AEG G.IV Bomber


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Im Blickpunkt:
  • Bismarck vs Hood

    Unternehmen Rheinübung, die letzte Fahrt der Bismarck. Ausführlicher Bericht, zahlreiche Fotos und Video. hier zu Teil I: Entwurf, Spezifikationen, 3D-Modell der Bismarck Unternehmen Rheinübung, die letzte Fahrt der Bismarck In Mai 1941 lief das Schlachtschiff Bismarck in Begleitung des Schweren Kreuzer Prinz Eugen in den Nordatlantik aus, um die alliierten Konvoi-Routen zu stören. Es wurde gehofft, daß sie unentdeckt in den Atlantik ausbrechen könnten, aber am 23. Mai wurden die Schiffe im Nebel der Dänemark-Strasse durch den britischen Kreuzer Suffolk gesichtet. Kurz danach trat noch ein zweiter Kreuzer dazu, die Norfolk. Trotz aller Bemühungen diese abzuschütteln, begannen die zwei britischen Kreuzer die deutschen Schiffe zu beschatten und ihre Position zu melden. Zu diesem Zeitpunkt hätte Admiral Lütjens auf der Bismarck eigentlich das Unternehmen Rheinübung abbrechen müssen, da man ursprünglich von weniger leistungsstarken Bordradargeräten mit geringerer Reichweite auf britischen Schiffen ausgegangen war. Die erste Sichtmeldung von Suffolk wurde um 19:22 Uhr von Admiral Holand auf dem Schlachtkreuzer Hood empfangen, der sich zu diesem Zeitpunkt 300 Seemeilen entfernt befand. Mit hoher Fahrt von 27 Knoten steuerte er mit seinen Schiffen, neben der Hood auch das neue Schlachtschiff Prince of Wales und sechs Zerstörern, auf die Dänemark-Straße zu und hoffte, auf die deutschen Schiffe am nächsten Morgen zu treffen. Admiral Tovey an Bord des Flaggschiffs King George V erhielt die Meldung erst eine Stunde später und war in diesem Augenblick noch 600 Seemeilen entfernt. Zu seinem Verband gehörte auch der Flugzeugträger Victorious, welcher aber mit 48 für Ägypten bestimmte Hurricane-Jäger beladen war und somit nur noch sechs Fulmar- und neun Swordfish-Flugzeuge für den kurzfristigen Einsatz gegen den deutschen Flottenverband an Bord nehmen konnte. Admiral Tovey lief nun ebenfalls mit 27 Knoten auf Annäherungskurs, war aber zu weit weg, um am nächsten Morgen die deutschen Schiffe erreichen zu können.   Admiral Lütjens an Bord der Bismarck wusste in der Nacht durch die aufgefangenen, allerdings verschlüsselten, Funksprüche zwischen den britischen Flottenverbänden, dass er vermutlich am nächsten Tag in ein Gefecht geraten würde und bereitete seine Schiffe darauf vor. Um 5:30 Uhr am 24. Mai meldete der Ausguck auf den britischen Schiffen Bismarck und Prinz Eugen in 17 Seemeilen Entfernung. Aus einer Entfernung von 12,3 Seemeilen (24.232 Meter) eröffnete die führende Hood um 5:52 Uhr das Feuer auf den schweren Kreuzer Prinz Eugen. Das zweite Schiff, das Schlachtschiff Prince of Wales, eröffneten das Feuer kurz darauf, während die deutschen Schiffe zwei Minuten später auf das Feuer mit dem Beschuss der Hood antworteten. Auf dem Oberdeck der Hood war eine neuartige Flak-Munition gelagert, die erprobt werden sollte. Für diese neue Munition gab es noch keinen Stauraum und so war sie natürlich bei der Bereitschaftsmunition an Deck feindlichen Treffern ausgesetzt. Die zweite Salve der Prinz Eugen traf Hood und eine 20,3-cm-Granate explodierte auf dem Oberdeck und setzte die neue Munition in Brand. Hood wurde von dicken Rauchschwaden umhüllt, was zwar bedrohlich aussah, aber erst einmal keine unmittelbare Gefahr für das Schiff darstellte. Das Schlachtschiff Bismarck traf deckend mit der dritten und fünften Salve, wobei die letztere ein oder zwei direkte Treffer erzielte. Zu diesem Zeitpunkt lag die Gefechtsentfernung bei nur noch 17.373 Metern und bei dieser Schussentfernung waren die Geschütze hoch genug ausgerichtet, um den Granaten einen steilen Aufschlagwinkel zu geben. Die 25 Jahre alt Hood war ein Schlachtkreuzer und nicht gegen so steil aufschlagende, schwere Granaten gepanzert. Um 6:01 Uhr durchschlug eine der Granaten das Deck und detonierte im hinteren Munitionsmagazin des britischen Flaggschiffs. Durch eine ungeheure Explosion brach es in zwei Teile und sank innerhalb von 3 Minuten, wobei es nur drei Überlebende unter den 95 Offizieren und 1.324 Seeleuten gab. Danach wechselnden die deutschen Schiffe ihr Feuer auf die Prince of Wales, welche ihren Kurs ändern musste, um nicht mit Wrackteilen der Hood zu kollidieren. Dadurch sank die Feuerentfernung auf weniger als 16.500 Meter und Treffer von Bismarck und Prinz Eugen zerstörten die Brücke von Prince of Wales. Das britische Schlachtschiff war gerade erst in Dienst gestellt worden und noch nicht voll kampfbereit und eingefahren. Auch gab es noch Probleme mit den Antriebsanlagen der Türme und den Drehvorrichtungen der schweren Geschütze. Deshalb entschloss sich Kapitän Leach, das Gefecht abzubrechen und zog sich zu den weiterhin beschattenden Kreuzern Suffolk und Norfolk zurück.   Aber auch das Schlachtschiff Bismarck überstand das Gefecht nicht unbeschädigt und erhielt drei Treffer durch Prince of Wales. Ein Treffer durchschlug das Vorschiff, der einen Treibstofftank beschädigte und den Inhalt kontaminierte. Eine weitere durchschlug die Seitenpanzerung und verursachte ein Leck, welches später einen Kesselraum mit einem Dynamo außer Gefecht setzte, während der dritte Treffer als Abprall-Treffer auf dem Deck keinen wesentlichen Schaden verursachte. Der verunreinigte Treibstoff reduzierte die Reichweite des Schlachtschiff Bismarck und der Verlust eines Kesselraums verringerte die Geschwindigkeit um 2 Knoten, sodass beschlossen wurde, das Unternehmen abzubrechen und nach St.Nazaire für Reparaturen zu laufen. Der Schwere Kreuzer Prinz Eugen war unbeschädigt und wurde gegen Ende des Tages zur selbständigen Kaperfahrt in den Atlantik entlassen. Zu diesem Zeitpunkt stand Admiral Tovey auf dem Flaggschiff King George V und mit seinem Flugzeugträger nur noch 200 Seemeilen östlich. Am Abend des 24. Mai wurde das Schlachtschiff Bismarck von Swordfish-Flugzeugen vom Flugzeugträger Victorious angegriffen und wurde von einem Torpedo getroffen, der aber keinen ernsthaften Schaden verursachte. Prince of Wales, Norfolk und Suffolk folgten weiterhin der Bismarck. Die direkte Beschattung wurde von Suffolk durchgeführt, da dieses Schiff das beste Radargerät an Bord hatte, während die beiden anderen britischen Schiffe als Deckung folgten. Eine Stunde nach Mitternacht gab es einen kurzen Zusammenstoß auf etwa 10 Seemeilen Entfernung, als Bismarck und Prince of Walkes einige Salven ohne Treffer austauschten. Nun musste Suffolk dem deutschen Schlachtschiff auf maximaler Radarreichweite folgen und wegen einer U-Boot-Warnung im Zickzack laufen. Deshalb gelang es Bismarck in der Nacht, den beschatteten britischen Schiffen zu entkommen, da sie genau in diesem Augenblick einen weiten Bogen nach Westen gemacht hatte. Da die Briten nun erst einmal die mögliche Gefahr auf dem offenen Atlantik bannen mussten, wendeten sie sich nun nach Westen, während Bismarck in Richtung Nordwest-Frankreich lief. In diesem Moment hätte Bismarck entkommen können, aber mehr …

  • 3D-Modell Iljuschin Il-2M3 Stormowik.

    Sowjetisches Erdkampfflugzeug und Schlachtflugzeug Iljuschin Il-2M3 Stormowik, meist gebautes Flugzeug im 2. Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Iljuschin Il-2 Stormowik Typ: Erdkampfflugzeug und Schlachtflugzeug. Geschichte Die Stormowik ‘ist für die Rote Armee zumindest genauso wichtig, wie Sauerstoff und Brot’ nach den Worten Josef Stalins aus dem Jahr 1941. Dies beschreibt zutreffend eines der effektivsten Flugzeuge, welche von der sowjetischen Luftfahrtindustrie während des Zweiten Weltkriegs ausgeliefert wurde. Die Iljuschin Il-2 Stormowik war ein wahrhaftiger ‘fliegender Panzer’, welcher sich als eines der besten Erdkampfflugzeuge des Krieges herausstellte. Mehr als 36.000 wurden in verschiedenen Versionen hergestellt, davon während des Zweiten Weltkriegs etwa 35.000, wobei drei Fabriken monatlich 1.200 Il-2 produzierten. Zusammen mit der Il-10 dürfte die Gesamtzahl bei rund 42.330 Stormwiks liegen. Insbesondere in der Zweisitzer-Version hatte die Stormowik große Ähnlichkeit mit der britischen Fairey Battle. Beide Flugzeuge waren gleich in Form, Größe und allgemeinen Eigenschaften. Doch während die untermotorisierte und schlecht bewaffnete Fairey Battle der RAF eine tödliche Mausefalle war, wurde die Stormowik in der größten Serie der militärischen Luftfahrtgeschichte gebaut. Die Karriere der Stormowik, wie die Il-2 und ihre direkten Nachfolger bekannt wurden, setzte sich auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg fort, als die Il-10 an die sowjetischen Satelliten-Staaten Ungarn, Rumänien, China, Nordkorea, Albanien, Tschechoslowakei, Bulgarien und die ostdeutsche DDR abgegeben wurde und auch im Korea-Krieg zum Einsatz kamen. Die Entwicklung der Stormowik begann 1938 durch Sergei Iljuschin und seiner Mitarbeiter als Antwort auf eine Spezifikationen-Ausschreibung, welche einen einmotorigen Eindecker für den Bodenangriff und taktische Bombardierungen forderte. Die gleichen Anforderungen wurden auch an Pavel Suchow gestellt, welcher die eher mäßige Su-2 baute. Die erste Sturmowik erschien im Frühjahr 1939 unter der Bezeichnung TsKB-55. Die Flugerprobung war nicht herausragend, da der Motor nicht kraftvoll genug war und es auch eine längsläufige Instabilität gab. Testpilot Wladimir Kokkinaki hielt den Prototyp für untermotorisiert. So dauerte es bis zur Entwicklung des dritten Prototyps, welcher erstmals im Oktober 1940 flog, dass die Il-2 angenommen wurde. Anschließend ging die Stormwoik sofort in die Serienproduktion. Der am meisten eigentümliche Gesichtspunkt der Il-2 war der Umstand, dass das gesamte Vorderteil des Flugzeuges, angefangen vom Motor bis zum Cockpit, durch eine einzige Panzerschale geschützt war, welche auch strukturelle Eigenschaften hatte. Diese Lösung ergab einen maximalen Schutz für den Motor, die wesentlichen Teile und der Besatzung. Diese Konstruktion war auch erheblich leichter als die traditionelle Verarbeitung mit Panzerplatten. Sogar die Beplankung des Prototyps der Stormowik – der BSh-2 – bestand in allen wichtigen Teilen aus Stahlplatten mit einem Gewicht von mehr als 700 kg, was etwa 15 Prozent des Gesamtgewichts ausmachte. Der Stahlpanzer der Il-2 variierte in der Dicke von durchschnittlich 4 bis 8 mm bis zu 13 mm am Rumpfheck. Es befand sich auch Duraluminium-Panzerung mit 5 mm Dicke auf den nach oben zeigenden Oberflächen und die Kabinenhaube hatte kugelsichere Folien und eine 65 mm dicke Frontscheibe. Der Rumpf war konventionell aufgebaut, welcher ursprünglich aus Holz und später aus Metall hergestellt wurde. Die ersten Stormowiks wurden im Sommer 1941 in Dienst gestellt und stellten sich angeblich als extrem effektiv gegen feindliche Panzer heraus. Die einsitzige Il-2 hatte genügend Treibstoff und eine schwere Bewaffnung, zu der erstmals auch wirksame Luft-Boden-Raketen gehörten. Als jedoch bessere deutsche Panzertypen auf dem Schlachtfeld erschienen, wurde es aber notwendig, die offensive und defensive Bewaffnung der Il-2 zu verbessern. Im Juli 1942 erschien deshalb die Il-2M3 mit einem stärkeren AM-38F-Motor, einer besseren Bewaffnung bestehend aus zwei 23-mm-Maschinenkanonen plus drei Maschinengewehren, sowie einem zweiten Besatzungsmitglied, welches das Heck-MG bediente. Diese Version wurde zur zahlreichsten Variante und die Il-2M3 nahm an jeder größeren Operation an der Ostfront teil und zeichnete sich angeblich insbesondere während der Schlacht von Kursk im Sommer 1943 aus, wo Stormowiks große deutsche Panzerverbände angriffen. Tag und Nacht waren die Il-2 über der Ostfront im Einsatz, entweder zu zweit im Tiefflug oder in Gruppen zu zehn in 300 Meter Höhe mit Jagdschutz im Einsatz und schossen so manche Bf 109 ab. Mit neuen Kanonen und Spezialbomben bekämpften sie die stark gepanzerten PzKpfw V Panther und PzKpfw VI Tiger. Kein anderes Flugzeug soll so einen so großen Einfluß auf den Bodenkampf gehabt haben. Il-10 Im Angesicht der Einsatzerfahrungen mit der Iljuschin Il-2 wurde entschieden, ein neues Erdkampfflugzeug zu entwickeln, wobei verschiedene Modifikationen und Verbesserungen berücksichtigt werden sollten. Entworfen durch Sergei Iljuschin war der Prototyp im Sommer 1944 fertig. Wenn das Flugzeug seinem Vorgänger auch vordergründig ähnlich war, wurden doch reichhaltig Modifikationen bei Motor, Fahrgestell, Bewaffnung und bei der Aerodynamik vorgenommen. Der neue Motor war der 2.000 PS starke Mikulin AM-42, die Maschinenkanonen der Il-2 wurden durch drei 20-mm-Kanonen ersetzt und die Panzerung wurden in Dicke und Umfang erweitert. Die Ergebnisse von Probeflügen waren so ermutigend, dass das Flugzeug umgehend ab Oktober 1944 in die Produktion genommen wurde. Ab Februar 1945 war die Il-10 im Fronteinsatz und bis Kriegsende im Mai waren sie neben der Il-2 weit verbreitet. Die Il-10 blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg in Produktion und blieb bis in 1950er Jahre bei verschiedenen Luftstreitkräften des Warschauer Paktes in Dienst und wurde auch während des Korea-Krieges eingesetzt. Betrachtung der Leistung der Stormowik im 2. Weltkrieg Entsprechend der sowjetischen Nachkriegsliteratur und westlichen Werken, welche sich darauf beziehen, war die Iljuschin Il-2 Stormowik das ‘erfolgreichste’ Erdkampfflugzeug des Zweiten Weltkriegs. Wenn ‘erfolgreich’ jedoch daran gemessen wird, welches Flugzeug das meiste feindliche Material – also einschließlich Panzer, Schiffe, Kanonen, Fahrzeuge, Bunker, Feldstellungen usw – im Verhältnis zu seiner vorhandenen Stückzahl und Verlusten zerstört hat, dann ist allerdings die deutsche Ju 87 Stuka in jeder möglichen Anordnung das erfolgreichste Erdkampfflugzeug gewesen. Für die Il-2 Stormowik, mit 36.136 Stück zahlreichstes während des Zweiten Weltkriegs gebautes Flugzeug, wurde von den Sowjets eine angeblich hohe Anzahl vernichteter deutscher Panzer zugeschrieben. So werden für die Schlacht von Kursk mehrere hundert zerstörter deutscher Panzer durch Il-2 angegeben. Am 7. Juli 1943 sollen innerhalb von 20 Minuten durch Stormowiks 70 Panzer der deutschen 9. Panzer-Division zerstört worden sein. Allerdings verfügte die 9. Panzer-Division bei Beginn der Schlacht am 1. Juli nur über ein Panzer-Bataillon (II./PzReg 33) mit 83 Panzern und Sturmgeschützen aller Typen. mehr …

  • 3D-Modell der 3,7-cm PAK 36.

    3,7-cm Pak 36, deutsche Standard-Panzerabwehrkanone zu Beginn des 2. Weltkrieges. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. 3,7-cm PAK 36 Typ: leichte Panzerabwehrkanone. Entwicklung Die 3,7-cm PAK 36 war die deutsche Standard-Panzerabwehrkanone bei Beginn des Zweiten Weltkrieges. Die 3,7-cm PAK 36 war mehr oder weniger vergleichbar mit ihren Zeitgenossen und in der Lage mit den meisten Panzern dieser Tage fertig zu werden. Die Ursprünge von dem, was zur Pak 36 (Pak = Panzerabwehrkanone) wurde, können bis in das Jahr 1925 zurückverfolgt werden, als die Firma Rheinmetall ernsthaft mit der Entwicklung einer Panzerabwehrkanone für die Reichswehr begann. Eigentlich verbot der Versailler Vertrag Deutschland eine solche Waffe über dem Kaliber von 1,7 cm. Aber nach dem das besetzte Rheinland im Jahr 1925 geräumt wurde und die alliierte Kontrollkommission ihre Arbeit nicht mehr so ernst nahm, stand dem Projekt nicht mehr viel im Weg. Die Produktion der neuen Panzerabwehrkanone begann daher schon 1928 und da zu diesem Zeitpunkt das deutsche Heer noch nahezu vollständig vom Pferd als Zugmittel abhängig war, hatten diese Panzerabwehrkanonen Speichen-Räder. Zu seiner Zeit war es ein moderner Entwurf, welcher einen gut geformten Schutzschild für die Mannschaft hatte sowie ein röhrenförmiges, spreizbares Fahrgestell und einen langen und schlanken Geschützlauf. Zu Beginn war die Herstellung ziemlich begrenzt und nur 200 Stück wurden unter dem Namen TAK (Tank-Abwehrkanone) gebaut, aber nachdem Hitler 1933 an die Macht gekommen war, kräftig erweitert. 1934 wurden auch die ersten Panzerabwehr-Einheiten des deutschen Heeres gebildet. Zur Waffenfarbe dieser neuen Einheiten wurde Pink, genauso wie bei der ebenfalls neuen Panzertruppe. Um die Angehörigen von dieser zu unterscheiden, trugen diejenigen der Panzerabwehr-Einheiten auf den Schulterstücken ein großes ‘P’. Bei den später aufgestellten 14. Kompanien (Panzerabwehr) der Infanterie-Regimenter blieb die weiße Waffenfarbe der Infanterie bestehen. Im Jahr 1934 wurde eine Version mit Stahlrädern und pneumatische Reifen zum Transport angehängt an Kraftfahrzeugen von der Firma Rheinmetall in Düsseldorf entwickelt und die ersten Exemplare wurden nun als 3,7-cm Pak 35 bezeichnet. Dieses Modell konnte einfach und ohne große Probleme von der vierköpfigen Bedienungsmannschaft sogar über Gräben und Hügel gezogen werden und war daher sehr mobil. Allerdings konnte die Kanone noch weiter optimiert werden und dies geschah mithilfe von Waffenoffizieren des Heeres. Dieses Modell wurde zur eigentlichen 3,7-cm Pak 36. Die geringe Höhe und kurze Länge der Panzerabwehrkanone ermöglichte es auch, diese fast unsichtbar in kleinsten Stellungen einzugraben. Dazu konnte die obere Hälfte des Schutzschildes heruntergeklappt werden und die Kanone war praktisch nicht mehr vor dem ersten Schuss auszumachen. Die Mannschaft der Pak 36, welche einer Gruppe in einer Infanterie-Kompanie entsprach, bestand aus einem Unteroffizier als Gruppenführer, einem Kanonier (1), Ladekanonier (Kanonier Nr. 2) sowie den Kanonieren Nr. 3 und 4, welche für das Heranbringen der Munition verantwortlich waren. Dazu kamen zwei Fahrer, von welchen einer das Zugfahrzeug fuhr, während der andere für den angehängten Munitionswagen zuständig war. Die neue Kanone konnte drei verschiedene Granaten verschießen: panzerbrechende Munition, Explosivgeschosse gegen Infanterie und 1940 wurden noch Hartkerngeschosse gegen Panzer eingeführt. Im selben Jahr sah die Pak 36 auch erstmals bei Kampfhandlungen im Spanischen Bürgerkrieg, wo sich die kleine Kanone als großartig geeignet gegen die dortigen, nur relativ leicht gepanzerten Fahrzeuge herausstellte. Der Entwurf auf einem zweirädrigen und spreizbaren Fahrgestell war sehr effizient und höchst mobil und so wurde das Konzept weitverbreitet kopiert, insbesondere in den USA und Japan. Die Durchschlagskraft der Granaten hätte besser sein können, aber sie war ausreichend zu ihrer Zeit und dies wurde durch die große Mobilität mehr als ausgeglichen. Allerdings war schon in den letzten Monaten in Spanien auch festzustellen, dass die 37-mm-Pak nicht mehr die zu diesem Zeitpunkt auftretenden schweren Panzer bekämpfen konnte. Die Panzerabwehrkanone wurde bis 1939 in großen Zahlen exportiert und die Japaner kopierten sie als ihren Typ 97. Die japanische Firma Kyuyon Shiki Sanjuananana Miro Ho erwarb die deutsche Lizenz und baute sie für das japanische Heer nach. Bei den Italiener wurde sie als Cannone contracarro da 37/45 verwendet und auch an Holland, Estland, Finnland, Griechenland, Spanien, Tschechoslowakei und Türkei verkauft. Die Rote Armee verwendete die Pak 36 ebenfalls, da es zwischen der Firma Rheinmetall-Borsig AG und den Russen ein Lizenzabkommen gab auf der Grundlage der Zusammenarbeit zwischen Reichswehr und der Sowjetunion aus den Zwanziger Jahren. Während des Russland-Feldzuges wurden erbeutete russische Modelle sofort von der Wehrmacht weiter verwendet, da diese auch die deutschen 37-mm-Granaten verschießen konnten. Das russische Modell kann man an den Speichen-Rädern erkennen, welche besser für den Schlamm geeignet waren. Auch hielt der Entwurf als Vorlage für die amerikanische 37-mm M3 Gun her. Organisation Im letzten Friedensjahr verfügte die Wehrmacht über 51 Panzerabwehr-Einheiten, ohne die Ausbildungseinheiten in Wünsdorf und Berlin. Diese Panzerabwehr-Einheiten waren auf die verschiedenen Divisionen verteilt. Die Anzahl der Pak-Geschütze bei den Divisionen belief sich auf 75 bei Infanterie-Divisionen, 48 bei Panzer- und Gebirgs-Divisionen, 72 bei motorisierten Infanterie-Divisionen, 54 bei den Leichten Divisionen und 21 bei der Kavallerie-Brigade. Die Panzerabwehr-Einheit bestand in der Regel aus einem Stab, drei Kompanien und einer Ersatz-Kompanie mit 22 Offizieren, drei Beamten, 132 Unteroffizieren und 551 Mannschaften. Sie verfügten über 45 Personen-Kraftfahrzeuge, 91 Lastkraftwagen und 78 Motorräder, wovon 46 einen Seitenwagen hatten. Als der Zweite Weltkrieg am 1. September 1939 ausbrach und neue Divisionen aufgestellt wurden, bestanden diese Panzerabwehr-Einheiten aus 23.029 Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften und in dem Ersatzheer gab es weitere 16.353 Mann. Im Winter 1939/1940 steig das Personal auf 2.250 Offiziere, 363 Beamte, 13.713 Unteroffiziere und 56.783 Mannschaften im Feldheer und auf 333 Offiziere, 66 Beamte, 2.284 Unteroffiziere und 13.670 Mannschaften im Ersatzheer an. Der Bestand an 37-mm-Pak stieg von 11.200 Stück am 1. September 1939 auf 12.830 am 1. April 1940 an. Am 1. Juni 1941, kurz vor dem Angriff auf Russland, gab es 14.459 Pak 36 bei der Truppe. Die Verluste waren ebenso hoch. Nur im Westfeldzug vom 10. Mai bis 20. Juni 1940 gingen 636 Stück verloren. Während der Winterschlacht im Osten vom 1. Dezember 1941 bis zum 28. Februar 1942 mussten 1.502 Pak 36 abgeschrieben werden. Am 16. März 1940 befahl das Oberkommando der Wehrmacht, die Panzerabwehr-Einheiten ab sofort als Panzerjäger-Einheiten zu bezeichnen und die bisherigen Panzerabwehrkanonen wurden zur mehr …

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