Truppen ihren letzten, verzweifelten Abwehrkämpfe hauptsächlich immer noch mit dem Ariska-Gewehr austragen und waren daher ständig im Nachteil gegenüber den besser bewaffneten alliierten Soldaten. Variante: Typ 100/44: Mechanisch glich es dem Typ 100/40, hatte aber eine schwächere Schließfeder, welche die Feuerrate auf 800 Schuss in der Minute steigerte. Die Bajonett-Halterung wurde entfernt und das Bajonett konnte nun auf die Mündung aufgesetzt werden. Die Mündung wurde zu einem Kompensator durch das Anbohren zweier seitlicher Löcher gebildet. Es gab noch einige andere, kleinere Veränderungen, um die Waffe leichter herstellen zu können. Es wird berichtet, dass rund 7.000 Stück im letzten Kriegsjahr produziert wurden, aber es scheinen keine in die Hände der Fronttruppen gelangt zu sein. Benutzer: Japan (für alle Varianten). Animation 3D-Modell Japanische MP Typ 100 Spezifikationen Typ 100 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Leichte Maschinengewehre Taisho 11 und Typ 96 Ursprünglich war die japanische Armee recht schnell im Erkennen des Potenzials des Maschinengewehrs und erwarb schon 1902 die Rechte zur Lizenzproduktion des französischen Hotchkiss-Maschinengewehrs M1897 und führte dies bei der Truppe ein. Es wurde mit beträchtlichem Erfolg im Russisch-Japanischen Krieg eingesetzt und als Folge davon wurde der Hotchkiss-Entwurf zur Grundlage weiterer Entwürfe. Die japanischen schweren Maschinengewehre, welche zwischen 1941 und 1945 verwendet wurden, waren daher beide Ableitungen des französischen Hotchkiss-Maschinengewehrs mit nur wenigen, lokalisierten Veränderungen. Bei den leichten Maschinengewehren entwickelten die Japaner jedoch ihrer eigenen Modelle, wobei das erste noch auf der Grundlage der gleichen Funktionsweise wie bei den Hotchkiss entstand, jedoch mit den üblichen lokalen Variationen. Das erste davon war das 6,5-mm leichte Maschinengewehr Taisho 11 (Typ 11), welches 1922 eingeführt wurde und bis 1945 im Dienst blieb. Der Name Taisho 11 leitet sich vom elften Jahr der Taisho-Ära ab. Seine Ursprünge aus dem Hotchkiss-Maschinengewehr sind mehr …

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