Französdische 75-mm-Kanone im Einsatz


Französdische 75-mm-Kanone im Einsatz

Französdische 75-mm-Kanone im Einsatz

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Im Blickpunkt:
  • 3d-Modell vom Ar 234 B-2 Blitz.

    Erster Düsenbomber der Luftfahrtgeschichte Arado Ar 234 Blitz. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Arado Ar 234 Blitz Typ: erster Düsenbomber der Luftfahrtgeschichte und strahlgetriebenes Aufklärungsflugzeug. Geschichte Steigende Leistungsanforderungen führten zur Ausschreibung eines Projektes für ein strahlgetriebenes Aufklärungsflugzeug mit einer Reichweite von 2.200 Kilometern durch das Reichsluftfahrtministerium. Im Spätherbst 1940 begann die Firma Arado darauf hin mit der vorläufigen Entwicklungsarbeit unter Direktor Walter Blume. Anfang 1941 wurde die Projekt-Entwurfsphase erreicht und der E370-Entwurf wurde im Oktober 1941 fertiggestellt und dem Technischen Amt überreicht. Zusätzlich wurden weitere, viel radikalere Konzepte beigefügt, aber der verhältnismäßig konventionelle E370-Entwurf wurde angenommen und erhielt Typen-Nummer 234 der ‘8er-Serie’. Es war vorhersehbar, dass dies ein extrem sauberes und fortschrittliches Flugzeug aus einer betonten Ganzmetall-Konstruktion werden würde, mit einer glatten und bündig genieteten Außenhülle. Der konisch geformte Flügel war auf dem schlanken Rumpf angebracht und die zwei Strahltriebwerke befanden sich unter dem Flügel in Gondeln mit dem gleichen Abstand zur Mittellinie, wie dies bei einem Kolbenmotor der Fall gewesen wäre. Ganz vorne in der Nase befand sich das einsitzige Cockpit und die gesamte Nase war mit Plexiglas verkleidet. Der Pilot gelangte an Bord durch das herunterziehen einer einziehbaren Stufe auf der linken Seite, kletterte Trittstufen an der linken Seite hoch und schließlich durch eine Dachluke. Diese Luke konnte abgesprengt werden, aber es gab keinen Schleudersitz und dieser Notausstieg war eine zweifelhafte Angelegenheit. Das Cockpit selbst war jedoch geräumig, komfortabel und gut ausgelegt und mithilfe der Motoren unter Druck gesetzt. Die herausfordernde Spezifikation einer Reichweite von 2.200 Kilometern erforderte, dass nahezu der gesamte dahinter liegende Rumpfbereich mit Treibstofftanks ausgefüllt werden musste. Diese Treibstofftanks wurden durch Einlässe im oberen Rumpfbereich betankt. Alle Fluginstrumente wurden manuell bedient und waren von konventioneller Art, die Querruder waren vom Frise-Typ mit scharfer Vorderkante und die Höhenruder und Ruder hatten eine besondere Massenbilanz sowie ein kombiniertes Ausgleichsgewicht im Rumpf. Die Höhenlage des Höhenleitwerks konnte zum Trimmen durch einen großen Hebel im Cockpit geändert werden, welcher eine Schraubenzieher bewegte. Innen- und außen von den Motorengondeln befanden sich hydraulisch betätigte, einfache Klappen mit einem maximalen Winkel von 45° zur Landung. Es war vorgesehen, dass die großen Fotokameras zur Aufklärung im hinteren Rumpfteil eingebaut werden. Das einzige Merkmal, welches völlig unkonventionell war, war das Fahrwerk. Im Nachhinein gesehen sollte dies eigentlich keine Probleme bereitet haben, aber die Konstruktionsmannschaft bei Arado sah im ersten Moment keine Möglichkeit, ein normales Fahrgestell zu verwenden. Im schmalen Rumpf, voll mit Treibstoff, war kein Platz für einziehbare Haupträder, noch konnten Landeräder an den Triebwerksgondeln oder den Flügeln angebracht werden, da die hohe Position der Flügel außergewöhnlich lange Flügelräder erfordert hätte. So schlug Arado dem Reichsluftfahrtministerium mehrere unkonventionelle Möglichkeiten vor und der Stab im Ministerium wählte die ungewöhnlichste Anordnung. Beim Start saß die Ar 234 auf einem großen dreirädrigen Wagen und Landen sollte sie auf einer zentralen Kurve mit kleineren Stabilisierungs-Kufen unter den Motorgondeln. Unnötige Verzögerungen und Erprobung Für das Flugzeug wurde das Junkers 109-004A Strahltriebwerk ausgewählt. Der Bau des ersten Prototyps Ar 234 V1 begann im Frühjahr 1941 und Junkers hatte versprochen, die Triebwerke innerhalb von 10 Monaten zu liefern. Die Arbeiten am Flugzeug in der Fabrik von Arado in Warnemünde gingen schnell voran, aber die Triebwerke litten unter zahlreichen Verzögerungen und wurden nicht vor März 1942 im Flug erprobt. Das Erstaunliche daran ist, dass die gleichen Triebwerke zwar die Me 262 zwar im Juli 1942 in die Luft brachten, aber Arado erhielt kein einziges davon bis Februar 1943. So konnte die Ar 234 V1 nicht vor dem 15. Juni 1943 erstmals fliegen. Zu diesem Zeitpunkt war die Flugzeugzelle schon seit 18 Monaten fertig und Arado hatte zwischenzeitlich darüber nachgedacht, Flugversuche mit zwei Kolbenmotoren durchzuführen, aber der Bodenabstand für Propeller war bei der Landung zu gering. Mit einem konventionellen Fahrgestell wäre dieses Problem nicht aufgetreten und zumindest Flugversuche hätten früher beginnen können. Wenn Junkers die Strahltriebwerke früher an Arado geliefert hätte, wäre die Ar 234 ein Jahr früher zum Einsatz gekommen und in der Nachfolgezeit auch in wesentlich größeren Stückzahlen an der Front erschienen. Als der Prototyp endlich fliegen konnte, stellten sich die Flugqualitäten der Ar 234 als herrlich heraus. Vom Stützpunkt Rheine und mit dem Chef-Testpiloten Selle, förderte das Erprobungsprogramm keine wesentlichen Probleme zutage und von Beginn an hatte jeder Testpilot, welcher die Ar 234 flog, nur großartiges über die Handhabung zu berichten. Allerdings benötigtes es bis zu zehn Testflüge mit jeder Maschine, bevor die Querruder ausreichend genau eingestellt waren. Dagegen bereitete der Startwagen und die Landekufen unendliche Probleme. Beim Erstflug wurde der große Startwagen, wie vorgesehen, aus einer Höhe von 60 Metern abgeworfen, aber dessen Fallschirm öffnete sich nicht und so wurde der Wagen beim Aufschlag auf den Boden zerstört. Das Gleiche passierte beim zweiten Start, sodass beschlossen wurde, dass das Flugzeug ohne den Wagen in die Luft gehen sollte, welcher auf dem Boden verblieb. Obwohl dies funktionierte, verursachten Startwagen und Landekufen weiterhin Schwierigkeiten. Oft fuhren die Kurven nicht ein und das Flugzeug schaukelte und wackelte bei der Landung erheblich und mehrmals brach eine der Stabilisierungskurven ab, sodass die Flügelspitze über den Boden schleifte. Noch schlimmer war der Umstand, dass die Ar 234 mit den Kurven sich nicht auf dem Boden bewegen ließ, sodass bei Kampfeinsätzen in größerer Stückzahl das Flugfeld innerhalb kürzester Zeit mit unbeweglichen Ar 234 übersät wäre, welche nachfolgende landende Flugzeuge gefährdend und leichte Ziele bei feindlichen Tieffliegerangriffen wären. Deshalb wurde im Spätsommer 1943 entschieden, ein konventionelles Fahrgestell einzubauen. So wurde die ursprünglich geplante Ar 234 A-Serie gestrichen, aber sieben weitere Prototypen davon wurden fertiggestellt. Davon flogen V2, V3, V4, V5 und V7 in schneller Folge, während V6 und V8 als Versuchsflugzeuge für vier Strahltriebwerke verwendet wurden. In den letzten Monaten des Jahres 1943 wurden mit den Prototypen die Druckkabine, Startraketen unter den Flügeln, die leichteren und stärkeren Junkers-004B-Strahltriebwerke und auch in einigen Flugzeugen ein Schleudersitz getestet. Arado Ar 234B Während der Erprobungsarbeiten in Rheine wurde eine große Fabrik bei Alt-Lönnewitz vorbereitet, um die Ar 234B – nun mit dem populären Namen ‘Blitz’ versehen – mit dem konventionellen Fahrgestell zu bauen. Der erste B-Serien-Prototyp mehr …

  • Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für Februar 1945. Zerstörerischster Luftangriff auf Berlin, Jalta-Konferenz, die Briten erreichen den Rhein, Zerstörung Dresdens, US-Fallschirmjäger nehmen Corregidor, amerikanische Landung auf Iwo Jima, Operation Clarion. Februar 1945 Zurück zu Januar 1945. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 1. Februar 1945: Ostfront Polen: Rokossowskis 2. Weißrussische Front nimmt Thorn (Torun) nach 6-tägiger Belagerung. Westfront Elsass: Die 7. US-Armee überschreitet den Fluss Moder. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 2. Februar 1945: Westfront Elsass: Französische und US-Truppen nehmen Colmar. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 3. Februar 1945: Luftkrieg Deutschland: 937 B-17 Fliegende Festungen von 900 Begleitjäger (24 Flugzeuge verloren) GREIFEN BERLIN AN und setzen 5 Quadratkilometer des Stadtzentrums mit 2.267 t Bomben in Brand. Der Flughafen und die Rangierbahnhöfe von Tempelhof werden schwer beschädigt. Es gibt ca. 1.000 Tote, darunter auch Richter Roland Freisler, der fanatische Vorsitzende des ‘Volksgerichtshofes’. 400 USAAF-Bomber greifen Magdeburg an. Philippinen Die 1. US-Kavallerie-Division erreicht den Stadtrand von Manila. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 4. Februar 1945: Politik JALTA-KONFERENZ (‘Magneto’): Churchill, Roosevelt und Stalin treffen sich auf der Krim. Letzterem gelingt es, dem angeschlagenen US-Präsidenten große Zugeständnisse abzuringen, einschließlich freier Hand in Osteuropa, Gebietsgewinne in Fernost für eine Kriegserklärung an Japan innerhalb von 2 Monaten nach der Niederlage Deutschlands. Hinzu kommen deutsche Reparationen und Sachleistungen und die Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen. Die polnische und jugoslawischen Nachkriegsregierungen sollen angeblich durch alle politischen Kräfte gebildet werden. Die Konferenz endet am 11. Februar. Westfront Belgien – Befreiung beendet: Die Amerikaner vertreiben die letzten Reste der deutschen Streitkräfte von belgischem Boden. Ostfront Schlesien: KONJEWS PANZER BEGINNEN DIE ODER ZU ÜBERSCHREITEN, in der Nähe von Breslau. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 5. Februar 1945: Westfront Elsass: Der deutsche Brückenkopf um Colmar wird in zwei Teile gespalten, als vorstoßende amerikanische und französische Truppen aufeinander treffen. Luftkrieg Deutschland: 238 RAF-Bomber greifen Bonn an. 589 USAAF-Bomber greifen Regensburg an. Europa: Tod von Hauptmann Marcel Doret, dem Kommandanten der frei-französischen Groupe de Chasse ‘Doret’ und ehemaligen Testpiloten im Alter von 48 Jahren. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 6. Februar 1945: Ostfront Konjews Truppen überschreiten den Fluss Oder und beginnen mit der Belagerung von Breslau: hunderttausende von Zivilisten fliehen in Panik nach Westen, viele in das sicher geglaubte Dresden. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 7. Februar 1945: Luftkrieg Europa: RAF-Nachtangriff auf deutsche Truppenkonzentrationen und Stellungen bei Kleve und Goch. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 8. Februar 1945: Westfront Die Kanadier stoßen in den Reichswald südöstlich von Nimwegen, zwischen Maas und Rhein, vor (Operation Veritable oder Schlacht im Reichswald). Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 9. Februar 1945: Ostfront Ostpreußen: Königsberg ist nun praktisch von der 2. und 3. Weißrussischen Front eingeschlossen. Westfront Britische und kanadische Truppen erreichen mit starken Kräften den Rhein. Die 3. US-Armee überquert den Fluss Prüm. Luftkrieg Europa: Halifax-Bomber greifen die Ölanlagen in Wanne-Eickel (Ruhrgebiet) an. B-17 Fliegende Festungen bombardieren die Ölanlagen von Lützkendorf. Politik Ecuador und Paraguay erklären Deutschland und Japan den Krieg. Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 10. Februar 1945: Ostfront Ostpreußen: Rokossowskis 3. Weißrussische Front nimmt Elbing und Preußisch-Eylau. Westfront Die Deutschen öffnen die Schleusen vom Schwammenauel-Staudamm am Fluss Ruhr in dem Versuch, die vordringenden US-Streitkräfte zum Stehen zu bringen. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 11. Februar 1945: Westfront Britische Truppen dringen in Kleve ein. Heimatfronten Deutschland: Die gesamten Goldreserven (ca. 100 t) werden von Berlin in ein Salzbergwerk in der Nähe von Eisenach transportiert. Dort werden sie durch die amerikanische Besetzung von Merkers am 4. April 1945 erbeutet. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 12. Februar 1945: Politik Peru erklärt Deutschland und Japan den Krieg. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 13. Februar 1945: Luftkrieg Deutschland: Zerstörung Dresdens. 773 Lancaster-Bomber (5 verloren) und 311 B-17 Fliegende Festungen fliegen einen dreifachen Luftschlag gegen die praktisch unverteidigte Stadt in der Nähe der Ostfront und werfen 3.370 t Bomben ab, darunter ca. 700.000 Brandbomben. Ein ‘Feuersturm’ wütet über 6,5 km² und es sollen zwischen 135.000 und 250.000 Zivilisten, Flüchtlinge und alliierte Gefangene umgekommen sein (nach Falschmeldungen in der internationalen Presse, welche von der deutschen Propaganda übernommen wurden). Die Stadt brennt für 7 Tage und 8 Nächte (68.650 Leichen werden auf großen Scheiterhaufen verbrannt). Ostfront Ungarn: Die Belagerung von Budapest endet nach 6 Wochen heftigen Häuserkämpfen. Westfront Britische Truppen sichern den Reichswald. Seekrieg Pazifik: 3 japanische U-Boote werden durch das US-Unterseeboot Batfish innerhalb von 4 Tagen versenkt (vom 10. bis 13. Februar). Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 14. Februar 1945: Ostfront Pommern: Schukow nimmt Schneidemühl. Westfront Kanadische Truppen wehren vier deutsche Gegenangriffe im Reichswald ab. Luftkrieg Europa: Die 8. US-Air-Force vervollständigt den alliierten ‘Triple-Schlag’ gegen Dresden und greift auch Chemnitz, Magdeburg, versehentlich Prag und die Wesel-Brücke über den Rhein an. Die Gesamtzahl der eingesetzten Bomber und Begleitjäger beträgt 1.440 (13 verloren). Schwerer RAF-Nachtangriff auf Chemnitz. Politik Chile erklärt Deutschland und Japan den Krieg. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 15. Februar 1945: Luftkrieg Deutschland: Dresden, Magdeburg und Cottbus werden von insgesamt 1.000 Bombern der 8. US-Air-Force angegriffen. Westfront Die kanadischen Truppen besetzen nun eine 16 km lange Front entlang des Westufers des Rheins. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 16. Februar 1945: Luftkrieg Pazifik: US-Fallschirmjäger nehmen Corregidor (Philippinen). Deutschland: 263 USAAF-Bomber greifen Regensburg an und werfen 559 t Bomben ab. Seekrieg Pazifik: 1.000 US-Trägerflugzeuge der Task Force TF 58 greifen Tokio und Yokohama an (Wiederholung am nächsten Tag). Politik Venezuela erklärt Deutschland und Japan den Krieg. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 17. Februar 1945: Heimatfronten Großbritannien: Weltgewerkschaftskonferenz in London. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 18. Februar 1945: Westfront Ardennen: Die 3. US-Armee durchbricht den Westwall nordwestlich von Echternach. Ostfront Ostpreußen: General Iwan D. Tschernjachowski, Befehlshaber der 3. Weißrussischen Front, wird im Alter von 40 Jahren tödlich in der Nähe von Königsberg verwundet. Marschall Wassilewsky übernimmt das Kommando über die 3. Weißrussische Front. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 19. Februar 1945: Seekrieg Pazifik: AMERIKANISCHE LANDUNG AUF IWO JIMA (Operation Detachment) durch die 4. und 5. US-Marine-Divisionen. Sergeant John Basilone, erster Träger der Medal of Honor der US Marine mehr …

  • Panzerwerfer 42 auf Maultier

    Maultier, Panzerwerfer 42 und Schwerer Wehrmachtschlepper. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modelle. Deutsche Halbkettenfahrzeuge Maultier, SdKfz 4/1 Panzerwerfer 42 und Schwerer Wehrmachtschlepper. Maultier Der erste Kriegswinter in Russland 1941/42 führte der Wehrmacht eindringlich vor, dass der Großteil ihrer Räder-Kraftfahrzeuge vollständig unfähig war, mit den völlig verschlammten Wegen während des Tauwetters am Anfang und Ende des Winters fertig zu werden. Unter diesen Bedingungen konnten nur Halbkettenfahrzeuge überhaupt vorwärtskommen, aber diese wertvollen Fahrzeuge von ihren eigentlichen Aufgaben abzuziehen, um tägliche Versorgungsroutinen durchzuführen, schien ziemlich unwirtschaftlich. So wurde beschlossen, möglichst billige Halbkettenfahrzeuge für den Transport des Nachschubs zu bauen. Dies geschah einfach dadurch, indem Lastkraftwagen von Opel und Daimler-Benz aus der laufenden Produktion genommen wurden und deren Hinterachse entfernt wurde. An ihrer Stelle wurden neue Antriebswellen zu Baugruppen von Kettenlaufwerken verlegt, welche aus Laufrädern und Ketten des PzKpfw II stammten. Sogar diese Maßnahme war äußerst ökonomisch, da der PzKpfw II zu diesem Zeitpunkt aus der Produktion genommen wurde und dessen Produktionskapazitäten für andere Projekte, wie den LKW-Umbau, verwendet werden konnten, was das ganze Unternehmen noch kostengünstiger machte. Diese neuen Halbkettenfahrzeuge wurden unter dem Namen Maultier ausgeliefert und schließlich erfolgte der Umbau hauptsächlich aus dem Opel Blitz Typ S/SSM-LKW. Im Einsatz waren sie ein durchgehender Erfolg, wenn sie auch nicht die komplette Mobilität der ‘richtigen’ Halbkettenfahrzeuge hatten. Es überrascht nicht, dass der Einsatz des Maultiers auf die Ostfront beschränkt war und die Fahrzeuge wurden hauptsächlich für die routinemäßigen Versorgungsfahrten verwendet. Ihr Einsatz sollten zwar für die Schlammperiode aufgespart werden, aber aufgrund des ständigen Mangels an Transportfahrzeugen wurden sie die ganze Zeit über eingesetzt, sodass ihr Verschleiß auch hoch war. Das Maultier wurde von 1942 bis 1944 gebaut und die Produktion erreichte insgesamt 21.945 Fahrzeuge. Panzerwerfer 42 Bis Ende 1942 hatten sich die Nebelwerfer-Batterien als ein fester Bestandteil der deutschen Artillerie etabliert und so sollten auch die Panzerformationen ihre eigenen Batterien erhalten. Zu diesem Zeitpunkt verwendeten die meisten Batterien gezogene Nebelwerfer, aber um mit den beweglichen Panzerformationen Schritt zu halten, sollte eine Version auf Selbstfahrlafetten dafür entstehen. Nachdem die Herstellung des Maultiers im Jahr 1943 4.000 Stück überschritten hatte und kein anderes Fahrgestell oder Halbkettenfahrzeug dafür verfügbar war, wurde beschlossen, dieses Fahrzeug dafür zu verwenden. Während des Jahres 1943 wurde Opel beauftragt, eine mit Panzerschutz versehene Version des Maultiers mit einem 15-cm-Nebelwerfer oder als Munitionstransporter herzustellen. Das Maultier erhielt ein vollständig gepanzertes Fahrerhaus, Motorhaube, Rumpf und Heck. Auf dem Dach des Hecks wurde der dafür extra neu entwickelte, zehnläufige 15-cm Panzerwerfer 42 platziert, welcher um 270° Grad gedreht und bis zu 80° in die Höhe eingestellt werden konnte. Die Raketen wurden alle in einer Salve abgefeuert und die dabei entstehenden Rauchschwaden ließen den Gegner rasch die Stellung einer Raketenbatterie erkennen. Der Raketenwerfer 42 auf Maultier konnte jedoch als Selbstfahrlafette nach dem Abschuss schnell einen Stellungswechsel vornehmen. Das Maultier bot daher zusätzliche Mobilität vor feindlichen Artillerie-Gegenfeuer sowie Schutz vor Infanteriefeuer und Granatsplitter. Das Heer bestellte 300 dieser Fahrzeuge, unter der Annahme, dass die Produktion anschließend auf den Schweren Wehrnachtschlepper übergehen sollte. Da der Schwere Wehrmachtschlepper (siehe weiter unten) aber niemals in den geforderten Stückzahlen hergestellt werden konnte, blieb es nur bei diesen Plänen und lediglich 300 Panzerwerfer 42 auf Maultier wurden umgebaut. Der erste dieser Maultiere mit Panzerwerfer 42 wurden 1943 eingesetzt und hatte eine Besatzung von drei Mann. Die Raketen befanden sich im Werfer und zehn Ersatzraketen für eine weitere Salve wurden an den Seiten im unteren Rumpf mitgeführt. Ebenfalls befand sich gewöhnlich ein Maschinengewehr auf dem Fahrerhaus und spätere Modelle hatten auch Rauchgranatwerfer, um sich selbst einzunebeln. Einige dieser gepanzerten Maultiere wurden auch ohne Raketenwerfer produziert, um zusätzliche Reserve-Raketen für die Werfer-Fahrzeuge mitzuführen. Davon wurden eine Reihe auch von anderen Einheiten als gepanzerte Munitionstransporter verwendet, obwohl der Schutz nur gegen Handfeuerwaffen und Granatsplitter ausreichend war. Animiertes 3D-Modell des 15cm Panzerwerfer 42 auf SdKfz 4/1 Maultier: Schwerer Wehrmachtschlepper Bis Ende 1941 hatten die Einsatzerfahrungen gezeigt, dass die Modelle der deutschen Halbkettenfahrzeuge einer Überarbeitung bedurften. Die Ein- und 3-Tonner-Halbkettenfahrzeuge am unteren Ende der Skala waren als Nachschubs- und Artillerie-Zugmaschinen weiterhin gut zu gebrauchen, aber im mittleren bis schweren Bereich hatten sich die Dinge verändert. Es wurde entschieden, die 5-Tonnen-Fahrzeuge auslaufen zu lassen, da die 8-Tonnen-Fahrzeuge für die schwere Artillerie und andere Aufgaben weiterhin benötigt wurden. So wurde nach einer neuen Lösung für den Bereich zwischen 3 und 8 Tonnen gesucht, welcher relativ kostengünstig für die Ende 1941 stark beanspruchte deutsche Rüstungsindustrie sein sollte. Ein billig herzustellendes Halbkettenfahrzeug wurde dafür benötigt. Der Entwurf, welcher übernommen wurde, war der Schwere Wehrmachtschlepper (kurz: s.WS.) von Büsing-NAG. Adolf Hitler befahl am 7. Mai 1942 dieses Transport-Halbkettenfahrzeug für den Einsatz an der Ostfront zu bauen, um die 5- und 3-Tonnen-Fahrzeuge zu ersetzen. Die ersten Prototypen waren erst im Herbst 1943 fertig und es sollten 150 Stück jeden Monat gebaut werden. Das Fahrzeug war nicht so sehr für Panzer- oder Artillerie-Einheiten vorgesehen, sondern eher für die Infanterie-Formationen, wo es als Mannschaftstransporter und Nachschubfahrzeug verwendet werden sollte. Entsprechend dieser Anforderungen war es grundsätzlich ein Halbketten-Lastkraftwagen mit praktisch keinem Panzerschutz. In seiner Transportfunktion hatte es ein offenes Fahrerhaus mit einer Planen-Abdeckung für den Fahrer und einen Beifahrer. Um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, hatte das Kettenlaufwerk nicht die zeitaufwendigen und teuren Gummiketten der Kampffahrzeuge, sondern stattdessen einzelne, mit Trockenstiften versehene Ganzstahl-Ketten. Die Auslegung des Kettenlaufwerks war identisch zum PzKpfw V Panther. Der Schwere Wehrmachtschlepper sWS ging in der Büssing-NAG-Fabrik in Berlin im Herbst 1943 in Produktion und ebenso im Werk Ringhofer-Tatra in der Tschechien. Nur fünf sWS wurden 1943 fertig, da die Produktion nur sehr langsam anlief. Der sWS hatte nur eine geringe Priorität erhalten und das RAF Bomberkommandos traf das Berliner Werk bald schwer. So wurden statt der ab Dezember 1943 monatlich 150 erwarteten Fahrzeuge bis September 1944 nur 381 ausgeliefert. Diese verfügbaren Fahrzeuge wurden schließlich an allen Fronten ab Mitte 1944 eingesetzt. Bis Kriegsende waren es dann immerhin insgesamt knapp 1.000 sWS (825 bis März 1945) von den 7.484 ursprünglich bestellten Exemplaren, welche die Wehrmacht erhielt. Aufgrund dieser geringen Produktionszahlen wurde auch die hastige Maultier-Improvisation eingeführt und mehr …

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