Kriegstagebuch 17. Oktober 1917


Schlachtschiff 'Grashdanin'
Das russische Schlachtschiff ‘Grashdanin’ stammte aus dem Jahr 1901 mit nur 13.210 Tonnen und vier 30,5-cm-Kanonen als Hauptbewaffnung, während die gesunkene ‘Slawa’ von 1903 war und 15.000 Tonnen bei gleicher Bewaffnung hatte.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 17. Oktober 1917:

Seekrieg


Ostsee – 27-minütiges Schlachtschiff-Gefecht im Golf von Riga: Das russische Schlachtschiff Slawa wird durch 3 Treffer von den deutschen Schlachtschiff König und Kronprinz beschädigt, sinkt auf Grund und wird später westlich der Insel Papilad selbstversenkt. Das Schlachtschiff Grashdanin (Ex-Tsesarewitsch) zieht sich nach 2 erhaltenen Treffern nach Norden zurück.
Nordsee: Die deutschen schnellen Minenleger-Kreuzer Bremse und Brummer überraschen und vernichten den von britischen Schiffen eskortierten Bergen-Lerwick-Großbritannien-Konvoi 105 km östlich von den Shetlands. Die Zerstörer Mary Rose (Fox) und Strongbow kämpfen selbstmörderische Verzögerungsgefechte (135 Tote), während 3 britische Handelsschiffe entkommen und 9 skandinavische Schiffe innerhalb von 2 Stunden und 20 Minuten versenkt werden. Es gibt keine Warnungen über Funk und so sind die 30 britischen Kreuzer und 54 Zerstörer auf See machtlos.
Atlantik: Der US-Truppentransporter Antilles (67 Tote) wird durch ein U-Boot versenkt.
Östliches Mittelmeer: Das britisches Lazarett-Schiff Goorkha wird vor Alexandria durch eine Mine beschädigt.

Ostfront

Baltikum: Deutsche Landungen auf der Insel Dagö werden abgewiesen, aber deutschen Marinesoldaten gelingt dies am 19. Oktober und sie sichern sie am 20. Oktober, zusammen mit der Insel Schildau.

Afrika

Ostafrika: O’Gradys Linforce ist etwa 1 1/2 km von der nigerianischen Brigade entfernt, während sich beide Seiten nach heftigen, chaotischen Nahkämpfen zurückziehen. Die Briten verlieren 2.348 Mann (davon 528 Nigerianer), 1 Kanone und 9 MGs plus über 352 Träger. Lettow-Vorbeck verliert 519 Mann und lässt eine Königsberg-Kanone zurück. Allein vom 15. bis 18. Oktober beanspruchen die Briten 918 Kriegsgefangene eingebracht zu haben.

Luftkrieg

Deutschland: 8 Airco DH4 der 55. Squadron des 41. Wing des Royal Flying Corps greifen die Burbach-Werke in der Nähe von Saarbrücken an (sowie am 25. Oktober). Die Werke und Häuser werden beschädigt (14 Opfer).
Östliches Mittelmeer: ​​Die türkische Luftaufklärung findet auf Zypern keine Vorbereitungen für eine britische Landung im Golf von Alexandretta.

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Im Blickpunkt:
  • 3D-Modell eines Liberty-Frachter.

    Stückgut-Frachter Liberty-Schiff, welches half die Schlacht im Atlantik zu entscheiden. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Liberty-Schiff (2.710 Schiffe) Typ: Stückgut-Frachter für Massenbauweise, gebaut 1941-1945. Geschichte des Liberty-Schiffs Der von den Werften Henry J. Kaisers in Amerika vervollkommnete Liberty-Schiffstyp half die ‘Schlacht im Atlantik’ zu entscheiden. Dieser vorgefertigte 10.000-Tonnen-Frachter konnte in weniger als 5 Tagen zusammengebaut werden. 2.710 Einheiten wurden von 18 amerikanischen Werften gebaut. Die Konstruktion geht noch auf den einfachen englischen Ocean-Typ von 1879 zurück. Die schnelle Massenfertigung der Liberty-Schiffe bildete den Ausgleich für die bedrohlichen Handelsschiffsverluste der Alliierten. Entwurf Im Jahr 1936 wurde in den USA ein Gesetz zur Subvention von jährlich 50 zu bauenden kommerziellen Handelsschiffen verabschiedet, welche im Kriegsfall der US-Marine als Hilfsschiffe mit Mitgliedern der US-Handelsmarine zur Verfügung stehen sollten. Die Zahl wurde im Jahr 1939 verdoppelt und 1940 auf sogar 200 Handelsschiffe pro Jahr erhöht. Es wurden fünf Schiffsentwürfe dafür ausgewählt, zwei für Tanker und drei Typen von Handelsschiffen, welche alle von Dampfturbinen angetrieben werden sollten. Allerdings führte eine eingeschränkte Industriekapazität und der Mangel an einigen Bauteilen dazu, dass nur wenige dieser Schiffe tatsächlich fertig wurden. Im Jahr 1940 bestellte dann die britische Regierung 60 Ozean-fähige Frachtschiffe, welche Verluste durch deutsche U-Boote ersetzen und die britische Handelsflotte verstärken sollten. In der Zeit der Not sollten dies einfache, dafür für die damalige Zeit aber große Schiffe werden, welche von einer 2.500 PS starken Dampfmaschine mit Kohlefeuerung angetrieben werden sollten. Da es genügend Kohle in Großbritannien selbst gab, Öl aber importiert werden musste, bevorzugten die Briten einen Kohleantrieb. Der Entwurf basierte auf einem einfachen Dampfer, welcher ursprünglich von der Werft J.L.Thompson&Sons in Sunderland (Nordost-England) ab 1879 bis 1939 gebaut wurde. Im Jahr 1935 baute diese Werft ein Handelsschiff mit dem Namen Embassage. Dieses war in gewisser Weise revolutionär, da es wirtschaftlich war und gleichzeitig eine große Ladung transportierte konnte, während es weniger Kohle bei gleicher Geschwindigkeit und Fahrbereich verfeuerten. Dies führte 1939 zum Frachtschiff Dorrington Court, dem direkten Vorläufer der Liberty-Schiffe. R.C. Thompson wurde 1940 in die USA geschickt, um 60 Schiffe für die britische Schiffsbaukommission fertigen zu lassen, weil britische Handelsschiffe dreimal schneller versenkt wurden, als sie in Großbritannien nach gebaut wurden. Er nahm die Pläne der Dorrington Court als Muster mit. Dieses Schiff sollte etwas verstärkt werden, um eine noch größere Ladung von bis zu 10.300 Tonnen zu transportieren. Die Kabinen, Brücke und der Hauptantrieb sollten sich mittschiffs befinden, zusammen mit einem Tunnel, welcher den Hauptmotorenschacht mit dem Propeller über eine lange Achterverlängerung verbindet. Die Werft von Kaiser bot an, 30 Schiffe an der amerikanischen Ostküste und 30 weiter an der Westküste auf neuen Werften eines fast identischen Entwurfs zu bauen. Sie waren aber verschweißt, während die ursprünglichen britischen Schiffe genietet waren, sie hatten kohlebefeuerte Kessel aus Schottland und dreifache Expansionsmotoren. Dies war zwar etwas altmodisch, dafür aber billig, zuverlässig und schnell zu bauen. Diese Schiffe waren die Ocean-Klasse. Das erste Schiff dieser Klasse, die Ocean Vanguard, lief am 16. August 1941 von Stapel. Kanada baute sie als die Fort- und Park-Klasse, wobei es aber einige Unterschiede zum Entwurf von Kaiser gab. Die USA starteten ein ähnliches Programm, um ihre Handelsflotte mit Schiffen der Klassen C1 (unter 120 Meter lang), C2 (bis 135 Meter) und C3 (über 135 Meter) zu erweitern. Dies waren ölbefeuerte Turbinenschiffe, aber sie wurden nicht schnell genug produziert. Die Amerikaner kamen daher widerstrebend zu der Einsicht, dass der britische Entwurf besser geeignet sei. Also nahm Gibbs&Cox im Grunde die britische Ocean-Klasse, änderte ihn ab, teilweise um ihn besser den amerikanischen Bauverfahren anzupassen, aber vor allem, um noch schneller und billiger diese Schiffe bauen zu können. Zu den Änderungen gehörten ein paar geringe Anpassungen am Rumpf und die Änderung der Aufbauten von der ‘Zwei-Insel’-Anordnung zu einer Mittelschiff-Insel. Es wurden die gleichen Maschinen beibehalten, welche aber ölbefeuerte Wasserrohrkessel verwendeten und so entstand die Liberty-Klasse, bezeichnet als EC2-S-C1 (EC für Emergency = Nofall). Dieser neue Entwurf ersetzte viele Nieten, welche für ein Drittel der Arbeitszeit beim Bau verantwortlich waren, durch Schweißen. Dazu wurde der Ölkessel statt der Kohleturbine verwendet. Der Auftrag wurde an ein Firmenkonsortium aus 6 Werften unter der Leitung von Henry J. Kaiser vergeben. Diese Liberty-Schiffe waren so entworfen, dass sie 10.000 Long Tons (10.200 Tonnen) an Fracht transportieren können. Während des Krieges wurden die Schiffe aber oft darüber hinaus vollgestopft. Einige Liberty-Schiffe wurden als Tanker benutzt, einige als Kohleschiffe, andere als Lazarettschiffe. Die Bewaffnung variierte je nach dem Verwendungszweck der Liberty-Schiffe. Am 27. März 1941 wurde die vorgesehene Bauzahl von Lend-Lease-Frachtern auf 200 erhöht und im April sogar auf 306, wovon 117 Liberty-Schiffe sein sollten. Herstellung Die Schiffe wurden aus Bauabschnitten zusammengesetzt, welche verschweißt wurden. Dies ähnelt Techniken, welche in Großbritannien verwendet wurden, ersetzt aber das Nieten durch Schweißen. Der Bau genieteter Schiffe dauerte mehrere Monate, sodass für Liberty-Schiffe die Arbeitskräfte neu geschult werden mussten. Da in den USA viele männliche Arbeiter zum Militärdienst eingezogen wurden, stellten viele Werften neue weibliche Arbeitskräfte ein, welche die neuen Techniken von Grund auf erlernen mussten. Die Schiffe hatten anfangs einem schlechten öffentlichen Ruf wegen ihres einfachen und veralteten Erscheinungsbild. In einer Rede, die das Notfall-Schiffsprogramm ankündigte, hatte Präsident Franklin D. Roosevelt das Schiff als ‘ein schrecklich aussehendes Objekt’ bezeichnet und das Time-Magazin nannte es ein ‘hässliches Entlein’. Der 27. September 1941 wurde dann zum Liberty Fleet Day (Liberty-Flotten-Tag) gemacht, um die öffentliche Meinung zu verbessern, da an diesem Tag die ersten 14 ‘Notfall’-Schiffe vom Stapel liefen. In einer Bemerkung bei der Einführungszeremonie zitierte Roosevelt dann Patrick Henrys Rede von 1775 ‘Give me Liberty or give me death’ (‘Gib mir Freiheit oder gib mit den Tod’) und sagte, dass diese neue Klasse von Schiffen die Freiheit nach Europa bringen würde, woher der Name Liberty-Schiff (‘Freiheits’-Schiff) herrührt. Das erste Liberty-Schiff war die Patrick Henry, welche am 27. September 1941 in Baltimore vom Stapel lief. Die Bauzeit des Schiffes betrug noch 244 Tage und sie wurde am 31. Dezember 1941 in Dienst gestellt. Später wurden die einzelnen Sektionen vorgefertigt, sodass sich die durchschnittliche Bauzeit auf 42 Tage reduzierte. Am schnellsten wurde die Robert mehr …

  • Vormarsch in Jugoslawien

    Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 5. April 1941 beim Angriff auf Jugoslawien und Griechenland, Luftlandetruppe und Luftwaffe. Um seine Südflanke für den geplanten Angriff auf Russland abzusichern, hatte Hitler den jugoslawischen Prinzregenten Paul in das Achsen-Bündnis gedrängt. Als dann aber anti-deutsche Putschisten die Regierung in Belgrad stürzten, befahl Hitler die Besetzung von Jugoslawien und die Vertreibung der Engländer aus Griechenland. Kriegsgliederung der Wehrmacht im Balkanfeldzug Unternehmen Marita, die Invasion Jugoslawiens begann am 6. April 1941, nach einer erstaunlich kurzen Vorbereitungszeit von nur 10 Tagen. Es wurde zu einem vollen Erfolg, denn bei einem Verlust von 558 Mann wurde die jugoslawische Armee völlig zerschlagen und über 300.000 Mann gerieten in Gefangenschaft. Gleichzeitig griffen 5 Divisionen von Lists 12. Armee Griechenland an und eroberten das Land bis Ende April, wenn auch die Verluste hier mit knapp über 5.000 Mann viel höher waren. Der schnelle Sieg der Wehrmacht auf dem Balkan beruhte auf dem perfekten Umgang mit den Panzer- und Luftstreitkräften gegen die Armeen eines unorganisierten Gegners. Aus der Kriegsgliederung weiter unten ist zu sehen, dass die deutschen Armee-Korps eine sehr flexible Zusammensetzung hatten, wodurch eine Vielzahl von unterschiedlichen Formationen für die jeweiligen, örtlichen Gegebenheiten verwendet werden konnte. So verfügte das XVIII. Korps beispielsweise über 2 Gebirgsdivisionen und eine Panzerdivision, speziell für den Einsatz in dem schwierigen Gelände dort. Die Divisionsgliederung der Wehrmacht war die gleiche wie aus dem Jahr 1940, mit Ausnahme der Panzerdivisionen, welche neu zusammengesetzt wurden, um ein ausgewogeneres infanteristisches Element zu erhalten. Im Frankreich-Feldzug 1940 trat nämlich des Öfteren das Problem auf, dass Panzerverbände ohne die Unterstützung der anderen Waffengattungen durch das Feindesland rasten, während die zu Fuß marschierende Infanterie überhaupt nicht mehr hinterherkam. Die Panzer-Divisionen hatten daher jetzt nur noch ein Panzer-Regiment bei weiterhin zwei motorisierten Infanterie-Regimenter sowie stärkere Unterstützungseinheiten, welche Selbstfahrlafetten für die PAK und Artillerie beinhalteten. Die Division war nun 15.600 Mann stark und hatte eine Sollstärke von 211 Panzern, wobei die PzKpfw III und PzKpfw IV nun deren hauptsächliche Schlagkraft bildeten. Luftlandetruppe Nach dem Erfolg der Fallschirmjäger in Holland und Belgien wurde das XI. Luftlande-Korps im Sommer 1940 unter dem Kommando von Kurt Student offiziell aufgestellt. Dieser neue Verband war erstmals in Aktion während der deutschen Invasion Griechenlands, als das 2. Fallschirmjäger-Regiment über Korinth absprang, um die einzige Brücke über den Kanal intakt zu sichern, was allerdings letztlich fehlschlug. Die Kontrolle über Griechenland war jedoch nicht gleichzeitig die Kontrolle über das Mittelmeer und so wurden schnell Pläne erstellt, um die strategisch wichtige Insel Kreta zu erobern. Das XI. Luftlande-Korps war die Speerspitze dieses Angriffs. Die Luftlandung auf Kreta mit 22.000 Mann und mehr als 500 Transportflugzeugen, sowie Kräften welche über See anlanden sollten, begann am 20. Mai 1941 und nach 11 Tagen erbitterter Kämpfe evakuierten die Alliierten die Insel. Die Verluste waren jedoch hoch und die Deutschen hatten 3.250 Gefallene und Vermisste sowie 3.400 Verwundete, während 10.000 alliierte Soldaten gefangengenommen werden konnten. Die Eroberung Kretas nur aus der Luft war einer der größten Triumphe der Luftlandetruppe, während deren hohe Verluste Hitler dermaßen schockierten, das diese Eliteverbände von nun an praktisch nur noch in der Infanterie-Rolle zum Einsatz kamen. Die Landung auf Kreta wurde von der 7. Fallschirmjäger-Division, unterstützt durch die 5. Gebirgs-Division, durchgeführt. Die 7. Fallschirmjäger-Division war wie folgt gegliedert: 3 Fallschirmjäger-Regimenter zu je 3 Bataillonen, Luft-Nachrichten Kompanie, Transport-Kompanie, Sanitätskompanie, leichte Flak-Batterie, PAK-Kompanie, Motorrad-Zug. Nach der Eroberung der Insel wurde die 7. Fallschirmjäger-Division abgezogen und später der Ostfront zugeführt, während die hochwertige 22. Luftlande-Division, welche nicht am Angriff beteiligt war, stattdessen als Besatzungstruppe auf Kreta verblieb. Die 22. Luftlande-Division war eine soweit normale Infanterie-Division, welche für den Lufttransport trainiert war und eine entsprechende Ausrüstung erhalten hatte. Luftwaffe Der erste Einsatz der deutschen Luftwaffe über dem Mittelmeer erfolgte nach der Ankunft des X. Fliegerkorps aus Norwegen im Dezember 1940. Es sollte Unterstützung für die Bodenkämpfe in Nordafrika liefern und die englischen Versorgungsrouten durch das Mittelmeer abschneiden. Für einige Zeit beherrschte die deutsche Luftwaffe den dortigen Himmel, was auch an der Überlegenheit der Messerschmitt Bf 109 über die dort nur vorhandene Hawker Hurricane der RAF lag. Der Balkan-Feldzug wurde von der Luftflotte 4 mit 1.200 Flugzeugen mit großem Erfolg unterstützt, was auch die Eroberung Kretas ermöglichte. Jedoch wurden anschließend eine große Anzahl der Flugzeuge, sowohl vom X. Fliegerkorps als auch von der Luftflotte 4, zurückgezogen und zur Unterstützung der Invasion Russlands verwendet. Dies hatte zur Folge, dass die deutsche Luftwaffe im Mittelmeerraum von nun an der Zahl der Flugzeuge hoffnungslos unterlegen war. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 5.4.1941 Heeres-Gruppe A: Heeres-Gruppe D: Heeres-Gruppe C: Heeres-Gruppe B: Aufmarsch Balkan-Feldzug: Sonstige: Zahlenmäßige Übersicht der vollständig aufgestellten und einsatzbereiten Divisionen der deutschen Wehrmacht, Waffen-SS und Luftwaffe: Pz = Panzer; mot.Inf = motorisierte Infanterie; Kav = Kavallerie; Inf = Infanterie; Geb = Gebirgsjäger; Luftl. = Luftlande Ungefähre Soll-Stärke der wichtigsten Divisions-Typen des Feldheeres im Jahr 1941: Überblick Balkanfeldzug Die Invasion von Jugoslawien Am 6. April 1941 begann die Sicherung des deutschen Einflussraumes auf dem Balkan durch die Invasion von Jugoslawien durch die Wehrmacht. Dessen Regent, Prinz Paul, war bis zum 25. März 1941 dazu gedrängt worden, den Dreimächte-Pakt zu unterzeichnen. Durch einen schon seit längerem geplanten Putsch wurde er durch anti-deutsche, serbische Kräfte abgesetzt, welche den jungen König Peter auf den Thron erhoben und eine Regierung bildeten, welche aber nur wenige Tage bestehen sollte. Hitler befahl den Angriff mit 33 Divisionen auf Jugoslawien und ein schwerer Luftangriff traf Belgrad in einer neuen Eskalation des Blitzkrieges. Gleichzeitig wurde die jugoslawische Luftwaffe ausgeschaltet, bevor sie überhaupt zur Verteidigung eingesetzt werden konnte. Der deutsche Angriffsplan sah den Einfall der 12. Armee aus Bulgarien vor, welcher nach Süden in Richtung Skopje zielen sollte, um Monastir zu nehmen und die Vereinigung mit den griechischen Streitkräften zu verhindern. Von dort aus sollte die Armee – wie schon seit dem letzten Jahr geplant, als Jugoslawien noch als Verbündeter galt – nach Griechenland eindringen. Zwei Tage später führte General Paul von Kleist seine Panzer-Gruppe 1 gegen Nis und Belgrad selbst, wo sie mit der deutschen Zweiten Armee aus Österreich sowie italienischen und ungarischen Truppen zusammentreffen sollte. Der Angriffplan mehr …

  • Typ100/40

    Japanische Maschinenpistole Typ 100. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Typ: Japanische Maschinenpistole. Geschichte: Ähnlich wie in Großbritannien wurde in Japan die Entwicklung einer Maschinenpistole verschlafen. Erst 1935 wurde ein experimentelles Modell hergestellt und getestet. Aber es scheint so, als hat es wenig Begeisterung für diese Waffe gegeben, was unter den Umständen, dass Japan heftig in einen Krieg in China verwickelt war und einen Feldzug in Ostasien und dem Pazifik erwog, eigentlich sehr verwunderlich ist. Eigentlich wäre die Maschinenpistole die ideale Waffe für den japanischen Soldaten gewesen und der Gedanke das die japanische Armee mit einer billigen und einfachen MP – ähnlich der russischen PPSh – ausgerüstet worden wäre, dürfte für die Amerikaner ziemlich erschreckend gewesen sein. Der Krieg im Fernen Osten wäre eine wesentlich blutigere Angelegenheit geworden und die ein oder andere knapp entschiedene Schlacht hätte auch in die entgegengesetzte Richtung verlaufen können. Die Maschinenpistole Typ 100 Modell 1940 wurde 1941/42 in begrenzter Zahl an die Truppe ausgegeben. Im Grunde war dies nur eine modifizierte Schweizer Solothurn S1-100 Maschinenpistole, welche auch von der Wehrmacht und anderen Achsen-Armeen während des 2. Weltkrieg verwendet wurde. Die Maschinenpistole 100 war mäßig gut gemacht, hatte aber einige ziemlich seltsame Merkmale. Eines davon war die Verwendung einer komplexen Vorrichtung zur Munitionszufuhr, die sicherstellte, dass eine Patrone zuvor vollständig in der Kammer lag, bevor der Schlagbolzen funktionierte. Der genaue Zweck dieser Eigenschaft ist nicht klar, es kann aber eigentlich nur als eine Sicherheitsvorrichtung für den Schützen gedacht gewesen sein. Die Patrone, welche von allen Varianten der Maschinenpistole Typ 100 verwendet wurde, war die etwas kraftlose japanische 8-mm-Pistolenpatrone. Dies war eine eher schwache und ineffektive Wahl, was nicht gerade dadurch begünstigt wurde, dass es sich um eine flaschenförmiges Geschoss handelte, was die Munitionszufuhr komplizierter machte. Der Lauf der Maschinenpistole Typ 100 wurde verchromt um die Reinigung zu erleichtern und den Verschleiß zu reduzieren. Um den Entwurf um noch weitere Feinheiten zu ergänzen, hatte die Waffe ein komplexes Visier und ein gekrümmtes Magazin. Weitere Kuriositäten waren die Verwendung einer komplizierten Mündungsbremse an einigen Modellen und die Verwendung einer großen Bajonettbefestigung unter dem Lauf. Einige Versionen hatten sogar auch ein Zweibein, wie für leichte Maschinengewehre. Das Modell 40 erschien in zwei Mustern: eines für die Infanterie mit einem festen Schaft und eines für die Luftlandetruppe mit einem klappbaren Schaft. An beiden war eine Halterung für ein Bajonett unter dem Lauf montiert und der Lauf war innen verchromt. Einige der Waffen für die Infanterie wurden manchmal mit einem kleinen Zweibein ausgestattet. Mechanisch waren sie wenig bemerkenswert, sie waren einfache Rückstoß-Waffen, welche nach allgemein bekannten Prinzipien arbeiteten. Der einzige nachweisbare, größere Kampfeinsatz dieser Waffen erfolgte 1942 während des Angriffs japanischer Fallschirmjäger auf die niederländischen Ölfelder auf Java, wo vermeldet wurde, dass sie äußerst wirksam waren. Es gibt weder Aufzeichnungen zu ihrer Verwendung gegen US-Streitkräfte im Pazifik noch gegen die britischen Truppen in Burma. Es wird daher vermutet, dass weniger als 10.000 von beiden Modellen produziert wurden. Obwohl der Typ 100/40 bei weitem nicht perfekt war, war seine Leistung gut genug um das Interesse an dieser Waffe zu wecken. Es begann die Entwicklung einer verbesserten Version, dem Modell 1944, als die Rufe von der Front nach seiner solchen Waffe immer lauter wurden. Aber die Arbeiten begannen zu spät und waren zu langsam, um größere Bestände der Waffe herzustellen. Um die Herstellung der Waffe zu beschleunigen, wurde dafür der ursprüngliche Typ 100 stark vereinfacht, mit dem Ergebnis, dass die Konstruktion leicht verlängert wurde. Der Holzschaft war oft ziemlich unbearbeitet und die Schussfrequenz wurde von den früheren 450 Schuss pro Minute auf 800 erhöht. Das Visier wurden auf wenig mehr als ein Zielkorn reduziert und die große Befestigung für ein Bajonett an der Mündung wurde durch eine einfachere Halterung ersetzt. An der Mündung ragte der Lauf mehr aus der perforierten Ummantelung heraus und hatte eine einfache Mündungsbremse bestehend aus zwei Öffnungen, die in den Lauf gebohrt waren. Schweißen, oft grob, wurde wo immer möglich eingesetzt. Das Ergebnis war eine viel gröbere Waffe im Vergleich zur früheren Version – aber eine, die solide genug für ihren Zweck war. Das Hauptproblem für die Japaner im Jahr 1944 lag nicht so sehr in der Tatsache, dass die Maschinenpistole Type 100 nicht gut genug war, sondern dass es ihnen an der industriellen Kapazität für die Massenproduktion fehlte. Folglich mussten die japanischen Truppen ihren letzten, verzweifelten Abwehrkämpfe hauptsächlich immer noch mit dem Ariska-Gewehr austragen und waren daher ständig im Nachteil gegenüber den besser bewaffneten alliierten Soldaten. Variante: Typ 100/44: Mechanisch glich es dem Typ 100/40, hatte aber eine schwächere Schließfeder, welche die Feuerrate auf 800 Schuss in der Minute steigerte. Die Bajonett-Halterung wurde entfernt und das Bajonett konnte nun auf die Mündung aufgesetzt werden. Die Mündung wurde zu einem Kompensator durch das Anbohren zweier seitlicher Löcher gebildet. Es gab noch einige andere, kleinere Veränderungen, um die Waffe leichter herstellen zu können. Es wird berichtet, dass rund 7.000 Stück im letzten Kriegsjahr produziert wurden, aber es scheinen keine in die Hände der Fronttruppen gelangt zu sein. Benutzer: Japan (für alle Varianten). Animation 3D-Modell Japanische MP Typ 100 Spezifikationen Typ 100 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Leichte Maschinengewehre Taisho 11 und Typ 96 Ursprünglich war die japanische Armee recht schnell im Erkennen des Potenzials des Maschinengewehrs und erwarb schon 1902 die Rechte zur Lizenzproduktion des französischen Hotchkiss-Maschinengewehrs M1897 und führte dies bei der Truppe ein. Es wurde mit beträchtlichem Erfolg im Russisch-Japanischen Krieg eingesetzt und als Folge davon wurde der Hotchkiss-Entwurf zur Grundlage weiterer Entwürfe. Die japanischen schweren Maschinengewehre, welche zwischen 1941 und 1945 verwendet wurden, waren daher beide Ableitungen des französischen Hotchkiss-Maschinengewehrs mit nur wenigen, lokalisierten Veränderungen. Bei den leichten Maschinengewehren entwickelten die Japaner jedoch ihrer eigenen Modelle, wobei das erste noch auf der Grundlage der gleichen Funktionsweise wie bei den Hotchkiss entstand, jedoch mit den üblichen lokalen Variationen. Das erste davon war das 6,5-mm leichte Maschinengewehr Taisho 11 (Typ 11), welches 1922 eingeführt wurde und bis 1945 im Dienst blieb. Der Name Taisho 11 leitet sich vom elften Jahr der Taisho-Ära ab. Seine Ursprünge aus dem Hotchkiss-Maschinengewehr sind mehr …

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