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05-1916, Mai 1916


Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für Mai 1916.

Hochseeflotte in der Nordsee
Die deutsche Hochseeflotte auf dem Weg in die Nordsee zur Schlacht am Skagerrak.

Rebellion in Irland endet – Todesmarsch von Kut – Schlacht von Kondoa Irangi in Ostafrika – österreich-ungarische Trentino-Offensive – Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Großbritannien – Seeschlacht am Skagerrak.

Mai 1916

Seiteninhalt:

zurück Zurück zu April 1916.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 1. Mai 1916:

 Spuren der Kämpfe in Dublin
Die Spuren der Kämpfe in Dublin, wo britische Soldaten den Aufstand irischer Nationalisten brutal niedergeschlagen haben.

Heimatfronten
Irland,Osteraufstand – DIE REBELLION ENDET: britische Verluste 521 Soldaten, Rebellen 58 Mann, zivile Opfer 736. 16 Rebellenführer werden bis zum 8. Mai erschossen und 79 eingesperrt.
Großbritannien: Die Lebensmittel-Einzelhandelspreise steigen um 6% auf 55%. Im Mai bildet das Kriegs-Propaganda-Büro eine spezielle Gemälde-Abteilung mit dem Maler Muirhead Bone als erster von 90 Kriegskünstler. Sassoons erste Kriegsdichtung (The Old Huntsman) wird veröffentlicht.
Deutschland: Liebknecht wird verhaftet, als er in Berlin vor 10.000 Arbeitern gegen den Krieg protestiert. Bereits während des Mai werden die Wehrpflichtigen für 1917 bis zum August nach und nach eingezogen, 15 Monate früher als sonst.

Geheimkrieg
Holland: Während des Mai wird Mata Hari als deutsche Agentin angeworben und reist per Schiff am 24. Mai nach Spanien.
Spanien: Im Mai beginnt die französische Agentin und Kriegerwitwe Marthe mit ihrem Einsatz als Geliebte des deutschen Marineattaché in Madrid.

Westfront
Deutsche Rochade östlich von Ypern und nördlich von Albert (Somme). Die britische Graben-Zeitung parodiert Ideen zu ‘Wie den Krieg gewinnen ?’.
Verdun: Nivelle übernimmt von Petain den Befehl und verkündet ‘Wir wissen, wie es geht’. Petain übernimmt die französische Zentrale Heeresgruppe. Französische Truppen nehmen Gräben südlich von Fort Douaumont. 40 französische Divisionen wurden seit Beginn der Schlacht eingesetzt, gegenüber 26 deutsche Divisionen (keine Ablösung der Formationen, nur Ersatz an Männern).
Während des Mai verfasst der französische Hauptmann Andre Laffargue sein Pamphlet über eine revolutionäre Infiltrationstaktik für die Infanterie. Die Deutschen erbeuten offensichtlich eine Kopie davon.

Südfronten
Italienische Front: Im Mai beginnen die Franzosen damit, 250 Maschinengewehre pro Monat nach Italien zu schicken.

Afrikanische Fronten
Rhodesien: Das 1. einheimische Regiment wird aufgestellt und wird am 18. Juli nach Deutsch-Ostafrika geschickt.

Seekrieg
Ärmelkanal: Vizeadmiral Ronarc’h wird französischer Oberbefehlshaber für die restliche Dauer des Krieges.
Adria: Im Mai werden die ersten italienischen MAS-Motortorpedoboote in Dienst gestellt. 299 von den im April 1915 bestellten Booten werden gebaut. 47 japanische Fischerboote werden während des Jahres gekauft, um als Geleitschiffe eingesetzt zu werden. 4 italienischen Schlachtschiffe werden bei Valona in ​​Albanien stationiert.
Mittelmeer: Im Mai wird Admiral Haus zum ersten und einzigen österreich-ungarischen Großadmiral ernannt (vermutlich am 28. Mai.). U-Boote versenken 37 Schiffe mit 72.072 t in Mittelmeer aus einem alliierten Gesamtverlust von 119.381 t.
Deutschland: Es werden zunächst 24 Allzweck-Küstentorpedoboote/Minenräumer für Einsätze vor der Küste in Flandern in Auftrag gegeben (6 werden in Antwerpen fertiggestellt).

Luftkrieg
Frankreich: Erstflug des französischen Spad VII Jagdflugzeuges mit 140-PS-Hispano-Suiza-V8-Motor. Der Franzose Caquot stellt den klassischen Drachen-Ballon zur Beobachtung und als Sperrballon vor.
Großbritannien: Die erste Staffel (70. Squadron) des Royal Flying Corps stellt seine ersten Flugzeuge (Sopwith 1 1/2 Strutter) mit synchronisierten Maschinengewehre, welche durch den Propellerkreis feuern, in Dienst.

Politik
Großbritannien: Im Mai wird eine britische Registrierung-Einheit für Grabstätten von Gefallenen in Ägypten, auf dem Balkan, Mesopotamien und Ostafrika gebildet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 2. Mai 1916:

Abgestürztes deutsches Luftschiff in der Nordsee
Abgestürztes deutsches Luftschiff in der Nordsee. Von insgesamt 109 deutschen Luftschiffen gehen 40 während des Krieges verloren.

Luftkrieg
Großbritannien: 8 Zeppeline verursachen in der Nacht vom 2./3. Mai 39 Opfer in Yorkshire, Northumbria und Schottland. Ein Sturm zerstört am folgenden Tag L20 auf der Rückfahrt in der Nähe von Stavanger, Norwegen.

Westfront
Somme: Die geplante französische Offensive soll von Micheler geführt werden, obwohl Petain die offensichtliche Wahl gewesen wäre. Der auf dessen Erfolge und Ansehen neidische französische Oberbefehlshaber Joffre zieht ihn jedoch nicht in Betracht.

Südfronten
Mazedonien: Französische Truppen besetzen Florina, 38 km südlich von Monastir.

Naher Osten
Mesopotamien: Eine Ansprache des britischen Königs an das Tigris-Korps wird verlesen. Die neue 14. Division wird am 12. Mai gebildet. Es gibt einen Cholera-Ausbruch und die Temperaturen im Schatten belaufen sich auf über 46°.

Geheimkrieg
Stotzingen verlässt Jerusalem in Richtung Arabien nach Wejh, erreicht aber Ende Mai nur Yanbo, aufgrund der Küstenblockade durch die Royal Navy.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 3. Mai 1916:

Hölle Verdun
Die Hölle – der Horror von Verdun.

Westfront
Verdun: Französische Truppen erstürmen deutsche Stellungen nordwestlich vom Mort Homme (Hügel ‘Toter Mann’), aber 500 deutsche Geschütze auf einer 1,5 km breiten Frontlinie zerschlagen Hügel 304 bis zum 5. Mai, wobei ein französisches Bataillon auf 3 Mann zusammengeschossen wird.

Naher Osten
Persien: Der russische General Baratow nimmt Kasr-i-Shirin an der Grenze (180 km von Bagdad entfernt) und erfährt von der Kapitulation von Kut per Funk. Am 15. Mai nimmt er Khanikin.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: belgische Truppen besetzen Shanzugu am Kivu-See, sowie Kigali am 6. Mai.

Seekrieg
Nordsee: Das Wetter vereitelt einen britischen Trägerangriff mit Vindex und Engadin auf die Zeppelin-Hallen von Tondern (bis zum 4. Mai), aber die Kreuzer Galatea und Phaeton zwingen den Zeppelin L7 zur Notwasserung. Das britische Unterseeboot E31 vernichtet ihn später und rettet 7 Überlebende und übersteht dabei einen Treffer mit einer 15-cm-Granate und einen Rammversuch vom deutschen Kreuzer Rostock. Die Hauptflotten beider Seiten unternehmen vom 4. bis 5. Mai eine kurze, ereignislose Unterstützungsaktion.

Luftkrieg
Ostfront: Der Zeppelin ZX11 greift Luninetz an, während LZ86 die Eisenbahnlinien von Minsk bombardiert.

Heimatfronten
Russland: Ex-Kriegsminister General Sukhomlinow wird wegen des Vorwurfs des Verrats verhaftet.
Großbritannien: Eine 10%-Reduzierung vom Einsatz von elektrischem Licht wird angefordert, um Kohle zu sparen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 4. Mai 1916:

 Ilya Muromets
Über 80 Bomber Ilya Muromets wurden gebaut. Sie waren gegen Angriffe ziemlich immun, wenn auch ihre Genauigkeit beim Bombenabwurf beschränkt war.

Luftkrieg
Ostfront: Der russische schwere Bomber Ilya Moutometz II (Pankratiev) fliegt den ersten von fünf erfolgreichen bewaffneten Aufklärungseinsätzen im Mai über den Abschnitten Yazlovetch-Bugatch und Yazlovetch-Rusilov und hilft bei der Eroberung von Yazlovetch.

Naher Osten
Mesopotamien: Die 450 gefangengenommen britischen Offiziere der Garnison von Kut werden mit einem Raddampfer nach Bagdad gebracht.

Seekrieg
Deutschland: Die Regeln des Kreuzerkrieg müssen durch die U-Boot-Kommandanten nun angewendet werden, sofern Schiffe nicht versuchen zu fliehen oder Widerstand leisten.
Adria: Das französische U-Boot Bernoulli bläst das Heck des österreich-ungarischen Zerstörers Csepel an der Einfahrt nach Cattaro weg.

Politik
Deutschland: Die Regierung verspricht in der Antwort auf die amerikanische Sussex-Note, dass keine unbewaffneten Schiffe ohne Vorwarnung versenkt werden. Die US-Regierung akzeptiert dies am 8. Mai.

Neutrale
USA: Der US-Kongress verdoppelt die Anzahl der Kadetten in West Point. US-Marines landen in Santo Domingo an, um die Ordnung wiederherzustellen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 5. Mai 1916:

Erde von Verdun
Die Erde von Verdun: über dutzende Kilometer zieht sich um die Stadt ein Bogen zerstörten, von Granaten immer wieder umgepflügten Landes.

Westfront
Verdun: Deutsche Truppen nehmen Hügel 304. Ein Unteroffizier des französischen 135. Infanterie-Regiment schreibt ‘… wie konnte irgend jemand die Todeszone um uns herum überwinden ?’

Südfronten
Saloniki: Milne wird mitgeteilt, dass er der Nachfolger von General Mahon (nach Ägypten abberufen) als Befehlshaber werden wird.

Luftkrieg
Belgien: 19 Flugzeuge des Royal Navy Air Service (1. FTR) bombardieren in der Nacht vom 5./6. Mai den Flugplatz Mariakerke. Der Angriff wird am 21. Mai wiederholt und der Flugplatz von Ghistelles dazwischen am 19. Mai bombardiert.

Politik
Russland: Der Zar empfängt den serbischen Premierminister Pasic.

Neutrale
USA: Mexikanische Villalistas plündern zwei Siedlungen in Texas.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 6. Mai 1916:

Plakat zum Abliefern von Metallgegenständen
Die alliierte Blockade macht sich in Deutschland bemerkbar: auf diesem Plakat wird die Bevölkerung zum Abliefern aller Arten von Metallgegenständen für die Kriegsproduktion aufgefordert.

Mittlerer Osten
Mesopotamien – der Todesmarsch von Kut beginnt: 2.592 gefangengenommene britische Soldaten, welche durch ein kurdisches Kavallerie-Regiment eskortiert werden, beginnen mit einem 2.000-km-Eilmarsch nach Anatolien. Sie erreichen Ctesiphon am 14. Mai.
Syrien: Djemal Pascha lässt 21 arabische Führer der ‘Autonomen Syrier’ ohne Gerichtsverfahren hängen, darunter auch ein osmanischer Senator.

Luftkrieg
Westfront: Ungünstiges Wetter schränkt die Flugtätigkeiten bis zum 10. Mai sowie am 25. Mai stark ein.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 7. Mai 1916:

Gefallene in einem zerstrümmerten Unterstand
Gefallene in einem zertrümmerten Unterstand bei Verdun.

Westfront
Verdun: Heftige deutsche Angriffe nehmen Gelände bei Hügel 304 und vor Fort Douaumont. Jedoch scheitern die Angriffe am folgenden Tag.

Ostfront
Österreich-Ungarn: Der militärische Nachrichtendienst entdeckt 4 russische Korps von Brusilow zwischen Kolki und Rowno, aber die Warnung wird nicht beachtet.

Naher Osten
Mesopotamien: Khalil Pascha schickt 6.000 Mann türkischer Truppen mit 14 Kanonen von Kut zur persischen Grenze.

Afrikanische Fronten
Süd-Algerien: Französische Truppen schlagen den Aufstand der Tuareg bis zum 9. Mai nieder. Deren Führer Firhoun wird am 25. Mai getötet und bis zum 1. September geben die anderen auf.

Besetzte Gebiete
Serbien: Die serbische Exil-Regierung richtet ihren Sitz in Saloniki (Griechenland) ein.

Heimatfronten
Deutschland: Der unpopuläre und kranke Innenminister Delbrück tritt zurück.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 8. Mai 1916:

The Last Call
Letzter Aufruf: dieses australische Plakat wirbt um Freiwillige für die Westfront.

Westfront
Frankreich: Die ANZAC-Truppen rücken in die Front beim BEF ein.
Verdun: 650 bayerische Soldaten sterben in einer Magazinexplosion im Fort Douaumont.

Südfronten
Italienische Front: Cadorna beruft General Brusati von der italienischen Ersten Armee ab, wegen dessen übermäßig aggressiven Dispositionen (praktisch keine 2. und 3. Linie vorhanden), General Graf Pecori-Giraldi ersetzt ihn. 67 Bataillone und 80 Geschütze verstärken die Erste Armee bis zum 15. Mai.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Portugiesische Truppen werfen die Deutschen aus Nhika, aber 400 portugiesische Soldaten werden von nur 45 Deutschen am Fluss Ruovuma bei Mwambo am 27. Mai abgeschlagen.

Seekrieg
Ostatlantik: Das deutsche U-Boot U 20 versenkt das auf dem Weg in die USA befindliche britische Passagierschiff Cymric (5 Tote) 140 Meilen NNW von Fastnet. Es ist das 37. Passagierschiff, welches durch deutsche U-Boote seit der Lusitania versenkt wurde, und das vierte während der laufenden Offensive (entgegen den Befehlen).

Luftkrieg
Ägypten: Deutsche Luftangriffe auf Port Said von El Arish aus (und am 21. Mai). 6 Flugzeuge des Royal Flying Corps fliegen einen Vergeltungsangriff gegen El Arish am 18. Mai und richten ein Flugfeld in Port Said mit zwei dort stationierten Flugzeugen ein.

Heimatfronten
Großbritannien: Churchill von der Westfront zurück, spricht am folgenden Tag im House of Commons über Irland und will den dortigen freiwilligen Militärdienst beibehalten. Ein irisches, nationalistisches Parlamentsmitglied ruft dazwischen: ‘Und was ist mit den Dardanellen ?’.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 9. Mai 1916:

Deutsche Askaris der 21. Feldkompanie
Deutsche Askaris der 21. Feldkompanie der Schutztruppe in Ostafrika.

Afrikanische Fronten
Ostafrika – Schlacht von Kondoa Irangi (bis zum 10. Mai): Lettow-Vorbecks 4.000 Mann werden bei vier Nachtangriffen durch die südafrikanischen Truppen abgewehrt. Andere besetzen am 11. Mai Mbulu, südwestlich vom See Manyara.
Libysche Wüste: Mahon wird befehlshabender General der britischen WFF (Western Frontier Force).

Seekrieg
Osmanisches Reich: Enver Pascha appelliert um Hilfe der Marinen der Mittelmächte gegen die Vorstöße der russische Schwarzmeer-Flotte. Generalstabschef Falkenhayn unterstützt dies und schickt das deutsche U-Boot U 38, welches aber nur 4 kleinere Schiffe bis zum 11. August versenken kann.

Politik
Großbritannien: King George V. empfängt russische Duma-Mitglieder (Briand ebenso am 22. Mai).

Neutrale
USA: Wilson schickt 4.000 weitere reguläre Soldaten nach Mexiko und zur Grenze. Die Nationalisten empfehlen am 10. Mai, Mexiko zu verlassen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 10. Mai 1916:

Lord Wimborne
Lord Wimborne war der britische Lord-Leutnant in Irland vor dem Osteraufstand.

Heimatfronten
Irland: Eine Königliche Kommission zur Untersuchung der Rebellion wird unter dem Vorsitz von Lord Hardinge gebildet, welche am 18. Mai eröffnet. Lord Wimborne tritt als Lord-Leutnant (königlicher Statthalter) zurück, Staatssekretär Birrell ist bereits am 3. Mai von seinem Posten zurückgetreten.
Frankreich: 17 britische Kriegsdienstverweigerer verweigern Befehle der britischen Armee außerhalb von Le Havre.

Westfront
Verdun: Deutscher Angriff auf Hügel 287. Französischer Gegenangriff beim Mort Homme (Hügel ‘Toter Mann’).

Südfronten
Saloniki: Milne wird Befehlshaber der britischen Saloniki-Armee für die restliche Dauer des Krieges. Sarrail besetzt mit seinen französischen Truppen das griechische Grenz-Fort Dovatepe zwischen Vardar und Stuma.

Luftkrieg
Sudan: 2 Flugzeuge des Royal Flying Corps sind auf einem Flugplatz bei Abaid bereit für Einsätze gegen den Sultan von Darfur.

Neutrale
Griechenland: Der französische General Sarrail lässt das griechische Grenz-Fort Dovatepe besetzen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 11. Mai 1916:

Nieuport XI
Eine Nieuport XI ‘biplane de chasse’ (Zerstörer).

Luftkrieg
Westfront: Kommandant de Rose, Schöpfer und Motivator der französischen Jagdverbände, welche Verdun verteidigen, wird im Alter von 40 Jahren getötet, als seine Nieuport XI in niedriger Höhe abschmiert.

Westfront
Artois: Deutsche Truppen nehmen 500 Meter Schützengräben der britischen 15. Division nordöstlich von Vermelles. Teile davon können im Gegenangriff wieder zurückgewonnen werden.
Verdun: Deutscher Angriff westlich des Teiches bei Vaux.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 12. Mai 1916:

Französische Sanitäter
Französische Sanitäter versuchen in schwerstem Artilleriefeuer von Verdun einen Verwundeten zu bergen.

Westfront
Verdun: Deutsche Angriffe auf das französische Zentrum.

Naher Osten
Mesopotamien: Der in Kut gefangengenommene britische General Townshend verlässt Bagdad und trifft am 19. Mai in Mosul ein.

Afrikanische Fronten
Tanganjikasee: Commander Spicer-Simpson kehrt nach Lukuga zurück, von wo er am 21. Februar aufgebrochen war. Er schließt sich den Belgiern an.

Luftkrieg
Großbritannien: Der Burbidge-Ausschuss zur Untersuchung des mutmaßlichen Missmanagements in der Royal Aircraft Factory in Farnborough wird eingerichtet. Vorsitzender ist Sir R. Burbidge vom Harrods Store.

Besetzte Gebiete
Ostfrankreich: die Deutschen gewähren zwangsverpflichteten Arbeitern aus Lille 1,5 Stunden ihre Sachen zu packen, bevor sie für Farmarbeiten abtransportiert werden. 25.000 Personen, einschließlich Frauen und Mädchen, sind bis zum September von diesen Maßnahmen betroffen.

Heimatfronten
Irland: Überraschungsbesuch von Premierminister Asquith in Dublin bis zum 18. Mai.
Großbritannien: Ein Brief des Home Office an die Gewerbetreibenden weist darauf hin, dass die Jugendkriminalität ansteigt.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 13. Mai 1916:

 österreich-ungarische U-Boot 'U 6'
Das österreich-ungarische U-Boot ‘U 6’ wurde 1909 in Fiume gebaut.

Seekrieg
Adria: In der britischen Otranto-Sperre verfängt sich das österreich-ungarische U-Boot U 6 und wird gezwungen, sich selbst zu versenken. Dies ist der einzige bestätigte Verlust eines U-Bootes in der Otranto-Sperre während des gesamten Krieges.

Westfront
Artois: Britische Truppen wehren einen deutschen Angriff auf den Wald von Ploegsteert ab. Leutnant H. Macmillan von den Grenadier Guards schreibt an seine Mutter: ‘… das Außergewöhnliche an einem modernen Schlachtfeld ist seine Trostlosigkeit und Leere …’.
Verdun: Heftige deutsche Angriffe westlich vom Hügel 304 und nordöstlich von Mort Homme (Hügel ‘Toter Mann’). Generalstabschef Falkenhayn befiehlt dem über die Verluste verzweifelnden Kronprinzen bis zum 1. Juni eine neue Offensive vorzubereiten.

Ostfront
Russland: Der Zar und General Brusilow inspizieren die neue 10.000-köpfige serbische Division, gebildet aus ehemaligen österreich-ungarischen Kriegsgefangenen, bei Benderi und besuchen Odessa bis zum nächsten Tag. Anschließend reist die kaiserliche Familie weiter zum Urlaub nach Sewastopol auf der Krim.

Naher Osten
Mesopotamien: Der russische Oberst Rjbalschenko nimmt Rowanduz östlich von Mosul.

Luftkrieg
Westfront: Die Esc Americaine fliegt ihre erste Patrouille mit Nieuport XI Jagdflugzeugen.

Politik
Großbritannien: Kriegsminister Kitchener erhält eine Einladung des Zaren, Russland zu besuchen. Über den geplanten Besuch gibt es weitverbreitete Gerüchte.

Heimatfronten
Großbritannien: Verheiratete Männer im Alter von 36-41 Jahren werden zum 13. Juni zum Militärdienst einberufen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 14. Mai 1916:

Französische Kolonialsoldaten aus Indochina
Französische Kolonialsoldaten aus Indochina in ihrem Lager bei Saloniki.

Südfronten
Saloniki: Der französische Oberbefehlshaber Joffre sendet den Plan für eine Offensive in Mazedonien für das Jahr 1916 an die Briten und bittet um 2 weitere Divisionen Verstärkung dafür.
Isonzo: Österreich-ungarische Truppen erobern die Adria-Werft mit den Hügeln 12 und 93 bei Monfalcone zurück.

Neutrale
China: Die Huimin-Gesellschaft unterzeichnet einen Vertrag mit Frankreich zur Bereitstellung von 200.000 chinesische Arbeiter für die Dauer des Krieges.
Mexiko: Der Zweite Leutnant Patton erschießt Pancho Villas Leibwächter und wird dafür am 26. Mai befördert.

Westfront
Artois: Deutsche Angriffe auf Hohenzollern Redoubt-Hulluch (Laos).

Ostfront
Deutschland: 1.000 britische Kriegsgefangene werden bei Zeren aus Zügen ausgeladen und müssen als Bestrafungsaktion südwestlich vom Golf von Riga bis zum 26. Mai Bäume fällen. Häufig verweigern sie jedoch die Arbeit.

Mesopotamien
Gorringe berichtet von türkischer Luftüberlegenheit durch den Einsatz deutscher Fokker E Jagdflugzeuge.

Seekrieg
Ägäis: Türkische Küstengeschütze versenken den britischen Monitor M30 im Golf von Smyrna. Die Briten räumen darauf hin Long Island im Golf am 27. Mai.
Mittelmeer: Die französische Flotte wird in die Schlachtgeschwader Orient, Syrien und die Adria-Divisionen aufgeteilt.

Heimatfronten
Frankreich: Präsident Poincares Rede an der Universität von Nancy.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 15. Mai 1916:

österreich-ungarischer Grabenmörser feuert im Trentino
Ein österreich-ungarischer Grabenmörser feuert im Trentino auf italienische Stellungen.

Südfronten
ÖSTERREICH-UNGARISCHE TRENTINO-OFFENSIVE beginnt mit einer vierstündigen, intensiven Artillerievorbereitung ab 6 Uhr morgens auf einer 35 km breiten Frontline. Das XX. (Elite-Edelweiss-) Korps von Erzherzog Karl hat 253 Geschütze zur direkten Unterstützung sowie 140 vom III. Korps und nimmt Costa d’Agra und Mt Coston (1.751 m) und durchbricht die erste italienische Linie bis zum folgenden Tag. Aber das VIII. Korps westlich davon wird durch die italienische Roma-Brigade und Alpini-Truppen zum Stehen gebracht. Ebenso gelingt östlich von dem XXI. Korps kein Durchbruch, obwohl der Ablenkungsangriff des XVII. Korps Teile des Armentera-Höhenrückens (1.510 m) entlang Val Sugana nimmt, was der italienische General Pecori-Giraldi fälschlicherweise als Hauptangriff ansieht.

Westfront
Artois: Die Briten lassen eine unterirdische Mine hochgehen und erstürmen 250 Meter Gräben auf der Vimy-Höhe, aber die Deutschen erobern den Krater am 17. Mai zurück.

Naher Osten und Seekrieg
Arabien: Die alliierte Blockade der Küste von Hedschas beginnt.

Politik
Großbritannien: Außenminister Grey behauptet, dass die Alliierten für ein freies Europa kämpfen würden. Der deutsche Reichskanzler Bethmann antwortet darauf am 23. Mai, dass Deutschland Frieden auf der Grundlage der Sicherheit gegen einen Angriff machen würde.

Besetzte Gebiete
Belgien: Generalgouverneur Bissings Dekret fordert Arbeitslose auf, für Deutschland Arbeiten zu übernehmen.

Heimatfronten
Irland: Casement wird wegen Hochverrats in Folge des Osteraufstand der Prozess gemacht.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 16. Mai 1916:

 italienische Oberbefehlsaber Cadorna
Der italienische Oberbefehlshaber Cadorna inspiziert italienische Stellungen.

Südfronten
Italienische Front: Cadorna kommt von Udine in Thiene an, um die Verteidigung des Trentino zu leiten.

Naher Osten
Armenien: 15.000 Russen der neuen 127. Division laufen aus Mariupol am Asowschen Meer in 28 Schiffen in Richtung Trapezunt aus und gehen dort am 21. Mai an Land, gefolgt von der 123. Division am 30. Mai.
Sinai: Anzac-Truppen erstürmen das türkische Lager bei Bayud. Neuseeländische Truppen plündern Bir Zalmuna (33 km östlich von Katia) am 31. Mai. Die britische Eisenbahn wird am 19. Mai bis nach Romani fertiggestellt.

Afrikanische Fronten
Britisch-Somaliland: Las Khorai, welches von Derwisch-Kriegern eingeschlossen wurde, wird entsetzt.
Tschad: 737 französische Soldaten besiegen Sultan Bakhit, welcher am 23. Juni aufgibt, dann allerdings nach Darfur flieht. Er wird am 16. Juli gefangen genommen.

Seekrieg
Nordsee: Die britische Dover Patrol greift deutsche Zerstörer vor der belgischen Küste an.
Mittelmeer: Das deutsche U-Boot U 39 (Forstmann) ist auf Feindfahrt bis zum 6. Juni und versenkt dabei 21 Schiffe (davon 2 neutrale) mit zusammen 52.812 t mit nur 5 Torpedos und 5 Sprengladungen, aber 365 88-mm-Granaten (einschließlich eines 18-minütigen Beschusses von Porto Ferraio auf Elba).
Schwarzes Meer: Die russische Marine beginnt mit größeren amphibischen Operationen (bis zum 30. Mai).

Luftkrieg
Westfront: 27 anglo-deutsche Luftkämpfe, bei denen das Royal Flying Corps und die Deutschen je 2 Flugzeuge verlieren. 13 unentschiedene Luftkämpfe am nächsten Tag. Leutnant Ball in einer Bristol Scout von der 11. Squadron erlebt seinen ersten Luftkampf gegen ein Albatros-Flugzeug über Givenchy.

Politik
Island stimmt mit Großbritannien darüber, auf alle Exporte aus Deutschland zu verzichten.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 17. Mai 1916:

Italienische Gefallene Trentino
Durch österreich-ungarisches Artilleriefeuer im Trentino getötete italienische Soldaten.

Südfronten
Trentino: Die österreich-ungarischen Truppen haben bisher 6.300 italienische Kriegsgefangene eingebracht. Die Tiroler Kaiserjäger erobern den Mount Maggio und Sima di Campulozzo.
Saloniki: Das britische Kriegskomitee lehnt eine Offensive in Mazedonien ab.

Ostfront
Russland: Mittlerweile haben 103.000 Mann von Brusilows Truppen den britischen Propagandafilm Britain Prepared gesehen. Der Zar sieht ihn bei STAVKA.

Naher Osten
Mesopotamien: Die gefangengenommene britische Garnison von Kut wird demütigend durch Bagdad geführt. Der US-Konsul gibt Geld und kann 500 Mann in ein Krankenhaus bringen lassen. Die Kriegsgefangenen werden am 19. Mai per Eisenbahn nur bis nach Samarra weiter transportiert und erreichen Tekrit am 23. Mai, wo sie mit Steinen beworfen werden.
Südpersien: Sykes 638 Soldaten verlassen Bandar Abbas in Richtung Kerman.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Deutsche Soldaten sprengen die Uganda Railway in der Nähe der Mackinnon-Straße.

Seekrieg
Ostsee: Das russische U-Boot Volk versenkt 3 deutsche Dampfer vor Schweden, was der größte russische U-Boot-Erfolg bis 1945 bleibt.
3 britische und zwei russische U-Boote beginnen Patrouillen am 25. Mai: das Boot der Royal Navy E18 bläst am 26. Mai den Bug des deutschen Zerstörers V100 (12 Tote) 50 km vor Libau weg, geht aber verloren (am 28. Mai oder später) – entweder durch eine Mine oder die deutsche U-Boot-Falle K. Der Zar bricht die russischen Regeln zur Vergabe von Auszeichnungen und verleiht diese an Kommandant Halahan und seine Besatzung posthum.

Luftkrieg
Westfront: Deutscher Luftangriff auf Luxeuil-les-Bains, wo es 10 amerikanische Opfer gibt.
Großbritannien: Das Air Board unter Lord Curzon wird gebildet, um die Lieferungen an Bauteilen (Flugzeugzellen, Motoren, Komponenten) für das Royal Flying Corps und den Royal Navy Air Service zu koordinieren.

Neutrale
USA: In einer Rede in Washington sagt Wilson, dass die USA gezwungen sein kann, zu intervenieren und in jedem Fall bei einer Friedensregelung beteiligt werden müssten.


Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 18. Mai 1941:

Mortier de 370 Filloux
Einfach in seiner Auslegung ist der französische 370-mm-Mörser Mortier de 370 Filloux aber eine Bestie. Die schwersten Geschosse von rund 490 kg haben eine Reichweite von nur 8.100 Metern.

Westfront
Verdun: Erfolgloser deutscher Angriff auf den Wald von Avocourt und Hügel 304 (wiederholt am folgenden Tag). 300 französische Kanonen (einschließlich 4 x 370-mm-Mörsern) beginnen mit dem Beschuss des Abschnitts bei Fort Douaumont.

Südfronten
Trentino: Das österreich-ungarische VIII. Korps hat schließlich Erfolg mit der Einnahme des Zugna Toirta (1.257 m) östlich des Flusses Etsch, nachdem die Roma-Brigade aufgerieben wurde. Die österreich-ungarische 10. Gebirgsbrigade erstürmt den Mt. Col Santo (2.114 m) weiter im Osten. Die Ancona-Brigade bricht und das italienische Zentrum ist gefährdet.

Naher Osten
Mesopotamien: 113 Kuban-Kosaken erreichen das britische Tigris Corps nach einem Marsch über 330 km. Die britischen Offiziere werden mit dem Military Cross für das erste englisch-russische Militärtreffen als Verbündete seit 1815 ausgezeichnet.

Seekrieg
Östliches Mittelmeer: 2 Monitore der Royal Navy beschießen El Arish auf dem Sinai für 50 Minuten.

Heimatfronten
Frankreich: Ein Ministerkomitee wird gebildet, um die verwüsteten Gebiete wieder aufzubauen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 19. Mai 1916:

Italiener auf Berggipfel im Trentino
Italienische Soldaten haben mit einem Gebirgsgeschütz einen Berggipfel im Trentino besetzt.

Südfronten
Trentino: Die Italiener geben ihre Linie vom Mt.Toraro zum Mt.Melignone auf, zerstören ihre Befestigungen und ziehen sich zurück. Nach einem Vormarsch über 8 km hält das österreich-ungarische XX. Korps jedoch an, um auf die Artillerie für den nächsten Angriff zu warten. Währenddessen schickt die italienische Erste Armee ihre letzten Reserven aus 6 Alpini-Bataillonen nach vorne und die Volturno-Brigade retten die Stellungen auf dem Mt. Pasubio (1.236 m).

Westfront
Verdun: Deutsche Truppen nehmen Stellungen südlich von Hügel 287.
Die deutsche Armee führt Diphosgen-Granaten bei Chattancourt erstmals ein. Diphosgen ist eine Flüssigkeit (gasförmiges Phosgen) und kann einfach durch Kanoniere verwendet werden.

Naher Osten
Mesopotamien: Die türkischen Truppen räumen die Stellungen am Südufer bei Es Sinn und ziehen sich bis zum nächsten Tag nach Kut zurück. Enver Pasche trifft in Bagdad ein (bis zum 25. Mai), um eine Offensive nach Persien durchzusetzen, trotz deutscher Einwände.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Belgische Truppen besetzen Nyanza und fragen bei Molitor in Kigali bis zum 21. Mai an, wann Ruanda vollständig besetzt sei.

Luftkrieg
Westfront: Navarra von der Esc N67 erringt seinen 12. und letzten Luftsieg über Verdun. Flugzeuge und Ballone des Royal Flying Corps bekämpfen 61 Ziele (88 am 20. Mai, 76 am 21. Mai und 87 am 22. Mai) und beanspruchen den Abschuss von 4 deutschen Flugzeugen.
Großbritannien: 7 deutsche Wasserflugzeuge (1 verloren durch eine Nieuport des Royal Navy Air Service aus Dünkirchen) fliegen in der Nacht vom 19./20.Mai bei Mondlicht einen Angriff auf 4 Küstenstädte im östlichen Kent. Es werden ca. 59 Bomben über Land abgeworfen und es gibt 3 Opfer.
Flandern: Deutsche Flugzeuge bombardieren bei Tag und Nacht bis zum 22. Mai Dünkirchen. 2 Flugzeuge werden vom Royal Navy Air Service zerstört. Es gibt 121 Opfer durch 372 abgeworfene Bomben.

Politik
Großbritannien: Premierminister Asquith weigert sich, den russischen General Gourko zu empfangen, welcher als Abgesandter für Kitcheners Russland-Besuch da ist. Der Premierminister spielt lieber wie gewohnt zwei Stunden Bridge in der Downing Street Nr 10.
Konferenz in London mit den Dänen, um Nahrungsmittelexporte nach Deutschland zu begrenzen. Vereinbarung mit dem dänischen Kohle-Büro am 30. Mai und über Phosphate am 8. Juni.

Heimatfronten
Großbritannien: Die Stärke der Armee für 1916/1917 wird auf 4 Millionen festgelegt. Eine Wohlfahrtsaufsicht für in Munitionsfabriken arbeitende Jungen und Jugendlichen wird eingerichtet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 20. Mai 1916:

deutsches MG-Team  Verdun
Ein deutsches MG-Team im Einsatz bei Verdun.

Westfront
Verdun: 5 deutsche Divisionen unter Gallwitz greifen den Mort Homme (Hügel ‘Toter Mann’) an und nehmen dabei die Spitze des Gipfels von Hügel 295.

Südfronten
Trentino: Der italienische Oberbefehlshaber Cadorna befiehlt der Erste Armee bis zum letzten Mann zu kämpfen. Er trifft in Udine die beiden Armeekommandeure von der Isonzo-Front und stimmt Maßnahmen für die Vorbereitung einer Evakuierung zu, falls die österreich-ungarischen Truppen die dahinter liegende Ebene erreichen. Die 2. Linie im Trentino wird für die stärkere 3. Linie aufgegeben.
Das österreich-ungarische III. Korps greift die italienische 34. Division an und nimmt Cima di Leva.

Geheimkrieg
Die Österreicher fangen italienische Funksprüche bezüglich von Gegenangriffen für den nächsten Tug um 4 Uhr morgens ab und ergreifen Gegenmaßnahmen, um diese abzuwehren.

Ostfront
Russland: Italien bittet STAVKA um eine Entlastungsoffensive, was in einem Telegramm des Königs an den Zaren am 22. Mai gipfelt.

Naher Osten
Armenien: Kosaken nehmen einen kurdischen Major und Abweichler in der Nähe von Kigi gefangen, welcher einen Operationsplan der türkischen Zweiten Armee mit sich führt.

Luftkrieg
18 ergebnislose deutsch-alliierte Luftkämpfe.

Heimatfronten
Montenegro: Premierminister Miuskovic offenen Brief beschuldigt den in das Exil geflohenen König des Verrats. Der Premierminister tritt zurück, Radovic wird Nachfolger.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 21. Mai 1916:

Italienische Alpini-Soldaten in ihrem Lager
Italienische Alpini-Soldaten in ihrem Lager im Hochgebirge.

Südfronten
Italienische Front: Der italienische Oberbefehlshaber Cadorna bildet als Reserve die Fünfte Armee, deren 5 Korps und 2 Kavallerie-Divisionen sich in dem Dreieck Vicenza-PaduaCitadella bis zum 5. Juni konzentrieren. Er versetzt Generalleutnant Lequio aus Carnia als Befehlshaber in die Gegend der Gemeinde Sette, nördlich von Asiago. Das österreich-ungarische III. Korps erstürmt den Mt. Vezena (2.019 m) und zwingt die verteidigende 34. Division weitere zwei italienische Forts zu sprengen.

Westfront
Artois: Mit einem 14-stündigen Unterstützungsfeuer aus 320 Kanonen nimmt die deutsche 18. Reserve-Division 1.400 Meter Schützengräben der britischen 47. Division bei der Vimy-Höhe, um einen alliierten Tunnelbau zu unterbinden. Die Frontlinie wird etwa 250-300 Meter nach Westen verschoben.
Verdun: Französische Truppen erstürmen Gräben zwischen dem Wald Avocourt und der Maas. Deutsche Angriffe auf den westlichen Hängen des Mort Homme (Hügel ‘Toter Mann’) werden abgewehrt.

Naher Osten
Afghanistan: Die deutsche Mission verlässt Kabul, Hentig reist weiter nach China.

Luftkrieg
Westfront: Ein deutsches Flugzeug landet im Nebel versehentlich auf dem Flugplatz der britischen 27. Staffel in Treziennes.

Heimatfronten
Großbritannien: Um Energie zu sparen, tritt eine ‘Sommerzeit’ in Kraft.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 22. Mai 1916:

Nieuport mit Prieur-Raketen
Nieuport mit Prieur-Raketen an den Flügeln.

Luftkrieg
Verdun: Französische Nieuport XI Jagdflugzeuge der Esc N65 zerstören 6 deutsche Fesselballons mit feuerwerksartigen Raketengeschossen sehr kurzer Reichweite, entwickelt vom französischen Marine-Leutnant Le Prieur.
Westfront: Der Zweite Leutnant Ball zwingt zwei deutsche Flugzeuge zur Notlandung, sein erster Erfolg im Luftkampf. Er bestreitet zwei weitere Gefechte am 29. Mai.

Westfront
Verdun: Die französische 5. Division (Mangin) nimmt deutsche Schützengräben auf einer über 1.800 Meter breiten Frontlinie im Abschnitt Farm Thiaumont-Fort Douaumont. Nach einem 11-minütigen Sturmangriff dringen französische Soldaten in das Fort ein und nehmen den Großteil davon innerhalb von 30 Minuten.
Artois: Die Reserve-Armee des BEF unter Gough wird gebildet. Am 30. Oktober wird sie zur britischen Fünften Armee.

Südfronten
Trentino: Das österreich-ungarische XVII. Korps nimmt Bargo am Fluss Brenta und vollendet seinen Vorstoß als Flankenschutz.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Smuts nimmt wieder den Vormarsch in 3 Kolonnen durch die Pare- und Usambara-Berge auf und überwindet 215 km bis zum 31. Mai.
Sudan – Schlacht von Beringia: Oberst Kelly, welcher mit 800 Mann plus ägyptischen und sudanesischen Hilfstruppen (26 Verluste), 8 Geschützen und 14 MGs seit dem 15. Mai von Abaid heranmarschiert ist, schlägt den Angriff des Sultan von Dafur mit 5.000 Kriegern (über 357 Verluste) 20 km nördöstlich von El Fasher ab. Kelly nimmt die Stadt am nächsten Tag und erbeutet 4 Geschütze und 55.000 Patronen.

Politik
Griechenland: Deutschland teilt der griechischen Regierung mit, dass Truppen Fort Rupel besetzen müssten. Die Griechen räumen das Fort unter Protest am 27. Mai und die Alliierten protestieren gegenüber Griechenland am 31. Mai.

Heimatfronten
Deutschland: Finanzminister Dr. Helfferich übernimmt zusätzlich das Innenministerium und den Stellvertreterposten des Reichskanzlers. Ein Kriegs-Lebensmittel-Amt unter Batocki wird gebildet, welches Sonderzulagen für Schwerarbeiter einrichtet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 23. Mai 1916:

Infanteristen und ein Lewis-MG-Schütze der 2. australischen Division
Infanteristen und ein Lewis-MG-Schütze der 2. australischen Division in einem Graben bei Croix du Bac in der Nähe von Armentieres in diesen Tagen.

Westfront
Artois, Vimy-Höhe: Ein Gegenangriff mit zwei Brigaden des IV. Korps des BEF bricht im Sperrfeuer der deutschen Artillerie zusammen. Britische Verluste 2.500 Mann gegenüber 1.344 bei den Deutschen.
Verdun: Ein deutscher Gegenangriff schneidet die französischen Truppen in Fort Douaumont ab, die nicht verstärkt werden können. Deutsche Truppen nehmen Cumieres.

Südfronten
Italienische Front: Das österreich-ungarische XXI. Korps, östlich der Etsch, greift den Buole-Pass (1.443 m) gegen die italienische 37. Division bis zum 28. Mai an.

Seekrieg
Nordsee: 10 deutsche U-Boote, welche ab dem 17. Mai ausgelaufen sind, beginnen ihre Operationsgebiete vor Stützpunkten der britischen Grand Fleet und wichtigen Seebereiche zu verminen, in Vorbereitung für Admiral Scheers geplante Unternehmung.

Luftkrieg
Sudan: Der zukünftige Marschall der Royal Air Force, Leutnant Siessor vom Royal Flying Corps, bombardiert den fliehenden Sultan von Darfur und wird dabei verwundet.

Heimatfronten
Großbritannien: Das House of Commons stimmt für einen £ 300-Millionen-Kriegskredit (den 11.). Die Kriegskosten belaufen sich seit dem 1. April auf £ 4,8 Millionen pro Tag.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 24. Mai 1916:

 deutsche schwere Batterie mit 21-cm-Haubitzen
Eine deutsche schwere Batterie mit 21-cm-Haubitzen vor Verdun.

Westfront
Verdun – Kämpfe entlang der gesamten Front: Die Deutschen nehmen wieder Fort Douaumont und den Wald von Caillette mit 100 Kriegsgefangenen. Der französische Divisionskommandeur Mangin fällt deswegen vorübergehend in Ungnade.
Französische Truppen erobern Teile von Cumieres am Westufer zurück. Eine französische Divisions-Artillerie auf dem Ostufer wird abgelöst, nachdem sie seit dem 21. April 180.000 Granaten verschossen hat und dabei 17 Geschütze durch deutsches Artilleriefeuer und 19 weitere durch Unfälle und Rohrkrepierer verloren hat.

Ostfront
Russland: General Brusilow von der Südfront schickt an Generalstabschef Alexejew ein Telegramm, dass er innerhalb einer Woche oder am 1. Juni angreifen kann. Das hätten ihm seine Armee-Befehlshaber telegrafiert. Die Offensive wird aber auf den 4. Juni verschoben, um der Westfront mehr Zeit für Vorbereitungen zu geben.

Geheimkrieg
Leutnant Slezkin und 20 Männer der russischen 10. Ingermanland-Husaren durchschwimmen den Fluss Prut in einer nächtlichen Aufklärungsmission in der Bukowina durch das neutrale Rumänien. Alle Teilnehmer werden mit dem St.Georges-Kreuz ausgezeichnet.

Südfronten
Italienische Front: Starker Schneefall hält den Vorstoß des österreich-ungarischen VIII. Korps gegen den Berg Pasubio auf, aber es erobert an diesem Tag den Mt. Cimone gegen 2 italienische Alpini-Bataillone. Die italienische 27. Division ersetzt das zerschlagene V. Korps.

Luftkrieg
Westfront: Raoul Lufbery schließt sich der Esc Americaine an, welche ursprünglich aus 7 US-Piloten bestand.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 25. Mai 1916:

Aufstieg einer Patrouille
Aufstieg einer Patrouille über den Tabarettaferner.

Südfronten
Italienische Front: Das österreich-ungarische III. Korps besetzt den Corno di Campo Verde (2.077 m) und nimmt die Portule-Linie östlich von Val d’Assa.

Westfront
Verdun: Großer deutscher Angriff zwischen dem Wald Hardaumont und der Farm Thiaumont. Französischer Gegenangriff am 27. Mai.
Somme: Der Generalstabschef der deutschen Zweiten Armee schlägt vergeblich einen Präventivschlag gegen den alliierten Truppenaufbau vor.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Northeys 2.593 Mann starke NRFF (Nyasaland-Rhodesia Field Force) mit 14 Kanonen und 26 MGs fällt an 4 Stellen gegen ca. 817 deutsche Soldaten (1 Kanone und 8 MGs) ein, aber es gelingt ihnen nicht die Grenzgarnison bis zum 3. Juni einzuschließen.
Cyrenaica: 2 italienische Bataillone landen bei Moraisa, westlich von Sollum.

Heimatfronten
Großbritannien – Einführung der allgemeinen Wehrpflicht: Des Königs Nachricht heißt das Militärdienstgesetz für gut (am 16. Mai verabschiedet, tritt in Kraft am 24. Juni) und betrifft auch alle verheirateten Männer von 18 bis 41 Jahre und überprüft auch alle bisherigen Verweigerer. Bis jetzt gab es 5.031.000 Freiwillige für den Militärdienst.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 26. Mai 1916:

Baracken italienische Front
Nachschub rollt an kümmerlichen Barackenbauten hinter der italienischen Front vorbei.

Südfronten
Italienische Front: Erzherzog Eugen verschiebt die Hauptstoßrichtung östlich von der Hochebene von Asiago, um das Brenta-Tal in Richtung Bassano und die venezianische Tiefebene zu erreichen. Der italienische Oberbefehlshaber Cadorna befiehlt, nicht unmittelbar benötigte schwere Artillerie und Versorgungsgüter vom Isonzo für den Fall eines Zusammenbruchs der Front im Trentino zurückzuziehen.
Saloniki: Die Diskussion zwischen dem französischen Oberbefehlshaber Joffre und dem britischen Generalstabschef über eine zukünftige Offensive ist festgefahren.

Westfront
Frankreich: Joffre besucht den britischen Befehlshaber Haig und bekommt die Zusicherung, dass das BEF am 1. Juli zu der geplanten Somme-Offensive antritt.
Verdun: Erfolglose deutsche Angriffe auf den Wald von Avocourt und den Mort Homme (Hügel ‘Toter Mann’). Französische Truppen können am folgenden Tag verlorene Gräben im Südwesten zurückerobern.

Naher Osten
Mesopotamien: Enver Pascha hält nördlich von Tekrit eine Ansprache ausschließlich an die in Kut gefangengenommen indischen Muslime. Er trifft den gefangengenommen britischen General Townshend in seinem privaten Zug, etwa um den 30. Mai.

Luftkrieg
Westfront: Flugzeuge und Ballons des Royal Flying Corps melden 62 Artillerie-Ziele (68 am 27. Mai).

Politik
Großbritannien: Das britische Kriegskomitee entscheidet, dass Kriegsminister Kitchener Russland besuchen soll, um die Versorgung zu koordinieren. Die Einladung des Zaren wird daher am 27. Mai angenommen.

Neutrale
Dänemark: Der britische Geheimdienst MI5 behauptet, dass die Deutschen sehr häufig dänisches Diplomaten-Gepäck benutzen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 27. Mai 1916:

Deutsche Soldaten in Mazedonien
Deutsche Soldaten am Brunnen in einer Ortschaft in Mazedonien.

Südfronten
Saloniki: Eine bulgarische Division und deutsche Truppen besetzten das von den Griechen geräumte Fort Rupel und 3 Dörfer südlich der Grenze und können somit das Struma-Tal blockieren.
Trentino: Österreich-ungarische Truppen nähern sich Arsiero.

Ostfront
Polen: Linsingen sagt zum Kaiser in Brest-Litowsk, dass jeder Angriff ‘vor unseren starken Stellungen automatisch liegen bleiben wird’.
Galizien: Die russischen 9. Ulanen reiten eine erfolgreiche Attacke gegen österreich-ungarische Infanterie in der Nähe von Vonchach.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Der britische General Smuts entkommt nur knapp einer deutschen Patrouille.

Seekrieg
Nordsee: Das Minenleger-U-Boot U 74 wird an der Wasseroberfläche von 4 mit Kanonen bewaffneten britischen Trawlern vor Petershead überrascht und versenkt. Das Küsten-Minenleger-U-Boot UC 3 läuft vor Zeebrügge auf eine Mine.

Politik
Russland: Sazonov behauptet, die englisch-russische Allianz sei auf ewig. Russland hätte keine aggressiven Ziele gegen Schweden oder einem anderen europäischen Nachbarn. Polen könne autonom werden.

Neutrale
USA: Wilsons erster Hinweis auf den Völkerbund, als er eine universelle Liga zur Bewahrung des Friedens und der Freiheit der Meere erwähnt.

Heimatfronten
Frankreich: General Gallieni stirbt im Alter von 67 Jahren in Versailles. Er wird 1921 zum Marschall von Frankreich gemacht.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 28. Mai 1916:

Haig
Haig, der Architekt des ‘Big Push’ (großen Schlages) an der Somme 1916.

Westfront
Verdun: Das Deutsche Alpenkorps trifft aus der Champagne ein und ist wieder in Aktion.
Flandern: Haig warnt die Zweite Armee unter Plumer, die Vorbereitungen für eine Offensive zu beschleunigen, da es wegen der französischen Truppenkonzentration bei Verdun noch vor der geplanten Somme-Offensive erforderlich sein könnten, anzugreifen. Die Deutschen sind aber bereits gewarnt und Falkenhayn hat die Sechste Armee mit 3 Divisionen verstärkt, aber nur eine neue Division der Zweiten Armee an der Somme zugewiesen. Generalleutnant J. Bing übernimmt das Kanadische Korps.

Südfronten
Italienische Front: Die österreichische Kaiserschützen-Division greift wiederholt, aber vergeblich, den Buole-Pass gegen die italienische Taro- und Sicilia-Brigaden an und verliert dabei 629 Mann. Drei letzte Angriffe am 30. Mai scheitern auch. Die Verteidiger haben 911 Mann Verluste, aber Oberst Gualtieri sagt: ‘Wir haben keinen Zoll Boden hergegeben.’

Luftkrieg
Luftpost-Verkehr London-Paris beginnt.

Neutrale
USA: Nationale deutsch-amerikanische Konferenz in Chicago bis zum nächsten Tag wegen der Wahl der Präsidentschaftskandidaten.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 29. Mai 1916:

zerstörtes Verdun
Ein französischer Soldat sitzt in der zerstörten Stadt Verdun. Die Kette der Forts sollten feindliche Geschütze aus der Stadt heraus halten, aber bis 1916 hat die Reichweite der Artillerie deutlich zugenommen und Verdun wurde heftig beschossen.

Westfront
Verdun: Erfolglose deutsche Angriffe auf Hügel 304, sowie nordwestlich von Cumieres, wo die Gräben allerdings durchbrochen werden.

Ostfront
Der Kaiser und Generalstabschef Falkenhayn besuchen Hindenburg und Ludendorff in Kaunas.

Südfronten
Italienische Front: Die Italiener verlieren den Mt. Aralta, Pria Fora (die italienische Bisagno-Brigade gewinnt und verliert ihn mehrmals) und räumen Asiago.

Naher Osten
Mesopotamien: Die britischen Gefangenen aus Kut werden in drei Gruppen aufgeteilt: Briten, Hindus und Muslims.
Armenien: Der Überraschungsangriffe von Vehip Pascha schwächt das russische I. Kaukasus-Korps. Die türkische 29. Division erobert bis zum 31. Mai Mamahatun zurück und erbeutet 2 Kanonen.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: Sheppards Pangani-Fluss-Kolonne lagert in der Nähe von Mabirioni, nachdem sie 185 km in einer Woche marschiert sind. Die NRFF nimmt Neu-Langenburg, die deutsche Bezirks-Hauptstadt nordwestlich vom Malawisee.
Marokko – Schlacht von Cued Khellal: Französische Truppen erstürmen Stellungen von Stammeskrieger.

Seekrieg
Ost-Atlantik: U 75 (Beitzen) legt in einer Sonderunternehmung 22 Minen vor der Westküste der Orkneys, nachdem ein am 26. Mai ein abgehörter britischer Funkmitschnitt vom Norweger Lange an die deutsche Abhörstation Neumunster weitergegeben wurde. Darin betont die britische Admiralität plötzlich ihr Interesse an Minenräum-Operationen entlang dieser lang vernachlässigten Schifffahrtsroute.

Neutrale
Mexiko: US-Oberst Dodd besiegt Pancho Villa.

Heimatfronten
Großbritannien – Zivile Opfer bis heute: 550 getötet, 1.616 verwundet.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 30. Mai 1916:

britische Grand Fleet läuft in die Nordsee
Die britische Grand Fleet läuft in die Nordsee aus.

Seekrieg
Nordsee: Der Royal Navy Room 40 gibt eine Frühwarnung zu einer Unternehmung der deutschen Hochseeflotte heraus und meldet, dass sich bereits 16 deutsche U-Boote auf See befinden. Der Hauptverband der Grand Fleet unter Jellicoe verlässt Scapa und Invergordon um 22 Uhr. Das Schlachtkreuzer-Geschwader unter Beatty läuft aus Rosyth aus.
Adria: Konteradmiral Mark Kerr übernimmt die britische Adria-Flotillie Ende Mai.

Westfront
Verdun: Die Franzosen ziehen sich von der Straße Béthincourt-Cumieres und dem Wald Caurettes in Richtung Chattancourt zurück. Danach drücken die Deutschen sie nach Cumieres zurück. General Knobelsdorf entscheidet, die Offensive nur am Ostufer fortzusetzen, trotz der Erfolge von Gallwitz am Westufer.
Frankreich: Das schwere Artillerie-Programm beginnt; es werden 4.690 schwere Geschütze bestellt.

Südfronten
Italienische Front: Das österreich-ungarische XX. Korps sichert den Mt. Pria Fora (1.653 m südwestlich von Arsiero) nach blutigen Kämpfen, nachdem die italienischen Soldaten, welche ihn besetzten sollten, sich auf dem Weg zum Gipfel verirrt haben.

Afrikanische Fronten
Ostafrika: 300 rhodesische Soldaten erobern ‘Deutsche Brücke’, westlich von Bwiko, welches Smuts am 31. Mai besetzt. Dort hält er an, um die Versorgung für seine auf halbe Rationen gesetzte Truppe zu erleichtern.

Luftkrieg
Westfront: Regen und niedrige Wolken behindern die Flugtätigkeit.

Heimatfronten
Frankreich: Ein großes Programm für die Artillerie-Produktion mit Modernisierungen und Motorisierung wird angenommen.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 31. Mai 1916:

deutsche Hochseeflotte Schlacht am Skagerrak
Die deutsche Hochseeflotte auf dem Weg in die Nordsee zur Schlacht am Skagerrak.

Seekrieg
Nordsee – Seeschlacht am Skagerrak (bis zum 1. Juni): Scheer gibt den Auftrag für eine offensive Unternehmung in Richtung Norden, um die alliierte Schifffahrt nach Skandinavien zu stören und eventuell das britische 10. Kreuzergeschwader anzugreifen. Die deutsche Hochseeflotte verlässt ihre Ankerplätze in der Jade um 2 Uhr morgens, zusammen mit Hippers 5 Schlachtkreuzern voraus. U 32 kann den einzigen und nicht erfolgreichen Torpedoangriff um 3:55 Uhr aus dem geplanten Hinterhalt mit zahlreichen deutschen U-Booten gegen die britischen Schiffe durchführen.
Um 14 Uhr befinden sich Beatty mit 55 Schiffen und Hipper mit 42 Schiffen auf einem Kurs, welcher sie westlich von Jütland zusammentreffen lässt. Um 14:20 Uhr dreht Beatty nach Südosten ein, in der Hoffnung Hipper die Rückzugsmöglichkeit abzuschneiden. Hipper wendet sich jedoch nach Nordwesten. Die beiden Flotten entdecken sich um 15:25 Uhr und eröffnen das Feuer um 15:48 Uhr. Hipper führt ein Wendemanöver zum Gegner durch.
Die britischen Schlachtkreuzer Indefatigable (1.017 Tote) und Queen Mary (1.266 Tote) explodieren nach Treffern, das britische Flaggschiff Schlachtkreuzer Lion und der deutsche Schlachtkreuzer Seydlitz (Torpedo- und 22 Artillerietreffer) werden beschädigt.
Die Hauptflotten (96 britische gegen 59 deutsche Schiffe) beginnen sich ab 18 Uhr bis zur Dunkelheit für insgesamt etwa 20 Minuten zu beschießen. Um 18:33 Uhr wird Hippers Flaggschiff, der Schlachtkreuzer Lützow durch 24 Treffer schwer beschädigt, kann aber noch den britischen Schlachtkreuzer Invincible versenken (nur 5 Überlebende).
Um 18:35 Uhr führt Scheer einen sorgsam für den Notfall geübtes Rückzugsmanöver durch. Trotzdem schafft es Jellicoe sich zwischen Scheer und seiner deutschen Basis zu schieben, aber er hat keine Leuchtgranaten und nur schwache Suchscheinwerfer, während die britische Admiralität die Harwich Force aus 5 Kreuzern und 18 Zerstörern zurückhält.
Während der Nacht bricht Scheer schließlich durch und entkommt trotz Angriffen durch britische Zerstörer.
Die britische Royal Navy verliert Schiffe mit zusammen 155.000 t: 3 Schlachtkreuzer, 3 Kreuzer, 8 Zerstörer (6.097 Gefallene, 510 Verwundete, 177 Kriegsgefangene).
Die deutsche Hochseeflotte verliert Schiffe mit zusammen 61.000 t: 1 Schlachtkreuzer (selbst versenkt in der Nacht zum 1. Juni), 1 altes Schlachtschiff (durch Torpedoangriff in der Nacht zum 1. Juni), 4 Kreuzer, 5 Zerstörer (2.551 Gefallene, 507 Verwundete).
Ionisches Meer: Der italienische Admiral Abruzzi besucht die französische Flotte (10 Schlachtschiffe und andere Schiffe) bei Argostoli (Kefalonia), aber der ‘persönliche’ Besuch löst nicht die Koordinations- und Befehlsprobleme.
Adria: 5 österreich-ungarische Zerstörer und Torpedoboote greifen in der Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni die britische Patrouillen-Sperrkette bei Otranto an und versenken das Vorpostenschiff Allerbarmers.

Westfront
Verdun: Französische Geschütze zerstören ein deutsches Munitionslager mit 500.000 Granaten bei Spinville. Präsident Poincare sagt Haig, dass Petain, Niveile und ein anderer General bei Verdun Angst vor ‘Verdun sera prise !’ (‘Verdun wird fallen’) haben und dass eine Gegenoffensive unverzüglich gestartet werden muss (dh. an der Somme). Foch wird von Premierminister Briand gerügt für seine Behauptung, dass die Alliierten im Jahr 1916 eine Offensive vermeiden sollten.

Ostfront
Russland: Generalstabschef Alexejew befiehlt ‘einen leistungsfähigen Unterstützungsangriff (durch Brusilow) auf die österreich-ungarischen Truppen … der Hauptschlag soll anschließend durch … die Westfront ausgeführt werden’.

Südfronten
Trentino: Eine österreich-ungarische Division von der Insonzo-Front trifft zur Verstärkung ein. Das 59. Salzburg-Regiment vom XX. Korps erreicht Positionen unterhalb des Gipfels vom Mt. Cegnio (1.350 m) in einer letzten Anstrengung. Bisher wurden 30.000 italienische Kriegsgefangene eingebracht.
Saloniki: 112.000 serbische Truppen in 6 Divisionen und 8.000 Pferde sind jetzt von Korfu herantransportiert worden und befinden sich in 6 Lagern 16 km südöstlich von Saloniki. 25.000 Kranke, Verwundete, Rekruten und der Überschuss an Offizieren wurde in Korfu oder in Nordafrika zurückgelassen. Französische Truppen besetzen Poro.
Italien: Der italienische Oberbefehlshaber Cadorna fordert MGs aus Frankreich an, welche von nun an 250 pro Monat liefern.

Luftkrieg
Westfront: 2 von 5 FE2b gehen bei einer Aufklärungsmission über Cambrai durch 3 Fokker E Jäger (1 Verlust) verloren.
Nordsee, Schlacht am Skagerrak: Der britische Wasserflugzeugträger Engadiner beschattet den deutschen Verband aus Kreuzern und Zerstörern, aber seine Funkmeldungen kommen nicht durch.

Heimatfronten
Großbritannien: 15.753 Ausnahmeregelungen von der Schulpflicht wegen landwirtschaftlicher Arbeit.
Der Wechselkurs für 1 £ wird auf ca. 4,76 $ für die Dauer des Krieges festgelegt (5 $ in der Vorkriegszeit).


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