Kriegstagebuch 13. August 1917


französisches Eisenbahngeschütz
Der bedrohliche Anblick eines bei Nacht feuernden französischen Eisenbahngeschütz.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 13. August 1917:

Westfront


Verdun: Der französische Beschuss aus 2.400 Kanonenrohren beginnt (einschließlich 1.100 schwerer Geschütze) entlang eines 20,5 km langen Frontabschnitt. Die deutsche Antwort ist der Beschuss mit 1 Millionen Granaten (2.500 Tonnen) mit Senfgas durch die Artillerie auf die französischen Stellungen in der Nähe von Verdun bis zum 24. September. 13.158 Franzosen werden vergast, darunter 143 Todesfälle.

Luftkrieg

USA: Die erste Flieger-Staffel läuft nach Frankreich aus (kommt am 3. September an).
Westfront: Das Royal Flying Corps bombardiert Ziele östlich von Lens in der Nacht vom 13./14. August), zwei deutsche Flugplätze werden am 14. August bombardiert, 4 Sopwith Strutter greifen am 15. August etwa 1.600 Mann deutsche Infanterie an und helfen bei deren Zerstreuung.
Mesopotamien: Die Squadron Nr. 63 mit RE8 trifft in Basra von der Westfront kommend ein, aber in kürzester Zeit sind 154 der 230 Mann aller Ränge der Einheit von Fieber oder Hitzschlag betroffen, sodaß sich die Einsatzbereitschaft verzögert.

Heimatfronten

Deutschland: Den Kommandanten der Militärbezirke wird freie Hand gewährt, um Streiks niederzuschlagen.
Italien: 40.000 Menschen in Turin marschieren gegen den Krieg, einschließlich einer sowjetischen Delegation aus Petrograd.

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  • Getarnte Feuerstellung einer Pak 43/41 am Rhein

    Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 1. März 1945 vor der Überquerung des Rheins durch die Alliierten. Heeresgruppen, Armeen, Korps und Divisionen. Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 1. März 1945 Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten am 1. März 1945. Dabei sind: VG-Division die Volks-Grenadier-Divisionen. Bodenständige Infanterie-Division ist eine Infanterie-Division, welche normalerweise als Festungs- oder Küstenschutz-Division verwendet wird und daher über keine oder nur wenige Transportmittel verfügt. Kampfgruppen sind die noch verfügbaren, einsatzfähigen Truppeneinheiten von aufgeriebenen Divisionen. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 1. März 1945. Ostfront Heeresgruppe F (OB Südost, in Jugoslawien und auf Kreta sowie Rhodos) Heeresgruppe Süd Heeresgruppe Mitte Heeresgruppe Weichsel Heeresgruppe Nord Heeresgruppe Kurland Norden OB West Reserven im Westen: 159., 172. Inf.Div., 245. bodenständige Inf.Div. Heeresgruppe H Heeresgruppe B Heeresgruppe G Italien (OB Südwest) Reserven: 600. Inf.Div. (Münsingen), 48. Inf.Div. (Wehrkreis XVII), 264. Inf.Div. (Dänemark), 716. bodenständige Inf.Div. (Oberrhein), 106. Inf.Div. (Oberrhein), 189. Inf. Div. (Oberrhein), unklare Inf.Div. (Mährisch-Ostrau), 14. (ukrainische Nr.1) SS-Div. (Slowakei), 34. Waffen-SS-Brigade Nederland (Holland), 2. Kosaken-Div. (Kroatien), 25. (ungar. Nr.2) SS-Gren.Div., 30. (russische Nr.2) Waffen-SS-Div. (Grafenwöhr) Siehe auch: Wehrmachts-Verbände Organisation 1942-45 Der alliierte Angriff auf die Rhein-Barriere im März 1945 Gerade als die Offensive der Roten Armee an der Oder zum Stillstand kam und die Wehrmacht sich auf eine weitere Gegenoffensive in Ungarn vorbereitete, machten sich auch die Alliierten im Westen wieder zum Angriff bereit. Sie hatten nun den Fronteinbruch, welche die deutsche Ardennen-Offensive im Dezember verursacht hatte, bereinigt. Zuerst bestand aber Eisenhower noch auf die Beseitigung der deutschen Frontausbuchtung um Colmar im Elsass westlich des Oberrheins, welche durch französische und amerikanische Truppen der 6. Armee-Gruppe von General Devers durchzuführen waren. Dahinter stand der Gedanke, dass Adolf Hitler wie schon bisher seine Truppen bei der Verteidigung des Vorfeldes vom Rhein verheizte und damit nur noch weniger Kräfte für die eigentliche Abwehrlinie am Rhein verblieben. Der Plan ging auf und erbitterten Kämpfen erreichten die Alliierten während des Februars den Oberrhein. Anschließend wurden eine Reihe von Operationen durchgeführt, welche mit dem Unternehmen ‘Veritable’ im Norden durch britisch-kanadische Einheiten in Richtung Wesel begann. Dieser Angriff traf mit einer amerikanischen Offensive unter dem Codenamen ‘Grenade’ (Granate) weiter südlich aus der Gegend um Jülich in Richtung Nordosten zusammen. Der Erfolg dieser Operationen würde den Niederrhein absperren und anschließend einen Großangriff über den Rhein unter dem Befehl von Montgomery in die deutsche Tiefebene nördlich des Ruhrgebiets ermöglichen. Im Anschluss an diese Zangenoperation sollten Bradleys Streitkräfte mit der Operation ‘Lumberjack’ (‘Holzfäller’) weiter südlich in Richtung Rhein und Mosel vorstoßen. Anschließend sollte der Angriff in südöstlicher Richtung über die Mosel in den Rücken der deutschen Truppen am Westwall entlang der alten französisch-deutschen Grenze und Luxemburg fortgesetzt werden. Die Möglichkeit einer frühzeitigen Überquerung des Rheins während dieser Operationen wurde zwar nicht ausgeschlossen, aber die alliierten Stäbe gingen davon aus, dass nach Erreichen des Rheins auf breiter Front zusätzliche Übersetzungs-Operationen südlich des Ruhrgebietes zur Einschliessung des Industriegebietes zusammen mit den britisch-kanadischen Truppen von Montgomery weiter nördlich, sowie in Richtung Frankfurt am Main durchgeführt werden müssten. Für diese Pläne wurde Montgomerys 21. Armee-Gruppe mit drei kanadischen und zwei britischen Divisionen aus Italien verstärkt, während die Amerikaner ihre letzte verfügbare Division aus den USA über den Atlantik heranbrachten. Somit standen über 400.000 Briten und Kanadier, 1,5 Millionen Amerikaner und mehr als 100.000 Franzosen für den Sturm auf Deutschland bereit. Die kanadische 1. Armee begann mit dem Unternehmen ‘Veritable’ am 8. Februar und kam langsam gegen erbitterten deutschen Widerstand vorwärts. Überschwemmungen durch die Schneeschmelze und die Öffnung der Schleusentore durch die Deutschen, zusammen mit ihrem entschlossenen Widerstand, verlangsamten sowohl den kanadischen Vormarsch, wie auch den darauf beginnenden Angriff der südlichen Zangenbewegung unter dem Codenamen ‘Grenade’ der 9. US-Armee. Erst am 3. März konnten die amerikanischen und kanadischen Speerspitzen aufeinandertreffen. Bis zum 7. März erreichten die alliierten Truppen den gesamten Niederrhein mit Ausnahme eines kleinen deutschen Brückenkopfs um Xanten. Die deutschen Verteidiger zogen sich nun über den Rhein zurück und sprengten hinter sich die Brücken. Wenn auch die Kämpfe heftig waren, so zeigten sich jedoch erstmals Anzeichen, dass die deutschen Truppen zunehmend demoralisiert wurden, denn über 50.000 Gefangene fielen in alliierte Hände. Montgomery begann nun mit gewaltigen Vorbereitungen zur Rheinüberquerung. Während er damit beschäftigt war, durchtrennten die Amerikaner weiter südlich die deutschen Abwehrlinien westlich des Rheins und konnten den Rhein noch aus der Bewegung überqueren. Am 23. Februar griff die Armee von General Hodges südwestlich an und drängte auf Köln vor. Die Amerikaner drangen schnell in die Außenbezirke der großen Stadt vor und drehten nach Süden ein, in das Hinterland der deutschen Truppen, die noch an der deutsch-belgischen Grenze standen. Als sie dabei am 7. März die Höhen über der Eisenbahnbrücke bei Remagen erreichten, sahen die Vorhut der amerikanischen Panzertruppen die Brücke immer noch intakt stehen und stürmte auf sie zu, während die Deutschen verzweifelt versuchten, sie zu sprengen. Ironischerweise hatte die durch einen amerikanischen Luftangriff verursachte Explosion vom Oktober 1944, bei der eine Hängebrücke in den Rhein gestürzt war, die Deutschen dazu veranlasst, die Sprengsätze der anderen Brücken erst vor der geplanten Sprengung zu verdrahten, damit kein weiteres, ähnliches Unglück passierte. Das überraschende Auftauchen der Amerikaner verhinderte nun die vollständige Verdrahtung der Sprengsätze und so fiel die Brücke kaum beschädigt in deren Hände. Mit der Zustimmung von Bradley und Eisenhower beorderte Hodges alle verfügbaren amerikanischen Streitkräfte schnell über den Fluss und errichtete einen Brückenkopf auf dem östlichen Rheinufer gegen verzweifelte deutsche Gegenangriffe. Dazu ließ er noch Pontonbrücken neben der durch den Sprengversuch geschwächten Eisenbahnbrücke errichten, welche dann nach einiger Zeit durch Bomben und Artilleriebeschuss zusammenbrach. Damit war die letzte und mächtigste Barriere im Westen von Deutschland durchbrochen worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Pattons 3. US-Armee die Deutschen auf der rechten Flanke der 1. Armee an die Mosel zurückgedrängt und fuhr nun fort über diesen Fluss hinweg in das rückwärtige Gebiet der deutschen Streitkräfte einzudringen, welche einem Angriff der 7. US-Armee der südlichen 6. Armee-Gruppe gegenüberstanden. Als der deutsche Oberbefehlshaber im Westen, von Rundstedt, diese Einheiten über den Rhein zurückziehen wollte, ersetzte Hitler ihn durch Feldmarschall Albert Kesselring, der die mehr …

  • Legendäres französisches Schnellfeuer-Feldgeschütz Canon de 75 mle 1897 Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3D-Modell. Canon de 75 mle 1897 Typ: Feldgeschütz. Geschichte Der Anspruch auf eine der berühmtesten Kanonen aller Zeiten zu sein, kann wirklich der französischen ’75’, der bekannten ‘Soixante-Quinze’ oder ‘Canon de 75 mle 1897’ zugesprochen werden. Im Laufe der Jahre hat diese Waffe für sich einen fast schon legendären Ruf erworben, aber im historischen Vergleich ist es der verdiente Ruhm, eines der ersten echten Schnellfeuergeschütze gewesen zu sein. Dies wurde durch die Einführung eines neuen hydraulischen Rücklaufsystem möglich gemacht, welches zeitgenössischen Mechanismen, welche alleine auf der Verwendung von Federn basierten, über Nacht zum alten Eisen werden ließen. Dieser Mechanismus, kombiniert mit der etwa zeitgleichen Einführung des Nordenfeldt-Verschlussmechanismus, welcher durch das Umlegen eines Hebels geöffnet und geschlossen werden konnte, ermöglichte es der ‘M 1897’, bis zu 28 Granaten per Minute zu verschießen, was zu dieser Zeit eine wirklich revolutionäre Feuergeschwindigkeit war. Die ‘M 1897’ war ein staatlicher Entwurf und wurde zunächst im Atelier de Bourges hergestellt. Aber nach kurzer Zeit wurde das Modell in vielen Fabriken gebaut, darunter vor allem durch Schneider & Cie in Le Creusot. Die Produktion dort war so zahlreich, dass der Entwurf manchmal als ‘Schneider’ bezeichnet wurde. Die ersten Modelle erschienen im Jahre 1897 (daher mle 1897) und wurden für eine beträchtliche Zeit unter Verschluss gehalten, da sie als Geheimwaffen betrachtet wurden. Viel wurde von ihnen erwartet, denn sie wurden als die wichtigste Unterstützungswaffe für die französische Angriffsdoktrin angesehen, in welcher der Offensivgeist jeden Widerstand überwinden sollte. Die hohe Feuerrate der ‘M 1897’ sollte das relativ geringe Geschossgewicht der Explosivgranate von 6,195 kg überwinden helfen. Diese Doktrin war es jedoch, welche der französischen Armee im Jahr 1914 teuer zu stehen kam, aber trotzdem blieb die ‘M 1897’ den ganzen Krieg über das Standard-Feldgeschütz des französischen Heeres. Das Hydraulikrücklaufsystem der ‘M 1897’ erzeugte eine relativ lange Rückstoßwirkung, welche so enorm war, dass zwei Führungsrollen unter der Mündung angebracht wurden, um dem Zerren des Rücklaufsystems bei voller Kraft zu begegnen und eine Tonnenlast aus dem Kolben zu nehmen. Diese zwei Führungsrollen sind ein eindeutiges Erkennungszeichen der ‘M 1897’. Der Verschlussmechanismus verwendete einen einfachen Hebel mit einer Unterbrechungsaktion, die schnell und einfach ausgeführt werden konnte, damit die einteilige Munition in die Kammer eingeführt werden konnte. Ein kastenartiger Pfostenanhänger wurde verwendet, welcher den maximalen Höhenwinkel und damit die Reichweite begrenzte, aber diese später eigentlich unerwünschte Eigenschaft wurde erst nach dem 1. Weltkrieg entfernt. Viele ‘M 1897’ hatten ein Sicherungssystem gegen das Verrücken beim Feuern, welches an der Lafette angebracht war. Von der ‘M 1897’ waren bei Kriegsausbruch 1914 etwa 4.000 bei der französischen Armee vorhanden und weitere 17.000 wurden während des 1. Weltkrieg hergestellt. Das Feldgeschütz wurde auch von vielen anderen Armeen verwendet und die US-Armee übernahm die ‘M 1897’ im Jahr 1917 und begann später mit der Produktion ihrer eigenen Version (ca. 1000 Stück). Es wurden so viele ‘M 1897’ hergestellt, dass sie auch für eine Vielzahl von anderen Zwecken verwendet wurden. So bestand die Bewaffnung der ersten französischen Panzer aus der ‘M 1897’. Sie wurde auch als Flugabwehrkanone eingesetzt, entweder auf einem schrecklich anmutenden Gestell mit Metallrahmen oder als eine Selbstfahrlafetten auf einen Dion-LKW montiert. Einige wurden auch als Küstenverteidigungs-Geschütze verwendet und als eine 37-mm-Grabenkanone 1916 benötigt wurde, war das Ergebnis eine ‘halbierte M 1897’. Die ‘M 1897′ blickte nach 1918 noch eine auf eine lange Nachkriegskarriere und wurde auch später noch in einigen seltsamen Formen produziert, aber es ist der Einsatz als eines der meist verwendeten Geschütze des 1. Weltkrieges, welches in Erinnerung bleibt. Die deutsche Wehrmacht setzte erbeutete Exemplare als 7,S-cm Feldkanone 231 (f) – oder häufiger kurz als 7,5-cm-FK 97 (f) – noch während des 2. Weltkrieg ein. 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Zu dieser Zeit hatten die anderen europäischen Großmächte schon entschieden, dass, wenn die Franzosen ein neues Schnellfeuergeschütz mit einem effizienten Rückstoß-System hatten, dass sie dann ebenso eines mehr …

  • Münchener Konferenz

    Biografien und Kurzbeschreibungen einiger bedeutender Persönlichkeiten aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Hitler, Chamberlain, Petain, Chiang Kai-shek, Tojo, Sikroski u.a. CHAMBERLAIN, Arthur Neville (1869-1940) Britischer Premierminister. Ein wohlmeinender Karriere-Politiker mit hohen Prinzipien, dessen Außenpolitik zusammengefasst werden kann, als ‘Beschwichtigung um jeden Preis’, was zu jener Zeit die Stimmung der großen Mehrheit in einem Land, das unvorbereitet für einen Krieg war, widerspiegelte. Geboren in Birmingham als Sohn von Joseph Chamberlain (1836-1914) verläuft seine Karriere wie folgt: 1915 Oberbürgermeister von Birmingham, Direktor für Wehrdienst 1916-1917, Ministerpräsident 1918, Postminister 1922, Gesundheitsminister 1923, 1924 bis 1929 und 1931, Kanzler der Schatzkammer 1923 bis 1924 und 1931 bis 1937, Premierminister von Mai 1937 bis Mai 1940. Persönlich in die deutsch-tschechoslowakische Krise von 1938 involviert, trifft er sich mit Hitler in Bad Godesberg und München. Erhält den Empfang eines Helden in London nach seiner Rückkehr nach der Unterzeichnung des Münchener Abkommens und prophezeit den ‘Frieden in unserer Zeit’. Er verurteilt streng die deutsche Besetzung der Tschechien im März 1939. Versucht im Sommer 1939 ein Militärbündnis mit der Sowjetunion auszuhandeln und gibt Polen eine feste Garantie auf militärische Unterstützung bei einer Nazi-Aggression. Beschwört am 3. September 1939 die britische Bevölkerung ein, die ‘bösen Dinge’ zu bekämpfen, für welche der Hitlerismus steht. Verurteilt im November 1939 die sowjetische Aggression gegen Finnland und plant eine britische Expeditionsstreitmacht nach Skandinavien zu schicken. Sein scheitern, Finnland zu retten oder Hitlers Invasion von Norwegen – das Unternehmen Weserübung – zu vereiteln, bringt ihm Tadel durch das britische Parlament House of Commons ein und Chamberlain tritt am 10. Mai 1940 zurück. Er wird Präsident des Rates von Mai bis Oktober 1940, bevor er an Krebs am 9. November 1940 stirbt. HITLER, Adolf (1889-1945) Alles über den Führer des Dritten Reichs: PETAIN, Henri Philippe (1856-1951) Französischer Marschall und Chef des französischen Staates. Petain ist eine der am meisten kontroversen Personen in der französischen Geschichte. Er spielte viele wichtige Rollen in seinem langen Leben, der unbezwingbare ‘Retter von Verdun’ 1916, Anwalt der einfachen französischen Soldaten, der ‘Große, Alte Mann von Vichy’ als Marionette von harten französischen Faschisten und zuletzt der senile politische Gefangene auf einer windgepeitschten Atlantik-Insel. Geboren am 24. April 1856, besuchte er die St.Cyr Militärschule 1876 bis 1878 und wird Dozent unter Foch am Ecole de Guerre. 1912 zum Oberst befördert und Korpskommandeur 1914 bis 1915. 1915 übernimmt er das Kommando über eine französische Armee. Übernimmt im Februar 1916 den Befehl über die Verteidigung von Verdun und wehrt wiederholte deutsche Angriffsversuche bis Dezember ab. Im April 1917 zum Chef des französischen Generalstabes ernannt. Im Mai 1917 gelingt es ihm mit durch seinen hervorragenden Umgang mit den Meutereien in der französischen Armee diese zu ersticken. Im November 1918 zum Marschall von Frankreich ernannt. 1920 Vizepräsident des Obersten Kriegsrates, 1922 Generalinspekteur der französischen Armee und befürwortete eine vollständig defensive Strategie. 1925/1926 schlägt er die langwierige Riff-Rebellion in Marokko nieder. 1934 bis 1938 enge Kontakte zu faschistischen französischen Politikern. Im März 1939 als Botschafter nach Spanien entstand und auf der Höhe der Krise des französischen Zusammenbruchs im Mai 1940 zurückgerufen. Nachfolger von Reynaud als französischer Ministerpräsident am 16. Juni 1940 und suchte sofort einen Waffenstillstand mit Deutschland und Italien. Chef des französischen Staates am 10. Juli 1940, mit Vollmachten welche denen Napoleons nah kamen. Der Amtssitz seiner Regierung wird Vichy im unbesetzten Frankreich und ruft zu einer ‘nationalen Revolution’ auf, welche auf ‘Arbeit, Familie und Vaterland’ gegründet sein soll. Entlässt Laval als Ministerpräsident im Februar 1941, wird aber auf deutschen Druck im April 1942 gezwungen, diesen wieder einzusetzen. Er wird zunehmend schwächer und schwächer, politisch und als Mensch. Am 20. August 1944 durch die Deutschen verhaftet und nach Belfort in Nordost-Frankreich deportiert. Anschließend nach Sigmaringen in Südost-Deutschland. Kehrt im April 1945 freiwillig nach Frankreich zurück und wird mit 14 zu 13 Stimmen durch den Obersten Gerichtshof zum Tode verurteilt. Durch de Gaulle in lebenslängliche Haft auf der Gefängnisinsel Ile d’Yeu im Golf von Biskaya umgewandelt. CHIANG KAI-SHEK (1887-1975) Alliierter Oberbefehlshaber in China. Ein in seiner Jugend bemerkenswerter Soldat, welcher ebenfalls 1937 bis 1945 der japanischen Invasion trotzte. Trotz massiver US-Unterstützung während und nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde seine Herrschaft durch die kommunistischen Streitkräfte Mao Tse-tungs beendet und er wurde 1949 zum Rückzug nach Formosa (Taiwan) gezwungen. Geboren, aufgewachsen und ausgebildet in der Provinz Zhejiang. Er besuchte die Paoting-Militärakademie 1906 und die ‘Vorbereitende Militärakademie’ von Tokio in Japan von 1907 bis 1909. Diente im japanischen 13. Feldartillerie-Regiment von 1909 bis 1911. Er kämpfte 1911 in der chinesischen Revolution. In das Zentralexekutiv-Komitee der Kuomintang-Partei (Nationalisten) gewählt und 1927 zum Oberbefehlshaber der ‘Nördlichen Bestrafungsexpedition’ ernannt. Besiegt den großen Kriegsherrn Wu Pei-fu und erobert Peking 1927/28. 1928 zum Generalissimus und Vorsitzenden des Staatsrates der nationalistischen Regierung in Nanking ernannt. Tritt von allen Ämtern nach einer Rebellion in Süd-China 1931 zurück. 1932 wird er jedoch von einer verzweifelten Regierung nach dem japanischen Angriff auf Schanghai zurückgerufen. Schlägt den kommunistischen Aufstand in der Provinz Fukien nieder. Zwingt 100.000 Kommunisten unter Mao Tse-tung einen quälenden Rückzug über 10.000 Kilometer aus dem Südosten nach Nordwest-China durchzuführen (den ‘Langen Marsch’), dem 92.000 Kommunisten zum Opfer fallen. Weist die japanische Forderung an ihn zurück, eine ‘besondere Stellung’ in Nord-China zu erhalten. Vereinbart einen Pakt mit Mao Tse-tung am 5. Juli 1937, zwei Tage bevor die Japaner in der Nähe von Peking mit ihrem Angriff beginnen. Verzögert den japanischen Vorstoß für drei Monate vor Schanghai von September bis November 1937. Im Dezember 1937 zieht er sich nach Hankow und im Oktober 1938 nach Tschungking zurück. Verbleibt in Tschungking, trotz heftiger japanischer Luftangriffe 1939 bis 1941. Zerschlägt die kommunistische 4. Marsch-Armee im Januar 1941 und bricht damit dem Pakt vom Juli 1937. Verwendet 1942 bis 1945 einen kostbaren Teil der amerikanischen Waffenlieferungen, welche mit großem Aufwand über den Himalaja eingeflogen wurden, für die Blockade von Maos Streitkräften. Zwingt US-Präsident Roosevelt dazu, Stillwell als Militärberater im Oktober 1944 abzuberufen. Sein Ansehen und militärische Machtbasis in Süd-China wird durch die japanische Offensive von April 1944 bis Januar 1945 schwer erschüttert. Befiehlt vorsichtige Gegenangriffe gegen die sich im Sommer 1945 mehr …

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