Eisernen Kreuz II. Klasse 1939


Eisernen Kreuz II. Klasse 1939

Eisernen Kreuz II. Klasse 1939

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Belgische Soldaten 1940

    Belgische Armee, Luftwaffe und Marine beim deutschen Angriff im Mai 1940. Organisation, Uniformen, Stärke und Ausrüstung. Belgische Armee Im Jahre 1914 wurde das neutrale Belgien von den deutschen Armeen überrollt und mußte vier Jahre Stellungskrieg über sich ergehen lassen. Nachdem Hitler 1936 das Rheinland wieder militärisch besetzt hat lassen, rückte diese Gefahr erneut in das Bewusstsein der Belgier. Der Wehrdienst wurde von 8 auf 12 Monate verlängert, der Verteidigungshaushalt stieg um 15 Prozent und neue Verteidigungsanlagen wurden errichtet. Aber all dies konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das militärische Denken sich seit den Tagen des Stellungskrieges des Ersten Weltkriegs nicht weiterentwickelt hatte. Zum Beispiel wurden Panzerkampfwagen ausschließlich als eine offensive Waffe angesehen und da die Armee Belgiens eine rein defensive Rolle hatte, gab es auch keine Panzereinheiten. Belgien stellte 22 Divisionen gegen die einfallenden Truppen der deutschen Heeresgruppe B im Mai 1940 und die Hartnäckigkeit der belgischen Infanterie überraschte die Deutschen anfangs. Dennoch befand sich die belgische Armee binnen zwei Wochen an einem Punkt, an dem der Zusammenbruch abzusehen war und am 28. Mai kapitulierten die letzten Einheiten. Nach 18 Tagen des Kampfes hatten die belgischen Streitkräfte 23.350 Gefallene und Verwundete zu beklagen. Organisation der belgischen Armee Die in Friedenszeiten 100.000 Mann starke belgische Armee, unter dem Oberbefehl ihres Königs Leopold, war zwar im Grunde zwar ein ‘stehendes Heer’, aber eines welches von den jährlichen Wehrpflichtigen getragen wurde. Die Gesamtstärke bei der Mobilisation lag in der Größenordnung von etwa 550.000 Soldaten, was für ein kleines Land mit acht Millionen Einwohner eine bemerkenswerte Leistung war. Das Land war unterteilt in drei Armeekorps, welche in Brüssel, Antwerpen und Liege stationiert waren, sowie ein Kavallerie-Korps in Brüssel, eine Heeres-Artillerie-Brigade in Antwerpen, die Ardennen-Schützen in Namur, sowie drei Grenzerzschutz-Bataillone auf Fahrrädern, sechs unabhängige Infanterie- und zwei Kavallerie-Divisionen. Jedes Armeekorps bestand aus dem Stab, zwei Infanterie-Divisionen, einem Korps-Artillerie-Regiment und einem Pionier-Regiment. Eine Infanterie-Division hatte einen Stab und drei Infanterie-Regimenter. Jedes Regiment verfügte über 3.000 Mann, bewaffnet mit dem belgischen Mauser M35 Gewehr. Die Unterstützungswaffen des Regiments bestanden aus 108 leichte Maschinengewehre Browning M30, 52 schwere Maschinengewehre Maxim M08, 108 leichte Granatwerfer, 9 schwere Granatwerfer und Infanteriegeschütze, 6 Panzerabwehr-Kanonen. Das Korps-Artillerie-Regiment hatte vier Bataillone, jedes mit zwei Batterien. Der Transport erfolgte teilweise mit Pferdefuhrwerken und teilweise motorisiert. Die Korps-Geschütze bestanden aus 16 Schneider 155 mm M7 Feldhaubitzen, 8 Schneider 105 mm M13 Kanonen und 8 Cockerill 120-mm-M32-Feldkanonen. Kurz vor dem Krieg gab es einen eiligen Versuch, die Beweglichkeit zu erhöhen und eine der beiden Ardennen-Schützen-Divisionen und die beiden Divisionen des Kavallerie-Korps erhielten Kraftfahrzeuge. Das motorisierte Kavallerie-Korps bestand dann aus dem Stab, zwei Kavallerie-Divisionen, einem Korps-Artillerie-Regiment und einem Fahrrad-Pionier-Bataillon. Eine Kavallerie-Division hatte drei gemischte Regimenter, jedes mit einem Bataillon aus Kavallerie, ein Bataillon von Kradschützen, eine Panzerwagen-Schwadron und eine Trainings-Schwadron. Die gesamte belgische Armee verfügte nur über 42 Panzer. Divisionen der belgischen Armee 1940: Uniformen der belgischen Armee Während des Ersten Weltkrieges übernahm die belgische Armee Khakifarbene Uniformen, hauptsächlich deswegen, weil die Briten genug ihrer Uniformteile liefern konnten, um die veralteten farbigen Uniformstücke der Belgier zu ersetzen. Die belgischen Soldaten von 1939 hatten aber zwischenzeitlich eher das Aussehen von Franzosen, welches vor allem durch den französischen Adrian-Stahlhelm und der Gewohnheit, die Mantelröcke zurückgeklappt zu tragen, betont wurde. In vollständigen Kontrast sahen die Offiziere dafür wie Briten aus, insbesondere nach 1935, als eine offene Tunika mit Kragen und Krawatte eingeführt wurde. Das Ardennen-Schützen-Korps trugen eine Variante der Basis-Uniform mit einem grünen Barett mit Eberkopf-Abzeichen, eine kürze Version des Mantels und lange Leder-Gamaschen. Mechanisierte Truppen erhielten entweder einen Faserhelm belgischer Art oder den französischen Stahlhelm für motorisierte Truppen, welche beide vorne mit einem Löwenkopf geschmückt waren. Zusätzlich erhielten die mechanisierten Truppen eine Lederjacke und eine Hose mit langen Leggings, oder einen einteiligen Lederüberzug. Rangabzeichen: Rangabzeichen waren auf der Schirmmütze, Seitenkappe und auf den Kragenstücken und Schulterstücken vorhanden. Andere Ränge trugen ihre Rangabzeichen auch als Ärmelabzeichen. Das hauptsächliche Verfahren, die Waffengattung zu identifizieren, war die Waffenfarbe auf den Kragenstücken und Kordeln an diesen. Zusätzlich gab es eine umfangreiche Serie von gelben Metallabzeichen, welche an der Kopfbedeckung, Kragenstücken und an den Schulterstücken angebracht waren. Schließlich wurden eine Reihe von Stabs- oder administrativen Funktionen durch gestickte Abzeichen auf den Kragenstücken und manchmal auch auf der Vorderseite der Schirmmütze angezeigt. Belgische Luftwaffe Am 1. März 1920 wurde die belgische Luftwaffe als Teil des Heeres aufgestellt. Von Anfang an bis zum Ausbruch des Krieges war die Luftwaffe durch einen Mangel von modernen Flugzeugen geplagt. Während das Land ein eigenes Jagdflugzeug entwickelte (die Renard R-36), musste es Flugzeuge aus England und den USA importieren. Als die deutsche Wehrmacht angriff, waren nur 180 der 234 belgischen Flugzeuge einsatzbereit. Die meisten von diesen waren veraltet, und nur eine der wenigen modernen Hawker Hurricane überstand den ersten Luftangriff auf den Flugplatz Schaffen, bevor die Flugzeuge verteilt werden konnten. Im Mai 1940 wurde die L’Aeronautique Militaire Belge mit dem Luftbeobachtungsdienst und der Flak zur Heimatluftverteidigung (Defense Aeronautique du Territoire oder kurz DAT) zusammengelegt. Die belgische Luftwaffe bestand aus drei Regimentern: das 1. Regiment war die Beobachtungs- und Verbindungseinheit für die Armee, das 2. das Jagdflieger-Regiment und das 3. ein Aufklärer- und Bomber-Regiment. Zusätzlich gab es ein Unterstützungs-Regiment mit Hilfs- und Betankungs-Kompanien. Das 1. Luftwaffen-Regiment bestand aus sechs Staffeln mit zusammen 62 einsatzbereiten Maschinen. Das 2. Luftwaffen-Regiment hatte sechs Staffeln mit insgesamt 79 Flugzeugen. Das 3. Luftwaffen-Regiment verfügte über 41 Flugzeuge in vier Staffeln. Jede Flugzeug-Staffel hatte eine zusätzliche Flugabwehrkanonen-Einheit (Escadrille de Parc). Uniformen der belgischen Luftwaffe Es gab zwei grundlegende Uniformen in der belgischen Luftwaffe. Die erste war die der Armee, da die Luftwaffe nur eine Waffengattung von dieser war. Die zweite Uniform war eine blau-graue Luftwaffen-Uniform, welche für das reguläre Flugpersonal eingeführt worden war. Die Situation wurde dadurch komplizierter gemacht, dass eine Reihe von Luftwaffen-Offizieren weiterhin eine Regiments-Uniform trugen. Zusätzlich gab es eine Schirmmütze mit einem schwarzen Band und schwarzer Spitze, sowie einen zweireihigen, blau-grauen Übermantel. Üblicher als Kniehosen und Stiefel waren lange, blau-graue Hosen mit schwarzen Schuhen. Rangabzeichen: Die Rangabzeichen auf den grau-blauen Fliegeruniformen waren die gleichen, wie auf den Khaki-Armeeuniformen. Die Waffenfarbe erschien auf den Kragenstücken der Khaki-Uniform mehr …

  • Amerikanische Soldaten in Frankreich

    Die amerikanische Armee im Ersten Weltkrieg. Uniformen, Waffen, Artillerie, Luftstreitkräfte und Aufbau der US-Armee 1917 bis 1918. Der eigentliche Kriegseintritt der USA im April 1917 in den 1. Weltkrieg war tatsächlich von geringerer strategischer Bedeutung, als sich das die jubelnden Massen in Großbritannien und Frankreich vorgestellt hatten. Weder gab es eine anhaltende, ständig positive Entwicklung des Kriegsverlaufs, noch wurde es zu einer massiven Rettungsaktion. Allerdings hätten die Alliierten ohne die USA den Krieg wohl verloren. Die Erklärung dieses Paradox liegt in der Tatsache, dass die amerikanische Hilfe vor dem US-Kriegseintritt viel entscheidender war, als dieser selbst – zumindest bis auf die letzten drei Monate des Krieges. Die US-Armee im 1. Weltkrieg Großbritannien und Frankreich hatten vor 1914 veraltete Industrieanlagen und Arbeitsmethoden, welche noch auf das viktorianische Zeitalter zurückgingen. Dagegen hatte Deutschland eine moderne Industrie, vor allem durch die chemische Industrie, welche leicht auf die wichtige Munitionsproduktion umgestellt werden konnte. Viele moderne Industriegüter und Maschinen, welche vor dem Krieg in Großbritannien verwendet wurden, stammten aus Deutschland. Mit Beginn des 1. Weltkrieg endete dieser Zustrom und nur die USA konnten hier einspringen und übertraf dazu noch Deutschland an Quantität und noch mehr bei der Qualität der Produktionsmethoden. Es steht deshalb außer Frage, dass ohne die amerikanischen Ressourcen, Großbritannien und Frankreich kaum in der Lage gewesen wären, den Krieg zu führen und dabei ihre eigenen, modernen Rüstungsbetriebe aufzubauen. Bis Mitte 1917 hatten Großbritannien und Frankreich mit amerikanischer Hilfe jedoch gut aufgestellte Kriegsindustrie, befanden sich aber wegen der schweren Verluste, die sie in den vergangenen Jahren erlitten hatten, in einer zunehmend problematischeren Lage, ausreichend Soldaten und Arbeitskräfte aufzubieten. Auch wenn die Vereinigten Staaten nicht die 180 Millionen Russen ersetzen konnten, welche für die alliierte Sache in diesem Zeitraum wahrscheinlich verloren gehen würden, so hatten sie jedoch bei einer Bevölkerung von 93 Millionen Menschen eine große Reserve an mobilisierbaren Männern. Jedoch fehlte weitgehend die militärische Rüstungsindustrie, um diese Truppen auszustatten, obwohl sich die Stahlproduktion auf 45 Millionen Tonnen im Jahr belief und damit etwa dreimal so groß war, wie von Deutschland und Österreich-Ungarn zusammen. Anstatt darauf zu warten, dass die Amerikaner zu einem Zeitpunkt, bei dem Geschwindigkeit von entscheidender Bedeutung war, erst einmal nach und nach ihre eigenen Streitkräfte bewaffnen und ausrüsten konnten, war es für Großbritannien und Frankreich besser, der US-Armee und ihren Luftstreitkräften diese Mittel zur Verfügung zu stellen. Nur die US-Marine, die stärkste amerikanische Waffengattung, war voll einsatzbereit und ausgebaut und benötigte keine zusätzliche Hilfe. Diese Entscheidung über die Ausrüstung der US-Armee im 1. Weltkrieg brachte es auch mit sich, dass kein Schiffsraum benötigt wurde, um große Mengen an amerikanischen Waffen und Ausrüstung in Übersee zu transportieren. Dieser konnte stattdessen dafür genutzt werden, um eine größere Anzahl von US-Soldaten schneller nach Europa zu bringen. Diese kluge Strategie ermöglicht es, dass schon 1917/18 etwa zwei Millionen US-Soldaten den Nordatlantik überqueren konnten. Die USA erklärten Deutschland am 6. April 1917 den Krieg und die Friedensstärke der US-Armee belief sich auf 190.000 Offiziere und Mannschaften. Von diesen trafen die ersten Soldaten bereits am 26. Juni 1917 in Frankreich ein. Uniformen Die US-Truppen trafen mit ihren eigenen Uniformen und amerikanischen Handfeuer- und Infanteriewaffen in Europa ein. Die USA hatten 1903 eine khaki-farbene Uniform eingeführt. Bei ihrer Ankunft in Frankreich erhielten sie teilweise französische Uniform-Stücke sowie britische Stahlhelme und Gasmasken. Jedoch wurden die afroamerikanischen Einheiten den französischen Verbänden zugeteilt und erhielten stattdessen die französischen Adrian-Helme. Offiziere trugen khakifarbene Dienst-Schirmmützen mit einem hell-khaki Mohairband und hell-brauner Spitze und Kinnriemen. Auf der Vorderseite war der amerikanische Adler in bronzierten Metall. Alle Ränge hatten den khakifarbenen Feldzugs-Filzhut, welcher sich schnell als unpraktisch herausstellte und bald weggelassen wurde. Diese wurde durch die populären ‘Übersee’-Mütze ersetzt, welche getragen wurde, wenn kein Stahlhelm notwendig war. Die Schnüre des Feldzug-Filzhutes und Kordeln der ‘Übersee’-Mützen der Offiziere waren in den Farben der jeweiligen Waffengattung. Die Tunika war einreihig mit Stehkragen, fünf bronzenen Knöpfen vorne, passenden zugespitzten Schultergurten, Brustflecken und Seitentaschen mit spitzer Klappe und Knöpfen. Dazu eine Reihe aus khakifarbenen Spitzen um die Manschetten für beauftragte Ränge. Sie wurde mit passenden Pantaleons oder Hosen bei Offizieren getragen, entweder mit Segeltuch-Leggins, khakifarbenen Gamaschen, mit naturfarbenen Lederstiefeletten oder mit braunen Feldstiefeln mit Frontverschnürung, Reitstiefeln oder Stiefeletten. Der Überzugsmantel für andere Ränge war bei der Fußtruppen kurz, während er für berittene Mannschaften der Artillerie und Kavallerie lang war. Er hatte einen Stehkragen, zwei Reihen zu je vier bronzenen Knöpfen, vertikale schräge Seitentaschen und Manschetten mit Klappe und Knopf. Der Mantel für die Offiziere war lang, zweireihig mit zwei konvergierenden Reihen von fünf großen Hupenknöpfen, keine Schulterstreifen und einem rückseitigen Halbgürtel mit zwei Knöpfen. Der Rang wurde durch ungarische Knoten auf den Manschetten in braunen oder schwarzen Streifen angegeben. Bei warmem Wetter trugen alle Ränge olivgrüne Flanellhemden mit beiger Krawatte, sowie entweder Woll- oder Drill-Hosen. Einige Offiziere trugen die Drill-Version der wollenen Dienstkleidung, welche im Schnitt identisch war, mit der Ausnahme von spitzen Manschetten und ohne Litze. Zusätzlich zu dem zuvor beschriebenen Übergangsmantel, bestand die Winterkleidung aus einer Schlechtwetter-Kappe, hergestellt aus hellem ‘Senf’-Khaki-Gabardine mit passender Tuchspitze und Ohrenklappen sowie khakifarbenem Futter. Es gab entweder einen langen, Gabardine-Grabenmantel in heller Khaki-Farbe, oder die kurze Mackinaw-Jacke mit zwei Reihen aus je fünf bronzenen Knöpfen, eingepassten Gürtel, khakifarbenen Tuch-Rollkragen, Aufhänger und Knöpfe an den Manschetten, einer Tasche an der rechten Brust und Seitentaschen mit entweder geraden oder spitzen Klappen. Infanterie war ausgestattet mit der Modell 1910 Woll-Ausrüstung (gewoben), welche zusammen mit dem Gewehr über 31 kg wog. Kavallerie erhielt die Modell-1910-Ausrüstung. Offiziere trugen zuerst einen Leder-Hüftgurt mit quadratischer Messingschnalle, später aber Leder-Ausrüstung, wie einen Pistolenhalfter, Munitionsbeutel usw. An der Front in Frankreich begannen sie aber gewobene Ausrüstung zu verwenden und die britische ‘Sam-Browne’-Ausrüstung zusammen mit dem Dienstanzug beim und außerhalb vom Dienst zu verwenden. Der Rang der Offiziere wurde durch die Farbe der ‘Feldzugs’-Hütschnüre und ‘Übersee’-Mützenschnur, durch Metallabzeichen auf den Schultergurten, an der rechten Seite des Hemdkragens, an der ‘Übersee’-Mütze und durch die Streifen an den Manschetten der Überzugs- oder Regenmäntel angezeigt. Mannschaftsränge trugen olivfarbene, eintönige Chevrons mit entweder Bögen oder Bändern auf beiden Ärmeln des Hemdes, Tunika und Mantel. Infanterie-Waffen mehr …

  • Opel Blitz 3-Tonner

    Opel Blitz, erfolgreichster deutscher Drei-Tonnen-Lastkraftwagen der Wehrmacht. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Opel Blitz Typ: mittlerer 3-Tonnen-LKW. Geschichte Ende der 1930er Jahre bestand der Fuhrpark der deutschen Wehrmacht aus mehr als einhundert unterschiedlichen Fahrzeugtypen und stellte ein enormes logistisches Problem dar. Ein fast schon verzweifeltes Programm, diese Situation untere Kontrolle zu bringen, wurde unter der Aufsicht von General von Schell, welcher der Direktor für die Motorisierung war, auf den Weg gebracht. Seine Aufgabe war es, die große Anzahl der unterschiedlichen Fahrzeugtypen zu reduzieren und wenigstens etwas von einer Standardisierung einzuführen. Als die Pläne endgültig vorgelegt wurden, sollten nur noch 30 unterschiedliche Fahrzeugtypen in der Wehrmacht vorkommen. In der Kategorie der 3-Tonner-LKW war Opels Modell das erfolgreichste. Der Opel Blitz 4×2 war ein konventioneller Entwurf und verfügte über eine in der Privatwirtschaft übliche Fahrerkabine aus Pressstahl mit einem hölzernen Rahmen. Unter dem sogenannten Schell-Programm wurden alle 4×2-Fahrzeuge als Typ S bezeichnet. Der 4×2 Typ wurde in vielen verschiedenen Varianten gebaut, zum Beispiel als universeller Transporter, Treibstoffkessel-Kraftwagen, Einheits-Kofferaufbau u.v.m. Als im Osten und Nordafrika der Bedarf an besserer Geländegängigkeit immer wichtiger wurde, entschied die Firma Opel, auch ein Modell als Vierrad-Drei-Tonnen-LKW mit der Bezeichnung Typ A auf der Grundlage des gleichen Fahrgestells wie des Typs S zu bauen. Die Hinzunahme einer angetriebenen Vorderachse ergab eine enorme Verbesserung über dem gewöhnlichen 4×2-LKW und der Radstand wurde um 15 cm beim 4×4-LKW verringert. Eine Vorgelege-Schaltung gab dem Fahrzeug somit eine Auswahl aus insgesamt 10 Vorwärtsgängen. Während des Produktionszeitraumes von 1937 bis 1944 wurden etwa 70.000 Opel Blitz Lastkraftwagen gebaut und zudem noch mehr als 25.000 Allrad-Modelle. Bis Ende 1944 war das Bauprogramm aber durch alliierte Bombenangriffe und den Verlust vieler Werke in den bisher besetzten europäischen Ländern vollkommen zerrüttet, sodass die Produktionspläne für 1945 völlig unmöglich geworden waren. Die Varianten des Aufbaus waren unendlich, von denen das populärste noch der Einheits-Kofferaufbau war. Ebenso endlos war der Einsatzzweck der Opel Blitz. Die Fahrzeuge wurden als Lazarett-Wagen, mobile Labors, Wäscherei-Wagen, mobile Kommandoposten, Feld-Wohnwagen, Funkwagen, Verschlüsselungsbüros und mobile Werkstätten verwendet, um nur ein paar davon zu nennen.   Der Fahrzeugrumpf wurde aus Bauholz und gepresster Pappe gefertigt, um wertvolles Stahl zu sparen. Im späteren Verlauf des Krieges, als Rohstoffe zunehmend knapper wurden, wurden auch die Fahrerkabinen aus Holz und gepresster Pappe hergestellt und wurden als Einheits-Fahrerhaus oder Ersatz-Fahrerhaus bezeichnet. Während des Winters an der Ostfront kamen auch die Vierrad-getriebenen Lastkraftwagen nahezu zum Stillstand und die Waffen-SS ließ deshalb ein einzigartiges Drei-Viertel-Halbkettenfahrzeug aus dem Opel Blitz Typ A und den Kettenlaufwerken der veralteten PzKpfw I entwickeln. Die hintere Antriebswelle wurde verkürzt und die Fahrerachse wurde nach vorne versetzt, um mit den Kettenrädern ausgerichtet zu sein. Aufgrund seiner Leistung wurde das Maultier, wie das Fahrzeug bezeichnet wurde, für die Serienproduktion für die Wehrmacht übernommen. Ähnliche Konvertierungen wurden auch für Ford- und Daimler-Benz-Lastkraftwagen vorgenommen, waren aber nicht so zahlreich. Animation 3d-Modell Opel Blitz Drei-Tonner Pritsche (zivile Ausführung) Spezifikationen Opel Blitz m.Lkw. 3 to Spezifikationen: Animation 3d-Modell Opel Blitz Drei-Tonner (Plane) Leichtlastkraftwagen Deutsche Kleinlaster vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bestanden aus kommerziellen 4×2-Entwürfen, wobei nur die Aufbauten sie als militärische Fahrzeuge erkennbar werden ließen. Der Phänomen-Granit hatte einen luftgekühlte Motor und wurde in großen Zahlen verwendet, insbesondere in der Rolle des Ambulanzfahrzeugs. Obwohl der Granit ein nützliches Fahrzeug für den Transport von Güter und Nachschub auf festen Straßen war, ließen die Fähigkeiten des Fahrzeuges, querfeldein zu fahren, viel zu wünschen übrig. Deshalb wurde eine Ausschreibung für einen 6×4-Lkw herausgegeben und die deutsche Industrie reagierte sofort. Daimler-Benz baute bereits sein Daimler-Benz G3 6×4 Modell von 1928, von denen viele bei er deutschen Eisenbahn (Reichsbahn) verwendet wurden. Die Büssing-NAG in Braunschweig stellte auch ihren Büssing-NAG G31 von 1933 bis 1935 her. Während die meisten Serienfahrzeuge mit Benzinmotoren ausgestattet waren, wurden auch einige versuchsweise mit Dieselmotoren versehen. Daimler-Benz, Büssing-NAG und Krupp produzierten auch Fahrgestelle, welche auch als Grundlage für gepanzerte Fahrzeuge dienten. Obwohl noch beim Polenfeldzug eine breite Palette von Fahrzeugtypen bei der Wehrmacht in Verwendung war, so wurde danach das Schell-Programm begonnen, dessen Ziel es war, die Lastkraftwagen auf wenige Modelle zu beschränken. So sollte der Daimler-Benz 1500A der Ersatz für alle vorhandenen Lastkraftwagen mit 2 Tonnen Nutzlast sein, von denen viele beim Heer für allgemeine Aufgaben verwendet wurden. Truppentransporter wurden aus den Fahrzeuglinien der schweren Kraftfahrzeuge hergestellt, mit herunterklappbaren Abdeckhauben. Für die Wehrmacht baute auch Steyr in Österreich drei grundlegende Typen: einen Lastkraftwagen für allgemeine Aufgaben, ein schweres Befehlsfahrzeug und einen Truppentransporter. Alle wurden durch einen luftgekühlten V-8-Motor angetrieben. Die Firma baute auch den 6×4-Transporter Steyr Modell 640, welcher auch Ambulanz- und Befehlsfahrzeug-Varianten umfasste. Einer der gängigsten Typen, welcher in den frühen Tagen des Zweiten Weltkriegs verwendet wurde, war das Krupp Kfz 81 6×4, welches im Allgemeinen als Artillerie-Zugmaschine eingesetzt wurde. Der ‘Krupp Boxer’, wie er bekannt wurde, hatte einen 4-Zylinder horizontal gegenläufigen Motor und hatte eine rundum unabhängige Aufhängung. In Ungarn dagegen wurden nur wenige Fahrzeuge gebaut. Diese war der 6×4-Truppentransporter Botond für 14 Soldaten. In der Tschechoslowakei produzierte Tatra der 2-Tonner Tatra T92 mit V-8-Motor. Dieses Modell wurde erst von der tschechischen Armee und später von den Deutschen verwendet. Die Praga RV-Modelle waren wiederum 6×4-Typen und wurden als Allzweckfahrzeuge, Kabel- und Kommandowagen verwendet. Das Schell-Pogramm wurde begonnen, um diese zahlreichen 6×4-Fahrzeuge überflüssig zu machen, konnte aber nie mit dem Bedarf Schritt halten, sodass die älteren Modelle bis Kriegsende eingesetzt werden mussten und danach in zivilen Händen weiterbenutzt wurden. Doch leichte Lastkraftwagen um die 1,5-Tonner herum hatten bei den deutschen Streitkräften sowieso keine große Bedeutung. Nur die kleinere Variante des Opel Blitz trat öfters auf. Die meisten anderen Fahrzeuge dieser Klasse wurden als schwere Pkw oder Ambulanzfahrzeuge verwendet. Schwere Lastkraftwagen Die meisten deutschen schweren Lastkraftwagen waren im Grunde zivile Fahrzeuge oder Typ S-Modelle im Rahmen des Schell-Programms. Die Mehrheit bestand aus 4×2 4 bis 6 Tonnern, wie zum Beispiel der MAN ML4500, welcher auch in Österreich bei OAF gebaut wurde. Der Mercedes L4500A ist ein typisches Beispiel für diesen deutschen Fahrzeugtyp, wie er von der Wehrmacht eingesetzt wurde. Angetrieben von einem Daimler-Benz OM67/4 6-Zylinder-Dieselmotor bildete er mehr …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top