Kriegstagebuch 24. Juni 1917



Heinrich Gontermann Fokker Dr.I
Die Zerstörung der stark verteidigten Ballons forderte ein hohes Maß an Mut, sodaß einige Piloten sich auf diese Einsätze spezialisierten. Einer davon war Heinrich Gontermann, der 18 Ballons zerstörte, bevor er getötet wurde.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 24. Juni 1917:

Luftkrieg


Westfront: Die Deutschen schießen 3 Beobachtungsballons der Zweiten Armee des BEF ab, sowie 2 weitere später. Das ‘Unabhängige Jagdgeschwader 1’ aus Jasta 4, 6, 10 und 11 unter Richthofen (welcher am 14. Juni von einem 6-wöchigen Urlaub zurückgekehrt ist) mit ca. 50 Jagdflugzeugen wird gebildet.

Westfront

Artois: Die Erste Armee des BEF rückt in der Nacht vom 24./25. Juni in Richtung auf den Fluss Souchez vor, während die Deutschen sich vor den Angriffen der britischen 46. Division zurückziehen.

Politik

Österreich-Ungarn: Graf Czernin sagt ‘Wir könnten in 8 Tagen einen Separatfrieden mit England haben. Es wäre ein Augenblick der Rettung, aber … der gewisse Untergang der Dynastie.’

Neutrale

Griechenland: Ministerpräsident Zaimis tritt zurück,da er nicht die von Venizelisten dominierte Kammer vom 13. Juni 1915 einberufen will.

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Im Blickpunkt:
  • M4A1(76mm) Sherman im Panzermuseum Munster.

    Späte M4 Sherman Panzer mit verbesserter Bewaffnung, Schutz, Zusatzpanzerung und Kettenlaufwerken. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. M4 (76mm), (105mm), HVSS, A3E2 Jumbo und Calliope Sherman. Typ: amerikanischer mittlerer Kampfpanzer. hier zum Vorgänger, dem Standard-Sherman (Teil I) Geschichte: Einsatzerfahrungen mit dem M4 Sherman Panzer führten zu zahlreichen Entwurfsverbesserungen, welche von der Panzertruppe vorgeschlagen wurden und vom US-Rüstungsministerium in die Serienfahrzeuge übernommen wurden. Dazu zählte vor allem die Notwendigkeit einer stärkeren Bewaffnung und ein besserer Schutz. Sherman Panzer mit 76-mm-Kanone: Um die Feuerkraft zu erhöhen wurden vom Ordnance Department seit Juli 1942 die 76-mm-Geschütze M1 und M1A1 entwickelt. Tests zeigten, dass der vorhandene Turm der M4-Serie zu klein war, um die längere Kanone unterzubringen und so wurde der Turm des mittleren T20/T23-Panzers (nur Prototypen gebaut) verwendet und entsprechend geändert. Die 76-mm-Kanone wurde von Februar 1944 serienmäßig verwendet und auf allen Fertigungslinien eingebaut. Die so ausgerüsteten Kampfpanzer standen damit rechtzeitig für die Invasion in der Normandie und die anschließenden Kämpfe in Nordwest-Europa zur Verfügung. Das Suffix ‘(76mm)’ bezeichnete Fahrzeuge welche mit dieser Waffe ausgerüstet waren. Eine modifizierte M1A1C oder M1A2-Kanone mit Mündungsbremse wurde später noch eingeführt. Sherman Panzer mit besserem Schutz: Brandgefahr bei Treffern in den Motor, Munitionsbehälter oder Treibstofftanks waren die größten Mängel der M4-Serie aufgrund der relativ dünnen Panzerung. Zweckdienliche Maßnahmen dagegen waren das zusätzliche Anbringen von zusätzlichen Panzerplatten an den Rumpfseiten bei den Munitionsbehältern und Treibstofftanks sowie weitere Zusatzpanzerungen vorne auf dem Rumpf und manchmal auch an der Vorderseite des Turms. Bei der Fronttruppe wurden in den Werkstätten oft noch Sandsäcke vorne auf dem Rumpf angebracht und Ersatz-Bodenplatten an den gefährdeten Stellen angeschweißt. In manchen Fällen kam es sogar vor, dass große Panzerplatten oder sogar Beton auf der Vorderfront angebracht wurden. Hauptsächliche Entwurfsänderung um dieses Problem zu beheben war die Einführung eines ‘nassen Lagerraum’ (mit Wasser-mantelung und Glycerin-geschützt) für Munition der späten mit der 75-mm-Kanone und alle mit der 76-mm-Kanone bewaffneten Panzer. Panzer, welche mit der Haubitze bewaffnet waren, hatten zudem noch interne Panzerplatten um die Munition herum. Sherman Panzer mit verbesserter Aufhängung der Ketten: Die Einführung der schwereren Kanone und andere Verbesserungen erhöhten das Gesamtgewicht des Fahrzeuges mit negativen Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Im Jahr 1943 wurde daher die neue 58,42 cm breite T80-Kette mit Mittellinienführungen entwickelt. Zu selben Zeit wurde eine ebenfalls neue horizontale Spiralfederung – genannt HVSS – entworfen, welche den vertikalen Typ ersetzte. Drehgestelle wurden den neuen Größen angepasst, aber es gab vier Räder für jedes und die horizontalen Federn waren stabiler als die alten, vertikalen Exemplare. Die Rücklaufrollen wurden nun an die Seiten der Wanne montiert. Das HVSS-System war so konstruiert worden, dass jedes einzelne Rad ersetzt werden konnte, ohne dass das gesamte Drehgestell demontiert werden musste. HVSS wurde von Mitte 1944 eingeführt und damit ausgerüstete Fahrzeuge hatten Kettenabdeckungen wegen der vergrößerten Breite der Kette an der Seite der Wanne. Bei den ursprünglichen Ketten für die M4-Sherman-Panzer waren Gummiblöcke eingebaut gewesen, aber um den Mangel an Gummi zu überwinden, mussten Stahlketten entwickelt werden. Davon gab es zwei verschiedene Muster und sie waren alle zusammen mit den Gummiketten austauschbar und alle drei Typen konnten gleichzeitig an einem Sherman-Panzer gesehen werden. Um die Fahrt in schlammigen Gelände zu verbessern, konnten Verlängerungen an den äußeren Enden der frühen Ketten angebracht werden, um diese breiter zu machen. Mit den neuen T80-Ketten wurden keine Verlängerungen ausgegeben, obwohl sie später noch entwickelt wurden. Sherman-Panzer mit 105-mm-Haubitze: Für die Nahunterstützungsrolle wurde eine 105-mm-Haubitze in Betracht gezogen und zwei M4A4 wurden im November 1942 umgebaut, um damit bewaffnet zu werden. Diese wurden als Standardproduktionsmodelle 1943 aufgenommen. Weitere Verbesserungen am Sherman-Panzer waren neben dem neuen Laufwerk eine bessere elektronische Verkabelung und andere Detailänderungen am Innenraum. Dazu kam eine neue Wanne mit 47°-Winkel vorn, um die Produktion zu vereinfachen und auch einen besseren Schutz zu erreichen, sowie größere Einstiegsluken für Fahrer und Beifahrer, eine Luke für den Ladeschützen und den Einbau eines Sichtgerät in der Kommandanten-Kuppel anstatt des ursprünglichen rotierenden Lukenrings. Serienmodelle verbesserter Sherman-Panzer M4 (105mm): Wie der M4 Sherman, aber mit der neuen 105-mm-Haubitze für die Nahunterstützung. 800 wurden im Detroit Arsenal von Februar bis September 1943 hergestellt. M4 (105mm) HVSS: Wie der M4 (105mm), aber mit besserem Schutz, Ketten-Aufhängung und den zuvor beschriebenen, weiteren Verbesserungen. 841 wurden im Detroit Arsenal von September 1944 bis März 1945 gebaut. M4A1 (76mm): Wie der Standard-M4A1, aber mit 76-mm-Kanone, verbessertem Schutz und weiteren Verbesserungen sowie später auch neuer Ketten-Aufhängung. 3.396 wurden von Pressed Steel von Januar 1944 bis Juni 1945 gebaut. M4A2 (76mm): Wie der Standard-M4A2, aber mit 76-mm-Kanone, verbessertem Schutz und weiteren Verbesserungen sowie später auch neuer Ketten-Aufhängung. Gebaut von Grand Blanc mit 1.594 Stück von Juni bis Dezember 1944 und 21 von Pressed Steel im Mai und Juni 1945. Gesamtzahl somit 1.615 Stück. M4A3 (76mm): Wie der Standard-M4A3, aber mit 76-mm-Kanone, verbessertem Schutz und weiteren Verbesserungen. Gebaut im Detroit Arsenal von Februar bis Juli 1944 mit 1.400 Stück und von Grand Blanc von September bis Dezember 1944 mit 525 Stück. Gesamtzahl somit 1.925 Stück. M4A3 (76mm) HVSS: Wie der Standard-M4A3, aber mit 76-mm-Kanone, verbessertem Schutz, neuer Ketten-Aufhängung und den weiteren Verbesserungen. 1.445 vom Detroit Arsenal von August bis Dezember 1944 produziert. M4A3 (105mm): Wie der Standard-M4A3, aber mit 105-mm-Haubitze, verbessertem Schutz und weiteren Verbesserungen. 500 Stück im Detroit Arsenal von April bis August 1944 gebaut. M4A3 (105mm) HVSS: Wie der Standard-M4A3, aber mit 105-mm-Haubitze, verbessertem Schutz, neuer Ketten-Aufhängung und den weiteren Verbesserungen. 2.539 Stück im Detroit Arsenal von August 1944 bis Mai 1945 gebaut. M4A3E2 Assault Tank: Dies war ein Kompromiss-Entwurf, welcher Anfang 1944 für den europäischen Kriegsschauplatz als vorgesehener schwerer Panzer zur Infanterieunterstützung angenommen wurde, als es klar war, dass der eigentlich schwere Panzer T26E1 nicht vor Anfang 1945 einsatzbereit sein würde. Da die US Army keinen anderen schweren Panzer in Dienst hatte, wurde beschlossen, den M4A3 für den Einsatz als schweren Panzer zu modifizieren. Zusätzliche Panzerung wurde an alle Oberflächen der Hülle angebracht, wodurch eine maximale Panzerung von 100 mm entstand. Ein neuer, schwerer Turm mit einer Frontalpanzerung von 150 mm wurde entworfen, aber die 75-mm-Kanone trotzdem beibehalten. Das Gesamtgewicht des mehr …

  • Deutsche Panzer für Nordafrika verladen

    Aufstellung der deutschen 21. Panzer-Division und Einsätze 1941 bis 1943 in Nordafrika beim Deutschen Afrika-Korps DAK (Teil I). Teil I (1941-1943) der 21. Panzer-Division. Hier zu Teil II: 21. Panzer-Division im Westen (1944/45). 21. Panzer-Division von 1941 bis 1943 Bezeichnung 5. Leichte Division 5.lei.Afrika-Division (mot.trop.) (Februar 1941) 21. Panzer-Division (Ende Juli 1941) 21. Panzer-Division/neu (15. Juli 1943) 21. Panzer-Division (1944) Kommandeure Generalmajor Johannes Streich (Februar bis Juli 1941) Generalmajor Johann von Ravenstein (Juli bis November 1941) Oberstleutnant Gustav-Georg Knabe (November 1941) Generalleutnant Karl Bottcher (Dezember 1941 bis Februar 1942) Generalmajor Georg von Bismarck (Februar bis August 1942) Oberst Carl-Hans Lungershausen (September 1942) Generalleutnant Heinz von Randow (September bis Dezember 1942) Generalleutnant Hans-Georg Hildebrandt (Januar bis März 1943) Generalmajor Heinrich-Hermann von Hülsen (April bis Mai 1943) Generalleutnant Feuchtinger (Mai 1943 bis Januar 1944) Generalmajor Oswin Grolig (Januar bis März 1944) Generalleutnant Franz Westhoven (März bis Mai 1944) Generalleutnant Feuchtinger (Mai 1944 bis Januar 1945) Oberst Helmut Zollenkopf (Januar bis Februar 1945) Generalmajor Marcks (Februar bis April 1945)   Aufstellung Die Division stammt von der 5. Leichten Division von Ende 1940 ab, welche das Panzer-Regiment 5 der 3. Panzer-Division erhielt. Diese Einheit wurde bereits 1935 in Berlin aufgestellt. Die Mannschaften der 5. Leichten Division übernahmen die hauptsächliche Mischung aus Schlesiern und Brandenburgern der 3. Panzer-Division. Die Truppenteile dieser Division wurden im Frühjahr 1941 nach Nordafrika geschickt, wo der Verband als 5.lei.Afrika-Div. (mot. trop) aufgestellt und in der Nähe der Front auch sogleich aufgefrischt werden mußte, da es beim Seetransport über das Mittelmeer schon zu erheblichen Verlusten gekommen war. Beim Eintreffen in Tripolis am 10. März 1941 verfügte das Panzer-Regiment 5 über 7 Panzerbefehlswagen, 25 PzKpfw I, 45 PzKpfw II, 61 PzKpfw III und 17 PzKpfw IV. 10 PzKpfw III und 3 PzKpfw IV gingen beim Transport über das Mittelmeer verloren. Die Division nahm kurz nach ihrer Ankunft schon beim ersten Vorstoß von Rommels Afrika-Korps in Richtung Ägypten und beim Angriff auf Tobruk teil, wobei es ebenfalls erhebliche Verluste gab. So hatte das Panzer-Regiment 5 Mitte April vor Tobruk nur noch 22 bis 25 einsatzfähige PzKpfw II, PzKpfw III mit 3,7-cm-Kanonen und PzKpfw IV mit kurzer 7,5-cm-Kanone, was aber auch an der noch unbekannten Umgebung der nordafrikanischen Wüste lag, was zu zahlreichen mechanischen Ausfällen führte. Am 14. Juni 1941 wehrte die Division die britische Operation Battleaxe westlich von Fort Capuzzo ab und entsetzte zusammen mit den Panzern der 15. Panzer-Division die deutschen Verteidiger von dem Halfaya-Pass. Im Sommer 1941 wurde der Verband durch das Einfügen des Panzergrenadier-Regiment 104 der 15. Panzer-Division verstärkt und als 21. Panzer-Division neu bezeichnet. Dabei erhielt das Panzer-Regiment 5 die ersten Pzkpfw III mit 5-cm-Kanone. Das motorisierte Artillerie-Regiment 155 wurde in Libyen aus der Heeres-Artillerie-Abteilung 864 (mot.) und schweren Artillerie-Abteilungen neu gebildet, welche im August 1941 im Wehrkreis XI aufgestellt worden waren. Die vollständige Aufstellung und Auffrischung zog sich bis November 1941 hin. Erst Ende Dezember kam die vor allem mit 5-cm Pak und den ersten russischen 7,62-cm-Pak, teilweise auf Selbstfahrlafetten, voll motorisierte Panzer-Jäger-Abteilung 39 an.   Die Division verlor Ende 1941 am Halfaya-Pass das dort haltende und eingeschlossene I. Bataillon und dieses wurde daher im April 1942 durch das I./Schützen-Regiment 104 und dem Kradschützen-Bataillon 15 (letzteres von der 15. Panzer-Division) ersetzt. Ausstattung der 21. Panzer-Division Sep-Dez 1941: Einsätze beim Afrika-Korps 1941-1943 Die Division wurde eine der wichtigsten Formationen von Erwin Rommels Panzerarmee Afrika und war an allen wichtigen Schlachten des Nordafrika-Feldzugs beteiligt. Teile wurden bei den Abwehrkämpfen und Gegenangriffen während der britischen Operation Crusader ab Oktober 1941 in der Cyrenaika und Marmarica verwendet. Dabei ein Gegenangriff südlich von Tobruk und Sizi Razegh in Richtung Bardia im Oktober und November. Im November 1941 fügte sie der angreifenden britischen 7. Panzer-Brigade südlich von Tobruk und Sidi Rezegh erhebliche Verluste zu, verbrauchte sich aber bei der Verteidigung südlich von Tobruk.   Praktisch ohne einen einzigen einsatzfähigen Panzer zog sich die 21. Panzer-Division im Rahmen des DAK bis Januar 1942 in die Marsa-el-Brega-Stellung zurück. Es folgte eine kurze Auffrischung und Neuausrüstung bei El Agheila knapp hinter der Front bis Mitte Januar 1942. Gliederung 1942: Mit der Gegenoffensive ab dem 21. Januar 1942 erreichte die Division im Rahmen der ‘Panzer-Kampfgruppe v.Bismarck’ über Adedabia und Fort Mechilli die Ghazala-Stellung westlich von Tobruk bis Mai 1942. Bestand Panzer-Regiment 5, Mai 1942: Ab dem 26. Mai Angriff auf die britische Ghazala-Stellung gegen das Wüstenfort Bir Hacheim, welches durch die frei-französische Brigade heldenhaft verteidigt wurde. Während des ersten, fehlgeschlagenen Durchbruchsversuches wurde ihrem Divisionskommandeur mangelnder Erfolg durch Rommel vorgeworfen und dieser von seinem Posten abgelöst. Nach wechselvollen Gefechten wurde schließlich der Durchbruch erzielt und Festung und Hafen von Tobruk vom 19. bis 21. Juni 1942 genommen. Vor El Alamein Ab dem 26. Juni Vorstoß zum Halfaya-Pass und Durchbruch durch die britische Fuka-Linie bis zum Ruwisat-Rücken südlich von El Alamein am 4. Juli. Anschließend mussten wieder Gegenangriffe und verlustreiche Abwehrkämpfe südlich von El Alamein bis Mitte August geführt werden. Anfang Juli 1942 belief sich die Waffenstärke der 21. Panzer-Division auf nur noch 29 Panzer und 2 Panzerspähwagen in einem Bataillon des 5. Panzer-Regiments, das zweite Bataillon verfügte nur noch über Kader-Mannschaften. Das 104. Infanterie-Regiment hatte bei einem Bataillon drei Kompanien und sechs 5-cm Pak, eine erbeutete britische 2-Pfünder und eine 3,7-cm Pak 36. Das zweite Bataillon hatte zwei Kompanien mit sechs 5-cm Pak, einer 3,7-cm Pak und einem britischen 25-Pfünder-Feldgeschütz. Das dritte Bataillon hatte zwei Kompanien mit drei 5-cm Pak, einer 7,62-cm-Pak (russisch), drei 2-Pfünder und zwei 6-Pfünder-Pak. Die Panzerjäger-Abteilung 39 verfügte über zwei Kompanien mit zusammen dreizehn 5-cm-Pak. Über die Ausstattung des 155. Artillerie-Regiment gibt es keine Angaben.   Die Division spielte wieder eine große Rolle bei Rommels Versuchen, die El-Alamein-Linie im Sommer zu durchbrechen. Ende August 1942 war die 21. Panzer-Division an der Schlacht von Alam Halfa beteiligt, wobei der Durchbruch bis 15 Kilometer südlich der Küstenstraße nach Alexandria östlich von El Alamein gelang. Jedoch musste am 5. September der Rückzug nach Südwesten erfolgen, woraufhin die Division bis Mitte Oktober eine Verteidigungsstellung bezog. Den Nachschub für die Panzerarmee Afrika heranzubringen, war eine logistische Herkules-Aufgabe. Abgesehen davon, mehr …

  • 3D-Modell Lockheed P-38 J Lightning

    US Langstreckenjagdflugzeug und Jagdbomber Lockheed P-38 Lightning, der Jäger mit den meisten Abschüssen japanischer Flugzeuge im 2. Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Lockheed P-38 Lightning Typ: US Langstreckenjagdflugzeug, Jagdbomber, Fotoaufklärer und Nachtjäger. Geschichte Die P-38 Lightning hat mehr japanische Flugzeuge abgeschossen als jedes andere Jagdflugzeug. Im April 1943 schoss eine P-38 Lightning das Flugzeug ab, welches Admiral Yamamoto, den Architekten des Angriffs auf Pearl Harbor, beförderte. Und die Deutschen nannten die Lockheed Lightning den ‘Gabelschwanz-Teufel’. Die P-38 war beliebt für ihre Tugenden und wurde gehasst für die Eigenheiten der Männer, welche sie flogen. Die Lightning wurde von 1940 bis 1945 gebaut und insgesamt 9.393 P-38 wurden in verschiedenen Versionen fertiggestellt. Das Flugzeug wurde an allen Fronten für verschiedene Aufgaben eingesetzt, darunter auch welche, die nicht beim ursprünglichen Entwurf vorgesehen waren, wie als Fotoaufklärer, Jagdbomber und Nachtjäger. Die zwei führenden amerikanischen Jagdfliegerasse, Major Richard I.Bong (40 Abschüsse, alle mit der P-38) und Major Thomas B. McGuire (38 Abschüsse) flogen zuletzt die P-38. Die Ausschreibung, welche zur P-38 führte, wurde vom U.S. Army Air Corps im Jahr 1937 erstellt. Wenn man den Aufwand der deutschen Luftwaffe betrachtet, einen schweren zweimotorigen Jäger zum Einsatz zu bringen, der nicht annähernd so erfolgreich wie die Lightning war, so konnte sich das Team, welches die P-38 entwarf, selbst dafür gratulieren, eines der besten Jagdflugzeuge des Zweiten Weltkrieges gebaut zu haben. Die Spezifikationen für das neue Flugzeug verlangten nach einem Höhen-Abfangjäger, welcher eine Höchstgeschwindigkeit von 576 km/h in 6.100 Metern für eine Stunde erreichen sollte, sowie 467 km/h im Marschflug. Die Flughöhe von 6.100 Metern sollte dabei in sechs Minuten erreicht werden können. Viele eingebundene Flugzeughersteller hielten diese Spezifikationen für nicht machbar, aber die Chef-Konstrukteure von Lockheed, H.L. Hibbard und Clarence ‘Kelly’ Johnson, prüften mehrere Lösungen und wählten davon den am wenigsten orthodoxen aus. Die Firma Lockheed hatte nie zuvor ein rein militärisches Flugzeug gebaut und entwarf ein revolutionäres Jagdflugzeug mit vielen technischen Neuerungen, aber auch großen Risiken. Zwei Motoren waren unvermeidlich, um die verlangte Leistung zu erzielen. Ein Doppelausleger wurde gewählt, um die zwei unerprobten Allison-V-12-Motoren mit GEC-Kompressoren unterzubringen. Die Kühler und das Hauptfahrwerk wurden ebenfalls in den Ausleger eingebaut. Im schmalen Rumpf, der Mittelgondel, befand sich das Cockpit, das Bugfahrwerk und die Bewaffnung. Alle Kanonen und Maschinengewehre befanden sich in der Nase, was auch die Probleme löste, die Feuerkraft zu konzentrieren und zu zielen. Die ursprünglich geplante Bewaffnung bestand aus vier 23-mm-Kanonen und vier schweren Maschinengewehren. Der erste Prototyp wurde am 23. Juni 1937 bestellt und die XP-38 erhob sich anderthalb Jahre später erstmals in die Lüfte, am 27. Januar 1939. Beim ersten Rollversuch zuvor fuhr der Prototyp in einen Graben. Das Flugzeug war mit einer 23-mm-Madsen-Kanone und vier 12,7-mm-Brownings-MGs bewaffnet. Die Militärbehörden waren immer noch skeptisch und deshalb wurde mit dem Prototyp zwei Wochen später ein Flug von einer Küste zur anderen quer über den nordamerikanischen Kontinent nach New York durchgeführt. Einschließlich zwei Landungen zur Betankung wurde dies in der Rekordzeit von sieben Stunden und zwei Minuten durchgeführt. Zum Schluß machte die XP-38 jedoch eine Bruchlandung, als sie zu früh auf dem Flugplatz in Mitchell Field aufsetzte und zerstört wurde, nachdem es zuvor Probleme mit den Klappen und einem der Motoren gegeben hatte. Trotzdem war das US Air Corps von dieser für Jahr 1939 unglaublich gehaltenen Leistung so beeindruckt, daß es eine Vorserie über 13 Flugzeuge zwei Monate später – trotz der hohen Kosten für den zweimotorigen Jäger – in Auftrag gab. Diese ersten YP-38 Lightning waren mit einer 37-mm-Oldsmobile-Kanone, zwei 12,7-mm und zwei 7,62-mm-Colt-Maschinengewehren bewaffnet und waren 1941 für Einsatzversuche verfügbar. Dieser Bestellung folgten zwei weitere über insgesamt 673 Flugzeuge. Die ersten 30 YP-38 waren im wesentlichen identisch zum Prototypen, aber die nächste Version P-38D, hatte dann die für dieses Muster grundsätzliche Einsatzkonfiguration mit selbstdichtenden Treibstofftanks, Panzerung und einem modifizierten Höhenleitwerk-System, um die Kontrolle entlang der Längsachse zu verbessern. Die Bewaffnung bestand aus einer 37-mm-Kanone und vier 12,7 mm-Maschinengewehren. Im November 1941 ersetzte die P-38E die vorhergehende Version in der Produktionslinie. Dieses Modell hatte eine 20-mm-Hispano-Kanone und mehr Munition und der Name ‘Lightning’ wurde nun offiziell verwendet. Diese Serienmaschinen hatten Motoren mit 1.166 oder später 1.343 PS und die Propeller rotierten gegenläufig, um das Flugzeug besser zu steuern. Die Auspuffgase gingen zu einem Turbolader in oberen Teil des Auslegers, wodurch die P-38 ungewöhnlich leise war. Glykol-Kühlmittel wurden durch die Kühler an den Seiten der Ausleger hinter den Motoren durchgeleitet. Der Pilot musste zwar über eine Leiter hinten an der Rumpfgondel in das Flugzeug einsteigen, dafür hatte die Lightning für ein Jagdflugzeug sogar einen gewissen Komfort, was das Fliegen etwas angenehmer machte. Ein erfahrener Pilot mit etwas Wagemut konnte mit ihr erheblich schnellere Rollen fliegen, als dies die Spannweite von 15,85 Meter annehmen lasst. Innerhalb weniger Minuten nach der US-Kriegserklärung am 7. Dezember 1941 schoss ein P-38E einen deutschen Fw 200C Condor in der Nähe von Island ab. Während 210 Exemplare der P-38E gebaut wurden, bereitete Lockheed eine weitere Version für den Export an Großbritannien vor, von welcher 143 Stück mit 20-mm-Hispano-Kanone und größerem Munitionsvorrat im März 1940 bestellt worden waren. Das US-Außenministerium jedoch verbot die Ausfuhr des neuen F2-Allison-Motors, weshalb diese Flugzeuge C15-Motoren erhielten. Diese Motoren drehten beide nach rechts, während sie ursprünglich nach außen drehten und hatten keinen Kompressor. Die Leistung der RAF Lightning Mk I war dadurch so schlecht, dass sie als nicht zufriedenstellend angesehen wurden. So verweigerte die Royal Air Force die Auslieferung und schickte sie nach Amerika zurück, wo sie anschließend von der U.S.A.A.F. als Trainingsflugzeuge verwendet wurden. Das nächste Modell war die P-38F, welche Anfang 1942 in Produktion ging. Diese Version hatte noch stärkere Motoren und Unterflügelstationen für Bomben oder Zusatztanks für eine größere Reichweite. An den Unterflügelstationen konnten 454-kg-Bomben, Torpedos, Tanks oder andere Lasten getragen werden. Dies war auch das erste Modell, welches in größerem Umfang Kampfeinsätze sah, als es über Westeuropa ab Mitte 1942 und in Nordwestafrika beim Unternehmen Torch im November eingesetzt wurde. Die ersten Luftsiege im Pazifik durch P-38 Lightning gelangen am 4. August 1942, als zwei japanische Kawanishi-Flugboote mehr …

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