Kriegstagebuch 28. August 1917


Französische Offiziere vergeben Auszeichnungen an rumänische Truppen
Französische Offiziere vergeben Auszeichnungen an rumänische Truppen an der Ostfront im Sommer 1917.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 28. August 1917:

Ostfront


Russland: Generalstabschef Kornilow appelliert auf der Moskauer Nationalkonferenz zur Wiederherstellung der Disziplin und Versorgung der Armee. Kerenski erzählt General Barter, dass die Truppen den Winter in den Schützengräben verbringen sollen und dabei ihre Disziplin wiedergewinnen werden.
Rumänien: Angriff der Truppen von Mackensen in den Abschnitten von Marasesti und Okna. Die russischen Divisionen brechen zusammen, aber die Rumänen halten heldenhaft im Bereich Varnita-Muncelu bis zum 3. September.

Westfront

Verdun: Die Franzosen stehen nun praktisch wieder auf der gleichen Linie wie vor dem deutschen Angriff vom 21. Februar 1916.

Seekrieg

Baltikum: Deutsche Flugzeuge werfen 90 Bomben auf die russische Schifffahrt im Golf von Finnland und von Riga. Der russische Zerstörer Stroini wird durch eine 60-kg-Bombe eines Wasserflugzeuges zerstört.

Luftkrieg

Arabien: 4 Flugzeuge des Royal Flying Corps aus Kuntilla vom Sinai (65 km nordwestlich von Aqaba) werfen 32 Bomben (4 Treffer) auf Schuppen von Motorfahrzeugen und Kasernen (ca. 100 türkische Opfer). Am 29. August bombardieren nochmals 3 Flugzeuge das türkische Lager von Abu-el-Lisal und Maan.
Italienische Front: 1.474 italienische Einsätze geflogen seit dem 19. August, durchschnittlich 225 Flugzeuge pro Tag, 81 Flugzeugbesatzung wurden getötet.

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Im Blickpunkt:
  • Die britische Armee im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918. Uniformen, Organisation, Kommandeure, Heeresstärke und Verluste. Im Jahre 1908 hatten die Briten ihre Armee reorganisiert, wobei die Verbände auf den britischen Inseln in eine Expeditions-Streitmacht aus sechs Infanterie- und eine Kavallerie-Division, zusammen etwa 160.000 Mann, umgewandelt wurden. Diese Streitmacht war in der Lage, sowohl bei Konflikten in den Kolonien oder auf dem europäischen Kontinent eingesetzt zu werden. Die britische Armee Berits im Jahre 1905 begann die Zusammenarbeit mit dem französischen Generalstab, welche aber bis zu Ernennung von Major-General Wilson als Generalstabschef im Jahre 1911 wenig fruchtbar war. In August bewog die Agadir-Krise (deutsche Kanonenboote vor Marokko) Frankreich und Großbritannien zu engerer Zusammenarbeit, sodass die britische Expeditions-Streitmacht fest am linken Flügel der französischen 5. Armee im Kriegsfalle gegen Deutschland eingeplant wurde. Die Royal Navy war zwar strikt gegen eine Verwendung der britischen Armee auf dem Kontinent, konnte jedoch keinen besseren Plan vorlegen als Wilson. Zwar schob der britische Verteidigungsrat die endgültige Entscheidung vor sich her, erlaubte aber dem Kriegsministerium die Planungen zusammen mit den Franzosen fortzusetzen. Als der Krieg im Jahre 1914 ausbrach, brach in Großbritannien jedoch ein Konflikt aus, ob die Expeditionsstreitkräfte nicht doch besser in Großbritannien verbleiben oder wenigstens direkt in Belgien eingesetzt werden sollten, für dessen Garantieerklärung man ja schließlich in den Kampf gezogen war. Zum Glück für die Alliierten waren jedoch die Aufmarsch- und Terminpläne so schwer umzuwerfen, sodass am 6. August die Masse der Streitkräfte wie geplant eingesetzt wurde. Lediglich zwei Divisionen blieben in England zurück. Wenn auch die britische Armee klein war, so war sie dafür gut trainiert und hervorragend ausgerüstet. Während des zurückliegenden Burenkrieges in Südafrika hatten britische Offiziere – im Gegensatz zu ihren Kollegen auf dem europäischen Kontinent – eine realistische Vorstellung von der Feuerkraft moderner Waffen und Taktiken. Zudem bestand die britische Vorkriegsarmee zumeist nur aus freiwilligen Berufssoldaten. Auch die Kavallerie war mit dem besten Armeegewehr der damaligen Zeit, der Enfield, ausgerüstet und verwendete nicht, wie in Europa sonst noch üblich, kurzläufige Karabiner, sodass sie flexibel als mobile Infanterie hätte eingesetzt werden können. Jedoch hatte die Friedenszeit verantwortliche Kavallerie-Offiziere wieder dazu verführt, glamouröse und gleichzeitig sinnlose Attacken reiten zu lassen. Von den deutschen Soldaten als eine ‘Söldner-Armee’ bezeichnet, was für die Briten eher schmeichelhaft war, bestand die britische Armee aus Freiwilligen, welche sich für sieben Jahre Dienstverpflichtet hatten, auf denen noch fünf weitere Jahre in der Reserve folgten. Jedes Bataillon in Großbritannien rekrutierte auch Soldaten für ein anderes Bataillon im britischen Übersee-Reich, sodass seine Männer oft raue Gesellen und ihre Zahl oft knapp war. In den nach Frankreich geschickten Divisionen befanden sich zwar erfahrene Männer, aber sie alle als abgehärtete Profis anzusehen, wäre ein Fehler. Einige waren erst junge Soldaten, andere ältere Reservisten, welche im Zivilleben zu ‘Weicheiern’ geworden waren. In Fortsetzung der alten Tradition in einem modernen Gewand, war die Territorial-Streitmacht und die ‘Yeomanry’ von Haldane 1908 in eine Armee der zweiten Linie aus vierzehn Divisionen reorganisiert worden, welche allerdings weit davon entfernt war, gut ausgebildet oder ausgerüstet gewesen zu sein. Trotzdem stellten sich diese Truppen dann als effektiver als angenommen heraus. Dahinter standen noch die älteren Reservisten und Milizionäre, welche als Ersatzmannschaften oder für die weit entfernten britischen Garnisonen und Verbände in Indien und den Dominions verwendet werden konnten. Mit dem Anwachsen der Armee wurden jedoch immer mehr weniger gut ausgebildete Freiwillige, ältere Reservisten und Truppen aus den Kolonien (zumeist Indien) oder den Dominions (Kanada und Australien) verwendet, was eine Verschlechterung der Qualität zur Folge hatte.   Ihr Oberbefehlshaber, Sir John French, war ein erfolgreicher Kavallerieführer aus dem Burenkrieg, aber mit nunmehr 62 Jahren nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Sir Douglas Haigh, Kommandeur des I. Korps und Generalstabschef von French in Südafrika und Haldanes Assistent während der Reorganisation von 1908, war kompetent, jedoch unflexibel und bewertete die Möglichkeiten der Kavallerie nach althergebrachten Traditionen. Kitchener, nun Kriegsminister, war eine großartige Persönlichkeit für die ganze Nation, hatte Geistesblitze, die fast schon genial waren, aber nur wenig Wertschätzung für Stabsorganisation oder Zivilkontrolle. Im Allgemeinen waren britische Offiziere zwar effizient und ihren Aufgaben zugetan, hatten aber nur einen begrenzten Blickwinkel auf das moderne Kriegsgeschehen. Jedoch hatte ein weit größerer Anteil von ihnen echte Erfahrungen unter realen Kriegsbedingungen sammeln können, als zum Beispiel Offiziere in der französischen oder deutschen Armee. Organisation Infanterie Infanterie-Division Die britische Infanterie-Division stand unter dem Kommando eines Generalleutnants oder Generalmajors. Sie bestand normalerweise aus drei Brigaden mit jeweils vier Bataillonen, drei Feldartillerie-, einer Feldhaubitzen- und einer Schweren Artillerie-Brigade. Eine Munitionskolonne, eine Divisions-Munitionskolonne, zwei Feldkompanien und einer Nachrichtenkompanie, ein Divisionszug, drei Feldambulanzen und ein Pionierbataillon standen zur Unterstützung bereit. Die Pioniere dienten zur Bereitstellung von Arbeitskräften für die Feldkompanien, wurden aber auch als Kampfeinheiten eingesetzt. Gesamtstärke bei der Mobilisierung: 598 Offiziere und 18.077 Unteroffiziere und Mannschaften. Infanterie-Brigade Unter dem Kommando eines Brigade-Generals mit einem Hauptquartier, das aus 4 Offizieren und 20 Unteroffizieren und Mannschaften bestand. Die vier Bataillone hatten eine Gesamtstärke von 120 Offizieren und 3.968 Unteroffizieren und Mannschaften. Infanterie-Bataillon Das Infanterie-Bataillon stand unter dem Kommando eines Oberstleutnants. Es hatte eine konzentrierte Stärke von 1.000 Offizieren und Mannschaften und eine effektive Kampfstärke von etwa 800 Mann. Das Bataillon bestand aus einer Hauptquartier-Kompanie und vier Schützenkompanien, die jeweils von einem Major (in der Praxis wegen der hohen Verlustrate oft nur ein Hauptmann) befehligt wurden. Die Unterstützungsabteilungen bestanden aus Nachrichtenpersonal, Pionieren, Trägern und Provost. Infanterie-Kompanie Befehligt von einem Hauptmann, Leutnant oder Zweiten Leutnant aufgrund der hohen Verlustraten. Sie hatte eine Stärke von 240 Unteroffizieren und Mannschaften, aufgeteilt in vier Züge zu je 60 Mann. Infanterie-Zug Befehligt von einem Unteroffizier, entweder einem Feldwebel oder einem Korporal, und in vier Sektionen zu je 14 Männern eingeteilt. Es gab auch Maschinengewehr-Kompanien und leichte Grabenmörser-Batterien zur Unterstützung. Das Personal beider Einheiten bestand aus Infanteristen, die mit Standardwaffen bewaffnet waren. Bei Ausbruch des Krieges hatte jedes Bataillon seine eigene MG-Abteilung, die aus zwei Maxim-Maschinengewehren bestanden, welche von einem Offizier bedient wurden und zwölf weitere Soldaten hatte. Die Maschinengewehren wurden von Maultieren getragen und die Abteilungen wurde in zwei Gruppen aufgeteilt. Die MG-Mannschaft mussten erfahrene Schützen sein. mehr …

  • Finnische Soldate mit Rentieren

    Streitkräfte von Finnland im Winterkrieg von 1939/40 gegen die Sowjetunion. Finnische Divisionen und Ausrüstung, Luftwaffe und Marine. Bereits 1938 und wieder im Jahr 1939 hatte die Sowjetunion mehrmals mit der finnischen Regierung die Möglichkeit von Grenzveränderungen zu ihren Gunsten diskutiert, welche die Verteidigung von Leningrad vereinfachen würde. Dabei kam es zu keiner Einigung. Finnische Stretkräfte im Winterkrieg Durch den Hitler-Stalin-Pakt hatten die Sowjets dann das Zugeständnis erhalten, dass Finnland, ebenso wie Ost-Polen und die Baltischen Staaten zu ihrer Einflusssphäre gehörten. So begannen die sowjetischen Diplomaten mit Finnland und den baltischen Staaten zeitgleich über einen Pakt zur gegenseitigen Unterstützung zu verhandeln. Im Gegensatz zu den baltischen Staaten wurde darüber hinaus von Finnland lediglich ein Stützpunkt verlangt und der Austausch von Gebieten in Karelien nördlich von Leningrad gegen sowjetisches Territorium in Ost-Karelien. Die Verhandlungen dauerten den Oktober bis Anfang November 1939 an und beide Seiten sahen die Möglichkeit einer Einigung als wahrscheinlich. Am 9. November 1939 wurden die Verhandlungen jedoch abgebrochen und die Finnen erwarteten eigentlich ihre Fortsetzung. In der sowjetischen Regierung war aber schon seit Sommer 1939 über einen Krieg mit Finnland nachgedacht worden und am 13. November wurde in Moskau eine finnische Exil-Regierung aus Kommunisten gebildet. Zur gleichen Zeit begannen militärische Vorbereitungen der Roten Armee an der finnischen Grenze. In einem umsichtig vorbereiteten Ablauf wurde von den Russen ein Zwischenfall arrangiert und die Finnen am 26. November dafür verantwortlich gemacht. Am 29. November wurden die diplomatischen Beziehungen zu Finnland abgebrochen und die Rote Armee griff am 30. November an. Die Finnische Armee war eine der kleinsten in Europa und die Rote Armee erwartete von daher wenig Widerstand. Jedoch fanden die sowjetischen Invasoren die Finnen gut vorbereitet vor und hinzukam der extrem kalte Winter von 1939/40 mit seinen Temperaturen von weit unter dem Gefrierpunkt und tiefem Schnee, welcher in jedem Fall den Verteidiger bevorzugte. Die wichtigste finnische Verteidigung war die Mannerheim-Linie, welche bis zum 12. Februar 1940 gehalten werden konnte. Aber nachdem sie erst einmal an einigen Stellen durchbrochen war, gab es keine Alternative mehr, als um Frieden zu bitten. Für eine Armee, welche niemals mehr als 200.000 Mann stark war, waren die finnischen Verluste sehr hoch: 25.000 wurden getötet und 45.000 Soldaten verwundet. Es war die Rede davon, dass die Alliierten in Finnland intervenieren würden, da die Sowjetunion einen Nichtangriffspakt mit Hitler-Deutschland unterzeichnet hatte, aber das einzige Land welches einen beachtlichen Beitrag zur Verteidigung Finnlands leiste, war Schweden. Die Schweden schickten Waffen, eine Flugzeug-Staffel und zwei Bataillone Infanterie. Freiwillige aus einer Reihe von Ländern, darunter Norwegen, Italien, England und den Vereinigten Staaten von Amerika wurden zu einem Freiwilligen-Bataillon zusammengefasst, das aber nicht mehr rechtzeitig einsatzbereit war, um noch an den Kämpfen teilzunehmen. Organisation der finnischen Armee Obwohl Finnland in der Lage war, 12 Divisionen ins Feld zu führen, waren nur neun bei Ausbruch des Krieges vorhanden. Dazu hatten diese einen großen Mangel an Kraftfahrzeugen, Nachrichtenmitteln, Panzerabwehr-Kanonen und automatischen Waffen. Die bewaffneten Streitkräfte wurden durch einen kleinen, regulären Kader zusammengehalten, welcher auf die jährlichen Wehrpflichtigen angewiesen war, um den Mannschaftsbestand zu vervollständigen. In Friedenszeiten dienten die Wehrpflichtigen 12 oder 18 Monate, abhängig von der Waffengattung. Nach dem Abschluss ihrer Wehrpflichtzeit wurden die finnischen Soldaten in die Reserve überführt, wo sie bis zum Alter von 60 Jahren verblieben. Anschließend traten sie der Miliz bei. Das Land war in neun Militärbezirke unterteilt, wovon jeder eine Division stellte, sowie Depots, Einrichtungen und Anlagen, um die Armee schnell mobilisieren zu können. Die Organisation einer Division bestand aus dem Divisionsstab, drei Infanterie-Regimenter, einem Artillerie-Regiment und Nachrichten- und Pionier-Kompanien. Das Artillerie-Regiment verfügte über 36 Geschütze verschiedener Kaliber, welches alle Modelle aus der Zeit vor 1918 waren und viele davon nicht für einen modernen Krieg mehr geeignet waren. Obwohl eine Anzahl von 120-mm-Granatwerfern bestellt wurde, war noch keiner bei Kriegsausbruch geliefert worden und so verblieben der Division nur achtzehn 81-mm-Granatwerfer. Dies war eindeutig ungenügend, wenn man dies zu den hunderten von Granatwerfern in einer einzigen sowjetischen Division betrachtet. Die Versorgung mit automatischen Waffen war etwas besser, denn es gab 250 Suomi-Maschinenpistolen und 116 Maschinengewehre je Division. Bei voller Sollstärke hatte die Division 14.200 Mann. Finnische Divisionen: Darüber hinaus gab es eine unabhängige Kavallerie-Brigade, welche aus einem Stab, zwei Kavallerie-Regimenter, einem Jäger-Bataillon mit Fahrrädern und einer mit Pferden bespannten Artillerie-Batterie bestand. Es gab nur wenige Artilleriegeschütze in der Reserve und die gesamte Armee verfügte nur über insgesamt 100 37-mm-Bofors-Panzerabwehrgeschütze und überhaupt keine Flugabwehrkanonen. Die Armee hatte nur wenig Erfahrungen im Panzerkampf, aber das dicht bewaldete Gelände Finnlands reduzierte die Rolle des Panzers auf die Unterstützung der Infanterie. Die finnische Panzerwaffe bestand aus den unabhängigen Panzerkompanien 1 bis 5 mit 59 veralteten Vickers E und Renault-Panzern, von denen aber nur die 4. Kompanie Einsätze sah. Es gab nur wenige medizinische Vorräte und die Nachrichtenverbindung war bestenfalls rudimentär. Es gab kein Funksystem und die Armee war abhängig von Feldtelefonen und wenn dieses ausgefallen waren, von Meldern. Dieser Mangel war besonders schwerwiegend unter Berücksichtigung der großen Entfernungen im Land, wo die finnische Armee eine riesige Grenze zur Sowjetunion decken musste. Auch die effektive Unterstützung der Infanterie durch die Artillerie war ohne Funkgeräte nicht möglich. Finnland verfügte nur über 100 Bofors-Flak , welche aber der Heimatverteidigung vorbehalten waren. Trotz dieser Probleme hatte die finnische Armee zwei große Vorteile: Erstens, die gründliche Kenntnis des eigenen Landes in der winterlichen Witterung, und zweitens weit überlegenes Menschenmaterial, welches sich in der wilden Entschlossenheit ausdrückte, dem Angreifer zu widerstehen. Diese zwei Eigenschaften vereinigten sich in den Elite-Bataillonen der Skitruppen, bestehend aus Männern mit großer Erfahrung im Skifahren durch das wilde Gelände, welche große Entfernungen geräuschlos überwinden konnten – und das schneller, als Truppen, welche mit irgend einer anderen Form von Transportmitteln ausgerüstet waren. Insbesondere die Sissi-Joukeet, welche Guerillakämpfer auf Skiern waren, operierten hinter den feindlichen Linien und stellten einen unangenehmen Dorn im Fleisch der Roten Armee dar. Die Strategie von Feldmarschall Mannerheim, dem Oberbefehlshaber der finnischen Armee, war es, seine Karelische Armee aus dem II. Korps (4., 5., 6. und 11. Division) und III. Korps (8. und 9. Division) an der Mannerheim-Linie zu konzentrieren, welche die mehr …

  • Reiter der 8.SS-Kavallerie-Division Florian Geyer

    Mythen über die Waffen-SS (Teil II). Verbrechen der Waffen-SS: Einsatzgruppen, Konzentrationslager-Wachmannschaften und Kriegsverbrechen. Mythen der Waffen-SS Hier zu Teil I: Waffen-SS Mythen. Einsatzgruppen und KZ-Wachmannschaften Entgegen der ursprünglichen Konzeption von Hausser und Steiner, hatte Reichsführer-SS Himmler der Waffen-SS zahlreiche andere Einheiten hinzugefügt, welche wenig mit dem eigentlichen Kampfauftrag der Truppe zu tun hatten. Dazu gehörten die Massenmorde der Einsatzgruppen und auch die KZ-Wachmannschaften, die sogenannten Totenkopf-Wachbataillone. Auch deren Soldaten trugen Waffen-SS-Soldbücher und auch die Einsatzgruppen hatten Mitglieder aus Soldaten der Waffen-SS, ebenso wie Angehörige der Militärpolizei des Heeres, SD-Männern (SS-Sicherheitsdienst) und freiwilligen Ausländern. Diese Henker und Wachen waren nicht für den Kampf ausgebildet oder dafür vorgesehen. Veteranen der Waffen-SS haben deshalb immer wieder darauf hingewiesen, dass sie bei diesen höchsten politischen Entscheidungen kein Mitspracherecht hatten, welche Männer in die Waffen-SS übernommen wurden und in vielen Fällen war ihnen überhaupt nicht bewusst, dass sie organisatorisch mit derartigen Gruppen verbunden waren. In den Köpfen der Überlebenden der SS-Verfügungstruppen waren sie und ihre germanischen Genossen die ‘wirkliche’ Waffen-SS und die anderen Elemente lediglich ein Umstand des Krieges. In ihren schriftlichen Erinnerungen heben die Veteranen jene Details hervor, welche für sie bedeutend waren. Das war vor allem, dass sie sich selbst als eine Elitetruppe ansahen, welche in vielen Schlachten tapfer gekämpft und zumeist ehrenhaft gedient hatte. Sie behaupteten, dass sie ‘genauso Soldaten wie die anderen’ aus dem Heer gewesen waren und zumindest die SS-Männer selbst sahen sich in diesem Anspruch als gerechtfertigt. Was diesen Anspruch erschwert, ist der Umstand, dass die Waffen-SS aus so vielen anderen Elementen bestand, wie anfangs beschrieben. Die Situation wird dadurch noch unübersichtlicher, dass es einen unterschiedlich starken Personalaustausch zwischen den Einsatzgruppen, den Totenkopf-Wachbataillonen und den Kampftruppen gab. Viele Menschen konzentrieren sich oft auf das Negative und heben die verschiedenen fragwürdigen Verbände hervor, welche mit der Waffen-SS in Verbindung gebracht werden und die unehrenhafte Handlungen während des Krieges begannen haben. Dies war jedoch nicht die Waffen-SS, welche Hausser und Steiner in den 1930er Jahren ursprünglich gründen wollten. Die Auseinandersetzungen mit der politischen Führung um ihre Vision resultierte in einer Vorverurteilung aller kämpfenden Mitglieder der Waffen-SS wie z.B. von der SS-Division Reich und Leibstandarte-SS-Adolf Hitler, ebenso wie alle gegen ihren freien Willen dazu eingezogenen deutschen Wehrpflichtigen im letzten Kriegsjahr und die freiwilligen, hoch motivierten Ausländer oder Volksdeutschen. Kriegsverbrechen Wenn die Probleme des Dienstes von Volksdeutschen in der Waffen-SS schon komplex und leicht missverständlich sind, so trifft dies auch auf die damit verbundenen Kriegsverbrechen und Gräueltaten dieser Einheiten zu. Bei beiden Themen wird viel spekuliert und vermutet, oft in Ermangelung solider Fakten. Die Kriegs- und Nachkriegspropaganda hat auch dieses Thema verwässert und spielte damit vielen Menschen in die Hände, welche die Waffen-SS als Verantwortliche für fast alle Kriegsverbrechen ansehen wollten und damit die Angehörigen der Wehrmacht davon freizusprechen. Es herrscht der weit verbreitete Glaube vor, dass die Männer Waffen-SS politisch indoktrinierte Soldaten auf die ein oder andere Weise waren. Die genaue Auslegung variierte in Abhängigkeit der Perspektive des jeweiligen Beobachters. Aus diesem Grund wurde also angenommen, dass der größte Teil der deutschen Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg von der Waffen-SS durchgeführt wurden. Zeitzeugen und ihre schriftlichen Aufzeichnungen unterstützen jedoch die Behauptungen vieler Veteranen der Waffen-SS, dass die politische Indoktrination maximal einen kleinen Anteil an der Ausbildung hatte. Denn die politische, ethnische und historische Indoktrination erfolgte im Dritten Reich schon in den nationalsozialistischen Jugendgruppen, wie der ‘Deutschen Jugend’ oder ‘Hitlerjugend’. Die Mitgliedschaft in der Hitlerjugend oder ihren verschiedenen Unterabteilungen wurde bereits 1936 zur Pflicht und die nationalsozialistische Indoktrination wurde vom Staat und mit der Gestaltung des Lehrplans an Schulen und Universitäten untermauert. Mithilfe dieses Systems konnte eine Generation Jugendlicher bis einschließlich der Geburtsjahrgänge 1928 beeinflusst werden, welche während des Zweiten Weltkrieges zum Militärdienst einberufen wurden. Die auf diese Weise beeinflusste Jugend diente vor allem in der Wehrmacht, was im Laufe des Krieges zunehmend das deutsche Heer insbesondere betraf. Während des gesamten Dritten Reiches bestand das deutsche Heer überwiegend aus deutschen Männern, wobei Volksdeutsche und Ausländer nur einen kleinen Anteil ausmachten. Dagegen bestand die Waffen-SS immer zwischen 33 und 50 Prozent aus Volksdeutschen oder Ausländern. Diese jungen Männer waren nicht in der Atmosphäre der nationalsozialistischen Indoktrination aufgewachsen und auch nicht mit den rassischen oder anderen toxischen Ideen des Nationalsozialismus in Berührung gekommen. Wenn auch einige von ihnen durch faschistischen oder anderen chauvinistischen Tendenzen beeinflusst worden waren, so waren doch nur wenige einer Indoktrination ausgesetzt, geschweige denn, was sie sich zu dieser Zeit in der Propaganda-Erziehung bei den Nazi-Organisationen in Deutschland abspielte. Damit besaß die Waffen-SS als Organisation einen geringeren Anteil von jungen Männern als die Wehrmacht oder insbesondere das Heer, die unter den Lehren des Nationalsozialismus aufgewachsen waren. In die entgegengesetzte Richtung wirkt sich jedoch aus, dass die Mehrzahl der deutschen Staatsangehörigen, welche bei der Waffen-SS dienten, sich freiwillig dafür gemeldet hatten. Es ist daher anzunehmen, dass diese Freiwillige eher eine größere Überzeugung den nationalsozialistischen Lehren entgegenbrachten. Allerdings gab es auch einen hohen Prozentsatz an jungen Freiwilligen für das deutsche Heer, die Marine oder Luftwaffe. Somit ist es kaum zutreffend, die Waffen-SS als einen Verein aus mehrheitlich Nazi-Fanatiker zu charakterisieren. Wahrscheinlich waren ihre Angehörigen im Durchschnitt weniger oder keinesfalls mehr Indoktriniert als die Angehörigen beim Heer. Um den schlechten Ruf der Waffen-SS zu erklären, ist es sinnvoll die Auswirkungen des politischen Opportunismus und die Art der Kriegsführung gegen Partisanen zu untersuchen. Insbesondere die Elite-Panzerdivisionen der SS waren eine geschlossene Gruppe und ein nicht zu übersehendes Ziel für angebliche Kriegsverbrechen schon während des Krieges, da sie für viele Verluste und auch Niederlagen der Sowjets und westlichen Alliierten verantwortlich waren und man auch offensichtlich auf Rache aus war. Manchmal wurden sie auch von deutschen Heerführern beschuldigt, vor allem, wenn die mit ihnen geplanten Operationen nicht das gewünschte Ergebnis brachten. Nach Kriegsende wurden diese Verbände und auch andere der Waffen-SS für die Mehrzahl der Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht, während nur wenige Vorwürfe gegen Einheiten des Heeres erfolgten, selbst wo sie gerechtfertigt gewesen sein mögen. Interessanterweise wurden für jede der ersten acht SS-Divisionen eigene Straftaten gefunden, sowie für die Schwesterdivisionen von drei dieser Verbände. Diese Vorfälle sind manchmal wenig mehr …

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