Kriegstagebuch 16. August 1917


Generalleutnant Wilhelm Groener
Generalleutnant Wilhelm Groener (1867-1939) war hochbegabt und auch politisch aufgeschlossen, konnte sich aber gegen die starre Haltung in Deutschland nicht durchsetzen. In der Weimarer Republik wird er eine bedeutende Rolle spielen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 16. August 1917:

Heimatfronten


Deutschland: Die OHL entfernt General Groener aus dem Kriegsamt, wo er für die Rüstung verantwortlich war. Er wird zur 33. Division bei Verdun versetzt. General Scheuch wird Nachfolger, aber am 22. August dem Kriegsminister unterstellt.
Großbritannien: Rede des Premierministers über die Handelsschiffsverluste. Er appeliert daran, die Wasserkanäle statt Eisenbahnen zu benutzen.

Westfront

Flandern – Schlacht von Langemarck (bis 18. August): Britischer Fortschritt auf einer 15 km breiten Front nördlich der Strase von Ypern nach Menin, welcher Langemarck nimmt und den Fluss Steenbeek überschreitet. Wütende deutsche Gegenangriffe drängen die britische Linie nur ein kurzes Stück zurück, wenn auch die 16. irische und 36. Ulster-Divisionen in ihre Ausgangsstellungen zurückgetrieben werden. Ein französisches Marineinfanterie-Bataillon nimmt den Drie-Grachten-Brückenkopf am Yser-Kanal ein.
Aisne: Französischer Fortschritt auf dem Plateau von Craonne.
Maas: Die deutschen Truppen nehmen einige Gräben am Ostufer ein, aber die Franzosen erobern sie am 18. August zurück.

Ostfront

Russland: Kornilow trifft Kerenski in Petrograd (bis zum 17. August und am 23. August), aber letzterer hat Bedenken wegen der militärischen Kraft.
Rumänien: Mackensen nimmt den Baltareta-Brückenkopf am Sereth, wird aber in den Okna- und Susitza-Tälern aufgehalten.

Luftkrieg

Ypern: Das Wetter behindert die Einsätze des Royal Flying Corps bei der Schlacht von Langemarck. 22 Luftkämpfe kosten 3 deutsche Flugzeuge und 9 deutsche Flugplätze werden angegriffen.

close
Hallo 👋
Schön, dass Du Dich für diese Inhalte interessierst !
Trag dich ein, um jeden Sonntag morgen die Top-Beiträge von Weltkrieg2.de in deinen Posteingang zu bekommen (es wird garantiert nicht mehr oder Werbung verschickt!).

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Zum teilen:

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Französische Soldaten 1940

    Stärke, Organisation und Uniformen des französischen Heeres und der l’Armee de l’Air bei Beginn des Zweiten Weltkriegs im September 1939. Nach den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges stand ein erheblicher politischer Druck hinter der Auffassung, dass eine Strategie basierend auf eine starke Verteidigungslinie am besten den Anforderungen eines modernen Krieges und den Bedürfnissen der französischen Nation gerecht werden konnte. Das Ergebnis war der Bau der Festungskomplexe der Maginot-Linie, welcher einen Großteil des Verteidigungshaushaltes aufbrauchte. Das konservative französische Militär hatte zwar eine kleine aber lautstarke Schule des modernen Denkens, welche die Abhängigkeit von statischen Befestigungen verurteilte, sich jedoch nicht durchsetzen konnte. Französische Streitkräfte Frankreich ging aus dem 1. Weltkrieg mit beträchtlichen militärischen Prestige hervor, jedoch waren die französischen Streitkräfte und tatsächlich auch die ganze Nation erschöpft. Das französische Heer war eine Armee der Wehrpflichtigen und von sehr unterschiedlicher Qualität. Die Reserve-Divisionen wurden häufig zu einer Belastung und Beobachter, darunter der englische General Brooke, waren von ihrem Ungehorsam und schlampigen Auftreten erschüttert. Die französische Armee wurde am 1. September 1939 mobilisiert, wobei etwa 5 Millionen Reservisten in das stehende Heer von 900.000 Mann übernommen wurden. Grundsätzliche Verbände der französischen Armee Bestand an Panzerkampfwagen im September 1939 Uniformen Zwanzig Jahre nach seiner Einführung wich das alte ‘Horizont-Blau’ der französischen Uniformen des Ersten Weltkrieges dem Khaki, als dieses 1935 zur Standardfarbe der Uniformen der französischen Armee bestimmt wurde. Zuvor hatten nur die Kolonialsoldaten und afrikanischen Truppen khaki getragen. In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg wurden eine Reihe von Änderungen an den bestehenden Uniformen vorgenommen und völlig neue Kleidungsstücke und Ausrüstungsgegenstände eingeführt, die aber bis zum Sommer 1940 noch nicht alle Truppenteile erreicht hatten. Offiziere trugen entweder weiterhin den alten geschlossenen Waffenrock oder das neue offene Muster, das links unten beim Generalleutnant (rechts) abgebildet ist. Im Feld trugen die Generäle ein einfaches khakifarbenes Käppi mit metallischen Rangsternen auf der Vorderseite. Der Mantel war einreihig, mit fünf oder sechs Knöpfen vorne und einem niedrigen Fallkragen mit ausgeprägter Spitze, und der Umschlagmantel war einreihig, mit fünf Manschetten. Als Ausgehuniform konnten Offiziere lange khakifarbene Hosen mit braunen Paspeln und Streifen tragen. Die grundlegende Felduniform für andere Dienstgrade ist in der Abbildung links dargestellt. Andere Formen der Kopfbedeckung waren die khakifarbene Seitenmütze und das khakifarbene Barett für Festungstruppen. Eine der wichtigsten Variationen der Felduniform wurde vom berittenen Personal bei der Kavallerie, bespannten Artillerie und Versorgungskolonnen mit Pferdefuhrwerken getragen. Sie erhielten einen einreihigen Mantel und Reithosen, während ihr Schuhwerk aus Stiefeletten, Sporen und Leggings bestand. Schützen (Chasseurs a pied) und Gebirgsschützen (Chasseurs alpins) trugen eine unverwechselbare dunkelblaue Uniform, obwohl sie den khakifarbenen Mantel der Infanterie für den Wintereinsatz beibehielten. Die Kopfbedeckung war ein dunkelblaues Barett. Der Winter von 1939/1940 war besonders streng, und der französische Soldat fand seine Uniform unzureichend für die Temperaturen, die manchmal minus 20 Grad Celsius erreichten. Die Winterkleidung musste von der Einheit oder dem Einzelnen improvisiert werden und bestand im Wesentlichen aus zusätzlicher Unterwäsche und Pullovern. Die gebräuchlichsten Formen der äußerlichen Winterkleidung waren ärmellose Schaffellmäntel und Stulpen, Gummistiefel und Wintertarnanzüge. Angehörige von motorisierten und gepanzerten Verbänden erhielten die Standarduniform, trugen aber im Dienst mit ihren Fahrzeugen einen speziellen Helm oder ein schwarzes Barett und entweder den veralteten doppelreihigen, schwarzen Ledermantel oder das neue einreihige braune Modell. Über khakifarbenen Hosen und Gamaschen trugen sie khakifarbene Exerzierhosen, die um den Knöchel herum geschlossen wurden. Bei warmem Wetter trugen Panzerbesatzungen in der Regel ihre zweiteiligen Arbeitsoveralls. Motorradtruppen trugen ebenfalls den Helm der motorisierten Truppe und einen Ledermantel oder die neue zweireihige Baumwoll-Entenjacke des Modells 1938 oder einen wasserdichten Regenmantel aus Segeltuch. Die Kolonialsoldaten und afrikanischen Truppen, die während des Feldzuges 1940 in Frankreich eingesetzt wurden, trugen die Standarduniform der französischen Armee mit bestimmten Unterscheidungsmerkmalen. Die Fremdenlegion zum Beispiel hatte das Recht, das weiße Käppi zu tragen (obwohl es nur selten im Einsatz verwendet wurde), während die Zouaven, Tirailleure und Spahis den Chechias oder Turbane in verschiedenen Farben trugen. Darüber hinaus trugen die Fremdenlegion und die Zouaven eine blaue Schärpe, die Tirailleure eine rote Schärpe und die Spahis einen weiß-roten Burnus. Abzeichen Der Rang der Offiziere wurde durch die Abzeichen an den Ärmeln des Waffenrocks und des Übermantels sowie an der Kopfbedeckung und der Futtermütze angezeigt. Auf dem Mantel und anderer Überbekleidung wurden die Rangabzeichen durch eine Reihe von Streifen auf Laschen dargestellt, die an einem Mantelknopf befestigt waren. Offiziere im Generalsrang hatten goldene Eichenblätter auf das Käppi gestickt, während andere Offiziere goldene und silberne Spitzen auf dem Käppi trugen, um den Rang zu kennzeichnen. Das Regiments-Abzeichen oder die Regiments-Nummer wurde auf der Vorderseite des Käppis gezeigt. Abzeichen für Offiziere und Unteroffiziere wurden als Chevrons und Streifen am Arm getragen. Die Dienstgrade ab Gefreiter aufwärts waren berechtigt, einen goldenen oder silbernen Kinnriemen am Käppi zu tragen. Die Farbe der Chevrons und Ziffern sowie die Farbe des Kragenspiegels selbst identifizierten die Einheit des Trägers. Infanterie und Panzertruppen hatten zum Beispiel khakifarbene Abzeichen – aber während die Infanterie blaue Chevrons und rote Ziffern verwendete, hatten die Panzertruppen normalerweise graue Chevrons und Ziffern. Die Artillerie wiederum hatte rote Kragenabzeichen mit blauen Chevrons. Französische Rangabzeichen für Offiziere Erste Reihe am Käppi, zweite Reihe Manschetten (v.l.n.r.): Marschall von Frankreich; Armee-General; Korps-General; Generalleutnant (einer Division); Generalmajor (einer Brigade); Oberst; Oberstleutnant (Panzertruppe); Major (Sahara-Kompanien); Hauptmann (Dragoner); Leutnant (Marokkanische Spahis); Zweiter Leutnant (Fremdenlegion). Französische Rangabzeichen für Unteroffiziere und Mannschaften Erste Reihe am Käppi (bis auf letzte drei), zweite Reihe (und erste Reihe letzte drei) Manschetten (v.l.n.r.): Chef-Adjutant; Adjutant; Oberfeldwebel; Unterfeldwebel (reguläre Truppen); Unterfeldwebel; Korporal-Major (Rang über Unteroffizier); Korporal (Unteroffizier); Oberschütze. Letzte drei – erste Reihe: Oberfeldwebel; Unterfeldwebel (der Regulären); Unterfeldwebel. Letzte drei – zweite Reihe: Korporal-Major (Panzertruppe); Korporal (Unteroffizier der Kavallerie); Oberschütze (Marokkanische Schützen). Französische Luftwaffe Stärke der l’Armee de l’Air Die Luftverteidigung Frankreich und seinen überseeischen Provinzen lag in der Hand von fünf Luft-Regionen (Dijon, Paris, Tours, Aix-en-Provence und Nordafrika), von denen jede in zwei Bezirke aufgeteilt war. Die größten fliegenden Verbände waren die Luftwaffen-Divisionen und selbständigen Luftwaffen-Brigaden. Eine Luftwaffen-Division hatte zwei oder drei Brigaden mit je zwei oder drei Staffeln. Die Stärke am Vorabend des 2. Weltkrieges waren 1.114 Jagdflugzeuge, 1.002 Bomber und 800 Aufklärer mehr …

  • 3d-Modell vom Ar 234 B-2 Blitz.

    Erster Düsenbomber der Luftfahrtgeschichte Arado Ar 234 Blitz. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Arado Ar 234 Blitz Typ: erster Düsenbomber der Luftfahrtgeschichte und strahlgetriebenes Aufklärungsflugzeug. Geschichte Steigende Leistungsanforderungen führten zur Ausschreibung eines Projektes für ein strahlgetriebenes Aufklärungsflugzeug mit einer Reichweite von 2.200 Kilometern durch das Reichsluftfahrtministerium. Im Spätherbst 1940 begann die Firma Arado darauf hin mit der vorläufigen Entwicklungsarbeit unter Direktor Walter Blume. Anfang 1941 wurde die Projekt-Entwurfsphase erreicht und der E370-Entwurf wurde im Oktober 1941 fertiggestellt und dem Technischen Amt überreicht. Zusätzlich wurden weitere, viel radikalere Konzepte beigefügt, aber der verhältnismäßig konventionelle E370-Entwurf wurde angenommen und erhielt Typen-Nummer 234 der ‘8er-Serie’. Es war vorhersehbar, dass dies ein extrem sauberes und fortschrittliches Flugzeug aus einer betonten Ganzmetall-Konstruktion werden würde, mit einer glatten und bündig genieteten Außenhülle. Der konisch geformte Flügel war auf dem schlanken Rumpf angebracht und die zwei Strahltriebwerke befanden sich unter dem Flügel in Gondeln mit dem gleichen Abstand zur Mittellinie, wie dies bei einem Kolbenmotor der Fall gewesen wäre. Ganz vorne in der Nase befand sich das einsitzige Cockpit und die gesamte Nase war mit Plexiglas verkleidet. Der Pilot gelangte an Bord durch das herunterziehen einer einziehbaren Stufe auf der linken Seite, kletterte Trittstufen an der linken Seite hoch und schließlich durch eine Dachluke. Diese Luke konnte abgesprengt werden, aber es gab keinen Schleudersitz und dieser Notausstieg war eine zweifelhafte Angelegenheit. Das Cockpit selbst war jedoch geräumig, komfortabel und gut ausgelegt und mithilfe der Motoren unter Druck gesetzt. Die herausfordernde Spezifikation einer Reichweite von 2.200 Kilometern erforderte, dass nahezu der gesamte dahinter liegende Rumpfbereich mit Treibstofftanks ausgefüllt werden musste. Diese Treibstofftanks wurden durch Einlässe im oberen Rumpfbereich betankt. Alle Fluginstrumente wurden manuell bedient und waren von konventioneller Art, die Querruder waren vom Frise-Typ mit scharfer Vorderkante und die Höhenruder und Ruder hatten eine besondere Massenbilanz sowie ein kombiniertes Ausgleichsgewicht im Rumpf. Die Höhenlage des Höhenleitwerks konnte zum Trimmen durch einen großen Hebel im Cockpit geändert werden, welcher eine Schraubenzieher bewegte. Innen- und außen von den Motorengondeln befanden sich hydraulisch betätigte, einfache Klappen mit einem maximalen Winkel von 45° zur Landung. Es war vorgesehen, dass die großen Fotokameras zur Aufklärung im hinteren Rumpfteil eingebaut werden. Das einzige Merkmal, welches völlig unkonventionell war, war das Fahrwerk. Im Nachhinein gesehen sollte dies eigentlich keine Probleme bereitet haben, aber die Konstruktionsmannschaft bei Arado sah im ersten Moment keine Möglichkeit, ein normales Fahrgestell zu verwenden. Im schmalen Rumpf, voll mit Treibstoff, war kein Platz für einziehbare Haupträder, noch konnten Landeräder an den Triebwerksgondeln oder den Flügeln angebracht werden, da die hohe Position der Flügel außergewöhnlich lange Flügelräder erfordert hätte. So schlug Arado dem Reichsluftfahrtministerium mehrere unkonventionelle Möglichkeiten vor und der Stab im Ministerium wählte die ungewöhnlichste Anordnung. Beim Start saß die Ar 234 auf einem großen dreirädrigen Wagen und Landen sollte sie auf einer zentralen Kurve mit kleineren Stabilisierungs-Kufen unter den Motorgondeln. Unnötige Verzögerungen und Erprobung Für das Flugzeug wurde das Junkers 109-004A Strahltriebwerk ausgewählt. Der Bau des ersten Prototyps Ar 234 V1 begann im Frühjahr 1941 und Junkers hatte versprochen, die Triebwerke innerhalb von 10 Monaten zu liefern. Die Arbeiten am Flugzeug in der Fabrik von Arado in Warnemünde gingen schnell voran, aber die Triebwerke litten unter zahlreichen Verzögerungen und wurden nicht vor März 1942 im Flug erprobt. Das Erstaunliche daran ist, dass die gleichen Triebwerke zwar die Me 262 zwar im Juli 1942 in die Luft brachten, aber Arado erhielt kein einziges davon bis Februar 1943. So konnte die Ar 234 V1 nicht vor dem 15. Juni 1943 erstmals fliegen. Zu diesem Zeitpunkt war die Flugzeugzelle schon seit 18 Monaten fertig und Arado hatte zwischenzeitlich darüber nachgedacht, Flugversuche mit zwei Kolbenmotoren durchzuführen, aber der Bodenabstand für Propeller war bei der Landung zu gering. Mit einem konventionellen Fahrgestell wäre dieses Problem nicht aufgetreten und zumindest Flugversuche hätten früher beginnen können. Wenn Junkers die Strahltriebwerke früher an Arado geliefert hätte, wäre die Ar 234 ein Jahr früher zum Einsatz gekommen und in der Nachfolgezeit auch in wesentlich größeren Stückzahlen an der Front erschienen. Als der Prototyp endlich fliegen konnte, stellten sich die Flugqualitäten der Ar 234 als herrlich heraus. Vom Stützpunkt Rheine und mit dem Chef-Testpiloten Selle, förderte das Erprobungsprogramm keine wesentlichen Probleme zutage und von Beginn an hatte jeder Testpilot, welcher die Ar 234 flog, nur großartiges über die Handhabung zu berichten. Allerdings benötigtes es bis zu zehn Testflüge mit jeder Maschine, bevor die Querruder ausreichend genau eingestellt waren. Dagegen bereitete der Startwagen und die Landekufen unendliche Probleme. Beim Erstflug wurde der große Startwagen, wie vorgesehen, aus einer Höhe von 60 Metern abgeworfen, aber dessen Fallschirm öffnete sich nicht und so wurde der Wagen beim Aufschlag auf den Boden zerstört. Das Gleiche passierte beim zweiten Start, sodass beschlossen wurde, dass das Flugzeug ohne den Wagen in die Luft gehen sollte, welcher auf dem Boden verblieb. Obwohl dies funktionierte, verursachten Startwagen und Landekufen weiterhin Schwierigkeiten. Oft fuhren die Kurven nicht ein und das Flugzeug schaukelte und wackelte bei der Landung erheblich und mehrmals brach eine der Stabilisierungskurven ab, sodass die Flügelspitze über den Boden schleifte. Noch schlimmer war der Umstand, dass die Ar 234 mit den Kurven sich nicht auf dem Boden bewegen ließ, sodass bei Kampfeinsätzen in größerer Stückzahl das Flugfeld innerhalb kürzester Zeit mit unbeweglichen Ar 234 übersät wäre, welche nachfolgende landende Flugzeuge gefährdend und leichte Ziele bei feindlichen Tieffliegerangriffen wären. Deshalb wurde im Spätsommer 1943 entschieden, ein konventionelles Fahrgestell einzubauen. So wurde die ursprünglich geplante Ar 234 A-Serie gestrichen, aber sieben weitere Prototypen davon wurden fertiggestellt. Davon flogen V2, V3, V4, V5 und V7 in schneller Folge, während V6 und V8 als Versuchsflugzeuge für vier Strahltriebwerke verwendet wurden. In den letzten Monaten des Jahres 1943 wurden mit den Prototypen die Druckkabine, Startraketen unter den Flügeln, die leichteren und stärkeren Junkers-004B-Strahltriebwerke und auch in einigen Flugzeugen ein Schleudersitz getestet. Arado Ar 234B Während der Erprobungsarbeiten in Rheine wurde eine große Fabrik bei Alt-Lönnewitz vorbereitet, um die Ar 234B – nun mit dem populären Namen ‘Blitz’ versehen – mit dem konventionellen Fahrgestell zu bauen. Der erste B-Serien-Prototyp mehr …

  • Panzerschiff Admiral Graf Spee

    Die deutsche Kriegsmarine bei Ausbruch des 2. Weltkrieg im September 1939. Kriegsschiffe und Organisation. hier zu Teil I: Flotten 1939 Deutsche Kriegsmarine Der Vertrag von Versailles begrenzte strikt die Größe der deutschen Kriegsmarine und Verbot den Entwurf oder den Bau von U-Booten, Flugzeugträgern oder schwerer Küstenartillerie. Die Größe neuer Kriegsschiffe wurde auf 10.000 Tonnen limitiert. Hitler entschied sich bekanntlich dafür, die strengen Bedingungen des Vertrages zu ignorieren, war aber bestrebt, gute Beziehungen zu England aufrechtzuerhalten. Am 18. Juni 1935 wurde der deutsch-englische Marinevertrag unterzeichnet, welcher die Kriegsmarine auf 35 Prozent der Stärke der englischen Royal Navy begrenzte. Der Vertrag erlaubte es Deutschland in diesem Rahmen alle Schiffsklassen zu bauen, die der Vertrag von Versailles verboten hatte, also auch U-Boote, Flugzeugträger und Schlachtschiffe über 10.000 Tonnen. Ein ehrgeiziges Bauprogramm (der Z-Plan) wurde 1937 gestartet und im September 1939 sah die Kriegsmarine wie folgt aus: Schiffe der deutschen Kriegsmarine Deutsche Handelsflotte: etwa 400 Hochsee-Handelsschiffe (davon mehr als 3/4 in Übersee bei Kriegsausbruch). Einzelbeschreibung von Schiffen der Kriegsmarine: Organisation deutsche Kriegsmarine Die deutsche Kriegsmarine war in drei Waffengattungen unter dem Kommando eines Führers oder Flaggoffizier aufgeteilt. Die Großkampfschiffe befanden sich unter der direkten Kontrolle des Oberkommandos der Kriegsmarine (OKM) und dann folgten die Gruppenkommandos. Die Flottillen aus Minenräumern, Patrouillenbooten, Küstenschutzschiffen und Hilfsschiffen aller Art und Größe unterstanden der Marine-Sicherheitsabteilung. Als dritte Waffengattung, welcher die größte Bedeutung zukommen sollte und welche zugleich die größte Bedrohung für die alliierte Schifffahrt werden sollte, war das U-Boot-Kommando. Freiwillige und Wehrpflichtige erhielten ihre Grundausbildung in Schiffsstamm-Regimentern, während die Unteroffiziere ihre Ausbildung in Marineunteroffizierslehrabteilungen erhielten. Eine Reserve aus geschultem Personal wurde in Reserveeinheiten für die Verteilung für den Bedarfsfall bereitgehalten. Die Küsten Deutschlands und der besetzten Gebiete wurden von der Küstenartillerie und Flak-Artillerie-Bataillonen gesichert. Es gab keine Marinesoldaten als solche und Personal für kombinierte Unternehmungen oder Landungseinsätze wurde entweder aus der Schiffsbesatzung oder den Reserveeinheiten herangezogen. Bis Mai 1941 hatte die Stärke der Kriegsmarine 404.000 Mann aller Ränge erreicht. Anders als die meisten anderen Marinen, hatte die deutsche Kriegsmarine keine eigenen Flugzeuge. Ein Luftwaffengeneral wurde als Verbindungsoffizier zum OKM abgestellt und war verantwortlich dafür, die Marine mit den notwendigen Flugzeugen zu unterstützen. Der Führer der Marineluftstreitkräfte war Generalmajor Geissler und sowohl seine Flugzeuge auch als Männer wurden für die speziellen Aufgaben, welche sie durchzuführen hatten, sorgfältig ausgewählt. Der Krieg begann zugleich mit bemerkenswerten Erfolgen und erheblichen Fehlschlägen. U-Boote erzielten ihre ersten großen Erfolge bei der Versenkung des britischen Flugzeugträgers Courageous und dem Schlachtschiff Royal Oak, aber die Magnetminen stellten für die Briten nur einen vorübergehenden Schock dar. Marineverbände spielten bei der Eroberung der polnischen Küstenbefestigungen auf der Westerplatte bei Danzig eine wichtige Rolle und deutsche Schiffe sicherten die Transporte und Anlandungen beim Unternehmen Weserübung in Norwegen. Dazu bedrohten die deutschen U-Boote die britischen maritimen Versorgungslinien. Aber dabei verlor die Kriegsmarine drei wertvolle größere Kampfschiffe und 10 Zerstörer – und die entscheidende Schlacht auf den Meeren sollte erst beginnen. hier zu Teil I: Flottenübersicht 1939

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top