Kriegstagebuch 22. Februar 1917


FT-17
FT-17 fahren durch die Strassen einer französischen Stadt.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 22. Februar 1917:

Heimatfronten


Frankreich: 150 leichte Panzer Renault FT-17 werden bestellt.

Südfronten

Isonzo: Hauptmann Mussolini auf dem Kars (Sektor 144) wird in einen Granaten- oder Mörsergeschoss-Unfall verwickelt, bei dem 4 von 20 Soldaten getötet werden. Es müssen 44 Granatsplitter aus seinem Körper entfernt werden. Er erhält Besuch vom König im Krankenhaus von Ronchi. Er geht nach Mailand und läuft auf Krücken im August.

Naher Osten

Mesopotamien: Die 7. indische Division (1.332 Mann Verluste) erstürmt und hält die ersten beiden der Sannaiyat-Linien gegen 7 Gegenangriffe als Ablenkungsmanöver um türkische Reserven zu binden. 88 Punjabs überqueren den Tigris für einen Überfall in 11 Pontons, 6 1/2 km östlich von Kut.

Seekrieg

Ärmelkanal: U 21 (Hersing) auf der Heimfahrt aus dem Mittelmeer versenkt 6 von 8 holländischen Dampfern (einschließlich des Holt-Liners Perseus) in einem Konvoi vor Falmouth, ohne zu wissen, daß dieser ‘leichten Beute’ durch Berlin ‘freie Passage’ gewährt wurde.

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Im Blickpunkt:
  • U 151

    Deutsches Hochsee-U-Boot-Klasse U 139 und Handels-U-Boote U-151-Klasse aus dem Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. U-139-Klasse, Typ UA U-Kreuzer Typ: Hochsee-U-Boot, Untersee-Kreuzer. U-Kreuzer U-139-Klasse Geschichte Die Wiederaufnahme der uneingeschränkten U-Boot-Kriegsführung durch das Deutsche Reich im Februar 1917 führte zum Kriegseintritt der Vereinigten Staaten von Amerika im April 1917. Da die deutsche Marineführung dies nicht vorausgesehen hatte, gab es nur wenige U-Boote, welche geeignet waren, einen Handelskrieg gegen die Schifffahrt vor der amerikanischen Ostküste zu führen. Der vorübergehende Einsatz der langsamen und verwundbaren Handels-U-Boote als Hochsee-U-Boote konnte nur wenig Abhilfe schaffen. Der Bau dieser großen Handels-U-Boote hatte jedoch wertvolle Erfahrungen eingebracht und so gelang es, ein Bauprogramm für große Hochsee-U-Boote zu beginnen. Bereits zum Zeitpunkt der US-Kriegserklärung befanden sich die großen Hochsee-Minenleger-U-Boote und ein Paar der neuen U-Kreuzer im Bau. Diese U-Kreuzer waren die bisher größten Unterseeboote und von der U-139-Klasse. Trotz ihrer Größe konnten die Hochsee-U-Boote nur 13 Ersatz-Torpedos mit sich führen, sodass lange über eine zusätzliche artilleristische Bewaffnung für sogenannte ‘weiche’ Ziele diskutiert wurde. Schließlich erhielten die Boote zwei 15-cm-Geschütze sowie oft eine zusätzliche 88-mm-Kanone hinter der Seitenflosse. Ein niedriges Bollwerk wurde um den Bereich des Mittelschiffs errichtet, um herum schwemmendes Seewasser davon abzuhalten, die Bedienung des Geschützes zu behindern. Dazu wurde ein einziehbarer 4-Meter-Entfernungsmesser am Ende des Turms untergebracht. Eine respektable Überwasser-Geschwindigkeit war ebenso wichtig, wie ein großer Fahrbereich, aber Dieselmotoren mit ausreichender Leistung befanden sich erst in der Entwicklungsphase. Dampfantrieb wurde in Erwägung gezogen, aber in weiser Voraussicht abgelehnt und so musste eine Höchstgeschwindigkeit von 16 Knoten akzeptiert werden, obwohl diese im praktischen Einsatz auch kaum erreicht wurde. Die Boote der U-139-Klasse waren also sehr große Boote mit einer hervorragenden artilleristischen Bewaffnung durch die 15-cm-Geschützen und einem großen Einsatzradius. Es waren auch die ersten deutschen U-Boote, welche eigene Namen erhielten, so hieß U 139 ‘Schwiger’ und U 140 ‘Weddingen’ nach dem Kommandeur des berühmten U 9, welches 1914 die drei britischen Panzerkreuzer Cressy, Hogue und Aboukir innerhalb kürzester Zeit versenken konnte. Einsatz Zu diesem Zeitpunkt war es schon zu spät, derartige U-Boote in großen Zahlen zu bauen. Neben dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und Materialien gab es zwischenzeitlich auch andere Prioritäten und die drei gebauten Hochsee-U-Boote wurden erst 1918 in Dienst gestellt. Der erfolgreichste deutsche U-Boot-Kommandant Lothar von Arnauld de la Pirere, welcher mit seinen 33 Jahren bis dahin insgesamt 196 Schiffe mit zusammen über 500.000 Tonnen im Mittelmeer versenkt hatte, wurde Anfang 1918 nach Deutschland zurückberufen, um den neuen Untersee-Kreuzer U 139 zu übernehmen. Damit sollte er die Speerspitze des Angriffs auf die amerikanischen Gewässer werden. Andere harte Kerle, wie Kophmels mit U 140, trafen dort im Sommer schon ein und so wurde von Arnauld zurückbeordert und operierte nachfolgend westlich von Spanien. Dabei hatte er aber nur wenig Glück gegen gut gesicherte Geleitzüge, dafür aber erstmals die neue Erfahrung, wie es ist, mit Wasserbomben eingedeckt zu werden. Allerdings wurde ihm die Ehre gewährt, persönlich vom Kaiser empfangen zu werden und er kehrte am 14. Oktober 1918 nach Kiel zurück, wo er die Flotte im Zustand des Aufruhrs vorfand und die gemeinsame Schande teilen musste. U 139 wurde nach der Übergabe im November 1918 von der französischen Marine in Dienst gestellt und blieb unter dem Namen ‘Halbronn’ bis 1935 in Verwendung. Ohne U-Boote in der Nachkriegszeit kommandierte von Arnold 1925 eine Marine-Brigade in Stralsund und Stettin. Es folgte ein Jahr als Navigationsoffizier auf dem alten Linienschiff Elsass, bevor er zum Marinestab nach Wilhelmshaven versetzt wurde. 1931 konnte er als Korvettenkapitän dem neu gegründeten U-Boot-Kommando beitreten und war nun im Alter von 45 Jahren am Aufbau der neuen U-Boot-Waffe beteiligt, wo er seine umfangreichen Erfahrungen als erfolgreichster U-Boot-Kommandant aller Zeiten an die neue Generation der U-Boot-Wölfe des kommenden Zweiten Weltkriegs weitergab. Nachfolger Auf der Danzig DY-Werft wurden 1918 noch die ebenfalls großen Boote U 135 und U 136 gebaut. Sie hatten aufgetaucht eine Wasserverdrängung 1.175 Tonnen und getaucht von 1.534 Tonnen. Die Bewaffnung bestand aus 6 Torpedorohren und einem 15-cm-Geschütz und zwei Diesel-Motoren lieferten je 3.500 PS, wozu noch 2 Elektromotoren mit 1.690 PS kamen. Dies gab den Booten eine Überwasser-Geschwindigkeit von 17,5 Knoten und 8,1 Knoten getaucht. Die Besatzung bestand aus 46 Mann. Die Boote U 137 und U 138 der gleichen Klasse auf derselben Werft wurden bis Kriegsende nicht mehr fertig und 1919 verschrottet. Der geplante Nachfolger, die U-142-Klasse war mit 2.160 t über Wasser bzw. 2.785 t unter Wasser sogar noch größer und hätte alles übertroffen, was sogar noch im Zweiten Weltkrieg gebaut wurde. Dazu sollten die Boote eine zweite 88-mm-Kanone, 18 Reserve-Torpedos und eine Reichweite von 40.750 km erhalten. Nur das Klassen-Schiff der geplanten neun Boote wurde jemals fertig – und das auch nur einen Tag vor dem Waffenstillstand im November 1918. Zudem wurde eine noch größere Klasse geplant, welche 110 Meter lang sein sollte und mit einer Bewaffnung von vier 15-cm und zwei 88-mm-Geschützen versehen. Zusätzlich sollte die obere Hälfte des U-Bootes gepanzert sein, um auch ein Artilleriegefecht durchstehen zu können. Von diesen Booten wurde allerdings keines mehr gebaut. Nur eine Handvoll der Hochsee-U-Boote und U-Kreuzer erschienen im Westatlantik. Ihre Erfolge waren zwar nur begrenzt, aber sie sorgten für erhebliche Unruhe und zwangen die Amerikaner, dort das Konvoi-System mit all seinen Komplikationen und Verzögerungen einzuführen. Handels-U-Boote U-151-Klasse Der zweite Typ der großen deutschen Untersee-Kreuzer des Ersten Weltkriegs waren die Handels-U-Boote der U-151-Klasse. Ihr Ursprung ist auf den Umstand zurückzuführen, dass Deutschland zwar versuchte die britischen Inseln mit seinen U-Booten zu blockieren, gleichzeitig aber von der Royal Navy mit einer Seeblockade belegt wurde. Da man in Deutschland ursprünglich nur von einem kurzen Krieg ausgegangen wurde, traten schon 1915 Engpässe bei wichtigen Rohstoffen auf, insbesondere Nickel und Gummi. Beide waren frei verfügbar aus den immer noch neutralen USA. Erste Pläne, kleinere Mengen davon mit vorhandenen Unterseebooten heranzubringen, wurden durch den kommerziellen Vorschlag zum Bau eines spezialisierten, unbewaffneten Transport-U-Bootes, den Handels-U-Booten, abgelöst. Die Investitionen wurden vom deutschen Staat übernommen und als ausführende Gesellschaft wurde die Deutsche Ozeanische Reederei GmbH gegründet. Ein Dringlichkeitsauftrag zur Konstruktion der ersten zwei dieser Zweihüllen-Boote wurde vergeben, welche mehr …

  • Kradschützen der SS-Division Reich

    Die Aufstellung und Einsätze der SS-Verfügungsdivision – später Reich – von 1939 bis 1942. Bezeichnungen, Kommandeure, Aufstellung, Westfeldzug, Balkanfeldzug und in Russland 1941 bis 1942. SS-Division Reich Bezeichnung Panzerverband Ostpreußen (10. September 1939) SS-Verfügungs-Division (mot.) (10. Oktober 1939) SS-Division Deutschland (1. April 1940) SS-Division (mot.) Reich (21. Dezember 1940) SS-Division (mot.) Das Reich (Mai 1942) SS-Panzergrenadier-Division Das Reich (9. November 1942) 2. SS-Panzer-Division Das Reich (R) (22. Oktober 1943) Kommandeure SS-Obergruppenführer Paul Hausser (Oktober 1939 bis Oktober 1941) SS-Obergruppenführer Wilhelm Bittrich (Oktober bis Dezember 1941) SS-Obergruppenführer Matthias Kleinheisterkamp (Dezember 1941 bis April 1942) SS-Obergruppenführer Georg Keppler (April 1942 bis Februar 1943) SS-Brigadeführer Herbert-Ernst Vahl (Februar bis März 1943) SS-Oberführer Kurt Brasack (März 1943) SS-Obergruppenführer Walter Krüger (März bis Oktober 1943) SS-Oberführer Heinz Lammerding (Oktober 1943 bis Juli 1944) SS-Standartenführer Christian Tyschen (Juli 1944) SS-Brigadeführer Otto Braun (Juli bis Oktober 1944) SS-Oberführer Heinz Lammerding (Oktober 1944 bis Januar 1945) SS-Standartenführer Karl Kreutz (Januar 1945) SS-Gruppenführer Werner Ostendorff (Januar bis März 1945) SS-Standartenführer Rudolf Lehmann (März bis April 1945) SS-Standartenführer Karl Kreutz (April bis Mai 1945) Aufstellung Die Division hatte ihren Ursprung in den zuvor bestehenden SS-VT-Regimentern Deutschland, Germania und Der Führer, zusammen mit Pionieren und Angehörigen der Nachrichtentruppe vom SS-Pionier-Sturmbann und dem SS-Nachrichtensturmbann. Die SS-VT, oder vollständig SS-Verfügungstruppe, war im März 1935 aus den zuvor bestehenden SS-Politischen Bereitschaften gebildet worden. Das erste dieser Regimenter der SS-VT, welche zu diesem Zeitpunkt als Standarten bezeichnet wurden, war ‘Deutschland’, welches in München im September dieses Jahres aufgestellt wurde. Ein Jahr später folgte das zweite Regiment ‘Germania’ in Hamburg. Nach dem Anschluss von Österreich folgte das dritte – ‘Der Führer’ – in Wien. Die verschiedenen Einheiten der SS-VT – mit Ausnahme von ‘Der Führer’, welches zu diesem Zeitpunkt immer noch in der Aufstellung war – wurden im Polenfeldzug unter dem Kommando der Wehrmacht eingesetzt. Das ‘Deutschland’-Regiment war der ‘Panzer-Division Kempf’ des Heeres angeschlossen als Teil der Heeresgruppe A, welche von Ostpreußen in Richtung Süden nach Polen einbrechen sollte, während ‘Germania’ der Heeresgruppe B im Süden zugeteilt wurde. ‘Deutschland’ tat sich hervor während der Angriffe auf die polnische Mlava-Verteidigungslinie und nahm insbesondere die Höhe 192, was einen Angriff den Hügel hoch auf eine hart verteidigte Stellung erforderte. Das Regiment beteiligte sich auch an der Einnahme der polnischen Befestigungen der Modlin-Linie und seine Soldaten wurden von General Kempf für ihre hervorragende Leistung während der Schlacht glorreich gelobt. Im Gegensatz zum Schwester-Regiment wurde ‘Germania’ nicht als Gesamtverband eingesetzt, sondern aufgeteilt und in einzelnen Gruppen verschiedenen Heeres-Einheiten zur Unterstützung zugeteilt. Die Entscheidung, nicht alle am Polenfeldzug beteiligten SS-Verbände in einer einzigen Streitmacht zusammenzufassen, war diskutiert worden. Hitler wünschte jedoch, die höheren Wehrmachtsoffiziere nicht zu verärgern, welche jeder Vergrößerung des Einflusses und Macht der bewaffneten SS (später Waffen-SS) neben den traditionellen Streitkräften ablehnend gegenüber standen. Aber nachdem die Leistung der SS-Truppe im Feld so überragend war, befahl Hitler im Oktober 1939 die Bildung der SS-Verfügungsdivision unter SS-Obergruppenführer Paul Hausser, einem sehr erfahrenen, ehemaligen professionellen Offizier des Heeres. Die neue Division sollte neben den Regimentern ‘Deutschland’, ‘Germania’ und ‘Der Führer’ auch das SS-Artillerie-Regiment, den SS-Pionier-Sturmbann, SS-Nachrichtensturmbann, Aufklärungs- und Panzerabwehr-Einheiten umfassen. Im Westen 1940 Bei Eröffnung des Westfeldzug im Mai 1940 griff der neue Verband durch Holland an, um sich mit den bei Rotterdam abgesprungenen deutschen Fallschirmjägern zu vereinigen. Obwohl die verschiedenen SS-VT-Einheiten in einer Division zusammengefasst waren, wurden sie zu Beginn des Feldzuges wieder in einzelne Gruppen aufgeteilt, um verschiedene Heeres-Einheiten zu unterstützen. Das Regiment ‘Der Führer’ war die Speerspitze des Angriffs, stürmte über den Fluss Issel, obwohl die Holländer die Brücke in die Luft gesprengt hatten. Die Soldaten bildeten einen Brückenkopf auf der anderen Seite des Flusses und nahmen die Ortschaft Westervoort. Dabei stieß das Regiment mehr als 100 km innerhalb eines Tages vor. Anderen Einheiten trafen auf wesentlich entschlossenere Gegner, aber trotz größerer Verluste überwanden sie die holländischen Verteidigungsanlagen am Maas-Waal-Kanal. Das Regiment ‘Der Führer’ setzte seine erstklassigen Kampfleistungen fort, stieß an Utrecht vorbei und stürmte durch Amsterdam nach Tandvoort bis an die Küste. Anschließend trafen die einzelnen SS-VT-Einheiten bei Marienbourg zusammen und als Division gingen sie gemeinsam in westliche Richtung vor, um den holländischen Widerstand auf Walcheren zu brechen. Dort befanden sich die Holländer in einer hervorragenden Verteidigungsstellung und wurden durch Artillerie und Kriegsschiffen vor der Küste unterstützt. Das Regiment ‘Deutschland’ führte den Angriff an und erlitt dabei schwere Verluste. Das Gefecht endete dann mit einem holländischen Rückzug anstatt einem erfolgreichen deutschen Sturmangriff. Am 22. Mai 1940 drängte die Division in Richtung Calais. Während eines Nachtlagers auf dem Weg dorthin wurden die SS-Soldaten von französischen Einheiten angegriffen, welche aus dem Einschließungsring von Dünkirchen ausbrechen wollten. Die Franzosen konnten aufgehalten werden, wenn auch die Kämpfe sehr hart waren. Nachdem die SS-VT erst einmal die Initiative zurückgewonnen hatte, waren die SS-Männer erfolgreich und zerstörten viele Panzer und nahmen mehrere hunderte Gefangene. Am nächsten Tag überschritt die Division den La-Bassee-Kanal und hielt einen Brückenkopf, den sie gegen britische Gegenangriffe hielt. Der Vorstoß wurde fortgesetzt, indem die Regimenter ‘Der Führer’ und ‘Germania’ durch den Wald von Nieppe durchstießen und die Briten zurückdrängten. Zu diesem Zeitpunkt erzwang ‘Deutschland’ den Übergang über den Lys-Kanal und hielt seine Stellungen gegen kräftige britische Panzerangriffe. Der Kampf wurde durch das Eintreffen der SS-Totenkopf-Division genau zum richtigen Zeitpunkt entschieden. Am 1. Juni wurde die Division aus der Front gezogen, um sich neu zu ordnen und für den zweiten Teil des Feldzuges vorzubereiten, der Schlacht um Frankreich. Diese begann vier Tage später, als die SS-VT südwärts durch Orleans losschlug und Angouleme besetzte. In der zweiten Phase der Schlacht war die Division hauptsächlich mit der Säuberung der überrannten Gebiete von zurückgebliebenen französischen Truppen beschäftigt, was bis zum Waffenstillstand am 25. Juni andauerte. Die SS-Soldaten nahmen dabei über 30.000 Gefangene für den Verlust von weniger als 35 Mann. Mehrere Angehörigen der SS-Verfügungsdivision wurden mit dem Ritterkreuz für ihren Einsatz während dieses Feldzuges ausgezeichnet. Im Juni 1940 wurde die Division in das besetzte Holland verlegt, wo sie mehrere Monate verbrachte, um auf den Beginn des Unternehmen Seelöwe zu warten, der Invasion von Großbritannien. Als dieses Unternehmen auf ‘unbestimmte Zeit verschoben’ wurde, mehr …

  • MG42-Schütze der Waffen-SS

    Mythen über die Waffen-SS (Teil I). Unverhältnismäßig hohe Verluste, schlechteres Führungspersonal und bessere und mehr Ausrüstung und Waffen bei der Waffen-SS. Mythen der Waffen-SS Unverhältnismäßig hohe Verluste bei der Waffen-SS Es wird oft allgemein verbreitet und auch der bekannte Feldmarschall des Heeres, von Manstein, behauptet diese These in seinen Memoiren, dass die Einheiten der Waffen-SS im Kampf relativ höhere und überflüssige Verluste als Einheiten des Heeres erlitten. Allerdings gibt es keine statistischen Erhebungen, welche diese Behauptung unterstützen. Trotzdem werden hohe Opfer aufgrund des Fanatismus ihrer Angehörigen, der schlechten Führung ihrer Offiziere und der manchmal schlechten Ausbildung der Waffen-SS unterstellt. Dieses Thema ist jedoch sehr komplex und umfangreich, aber nach dem aktuellen Wissensstand ist diese Behauptung vor allem als Verallgemeinerung unrichtig. Die fechtenden Einheiten der Waffen-SS bestand in erster Linie nur aus Kampfverbänden und ihren Ausbildungs- und Kampfschulen. Dagegen verfügte das länger bestehende Herr über viel mehr höhere Stäbe, Unterstützungseinheiten wie Nachrichtendienste, Militärpolizei, Bautruppen und Pioniere, dazu Sanitäts-, Versorgungs-, Werkstatt-, Transport-Dienste und das weltweit größte militärische Bahnwesen. Deshalb stellte das Heer auch für die Waffen-SS diese Dienste zur Verfügung. Dazu gehörten größere Stäbe mit Verwaltungsaufgaben, aber auch die Ausbildungskommandos, welche auch bei der Waffen-SS zahlreicher waren, als die eigenen. Dadurch ergab es sich natürlich, dass es in der eigentlichen Waffen-SS ein größerer Anteil an tatsächlich kämpfenden Kampftruppen gab, als beim Heer, wo ein größerer Anteil an nicht-kämpfenden Diensten vorhanden war. Schon alleine deshalb kann man davon ausgehen, dass unter der Waffen-SS die Verluste proportional höher gewesen sein müssen, als im Heer. Dazu waren die SS-Verfügungstruppe (später SS-Division Reich), Leibstandarte-SS-Adolf Hitler und SS-Totenkopf-Division als Elite-Verbände gedacht. Derartige Formationen wurden deshalb oft für den Einsatz an entscheidenden Stellen der Front verwendet. Dies traf vor allem auf die ersten sechs Waffen-SS-Divisionen zu, sowie die später noch aufgestellten SS-Panzer- und Panzergrenadier-Divisionen. Deshalb waren sie normalerweise an den Frontabschnitten mit den heftigsten Kämpfen im Einsatz, sowohl defensiv als auch offensiv. Aber auch die anderen Waffen-SS-Formationen sahen unter den gleichen Umständen wie Heeres-Divisionen intensive Gefechte bei verschiedenen Gelegenheiten während der letzten zwei Kriegsjahre. In diesem Zeitraum waren die Verluste bei allen im Bodenkampf stehenden Waffengattungen der deutschen Streitkräfte erheblich. Die nackten, statistischen Zahlen des bundesdeutschen WASt, welches die Schicksale von Kriegsopfern archiviert, gaben 1972 an, dass ungefähr 950.000 Männer bis Kriegsende in der Waffen-SS dienten. Davon wurden 253.000 als im Gefecht gefallen oder vermisst registriert, was knapp 27 Prozent sind. Im deutschen Heer dagegen dienten 11 Millionen Mann, von denen 3.280.000 Mann als Tot oder vermisst gelten, was knapp 30 Prozent sind. Da es im Heer einen weitaus höheren Anteil von ‘nicht-kämpfenden’ Truppenteilen gab, würde dies sogar einen noch höheren Anteil an Toten unter den Kampftruppen als bei der Waffen-SS ergeben, wo es nur wenige Nicht-Kombattanten gab. Jedoch führen diese Zahlenangaben zu falschen Schlüssen. Denn um die Verluste zwischen Heer und Waffen-SS zu vergleichen, müssten auch die unterschiedlichen Umstände der einzelnen Divisionen im Kampf berücksichtigt werden. Dazu gehören ihre Aufgaben und Operationsziele, gegen welchen Gegner und unter welchen Umständen sie jeweils kämpften, das Gelände und die feindliche Kräfteüberlegenheit. Zum Beispiel ergab eine genauere Studie über die Leistungsfähigkeit an der Westfront im Jahr 1944, dass einige Divisionen der Luftwaffe und des Heeres eine bessere Kampfkraft und damit ein günstigeres Verlustverhältnis erzielten als SS-Formationen. Eine derartige Studie müsste aber für einen Großteil der Gefechte der meisten Divisionen der Wehrmacht erstellt werden, um beweiskräftig zu sein. Weiterhin ist zu bedenken, dass aufgrund politischer Einflussnahme, operativer Überlegungen oder anderer Faktoren, Einheiten der Waffen-SS nicht geopfert wurden, wie z.B. die 6. Armee in Stalingrad oder dieselbe Armee nochmals in Rumänien im Jahr 1944. Das Gleiche galt für die Kapitulation in Tunesien, wo es ebenfalls keine größeren Waffen-SS-Formationen gab. Auch auf Sizilien wurden keine Waffen-SS-Verbände eingesetzt, da hier ebenfalls ein großes Risiko des Verlustes der Einheiten bestand. An diesen und anderen gefährdeten Positionen, wie Küstenschutz, Garnisonen, oder in Stellungen unter schwerem Luft-, See- oder Artillerie-Beschuss, mussten die Einheiten des Heeres ‘ihren Kopf hinhalten’, wodurch hier überproportionale Verluste entstanden. Während des Zweiten Weltkrieges war die andauernde Kampfbelastung der Einheiten der Waffen-SS deutlich geringer als für die meisten Einheiten des Heeres. Nur wenige Einheiten der Waffen-SS sahen 1939 in Polen einen Einsatz oder Westeuropa im Jahr 1940 und keine davon war zumeist größer als ein Regiment. Es gab zu diesem Zeitpunkt nur drei Divisionen: SS-Verfügungs-Division, Totenkopf und SS-Polizei-Division. In der zweiten Jahreshälfte 1941 befanden sich ebenfalls nur sechs Waffen-SS-Divisionen an der Ostfront, während 136 Divisionen des Heeres im ständigen Kampf standen. 1942 waren es dann weiterhin nur sechs Divisionen der Waffen-SS sowie drei Brigaden, während über 200 Heeres-Divisionen an der Ostfront kämpften. Einige der neueren Waffen-SS-Divisionen wurden bis auf die letzten sechs Kriegsmonate praktisch während ihres ganzen Bestehens nur gegen Partisanen eingesetzt. Dies war zwar ein brutaler Kleinkrieg, aber in keinem Fall so verlustreich wie gegen die Rote Armee zu kämpfen. Beim Heer wurden später sogenannte Volksgrenadier-Divisionen aufgestellt oder aus zerschlagenen Verbänden wiederhergestellt. Einige dieser VG-Divisionen wurden mit demoralisierten Kader zerschlagener Divisionen gebildet und mit Person von Luftwaffe und Marine aufgefüllt, welche praktisch keine Erfahrung im Infanterie-Kampf hatten. Nach einer Verbandsübung von höchsten sechs Wochen wurden diese Divisionen in den Einsatz geschickt, wobei die mangelhafte Ausbildung und Ausrüstung durch Indoktrinierung ausgeglichen werden sollte. Seit Sommer 1944 wurden 76 dieser Volksgrenadier-Divisionen mit zweifelhaftem Kampfwert und hohen zu erwartenden Verlusten beim Heer aufgestellt, was alleine schon die doppelte Menge aller Waffen-SS-Divisionen war. Nach Aufführung all dieser Statistiken und Einwände in beide Richtungen ist die Vorstellung, dass die Waffen-SS unverhältnismäßig höhere Verluste erlitten hat, am besten noch eine unbewiesene und nicht nachvollziehbare Verallgemeinerung. Schlechteres Führungspersonal bei der Waffen-SS Wie zuvor bereits erwähnt, gilt als einer der Gründe für die angeblich übermäßigen Verluste der Waffen-SS, dass ihre Führung schlechter als die des Heers war. Hier wird behauptet, dass die Offiziere der Waffen-SS eher mehr nationalsozialistischen Eifer als militärisches Fachwissen mitbrachten. Dies wird allerdings nicht bei einem Blick auf das Führungspersonal der verschiedenen Waffen-SS-Divisionen untermauert. Viel mehr besaßen alle Divisionskommandeure militärische Erfahrungen aus dem 1. Weltkrieg und waren sogar zumeist schon im Offiziersrang. Allerdings diente nur eine Minderheit ununterbrochen mehr …

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